Biedermeier-Kabinett im neuen Licht
Stadtmuseum präsentiert bürgerlich-biedermeierliche Atmosphäre
(SMS) Nach dem Einbau der neuen Beleuchtung in der Schausammlung ist auch das Biedermeier-Kabinett im Stadtmuseum wieder zugänglich. Das Lichtkonzept unterstreicht im rekonstruierten Wohnzimmer die typisch "biedermeierliche" Atmosphäre der Zeit. Zusammen mit neuen Objekten, die repräsentativ für die Epoche sind, zeigt das Kabinett eine authentische Ausstattung der Zeit von 1815 bis 1848 in einer neuen Inszenierung, die zur gedanklichen Reise in das 19. Jahrhundert einlädt.
Das europäische Staatensystem war nach Beendigung der napoleonischen Kriege grundlegend neu geordnet worden. Allerdings trat nach 1815 die demokratische Idee in den Hintergrund, die Hoffnung auf politische Mitsprache gaben große Teile des Bürgertums auf. Man zog sich in den privaten häuslichen Bereich zurück und gründete Vereine, wandte sich dem "Schöngeistigen" zu. Der spöttisch gemeinte Begriff "Biedermeier", der später als Stilbezeichnung für die Epoche verwendet wurde, bezeichnet diese Haltung der Bürger.
Quelle:
Pressemitteilung von Mittwoch, 21. Juli 2010
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veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Juli 2010