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AUSSTELLUNG/9745: Kassel - "Die Artothek zu Gast", 18.10.2019 bis 21.02.2020


Stadt Kassel

"Die Artothek zu Gast" - Vernissage zur neuen Ausstellung im Konzertsaal der Musikakademie


Die Artothek Kassel ist mit 19 Kunstwerken ihrer Sammlung zu Gast im Konzertsaal der Musikakademie am Karlsplatz während des Wintersemesters 2019/20. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 17. Oktober, um 19 Uhr durch Carola Metz, die Leiterin des Kulturamts der Stadt Kassel. Die musikalische Umrahmung übernehmen Studierende der Musikakademie.

Die Ausstellung ist von Freitag, 18. Oktober, bis Freitag, 21. Februar, während der öffentlichen Veranstaltungen der Musikakademie (in der Regel montags bis donnerstags ab 19 Uhr mit Ausnahme der unterrichtsfreien Zeiten) zu sehen. Um Anmeldung unter der Telefonnummer 05 61/7 87-41 82 (Hausdienst der Musikakademie) wird gebeten. Es gelten die Eintrittsregelungen der jeweiligen Veranstaltung.

Weitere Informationen zur Artothek sind hier zu finden: https://www.kassel.de/einrichtungen/stadtbibliothek/artothek/index.php

Hintergrund:

Eine Artothek ist eine Kunstausleihe. Sie bietet jedem die Möglichkeit, sein Zuhause oder einen beliebigen anderen Platz zu einem Ort der Kunst bzw. zur Galerie einer ständig wechselnden Ausstellung zu machen.

Hubertus Gaßner hat die Idee, eine Artothek zu gründen, seit 1988 verfolgt. Praktisch ausgeführt hat die Vorarbeiten und dann die Ausleihe Dorlies Handt. Sie hat zusammen mit ihm Werke von Kasseler und nordhessischen Künstlern aus den städtischen Sammlungen, die in den "Staatlichen Museen" aufbewahrt waren, und der Arnold-Bode-Stiftung ausgewählt (der damalige Kulturreferent Dr. Nordhoff unterstützt und bestätigt das in einem Schreiben vom 19.07.1989).

Zugeordnet war die Artothek zunächst dem documenta-Archiv (Eröffnung April 1990). Dies hatte auch eine innere Logik, denn ein gewichtiger Teil des Anfangsbestandes stammt aus dem Nachlass des documenta-Begründers Arnold Bode. Zum 75. Geburtstag Bodes hatten 1975 zahlreiche documenta-Künstler künstlerische Arbeiten gestiftet. Von diesen aus seinem Nachlass stammenden Arbeiten sind heute - gemäß Bodes Anliegen, Kunst für alle zugänglich zu machen - viele in der Artothek auszuleihen.

Allerdings kann eine Artothek auf einem einmal aufgebauten Bestand nicht stehenbleiben. Sie muss immer wieder auch Neues aufnehmen und sich weiterentwickeln. Für die Kasseler Artothek war und ist daher die Verbindung zur Dr.-Wolfgang-Zippel-Stiftung enorm wichtig für ihre Existenz und Fortentwicklung. Die Zippel-Stiftung hat zum Zweck, die bildende Kunst sowie die Musik zu fördern. Im Zentrum steht dabei die jährliche Preisverleihung. Die ausgewählten Werke von jeweils vier Künstlern gelangen so in den Bestand der Artothek. Damit wächst die Artothek Jahr für Jahr weiter. Daneben kommen auch Schenkungen der Artothek zugute.

Waren 1990 rund 150 Kunstwerke in der Artothek zu entleihen, so umfasst der Bestand heute über 450 Kunstwerke. Die größten Gruppen bilden Malerei und Grafik, daneben gibt es aber auch zahlreiche Fotografien sowie 26 Skulpturen und Objekte. Seit 2007 steht die Artothek unter dem Dach der Stadtbibliothek für die Öffentlichkeit zur Verfügung.

Voraussetzung für die Ausleihe von Kunstwerken der Artothek Kassel ist ein Mindestalter von 18 Jahren und der Besitz eines gültigen Bibliotheksausweises der Stadtbibliothek Kassel. Die Ausleihe kostet inklusive Versicherungsgebühr zehn Euro pro Exponat für zwei Monate.

Immer mittwochs können in den Räumen der Artothek am Karlsplatz 1 (gegenüber der Musikakademie) originale Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern entliehen werden.

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Quelle:
Pressemitteilung von Mittwoch, 9. Oktober 2019
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
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Internet: www.kassel.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 10. Oktober 2019

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