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TV - ARTE/1003: Woche vom 25.02. bis 03.03.2017


arte – 09. Programmwoche vom 25.02. bis 03.03.2017


Samstag, 25. Februar 2017


05:05 Augenschmaus (25 Min.) (HDTV)
Die Ricotta-Esser von Vincenzo Campi
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 19.02.

Regie: Franck GOMBERT


05:30 Square Idee (30 Min.)
Die postfaktische Demokratie
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 19.02.2017


06:00 Abgedreht! (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 19.02.

Autor: Philippe Collin
Xavier Mauduit
Frédéric Bonnaud


06:40 Reisen für Genießer (25 Min.) (HDTV)
Jugendstil in Brüssel
Dokumentationsreihe Belgien, 2008

Regie: Catherine Haxhe, Guy Lemaire

Die aktuelle Folge führt nach Brüssel. In der belgischen Hauptstadt gibt es neben bemerkenswerter Architektur auch Kulinarisches zu entdecken.

Hintergrundinfo:
Die Reihe "Reisen für Genießer" lädt zu einer gastronomischen, historischen und kulturellen Entdeckungstour ein. Die Reisen des Guy Lemaire durch Europa, Lateinamerika und Asien bieten eine abwechslungsreiche Auszeit vom Alltag. In jeder Folge gilt es, Gastronomie, lokale Produkte, Essgewohnheiten, Kochkunst, Restaurants, Köche, Weinbau sowie das historische und kulturelle Erbe der besuchten Städte und Regionen zu entdecken. Ein kulinarisch-touristischer Blick auf die Welt von heute.


07:05 Xenius (25 Min.) (HDTV)
Geothermie – Ist sie gescheitert?
Moderation: Carolin Matzko, Gunnar Mergner
Magazin Deutschland, 2015
Wiederholung vom 17.02.


07:30 Xenius (35 Min.) (HDTV)
Textilien – Werkstoff der Zukunft?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015

Was haben der Burdsch Chalifa in Dubai, das WM-Stadion in Manaus und der Flughafen in London Heathrow gemeinsam? Überall wurden textile Werkstoffe verbaut. Wir kennen Textilien vor allem als Bettwäsche, Handtuch oder Pullover, doch sie können noch weitaus mehr. Sind Textilien die Werkstoffe der Zukunft? Flugzeuge nutzen bereits textile Tragflächen, um durch die Lüfte zu fliegen und auch die Automobilindustrie hat den Stoff für sich entdeckt. Aber Stoff ist nicht gleich Stoff: Die Fasern der Zukunft heißen nicht Baumwolle und Polyester, sondern Carbon und Aramid. Sie sind leichter und flexibler als andere Baumaterialien. Werden Textilien vielleicht sogar bald dazu genutzt, um Häuser zu bauen? Das wollen die "Xenius"-Moderatoren genauer wissen. In Dresden treffen sie die Entwickler des sogenannten Textil-Betons: ein Material, das den herkömmlichen Beton in den Schatten stellt. Er bietet die gleiche Festigkeit, ist dabei aber leichter und dünner – ein Traum für jeden Architekten. Aber ist das auch bezahlbar? Die Materialforschung sucht immer nach neuen Stoffen. Ihre Inspiration holt sie sich auch in der Natur: Spinnenseide ist zum Beispiel ein wahrer Superstoff: Sie ist belastbarer als Stahl und flexibler als Gummi. Sie kann sich auf das Zehnfache ihrer Länge dehnen, ohne zu reißen. Auch in der Medizin ist sie nützlich, denn sie wird vom Körper nicht abgestoßen. Wissenschaftlern der Universität Bayreuth ist es gelungen, die Geheimnisse der Spinnenseide zu entschlüsseln und künstlich nachzubauen.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


08:05 Reise durch Amerika (30 Min.) (HDTV)
Pernambuco: Brasiliens anderer Karneval
Dokumentationsreihe USA, 2013
Wiederholung vom 21.02.

Regie: Daniel Duncan


08:35 Alles Karneval (50 Min.) (HDTV)
Salvador da Bahia, im Rhythmus Afrikas
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014

Regie: Luis Miranda

In Salvador geben die Gemeinschaften ihr Bestes, den größten Straßenkarneval der Welt zu veranstalten. 2014 hört man bei den Umzügen erstmals auch das Herz Afrikas zu den traditionellen Batucada-Rhythmen schlagen. Die afrobrasilianische Gemeinde schließt sich dem Karneval an und zieht die Stadt in ihren Bann – nach über 40 Jahren Kampf gegen rassistische Diskriminierung. Mit traditionellen Kostümen, Schminke, Tänzen, Musik und Instrumenten wird auf den Straßen gefeiert. Mit dabei: die weltberühmten Percussion-Gruppen Olodum und Ilê Aiyê. Die Protagonisten der Dokumentation, seien es Musiker, Sänger oder Tänzer, gleichen der feurigen und chaotischen Stadt und verkörpern die schwarze Bevölkerung Salvadors. Ihre Bindung zum Karneval ist unerschütterlich. Während der Festtage haben sie die Chance, ihre Träume zu verwirklichen. Das durften auch Daiana und Cynthia erfahren. Die beiden jungen Frauen aus Bahia wurden 2013 und 2014 zu den "Göttinnen des Ebenholzes" gekrönt. Mit ihnen taucht der Zuschauer in die Vorbereitungen des Karnevals ein, erkundet die Stadt, ihre kleinen Gassen und Viertel und lernt deren Einwohner kennen, bevor sich für die Festlichkeiten alles komplett verwandelt. Die Dokumentation zeigt die bunten Farben und Kostüme, die temperamentvollen Tänze, die Musik, Masken, Auftritte und Umzüge des Karnevals von Bahia. Die Kollektion "Alles Karneval" spürt mit allen Sinnen einer jahrhundertealten Tradition nach. In fünf ausgewählten Ländern verwandeln Narren ihre Stadt in eine riesige Parademeile, ziehen in prunkvollen Defilees durch die Straßen und lassen in einem Kaleidoskop aus schillernden Farben und Formen Kultur und Tradition ihres Landes hochleben.

Hintergrundinfo:
Die fünfteilige Dokumentationsreihe zeigt die Vielfalt und den Facettenreichtum eines Brauchtums, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Während die einen das Brauchtum möglichst unangetastet lassen, sehen andere in einer moderneren Form neue Chancen. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der kulturellen und anthropologischen Bedeutung der Karnevalstradition, sondern auch auf der ausgelassenen Feierstimmung, die unter beachtlichem technischen Aufwand mit farbenprächtigen Kostümen, stimmungsgeladener Musik und ausdrucksstarken Tänzen effektvoll in Szene gesetzt wird. Während der tollen Tage erfasst das närrische Treiben Besitz vom privaten wie vom öffentlichen Leben. In der jeweiligen Stadt übernehmen die Narren das Zepter. Im Fokus stehen fünf Karnevalstraditionen, die bis heute überdauert haben und die kulturelle und künstlerische Vielfalt besonders eindrücklich veranschaulichen: der Karneval in Salvador da Bahia (Brasilien), Barbagia (Sardinien, Italien), Villingen und New Orleans (USA). Die Karnevalstage sind der sehnsüchtig erwartete Höhepunkt des Jahres. Die Stadt schmückt sich für das närrische Treiben, ihre Einwohner schlüpfen in prunkvolle Kostüme und setzen aufwendig geschnitzte Masken oder Narrenkappen auf, um die Karnevalstage angemessen zu begrüßen. Das ganze Jahr über werden die Feierlichkeiten bis ins Detail vorbereitet und die Vorführungen in endlosen Proben so lange geübt, bis jedes Kostüm und jeder Tanzschritt perfekt sitzen.


09:25 Alles Karneval (55 Min.) (HDTV)
Oruro – Der Tanz der Teufel
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Juan José Lozano

Oruro liegt im bolivianischen Andenmassiv auf 3.700 Meter Höhe. Das ganze Jahr über fiebert die etwas mehr als 200.000 Einwohner zählende Bergbaustadt dem bunten Karnevalstreiben entgegen, das den Höhepunkt des Jahres darstellt. Tribünen werden aufgestellt, Musikgruppen und Tanzformationen proben unaufhörlich für die Hauptattraktion, die Umzüge am Samstag und am Sonntag. Zu Ehren der Jungfrau von Socavón, der Schutzpatronin der Minenarbeiter, ziehen die Mitwirkenden in aufwendig gearbeiteten Kostümen und mit übergroßen Tiermasken in einer kilometerlangen und äußerst ermüdenden Prozession durch die Straßen. Für viele ist der Maskenumzug eine Art religiöser Befreiungsakt, mit dem sie im Rhythmus der Diablada-Musik, die Ausdruck der bolivianischen Seele ist, die bösen Geister vertreiben.

Hintergrundinfo:
Die Kollektion "Alles Karneval" spürt mit allen Sinnen einer jahrhundertealten Tradition nach. In fünf ausgewählten Ländern verwandeln Narren ihre Stadt in eine riesige Parademeile, ziehen in prunkvollen Defilees durch die Straßen und lassen in einem Kaleidoskop aus schillernden Farben und Formen Kultur und Tradition ihres Landes hochleben.


10:20 Alles Karneval (55 Min.) (HDTV)
Barbagia – Der Tanz ums Feuer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Attilio Cossu

Die Region Barbagia liegt im zentralen Bergland Sardiniens. Für die abgelegenen Bergdörfer Ottana und Mamoiada bieten die Karnevalstage eine gute Gelegenheit, Neugierigen ihre Tore zu öffnen und die sozialen Bindungen zwischen den Gemeinschaften zu erneuern. Während Männer und Kinder riesige Scheiterhaufen aufschichten, Holzmasken schnitzen und urige Tierfellkostüme zurechtzulegen, mit denen sie ihre Verbundenheit mit der ländlichen Region zum Ausdruck bringen, bereiten die Frauen traditionelles Gebäck zu und bewirten die kostümierten Karnevalisten bei sich zu Hause mit Weinen der Region. Die aufwendigen Tiermasken werden schwarz angemalt, die Mamuthones hüllen sich in zottige Tierfelle, setzen sich Hörner auf, behängen sich mit Glocken und rüsten sich mit Stock und Lasso. In dieser Aufmachung ziehen sie durch die Straßen und versammeln sich im Anschluss mit ihren Gästen am Lagerfeuer. Jung und Alt feiern zusammen, und dieses Miteinander der Generationen ist prägend für die Identität der Bergvölker.

Hintergrundinfo:
Die Kollektion "Alles Karneval" spürt mit allen Sinnen einer jahrhundertealten Tradition nach. In fünf ausgewählten Ländern verwandeln Narren ihre Stadt in eine riesige Parademeile, ziehen in prunkvollen Defilees durch die Straßen und lassen in einem Kaleidoskop aus schillernden Farben und Formen Kultur und Tradition ihres Landes hochleben.


11:15 Alles Karneval (50 Min.) (HDTV)
Villingen – Die fünfte Jahreszeit
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Anja Unger

Im Schwarzwald blickt der Karneval auf die längste närrische Tradition zurück. Die Fasnacht oder Fasnet, wie die tollen Tage an der Schwelle zwischen Winter und Frühjahr hier genannt werden, ist eng mit der Stadtgeschichte verknüpft und ein Volksgut, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. In der Fastnachtszeit werden die Uhren angehalten. Die Stadt legt ihr mittelalterliches Gewand an und lebt eine ganze Woche lang im Rhythmus der tollen Tage. Fastnächtliches Musizieren ist rund um die Uhr zu hören, kostümierte Narren haben das Zepter fest in der Hand und lassen überall in der Stadt die närrische Lebenslust hochleben. Die Villinger Fasnacht bedeutet Narrenfreiheit. Was beliebt ist auch erlaubt. Die traditionellen Umzüge am Rosenmontag und am Faschingsdienstag bieten ein facettenreiches und farbenfrohes Schauspiel und ein organisiertes Chaos, in dem die Narren mit ihren prunkvollen Kostümen, bunten Tüchern und riesigen Masken unerkannt bleiben und nach Herzenslust über die Stränge schlagen können.

Hintergrundinfo:
Die Kollektion "Alles Karneval" spürt mit allen Sinnen einer jahrhundertealten Tradition nach. In fünf ausgewählten Ländern verwandeln Narren ihre Stadt in eine riesige Parademeile, ziehen in prunkvollen Defilees durch die Straßen und lassen in einem Kaleidoskop aus schillernden Farben und Formen Kultur und Tradition ihres Landes hochleben.


12:05 Alles Karneval (55 Min.) (HDTV)
New Orleans – Magischer Mardi-Gras
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: François Rabaté

Der Karneval in New Orleans wird in Anlehnung an den französischen Faschingsdienstag "Mardi Gras" genannt und als prunkvolles Fest ausgelassener Lebenslust und opulenter Dekadenz begangen. Voodoo-Anhänger, Afroamerikaner in prächtigen indianischen Trachten, feministische Musen und dekadente Mittvierziger … Der Karneval in New Orleans ist ein schillerndes Kaleidoskop rauschender Farben und Formen. In mehr als 70 Umzügen ziehen die Karnevalisten vierzehn Tage lang durch die Stadt und belegen eindrücklich, wie kontrastreich die US-amerikanische Gesellschaft ist. Karneval hat hier eindeutig auch eine Ventilfunktion. Während der tollen Tage fällt ganz New Orleans in kollektive Trance und genießt überschäumende Lebensfreude.

Hintergrundinfo:
Die Kollektion "Alles Karneval" spürt mit allen Sinnen einer jahrhundertealten Tradition nach. In fünf ausgewählten Ländern verwandeln Narren ihre Stadt in eine riesige Parademeile, ziehen in prunkvollen Defilees durch die Straßen und lassen in einem Kaleidoskop aus schillernden Farben und Formen Kultur und Tradition ihres Landes hochleben.


13:00 Wahn, Wut oder Wollust? (90 Min.) (HDTV)
Das Ohr von Vincent van Gogh
Dokumentarfilm Großbritannien, 2016
Wiederholung vom 14.01.

Regie: Jack MacInnes


14:30 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Der Ferne Osten
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 30.01.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


15:15 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Der schwarze Drache
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 31.01.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


16:00 Vergissmeinnicht (25 Min.) (HDTV)
Grisélidis Real, Hure
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Erstausstrahlung

Regie: Jacques Malaterre

Grisélidis Réal wurde 1929 in Lausanne in eine bürgerliche Familie geboren. Nach ihrem Kunststudium zieht sie nach Genf. Sie genießt die Boheme und beginnt zu malen. Doch ihre unkonventionellen Bilder finden keine Käufer. Trotz ihrer schwierigen finanziellen Lage genießt sie das Leben, feiert ausschweifend und hat zahlreiche Affären. Von 1952 bis 1959 bekommt sie vier Kinder von drei verschiedenen Vätern. 1960 folgt Grisélidis mit zweien ihrer Kinder ihrem damaligen Partner, dem Medizinstudenten Bill, nach München. Dieser - psychisch krank und nicht in der Lage, die Familie zu unterstützen – fordert Grisélidis auf, sich zu prostituieren. Ihren Kindern zuliebe willigt sie ein. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten findet Grisélidis Gefallen an ihrem neuen Leben und ihre finanzielle Lage beginnt sich zu bessern. 1974 veröffentlicht sie ihr erstes Buch. In ihrem autobiografischen Roman fordert sie die Anerkennung von Prostitution als frei gewähltem Beruf. Das Buch wird zum Befreiungsschlag von ihrer strengen bürgerlichen Erziehung. Grisélidis erntet viel Lob und wird als Künstlerin gefeiert. In Paris schließt sie sich einer Bewegung von Prostituierten an, die für ihr Recht auf Selbstbestimmtheit und gesellschaftliche Anerkennung auf die Straße gehen. Schnell avanciert Grisélidis zu ihrer Leitfigur. 1989 erhält sie nach jahrelangem Kampf ein Führungs – und Leumundszeugnis – ein Dokument, das den Prostituierten jahrelang verwehrt blieb. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2005 veröffentlicht sie zahlreiche Bücher, hält weltweit Vorträge und setzt sich unermüdlich für die Rechte von Prostituierten ein.

Hintergrundinfo:
An historischen Wendepunkten waren häufig Menschen beteiligt, deren eigenes Schicksal dadurch eine bestimmte Richtung nahm, die später jedoch schnell in Vergessenheit gerieten. Das Englische hat für solche Helden, deren Taten nie besungen wurden, den Begriff "Unsung Heroes". Die Reihe schildert 20 solcher Schicksale und stellt die damit verbundenen Ereignisse in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Mit umfangreichem historischem Archivmaterial, aktuellen Aufnahmen an Originalschauplätzen und zahlreichen O-Tönen vermittelt die Reihe bewegte Momente der Geschichte hautnah.


16:25 Vergissmeinnicht (30 Min.) (HDTV)
Mustapha Müller, Deserteur
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Erstausstrahlung

Regie: Jacques Malaterre

Am 19. November 1926 kommt Si Mustapha Müller, mit bürgerlichem Namen Winfried Müller, in Wiesbaden zur Welt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten flieht seine Mutter mit ihm nach Österreich, in das kleine Tiroler Dorf Götzen. Heimlich hört der 14-jährige Müller den verbotenen britischen Nachrichtensender BBC und gibt Informationen an die Nachbarn weiter. Daraufhin wird er im Mai ins Hauptquartier der Gestapo nach Innsbruck gebracht. Mehrere Tage lang wird er dort verhört und misshandelt. Für Müller ein traumatisches Ereignis. Anschließend wird er einem Marineregiment an der deutschen Ostsee zugeteilt. Doch der Soldat Müller zeigt sich widerspenstig. Es gelingt ihm zu desertieren. Er schließt sich zunächst der Roten Armee, später dem Nationalkomitee Freies Deutschland an. 1954 bricht der Algerienkrieg aus. Müller studiert zu diesem Zeitpunkt Journalismus in Frankreich. Dort wird in linken Kreisen mit den Unabhängigkeitsbestrebungen des algerischen Volkes sympathisiert. Müller geht nach Marokko und schließt sich dort der algerischen Befreiungsarmee ALN an. Er nennt sich nun Si Mustapha Müller, entwickelt die Idee, den Kolonialkrieg dort zu treffen, wo er am empfindlichsten ist, und ruft einen "Rückführungsdienst" ins Leben. Das Ziel ist es, so viele Soldaten der französischen Fremdenlegion wie möglich zur Desertion zu bewegen und deren Rückkehr zu organisieren. Seine Arbeit ist erfolgreich, bald hat er ein Team unter sich, das in ganz Algerien operiert. Bis zum Kriegsende 1962 gelingt es Müller, 3.726 Soldaten dazu zu bewegen, die Fremdenlegion zu verlassen. Nach der Befreiung Algeriens wird Müller zu einem der ersten Staatsbürger des neuen freien Algeriens. Am 9. Oktober 1993 erliegt er schließlich einem Herzinfarkt. Er wird in der Sahara beigesetzt. Anders als in Frankreich wird dem Freiheitskämpfer Si Mustapha Müller in Algerien mit Hochachtung begegnet. Durch seinen mutigen und gewaltfreien Einsatz war es ihm gelungen, Tausende von Menschenleben zu retten.

Hintergrundinfo:
An historischen Wendepunkten waren häufig Menschen beteiligt, deren eigenes Schicksal dadurch eine bestimmte Richtung nahm, die später jedoch schnell in Vergessenheit gerieten. Das Englische hat für solche Helden, deren Taten nie besungen wurden, den Begriff "Unsung Heroes". Die Reihe schildert 20 solcher Schicksale und stellt die damit verbundenen Ereignisse in einen gesamteuropäischen Zusammenhang. Mit umfangreichem historischem Archivmaterial, aktuellen Aufnahmen an Originalschauplätzen und zahlreichen O-Tönen vermittelt die Reihe bewegte Momente der Geschichte hautnah.


16:55 ARTE Reportage (50 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Das Magazin für aktuelle internationale Politik wird immer samstags gegen 17.00 Uhr ausgestrahlt. Durch die Sendung führen abwechselnd Andrea Fies und William Irigoyen. Auf der Grundlage seines redaktionellen Sendeauftrags wirft "ARTE Reportage" den etwas anderen Blick auf wichtige Ereignisse des Weltgeschehens. Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.arte.tv/artereportage


17:45 Mit offenen Karten (15 Min.) (HDTV)
Fortbestand des Friedens in Afrika
Moderation: Jean-Christoph Victor
Magazin Frankreich, 2016

Regie: Pierre-Olivier Francois

Mali und Somalia sind nur zwei Beispiele für die zahlreichen Konfliktgebiete in Afrika. Der Kontinent ist Schauplatz eines Großteils der weltweiten UN-Friedensmissionen. "Mit offenen Karten" befasst sich diese Woche mit den Bedrohungen für den Frieden in Afrika und stellt Lösungsansätze der afrikanischen Staaten vor.

Hintergrundinfo:
Jede Woche liest Jean-Christophe Victor "die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt" aus detaillierten geografischen Karten. Sein Credo: "Die Karten zum Sprechen bringen". Und das beherrscht er wie kein anderer – in seiner Sendung "Mit offenen Karten", jeweils samstags gegen 14.30 Uhr.


18:00 Amur – Asiens Amazonas (45 Min.) (HDTV)
Die heiligen Quellen
Dokumentationsreihe Österreich, 2015
Wiederholung vom 01.02.

Regie: Franz Hafner, Klaus Feichtenberger


18:45 Zu Tisch in der … (30 Min.) (HDTV)
Albufera Valenciana
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Hilde Bechert

An der Südostküste Spaniens, nur eine halbe Autostunde südlich der barocken Metropole Valencia, liegt der Albufera-See. Bis hierher kamen einst die Mauren und kultivierten das umliegende Sumpfland für den Reisanbau. Die Feldarbeiter erfanden schließlich vor lauter Hunger die Paella, die bis heute alle Schätze des Landes und des Meeres in sich vereint. Und bis heute ist es immer einen kleinen Streit wert – was kommt in eine Paella hinein und was nicht? Das Fischerdorf El Palmar liegt am Ostufer des Albufera-Sees. Balero San Canuto und sein Sohn Roberto fahren jeden Morgen bei Sonnenaufgang auf den See hinaus. Seit vielen Generationen sind die Männer der Familie Fischer – wie fast alle im Dorf. Viele sind aber gleichzeitig auch Reisbauern, wie auch Robertos Schwiegervater Vicente Marco, der im September sein letztes Reisfeld aberntet. Er erinnert sich noch an den alten Streit zwischen Fischern und Bauern. Der See war früher viel größer als heute, bis die Reisbauern immer mehr Land aufschütteten und die Fischer um ihren Vorteil fürchteten. Heute müssen die Familien El Palmars vom Fischen und vom Reisanbau leben, um über das Jahr zu kommen. Roberto hat sich inzwischen mit seiner jungen Frau Irene mit dem Tourismusgeschäft angefreundet und bietet Bootsfahrten auf dem See an. Roberto und Irene leben mit ihrer kleinen Tochter Blanca im Haus seiner Eltern direkt am Kanal mit Blick über die Reisfelder. In der Küche ist Baleros Frau Concha die Chefin, Schwiegertochter Irene hilft ihr manchmal. Concha kocht die traditionellen Gerichte der Albufera wie den scharfen Aal-Kartoffeleintopf All y Pebre oder Llisa Adobada, gebratenen Steinbeißer mit Zwiebeln, Oliven und Olivenöl, oder Arroz a Banda, eine Reispfanne im Fischsud. Die Zutaten für Conchas Küche kommen vor allem aus dem See und aus dem eigenen Gemüsegarten. Und der Reis spielt natürlich die Hauptrolle. Wenn der letzte Reis geerntet ist und die Fischer auf eine ertragreiche Saison warten, ist es wie jedes Jahr Zeit, ein Erntedankessen zu feiern. Concha bereitet ihre berühmte Paella zu, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat. Und wie jedes Mal ist dies ein Fest für alle – Fischer und Reisbauern.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch in …" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. Rezepte können über Teletext und Internet abgerufen werden: www.arte.tv/zutischin


19:15 ARTE Journal (15 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Chile, die Leuchttürme am Ende der Welt
Reportage Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Stefan Richts

José Aguayo lebt und arbeitet ein Jahr lang als Leuchtturmwärter auf der Felseninsel am Kap Hoorn – zusammen mit seiner Familie. An fast 300 Tagen im Jahr regnet und stürmt es hier – Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde sind keine Seltenheit. Der Wind weht fast immer aus West oder südwestlicher Richtung. Es sind Vorposten der Zivilisation, am Ende der Welt! Rund 6.400 Kilometer lang ist Chiles Pazifik-Küste: gesäumt von zahlreichen Leuchttürmen von der Atacama-Wüste im Norden bis nach Kap Hoorn. Mehr als 20 der Leuchttürme sind bemannt, manche mit Familien, andere mit Marineeinheiten. Die Versorgung wird im Süden von Punta Arenas und Puerto Williams aus organisiert. José Aguayo ist Oberfeldwebel und seit neun Monaten Leuchtturmwärter am Kap Hoorn. Die chilenische Regierung will hier – am Südende Amerikas – Flagge zeigen: Der 36-Jährige ist gelernter Kommunikationstechniker und zehn Jahre lang auf Marineschiffen zur See gefahren, bevor er einen der isoliertesten Jobs der Welt angetreten hat. Die Hauptaufgabe von José Aguayo ist die Kontrolle und Sicherung des Schiffsverkehrs.
Während im chilenischen Sommer fast täglich Kreuzfahrtschiffe und Segelboote Kap Hoorn umfahren und hier halt machen, nehmen jetzt im Winter nur wenige Frachter die Route um die Inseln. Die Gewässer um die Felseninseln gelten als größter Schiffsfriedhof des Planeten. Auf dem Meeresboden sollen rund 800 Wracks liegen.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


20:15 Karl der Große (50 Min.) (HDTV)
Der Kampf um den Thron
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013

Regie: Gabriele Wengler

Von klein auf herrscht zwischen den Brüdern Karl und Karlmann eine tiefe Rivalität. Nach dem Tod ihres Vaters Pippin wird beiden im Jahr 768 die Königswürde verliehen. Das Reich wird geteilt. Territorial aber bleibt es so verwoben, dass eigentlich keiner der beiden ohne den anderen regieren kann. Doch schon bald kommt es zum Machtkampf. Als Karl nach Aquitanien zieht, das einst von König Pippin erobert worden war, um dort den Aufstand des abtrünnigen Rebellen Hunold niederzuschlagen, der die fränkische Macht am Mittelmeer herausfordert, versagt Karlmann seinem Bruder die Unterstützung. Karl zieht allein gen Süden und bricht den Widerstand der Aquitanier. Anschließend schlägt er die Region seinem Herrschaftsgebiet zu: auch jene Hälfte, die gemäß der Reichsteilung seinem Bruder Karlmann zustünde. Die Rivalität eskaliert weiter, als beide, Karl und Karlmann, ihren ersten Sohn nach ihrem Vater Pippin nennen. Die Königsmutter Bertrada versucht, zwischen ihren zerstrittenen Söhnen zu vermitteln. Ihr Plan ist typisch für das Mittelalter: Bertrada will ein Ehekartell zwischen den Langobarden in Italien und den Franken schmieden, und ihre beiden Söhne sollen darin involviert sein. Sie sollen verpflichtet werden, mit den Langobarden zu kooperieren, anstatt um die Macht in Europa zu konkurrieren. Zunächst scheinen beide Brüder auf den Versöhnungskurs der Mutter einzugehen, doch als Karlmann im Alter von 20 Jahren stirbt, greift Karl nach der Alleinherrschaft im Frankenreich. Er verjagt nicht nur die Witwe seines Bruders und deren Söhne – immerhin legitime Thronfolger -, er verjagt auch seine langobardische Ehefrau. Das ist aus Sicht der Langobarden mehr als eine tödliche Beleidigung. Rücksichtslos setzt Karl jetzt auf Krieg statt auf Diplomatie und beginnt mit der Eroberung Europas. Alle erwarten einen Feldzug gegen die Langobarden, doch Karl überrascht seine Getreuen und überfällt zunächst die Sachsen.

Hintergrundinfo:
Gütiger Vater Europas oder egozentrischer Herrscher – wer war Karl der Große wirklich? Das dreiteilige Doku-Drama erweckt eine Herrscherfigur zum Leben, die ein Imperium schuf, dessen Spuren bis in die Gegenwart reichen. Der Dreiteiler nähert sich der Person Karls des Großen mit Spielszenen, einer wissenschaftlichen Spurensuche an historischen Schauplätzen in Deutschland, Frankreich und Italien sowie Einschätzungen weltweit führender Mittelalterexperten.
Das Bild, das die gängigen Geschichtsbücher von Karl dem Großen zeichnen, ist das des ersten und größten Kaisers des Mittelalters. Noch heute wird er in Frankreich und Deutschland als Stammvater der Nation betrachtet. Das Reich, das Karl der Große schuf, umfasste aber weit mehr als nur das Herz Europas – es reichte von den Pyrenäen bis an die Donau und vom italienischen Stiefel bis an die Nordseeküste. Doch trotz aller Popularität wissen die meisten von uns wenig vom mächtigsten Mann des Mittelalters. Zwar kennt jeder seinen Namen, doch niemand kann sagen, wer er wirklich war. Das meiste, das über Karl den Großen bekannt ist, basiert auf einem Werk des fränkischen Gelehrten Einhard, der Jahre nach Karls Tod mit der biografischen Niederschrift der weltberühmten "Vita Karoli Magni" begann.

Hintergrundinfo:
Seiner Überlieferung folgt auch die filmische Darstellung – ergänzt um die aktuellsten Forschungsergebnisse zu Kaiser Karl und seiner Zeit. Kommentare und Einordnungen heutiger Mittelalter-Historiker runden das Bild ab. Dazu zählen Professor Matthias Becher aus Bonn, Professor Philippe Depreux aus Limoges und Professor Johannes Fried aus Frankfurt am Main. Die derzeitige Forschung begreift Karl den Großen längst nicht mehr nur als mittelalterlichen, sondern als modernen Herrscher. Denn in vielem, was er tat, schlug er radikal neue Wege ein und wurde somit zum Prototyp eines Herrschertypus, der weit über das Mittelalter hinaus strahlt.


21:05 Karl der Große (55 Min.) (HDTV)
Krieg gegen die Sachsen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013

Regie: Gabriele Wengler

Auf seinem Feldzug gegen die Sachsen macht Karl mit seinen fränkischen Kriegern reiche Beute. Nach seinem Sieg wendet er sich tatsächlich gegen die Langobarden. Deren König Desiderius drängt den Papst, Karlmanns Söhne als rechtmäßige Thronfolger zu fränkischen Königen zu salben. Als der Papst sich weigert, besetzt Desiderius einen Teil des Kirchenstaats. Der Papst ruft Karl zu Hilfe – und dieser hat einen Vorwand, gegen die Langobarden in den Krieg zu ziehen. Noch vor Wintereinbruch erreicht er Pavia, die Hauptstadt des Langobardenreichs. Die Belagerung der Stadt zieht sich über den gesamten Winter. An Ostern begibt sich Karl nach Rom. Hier erneuert er sein Bündnis mit dem Papst und bekräftigt die Pippinische Schenkung, mit der sein Vater einst die Besitzungen des Papstes in Italien garantiert hatte. Als Pavia sich kurz darauf ergeben muss, sieht Karl, der sich fortan auch König der Langobarden nennt, dies als Bestätigung seiner Haltung. Viel schwieriger gestaltet sich das Verhältnis der Franken zu den Sachsen. Immer wieder überfallen sächsische Stoßtrupps die Kirchen fränkischer Siedler an der Weser. Karl wird in seiner Aufgabe als Beschützer der Christen herausgefordert. Im Jahr 775 fasst er den weitreichenden Entschluss, die Sachsenstämme zu unterwerfen und ins Frankenreich einzugliedern. Jedes Mittel ist ihm hierzu recht. 776 glauben Karl und seine Krieger die Sachsen besiegt, und Karl eilt nach Italien, um dort einen Aufstand abtrünniger Langobarden niederzuschlagen. Seine Abwesenheit nutzen einige unterworfene Sachsenstämme, um sich erneut zu erheben. In einem beispiellosen Kraftakt löscht Karl beide Brände in seinem Reich. 777 hält Karl in Paderborn seinen ersten Reichstag auf sächsischem Gebiet ab. Dort erreicht ihn die Bitte aus dem spanischen Saragossa, die Stadt gegen den Emir von Córdoba zu verteidigen. Karl fällt mit starken Verbänden in Spanien ein. Als er Saragossa erreicht, haben sich die dortigen Machtverhältnisse geändert. Die Tore der Stadt bleiben ihm verschlossen. Zum ersten Mal in seinem Leben erleidet Karl eine militärische Niederlage. Und der Frankenkönig zieht sich aus Spanien zurück. Auf dem Rückzug gerät Karls Nachhut in einen Hinterhalt und wird vernichtet. Widukind, ein sächsischer Adliger, nutzt die Niederlage, um sich an die Spitze des Widerstands gegen Karl zu setzen und einen Guerillakrieg zu beginnen.

Hintergrundinfo:
Gütiger Vater Europas oder egozentrischer Herrscher – wer war Karl der Große wirklich? Das dreiteilige Doku-Drama erweckt eine Herrscherfigur zum Leben, die ein Imperium schuf, dessen Spuren bis in die Gegenwart reichen. Der Dreiteiler nähert sich der Person Karls des Großen mit Spielszenen, einer wissenschaftlichen Spurensuche an historischen Schauplätzen in Deutschland, Frankreich und Italien sowie Einschätzungen weltweit führender Mittelalterexperten.


22:00 Karl der Große (50 Min.) (HDTV)
Kaiser Europas
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013

Regie: Gabriele Wengler

Im Jahr 785 kommt es in Attigny zum ersten Treffen der beiden Erzrivalen Karl und Widukind. Der fränkische König empfängt den sächsischen Adligen, den er auf dem Feld nicht besiegen konnte, mit Geschenken. Als Zeichen des neuen Friedens zwischen Sachsen und Franken lässt sich Widukind taufen. Sein Taufpate ist Karl. Nach und nach hebt der Frankenkönig das bis dahin gültige, äußerst harte Besatzungsrecht in Sachsen auf. Stattdessen räumt er den sächsischen Stämmen eine Beteiligung an der Gesetzgebung ein und stellt sie damit den anderen Völkern im Frankenreich gleich. 33 Jahre seines Lebens hat der Krieg Karl gekostet. Ein Ereignis in Rom spielt Karl in die Hände, um seine Macht nun auch durch den Kaisertitel zu dokumentieren. Im Jahr 799 kommt es zu einem Attentat auf Papst Leo III., dem seine Gegner einen lasterhaften Lebensstil vorwerfen. Der schwer bedrängte Heilige Vater bittet Karl um Hilfe, schließlich ist das Frankenheer die Schutzmacht der Christenheit. Als der Papst nach Paderborn kommt, um Karl zu treffen, befindet sich der König der Franken in einer glänzenden Verhandlungsposition. Karl schickt den Papst in Begleitung königlicher Gesandter zurück nach Rom. Dort sollen diese alle Vorwürfe gegen den Papst aufklären. Im Sommer 800 dann zieht Karl nach Rom. Am Weihnachtstag des Jahres 800 betritt der Frankenkönig die Basilika Alt-Sankt-Peter und wird vom Papst zum römischen Kaiser gekrönt. Mit dem Segen des Papstes ist Karl nun "Augustus Imperator Renovatio Imperii Romani" (Kaiser des erneuerten Römischen Reiches) und damit unangefochten der mächtigste Herrscher des Abendlandes. Er richtet seine Aufmerksamkeit nun auf die innenpolitische Entwicklung im Frankenreich. Mit wirtschaftlichen Reformen sucht er das von den langen Kriegen ausgelaugte Land wieder aufzurichten. Er führt einheitliche Gesetze und eine einheitliche Währung ein. In Aachen lässt er eine prächtige Kaiserpfalz errichten, deren Pfalzkapelle heute noch steht. An seinem Hof versammelt er Gelehrte aus ganz Europa, um das Wissen seiner Zeit zu bündeln und die Bildung im Reich zu fördern. Im Januar 814 stirbt Karl nach kurzer Krankheit in Aachen. Sein Reich hat unter seinen Nachfolgern nicht lange Bestand, aber auch dank seines Biografen Einhard ist Karl der Große als legendärer Herrscher bis heute im Gedächtnis geblieben.

Hintergrundinfo:
Gütiger Vater Europas oder egozentrischer Herrscher – wer war Karl der Große wirklich? Das dreiteilige Doku-Drama erweckt eine Herrscherfigur zum Leben, die ein Imperium schuf, dessen Spuren bis in die Gegenwart reichen. Der Dreiteiler nähert sich der Person Karls des Großen mit Spielszenen, einer wissenschaftlichen Spurensuche an historischen Schauplätzen in Deutschland, Frankreich und Italien sowie Einschätzungen weltweit führender Mittelalterexperten.


22:50 Typisch Mann, typisch Frau (55 Min.) (HDTV)
Wie Gehirne funktionieren
Dokumentation Großbritannien, 2014

Regie: Michael Mosley

Haben Sie ein "männliches" oder ein "weibliches" Gehirn? Die Frage, ob Männer und Frauen mit unterschiedlichen Gehirnen auf die Welt kommen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Gibt es, physiologisch betrachtet, signifikante und wissenschaftlich nachweisbare Unterschiede zwischen den Geschlechtern und wenn ja, was bewirken diese Unterschiede? Die Dokumentation "Typisch Mann, typisch Frau" begibt sich auf Spurensuche. Bei der schwierigen Frage, ob Unterschiede im Verhalten von Männern und Frauen – falls es diese überhaupt gibt – tatsächlich auf unterschiedliche Anlagen im Gehirn zurückzuführen sind, haben Prof. Alice Roberts und Dr. Michael Mosley sehr unterschiedliche Meinungen. Neue Forschungsergebnisse behaupten, dass die Verbindungen in Männer – und Frauengehirnen verschiedenen Mustern folgen, die uns typisch erscheinendes Verhalten von Männern und Frauen erklären können. Fraglich ist weiterhin, ob diese Muster angeboren sind oder von der Welt um uns herum geformt werden. Die englischen Wissenschaftler Dr. Michael Mosley und Prof. Alice Roberts begeben sich für den Film auf die Suche und machen sich ein eigenes Bild – sie lassen menschliche und tierische Probanden zu unterhaltsamen und tiefblickenden Tests antreten, immer im Sinne der Wissenschaft. Trotz signifikanter Ergebnisse sind die beiden sich nicht einig, ob beide Geschlechter von den Untersuchungen gleichermaßen profitieren, ob diese alte Stereotypen zementieren und ob das die Geschlechter womöglich sogar auseinander treibt.


23:45 Lava (45 Min.) (HDTV)
Folge 1 von 4
Fernsehserie Island, 2014
Wiederholung vom 23.02.
Produktion: Pegasus Pictures

Rollen und Darsteller:
Helgi Marvin Runarsson – Björn Hlynur Haraldsson
Gréta – Heida Reed
Björn Sveinsson – Magnús Ragnarsson
Audur – Svandís Dóra Einarsdóttir
Ari – Atli Rafn Sigurdarson
Egill – Sigurdur Skúlason
Vera – Jarún Júlia Jakobsdóttir

Regie: Reynir Lyngdal
Produzent: Einar Sveinn Thordarson, Lilja Osk Snorradóttir, Snorri Thórisson
Drehbuch: Sveinbjörn I. Baldvinsson
Musik: Atli Örvarsson
Kamera: Vídir Sigurdsson
Kostüm: Helga Rós Hannam
Schnitt: Eggert Baldvinsson Einar Baldvin Arason
Ausstattung: Systa Björnsdóttir Thór Vigfússon
Ton: Gunnar Arnason


00:30 Lava (45 Min.) (HDTV)
Folge 2 von 4
Fernsehserie Island, 2014
Wiederholung vom 23.02.
Produktion: Pegasus Pictures

Rollen und Darsteller:
Helgi Marvin Runarsson – Björn Hlynur Haraldsson
Gréta – Heida Reed
Björn Sveinsson – Magnús Ragnarsson
Audur – Svandís Dóra Einarsdóttir
Ari – Atli Rafn Sigurdarson
Helena – Salóme R. Gunnarsdóttir
Vera – Jarún Júlia Jakobsdóttir
Raggi – Vigfús Thormar Gunnarsson

Regie: Reynir Lyngdal
Produzent: Einar Sveinn Thordarson, Lilja Osk Snorradóttir, Snorri Thórisson
Drehbuch: Sveinbjörn I. Baldvinsson
Musik: Atli Örvarsson
Kamera: Vídir Sigurdsson Kostüm: Helga Rós Hannam
Schnitt: Eggert Baldvinsson Einar Baldvin Arason
Ausstattung: Systa Björnsdóttir Thór Vigfússon
Ton: Gunnar Arnason


01:15 Lava (45 Min.) (HDTV)
Folge 3 von 4
Fernsehserie Island, 2014
Wiederholung vom 23.02.
Produktion: Pegasus Pictures

Rollen und Darsteller:
Helgi Marvin Runarsson – Björn Hlynur Haraldsson
Gréta – Heida Reed
Björn Sveinsson – Magnús Ragnarsson
Audur – Svandís Dóra Einarsdóttir
Ari – Atli Rafn Sigurdarson
Helena – Salóme R. Gunnarsdóttir
Vera – Jarún Júlia Jakobsdóttir
Raggi – Vigfús Thormar Gunnarsson

Regie: Reynir Lyngdal
Produzent: Einar Sveinn Thordarson, Lilja Osk Snorradóttir, Snorri Thórisson
Drehbuch: Sveinbjörn I. Baldvinsson
Musik: Atli Örvarsson
Kamera: Vídir Sigurdsson Kostüm: Helga Rós Hannam
Schnitt: Eggert Baldvinsson Einar Baldvin Arason
Ausstattung: Systa Björnsdóttir Thór Vigfússon
Ton: Gunnar Arnason


02:00 Lava (45 Min.) (HDTV)
Folge 4 von 4
Fernsehserie Island, 2014
Wiederholung vom 23.02.
Produktion: Pegasus Pictures

Rollen und Darsteller:
Helgi Marvin Runarsson – Björn Hlynur Haraldsson
Gréta – Heida Reed
Björn Sveinsson – Magnús Ragnarsson
Audur – Svandís Dóra Einarsdóttir
Ari – Atli Rafn Sigurdarson
Egill – Sigurdur Skúlason
Elísabet – Laufey Elíasdóttir
Captain – Jón Páll Eyjólfsson
Gísli – Jóhann G. Jóhannsson

Regie: Reynir Lyngdal
Produzent: Einar Sveinn Thordarson, Lilja Osk Snorradóttir, Snorri Thórisson
Drehbuch: Sveinbjörn I. Baldvinsson
Musik: Atli Örvarsson
Kamera: Vídir Sigurdsson
Kostüm: Helga Rós Hannam
Schnitt: Eggert Baldvinsson Einar Baldvin Arason
Ausstattung: Systa Björnsdóttir Thór Vigfússon
Ton: Gunnar Arnason


02:45 Broken Land (80 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Schweiz, 2015
ARTE / SSR
Wiederholung vom 16.01.

Regie: Stéphanie Barbey, Luc Peter


04:05 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Die Orkneyinseln: Ein Zentrum der Jungsteinzeit
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 20.01.

Regie: Agnès Molia, Raphaël Licandro


04:30 Silex and the City (3 Min.) (HDTV)
Evolution live
Fernsehserie Frankreich, 2016
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jean-Paul Guigue


04:33 Sendeschluss

 

*


Sonntag, 26. Februar 2017


05:00 Kurzschluss – Das Magazin (50 Min.)
Schwerpunkt "Im besten Alter"
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 22.02.


05:50 Fame (55 Min.) (HDTV)
Hunger nach Ruhm
Dokumentation Frankreich / USA, 2013

Regie: Irene Höfer, Sabine Carbon

Ruhm ist heute ein Lebensziel geworden. Der Schauspieler und Regisseur Ulli Lommel kann sich an Zeiten erinnern, in denen man viel spielerischer und weniger kommerziell mit dem ganz menschlichen Bedürfnis nach Ruhm umgegangen ist. Lange war er mit Andy Warhols "Factory" in New York verbunden, hat mit Warhol Filme gedreht und galt eine Zeit lang als einer von Warhols "Superstars"-Clique. Lommel registriert, was sich verändert hat. Die Sehnsucht nach Ruhm bildet sich nicht mehr in den Exzentrizitäten einer kleinen Kunsttruppe ab. Warhols Formel von den "15 Minuten Ruhm" ist zum medialen Massenphänomen geworden, ein Eckpfeiler der Popkultur, ein massenhaftes Bedürfnis. Der ehemalige französische Caster Philippe Bartherotte erzählt von der unheilvollen kommerziellen Ausbeutung der Ruhmsucht im Fernsehen.

Hintergrundinfo:
Was ist das Ziel einer Sendung wie "Germany's Next Topmodel"? Geht es wirklich um besondere Fähigkeiten? Exkandidatin Neele Hehemann hat in der Show jedenfalls etwas ganz anderes gelernt als beabsichtigt, und ein ehemaliger Medienstar wie Carsten Spengemann weiß inzwischen, dass man gut gerüstet sein muss für den Ruhm, sonst ist im Aufstieg schon der Abstieg enthalten. Aber was gibt es Besseres, als auf einer Bühne zu stehen? Die Musical-Studentin Rubini Zöllner formuliert es so: "Diese Vollkommenheit habe ich nur auf der Bühne … Das ist wie eine Droge …" Die Filmemacherinnen Sabine Carbon und Irene Höfer gehen einem Massenbedürfnis nach und finden erstaunliche Antworten.


06:45 Pflasterklänge (30 Min.) (HDTV)
Straßenmusik zwischen Orient und Okzident
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013

Regie: Günter Atteln

Im Mittelpunkt dieser Folge steht die Gruppe Light in Babylon, die in der dynamischen Metropole Istanbul versuchen, den Orient und den Okzident mit ihrer Weltmusik zu vereinen. Straßenmusik an der Schnittstelle von Orient zu Okzident: Light in Babylon machen Weltmusik im wahrsten Sinne des Wortes. Die junge Gruppe vereint mehrere Ethnien und Kulturen – dies zum Teil schon in einer Person: Sängerin Michal ist Israelin mit iranischen Wurzeln. Ihre Musik gibt der Sehnsucht nach Frieden Ausdruck und ist eine Aufforderung, das Leben gemeinsam zu feiern. "Pflasterklänge" begleitet die Band durch eine der aufregendsten Städte der Welt: ihre derzeitige Wahlheimat Istanbul. Hier haben sie angefangen Musik zu machen, weil die Stadt dafür die perfekten Voraussetzungen bietet. In der Istiklal Caddesi, der Unabhängigkeitsstraße, herrscht stets großer Trubel. Mehr als zwei Millionen Menschen passieren sie täglich, daher spielen dort viele Straßenmusiker, darunter auch Light in Babylon. Die Gruppe sieht sich selbst fast als Institution der Metropole am Bosporus. Nicht nur die Einheimischen, sondern auch Touristen kaufen ihre CDs, und zwar als Erinnerung an die Stadt. Light in Babylon sehen die Straßenmusik als Etappe, nicht als Berufung. Und als Experiment, bei dem sie mit den unterschiedlichsten Menschen in direkten Kontakt kommen. Dafür ist die ultradynamische Metropole Istanbul bestens geeignet. Angst, so die charismatische Frontfrau Michal, habe sie nur vor dem Stillstand. Sie erklärt, was für die der magische Moment ihrer Musik ist: Normalerweise schaut sich auf der Straße niemand in die Augen, doch wenn sie spielt, durchbrechen die Passanten kurz ihre Mauer der Ignoranz, schauen hoch und halten für einen Moment inne.

Hintergrundinfo:
Ob in Fußgängerzonen, vor der Oper oder in der Pariser Metro: Straßenmusiker spielen dort auf, wo viele Menschen vorbei kommen. Dabei ist ihre Musik so unterschiedlich wie die Lebensläufe der Musiker. Sei es Chanson, Weltmusik oder Protestsong: In vier Folgen porträtiert ARTE Musiker, die sich in ihrem Leben für das Musizieren auf der Straße entschieden haben.


07:15 Pflasterklänge (45 Min.) (HDTV)
Felix Meyer und Band
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013

Regie: Günter Atteln

Mit seiner Band zieht Felix Meyer im Tourbus durch die Lande, den lukrativen Plattenvertrag samt aktueller CD-Veröffentlichung in der Tasche. Mit seiner Stimme und seiner Bühnenpräsenz könnte er bald ein großer Star sein. Doch Straßenmusik zu machen heißt für ihn, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. "Pflasterklänge" begleitet Felix Meyer und seine Band bei einer Straßentour entlang der deutschen Küste. Hört man Felix Meyer und seine Band, so wundert man sich über ihre fehlende Präsenz im Radio. Die Mischung aus Chanson, deutschem Liedermacher-Folk der 60er und 70er Jahre, poppiger Eingängigkeit und überzeugender Darbietung spricht für sich. Längst wurden Felix Meyer und Band vom Musikbusiness entdeckt und aufwendige CDs produziert. Doch Felix Meyer und Band spielen voller Selbstbewusstsein weiter auf der Straße und genießen den direkten Kontakt mit dem Publikum – daran wird sich auch nichts ändern, sollten die Musiker wirklich bald ganz oben stehen. Denn die Straßenmusik und das damit einhergehende Leben stehen für die Wurzeln, die die Musiker nicht kappen mögen.

Hintergrundinfo:
Ob in Fußgängerzonen, vor der Oper oder in der Pariser Metro: Straßenmusiker spielen dort auf, wo viele Menschen vorbei kommen. Dabei ist ihre Musik so unterschiedlich wie die Lebensläufe der Musiker. Seien es Chansons, Weltmusik oder Protestsongs: In vier Folgen porträtiert ARTE Musiker, die sich für das Musizieren auf der Straße entschieden haben.


08:00 Kleine große Helden (15 Min.) (HDTV)
Einfach untertauchen!
Kindersendung Niederlande, 2012

Regie: Michiel Brongers

Kaleigh kann nicht schwimmen Und das findet sie ärgerlich. Besonders weil sie deshalb als Zehnjährige immer noch diese verhassten kindischen, orangefarbenen Schwimmflügel tragen muss. Wenn sie von einer Freundin zur Geburtstagsfeier am Swimmingpool eingeladen wird, schützt sie lieber Bauchweh vor, um nicht zugeben zu müssen, dass sie nicht schwimmen kann. Wieso nur hat sie noch nicht schwimmen gelernt? Jetzt aber will sie endlich den Sprung wagen: Sie will auch im tiefen Wasser schwimmen, um endlich ihr Schwimmzeugnis zu bekommen!

Hintergrundinfo:
Alle Jugendlichen dieser dokumentarischen Reihe haben eines gemeinsam: Sie sind anders, das heißt, ihr Leben unterscheidet sich von dem anderer Gleichaltriger. Da wäre zum Beispiel Bram, den die Frage beschäftigt, warum er eine Kippa trägt, und nicht wie seine Kameraden eine Basecap. Der achtjährige Mack hat einen Herzfehler, was ihn aber nicht davon abhält, im Motocross eine Trophäe nach der anderen zu gewinnen. Und Jan hat eine Mutter, die anders ist, weil sie im Gefängnis sitzt. Die Filme, die sehr unterschiedlich sind, sich aber auf Augenhöhe mit den Kindern bewegen, erzählen alle Geschichten aus dem familiären Umfeld. Dabei stecken sie voller Optimismus: Denn für jede Schwierigkeit und für jede Lebenssituation gibt es eine Lösung, wie man besser mit ihr umgehen kann.


08:15 Indien: Das größte Schulessen der Welt (15 Min.) (HDTV)
Kindersendung Deutschland, 2013

Regie: Julien Hamelin

An Indiens Schulen bekommen täglich Millionen Schüler ein kostenloses Mittagessen. Besonders Kinder wie die zwölfjährige Misbah Honnali profitieren von der Schulspeisung, die Misbah sogar besser schmeckt als das Essen zu Hause. Misbahs Vater ist Obsthändler und lebt von der Saisonarbeit. Noch vor einigen Jahren hätte Misbah sich ihre Ration durch Arbeit selbst verdienen müssen, ein Schulbesuch wäre undenkbar gewesen. Doch Indien sucht den Weg in die Moderne und nach Möglichkeiten, Bildung und Fortschritt zu gewährleisten. Die jungen ARTE-Zuschauer gehen wieder auf Abenteuerreisen rund um den Globus. Sie besuchen den neunjährigen Christobal, der abseits der Zivilisation in den peruanischen Anden lebt und die Patenschaft für ein Alpaka-Junges übernehmen soll. Die Zuschauer tauchen mit Walen vor den Azoren und mit Schatzsuchern mitten in Bangkok; sie jagen mit den Rattenfängern in Kambodscha und mit der 20-jährigen Chuskit im Himalaya dem Eishockey-Puck hinterher. Sie besuchen ein Koala-Krankenhaus in Australien und suchen in Thailand ein neues Zuhause für den Mahut Non Yamdee und seine 35 Jahre alte Elefantendame Poon Thap.


08:30 Blickpunkt Junior (25 Min.) (HDTV)
PET – & Pfandflaschen
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Sara Neale, Jens Schmidt

Die erste Reportage wirft einen Blick in das Innenleben eines Pfandrückgabeautomaten. Wie funktioniert er und wie gibt man die Flaschen richtig ein? Danach geht es nach Gerolstein in eine der größten Reinigungsanlagen für Pfandflaschen in Deutschland. Rund drei Millionen Behälter werden dort täglich gewaschen. Und "Blickpunkt Junior" fragt nach: Wie ökologisch sind PET-Flaschen eigentlich? Die dritte Reportage geht der Frage nach, wie aussortierte Pfandflaschen weiterverwertet werden können.

Hintergrundinfo:
"Blickpunkt Junior" ist ein Magazin für junge Zuschauer. In drei zehnminütigen Reportagen wird jede Woche ein Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Thema heute bei "Blickpunkt Junior": PET – und Pfandflaschen


08:55 Die Zeitfälscherin (25 Min.) (HDTV)
Die Halskette
Kindersendung Dänemark, 2014
ARTE / NDR

Regie: Kaspar Munk

Die 13-jährige Sofie leidet unter der Scheidung ihrer Eltern. Kurz vor Weihnachten ist es ihr sehnlichster Wunsch, dass die Familie gemeinsam das Fest verbringt. Doch wie kann sie dafür sorgen, dass die Eltern wieder zueinanderfinden? Zum Glück ist Sofies Großvater Alfred Wissenschaftler. Seine neueste Erfindung ist die perfekte Lösung für Sofies Problem: eine Zeitmaschine! Sofie – selber ein Wissenschaftsfreak – beginnt mit Hilfe der Zeitmaschine in die Vergangenheit zu reisen, um die Ehe ihrer Eltern zu retten. Doch bald schon muss sie feststellen, dass man vorsichtig sein muss beim Spiel mit der Zeit. Denn Veränderungen in der Vergangenheit können fatale Auswirkungen auf die Zukunft haben …
Dixie und Sofie befinden sich noch immer im Jahr 1984 und versuchen ihre Zeitmaschine zu reparieren, um ins Jahr 2014 zurückkehren zu können. Sofies Großvater – im Jahr 1984 noch ein junger Mann – versucht den beiden bei ihrem Vorhaben zu helfen. Sofie und ihr Großvater finden heraus, dass ein Bestandteil des Treibstoffs der Zeitmaschine ein seltenes Mineral ist, das man nur in Meteorsteinen findet. Genau so einen Stein trägt Sofies Mutter an ihrer Halskette, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. 1984 befindet sich die Halskette – mitsamt dem wertvollen Stein – noch im Besitz von Sofies Großmutter. Sofie und Dixie überlegen, mit welcher List sie ihr die Kette entwenden können …

Hintergrundinfo:
Die dänische Fantasieserie "Die Zeitfälscherin" erzählt in 24 Episoden die Geschichte der 13-jährigen Sofie, die in der Weihnachtszeit mit Hilfe einer Zeitmaschine versucht, die Ehe ihrer Eltern zu retten. Die Kinderserie fungierte 2014 als Fernsehadventskalender im dänischen Kinderprogramm von DR1.


09:20 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


09:35 Unter Verdacht (105 Min.) (HDTV)
Ein Richter
Fernsehfilm Deutschland, 2015
Wiederholung vom 16.02.
Produktion: Eikon Media GmbH, ZDF, ARTE

Rollen und Darsteller:
Dr. Eva Maria Prohacek – Senta Berger
André Langner – Rudolf Krause
Dr. Claus Reiter – Gerd Anthoff
Dr. Rainer Koller – Martin Brambach
Doris Kern – Anneke Kim Sarnau
Theo Schichter – Georg Friedrich
Carola Kern – Alexandra Finder
Dr. Max Kammlacher – August Zirner

Regie: Martin Weinhart
Produzent: Mario Krebs
Drehbuch: Mike Bäuml
Musik: Sebastian Pille
Kamera: Jo Heim
Kostüm: Bettina C. Proske
Bauten: Christian Kettler
Redaktion: Elke Müller
Schnitt: Matthias Wilfert
Ton: Michael Mladenovic


11:20 Augenschmaus (25 Min.) (HDTV)
Die Konservenmacherinnen von Max Liebermann
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014

Regie: Franck GOMBERT

Max Liebermann wird 1847 in Berlin geboren. Seine Eltern sind wohlhabende jüdische Kaufleute aus der Textilindustrie. Doch der junge Max will nicht in die Fußstapfen seiner Eltern treten, sondern begeistert sich schon früh für die Malerei. Die Familie gibt schließlich nach, und Max Liebermann beginnt sein Studium an der Kunstschule in Weimar. Er lernt den ungarischen Maler Mihaly Munkacsy kennen. Seine Bilder von arbeitenden Frauen bringen ihm die realistische Malerei nahe. Schon Liebermanns erstes Gemälde, "Die Gänserupferinnen" aus dem Jahr 1872, löst einen Skandal aus. Mit seinem zweiten Gemälde, den "Konservenmacherinnen" in etwas kleinerem Format, bleibt Max Liebermann seinem Stil treu. Moderner Stil, moderne Essgewohnheiten. Max Liebermann stellt auf seinem Bild eine ganz neuartige Erfindung dar: die Konserve. Die Geschichte der Konserve begann auf dem Schlachtfeld. Weil seine Soldaten vor Hunger sterben, versprach Napoleon 1795 demjenigen eine Belohnung, der ein Verfahren zur Lebensmittelkonservierung erfinden würde. 15 Jahre später, im Jahr 1810, stellt der Pariser Konditormeister Nicolas Appert eine bahnbrechende Methode vor: die Haltbarmachung von Lebensmitteln in luftdicht verschlossenen Behältern. Gegenüber dem bretonischen Fischerhafen Douarnenez liegt die älteste Konservenfabrik der Welt, in der im Jahr 1853 die erste Konserve produziert wurde. Das Kamerateam stattet der Fabrik einen Besuch ab, wo noch heute rund 120 Arbeiterinnen Sardinen handverlesen konservieren, und unternimmt eine kleine Zeitreise, um herauszufinden, wie die Konservendose damals den Alltag der Menschen veränderte. Hinter dem Herd steht in dieser Folge der Sternekoch Thomas Martin. Obwohl er im Jacobs Restaurant am Hamburger Elbufer sonst eher selten Dosenessen verarbeitet, stellte er sich freudig der Herausforderung. Gegessen wird auf der Terrasse des Hotels Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee, die Max Liebermann bei einem seiner Besuche um 1902 selbst in einem großartigen Gemälde festhielt.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe "Augenschmaus" bietet kulinarische Ausflüge in die Welt der Kultur: Ausgehend von Kunstwerken, welche die typische Küche einer bestimmten Epoche in Szene setzen, analysieren Kunsthistoriker und Geschichtswissenschaftler die Gastronomie dieser Zeit. Was aßen die Menschen damals? Welche Essgewohnheiten und Rituale hatten sie? Wie sahen Besteck und Geschirr aus? Auch der historische Kontext und die künstlerische Strömung, der das jeweilige Werk angehört, werden beleuchtet. Andere Zeiten, andere (Tisch-)Sitten – in "Augenschmaus" untersuchen renommierte Fachleute künstlerische und kulinarische Trends von der Steinzeit bis zur Popkultur der Moderne. Außerdem kochen große Küchenchefs die Gerichte in der Sendung nach.


11:45 Abgedreht! (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

(1): Story: Kurt Cobain
In den 90er Jahren schuf er mit seinen löchrigen Jeans und dreckigen Haaren eine neue Art von Rockstar. Géraldine Sarratia erklärt, warum Cobains kurze Karriere so revolutionär war.
(2): Jukebox: "Smells Like Teen Spirit" – Nirvana
Der Hit "Smells Like Teen Spirit" machte das Grunge-Trio Nirvana 1991 schlagartig berühmt. Diese Woche ist die Teenager-Hymne der 90er Jahre in der Jukebox.
(3): Garderobe: Das Karohemd
Kurt Cobain war ein genialer Musiker und ein "poète maudit", vor allem aber hatte er eine unglaubliche Ausstrahlung. Der von ihm erfundene Grunge sollte die 90er Jahre musikalisch prägen. Typisch für den Stil: das großkarierte Flanellhemd in Holzfällermanier. Ein legendäres Kleidungsstück!


12:30 Philosophie (25 Min.)
Fleischessen – Eine Schande?
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Philippe Truffault
Gäste: Dominique Lestel, Gilles Lartigot

Der 1961 geborene Philosoph und Verhaltensforscher Dominique Lestel ist Professor an der philosophischen Fakultät der Ecole normale supérieure und Mitglied der Forschungsgruppe "Öko-Anthropologie und Ethologie" des staatlichen Naturkundemuseums Musée national d'histoire naturelle (MNHN) in Paris. Er ist Autor zahlreicher Werke, die sich mit dem Verhältnis zwischen Tier und Mensch auseinandersetzen. Darunter: "L'Animalité. Essai sur le statut de l'humain" (Hatier, 1996); "Les Origines animales de la culture" (Flammarion, 2001); "Les Animaux sont-ils intelligents?" (Le Pommier, 2006); "Les Amis de mes amis" (Seuil, 2007); "Apologie du carnivore" (Fayard, 2011); "A quoi sert l'homme?" (Fayard, 2015).

Hintergrundinfo:
Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. In der heutigen Folge geht es um das Verhältnis von Mensch und Tier. Zu Gast sind Dominique Lestel, Verfechter von Tierrechten und leidenschaftlicher Fleischesser, und Gilles Lartigot, veganer Bodybuilder.


12:55 Square für Künstler (30 Min.) (HDTV)
Pepe Danquart
Magazin Deutschland / Frankreich, 2014

Nur 40 Dollar kostet ein Augenlicht: Um den Armen in Bangladesch die Operation ihrer am grauen Star erblindeten Augen zu bezahlen, unterstützt der Künstler Jaybo Monk das Projekt "IWISHUSUN". Über ihn hat Pepe Danquart für "Square" einen ganz persönlichen Film gemacht: "The Reality Nonsense Art of Jaybo Monk". Monk lebte lange Zeit auf der Straße, für seine Graffiti war er in Berlin bekannt. Heute malt der gesellschaftskritische Franzose in seinem Berliner Atelier auf Leinwände und stellt seine Bilder in US-Galerien aus. Eine Erfolgsstory. Doch was für Jaybo Monk viel wichtiger ist: nicht wegzuschauen, Blinden wieder sehen zu helfen. Oscarpreisträger Pepe Danquart fuhr mit ihm nach Dhaka, begleitete ihn in die Augenklinik und bei seinen Kunstaktionen auf der Straße. Ein Film, der vielen Leuten die Augen öffnet …

Hintergrundinfo:
"Square" ist das neue, bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. "Square" befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.


13:25 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Malaysias Meeresparadies
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 06.02.

Regie: Ruth Berry


14:10 Karl der Große (50 Min.) (HDTV)
Der Kampf um den Thron
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Gabriele Wengler


15:00 Karl der Große (55 Min.) (HDTV)
Krieg gegen die Sachsen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Gabriele Wengler


15:55 Karl der Große (55 Min.) (HDTV)
Kaiser Europas
Dokumentationsreihe Deutschland, 2013
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Gabriele Wengler


16:50 Metropolis (45 Min.)
Den Haag
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

Metropolenreport: Den Haag – Zwei Wochen vor der Wahl in den Niederlanden Sie ist die "königliche Stadt am Meer", Sitz des Königshauses und der Regierung. Außerdem gilt Den Haag als Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit: Anfang des 20. Jahrhunderts tagten hier zwei internationale Friedenskonferenzen. Im Zuge dessen wurde 1913 der Friedenspalast gebaut, in dem heute unter anderem der Internationale Gerichtshof sitzt. Am 15. März 2017 wird in den Niederlanden gewählt. "Metropolis" reist nach Den Haag, um zu sehen, wie es in der Stadt und den Niederlanden mit dem Frieden und dem Gerechtigkeitsempfinden aussieht. Denn hier, wie auch im Rest von Europa, werden gerade Debatten rund um Zuwanderung, innere Sicherheit und europäische Solidarität geführt. Eigentlich ist die wirtschaftliche Krise des Landes überwunden, deklarierte der König im September in Den Haag und sprach damit die Meinung der Regierung aus. Doch das Gefühl kommt nicht überall an; in der Gesellschaft brodelt es. Und nachdem der Rechtspopulist Geert Wilders im Dezember wegen Beleidigung von Marokkanern und der Anstiftung zur Diskriminierung verurteilt wurde, schnellten die Umfragewerte für seine Partei, die PVV, nach oben. Von gesellschaftlichem Zusammenhalt zeugt das nicht.

Hintergrundinfo:
"Metropolis" besucht Künstler in Den Haag und spricht mit ihnen über die Stimmung in der Stadt des Friedens und des Rechts, über In – und Ausländer und die anstehenden Wahlen.


17:35 Der verborgene Schatz (55 Min.)
Die legendäre Kunstsammlung des Iran
Deutschland 2017

Regie: Natalie Amiri

Es ist die größte Sammlung zeitgenössischer Kunst außerhalb Europas und den USA. Ihr Aufenthaltsort: der Keller des zeitgenössischen Museums in Teheran, dem TMOCA. Kaum ein Iraner hat diesen Kunstschatz je sehen können, der vor 40 Jahren auf Initiative der damaligen iranischen Kaiserin Farah Diba erworben wurde. Er sollte Anfang des Jahres in der Gemäldegalerie in Berlin gezeigt werden. Außenminister Steinmeier hat sich hierfür eingesetzt, die Islamische Republik ließ sich zunächst auf diesen Kulturaustausch ein. Es sollte ein Austausch werden. Nicht nur Andy Warhol und Jackson Pollack werden in Berlin gezeigt, auch iranische Künstler wie Parvis Tanavoli, der bekannteste iranische Bildhauer. Seine Skulpturen verkörpern eine der wesentlichen Fragen der iranischen Gesellschaft: die Suche nach der eigenen Identität. Moderne und Gegenmoderne, wozu gehört der Iran? Damals wollte der Iran um jeden Preis Teil des Westens sein. Mit Petrodollars erkaufte man sich die Partnerschaft. Am Tag der Eröffnung des TMOCA, dem Geburtstag von Farah Diba, tanzten avantgardistische Performance Künstler durch die spiralförmigen Gänge des Museums. Eine Elite zelebrierte die Moderne, ihr standen 45 Prozent Analphabeten im Land gegenüber.: Nach der Islamischen Revolution 1979 wurde die nicht-islamische Kunst weggesperrt. Künstler verließen das Land. Der Schatz aber überlebte, bis heute gehütet vom ehemaligen Fahrer des Museums. Wie sieht die Kunstszene des Iran heute aus? Parvis Tanavoli präsentiert stolz sein Kunstseminar: "Nie gab es mehr Studentinnen im Iran in meinen Kursen als jetzt". Über 500 Galerien gibt es inzwischen in Teheran. Viele der Künstler, deren Werke im Keller des Zeitgenössischen Museums weggesperrt wurden, inspirieren heute die junge neue Kunst Avantgarde. Aber sie besinnen sich auch mehr denn je auf ihre eigene Kultur, ihre 3000 jährige Zivilisation. Kamran Diba war der erste Museumsdirektor und Architekt des TMOCA. Er sagt: Es ist die Geschichte um die faszinierende und komplexe Beziehung zwischen dem Iran und dem Westen, die diesen Kunstschatz umhüllt und heute wieder ans Tageslicht bringt. Der Machtkampf vor den iranischen Präsidentschaftswahlen im Mai und das Intervenieren der dortigen Hardliner gegen die Politik der Öffnung von dem moderateren Präsidenten Rohani führen zur plötzlichen Absage der Ausstellung. Berlin wird die Bilder vorerst nicht zeigen, so die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Organisator der Ausstellung. Die Diskussion um die Ausstellung der Sammlung in der Gemäldegalerie in Berlin hat vieles an die Oberfläche gedrängt: das Misstrauen iranischer Kulturschaffender gegen das System der Islamischen Republik. Den Kampf dieser gegen Relikte aus der Vergangenheit, die Suche nach der eigenen Identität und letztendlich die Emanzipation vom Westen. Das alles liegt im Moment mit auf den Schultern der Kunst.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation der ARD-Iran-Korrespondentin Natalie Amiri enthüllt den verborgenen Schatz, lässt die Beteiligten von Kamran Diba bis hin zum Fahrer seine Geschichte erzählen und zeigt bislang unveröffentlichtes Material von der Museumseröffnung 1977. Vorerst wird der Zuschauer nur durch den Film den Kunstschatz im Keller des Zeitgenössischen Museums zu sehen bekommen.


18:30 Das Dresdner Festspielorchester spielt Robert Schumann (45 Min.) (HDTV)
Von den Dresdner Musikfestspielen 2016
Musik Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Henning Kasten
Mitwirkende: Dresdner Festspielorchester
Dirigent: Ivor Bolton
Komponist: Robert Schumann

Robert Schumanns Symphonie Nr. 2 – interpretiert auf historischen Instrumenten: Die Dresdner Festspiele 2016 endeten glanzvoll mit einer Aufführung des Dresdner Festspielorchesters und setzten ein Zeichen für Weltoffenheit und gegen Fremdenfeindlichkeit. ARTE zeigt das Konzert vom Juni 2016, das in der Semperoper aufgezeichnet und vom Publikum mit Ovationen bedacht wurde. Im Dezember 1844 zog Robert Schumann mit seiner Familie nach Dresden. Auf den Komponisten warteten einerseits ungemein produktive Jahre, andererseits befand er sich immer häufiger in depressiven Stimmungen. Zugleich warf die deutsche Revolution ihre Schatten voraus. Die Komposition seiner heute als 2. Symphonie bekannten C-Dur-Symphonie erfolgte ungefähr ein Jahr nach seiner Ankunft in Dresden. Schumann setzte sich während des Komponierens intensiv und hörbar mit der Musik Johann Sebastian Bachs auseinander. Die Vollendung der Symphonie ging mit einer spürbaren Besserung seines Gemütszustands einher. Die 2. Symphonie gehört zu Schumanns erfolgreichsten Werken für Orchester. Das 2012 gegründete Dresdner Festspielorchester besteht aus hervorragenden Instrumentalisten internationaler Spitzenorchester für historische Aufführungspraxis. Orchester und Dresdner Festspiele, die 2017 ihr 40. Jubiläum feiern, bilden eine programmatische Einheit: Festspielintendant Jan Vogler sieht im Festival die Fortführung kulturell und gesellschaftlich weltoffener Traditionen in Dresden, mit denen das Festival Flagge zeigt gegen aktuelle Tendenzen der Ausgrenzung und Abschottung.


19:15 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:35 Karambolage (10 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Die Mail
Verena Stepanek, eine deutsche Studentin in Paris, lädt zu einem Snack zwischen zwei Vorlesungen ein.

Hintergrundinfo:
Sonntags um 19.30 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … Vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:45 Zu Tisch in … (30 Min.) (HDTV, UT)
Der Südpfalz
Dokumentationsreihe Deutschland, 2015
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Ulrike Neubecker


20:15 Rebecca (125 Min.) (HDTV, s/w)
Spielfilm USA, 1940
Produktion: Selznick International Pictures

Rollen und Darsteller:
Mrs. de Winter – Joan Fontaine
Maxim de Winter – Laurence Olivier
Jack Favell – George Sanders
Mrs. Danvers – Judith Anderson
Frank Crawley – Reginald Denny
Mrs. Van Hopper – Florence Bates
Major Giles Lacy – Nigel Bruce
Colonel Julyan – C. Aubrey Smith
Dr. Baker – Leo G. Carroll

Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: David O. Selznick
Drehbuch: Joan Harrison, Robert E. Sherwood
Musik: Franz Waxman
Kamera: George Barnes
Schnitt: W. Donn Hayes
Autor: Daphne du Maurier

In Monte Carlo lernt eine schüchterne Amerikanerin den Witwer Maxim de Winter kennen. Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten spontan. Der britische Adelige zieht mit seiner jungen Ehefrau auf den Familiensitz Manderley an der rauen Küste Cornwalls. Hier führt die Haushälterin Mrs. Danvers das eigentliche Regiment. Sie lässt die neue Ehefrau deutlich spüren, dass sie in ihren Augen niemals an ihre Vorgängerin, die verstorbene Rebecca de Winter, heranreichen wird. Maxim dagegen verweigert jedes Gespräch über seine erste Frau. Doch Rebeccas Geist scheint im Haus stets präsent zu sein. Als in einer stürmischen Nacht das Wrack einer Jacht gefunden wird, fördert dies auch schockierende Neuigkeiten über Rebeccas Ableben zutage. Denn auf Manderley ist nichts, wie es scheint …

Hintergrundinfo:
Hitchcocks erster Hollywoodfilm basiert auf dem gleichnamigen Buch von Daphne du Maurier. Die schon dort vorhandenen Motive – ein verwunschenes Traumschloss, eine "Cinderella", deren Name im gesamten Film ungenannt bleibt, und eine hinterhältige Haushälterin, die wie eine böse Schwiegermutter das Sagen im Haus hat – nutzte Hitchcock, um ein filmisches Märchen im Stil der schwarzen Romantik zu schaffen. Über die wahren Umstände von Rebeccas Tod rätselten selbst Hitchcock-Kenner wie François Truffaut, zumal Film und Romanvorlage hier deutlich voneinander abweichen.
"Rebecca" brachte Hitchcock 1941 die erste seiner insgesamt fünf Oscarnominierungen ein. Mit dem Academy Award ausgezeichnet wurden schließlich Produzent David O. Selznick und der Kameramann George Barnes. 1951 eröffnete "Rebecca" die allererste Berlinale. Auch außerhalb des Filmgeschäfts war "Rebecca" einflussreich: Für die zeitlos-klassische Strickjacke, wie sie Joan Fontaine am Strand trägt, hat sich im Spanischen das Wort "la rebeca" eingebürgert. Und auch die Psychologie kennt ein "Rebecca-Syndrom", das auftritt, wenn Ehefrauen im Schatten ihrer Vorgängerinnen stehen.


22:20 Daphne du Maurier (55 Min.) (HDTV)
Auf den Spuren von Rebecca
Dokumentation Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Elisabeth Aubert Schlumberger

"Daphne du Maurier – Auf den Spuren von Rebecca" geht dem rätselhaften Leben der britischen Schriftstellerin (1907-1989) auf den Grund. Die Autorin schrieb 17 Romane, rund 50 Erzählungen, zwei Biografien und zwei Theaterstücke. Sechs ihrer Romane ("Gasthaus Jamaica", "Meine Cousine Rachel", "Rebecca", "Der Mann mit meinem Gesicht", "Die Vögel" und "Wenn die Gondeln Trauer tragen") wurden für das Kino verfilmt. Ihre Werke gelten heute als Klassiker der englischen Literatur. Mit 30 Jahren veröffentlichte sie den Roman "Rebecca" (1938), der sofort zum Bestseller wurde und Alfred Hitchcock als Filmvorlage diente. Ausgehend von dem Erfolgsbuch gibt die Dokumentation neue Einblicke in den Schaffensprozess und wichtigsten Ereignisse im Leben der Schriftstellerin. Daphne du Maurier ist wie ihre Romanfiguren: undurchsichtig, ambivalent, unfassbar und faszinierend.

Hintergrundinfo:
Um die komplexe Persönlichkeit der Autorin möglichst genau zu erfassen, lässt die Regisseurin Elisabeth Aubert Schlumberger viele Insider zu Wort kommen – darunter ihre französische Biografin Tatiana de Rosnay, verschiedene britische Experten wie Laura Varnam, Helen Taylor, Ann Willmore, Piers Dudgeon und Tessa Montgomery, die Tochter der Schriftstellerin. Der Film verbindet Fotos, Archivaufnahmen und Filmausschnitte der Schriftstellerin mit Bildern der kargen, windgepeitschten Landschaften der Grafschaft Cornwall, in der die meisten Romane der Schriftstellerin spielen.


23:15 Isango Ensemble: La Bohème (90 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland / Südafrika, 2014
Erstausstrahlung

Regie: Mark Dornford-May

In dieser südafrikanischen Adaption von Puccinis Oper "La Bohème" verlieben sich in den südafrikanischen Townships die beiden Studenten Mimi und Lungelo ineinander. Ihre Träume von einer glücklichen Zukunft finden ein jähes Ende, als Lungelo der Universität verwiesen wird und Mimi an Tuberkulose erkrankt. Zum alltäglichen Kampf ums Überleben kommt jetzt der Kampf um die medizinische Versorgung hinzu. Aber da Mimis Erkrankung zu spät erkannt wurde, hat das junge Paar keine Chance mehr. Am Ende stirbt sie – wie in Puccinis Vorlage – in den Armen ihres Geliebten. Das südafrikanische Isango Ensemble feiert weltweite Triumphe bei Theatergastspielen mit ihren Bearbeitungen europäischer Opernstoffe. Einige davon werden dann als Spielfilme von ihrem Regisseur Mark Dornford-May aufwendig neu inszeniert. So adaptiert er die Handlung der tragischen Liebesgeschichte zwischen der schwindsüchtigen Mimí und ihrem Rodolfo in Puccinis "La Bohème" aus der Pariser Künstlerboheme des 19. Jahrhunderts in die südafrikanischen Townships von heute. Der Film spielt am 16. Juni, dem nationalen Gedenktag an das Massaker des Apartheidsystems an Schulkindern in Soweto 1976. In den Townships Südafrikas ist die Tuberkulose auch heute noch ein aktuelles Thema – sie ist weltweit immer noch die häufigste Todesursache bei Infektionskrankheiten, und die Townships sind eine der am meisten betroffenen Gegenden.

Hintergrundinfo:
Die Aufnahmen zu "Isango Ensemble: La Bohème" entstanden im Township von Khayelitsha in der Nähe von Kapstadt. Die Originalmusik wurde vom Isango Ensemble auf südafrikanische Instrumente wie Marimbas und Steel Pans neu arrangiert. Für seine Filmadaption der Bizet-Oper "Carmen" mit dem gleichen Ensemble erhielt Regisseur Mark Dornford-May bei der Berlinale 2005 den Goldenen Bären.


00:45 "Der goldene Hahn" aus dem Théâtre de la Monnaie (120 Min.)
Oper Belgien, 2016
ARTE / RTBF

Inszenierung: Laurent Pelly

Mitwirkende:
Konstantin Shushakov
Venera Gimadieva
Pavlo Hunka
Alexey Dolgov
Alexander Vassiliev

Dirigent: Alain Altinoglu
Komponist: Nikolai Rimski-Korsakow

Für seine letzte Oper fuhr der russische Ausnahmekomponist der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Nikolai Rimski-Korsakow noch einmal sein ganzes Genie als Orchestermusiker auf und kreierte eine mitreißende, gewollt orientalistische Musik, mit der er die Figuren seiner Oper in aller Pracht in Szene setzt. Eine Steilvorlage für Alain Altinoglu, der mit "Der goldene Hahn" seine erste Oper als musikalischer Leiter des königlichen Brüsseler Opernhauses Théâtre Royal de la Monnaie/De Munt dirigiert.

Hintergrundinfo:
Angeödet von den nicht enden wollenden Kriegen und der Vielzahl seiner Verpflichtungen will sich der Zar Dodon nur noch um Mittagsschläfchen und Feste kümmern. Eines Tages bietet ihm ein geheimnisvoller Astrologe das an, was ihm dafür schon immer gefehlt hat: einen goldenen Hahn, der ihm die Angriffe seiner Feinde voraussagt. Klingt beinahe zu schön, um wirklich wahr zu sein … Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Alain Altinoglu, dem musikalischen Leiter des königlichen Brüsseler Opernhauses Théâtre Royal de la Monnaie/De Munt, an Jules Massenets "Cendrillon" im Jahr 2011 kehrt Regisseur Laurent Pelly nach Brüssel zurück und lässt seiner Fantasie freien Lauf, um dieses Abenteuer voll zügelloser Rhythmen auf die Bühne zu bringen. Auch wenn "Der goldene Hahn" bereits mehr als hundert Jahre auf dem Buckel hat: Die politische Satire unter dem Deckmantel eines Märchens hat über die Zeit nichts von ihrem bissigen Sarkasmus eingebüßt.


02:45 Centre Pompidou (55 Min.)
Mehr als nur ein Museum
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Jean Marc Gosse


03:40 Vox Pop (30 Min.)
Die Renaissance des Bergbaus
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot

2008 rief die EU-Kommission ihre Mitgliedsstaaten dazu auf, sich hinsichtlich strategisch wichtiger Metalle vom chinesischen Monopol unabhängig zu machen. Der Kursanstieg von Metallen wie Eisen, Gold, Zink und Wolfram sowie neue Fördertechnologien machen die Industrie auch auf dem alten Kontinent wieder rentabel.
Aber zu welchem Preis für Anwohner und Umwelt? "Vox Pop" hat in Frankreich recherchiert. In den letzten drei Jahren erteilte das französische Industrie-Ministerium acht Genehmigungen für Forschungsaktivitäten im Bergbau; neun stehen noch aus. Die betroffenen Stätten liegen in der Bretagne, im Zentrum und im Südwesten des Landes. Die meisten Anträge kamen von der französischen Niederlassung der australischen Bergbau-Gesellschaft Variscan, die in Orleans sitzt.
Doch die Arbeiten in Salau (Pyrenäen) und der Bretagne stoßen bei vielen Anwohnern auf Widerstand. Sie werfen der Gesellschaft vor, Umweltrisiken klein zu reden, und kritisieren auch den Staat, der bei fehlender Zustimmung seitens der Bevölkerung einfach den Kopf in den Sand steckt.

Hintergrundinfo:
Der Bergbau machte Europa in den letzten zweihundert Jahren zu dem, was es heute ist. Doch er hinterließ auch Spuren, die viele nicht wahrhaben wollen … Interview der Woche: Maria José Asensio, andalusische Abgeordnete und Zuständige für die Entwicklung der Bergbauindustrie.
Vox Report: Jede Woche beleuchtet ein "Vox-Pop"-Korrespondent ein weiteres aktuelles Thema aus Europa. Diese Woche liegt der Fokus auf der Sterbehilfe in den Niederlanden, die auch immer mehr Opfer mit seelischen Leiden betrifft.


04:10 Philosophie (25 Min.)
Fleischessen – Eine Schande?
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 26.02.

Regie: Philippe Truffault
Gäste: Dominique Lestel, Gilles Lartigot


04:35 Silex and the City (3 Min.) (HDTV)
Der Film des Lebens
Fernsehserie Frankreich, 2016
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Jean-Paul Guigue


04:38 Sendeschluss

 

*


Montag, 27. Februar 2017


05:15 Gustav Mahlers 9. Symphonie dirigiert von R. Chailly (85 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2013

Regie: Ute Feudel
Mitwirkende: Gewandhausorchester Leipzig
Dirigent: Riccardo Chailly
Komponist: Gustav Mahler

Gustav Mahler hinterließ nach seinem Tod 1911 zwei vollendete, aber noch unveröffentlichte Partituren: "Das Lied von der Erde" und die 9. Symphonie. Es sind Werke des Abschieds, der Resignation. "Meine Seele geht von mir ab und schwebt über einen armen alten Körper, der nun bald zu Staub wird", sagte er im Sommer 1909, als er an der 9. Symphonie schrieb. Es ist eine bittere Ironie der Geschichte, dass auch Mahler, der mit der Arbeit an dieser Symphonie befürchtete, eine mythische Schwelle zu übertreten und sein eigenes Testament zu komponieren, die Uraufführung seiner Neunten nicht mehr erlebte. Gustav Mahlers Neunte wurde ein Werk von epischen Ausmaßen. Bruno Walter führte das Werk in Wien im Juni 1912 das erste Mal auf, 13 Monate nach Mahlers Tod. Nach der 8. Symphonie, der "Symphonie der Tausend", kehrte der Komponist in seiner Neunten zu einem für seine Verhältnisse geradezu schlanken Orchesterapparat zurück, der eine sehr durchsichtige, abgeklärt-polyphone Klangwelt entstehen lässt, die kaum noch etwas mit dem spätromantischen Schwelgen in unendlichen Harmoniesphären der früheren Werke gemein hat. Zudem entfernt sich Mahler immer mehr vom Tonalen hin zu einer harmonischen Schwerelosigkeit, die viele Kritiker als Abschied vom Irdischen und Todesahnung gedeutet haben. Mahler schrieb seine 9. Symphonie in seinem Refugium auf dem Lande im südtirolischen Toblach. Hier fand er die Ruhe zum Komponieren, hier war er mit sich, seinen Gedanken und der überwältigenden Natur allein.


06:40 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2016
Wiederholung vom 25.02.


07:35 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Osteopathie
Wie wirksam ist die Therapie?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 24.02.


08:10 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Der rätselhafte Untergang der Moche-Kultur
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 16.01.

Regie: Agnès Molia


08:40 Estland im Winter (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 06.02.

Regie: Till Lehmann


09:25 Es ist Mitternacht, Paris erwacht (100 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2011
Wiederholung vom 11.02.

Regie: Yves Jeuland


11:05 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Yoga, Indiens erstaunliche Medizin
Reportage Deutschland, 2015

Regie: Andrea Oster

Im August 2014 verlor die internationale Yoga-Gemeinde einen ihrer wohl wichtigsten Köpfe - den Yoga-Meister B. K. S. Iyengar aus Indien. Er starb im Alter von 95 Jahren. Seine Lehre war es, die in den 50er Jahren in den USA und Europa einen Yoga-Hype auslöste, der bis heute anhält. Sein angesehenes Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute (RIMYI) in der indischen Stadt Pune ist Anlaufstelle für unzählige Kranke und Yoga-Schüler aus aller Welt. Denn Yoga ist in Indien nicht einfach Lifestyle oder Wellness, es gilt als landesweit respektierte Therapieform.
Der Körper spiegelt den Geist, so lehren es weise Yogis. Millionen Inder folgen daher einem Yoga-Pfad, der ihren Körper reinigen und mit dem Geist in Einklang bringen soll. Die erstaunlichen Yoga-Figuren sollen aber auch schwer kranken Patienten Heilung bringen - darauf hoffen die Anhänger des Iyengar-Yoga wie Sunil Shirodakar. Der 62-jährige leidet an Leukämie. Vor vier Jahren wurde der Blutkrebs bei einem Routine-Check-up seines Arbeitgebers festgestellt. Sofort nach der Diagnose begann eine medikamentöse Behandlung. Doch neben der Schulmedizin setzt Sunil auch auf Heilkräfte, die durch Iyengar-Yoga freigesetzt werden sollen – mit Hilfe bestimmter Körperhaltungen, sogenannter Asanas. Jeder Bewegungsablauf im Iyengar-Yoga wurde von dem 2014 verstorbenen Meister genau durchdacht und erprobt. Dazu benutzte er seinen Körper quasi als Versuchslabor, um jede Krankheit seiner Patienten zu verstehen und passende Yoga-Übungen zu entwickeln – so auch für Sunils Leukämie. Wird das Yoga-Programm bei Sunils Heilung tatsächlich helfen?

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:50 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Kuba, eine Generation im Wandel
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014

Regie: Joanna Michna

Gilberto Valladares ist Unternehmer der ersten Stunde und Besitzer eines der angesagtesten Friseursalons der Stadt. Finanziellen Erfolg hat er erreicht, doch er möchte vor allem ein neues Kuba mitgestalten – ein Kuba, in dem das Miteinander nicht verloren geht. Deswegen investiert er einen großen Teil seines Verdienstes in soziale Projekte. Das Wichtigste: eine kostenlose Friseurschule. Hier gibt er Jugendlichen auf Abwegen die Chance, ihrem Leben einen neuen Sinn zu verleihen. Friseurschüler Yoni ist aktuell das wohl größte Sorgenkind. Vom Polizeichef persönlich bei Gilberto abgegeben, geht es für Yoni jetzt ums Ganze. Bald volljährig muss er nicht nur die Prüfungen in der Friseurschule meistern, sondern auch eine Geschäftsidee umsetzen, die ihn in Zukunft ernähren kann. Friseure und Barbiere gibt es viele in Havanna – aber kaum jemand spezialisiert sich auf vierbeinige Kunden. Deswegen eröffnet Yoni einen der ersten Hundesalons der Stadt. Dringendstes Problem: einen Geschäftsraum finden. Das ist gar nicht so einfach, denn in der verfallenden Altstadt sind Wohnungen rar. Der Musiker und Renovierer Albertico hatte bereits mehr Erfolg, was Immobilien angeht. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung aus dem Ausland baute er sich eine Wohnung in einem Vorort Havannas. Der Umzug in die eigenen vier Wände steht vor der Tür und damit auch eine ganz neue Erfahrung für den jungen Kubaner – Einsamkeit im Luxus statt Gemeinsamkeit auf engstem Raum. Gilberto, Yoni, Albert – sie sind die neue Generation Kubas, eine Generation, die sich dem Wandel stellt.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


12:35 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Die scharfen Klingen der Auvergne
Reportage Deutschland, 2011

Regie: Maja Dielhenn

"Die Jungen im Alter meiner Kinder, die pfeifen auf Messer und Messermacher, die haben kein Messer in ihrer Tasche, die haben ihre iPhones und solche Dinge – das ist ein anderes Leben", sagt Charles Couttier, eine Berühmtheit unter den Messermachern der Auvergne. Das Traditionshandwerk bewegt sich in Laguiole und Thiers "auf Messers Schneide", denn verlassen sind die schiefen Gassen mit ihren einst üppigen Schaufensterauslagen, viele ehemals florierende Traditionsbetriebe stehen still. Und doch kämpft eine Handvoll großer Meister in der Region um die Zukunft des Taschenmessers. Der 43-jährige Cyril Ganivet ist ein Quereinsteiger in der Branche. Noch vor Jahren war er ein hochbezahlter Manager, bis er seinen Job an den Nagel hängte, einen maroden Messerbetrieb übernahm und zu neuer Blüte führte. Längst sind die hochwertigen Messer nicht nur als Alltagsgegenstand, sondern auch unter extravaganten Sammlern und Liebhabern wieder in Mode gekommen. Messer, die manchmal in wochenlanger Arbeit handgefertigt werden, mit Klingen aus Damaszenerstahl, kunstvollen Griffen und Gravuren. Jahrelang schwelte ein Konflikt zwischen den Messermachern in Laguiole und Thiers um den Ursprung des berühmten Messers. Doch inzwischen eint beide Städte ein neuer Feind: das Billigimitat aus Asien. Und die Maîtres Couteliers, wie die Messermeister in der Auvergne genannt werden, kämpfen weiter und überzeugen mit ihrer großen Handwerkskunst und dem unverwechselbaren französischen Charme. Nach ihrer Meinung gehören auf einen gedeckten Tisch Brot, Käse, Wein und ein Taschenmesser.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


13:20 ARTE Journal (30 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:50 Comedian Harmonists (120 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm Deutschland / Österreich, 1997
Wiederholung vom 19.02.
Produktion: Bavaria Film, Beta Film, Parathon, Iduna Film, Senator Film Produktion, Televersal, Dor Film

Rollen und Darsteller:
Robert Biberti – Ben Becker
Roman Cycowski – Heino Ferch
Harry Frommermann – Ulrich Noethen
Erich A. Collin – Heinrich Schafmeister
Ari Leschnikoff – Max Tidof
Erwin Bootz – Kai Wiesinger

Regie: Joseph Vilsmaier
Produzent: Hanno Huth, Reinhard Klooss, Danny Krausz, Ute Kuntze-Just, Herbert Schmidt
Drehbuch: Jürgen Büscher, Jürgen Egger, Klaus Richter
Musik: Harald Kloser, Thomas Schobel
Kamera: Joseph Vilsmaier
Schnitt: Peter R. Adam
Ausstattung: Rolf Zehetbauer


15:50 Magische Gärten (30 Min.) (HDTV)
Valsanzibio
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Timo Ebermann

Inmitten der Hügel südlich von Padua, 50 Kilometer von Venedig entfernt, erstreckt sich über acht Hektar das Anwesen von Valsanzibio. Der Garten ist das Werk der reichen venezianischen Kaufmannsfamilie Barbarigo aus dem 17. Jahrhundert. Er soll einst als Zeichen des Dankes an Gott angelegt worden sein, weil die Familie von der im Jahr 1631 wütenden Pest verschont geblieben war. Der Entwurf des Gartens von Valsanzibio wird Luigi Bernini zugeschrieben. Luigi war der Bruder des bedeutenden Barockbildhauers und - architekten Gian Lorenzo Bernini. Dieser wunderbare, in ein geschütztes Tal eingebettete Ort lädt zu einem spirituellen Spaziergang ein: Im Garten der Villa Barbarigo folgt man unterschiedlichen Perspektiven und Symbolen. So steht das berühmte Buchsbaumlabyrinth für den unsicheren Weg jedes menschlichen Lebens.

Hintergrundinfo:
Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten Frankreichs und zahlreicher europäischer Länder. Aus seinen Begegnungen mit Menschen, die sich leidenschaftlich der Gartenpflege widmen, ergibt sich ein Bild vom Wesen der Gartenkunst. Die 20-teilige Dokumentationsreihe zeigt, wie die Gärtner dachten, wie sie pflanzten und wie ihre Anlagen im Laufe der Jahrhunderte erhalten wurden. All diese außergewöhnlichen Orte erzählen Geschichten von Leidenschaften und Reisen, von Farben und Formen.


16:20 Phantome der Wüste (40 Min.) (HDTV, UT)
Asiens letzte Geparde
Dokumentation Deutschland, 2015

Regie: Herbert Ostwald

Asiatische Geparde sind mit nur noch 40 bis 70 Individuen beinahe ausgestorben. Die letzten leben in den großen Wüsten des Iran, seitdem sie von Arabien bis nach Indien ausgerottet wurden. Über die Verbreitung und die Lebensbedingungen der gefleckten Raubkatzen wusste man lange Zeit wenig. Das soll sich nun ändern: Der iranische Biologe Mohammad Farhadinia bricht mit einer Crew zu einer Expedition auf. Mit Hilfe ausgebildeter Wildhüter suchen die Wissenschaftler in Wüsten und Gebirgen nach Spuren der scheuen Tiere. An Bergpässen und Kratzbäumen verstecken sie Kamerafallen, um mehr über die gefährdete Katzenart zu erfahren.
Erstmals gelingt es so, wildlebende Geparde zu filmen. Die Forscher bekommen wichtige Hinweise auf die Verhaltensweisen der Katzen und können die einzelnen Tiere durch ihr Fellmuster identifizieren. Bei ihrer Reise muss die Crew aber auch feststellen, dass Straßen die Wanderwege der Geparde kreuzen und Bergbau-Fabriken ihren Lebensraum zerstören. Unterstützung erhält Mohammad Farhadinia von staatlichen Wildhütern, die Geparde und ihre Beutetiere – Gazellen und Steinböcke – gegen Wilderer schützen und künstliche Wasserstellen anlegen.
Ob es so angesichts des kleinen Bestands der Geparde gelingt, das Aussterben zu verhindern, ist unklar. Große Hoffnungen der Forscher ruhen daher auf den beiden einzigen Asiatischen Geparden in menschlicher Obhut, Koshki und Delbar. In einem Teheraner Gehege lebt das Pärchen, das aus den Händen von Wilderern gerettet wurde. Werden sie für Nachwuchs sorgen, den man eines Tages auswildern kann, um die Art zu retten?


17:00 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Künstliche Intelligenz
Kann sie den Menschen ersetzen?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Ob Navi, automatische Geburtstagserinnerung oder ferngesteuerte Heizung – zahlreiche smarte Systeme erleichtern uns heute den Alltag. Noch brauchen all diese Technologien allerdings uns Menschen, um programmiert, aktiviert und optimiert zu werden. In Zukunft sollen intelligente Systeme aber selbstständig dazulernen können. Kann diese künstliche Intelligenz irgendwann den Menschen ersetzen? Dieser Frage gehen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe und Pierre bei einem Unternehmen in Toulouse nach, das intelligente fahrerlose Busse entwickelt. Pierre testet den Bus als Fahrgast und Dörthe stellt sich als Hindernis zur Verfügung. Auf der Teststrecke läuft alles glatt. Aber was passiert, wenn ein solches Fahrzeug einer Person ausweichen muss und eine andere dadurch gefährdet? Kann und darf künstliche Intelligenz über Leben und Tod entscheiden – und wenn ja, wie lassen sich ethische Handlungskriterien programmieren? Künstliche Intelligenz wird nicht nur den Transport grundlegend verändern, sondern auch die Arbeitswelt. Laut einer Studie der Universität Oxford werden Maschinen in den nächsten zwei Jahrzehnten fast die Hälfte der heutigen Berufe ersetzen. Was bedeutet das für die Menschen? Und auch in der Medizin bauen Forscher zunehmend auf Unterstützung durch künstliche Intelligenz. Denn Computer können riesige Datenmengen speichern und sich so einen großen Wissenspool aneignen. In Bremen bringen Wissenschaftler einem Computer bei, Krebs zu erkennen, noch bevor er für einen Arzt sichtbar ist. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz könnten also exaktere Diagnosen möglich werden.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:30 Leonardo da Vinci (55 Min.) (HDTV)
Das Geheimnis der schönen Prinzessin
Dokumentation Großbritannien, 2011
Wiederholung vom 21.01.

Regie: David Murdock


18:25 Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 13.02.

Regie: Jan Haft


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 Mit allen Wassern gewaschen (45 Min.) (HDTV)
Tricks und Finten der Fische
Dokumentation Deutschland, 2014

Regie: Sigurd Tesche

Der Alltag von Fischen ist nicht so eintönig, wie es bei oberflächlicher Betrachtung scheinen mag. Sigurd Tesche zeigt in seiner Dokumentation, dass Fische Meister im Tarnen und Täuschen sind und sich wechselnden Lebensbedingungen anpassen können. Wie verhält sich zum Beispiel ein Drückerfisch, der seine Laichgrube bewacht und jeden bedroht, der in die Nähe kommt, wenn eine Horde stachliger Seeigel anrückt? Und die berühmten Clownfische leben gut geschützt zwischen giftigen Anemonenarmen. Doch wenn die Anemone ihre Arme einzieht, müssen die Fische auf eine andere Strategie ausweichen. Schwimmen, fressen oder sich verstecken – der Alltag der Fische scheint recht eintönig zu sein. Sigurd Tesche und sein Team widerlegen diese Vorstellung in grandiosen, mitreißenden Bildern. Da wird das Korallenriff zur Bühne für kleine und große Dramen, in denen keineswegs nur Stärke, Schnelligkeit oder Größe zählen. Im Gegenteil: Die Riffbewohner sind Meister im Taktieren, Tricksen und Täuschen. Nur so bewältigen sie ihren Alltag. Manche stülpen sich einen Schwamm über, um nicht erkannt zu werden. Andere schaukeln wie Blätter in der Dünung oder erstarren zu leblosen Steinen. Der Alltag der Fische ist eine ständige Herausforderung. Auch und gerade bei Nacht. Dann sind besonders trickreiche Jäger unterwegs, gut getarnte Rotfeuerfische zum Beispiel. Sie legen sich bewegungslos auf die Lauer, bis ein ahnungsloses Fischchen in die Nähe kommt. Im freien Wasser dagegen schließen sie sich zusammen und treiben als Jagdgeschwader die Beute vor sich her. Je nach Lage wenden sie eine andere Taktik an. Im Riff demonstriert die Natur die ganze Bandbreite ihrer Fantasie. Doch das ist nicht alles: Auch Fische sind mitunter kreativ, können Einfälle haben und eigene Ideen entwickeln. Zum Beispiel suchen Zackenbarsche manchmal Muränen auf und "überreden" sie zu einer gemeinsamen Jagdpartie – ein erfolgreiches Unternehmen, bei dem jeder seine Stärken einbringt. Bis vor kurzem wurden derartige Kooperationen noch als Taucherlatein abgetan. Ganz ähnlich funktionieren die Täuschungskünste von Tintenfischen. Erst jetzt kommen die fast unglaublichen Tricks der Riesensepien ans Licht: Manche Männchen, die zu klein geraten sind, verkleiden sich als Weibchen – sie nehmen deren Färbung und Haltung an. So erschleichen sie sich, ohne den Verdacht der überlegenen Rivalen zu wecken, ein Stelldichein samt Paarung. Nicht immer sind die Schwachen die Dummen.

Hintergrundinfo:
Die Kameraleute dieser Dokumentation haben nicht nur auf Geduld und Beobachtungsgabe gesetzt, sondern ebenso auf modernste Technik. Mit Spezialleuchten und Filtern holten sie Phänomene ans Licht, die so noch niemand gesehen hat.


20:15 Soirée Claude Chabrol (100 Min.)
Filmreihe

Der Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler Claude Chabrol (1930-2010) war Mitbegründer der Nouvelle Vague und ist vor allem für seine Filme über die von ihm mit kritischem Blick betrachtete französische Bourgeoisie bekannt. Sein Stil wurde beeinflusst von seinem großen Idol Alfred Hitchcock, so dass seine Filme oftmals sozialkritisch sind und auf ironisch-distanzierte Weise die Abgründe der Gesellschaft aufzeigen. Chabrol studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne und war nach seinem Abschluss kurzzeitig in Pharmazie und Jura eingeschrieben, bevor er sich dem Film zuwandte. 1957 verfasste er zusammen mit Eric Rohmer die erste Monografie über Hitchcock. Er war zu dem Zeitpunkt bereits Filmkritiker bei den "Cahiers du Cinéma" und gründete 1958 seine eigene Produktionsfirma AJYM. Sein erster Film, dem zahlreiche weitere folgten, war "Die Enttäuschten" (1958). ARTE widmet dem Altmeister einen Abend, der mit dem Spielfilm "Die Hölle" von 1994 beginnt. Darin verdächtigt Paul seine Frau der Untreue und steigert sich zunehmend in eifersüchtige Wahnvorstellungen hinein. Direkt im Anschluss wird Chabrols "Betty" (1992) gezeigt; ein Spielfilm über eine junge Frau, die ihre Verzweiflung in Alkohol zu ertränken versucht.


Soirée Claude Chabrol
20:15 Die Hölle (100 Min.) (HDTV)
(L'enfer)
Spielfilm Frankreich, 1994
Produktion: MK2 Productions, CED Productions, France 3 Cinéma, Cinémanuel

Rollen und Darsteller:
Paul – François Cluzet
Nelly – Emmanuelle Béart
Dr. Arnoux – André Wilms
Marylin – Nathalie Cardone
Martineau – Marc Lavoine
Mme Vernon – Christiane Minazzoli
Mme Chabert – Dora Doll
Duhamel – Mario David
M. Vernon – Jean-Pierre Cassel

Regie: Claude Chabrol Produzent: Marin Karmitz Drehbuch: Claude Chabrol, Henri-Georges Clouzot, José-André Lacour Musik: Matthieu Chabrol Kamera: Bernard Zitzermann Schnitt: Monique Fardoulis Ton: Jean-Bernard Thomasson, Dominique Dalmasso

Das Leben könnte so schön sein: Paul und Nelly sind frisch verheiratet, ihr Hotel im Süden Frankreichs läuft gut, ihr kleiner Sohn entwickelt sich prächtig. Doch der überarbeitete Paul leidet an stressbedingter Schlaflosigkeit, nimmt Schlaftabletten, fühlt sich beklommen und führt Selbstgespräche. Seine junge Frau Nelly dagegen ist unbekümmert und genießt den Sommer. Ihre kleinen Flirts mit Männern legt Paul in seiner Eifersucht als Seitensprünge aus und steigert sich zunehmend in die Idee hinein, dass Nelly ihn betrügt. Paul folgt ihr heimlich und scheint tatsächlich Beweise für seine Einbildungen zu finden. Er ist überzeugt davon, dass sie eine Affäre mit dem Automechaniker Martineau hat. Bei einer Filmvorführung eines Gastes im Hotel sieht Paul statt der harmlosen Urlaubsbilder, die gezeigt werden, eine laszive Nelly, die mit Martineau anbandelt. Seine Wahnvorstellungen werden mit der Zeit immer schlimmer. Mit Wutausbrüchen vergrault er die Gäste, nur Nelly bleibt noch bei ihm, obwohl er zum prügelnden Ehemann wird. Paul entgleitet zunehmend jegliche Kontrolle über sich selbst. Seine Gedanken werden immer absurder, bis er nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden kann und seine Wahnvorstellungen zu Mordfantasien werden …

Hintergrundinfo:
Bereits 1964 sollte die Geschichte von Regisseur Henri-Georges Clouzot mit Romy Schneider und Serge Reggiani verfilmt werden. Doch aufgrund von Krankheitsfällen wurde das Projekt für 30 Jahre auf Eis gelegt – bis sich schließlich 1994 Claude Chabrol des Stoffes annahm.
Der Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler Claude Chabrol (1930-2010) war einer der wichtigsten Regisseure der Nouvelle Vague und ist vor allem für seine Filme über die von ihm mit kritischem Blick betrachtete französische Bourgeoisie bekannt. Bevor er sich dem Film zuwandte, studierte Chabrol Literaturwissenschaften an der Sorbonne. Er war in den 50er Jahren Filmkritiker bei den "Cahiers du Cinéma" und gründete 1958 seine eigene Produktionsfirma AJYM. Sein erster Film, dem zahlreiche weitere folgten, war "Die Enttäuschten" (1958).


Soirée Claude Chabrol
21:55 Betty (100 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Frankreich, 1992
Produktion: MK2 Productions, CED Productions, France 3 Cinéma, Canal+

Rollen und Darsteller:
Betty – Marie Trintignant
Laure – Stéphane Audran
Mario – Jean-François Garreaud
Madame Etamble – Christiane Minazzoli
Guy Etamble – Yves Lambrecht

Regie: Claude Chabrol
Produzent: Marin Karmitz
Drehbuch: Claude Chabrol
Musik: Matthieu Chabrol
Kamera: Bernard Zitzermann
Schnitt: Monique Fardoulis
Autor: Georges Simenon

Verloren und einsam folgt die Mittdreißigerin Betty einem Mann in eine Bar und betrinkt sich. "Le Trou", "das Loch", in Versailles wird von abenteuerlichen Gestalten besucht, doch spätabends nehmen sich der Barbesitzer und dessen Geliebte Laure ihrer an und bringen Betty in ein Hotel. Im Hotel, das Betty in den kommenden Tagen nicht mehr verlässt, betrinken sich die beiden Frauen und freunden sich an. Betty vertraut Laure ihre tragische Lebensgeschichte an: Um ihrer unglücklichen Ehe zu entfliehen, stürzte Betty sich in zahlreiche Affären. Als die großbürgerliche Familie ihres Ehemanns Guy davon erfuhr, wurde Betty aus dem Haus geworfen; der Umgang mit den Kindern wurde ihr verboten. All dies hört sich die neue Freundin Laure geduldig an, bis sie selbst auf grausame Weise Opfer von Bettys verletzten Gefühlen wird …
"Betty" erzählt die Geschichte einer Frau, die ihre Verzweiflung in Alkohol ertränkt. Damit wirft Chabrol einmal mehr einen Blick auf das Gefühl des Eingeschlossenseins in familiären Verhältnissen. Durch die Rückblicke und Erzählungen sieht man die Personen, wie in einem Aquarium gefangen, ihre Ausweglosigkeit erkennen. Der Film gehört zu den Frauenporträts, die Chabrol ab den 80er Jahren drehte, oft mit Isabelle Huppert und Marie Trintignant in den Hauptrollen. Hier brilliert Trintignant in der Rolle der verzweifelten jungen Mutter. Der Film ist nach "Die Fantome des Hutmachers" (1982) Chabrols zweite Adaption eines Romans von Georges Simenon.

Hintergrundinfo:
Der Regisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler Claude Chabrol (1930-2010) war Mitbegründer der Nouvelle Vague und ist vor allem für seine Filme über die französische Bourgeoisie bekannt, die er mit kritischem Blick betrachtete. Sein großes Idol war Alfred Hitchcock, was sich mitunter darin zeigt, dass seine sozialkritischen Filme oftmals auf ironisch-distanzierte Weise die Abgründe der Gesellschaft aufzeigen. Chabrol studierte Literaturwissenschaften und anschließend kurz Pharmazie und Jura, bevor er sich schließlich dem Film zuwandte.


23:35 Evangelium (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2014
Erstausstrahlung

Regie: Pippo Delbono

Der Dokumentarfilm erzählt davon, wie es sich anfühlt, in ein Flüchtlingslager zu kommen. In einem solchen Flüchtlingscamp entwickelte der italienische Regisseur Pippo Delbono die Idee zu einem Theaterprojekt. Seine Mutter hatte ihn auf dem Sterbebett gebeten, das Stück zu inszenieren, da es von der Liebe handle. Pippo Delbono selbst glaubt nicht an Gott. Nicht an einen Gott, der über das Wasser läuft, während andere ertrinken – so wie Tausende Flüchtlinge, die im Meer den Tod finden.
Der Dokumentarfilm erinnert formal an ein Bild von Caravaggio, auf dem ein armer Pilger mit schmutzigen Füßen vor einer Madonna kniet und dabei schön und stark wirkt. Genauso inszeniert Pippo Delbono seine Laiendarsteller, die Flüchtlinge, ihre Gesichter und ihre Mimik. Sie wirken fast wie Offizianten, die den Zuschauer mit Themen wie Leben und Tod, Gewalt und Härte, Überlebenswillen und Zerbrechlichkeit konfrontieren.
Pippo Delbono ermöglicht einen Perspektivwechsel und erzählt die Geschichten der Camp-Bewohner mit großer Sensibilität und großem Respekt vor den einzelnen Schicksalen. Die Flüchtlinge nehmen in dem Film bewusst Raum ein, um als Menschen, und nicht als bloße Eindringlinge oder Bedürftige wahrgenommen zu werden. Entstanden ist ein fast schon einem reinigenden Ritual gleichender Dialog, der mit vielen Klischees aufräumt.
Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Flüchtlinge und bahnt sich einen Weg durch eine Dunkelheit, in der auch wir uns befinden. Denn in diesen schwierigen Zeiten fragt man sich manchmal, wer eigentlich wem helfen muss. Und vielleicht ist dies die eigentliche Botschaft Christi von der Nächstenliebe, in ihrer ganzen Wahrheit, dass eigentlich uns geholfen werden muss, damit wir nicht auf politische Abwege gelangen, die auf falschen Ideologien, Lügen und Fanatismus fußen.

Hintergrundinfo:
In seinen Theaterarbeiten erhebt Pippo Delbono immer wieder die Stimme für die Randfiguren der Gesellschaft. "Das Leben ist voller Unterschiede", sagte der Regisseur in einem Interview mit "La Repubblica", "also sollte es das Theater auch sein." Mit dem Film "Evangelium" hat er sich erneut für Toleranz und Mitmenschlichkeit stark gemacht. Pippo Delbono ist Autor, Schauspieler und Regisseur und gilt als einer der innovativsten Theatermacher Italiens. Mitte der 90er Jahre leitet er einen Theaterworkshop in der psychiatrischen Klinik von Aversa. Hier begegnet er den Menschen, die seine Theatertruppe bilden werden. Körperlich und geistig behinderte Menschen und Obdachlose haben ebenso ihren Platz auf der Bühne, wie professionelle Schauspieler. Star der Compagnia Pippo Delbono wird der taubstumme Schauspieler Bobò. In seinen Theaterarbeiten setzt er sich immer wieder mit Randfiguren der Gesellschaft auseinander. Die Grenzen zwischen menschlichem Engagement und künstlerischer Auseinandersetzung sind dabei fließend. Neben dem Film "Evangelium" hat Delbono ein Theaterstück inszeniert, "Vangelo", ebenso frei nach den Evangelien erzählt und inspiriert von Szenen in Flüchtlingslagern. Es wird zurzeit in Paris am Théâtre du Rond-Point aufgeführt.


01:05 Gloria (105 Min.) (HDTV, UT)
Spielfilm Chile / Spanien, 2013
Wiederholung vom 15.02.
Produktion: Fabula, Nephilim Producciones

Rollen und Darsteller:
Gloria – Paulina García
Rodolfo – Sergio Hernández
Pedro – Diego Fontecilla
Ana – Fabiola Zamora
Victoria – Luz Jiménez
Gabriel – Alejandro Goic

Regie: Sebastián Lelio
Produzent: Juan de Dios Larraín, Pablo Larraín, Luis Collar
Drehbuch: Sebastián Lelio, Gonzalo Maza
Kamera: Benjamín Echazarreta
Schnitt: Sebastián Lelio, Soledad Salfate


02:50 Metropolis (40 Min.)
Den Haag
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.02.


03:30 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:15 Silex and the City (75 Min.) (HDTV)
Der echte Johnny
Fernsehserie Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Paul Guigue

Blog und Spam sehen bei Lauscaurea einen Doppelgänger von Johnny Abilis, dem beliebtesten Sänger der Frühgeschichte. Als Werther und Url "Ein Stück Amöbe steckt in uns allen" anstimmen, steht plötzlich der echte Johnny vor ihnen.

Hintergrundinfo:
"Silex and the City" nach den Comics des Zeichners Jul erzählt amüsante Abenteuer der Steinzeit-Familie Dotcom. Die Zeichentrickserie präsentiert Special Guests und Promi-Parodien, führt in exotische Gegenden und weit zurück in die Zeit. "Silex and the City" behandelt auch diesmal Themen rund um die Evolution der Menschheit. Kein Wunder, dass die dreiminütige Sendung bereits kurz nach Erscheinen des ersten Comic-Bands Kult geworden ist. Die Sendung ist auch auf Facebook aktiv. Schließen Sie Freundschaft mit Blog Dotcom!


04:18 Sendeschluss

 

*


Dienstag, 28. Februar 2017


05:30 Jonas Kaufmann: Berlin 1930 – Das Konzert (40 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2014
Wiederholung vom 19.02.

Regie: Andy Sommer

Mitwirkende:
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Jonas Kaufmann (Tenor)
Julia Kleiter (Sopran)

Dirigent: Jochen Rieder
Komponist: Franz Lehár


06:10 Vergissmeinnicht (30 Min.) (HDTV)
Tom Simpson, Waghalsiger
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 04.02.

Regie: Jacques Malaterre


06:40 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Trüffel
Juwel aus dem Untergrund
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 23.02.


07:05 Vox Pop (30 Min.)
Moderation: Jean-Paul Lepers
Magazin Frankreich, 2016
Wiederholung vom 26.02.

Regie: Nicolas THEPOT


07:35 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Künstliche Intelligenz
Kann sie den Menschen ersetzen?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 27.02.


08:10 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Nero – Des Kaisers Wahnsinnsbauten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 17.01.

Regie: Nathalie Laville, Agnès Molia


08:40 Mare TV (45 Min.)
Sommer in Grönland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2009
Wiederholung vom 07.02.

Regie: Till Lehmann


09:25 SOS – Gesundheit für alle (100 Min.)
Dokumentarfilm Frankreich, 2016
Wiederholung vom 31.01.

Regie: Thomas JOHNSON


11:05 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Leben auf Japans Vulkanen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 08.02.

Regie: Enrico Demurray


11:50 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Indiens Reich der großen Tiere
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 07.02.

Regie: Ruth Berry


12:35 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Thailands abenteuerlicher Süden
Dokumentationsreihe Deutschland, 2010
Wiederholung vom 09.02.

Regie: Enrico Demurray


13:20 ARTE Journal (40 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


14:00 Weites Land (165 Min.) (HDTV)
(The Big Country)
Spielfilm USA, 1958
Wiederholung vom 20.02.
Produktion: Anthony-Worldwide Productions

Rollen und Darsteller:
Julie Maragon – Jean Simmons
James McKay – Gregory Peck
Patricia Terrill – Carroll Baker
Steve Leech – Charlton Heston
Rufus Hannassey – Burl Ives
Major Henry Terrill – Charles Bickford
Buck Hannassey – Chuck Connors

Regie: William Wyler
Produzent: Gregory Peck, William Wyler
Drehbuch: James R. Webb, Sy Bartlett, Jessamyn West, Robert Wyler
Musik: Jerome Moross
Kamera: Franz F. Planer
Schnitt: Robert Belcher, John Faure
Autor: Donald Hamilton


16:45 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
La Roche Guyon
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Hugo Benamozig

Das Schloss von La Roche-Guyon wurde teilweise in die weiße Kreidesteilküste hineingebaut, die sich an einer Seine-Windung erhebt. Das Bauwerk überragt einen außergewöhnlichen Obst – und Gemüsegarten, dessen Anfänge im 18. Jahrhundert liegen. Die Anlage geht auf den Herzog Alexandre de la Rochefoucauld zurück. Der Garten diente dem Vergnügen, der Produktion von Nahrungsmitteln sowie landwirtschaftlichen Experimenten, die den Geist der Aufklärung widerspiegelten. Innovation in Hinblick auf die Auswahl der Pflanzungen und Gartenbautechniken wird in diesem streng geometrisch gegliederten Garten auch heute noch großgeschrieben. Die gesamte Architektur des Gartens beruht auf großen Buchsbaumhecken. Diese fast 60.000 Quadratmeter angepflanzten Buchses müssen mehr als zehn Monate im Jahr beschnitten werden.

Hintergrundinfo:
Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten Europas. Aus seinen Begegnungen mit Menschen, die sich leidenschaftlich der Gartenpflege widmen, ergibt sich ein Bild vom Wesen der Gartenkunst und wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.


17:10 Im Bann der Chinesischen Mauer (45 Min.) (HDTV)
Am Anfang war das Reich der Mitte
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014

Regie: Michel Noll, Zhang Wenqing

Auch wenn man die Chinesische Mauer keineswegs aus dem Weltall sehen kann, wie oft behauptet wird, ist sie das bedeutendste je von Menschen errichtete Bauwerk. Die ursprünglich als Verteidigungsanlage erbaute Mauer sollte China vor Angriffen mongolischer Nomadenvölker schützen und ein vom Zerfall bedrohtes Reich gigantischen Ausmaßes vereinen. In ihrer Blütezeit war die Mauer fast 9.000 Kilometer lang. Obwohl davon nur noch rund 20 Prozent erhalten sind, ist das Bauwerk nach wie vor ein großartiges Zeugnis der Geschichte des Reichs der Mitte. Seit einigen Jahren haben die Behörden die immense Bedeutung der Mauer für den Tourismus erkannt und begonnen, einzelne besonders anziehende Abschnitte wiederherzustellen. Nur selten befindet sich dieses Zeugnis des Kaiserreichs in privaten Händen. Einer der wenigen, der sich ein kleines Stück der Mauer leisten konnte, ist ein Fotograf und Freizeitarchäologe. Bei spannenden Begegnungen mit Chinesen wird die Entstehung des Reiches und die Figur seines Begründers, des Kaisers Qin Shihuangdi, dessen Grabstätte von der berühmten Terrakotta-Armee bewacht wurde, beleuchtet. Nachbildungen werden bis heute angefertigt. Mit atemberaubenden Luftaufnahmen der Mauer im Norden des Landes geht die Reise im Anschluss zu den dort lebenden Ethnien, die eine traditionelle Lebensweise und Mentalität bewahrt haben und deren Schicksal eng mit dem zeitlosen Bauwerk verknüpft ist. Sie wurden nur selten gefilmt und sind stolz auf ihre ungewöhnlichen und oft erstaunlichen Sitten und Bräuche. Die nächtliche Jagd nach Dämonen gehört dazu, ein Ritual, das es schon seit Ewigkeiten gibt und das die Bedeutung des Taoismus entlang der Mauer verdeutlicht. All diese Begegnungen in der Folge verdeutlichen, welche Rolle die Mauer im Nationalbewusstsein des Landes spielt.

Hintergrundinfo:
Von den mongolischen Steppen bis zum Gelben Meer ist es das größte je von Menschenhand geschaffene Bauwerk: die Chinesische Mauer. Es geht auf Entdeckungsreise im Norden des Landes und zu Besuch eines Volkes mit tausend Gesichtern. Die Menschen entlang des Weltwunders versuchen Traditionen und Vermächtnisse zu wahren und sind zugleich darum bemüht, ihren Platz in der modernen Welt zu finden. Die spannenden Begegnungen mit diesen Menschen verdeutlichen, welche Rolle die Mauer spielt und was sie den Chinesen bedeutet. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Im Bann der Chinesischen Mauer" führt in das mythische, ursprüngliche China. Teile dieses Tausende Kilometer langen Monuments sind erstaunlicherweise in Privatbesitz und stellen eine wahre Fundgrube für Zeugnisse aus der Kaiserzeit dar.


17:55 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Das computerisierte Auto – Fluch und Segen
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Im Zeitalter der Digitalisierung ist das Auto zu einem Computer auf vier Rädern mutiert. Es kann teilautomatisiert fahren, regelt selbstständig den Abstand zu anderen Fahrzeugen, verfügt über ein Tempolimit, hält die Fahrspur und parkt ein. Dutzende von Sensoren sind im Fahrzeug verbaut; sie messen und speichern alle Parameter, die beim Fahren erzeugt werden. Und all diese Daten werden per Funk an den Hersteller gesendet – ohne dass die Besitzer um Erlaubnis gefragt wurden. Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard gehen heute der Frage nach, welche Vor-, aber auch Nachteile die derart digitalisierten Autos mit sich bringen können. Und zusammen mit dem Experten für Sicherheit in der Informationstechnik Timo Kasper zeigt das Moderatorenteam die eklatanten Sicherheitslücken moderner Funkschlüssel auf.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


18:25 Wenn nachts der Ozean erwacht (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation USA, 2015

Regie: Rick Rosenthal, Jonathan Grupper

Der renommierte Unterwasser-Kameramann und Meeresbiologe Rick Rosenthal filmt seit über 30 Jahren das Leben im offenen Meer. Meistens arbeitet er am Tag, um ausreichend Licht für seine Kameras zu haben. Aber diesmal geht es darum, ein nächtliches Phänomen festzuhalten: die vertikale Wanderung von Milliarden von Tiefsee-Lebewesen in den tropischen Gewässern des Pazifischen Ozeans. Nacht für Nacht steigen Lebewesen wie Quallen, Kalmare, Krebse, Laternenfische und biolumineszente Arten zur Nahrungssuche an die Oberfläche. Sie kommen aus den Tiefen des Ozeans herauf, um sich von Plankton zu ernähren. Das Dunkel der Nacht bietet ihnen Schutz vor tagaktiven Fressfeinden. Erst am Morgen tauchen sie wieder in die Tiefsee hinab. Ihr Auf und Ab ist das weltweit größte Phänomen einer beweglichen Biomasse. Die spektakulärste Begegnung ist für Rick die mit einem jungen Speerfisch. Im Gegensatz zu ausgewachsenen Speerfischen sind Jungtiere, die nur ein paar Zentimeter groß sind, nur selten bei Tage zu sehen. Solange sie klein und gefährdet sind, verbergen auch sie sich im Dunkeln. Rick Rosenthal nutzte modernste Licht - und Kameratechniken, um diese Massenwanderung festzuhalten, die sich im Verborgenen abspielt. Unterstützt durch das kalifornische Monterey Bay Aquarium gelangen ihm spektakuläre Aufnahmen.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 Revolution in Russland (60 Min.)
Schwerpunkt

Mit Beginn des Jahres 1917 rissen in Petrograd, dem heutigen Sankt Petersburg, die Hungerdemonstrationen und Streiks nicht mehr ab. Höhepunkt war der 8. März 1917 (der 23. Februar nach dem damals in Russland gültigen julianischen Kalender, deshalb "Februarrevolution"): Zehntausende Frauen demonstrierten gegen den Hunger, den Krieg und den Zaren. Hunderttausende Arbeiter, über die Hälfte des Petrograder Proletariats, schlossen sich den Frauen an. Am 10. März kam es zum Generalstreik, "Nieder mit dem Krieg!", "Schluss mit dem Zaren!", so die Sprechchöre der Demonstranten. Ab dann ging der Sturz des jahrhundertealten Zarensystems rasend schnell. Zar Nikolaus II. verzichtete am 15. März für sich und seinen Sohn Alexander auf den Thron, zugunsten seines Bruders, des Großherzogs Michail, der wiederum gleich am nächsten Tag abdankte. Das war das Ende des Kaiserreichs, Russland wurde Republik. Eine provisorische Regierung mit dem Ministerpräsidenten Fürst Georgi Lwow, dem Vorsitzenden der Kadettenpartei Pawel Miljukow und dem Sozialrevolutionär Alexander Kerenski wurde gebildet. Doch in der Nacht des 7. November stürmten bewaffnete Arbeiter, Matrosen und Soldaten deren Sitz. Die Bolschewiki mit Lenin, Trotzki und Stalin übernahmen die Macht. Am 30. Dezember 1922 wurde die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, kurz UdSSR gegründet, 70 Jahre später, wieder zur Weihnachtszeit, machte der letzte Präsident der UdSSR, Michail Gorbatschow, das Licht im Kreml aus. Der bolschewistische Kommunismus war am Ende.
Der ARTE-Schwerpunkt "Revolution in Russland" zeigt drei sehr unterschiedliche Produktionen: "Breaking News: Zar gestürzt – Revolution in Russland" ist ein neues, so noch nie gezeigtes Format. Im Mittelpunkt stehen die Moderatoren Emilie Aubry und Thomas Kausch, die am Tag des Zarensturzes aus dem "Breaking News"-Studio in Straßburg mit moderner Kommunikation, Schalten, kurzen Reportagen und Experten im Studio Klarheit in die Aktualität des Tages bringen. Der Rücktritt des Zaren kommt über Twitter. "Good Bye, Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin" entmythologisiert den angeblich so großen Revolutionsführer, und der Zweiteiler "Moskaus Imperium", von LOOKS produziert, erzählt, wie es weiterging, nachdem die UdSSR, das große Paradies des Kommunismus, einfach so implodiert und kollabiert ist.


Revolution in Russland
19:30 Breaking News: Zar gestürzt – Revolution in Russland (60 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: André Meier

"Breaking News: Zar gestürzt – Revolution in Russland" schaltet aus dem News-Studio in Straßburg zu internationalen Korrespondenten in Moskau, Berlin, Washington und Paris. Die Börsenexpertin der ARD, Anja Kohl, wird eine Einschätzung der Finanzmärkte geben. Reporter berichten vor Ort über die aktuelle Lage in Petersburg. Wer regiert jetzt das Riesenreich? Wo ist die Zarenfamilie? Was bedeutet das Ende der Romanows für die anderen europäischen Herrscherhäuser? Der russisch-deutsche Schriftsteller Wladimir Kaminer zeichnet ein Stimmungsbild der russischen Künstlerszene in der Emigration. Der Maler Marc Chagall und der Fotograf Sergej Prokudin-Gorski erläutern ihre Ansichten zum Zarensturz. Experten im Studio helfen, die Hintergründe dieser Revolution zu analysieren. Was erzählen die Bilder, die im Stil von YouTube-Clips aus der Mitte der Revolution ins Nachrichtenstudio gelangen? Wie geht es der Bevölkerung?

Hintergrundinfo:
2017 jähren sich die russische Februar – und Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE widmet den einschneidenden historischen Ereignissen einen ganzen Abend – mit dem Programmschwerpunkt "Revolution in Russland".


Revolution in Russland
20:30 Good Bye, Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin (100 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Cédric Tourbe

Lenin ist ein verwirrender Fall. Noch bevor er im Oktober 1917 den Sieg davontrug, tat sich der Revolutionär als Orakel hervor: Der bolschewistische Volksaufstand, den er lange gefordert hatte, fand statt und war von Erfolg gekrönt. Sein Triumph veränderte die Welt, und Lenin ging als legendärer Visionär in die Geschichte ein. Es scheint, als hätte Lenin alles vorhergesehen und von Anfang an richtig geplant. "Good Bye, Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin" will dieses Heldenbild hinterfragen. Um zu verstehen, warum Lenin an die Macht geriet, muss man die Revolution selbst genauer betrachten. Denn sie war vor allem eine willkürliche, unkontrollierbare Abfolge von Ereignissen, in der alles ungewiss war und die alles mitriss, was sich ihr in den Weg stellte … Zusammen mit dem Historiker und Russlandexperten Marc Ferro und Michel Dobry, Experte für politische Krisen, löst der Film die letzten Rätsel der russischen Oktoberrevolution. Lenin erscheint – wie viele andere – von den Ereignissen überwältigt und autoritätslos gegenüber seinen Truppen. Er segelte auf Sicht, war oft abwesend und musste vielen unerwarteten Wendungen machtlos zusehen. Und nur indem er eine solche Wendung schließlich zu seinem Vorteil nutzt, kommt er in letzter Sekunde doch noch ans Ziel …

Hintergrundinfo:
2017 jähren sich die russische Februar – und Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE widmet den einschneidenden historischen Ereignissen einen ganzen Abend – mit dem Programmschwerpunkt "Revolution in Russland".


Revolution in Russland
22:10 Moskaus Imperium (90 Min.) (HDTV)
Aufstieg und Fall
Dokumentarfilm Deutschland, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Matthias Schmidt, Sebastian Dehnhardt

Ende der 1970er Jahre beginnt der Zerfall des sowjetischen Imperiums. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs löst es sich 1991 endgültig auf. Es ist bankrott, traumatisiert und gedemütigt vor der Welt. Für die ehemaligen Sowjetrepubliken und einstigen Staaten des Warschauer Paktes folgt ein turbulentes Jahrzehnt im Spannungsfeld zwischen kriegerischen Konflikten und der Suche nach neuen nationalen Identitäten und einem neuen Selbstbewusstsein. Am Ende dieses Jahrzehnts übernimmt mit Wladimir Putin das Zepter und schickt sich wie ein neuer Zar an, das, was vom russischen Imperium übriggeblieben ist, zu alter Macht und Stärke zurückzuführen.

Hintergrundinfo:
2017 jähren sich die russische Februar – und Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE widmet den einschneidenden historischen Ereignissen einen ganzen Abend – mit dem Programmschwerpunkt "Revolution in Russland".


Revolution in Russland

23:40 Moskaus Imperium (90 Min.) (HDTV)
Russlands Rückkehr
Dokumentarfilm Deutschland, 2015
Erstausstrahlung

Regie: Maarten van der Duin

Mit Beginn seiner Präsidentschaft im Jahr 2000 setzt Wladimir Putin Zeichen. Er überwindet das innere Chaos Russlands, beseitigt aber auch zahlreiche Freiheiten, sein Führungsstil ist autoritär und kann sogar autokratisch genannt werden. Auf internationalem Parkett tritt Moskau zunehmend selbstbewusst auf mit dem Ziel, dem westlichen Einfluss Grenzen aufzuzeigen. Der Krieg in Georgien, vor allem aber der Konflikt im Osten der Ukraine und in dessen Verlauf die Annexion der Krim verschärfen die Spaltung zwischen Ost und West. Der Kalte Krieg scheint wiedergeboren zu sein und der Kreis zurück in die 1980er Jahre sich zu schließen.

Hintergrundinfo:
2017 jähren sich die russische Februar – und Oktoberrevolution zum 100. Mal. ARTE widmet den einschneidenden historischen Ereignissen einen ganzen Abend – mit dem Programmschwerpunkt "Revolution in Russland".


01:10 Das Meer ist meine Heimat (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2015

Regie: Marc Picavez

Andrej, Ramil, Wendel und ihre Kameraden haben ihre Heimat gegen das Meer getauscht: Sie sind als Matrosen an Bord des 166 Meter langen Frachtschiffs "African Forest" gegangen, das Holz, Maschinen und andere Waren zwischen Afrika und Europa transportiert. Rund zehn Monate lang leben sie in einer ganz eigenen Welt: Auf See scheint die Zeit endlos zu sein, doch beim Zwischenstopp rast sie ihnen davon. In jedem Anlaufhafen klammern sich die Männer an ihr Smartphone oder skypen mit Frauen, Familie und Freunden in der Heimat: Das Internet ist ihr Allheilmittel gegen die Einsamkeit. Sie meinen, ein Seemann müsse nicht unbedingt vom Meer begeistert sein, denn er verdiene ja gutes Geld. Dennoch fühlen sie sich verlassen und vermissen ihr altes Leben. Die Dokumentation begleitet die jungen Männer von Libreville nach Antwerpen, von Duala nach La Rochelle und zeigt, wie entwurzelt sich diese neue Generation von Matrosen fühlt. Sie entspricht nicht mehr dem romantischen Klischee. Der Look der Männer ist urban, und angeheuert wurden sie mit dem Werbespruch "See the world for free". Die Welt, die sie "umsonst" zu sehen bekommen, besteht allerdings oft nur aus gesichtslosen Gebieten am Stadtrand, gesicherten Hafengegenden und Einkaufszentren, denen sie nichts abgewinnen können. Während die Männer zur See fahren, werben oft andere um ihre Frauen. Das Risiko ist hoch, dass Beziehungen in die Brüche gehen. Zum Ausgleich feiert man an Bord, schließt neue Freundschaften und führt ein Parallelleben. Als Arbeiter in einer globalisierten Welt müssen sie jedoch immer wieder feststellen: Matrose zu sein ist zwar häufig ein selbstgewähltes, aber möglicherweise auch ein sehr hartes Los.


02:10 Mare TV (45 Min.)
Die Färöer
Wiederholung vom 01.02.2017


02:55 360° Geo Reportage (45 Min.)
Åland-Archipel, Warten auf das Eis
Wiederholung vom 26.01.2017


03:40 28 Minuten (43 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:23 Sendeschluss

 

*


Mittwoch, 01. März 2017


05:15 Lieder der Zwischenkriegszeit (45 Min.) (HDTV)
Musik Frankreich, 2014
Wiederholung vom 12.02.

Regie: Yves Riou, Philippe Pouchain


06:00 Vergissmeinnicht (30 Min.) (HDTV)
Jeannette Mac Donald, Löwin
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 04.02.

Regie: Jacques Malaterre


06:30 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Rätsel Mensch
Wie wurden wir zu dem, was wir sind?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 20.02.


06:55 Abgedreht! (40 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Wiederholung vom 26.02.


07:35 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Das computerisierte Auto – Fluch und Segen
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 28.02.


08:10 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Die ersten Amerikaner
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 18.01.

Regie: Agnès Molia, Clémence Lutz


08:40 Mare TV (45 Min.) (HDTV)
Sommer in Neuseeland – Die Marlborough Sounds
Dokumentationsreihe Deutschland, 2011
Wiederholung vom 08.02.

Regie: Steffen Schneider


09:25 Nachbarschaftsgeschichten: Paris / Berlin (50 Min.) (HDTV)
Verfeindete Geschwister
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Frédéric Wilner
Produzent: Iliade Productions, Les films de l"Odyssée


10:15 Nachbarschaftsgeschichten: Paris / Berlin (55 Min.) (HDTV)
Auf in die Moderne!
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Frédéric Wilner


11:10 Nachbarschaftsgeschichten: Paris / Berlin (55 Min.) (HDTV)
Gegenüber
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Frédéric Wilner


12:05 Nachbarschaftsgeschichten: Paris / Berlin (75 Min.) (HDTV)
Erschütterung
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015
Wiederholung vom 18.02.

Regie: Frédéric Wilner


13:20 ARTE Journal (35 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:55 Wir Monster (90 Min.) (HDTV)
Spielfilm Deutschland, 2014
Wiederholung vom 10.02.
Produktion: Ester.Reglin.Film, WDR, ARTE

Rollen und Darsteller:
Paul – Mehdi Nebbou
Christine – Ulrike C. Tscharre
Sarah – Janina Fautz
Jessica – Britta Hammelstein
Kuszinsky – Ronald Kukulies
Charlie – Marie Bendig
Michael – Daniel Drewes

Regie: Sebastian Ko
Produzent: Roswitha Ester, Torsten Reglin
Drehbuch: Marcus Seibert, Sebastian Ko
Musik: Dürbeck & Dohmen
Kamera: Andreas Köhler
Kostüm: Elisabeth Kraus
Bauten: Cora Pratz
Redaktion: Frank Tönsmann, Birgit Kämper
Schnitt: Nicole Kortlüke Maske: Elke Hahn
Ton: Constantin Bömers


15:25 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Troja – Auf den Spuren eines Mythos
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 24.01.

Regie: Agnès Molia, Anne Richard


15:50 Magische Gärten (30 Min.) (HDTV)
Tête d'Or
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Lelio Moehr

Der Parc de la Tête d'Or wurde 1857, noch vor Beendigung der Arbeiten, eröffnet. Entworfen wurde die Gartenanlage von den Brüdern Denis und Eugène Bühler, zwei historisch bedeutsamen Stadtparkentwicklern. Es war die große Zeit, als Baron Haussmann Paris radikal umgestaltete, dem wollte Lyon nicht nachstehen. Die Brüder Bühler verfolgten den Ansatz, die Natur mitten in die Städte hineinzubringen. Sie kamen auf die Idee, einen See auszuheben, um den sumpfigen Boden trockenzulegen, und zahlreiche Baumarten anzupflanzen. Eine besondere Attraktion von Lyon ist der Rosengarten des Parks. In der Tat war der Rose an diesem Ort ein großer Erfolg beschert – dank des guten Bodens und des günstigen Klimas, vor allem aber aufgrund der wohlhabenden städtischen Bourgeoisie, die sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts schnell entwickelte. Seitdem zählen die Lyoner Rosenzüchter zu den besten der Welt.

Hintergrundinfo:
Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten Europas. Aus seinen Begegnungen mit Menschen, die sich leidenschaftlich der Gartenpflege widmen, ergibt sich ein Bild vom Wesen der Gartenkunst und wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.


16:20 Im Bann der Chinesischen Mauer (40 Min.) (HDTV)
Baumeister des ewigen Chinas
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014

Regie: Michel Noll, Zhang Wenqing

Nach Ablösung der Qin-Dynastie durch die Han-Dynastie stabilisierte sich das Kaiserreich und wurde zu einer festen geopolitischen Größe der damaligen Welt: Es bildete ein echtes Gegengewicht zum Westen und den Kaiserreichen in Kleinasien, Afrika und Europa – und wurde damit auch zu einem begehrten Handelspartner. Die dank der Chinesischen Mauer gewonnene politische Stabilität brachte der Seidenstraße ihre erste Blütezeit. Es dauerte mehrere Hundert Jahre, bis die Mauer als unverrückbare Landmarke etabliert war, doch sie wurde schließlich zur Garantin der chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. Auch heute, da China zu einem Vorreiter der digitalen Revolution geworden ist, scheint das Land seine tausendjährigen Traditionen nicht aufgeben zu wollen. In diesem Teil der dreiteiligen Dokumentation begegnen die Zuschauer einem Seidenpapier-Hersteller, der noch genauso arbeitet wie zu den Zeiten, als kaiserliche Kalligraphen und Maler mit diesem besonderen Material beliefert wurden. Einige bekannte Künstler verwenden es noch heute. Er demonstriert auch, wie vor 2.000 Jahren Branntwein hergestellt wurde. Ein Instrumentenhersteller kommt ebenfalls zu Wort: Er gehört zu einem Schattentheater-Ensemble, das der Film über mehrere Auftritte begleitet. Es handelt sich dabei um eine der ältesten Formen der darstellenden Kunst in China, die am Fuße der Chinesischen Mauer bis heute ausgeübt wird.

Hintergrundinfo:
Von den mongolischen Steppen bis zum Gelben Meer ist es das größte je von Menschenhand geschaffene Bauwerk: die Chinesische Mauer. Es geht auf Entdeckungsreise im Norden des Landes und zu Besuch eines Volkes mit tausend Gesichtern. Die Menschen entlang des Weltwunders versuchen Traditionen und Vermächtnisse zu wahren und sind zugleich darum bemüht, ihren Platz in der modernen Welt zu finden. Die spannenden Begegnungen mit diesen Menschen verdeutlichen, welche Rolle die Mauer spielt und was sie den Chinesen bedeutet. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Im Bann der Chinesischen Mauer" führt in das mythische, ursprüngliche China.


17:00 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Wie lebt es sich mit Dyspraxie?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015

Bei Klassenarbeiten immer der Letzte? Eine Handschrift, die keiner lesen kann? Und beim Ballsport ohne Chance? Wenn Kinder langsam, ungelenk und tollpatschig wirken, könnten das Anzeichen sein für eine bisher wenig erforschte motorische Entwicklungsstörung: die Dyspraxie. Manchmal auch vereinfachend das "Syndrom des ungeschickten Kindes" genannt, ist Dyspraxie ein ernstzunehmendes Handicap. Das Problem sitzt im Gehirn. Eine neuronale Fehlschaltung wird vermutet, Dyspraxie ist deshalb unheilbar. Und häufiger als man denkt: Statistisch gesehen sitzt in jeder Schulklasse mindestens ein betroffenes Kind. Aber in Frankreich und vor allem Deutschland ist das Handicap kaum bekannt. "Xenius" will das ändern und fragt: Was genau ist Dyspraxie? Wie lebt es sich mit Dyspraxie? Und was für Hilfen gibt es? Um das herauszufinden, dürfen die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard in Bègles bei Bordeaux dem dyspraktischen Schüler Boris im Unterricht und bei der Therapie über die Schulter schauen. Die Inklusion in seiner Regelschule klappt hervorragend – das ist nicht in jeder Schule der Fall. Deshalb gibt es in Paris die Ecole du Cerene: In Frankreichs erster Schule für Kinder mit Dyspraxie bekommen die Schüler jede Hilfe, die sie brauchen, um ihr Handicap zu kompensieren. In Deutschland hingegen fristet die Dyspraxie ein völliges Schattendasein: Eine betroffene Familie und ein engagierter Arzt wollen das jetzt ändern.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:30 Karthagos vergessene Krieger (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2013
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Michael Gregor


18:25 Turtle Hero (45 Min.) (HDTV)
Ein Leben für die Schildkröten
Dokumentation Frankreich / Österreich, 2016
Wiederholung vom 15.02.

Regie: Jeremy Hogarth


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Assuan und Luxor
Folge 1 von 3
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Michael Gregor

Eine Reise entlang des Nils ist die Reise zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen. Auf der Nil-Insel Elephantine erforschen Archäologen die Monumente aus der Pharaonenzeit. Dort lag der Umschlagplatz von Gold und Elfenbein für die Herrscher Altägyptens. Der berühmte Nilometer maß die Höhe der alljährlichen Nilflut. Heute erscheint manchen die Zukunft am großen Strom voller Chancen - wie etwa dem "Mangokönig" Hak Hussein, der sogar bis nach Europa exportiert. Andere sehen in der neuen Zeit gefährliche Verlockungen und fühlen ihre Existenz bedroht – wie der Flussschiffer Mahmud, dessen hölzerner Segelkahn nicht mehr konkurrenzfähig ist. An exotischen Plätzen wie dem Kamelsouk von Daraw scheint die Zeit hingegen stehengeblieben zu sein. Der Ort wirkt wie aus "1001 Nacht". Seit Jahrhunderten treiben auf dem Markt ausschließlich Männer Handel. Dabei haben sie aber den Weltmarkt fest im Blick und nutzen selbstverständlich modernste Technik. Hoch hinaus will auch der Unternehmer Mohammed. Er lässt in Luxor allmorgendlich Heißluftballons mit Touristen über dem Tal der Könige aufsteigen, wenn es die Wind – und die politischen Verhältnisse erlauben. Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt, wie der Nil. Die Reise durch Ägypten führt zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen.

Hintergrundinfo:
Kein Fluss ist so von Legenden umwoben wie der Nil, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt. Der längste Fluss der Erde zieht sich wie ein grünes Band von Süden nach Norden durch Ägypten, durch das Land, das allein durch das Wasser des mächtigen Stroms am Leben erhalten wird. In opulenten Bildern zeigt die dreiteilige Dokumentation die großartigen Landschaften und faszinierenden Menschen, die ihr Leben zwischen Aufbruch und Tradition gestalten.


20:15 My Sweet Pepper Land (85 Min.)
Spielfilm Frankreich / Deutschland, 2013
Deutsche Synchronfassung
Produktion: Agat Films Cie; Rohfilm; HS Production; ARTE France Cinéma; CHAOCORP Développement

Rollen und Darsteller:
Baran – Korkmaz Arslan
Govend – Golshifteh Farahani
Suat Usta – Suat Usta
Aziz Aga – Tarik Akreyî
Tajdin – Mir Murad Bedirxan
Jaffar Mohammed Emin – Feyyaz Duman

Regie: Hiner Saleem
Produzent: Marc Bordure, Robert Guédiguian,
Drehbuch: Hiner Saleem, Antoine Lacomblez
Kamera: Pascal Auffray
Schnitt: Juliette Haubois

Baran ist frustriert. Während des kurdischen Unabhängigkeitskampfes war er stolzer Peshmerga gewesen, mit unerschütterlichen Idealen und einer Mission. Diese ist nun erfüllt, Iraki Kurdistan ist unabhängig, doch nun ist der geborene Kämpfer gezwungen, den Bürokraten und Politikern dabei zuzusehen, wie sie allmählich seine Träume von Freiheit und ehrlichem Staat zum Platzen bringen. Daher lässt er sich ins Grenzland versetzen, um dort, wo die Welt noch unkompliziert ist, als "Dorfsherrif" für Recht und Ordnung sorgen zu können. Im Dorf trifft er auf die junge Lehrerin Govend, die zum Ärger ihrer Familie genauso idealistisch ist wie Baran, und im armen Dorf, in dem Grenzschmuggler und Bildungsmangel herrschen, die Zukunft des Landes zu lehren versucht. Die beiden Außenseiter kommen sich näher und sehen sich bald Aziz Aga gegenüber, dem Chef des organisierten Verbrechen, der in den beiden Weltverbesserern ein Problem sieht …

Hintergrundinfo:
"My Sweet Pepper Land" gibt sich wie ein Western: Abgeschieden vom Rest der Zivilisation machen sich zwei Neulinge daran, das eingefahrene Machtgleichgewicht eines Dorfes zu kippen. Die malerische "Prärie" Kurdistans bietet dafür die perfekte und originelle Kulisse. Der Film ist in mehrfacher Hinsicht originell, besonders aber in puncto Filmmusik: Der Soundtrack ist ein farbenfroher Mix aus allem von kurdischer Volksmusik bis hin zu Elvis Presley. Ein üppiges Repertoire an Instrumentalstücken steuerte zudem die Hauptdarstellerin Golshifteh Farahani bei, die das erst 2000 entwickelte Musikinstrument Hang beherrscht, und damit für eine außergewöhnliche wie meditative Klangkulisse sorgt.


21:40 New Orleans (90 Min.) (HDTV)
Wie Musik eine Stadt gerettet hat
Dokumentarfilm Deutschland, 2015

Regie: Vassili Silovic

Am 29. August 2005 erreichte der Hurrikan "Katrina" die Küste vor New Orleans. Es war die größte Naturkatastrophe in der jüngeren amerikanischen Geschichte. Mehr als 1.800 Menschen verloren ihr Leben, über eine Million Menschen mussten die Region verlassen. Der Film ruft die dramatischen Ereignisse wieder in Erinnerung, lässt Betroffene erzählen und zeigt, wie diese ungewöhnliche Stadt und ihre Menschen von, mit und durch Musik leben. "Only New Orleans" ist ein Satz, den man vor Ort immer wieder zu hören bekommt. Auch als trotzige Replik auf die Haltung einiger konservativer Politiker, die New Orleans vor zehn Jahren am liebsten dem Untergang geweiht hätten. Und dabei liegen hier die Wurzeln von Jazz, R&B, Rock 'n' Roll, Soul, Funk, Reggae und Rap.

Hintergrundinfo:
Von der Kraft der Musik und ihren Erlebnissen bei "Katrina" erzählen Musiker wie Allen Toussaint, Irma Thomas, James Andrews, Ivan Neville, Davis Rogan, Jon Cleary, Big Freedia oder Travis 'Trumpet Black' Hill, aber auch verantwortliche Mitarbeiter aus dem damaligen Krisenstab der Stadt. New Orleans hat eine anrührende Geschichte von einer Katastrophe und der Fähigkeit der Menschen, danach weiterzuleben und mit Musik auch im Tod das Leben zu feiern. So auch bei 'Trumpet Black', dem neuen Star der Musikszene, der auf einer Auslandsreise verstarb: Mit ihm hatten die Dreharbeiten noch vor seiner Reise begonnen, und sein trauriges Schicksal wurde zu einem Teil des Films. Über mehrere Tage feierte die Stadt ihren verstorbenen Jungstar mit Trauermärschen, die am Ende zu ausgelassenen Feiern wurden - in einer Stadt, die sich zehn Jahre nach "Katrina" dank ihrer unangepassten und kreativen Bevölkerung neu erfunden hat.


23:10 Was bleibt, ist die Erinnerung (85 Min.) (HDTV, UT)
(La memoria del agua)
Spielfilm Chile / Deutschland / Spanien, 2015
Produktion: Ceneca Producciones, Potenza Producciones, Sudestada Cine, NiKo Film,
ZDF/ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Amanda – Elena Anaya
Javier – Benjamín Vicuña
Marcos – Néstor Cantillana
Javiers Vater – Sergio Hernández
Mónica – Silvia Marty
Hernán – Etienne Bobenrieth

Regie: Matías Bize
Produzent: Adrián Solar, Carlo D'Ursi, Diego Valenzuela, Ignacio Rey, Gastón Rothschild, Nicole Gerhards
Drehbuch: Julio Rojas, Matías Bize
Musik: Diego Fontecilla
Kamera: Arnaldo Rodríguez
Schnitt: Valeria Hernández

Javier und Amanda sind ein junges Liebespaar Mitte 30, beide sind erfolgreiche Akademiker. Nach dem Tod ihres vierjährigen Sohnes Pedro versuchen die beiden gemeinsam, den schmerzlichen Verlust zu verarbeiten. Doch Amanda erträgt die Nähe und den Anblick Javiers nicht mehr; zu sehr erinnert er sie an ihren kleinen Sohn. Sie braucht Abstand, und so gehen die beiden auseinander – in dem Versuch, ihr Leben auf ihre eigene Weise weiterzuleben. Doch die Erinnerung bleibt. Und dann geschieht ein kleines Wunder: Es schneit in Santiago de Chile. Pedro, der Schnee liebte, hätte dieses äußerst seltene Wetterphänomen sicher gerne gesehen. Und so ist es diese Vorstellung, die Javier und Amanda im Schneegestöber auf den Straßen der Hauptstadt wieder zusammenführt. Dort entscheiden sie sich für einen Neuanfang und machen sich auf den Weg ins Feriengebiet von Südchile, wo sie ihrer Beziehung eine zweite Chance geben wollen … Unter der Regie von Matías Bize werden die Figuren Javier und Amanda zu glaubhaften Bezugspersonen, für deren Probleme es keine einfachen Lösungen gibt – ähnlich wie im echten Leben. Mal witzig verspielt, mal sentimental melancholisch kreisen Bizes Filme um die Liebe – nah an den Figuren, packend inszeniert, interessiert an inneren Realitäten, fokussiert auf einen prägenden Moment.

Hintergrundinfo:
Matías Bizes "Was bleibt, ist die Erinnerung" mit der Almodóvar-Schauspielerin Elena Anaya und dem populären chilenischen Star Benjamín Vicuña in den Hauptrollen feierte seine internationale Premiere 2015 auf dem Filmfestival von Venedig. Weitere Festivalteilnahmen folgten. Beim Filmfestival von Santiago de Chile wurde Elena Anaya als beste Hauptdarstellerin geehrt, beim Filmfestival von Huelva gewann Matías Bize die Auszeichnung als bester Regisseur.


00:35 Kurzschluss – Das Magazin (125 Min.)
Sondersendung 50 Jahre Filmhochschule DFFB
Magazin Deutschland, 2017
Erstausstrahlung

(1): Zoom – 50 Jahre DFFB
Die Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin (DFFB) wurde vor 50 Jahren gegründet. Sie ist die erste Filmhochschule der BRD und nach der Filmuniversität Babelsberg die älteste Deutschlands. "Kurzschluss – Das Magazin" trifft Hans Helmut Prinzler, Studienleiter während der hochpolitischen Anfangsjahre, Helke Sander, Studentin der ersten Generation, und spricht mit Michael Bertl, Student der 80er Jahre, Kameramann und aktuell leitender Dozent im Bereich Kamera. Wie hat die Akademie und wie haben die Studenten von damals getickt und gearbeitet, und inwieweit beeinflusst der Anfang das Jetzt? Ein spannender Blick in die Vergangenheit, der viel über die Gegenwart erzählt.
(2): Zoom – Die DFFB heute
Die Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin (DFFB) wird 50 Jahre alt. Höchste Zeit, sich in den Hochschulalltag zu stürzen und einen Blick auf aktuelle Produktionen zu werfen. "Kurzschluss – Das Magazin" spricht mit Ben Gibson, dem derzeitigen Rektor, über die Entwicklungen der letzten Jahre und seine Prognose für die Zukunft der DFFB. Außerdem trifft das Magazin heutige Studierende der Regie – und der Kamera-Abteilung und wirft einen Blick in die Produktions-, Schnitt – und Tonmischungsräume, wo an den neuesten Filmen gearbeitet wird.

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival – und Filmtipps und vielen spannenden Interviews. Mehr Infos unter: arte.tv/kurzschluss

An der Tür
Kurzfilm
Deutschland, 2013
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin

Rollen und Darsteller:
Mann – Wolfram Koch
Frau – Jeanette Hain
Sohn – Max Zabinski

Regie: Miriam Bliese
Produzent: Clemens Köstlin
Drehbuch: Miriam Bliese
Kamera: Markus Koob
Schnitt: Vessela Martschewski
Ton: Benjamin Kalisch

Ein Mann kommt seinen Sohn bei seiner Exfrau abholen, wie jedes Wochenende. Wie immer wartet er vor der Tür ihres Mietshauses, bis der Sohn die Treppen herunterkommt. Doch an diesem Samstag dauert es länger, der Sohn möchte noch eine Fernsehsendung zu Ende sehen. Und so kommt es, dass sich an der Gegensprechanlage zum ersten Mal seit langer Zeit ein Gespräch zwischen dem getrennten Paar entspinnt. Auf einmal ist die Nähe und Vertrautheit von früher wieder da, es entsteht fast eine Art Flirt. Als der Sohn schließlich die Treppe herunterkommt und das Gespräch damit abrupt beendet, müssen beide mühsam in ihre Rollen zurückfinden. Ein Film über das Schmerzhafteste an einer Trennung - die Tatsache, dass man sich immer noch nah ist.

Hintergrundinfo:
Miriam Bliese wurde 1978 geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft an der FU Berlin. Parallel arbeitete sie am Theater als Regieassistentin und Regisseurin. Von 2002 bis 2005 war sie als freie Autorin tätig und übernahm Regieassistenzen für Dokumentarfilme. Ab 2005 studierte sie Regie an der Deutschen Film – und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Weitere Filme von ihr sind "Walzer" (2007), "Aplinkkelis" (2008) und "Tango" (2011).

Eat
Kurzfilm
Deutschland, 2012
Produktion: DFFB, ARTE

Rollen und Darsteller:
Helen – Vanessa Schreiber
Assistentin des Fotografen – Jana Klinge
Fotograf – Jürgen Lehmann

Regie: Moritz Krämer
Produzent: Tara Biere, Niklas Warnecke, Markus Kaatsch
Drehbuch: Ines Berwing
Musik: Conrad Oleak, Patrick Reising, Moritz Krämer, Francesco Wilking
Kamera: Patrick Jasim
Schnitt: Moritz Krämer

"Eat" beschreibt den Wahnsinn der Modewelt, deren Mannequins immer schlanker werden. Ein Model nutzt die Pause während des Fotoshootings und beginnt, alles um sich herum aufzuessen. Eine Parodie auf den Schlankheitswahn.

Hintergrundinfo:
Moritz Krämer, 1980 in Basel geboren, wuchs im Hochschwarzwald auf. Nach dem Abitur in Freiburg zog er nach Berlin, wo er ein Studium in den Fächern Video und Text an der Universität der Künste absolvierte. Er arbeitete als Videokünstler, Komponist, Liedtexter und musikalischer Leiter an verschiedenen Theatern, darunter die Berliner Volksbühne, das Hebbel am Ufer, das Maxim Gorki Theater, das Stadttheater Heidelberg, das Centraltheater in Leipzig und das Münchner Volkstheater. Seit 2008 studiert er Regie an der Deutschen Film – und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Sein erster Kurzfilm war "Tsuri Tsumi" (2005), es folgten "Die Krux" (2006), "Der letzte Silberbauchkarpfen" (2009), "Vorsprechen" (2010) und "Bonsai" (2011).

Unter Mietern
Kurzfilm
Deutschland, 2012
Produktion: dffb / Myriam Eichler, ARTE/ Barbara Häbe

Rollen und Darsteller:
Franz Mayr – Matthias Bundschuh
Karl Butzov – Thomas Rudnick
Harry Kranz – Philipp Mauritz
Ferdinand Lauenstein – Rainer Reiners

Regie: Moritz Laube
Produzent: Karoline Güldemann
Drehbuch: Robin Getrost
Kamera: Sebastian Lempe
Schnitt: Hendrik Raufmann

Es hätte ein Tag wie jeder andere werden können. Doch als es klingelt und Herr K. seine Wohnungstür öffnet, ändert sich alles. Denn erstaunt muss er feststellen, dass seine 43qm-Wohnung den Weg in eine Zeitungsannonce gefunden hat, die der Fremde ihm nun fordernd entgegenhält. Was bleibt Herrn K. also anderes übrig, als ihn hereinzulassen? Und ehe er sich versieht, wohnen beide unter einem Dach. Es gibt Schlimmeres. Und so leben sich beide gut ein, als es ein weiteres Mal klingelt …

Hintergrundinfo:
Moritz Laube, geboren 1979 in Frankfurt am Main, studierte von 1997 bis 1999 Philosophie, Psychologie und Germanistik. Praktische Erfahrungen im Filmbereich sammelte er als Praktikant bei verschiedenen Produktionsfirmen. Von 2000 bis 2006 war er als freiberuflicher Cutter tätig. Unter anderem zeichnete er für den Schnitt bei den Wim Wenders-Filmen "BAP – Viel passiert" (2002) und "Land of Plenty" (D/USA 2004) verantwortlich. Parallel dazu absolvierte Laube von 2001 bis 2006 ein Regiestudium an der Deutschen Film – und Fernsehakademie Berlin (dffb). Danach arbeitete er als Werberegisseur. Mit der satirischen Komödie "Freiland" gab Moritz Laube 2013 sein Debüt als Kinoregisseur: Der Film wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2013 uraufgeführt und startete im Sommer 2014 in den deutschen Kinos.

Das Hemd
Kurzfilm
Deutschland, 2010
Produktion: Deutsche Film – und Fernsehakademie Berlin, ARTE

Rollen und Darsteller:
Markus – Johannes Allmayer
Walter – Michael Schweighöfer

Regie: Jonas Rothlaender
Produzent: Louise von Johnston
Drehbuch: Sebastian Bleyl, Jonas Rothlaender
Kamera: Alexander Haßkerl
Schnitt: Jonas Rothlaender
Ton: Julian Cropp

Hochzeitfeier. Herrentoilette. Zwei Männer quetschen sich gemeinsam in eine der engen Kabinen: Markus und Walter, Sohn und Vater. Der scheue Markus hatte seinen locker aufgelegten Vater gebeten, das deutlich sichtbare Unterhemd unter dem Hemd auszuziehen. Er geniert sich für seinen Vater. Walter nimmt die Sache gelassen und folgt dem Wunsch seines Sohnes. Walter entkleidet sich, Markus versucht ihm zu assistieren. Da kommt ein anderer Klobesucher. Markus bedeutet seinem Vater, dass sie sich nicht verraten dürfen. Während sie den Pinkel-Geräuschen des Fremden lauschen, sieht Markus seinen halbnackten Vater an.
Diese Form von körperlicher Nähe hat es seit Jugendtagen nicht mehr gegeben. Es ist, als würde er zum ersten Mal wirklich bemerken, wie alt sein Vater geworden ist. Markus wird die Absurdität dieser Situation, in die er seinen Vater gebracht hat, nun vollends bewusst. Aber wie sollen sie aus dieser misslichen Lage kommen, ohne dass er seinem alten Vater noch mehr zumutet?

Hintergrundinfo:
Jonas Rothlaender, Jahrgang 1982, wurde in Lübeck geboren. Von 2007 bis 2015 studierte er im Fachbereich Regie an der Deutschen Film – und Fernsehakademie Berlin. Sein 6Kurzfilm "Das Hemd" wurde in das Kurzfilmprogramm Next Generation Short Tiger 2011 aufgenommen und lief dadurch auf zahlreichen internationalen Festivals wie Cannes, Madrid, Buenos Aires, Paris und New York. Für sein Spielfilmdebüt "Fado" erhielt er 2016 beim Max-Ophüls-Festival den Filmpreis der saarländischen Ministerpräsidentin für die Beste Regie.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Ihre Papiere, bitte!
Kurzfilm
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris

Das deutsch-französische Atelier der Filmhochschulen in Paris und Ludwigsburg hat sich dieses Jahr das Thema "Ihre Papiere bitte" gestellt. Die Regie – und Produktionsstudenten haben acht Kurzfilme produziert, die sich auf politische, futuristische oder absurde Weise Kontrollsituationen stellen. Ein hochaktuelles Thema in 8 x 8.30 Minuten: "Ihre Papiere bitte"

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
In der Nacht
Kurzfilm
Frankreich, 2016
SWR
Produktion: Femis Paris
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Alexandre – Cosme Castro
Désirée – Agnès Hurstel
Thomas – Thomas Pujol

Regie: Paloma Veinstein
Produzent: Susann Funke, Quentin Worthington
Drehbuch: Martin Lecointe

Bald scheint die Party zwiegespalten, nach und nach sind mehr und mehr Gäste besorgt. Es passiert etwas in Paris. Anschläge? Terror? Doch was auch immer, niemand stiehlt diese Nacht von Alexandre, auch nicht Thomas, sein bester Freund, der versucht, ihn mit der Realität zu konfrontieren. Heute Nacht kann ihn niemand stoppen, er will Désirée für sich gewinnen.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Baka
Kurzfilm
Deutschland, 2016
SWR
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Milica – Magdalena Kopanja
Goran – Nenad Jezdic
Baka – Mira Banjac

Regie: Arvid Klapper
Produzent: Ivanna Kozak, Ivan Zuber
Drehbuch: Jelena Ruzic, Driton Sadiku

Der Schengenraum wurde geschlossen. Milica (7) lebt bei ihrer Oma Zora (72) in der serbischen Provinz. An einem Sommertag erscheint Milicas Onkel Goran (48), der seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Es ist kein Familienbesuch: Oma Zora ist schwer erkrankt und will Milica nicht als Waise zurücklassen. Goran soll sie nach Deutschland bringen. Milica muss sich als Gorans Sohn ausgeben, um mit dessen deutschem Pass die Grenze zu überwinden, doch Milica fasst kein Vertrauen zu Goran. Zora hat ihr sowohl ihre Krankheit als auch den Fluchtplan verschwiegen. Milica rebelliert als ihr das Haar abgeschnitten wird. Während sie als Junge verkleidet auf dem Rücksitz nicht aufhört zu protestieren, nähert sich das Auto der Grenze. Kann Goran das Vertrauen der tief verletzten Milica gewinnen?

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Totem
Kurzfilm
Frankreich, 2016
SWR
Produktion: Femis Paris
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Audrey – Lalla Kowska Régnier
Karim – Hichem Yacoubi

Regie: Youri Tchao-Debats
Produzent: Flore Cavigneaux, Noah Bohnert
Drehbuch: Marlène Poste

Tiere wandeln auf den Straßen der verlassenen Stadt. Karim hat Unterschlupf gefunden auf einem Dach, das Paris überblickt. Er wartet auf Audrey für ein Vorstellungsgespräch. Während diesem Einzelgespräch wird alles in Frage gestellt. Mann, Frau, Tier. Es gibt keine Grenzen mehr. Die Seelen werden entschleiert.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Transit
Kurzfilm
Deutschland, 2016
SWR
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Chris – David Bredin
Samuel – Saro Emirze
Stewardess – Elizabeth Kilombe Müller

Regie: Oliver Kracht
Produzent: Julia Brachert, Sylvain Rapaud
Drehbuch: Hannah Lau

Die zwei Kriegsfotografen Chris und Samuel stecken im Transitbereich eines internationalen Flughafens fest. Lange arbeiten sie schon zusammen. Als Fotografen, die ihr Leben für den Journalismus riskieren und als enge Freunde, die füreinander auch in schwierigen Zeiten da sind. Doch als Samuel seinem Freund gesteht, dass er nicht mehr in die Kriegsgebiete zurückkehren wird, wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Fliegender Torwart
Kurzfilm
Frankreich, 2016
SWR
Produktion: Femis Paris
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Angelo – Pierre Baux
Matteo – Victor Ezenfis
Claudia – Louise Grinberg

Regie: Jérémie Sein
Produzent: Johannes Müller, Cosme Bongrain
Drehbuch: Thomas Pujol

Angelo hat einen Traum. Sein Sohn Matteo soll ein erfolgreicher Fußballspieler werden. Ihm ist jedes Mittel Recht, diesen Traum wahr werden zu lassen. Nur hat er die Rechnung ohne Matteo selbst gemacht hat. Als er es bei einem Fußballspiel zu weit treibt, wird Angelos Traum auf eine schwere Probe gestellt.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Die Lizenz
Kurzfilm
Deutschland, 2016
SWR
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Ella Stark – Julia Becker
Adam Stark – Manolo Bertling
Gundrun Paschke – Anna Böttcher

Regie: Nora Fingscheidt
Produzent: Tine Verbist, Franziska Sonder
Drehbuch: Lisa Glock

Zwei Jahre haben Adam und Ella auf diesen Tag gewartet. Heute entscheidet sich ob das Ehepaar sich fortpflanzen darf oder nicht. Das schriftliche Bewerbungsprozedere für die staatliche Reproduktionslizenz haben sie bereits hinter sich. Nun folgt das obligatorische Abschlussgespräch in den heimischen vier Wänden. Alle Entscheidungsgewalt liegt bei Beamtin Gudrun Paschke.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Unsichtbar
Kurzfilm
Frankreich, 2016
SWR
Produktion: Femis Paris
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Zimmermädchen – Grace Seri
Die Freundin des Zimmermädchens Adèle Ado
Gouvernante – Marie Mottet
Polizist – Pascal Loison

Regie: Rémi Bassaler
Produzent: Flora Rumpler, Paul Lavaud
Drehbuch: Emma Cascalès, Rémi Bassaler

Olivia ist eine junge illegale Immigrantin. Sie verdient sich ihren Unterhalt als Reinigungskraft in einem Hotel in Paris. Ihr prekärer Status zwingt sie dazu anonym und unerkannt zu bleiben und ihr Gesicht aus Angst vor der Abschiebung zu verstecken. Doch Olivia droht unter den restriktiven Bedingungen, die ihr Schattendasein mit sich bringt, zu ersticken. Sie kann ein in ihr aufsteigendes und wachsendes Begehren schließlich nicht mehr unterdrücken.

Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Make Up
Kurzfilm
Deutschland, 2016
SWR
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg
Kurzfilm: Atelier Ludwigsburg – Paris
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Lina – Fiona Kaulin
Alexander – Matthias Kelle
Klara – Natascha Kuch
Michael – Till Florian Beyerbach

Regie: Tarek Röhlinger
Produzent: Jules Reinartz, Julian Bogenfeld
Drehbuch: Simon Thummet

Die 11-jährige Lina ist fasziniert von ihrem Vater Alexander. Wie jeden Freitag darf sie mit ihm und seinen Kumpels in die Stammkneipe. Ein großartiges Vergnügen, bis Lina mit der attraktiven Klara um Alexanders Aufmerksamkeit kämpfen muss. Um ihren Vater zurückzugewinnen, imitiert das Mädchen, was sie von den Erwachsenen lernt. Es werden Grenzen überschritten, von denen Lina nicht einmal wusste, dass sie existieren.


02:40 Tracks (40 Min.)
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Tita von Hardenberg


03:20 Meisterschüler von … (30 Min.) (HDTV)
Stephan Balkenhol
Dokumentation Deutschland, 2013

Regie: Nicola Graef

Auch wenn er seine Meisterschüler wegen seines eigenen Pensums an Ausstellungen nicht so oft sieht, wenn er über deren Arbeiten diskutiert, dann ohne Umschweife, direkt und gerne auch mal provokativ. Seine Meisterschüler Anne Carnein und Henning Schwarz, beide Bildhauer, arbeiten völlig anders als ihr Professor, bei dem sie die vergangenen sechs Jahre verbracht haben. Sie näht aus alten Stoffen filigrane Blumen und Gräser, er arbeitet mit Marmor und anderem schweren Stein und gestaltet Tafelbilder und große Skulpturen. Henning Schwarz will eine große Plastik für die Abschlussausstellung bauen, doch während des Meisterschülerjahres muss er lernen, dass nicht alles nach Plan läuft. Balkenhol ist Profi. Er arbeitet seine Ausstellungen ab, Anne Carnein hat ihm in all den Jahren immer Mal wieder zugearbeitet und so viel über seine Kunst erfahren. Balkenhol ist da eindeutig. Für ihn besteht die Konfrontation mit der Arbeit aus Geben und Nehmen. So sind denn seine Meisterschüler auch sein Korrektiv, und er lernt auch von ihnen. Anne Carnein arbeitet in seinem Atelier im Elsass. Ansonsten sitzt sie zu Hause in ihrem Atelier und verbringt Stunden damit, Gräser und Blüten zu nähen. Am Ende des Jahres gibt es dann gleich zwei große Eröffnungen: die des Professors in Leipzig, die Enthüllung seiner Wagner-Figur, und die der Meisterschüler im Freiburger Kunstverein. Die drei Künstler besuchen sich gegenseitig. Und da zeigen sich dann die Unterschiede: In Leipzig schart sich die Presse lange um den großen Meister, in Freiburg schwirrt Balkenhol nur kurz herein und kommentiert die Abschlussarbeiten.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentationsreihe "Meisterschüler von …" begleitet berühmte Kunstprofessoren und zwei ihrer Meisterschüler während ihres letzten Jahres an der Akademie. Sie alle durchlaufen die Höhen und Tiefen des künstlerischen Schaffens: von euphorischen Phasen bis hin zu zeitweiliger Stagnation. Auch ist es ein Treffen zweier Generationen, bei dem die Konfrontation und das Zusammenwirken von Meister und Schüler sichtbar werden. Die Reihe begleitet die jungen Künstler auf ihrem Weg.


03:50 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:35 Silex and the City (3 Min.) (HDTV)
Willkommen bei den Dotcoms
Fernsehserie Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Paul Guigue

Natürlich kann sich das Tal nicht um alles Elend der Frühgeschichte kümmern. Doch als Familie Dotcom die schrecklichen Bilder von sterbenden Mollusken-Flüchtlingen sieht, beschließt sie zu handeln.

Hintergrundinfo:
"Silex and the City" nach den Comics des Zeichners Jul erzählt amüsante Abenteuer der Steinzeit-Familie Dotcom. Die Zeichentrickserie präsentiert Special Guests und Promi-Parodien, führt in exotische Gegenden und weit zurück in die Zeit. "Silex and the City" behandelt auch diesmal Themen rund um die Evolution der Menschheit. Kein Wunder, dass die dreiminütige Sendung bereits kurz nach Erscheinen des ersten Comic-Bands Kult geworden ist. Die Sendung ist auch auf Facebook aktiv. Schließen Sie Freundschaft mit Blog Dotcom! Außerdem gibt es alle Staffeln auch im Internet zu entdecken unter: http://creative.arte.tv/de/series/silex-and-city


04:38 Sendeschluss

 

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Donnerstag, 02. März 2017


05:20 Berlin Live (65 Min.) (HDTV)
You Me at Six
Musik Deutschland, 2016
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Hannes Rossacher, Stefan Mathieu


06:25 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Umstrittene Pflanzenschutzmittel
Wie schädlich sind Neonicotinoide wirklich?
Moderation: Émilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 21.02.


06:50 Metropolis (45 Min.)
Den Haag
Magazin Deutschland, 2017
Wiederholung vom 26.02.


07:35 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:40 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Wie lebt es sich mit Dyspraxie?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015
Wiederholung vom 01.03.


08:10 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Das Geheimnis der Nazca-Linien
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 19.01.

Regie: Nathalie Laville, Camille Robert, Clemence Lutz, Agnes Molia, Thibaud Marchand


08:35 Sotschi am Schwarzen Meer (45 Min.) (HDTV)
Russlands Sommerfrische
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 09.02.

Regie: Till Lehmann


09:20 Das Geschäft mit dem Blut (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich / Schweiz, 2016
ARTE / SSR
Wiederholung vom 21.02.

Regie: Pierre Monnard


10:15 Kampf ums Blut (55 Min.) (HDTV, UT) (VPS: 10:15)
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 21.02.

Regie: Carsten Binsack


11:10 Vergissmeinnicht (40 Min.) (HDTV)
René Dumont, Prophet
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 11.02.

Regie: Jacques Malaterre


11:50 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Die Goldenen Schildkröten von Madagaskar
Reportage Deutschland / Frankreich, 2014

Regie: Bernhard Rübe

50.000 US-Dollar pro Tier – diese abenteuerlichen Preise erzielen Angonoka-Babys mittlerweile auf dem Schwarzmarkt. Ihre lange Lebensdauer und ihre Seltenheit machen die Tiere unter skrupellosen Sammlern zur begehrten Geldanlage. Dazu haben immer mehr Asiaten Interesse an den goldenen Panzern der Tiere, der bei ihnen als Aphrodisiakum gilt. Trotz internationaler Kampagnen, Hilfsgeldern und Schutzprogrammen werden fortwährend Schildkröten außer Landes geschmuggelt. Madagaskar liegt rund 500 Kilometer östlich von Mosambik im Indischen Ozean. Es ist der Ort mit der größten Vielfalt an endemischen Arten weltweit. Doch der Lebensraum für die einzigartige Tier – und Pflanzenwelt ist immer stärker bedroht. Inzwischen ist der madagassische Nationalpark Baly Bay die letzte natürliche Zuflucht der Goldenen Schnabelbrustschildkröte. Aber ist der Tierbestand in dieser abgelegenen Region wirklich stabil oder droht der Art das Ende? Von den rund 22 Millionen Menschen auf Madagaskar leben über 80 Prozent in ländlichen Regionen, Armut ist gerade hier weit verbreitet. Die Versuchung ist groß, mit den wertvollen Schildkröten illegalen Handel zu treiben.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


12:35 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV)
Chivas, Kolumbiens bunte Busse
Reportage Deutschland / Frankreich, 2013

Regie: Stefan Richts

Die Kleinstadt Andes in den kolumbianischen Bergen ist das Zentrum der Chiva-Kultur. Die Busse sind umgebaute Lkw und werden aufwendig per Hand detailreich bemalt. Man nennt sie auch "buses de escalera", auf Deutsch etwa "Leiterbusse", denn neben den Fahrgästen in der Kabine transportieren die Chivas seit Jahrzehnten auch allerlei Waren und landwirtschaftliche Produkte von und zu den Fincas abseits der Großstädte. Die Waren werden zumeist über Leitern auf das Dach gehievt und dort verstaut. Die Chivas sichern seit langem das Überleben im kolumbianischen Hinterland. Nun war "360° Geo Reportage" mit ihnen unterwegs. Einer der erfahrensten Chiva-Fahrer ist Humberto Restrepo, genannt Frijoles, übersetzt "Böhnchen", denn der 46-Jährige aß als Kind gerne Bohnen. Seit 27 Jahren fährt er mit seinem bunten Bus über geteerte und unasphaltierte Straßen und Wege quer durch ganz Kolumbien. Zurzeit steuert Frijoles den Bus eines Freundes, da seine eigene Chiva neu bemalt wird. Seit 15 Jahren ist der Bus nicht mehr überholt worden; fünf Millionen Pesos wird die vollständig neue Bemalung kosten, das entspricht immerhin fast 2.000 Euro. Alejandro und Humberto Serna, die Maler, die den Bussen ihren eigenwilligen Charakter geben und sich auch um die Chiva von Frijoles kümmern, sind Stars in Kolumbien. Die Brüder haben die Kunst von ihrem Vater gelernt und setzen seit dessen Tod im Jahr 2010 die Familientradition fort. Unter ihren Händen entsteht in etwa zwei Monaten ein Meisterwerk auf vier Rädern. Für Frijoles sind die fünf Millionen Pesos eine zwingend notwendige Investition, denn nur eine überzeugende Chiva-Optik wird auch erfolgreich Fahrgäste anlocken. Außerdem steht in der Bezirkshauptstadt Medellín in Kürze die alljährliche Chiva-Parade samt Wettbewerb an. Bis dahin soll Frijoles' Chiva fertig sein und dort hoffentlich gut abschneiden.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


13:20 ARTE Journal (15 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:35 Abenteuer Archäologie (25 Min.) (HDTV)
Hegra: Auf den Spuren der Nabatäer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 27.01.

Regie: Agnès Molia, Camille Robert


14:00 Die Brautjungfer (110 Min.) (HDTV, AD)
(La demoiselle d'honneur)
Spielfilm Frankreich, 2004
Wiederholung vom 13.02.
Produktion: Alicéléo, Canal Diffusion, France 2 Cinéma, Integral Film

Rollen und Darsteller:
Philippe Tardieu – Benoît Magimel
Stéphanie & Senta Bellange – Laura Smet
Gérard Courtois – Bernard Le Coq
Christine – Aurore Clément
Sophie Tardieu – Solène Bouton
Patricia Tardieu – Anna Mihalcea

Regie: Claude Chabrol
Produzent: Patrick Godeau, Antonio Passalia, Alfred Hürmer
Drehbuch: Claude Chabrol, Pierre Leccia
Musik: Matthieu Chabrol
Kamera: Eduardo Serra
Schnitt: Monique Fardoulis
Autor: Ruth Rendell


15:50 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
Quinta da Regaleira
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Jean-Michel Vennemani

Der Garten Quinta da Regaleira wurde im 16. Jahrhundert in der 25 Kilometer von Lissabon entfernten Kleinstadt Sintra angelegt. Er war für die Akklimatisierung exotischer Pflanzen gedacht. Solche Gewächse brachten die als große Seefahrer bekannten Portugiesen gern von ihren Asien – und Amerikareisen mit. Im 19. Jahrhundert drückte der Großgrundbesitzer António Augusto Carvalho Monteiro dem Ort seinen Stempel auf. Der als exzentrisch geltende Millionär übersäte seinen vier Hektar großen Garten mit Freimaurer – und Alchimistensymbolen, mit Geheimnissen und Rätseln, die der Besucher lösen sollte. Diese ganz besondere, beunruhigend fremdartige Atmosphäre macht den Garten, der heute der Öffentlichkeit zugänglich ist, zu einem der überraschendsten Orte in der Umgebung der portugiesischen Hauptstadt.

Hintergrundinfo:
Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten Europas. Aus seinen Begegnungen mit Menschen, die sich leidenschaftlich der Gartenpflege widmen, ergibt sich ein Bild vom Wesen der Gartenkunst und wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.


16:15 Im Bann der Chinesischen Mauer (45 Min.) (HDTV)
China und das Vermächtnis der Mauer
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014

Regie: Michel Noll, Zhang Wenqing

Mit Beginn der Ming-Dynastie im 14. Jahrhundert nahm die Bedeutung der Chinesischen Mauer wieder zu. Die neuen Kaiser verfolgten das Ziel, die kaiserliche Macht zu erneuern - und damit auch ihr symbolträchtigstes Bauwerk. Sie ließen wahre Festungen um die Garnisonsstädte entlang der Mauer errichten, in denen ein Großteil der Armee untergebracht wurde, die zum damaligen Zeitpunkt etwa eine Million Mann zählte. Doch die Ming wurden von den Mitgliedern der mandschurischen Qing-Dynastie vertrieben, die sich dauerhaft in der Verbotenen Stadt und im Sommerpalast in Peking niederließen und nach den tiefgreifenden Veränderungen des 20. Jahrhunderts die letzten Kaiser von China werden sollten. Doch welchen Stellenwert besitzt die Chinesische Mauer im 21. Jahrhundert – jetzt, da China wirtschaftlich zu den führenden Nationen der Welt zählt und Kriege mit Drohnen, Raketen und Satellitenunterstützung geführt werden? Bewohner Nordchinas erklären, wie sich die Bedeutung der Mauer verändert hat. Ein Journalist und Geschichtenerzähler sowie ein fahrender Filmvorführer zeigen, dass die traditionellen Feste – das Drachenbootfest und das chinesische Neujahrsfest ebenso wie Hochzeiten, Geburtstage und andere Feste, die im Kreis der Familie und der Gemeinschaft gefeiert werden – gelebte Erinnerung sind, die im Zeichen der Mauer bewahrt und inszeniert wird. Im Laufe der Jahrhunderte ist die Mauer, unabhängig vom Glauben, zu einem Symbol chinesischer Identität geworden und steht heute als Metapher für die tausendjährigen Traditionen und Gebräuche Chinas.

Hintergrundinfo:
Von den mongolischen Steppen bis zum Gelben Meer ist es das größte je von Menschenhand geschaffene Bauwerk: die Chinesische Mauer. Es geht auf Entdeckungsreise im Norden des Landes und zu Besuch eines Volkes mit tausend Gesichtern. Die Menschen entlang des Weltwunders versuchen Traditionen und Vermächtnisse zu wahren und sind zugleich darum bemüht, ihren Platz in der modernen Welt zu finden. Die spannenden Begegnungen mit diesen Menschen verdeutlichen, welche Rolle die Mauer spielt und was sie den Chinesen bedeutet. Die dreiteilige Dokumentationsreihe "Im Bann der Chinesischen Mauer" führt in das mythische, ursprüngliche China.


17:00 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Demografie – Wie zuverlässig ist sie?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015

Wird es am Ende dieses Jahrhunderts elf Milliarden Menschen auf der Erde geben? Oder weniger als neun? In ihren Prognosen für die Weltbevölkerung liegen die Demografen weit auseinander. Auch für Europa und die nahe Zukunft gibt es Vorhersagen, die weit auseinanderklaffen. Dabei haben die Studien der Demografen durchaus Konsequenzen. So leiten zum Beispiel Stadtplaner daraus ab, ob eine Region mehr Kindergärten oder größere Friedhöfe braucht. Und in manchen ländlichen Regionen stellt sich die Frage, ob ein Dorf überhaupt eine Zukunft hat. Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard erfahren in der südfranzösischen Kleinstadt Septèmes-les-Vallons, warum der Ort ein spannender Fall für die Demografen ist. Die Spezialistin für Statistik im mediterranen Raum, Dr. Isabelle Blöss-Widmer, gibt Auskunft zum Umgang mit demografischen Daten als Zukunftswegweiser.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


17:30 Die Siege Athens (55 Min.) (HDTV)
Marathon
Dokumentation Frankreich, 2012
Wiederholung vom 20.02.

Regie: Fabrice Hourlier


18:25 Steinadler – König der Berge (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Jan Haft


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Luxor und Wüste
Folge 2 von 3
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Michael Gregor

Über Jahrtausende hat der Nil das Schicksal Ägyptens geprägt. Sein alljährlich wiederkehrendes Hochwasser überflutete das Land und machte es mit seinem Schlamm fruchtbar. Erst der Bau des Assuan-Staudamms machte den Fluss berechenbar, hält aber auch den natürlichen Dünger Flussschlamm von den Feldern fern. Neue Abhängigkeiten sind entstanden. Die Näherin Senab wehrt sich mit Fantasie und Kreativität gegen die Diskriminierung als alleinerziehende Mutter. Sie wurde zum Vorbild für notleidende Frauen, die sonst keine Chance zum Überleben hätten. Als Kunstmaler bewahrt Gamal in seinen naiven Gemälden die Kultur der Nubier, die einst wegen des Staudammbaus umgesiedelt wurden. In Naqada stellen Töpfereien seit 5.000 Jahren das gleiche Produkt aus Nilschlamm her. Die Nachfrage ist groß, denn die speziellen Wasserkrüge aus Ton sind durch Plastik nicht zu ersetzen. Die koptischen Weber hingegen finden kaum noch Käufer für ihre handgefertigten Textilien, weil die maschinelle Billigkonkurrenz erdrückend ist. Der Besitzer einer Zuckerrohrpresse hat eine Vermarktungsnische für sein traditionelles Produkt gefunden. Er bietet es als naturbelassenes Heilmittel unter einem Öko-Siegel an. Doch überall am großen Strom sind die Lebensgrundlagen durch das Ausbleiben zahlungskräftiger Touristen und den rücksichtslosen Umgang mit der Natur bedroht.

Hintergrundinfo:
Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt, wie der Nil. Die Reise durch Ägypten führt zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen.


20:15 Zimmer 108 (50 Min.) (HDTV)
Folge 1 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns Musik: Jeroen Swinnen Kamera: Anton Mertens Kostüm: Cathérine Marchand Bauten: Max Van Essche Redaktion: Alexandre Piel Schnitt: Bert Jacobs Ton: Stijn Jacobs

Die vielfach gelobte belgische Fantasy-Krimi-Serie "Zimmer 108" bringt als wohl erste Fernsehserie der Welt eine lebende Tote als Detektivin auf den Bildschirm. Leben flammt auf in Kato Hoevens toten Augen. Erschrocken schnappt die junge Frau nach Luft und stellt fest, dass sie in einer Blutlache liegt. Im Bad des Hotelzimmers Nr. 108 sieht sie ihren eigenen toten Körper liegen. Panisch flieht sie aus dem Hotel, um Hilfe zu holen, aber niemand kann sie hören oder sehen. Selbst ihre Mutter Kristel scheint sie nicht wahrnehmen zu können, als sie direkt vor ihr steht. Sie ist besorgt, da ihre 19-jährige Tochter nicht von der Feier des Schützenvereins heimgekommen ist, die sie am Vorabend besucht hatte. Als Kristels Mann Marcus das Fahrrad von Kato findet und ein blutiger Hammer auf dem Gelände des Schützenfests auftaucht, meldet sie ihre Tochter bei Inspektor Alexander Vinken als vermisst. Kato beginnt zu realisieren, dass nur wenige Menschen sie immer noch sehen können, so ihre Halbschwester Sofia, ihr Vater Luc und ihre Freundin Ines. Offenbar hatte sich Kato an besagtem Abend von ihrem Freund, dem jungen Moto-Cross-Champion Leon, getrennt. Zumindest erfährt Kato das von Sofia, die ihre Erinnerungen an die vorherige Nacht nicht verloren hat. Als Kato ins Hotel Beau Séjour zurückkehrt, das kurz vor der Wiedereröffnung steht, sind ihr Körper und die Blutlache verschwunden und das ganze Dorf bereits in Aufruhr. Ein polizeilicher Suchtrupp durchkämmt das Gebiet rund um den Baggersee. Oberinspektor Alexander Vinken findet einen kleinen silbernen Anhänger, den er aber verschwinden lässt. Marion Schneider und Dora Plettinckx von der Bundespolizei Tongeren im belgischen Flandern übernehmen den Fall …

Hintergrundinfo:
In "Zimmer 108" verschieben sich die Grenzen der Realität: ARTE präsentiert die erste belgische Fantasy-Krimi-Serie, geschrieben von Bert Van Dael (Malin-Sarah Gozins "Clan" 2012, "Rotkop" 2012), Sanne Nuyens ("De Vijfhoek" 2012, "Connie & Clyde", 2013) und Benjamin Sprengers ("Connie & Clyde", 2013). Bei der spannenden Milieustudie im ländlichen Belgien führten Nathalie Basteyns und Kaat Beels (beide "Clan", 2012) Regie. Die hochwertig produzierte Serie feierte ihre Premiere auf dem Filmfestival Gent und gewann 2016 auf dem Serienfestival "Séries Mania" in Paris den Publikumspreis.


21:05 Zimmer 108 (55 Min.) (HDTV)
Folge 2 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Bauten: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs
Ton: Stijn Jacobs

Nachdem Katos Leiche, mit einer Augenbinde versehen, aus dem Baggersee gefischt wurde und Katos Eltern Kristel und Luc sie identifiziert haben, ermitteln die Bundespolizistinnen Marion Schneider und Dora Plettinckx jetzt in einem Mordfall. Um sich ein Bild von Katos häuslicher Situation zu machen, verhören sie die Angehörigen und Bekannten. Katos Mord ist Schneiders erster Fall. Sie spekuliert auf einen Mörder, der Kato eingehend studiert und vollständig gewaschen hat, ihr aber nicht in die Augen sehen konnte und ihr deswegen eine Augenbinde anlegte. Verdächtigt wird zunächst Katos Exfreund Leon, von dem sich Kato nur kurz vor ihrem Tod getrennt hatte. Während die Befragungen noch laufen, müssen sich Kristel, Luc, Marcus und Großmutter Renee um die anstehende Beerdigung kümmern. Luc ist verwirrt, da Kato ihm immer wieder erscheint. Da er nicht will, dass man ihn für wahnsinnig oder betrunken hält, versucht er, Kato einzuschließen und sie zu ignorieren. Glücklicherweise findet Kato heraus, dass ihre Freundin Ines sie ebenfalls sehen kann, und verbringt vorerst die Nächte auf deren Couch. Wie Kato bei der Autopsie ihres toten Körpers erfährt, wurden weitere Entdeckungen gemacht. Doch wie passen das Hotel Beau Séjour, der Baggersee, das Ecstasy in ihrem Blut und die fremde Wimper zu einer Vergewaltigung und dem Mord durch einen stumpfen Gegenstand? Außerdem findet sie heraus, dass Oberinspektor Alexander Vinken sie auch sehen kann. Doch wird er ihr bei der Aufklärung ihres Mordes behilflich sein können?

Hintergrundinfo:
In "Zimmer 108" verschieben sich die Grenzen der Realität: ARTE präsentiert die erste belgische Fantasy-Krimi-Serie, geschrieben von Bert van Dael (Malin-Sarah Gozins "Clan" 2012, "Rotkop" 2012), Sanne Nuyens ("De Vijfhoek" 2012, "Connie und Clyde", 2013) und Benjamin Sprengers ("Connie und Clyde", 2013). Bei der spannenden Milieustudie im ländlichen Belgien führten Nathalie Basteyns und Kaat Beels (beide "Clan" 2012) Regie. Die hochwertig produzierte Serie feierte ihre Premiere auf dem Filmfestival Gent und gewann 2016 auf dem Serienfestival "Séries Mania" in Paris den Publikumspreis.


22:00 Mädchen im Eis (85 Min.) (HDTV)
Fernsehfilm Deutschland, 2015
Produktion: X Filme Creative Pool, Studio FAF, BR, WDR, ARTE
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Winja – Lucie Heinze
Wsewolod Starych – Aleksei Guskov
Yegor – Yuri Kolokolnikov
Andrei – Anton Pampushnyy
Artur – Ievgen Bal
Swetlana, Andreis Frau – Maria Semenova
Anna, Langlauf-Trainerin – Elena Laskavaya
Kommissar Gromow – Anatolij Goryachev
Timur – Sacha Slobodyanik

Regie: Stefan Krohmer Produzent: Stefan Arndt, Aleksei Guskov, Andrea Schütte, Elena Duffort, Uwe Schott, Yakov Drabkin Drehbuch: Daniel Nocke Musik: Yuriy Gurzhy, Simon Wahorn Kamera: Benedict Neuenfels Kostüm: Silke Sommer Redaktion: Bettina Ricklefs, Amke Ferlemann, Barbara Buhl, Andreas Schreitmüller Schnitt: Stephan Krumbiegel Olaf Voigtländer Ausstattung: Silke Fischer Ton: Miroslav Babic

Im schneeverhangenen Norden Russlands quartiert sich die 20-jährige Winja in einem abgelegenen und in die Jahre gekommenen Wintersporthotel ein, um ihre große Liebe Andrei zu überraschen. Viel größer ist allerdings ihre eigene Überraschung, als sie ihn schließlich dort findet: mit Frau und Baby an der Seite. Das stellt sie vor völlig neue Herausforderungen. Der 70-jährige Wsewolod Starych, steinreicher Oligarch, selbst ernannter Umweltaktivist und ebenfalls Hotelgast, hat ganz andere Sorgen: Er will in den schneebedeckten Weiten einen apokalyptischen Kurzfilm drehen, der sich anhand russischer Lyrik mit der massiven Umweltzerstörung auseinandersetzt, doch dabei bekommt er es nicht nur mit Profis zu tun. Zudem hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Winja zu ihrem Glück zu verhelfen – und das auf seine eigene, nicht immer ganz legale Weise …

Hintergrundinfo:
Der schwarzhumorige Roadmovie-Thriller "Mädchen im Eis" ist eine Mission ohne Regeln, eine Amour fou am Limit, angesiedelt in der menschenvergessenen Weite des russischen Nordens. Stefan Krohmer inszenierte nach einem Drehbuch von Daniel Nocke. Liebevoll besetzt mit der sympathischen Neuentdeckung Lucie Heinze, bekannt aus "Das Hochzeitsvideo" (2012), sowie Aleksei Guskov und Yuri Kolokolnikov in den Hauptrollen. Benedict Neuenfels führte die Kamera in der eindrucksvollen Szenerie der entlegenen russischen Orte Kirowsk, Murmansk, Teriberka, Apatity und Kandalakscha sowie im Bremerhavener Zoo.


23:25 Alice und das Meer (95 Min.) (HDTV)
(Fidelio – L'odyssée d'Alice)
Spielfilm Frankreich, 2014
Wiederholung vom 20.02.
Produktion: Why Not Productions, Apsara Films, ARTE France Cinéma

Rollen und Darsteller:
Alice Lesage – Ariane Labed
Gaël Levasseur – Melvil Poupaud
Félix Bjørnsen – Anders Danielsen Lie
Antoine – Pascal Tagnati
Barbereau – Jean Louis Coulloc'h
Frédéric, genannt "Fred" – Nathanaël Maïni

Regie: Lucie Borleteau
Produzent: Pascal Caucheteux, Marine Arrighi de Casanova
Drehbuch: Lucie Borleteau, Clara Bourreau
Musik: Thomas de Pourquery
Kamera: Simon Beaufils
Schnitt: Guy Lecorne


01:00 Rebellion der Rechtlosen (175 Min.) (HDTV)
(Comrades)
Spielfilm Großbritannien, 1987
Wiederholung vom 08.02.
Produktion: Skreba Films

Zweikanal

Rollen und Darsteller:
George Loveless – Robin Soans
James Loveless – William Gaminara
Alter Stanfield – Stephen Bateman
Junger Stanfield – Philip Davis
James Hammett – Keith Allen
Mrs. Carlyle – Vanessa Redgrave
Frampton – Robert Stephens

Regie: Bill Douglas
Produzent: Simon Relph
Drehbuch: Bill Douglas
Musik: Hans Werner Henze, David Graham
Kamera: Gale Tattersall
Schnitt: Mick Audsley


03:55 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:40 Silex and the City (45 Min.) (HDTV)
Die Brigaden des Säbelzahntigers
Fernsehserie Frankreich, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Jean-Paul Guigue

Bei den Dotcoms herrscht mal wieder Uneinigkeit: Spam und Web schwärmen für "Die Suche nach der verlorenen Grotte", während sich Blog eher für Gaunergeschichten begeistert.

Hintergrundinfo:
"Silex and the City" nach den Comics des Zeichners Jul erzählt amüsante Abenteuer der Steinzeit-Familie Dotcom. Die Zeichentrickserie präsentiert Special Guests und Promi-Parodien, führt in exotische Gegenden und weit zurück in die Zeit. "Silex and the City" behandelt auch diesmal Themen rund um die Evolution der Menschheit. Kein Wunder, dass die dreiminütige Sendung bereits kurz nach Erscheinen des ersten Comic-Bands Kult geworden ist. Die Sendung ist auch auf Facebook aktiv. Schließen Sie Freundschaft mit Blog Dotcom! Außerdem gibt es alle Staffeln auch im Internet zu entdecken unter: http://creative.arte.tv/de/series/silex-and-city


04:43 Sendeschluss

 

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Freitag, 03. März 2017


05:25 Berlin Live (60 Min.) (HDTV)
Katie Melua
Musik Deutschland, 2016
Wiederholung vom 24.02.

Regie: Hannes Rossacher, Stefan Mathieu


06:25 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV)
Chinas wilde Berge
Dokumentationsreihe Deutschland, 2014
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Ruth Berry


07:10 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Urban Farming
Ein wichtiger Zukunftstrend?
Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug
Magazin Deutschland, 2016
Wiederholung vom 22.02.


07:40 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


07:45 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Demografie – Wie zuverlässig ist sie?
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015
Wiederholung vom 02.03.


08:15 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Die Orkneyinseln: Ein Zentrum der Jungsteinzeit
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 20.01.

Regie: Agnès Molia, Raphaël Licandro


08:45 Kreta – Berge im Meer (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2012
Wiederholung vom 10.02.

Regie: Till Lehmann


09:30 Die Spione von Mississippi (50 Min.) (HDTV)
Verrat in der Bürgerrechtsbewegung
Dokumentation USA, 2012

Regie: Dawn Porter

Der US-Bundesstaat Mississippi ist in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Synonym für Rassentrennung und Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung. Seit der Abschaffung der Sklaverei 1865 haben die Schwarzen nur auf dem Papier gleiche Rechte wie die Weißen. Als der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Rassentrennung in öffentlichen Schulen verbot, versuchte die Regierung des Staates Mississippi 1956 trotzdem mit allen Mitteln, an der Rassentrennung festzuhalten. Sie installierte die Mississippi State Sovereignty Commission – einen Apparat mit der Aufgabe, für den Erhalt der Rassentrennung zu kämpfen. Als erkennbar wurde, dass legale Mittel wie Propaganda und Lobbyarbeit dem Vormarsch der Bürgerrechtler keinen Einhalt boten, erschuf das Amt ein perfides Netzwerk aus Spionen und Informanten – einen Geheimdienst. Es begann eine geheime Jagd, bei der jeder, der auffällig wurde, in die Gefahr geriet, misshandelt, entführt oder ermordet zu werden. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Zielen und den Methoden der Mississippi State Sovereignty Commission. Diese schürte den Hass zwischen Schwarzen und Weißen, verwaltete und lenkte ein Netzwerk von Spitzeln; sie warb auch schwarze Spione an. Da sie geschickt Verbindungen zum Ku-Klux-Klan nutzte, schien sie zunächst gar nicht selbst verantwortlich für die Übergriffe, Razzien und Morde zu sein. Die kriminelle Rolle des Staates wurde erst 1964 mit der Ermordung dreier junger Bürgerrechtler offenbar, die sich zuletzt im Gewahrsam der Polizei befunden hatten. Wie tief der Staat Mississippi in die Rassenkonflikte verstrickt war, zeigt Filmemacherin Dawn Porter mit Hilfe von zum Teil zuvor noch nie veröffentlichten Dokumenten und spektakulärem Archivmaterial. Etliche Verbrechen konnten nur teilweise und verspätet gesühnt werden, weil Akten unter Verschluss blieben.

Hintergrundinfo:
Im Gespräch mit Journalisten, Historikern und Zeitzeugen rekonstruiert Dawn Porter ein umfassendes Bild des damaligen Geschehens. Interviewpartner berichten, welche Rolle sie spielten, sowohl in den Reihen der Bürgerrechtler als auch in der State Sovereignty Commission, und erzählen eine hoch emotionale Geschichte von Menschen, die an das Leben in einem freien Land geglaubt hatten und dafür sterben mussten.


10:20 Geliebte Feinde (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Deutschen und die Franzosen – Vorbild und Feindbild
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Dorothea Nölle

Nach etlichen Provokationen beider Seiten heißt es tatsächlich: "Krieg!" Es ist das Jahr 1870. Die Franzosen gehen geschlagen vom Feld – das von Bismarck durch Blut und Eisen geeinte Deutschland triumphiert. Es brummt dem Verlierer gewaltige Entschädigungszahlungen auf. Damit wird in Berlin fleißig gebaut, der Reichstag, der Berliner Dom, das Bode-Museum und weitere Bauwerke entstehen mit Finanzmitteln aus Paris. Aber auch in der neuen Provinz Elsass entsteht Neues, zum Beispiel die gesamte sogenannte Neustadt in Straßburg, mit Universität, Post und Kaiserpalast. De facto holt sich Paris das Geld für Berlin im Übrigen in Algerien, durch brutale Ausbeutung seiner jungen Kolonie. Aber das ist eine andere Geschichte. Um die Demütigung perfekt zu machen, lässt sich der preußische König Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum Kaiser krönen. Das Deutsche Kaiserreich ist geboren, die sogenannte Erbfeindschaft zwischen Frankreich und Deutschland besiegelt. Doch das Volk von Paris will sich nicht geschlagen geben, es baut Barrikaden und revoltiert. Es ist die berühmte Pariser Kommune, ein Vorbild für kommende Revolutionen auf der ganzen Welt. Und siehe da, gegen das revoltierende Volk kämpfen Preußen und französische Regierungstruppen gemeinsam. Mehr als 25.000 Menschen verlieren ihr Leben. Auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise wird die Erinnerung bis heute wachgehalten. Das Elsass und die Moselregion Lothringens werden zum großen Ärger Frankreichs deutsch. Diese "Germanisierung" hat bis heute Spuren hinterlassen. Das zeigen einschlägige Karikaturen und der Blick in Gassen und Kochtöpfe.

Hintergrundinfo:
Kaum eine Beziehungsgeschichte zwischen zwei Völkern ist so spannungsgeladen wie die von Franzosen und Deutschen. Allein in den letzten 200 Jahren führten beide Länder fünf Kriege gegeneinander. Lange wurde von unauflösbarer Erbfeindschaft, von unüberbrückbaren Unterschieden, ja, sogar von fremder Kultur gesprochen. Doch was steckt nun wirklich hinter dem schwierigen Verhältnis zwischen beiden Ländern? Sind wir tatsächlich so verschieden? Sind wir Feinde – oder Freunde? Was verbindet uns? Was trennt uns? Die zehnteilige Dokumentationsreihe blickt genauer auf die deutsch-französischen Beziehungen – nicht nur der letzten 50 Jahre, sondern von der Römerzeit bis heute. Immer entlang der historisch korrekten Begebenheiten erzählen die humorvoll gestalteten Filme unterhaltsam, kurzweilig und informativ. Die beiden ungewöhnlichen Kommentatorinnen Germania und Marianne – verkörpert von zwei bekannten Kabarettistinnen: Annette Frier auf deutscher und Antonia de Rendinger auf französischer Seite – liefern sich einen frechen Schlagabtausch und sprechen unverhohlen Widersprüche aus – politisch völlig unkorrekt, aber mit viel Witz und Ironie.


11:05 Geliebte Feinde (45 Min.) (HDTV, UT)
Die Deutschen und die Franzosen – Krieg und Frieden
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Werner Biermann

Der Erste Weltkrieg fordert über 10 Millionen Menschenleben. Der Versailler Vertrag soll Frankreich vor dem Feind absichern, schürt aber Revanchegedanken vieler Deutscher. Was für ein tolles Jahrhundert hätte es werden können, das zwanzigste! Wissenschaft und Technik versprechen eine wunderbare Zukunft. Die Wirtschaft boomt, allerdings werden jetzt auch die modernsten Waffen gebaut – in Frankreich genauso wie in Deutschland. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. strebt nach der Weltmacht, es riecht nach Krieg. Und so lässt trotz der Friedensbewegungen auf beiden Seiten der Krieg, der zum Ersten Weltkrieg wird, tatsächlich nicht lange auf sich warten. Über 10 Millionen Menschenleben kostet dieser Krieg. Gewinner sind allein die Waffenproduzenten. Frankreich wird zum Hauptkriegsschauplatz und ist anschließend mit Ruinen übersät. Am Ende des Krieges soll der Vertrag von Versailles Frankreich vor dem Feind absichern, doch es geschieht das Gegenteil. Die Vertragsbedingungen schüren das Revanchedenken vieler Deutscher. Und als die Reparationszahlungen der Deutschen ausbleiben, marschieren die Franzosen ins Ruhrgebiet ein. Es beginnt der Aufstieg von Adolf Hitler. Ein großer Teil des deutschen Volkes hilft ihm dabei. Trotzdem nährt ein deutsch-französisches Politikerpaar die Hoffnung auf Versöhnung: Gustav Stresemann und Aristide Briand. Für ihre Bemühungen erhalten sie den Friedensnobelpreis – doch sie scheitern, Deutschland ist zum Frieden mit Frankreich nicht bereit. Die Dokumentation verwebt historisches Archivmaterial mit kleinen Spielszenen. Die Stimmung in den Schützengräben von Verdun wird dadurch hautnah spürbar.
Versöhnlich ist, dass deutsche und französische Politiker den Tag des Kriegsendes heute gemeinsam in Paris feiern. Erst in der jüngeren Geschichte wurde über den Gräbern des Ersten Weltkriegs die deutsch-französische Freundschaft gefestigt.

Hintergrundinfo:
Lange Zeit galten die Beziehungen zwischen Franzosen und Deutschen als spannungsgeladen. Es hatte sich sogar der Begriff der Erbfeindschaft eingebürgert. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf beiden Seiten des Rheins nach Ausgleich und Verständigung gesucht. Heute wird von einer unverbrüchlichen deutsch-französischen Freundschaft gesprochen. Mit viel Humor und äußerst unterhaltsam erzählt die zehnteilige Dokumentationsreihe, wo die Geschichte von Deutschen und Franzosen ihren Anfang nahm und wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat.


11:50 Geliebte Feinde (40 Min.) (HDTV, UT)
Die Deutschen und die Franzosen – Welt in Flammen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Werner Biermann

Als im Februar 1933 der Reichstag in Flammen steht, setzt die erste Fluchtwelle aus Deutschland ein. Viele zieht es in das Land der Menschenrechte – nach Frankreich. Dort fühlen sie sich sicher. Kommunisten, Juden, Künstler. Der kleine Ort Sanary-sur-Mer in Südfrankreich wird zum Fluchtziel deutscher Schriftsteller. Doch dann überfällt Nazideutschland Polen und der Zweite Weltkrieg beginnt. Der ungezähmte Rassismus der Deutschen führt zu einem der schrecklichsten Verbrechen der Menschheit, der Schoah. In Les Milles, ganz in der Nähe von Aix-en-Provence, wird eine Ziegelei zum Internierungs - und Deportationslager umgerüstet. Die geflüchteten deutschen Intellektuellen werden dort interniert. Es herrschen Hunger, Kälte, Angst und Tod. Heute ist dieser Ort eine deutsch-französische Begegnungsstätte. Als Hitlerdeutschland Frankreich überfällt, bietet der ehemalige Held des Ersten Weltkriegs, Marschall Pétain, Hitler seine Zusammenarbeit an. Eine schwere Niederlage für Frankreich. Diese Kollaboration ist bis heute ein Trauma der Franzosen. Die deutschen Soldaten und Offiziere lassen es sich richtig gut gehen in Paris, der Stadt der Liebe. Sie quartieren sich in den schönsten Luxushotels ein, unter anderem im Ritz und im Lutétia. Sie bandeln mit den hübschen Französinnen an, so auch mit der legendären Coco Chanel. Die befreundeten Nazis helfen ihr, ihren Betrieb zu "arisieren". In Marseille dagegen versuchen viele Flüchtlinge, noch eine der begehrten Schiffspassagen nach Amerika zu ergattern. Nur schnell raus aus diesem Europa! So wird der Hafen von Marseille, heute Weltkulturerbe, zur allerletzten Überlebenschance. Und dank des Einsatzes der Alliierten und von General Charles de Gaulle sowie der tapferen Widerstandskämpfer der Résistance wird Paris im August 1944 befreit.

Hintergrundinfo:
Lange Zeit galten die Beziehungen zwischen Franzosen und Deutschen als spannungsgeladen. Es hatte sich sogar der Begriff der Erbfeindschaft eingebürgert. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf beiden Seiten des Rheins nach Ausgleich und Verständigung gesucht. Heute wird von einer unverbrüchlichen deutsch-französischen Freundschaft gesprochen. Mit viel Humor und äußerst unterhaltsam erzählt die zehnteilige Dokumentationsreihe, wo die Geschichte von Deutschen und Franzosen ihren Anfang nahm und wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat.


12:30 Geliebte Feinde (50 Min.) (HDTV, UT)
Die Deutschen und die Franzosen – Aufbruch nach Europa
Dokumentationsreihe Deutschland, 2012

Regie: Christel Fomm

Im Mai 1945 ist Nazideutschland endgültig besiegt, Frankreich wird nachträglich zur Siegermacht gekürt. In den französischen Besatzungszonen im Südwesten Deutschlands und in Berlin richten sich die Nachbarn ein. Und es beginnt die schwierige Annäherung der beiden ehemaligen Feinde. Eine große Rolle in diesem Prozess spielt der französische Außenminister Robert Schuman. Er entwickelt den Plan, die Rüstungsindustrien beider Länder gemeinsam zu kontrollieren. Auch der französische Präsident Charles de Gaulle und Deutschlands Bundeskanzler Konrad Adenauer gehen freundschaftlich aufeinander zu. Die beiden unterzeichnen den berühmten Elysée-Vertrag, einen Freundschaftsvertrag, dessen Abschluss sich 2013 zum 50. Mal jährte. Dieser Vertrag soll den Umgang beider Länder nach Jahrhunderten blutiger Auseinandersetzungen auf ein festes, friedliches Fundament stellen. Die große Zukunft heißt ab jetzt: Europa! Die Dokumentation zeigt die Entwicklung zwischen Frankreich und Deutschland von den unmittelbaren Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um die politische Entwicklung, sondern auch um die revoltierenden Studenten im Mai 1968 auf beiden Seiten des Rheins. Die Frage, wer die besseren Autos baut, wird ebenso diskutiert wie die Spekulation, was aus der Liebesgeschichte zwischen Romy Schneider und Alain Delon hätte werden können. Deutlich wird in jedem Fall, dass Franzosen und Deutsche kaum eine Wahl haben, ob sie sich mögen oder nicht. Ihre gemeinsame Aufgabe ist Europa, für dessen Entwicklung Frankreich und Deutschland den Motor bilden.

Hintergrundinfo:
Lange Zeit galten die Beziehungen zwischen Franzosen und Deutschen als spannungsgeladen. Es hatte sich sogar der Begriff der Erbfeindschaft eingebürgert. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf beiden Seiten des Rheins nach Ausgleich und Verständigung gesucht. Heute wird von einer unverbrüchlichen deutsch-französischen Freundschaft gesprochen. Mit viel Humor und äußerst unterhaltsam erzählt die zehnteilige Dokumentationsreihe, wo die Geschichte von Deutschen und Franzosen ihren Anfang nahm und wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat.


13:20 ARTE Journal (35 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


13:55 Der Retter (130 Min.) (HDTV)
(A l'origine)
Spielfilm Frankreich, 2009
Wiederholung vom 22.02.
Produktion: EuropaCorp, Rectangle Productions, Studio 37, France 3 Cinéma

Rollen und Darsteller:
Philippe Miller/Paul – François Cluzet
Stéphane – Emmanuelle Devos
Abel – Gérard Depardieu
Monika – Stéphanie Sokolinski
Nicolas – Vincent Rottiers
Louis – Brice Fournier

Regie: Xavier Giannoli
Produzent: Edouard Weil, Pierre-Ange Le Pogam
Drehbuch: Xavier Giannoli, Daniel Karlin, Marcia Romano
Musik: Cliff Martinez
Kamera: Glynn Speeckaert
Schnitt: Célia Lafitedupont


16:05 Abenteuer Archäologie (30 Min.) (HDTV)
Osterinsel: Der Glaube der Rapa Nui
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Wiederholung vom 25.01.

Regie: Agnès Molia, Thibaud Marchand


16:35 Magische Gärten (25 Min.) (HDTV)
Inverewe
Dokumentationsreihe Frankreich, 2015

Regie: Emmanuel Descombes

Ende des 19. Jahrhunderts beschloss der schottische Aristokrat Osgood Mackenzie, im Nordosten der Highlands, etwa auf dem Breitengrad Grönlands, eine Oase aus exotischen Pflanzen zu schaffen. So entstand auf diesem von Wind und Sturm gepeitschten Boden der Inverewe Garden. Die nordatlantische Meeresbucht Loch Ewe, in deren Mulde sich der Garten schmiegt, unterliegt dem Einfluss des Golfstroms. Dadurch können sich dort zahlreiche, aus fremden Regionen stammende Pflanzen, seien sie aus Chile, Nepal oder Südafrika, mühelos anpassen. Auf diesem Breitengrad sind die 25 Hektar Wald, Zier – und Gemüsegärten völlig ungewöhnlich. Der üppige Pflanzenwuchs dieses außerordentlichen Gartens bildet einen starken Kontrast zum rauen Klima der schottischen Highlands. Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Teyssier führt durch die schönsten Gärten Europas. Aus seinen Begegnungen mit Menschen, die sich leidenschaftlich der Gartenpflege widmen, ergibt sich ein Bild vom Wesen der Gartenkunst und wie es sich im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.


17:00 Die Siege Athens (55 Min.) (HDTV)
Salamis
Dokumentation Frankreich, 2012
Wiederholung vom 21.02.

Regie: Fabrice Hourlier


17:55 Xenius (30 Min.) (HDTV)
Atommüll
Moderation: Dörthe Eickelberg, Pierre Girard
Magazin Deutschland, 2015

Bei "Xenius" geht es diesmal um etwas, das uns alle überdauert: Atommüll. Deutschland ist zwar aus der Kernkraft ausgestiegen, aber die wichtigste Frage ist noch nicht geklärt: Wohin mit dem tödlichen Abfall? In Deutschland und Frankreich fallen jährlich Tausende Tonnen hoch radioaktives Material an, und das strahlt noch eine Million Jahre. Die "Xenius"-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard verschaffen sich im abgeschalteten Atomkraftwerk Greifswald einen Überblick. Wie funktioniert der Rückbau eines Atomkraftwerks vor Ort? Wohin mit den alten, immer noch hoch radioaktiven Brennstäben des Reaktors? Und wie müsste ein sicheres Endlager aussehen? Die Suche nach einem Endlager gestaltet sich schwierig. Niemand weiß, wie die Welt in so ferner Zukunft aussehen wird, wie sich klimatische und geologische Bedingungen verändern. "Xenius" zeigt, vor welchen immensen Herausforderungen die Wissenschaft steht und geht möglichen Konzepten nach. Kann man Atommüll ins All schießen oder ihn im Ozean versenken? Oder wäre es eine Alternative, hoch radioaktive Moleküle im Labor in schwach strahlende Elemente umzuwandeln? Und: Wie können wir nachfolgende Generationen vor den Gefahren des Atommülls warnen? "Xenius" macht sich auf die Suche nach Antworten.

Hintergrundinfo:
Die Sendung "Xenius" ist das werktägliche Wissensmagazin auf ARTE. 26 Minuten Sendezeit sind einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben und der großen Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Unorthodoxe Fragestellungen sind dabei ebenso zu erwarten wie spannende Begegnungen mit den führenden Köpfen der Wissenschaft. "Xenius" ist Roadmovie, Schatzsuche und Wissenssendung zugleich.


18:25 Seeadler – Der Vogel Phönix (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2014
Wiederholung vom 17.02.

Regie: Jan Haft


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


19:30 An den Ufern des Nil (45 Min.) (HDTV, UT)
Zwischen Wüste und Mittelmeer
Folge 3 von 3
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Michael Gregor

In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in einen bedrohten Paradiesgarten. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die "beste Baumwolle der Welt", wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die "bequemsten Sofas überhaupt" anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft.

Hintergrundinfo:
Kein Fluss ist so von Legenden umwoben, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt, wie der Nil. Die Reise durch Ägypten führt zur Wiege einer großen Zivilisation, deren Bauwerke bis heute in Staunen versetzen.


20:15 Die Schwalbe (105 Min.) (HDTV)
Fernsehfilm Schweiz, 2016
ARTE / SSR
Produktion: Frame Film, ARTE, SRF

Rollen und Darsteller:
Mira – Manon Pfrunder
Ramo – Ismail Zagros
Miras Mutter – Lilian Naef
Stefan – Christian Samuel Weber
Aram – Bangin Ali
Osman Hame Khan – Shikhmous Aro

Regie: Mano Khalil
Produzent: Mano Khalil
Drehbuch: Mano Khalil, Daniela Baumgärtl, Daniel Casparis, Martina Klein, Michael Sauter
Musik: Mario Batkovic
Kamera: Revan Radween
Kostüm: Hayley Gibson, Linda Harper
Redaktion: Urs Fitze, Sven Wälti, Eric Morfaux
Schnitt: Thomas Bachmann
Ausstattung: Manuel Speck
Ton: Jürg Lempen

Mira, eine junge Schweizerin mit kurdischen Wurzeln, führte bisher ein Leben voller Kompromisse und Illusionen. Zwar wuchs sie als Tochter einer Schweizerin in Bern auf, versuchte aber stets, dem überhöhten Bild ihres kurdischen Vaters nachzueifern. Von ihrer Mutter weiß sie, dass ihr Vater vor ihrer Geburt in seiner irakisch-kurdischen Heimat verschwunden ist, da er gegen die Schergen von Saddam Hussein kämpfte. Als Mira eines Tages zufällig Briefe und ein Medaillon ihres totgeglaubten Vaters auf dem Dachboden findet, konfrontiert sie erschüttert ihre Mutter und beschließt, auf eigene Faust ihren verschollenen Vater zu suchen. Voller Wut über die Lüge der Mutter und ohne ein Wort Kurdisch zu sprechen reist sie in die Fremde. Ihr einziger Anhaltspunkt sind die Absenderadressen auf den Briefen ihres Vaters, eine vage Sehnsucht ist ihr Antrieb. Im kurdischen Norden des Irak angekommen, trifft Mira auf Ramo, einen charmanten Kurden, der ihr seine Dienste als Chauffeur und Übersetzer anbietet. Doch Mira ahnt nicht, dass Ramo seine eigenen Gründe hat, aus denen er Miras Vater finden will. Folglich nimmt sie sein Angebot an und lässt sich von ihm auf ihrer Suche begleiten. Bald schon wird deutlich, dass nicht nur Mira auf der Suche nach ihrer Identität ist. Auch Ramo steht in einem Konflikt zwischen Tradition und persönlicher Freiheit.

Hintergrundinfo:
Der schweizerische Regisseur mit syrisch-kurdischen Wurzeln Mano Khalil verzeichnete erste Erfolge mit den Filmen "Unser Garten Eden" (2010) und "Der Imker" (2013). Sein dramatisches Roadmovie "Die Schwalbe" eröffnete die 51. Solothurner Filmtage 2016. Gedreht im irakischen Kurdistan, spielt es mitten in einem Brennpunkt politischer Aktualität. Manon Pfrunder (Mira) stand bereits auf der Bühne des Schauspielhauses Zürich und wirkte 2014 in Rahel Grunders "Vaterjagd" mit. Ismail Zagros (Ramo) spielte 2008 in Roland Suso Richters "Mogadischu" und ist regelmäßig im Theaterhaus Stuttgart zu sehen.


22:00 Searching for Sugar Man (80 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien / Schweden, 2012
ARTE F / WDR
Erstausstrahlung

Regie: Malik Bendjelloul

Der amerikanische Folkmusiker und Songwriter Rodriguez – mit bürgerlichem Namen Sixto Díaz Rodríguez – wurde 1942 in Detroit geboren. In den frühen 70er Jahren veröffentlichte er zwei Studioalben, die zunächst erfolglos waren, so dass sich Rodriguez aus dem Musikgeschäft zurückzog und sich und seine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielt. Ohne sein Wissen wurde er wenige Jahre später durch die massenhafte Verbreitung von Raubkopien seiner Alben in Südafrika zum Kultstar und erlangte dort insbesondere bei Jugendlichen aus der weißen Mittelschicht enorme Beliebtheit. Seine Texte wurden als Engagement für soziale Gerechtigkeit und sexuelle Freiheit interpretiert und trugen zur Entwicklung der weißen Anti-Apartheid-Bewegung bei. Allerdings hielt das südafrikanische Publikum Rodriguez aufgrund verschiedener Gerüchte für tot – bis sich in den späten 90er Jahren zwei Fans aus Kapstadt auf die Suche nach ihm machten. Der Plattenladenbesitzer Stephen 'Sugar' Segerman und der Musikjournalist Craig Bartholomew Strydom machten ihren Star schließlich über das Internet ausfindig. Er lebte in seiner Heimatstadt Detroit, wo er als Bauarbeiter tätig war. Im März 1998 trat der Musiker dann bei einer Reihe von Konzerten in Südafrika vor Tausenden Fans auf.


23:20 Baloise Session 2016 (75 Min.) (HDTV)
Norah Jones
Musik Deutschland, 2016
Erstausstrahlung

Regie: Roli Bärlocher

Norah Jones komponiert und spielt ihren ganz eigenen Mix aus Jazz, Soul, Country, Folk und Rock. Die Sängerin und Pianistin erreichte bereits im Jahr 2002 mit ihrem Debüt-Album "Come Away with Me" die Spitze der internationalen Charts. Bei Publikum, Kritik und auch Kollegen ist sie seither gleichermaßen beliebt, wie ihre kontinuierlichen Charterfolge und die wiederkehrende Zusammenarbeit mit anderen Künstlern zeigen. So ist es keine Überraschung, dass auch der aktuelle Longplayer "Day Breaks" ganz vorne mitmischt. Mit diesem Album kehrt sie zu ihren Wurzeln und dem Klavier zurück, und das beweist sie bei ihrem Konzert auf der Baloise Session 2016 eindrucksvoll. ARTE zeigt einen Konzertmitschnitt aus Basel vom 7. November 2016, bei dem Norah Jones eine wunderbare Mischung aus neuen Songs und Klassikern zum Besten gibt.


00:35 Tracks (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2017
Erstausstrahlung

Regie: Realisateurs Differents

Julia Ducournau: Grave"
Für "Grave", ihren ersten Spielfilm über eine kannibalistische Tiermedizinstudentin, erntete Julia Ducournau in Cannes tosenden Applaus. Die blutrünstige Regisseurin, die sich als Fan von David Cronenberg outete, verrät das Rezept des perfekten Thrillers.

(1): Julia Ducournau: Grave"
(2): Metal aus dem Regenwald


01:20 Tod den Hippies!! – Es lebe der Punk! (100 Min.) (HDTV, AD)
Spielfilm Deutschland, 2015
Wiederholung vom 22.02.
Produktion: X Filme Creative Pool, WDR, BR, ARTE

Rollen und Darsteller:
Robert Rother – Tom Schilling
Schwarz – Wilson Gonzalez Ochsenknecht
Sanja – Emilia Schüle
Gries – Frederick Lau
Gisela Ellers – Hannelore Hoger
Klaus Rother – Samuel Finzi

Regie: Oskar Roehler
Produzent: Stefan Arndt, Uwe Schott
Drehbuch: Oskar Roehler
Musik: Martin Todsharow
Kamera: Carl-Friedrich Koschnick
Schnitt: Peter R. Adam


03:00 Vergissmeinnicht (45 Min.) (HDTV)
Grisélidis Real, Hure
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 25.02.

Regie: Jacques Malaterre


03:45 28 Minuten (45 Min.)
Moderation: Élisabeth Quin
Magazin Frankreich, 2016
Erstausstrahlung


04:30 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2017
Erstausstrahlung


04:55 Silex and the City (3 Min.) (HDTV)
Im Rockingham Palace
Fernsehserie Frankreich, 2016
Wiederholung vom 16.02.

Regie: Jean-Paul Guigue


04:58 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 24. Februar 2017
 

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Quelle:
arte – Programminformationen
09. Woche – 25.02. bis 03.03.2017
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 17. Februar 2017

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