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TV - ARTE/1145: Woche vom 16.11. bis 22.11.2019


arte – 47. Programmwoche vom 16.11. bis 22.11.2019


Samstag, 16. November 2019


05:20 Best of ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 16/11 bis 23/11


05:45 Die Berliner Nouvelle Vague (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 16/11 bis 23/11

Regie: André Hörmann, Nadya Luer

Mitte der 90er Jahre macht eine Gruppe von jungen Filmemachern zum ersten Mal auf sich aufmerksam: Die Regisseure drehen ruhige, ernsthafte Filme, erzählen authentische Geschichten. Sie verbindet ein gemeinsames cineastisches Verständnis – Realität ist ein Schlüsselwort. Die Kinokunst, an der sich die Jungregisseure orientieren, stammt aus der französischen Nouvelle Vague, dem italienischen Neorealismus, sowie der Ära des New Hollywood. Kritiker geben der Filmbewegung bald den Namen "Berliner Schule", denn deren wichtigste Vertreter Christian Petzold, Thomas Arslan und Angela Schanelec haben fast zeitgleich an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) studiert. Auch in Frankreich wird das neue deutsche Autorenkino – dort bekannt unter dem Namen "Nouvelle Vague Allemande" – begeistert aufgenommen. Abgebildet wird die Gegenwart, im Zentrum der Filme steht häufig das Leben in der Provinz. Nach der Wende 1989 rückt das wiedervereinigte Deutschland in den Fokus des Schaffens der jungen Filmemacher. Charakteristisch ist die emotionale Distanz und der Minimalismus der Filme.
Erste Erfolge verzeichnet die Gruppe mit Christian Petzolds "Die innere Sicherheit" (2000) und Thomas Arslans "Geschwister – Kardesler" (1997). Mit Angela Schanelecs Film "Marseille" (2004) gelingt der Gruppe schließlich der Durchbruch. 2013 ehrt das Museum of Modern Arts in New York die Berliner Schule mit einer Retrospektive. Spätestens jetzt wird deutlich, dass sich die Berliner Nouvelle Vague einen Platz in der Filmgeschichte gesichert hat. Ihre Filme erreichen längst nicht mehr nur ein deutsches, sondern ein internationales Publikum.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation zeichnet die Entwicklung der Berliner Schule von ihrem Beginn Mitte der 90er Jahre bis zur Gegenwart nach. Zu Wort kommen die drei führenden Regisseure der Bewegung, Christian Petzold, Thomas Arslan und Angela Schanelec, sowie zahlreiche weitere Filmwissenschaftler, Kritiker und Regisseure. Des Weiteren wird der MoMa-Chefkurator Film Rajendra Roy interviewt.


06:40 David Bowie – Die ersten fünf Jahre (90 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Großbritannien, 2018
Wiederholung vom 11.10.

Regie: Francis Whately


08:10 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Senegal
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Fabrice Michelin


08:50 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Nepal – Im Reich der klingenden Schalen
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 10.11.

Regie: Cordula Stadter


09:35 360° Geo Reportage (60 Min.) (UT)
Finnland, die rasenden Schrottkisten
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Jean-Baptiste Mathieu


10:35 Zu Tisch (25 Min.) (HDTV, UT)
Karelien
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 03.11.

Regie: Hanna Leissner


11:00 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Schweden
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 04.11.

Regie: Johannes Backes


11:45 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Finnland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 05.11.

Regie: Johannes Backes


12:30 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
St. Petersburg
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 06.11.

Regie: Johannes Backes


13:15 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Estland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 07.11.

Regie: Johannes Backes


14:00 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Lettland/Litauen
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 08.11.

Regie: Johannes Backes


14:45 Wilde Miezen (55 Min.) (HDTV)
Katzen allein unterwegs
Dokumentation Deutschland, 2016
Wiederholung vom 26.10.

Regie: Martina Treusch


15:40 Der ewige Garten (55 Min.) (HDTV, UT)
Der Friedhof Père Lachaise in Paris
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 01.11.

Regie: Christophe d'Yvoire, Augustin Viatte


16:35 Stadt Land Kunst Spezial (40 Min.)
Sibirien
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 09/11 bis 15/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Schienen auf dem Baikalsee
Mehr als 5.000 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau, mitten in Sibirien, liegt der Baikalsee. Im Winter knirscht und knackt seine Eisoberfläche unter dem Einfluss tektonischer Verschiebungen. Das Gewässer liegt mitten auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn. Um Umwege zu vermeiden, wurde eine gigantische Baustelle organisiert …

(1): Mit Michael Strogoff durch Sibirien
(2): Auf der Jagd nach Sibiriens weichem Gold
(3): Schienen auf dem Baikalsee


17:15 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Erstausstrahlung


18:10 Mit offenen Karten (15 Min.)
Handel – Die Eroberung der Meere
Magazin Frankreich, 2018
Erstausstrahlung

Moderation: Emilie Aubry

Mit der weltweiten Ausweitung des Handels begann der Mensch, die Ozeane zu erobern: Seewege wurden verlegt und vergrößert, um dem Bedarf von Erzeugern und Verbrauchern nachzukommen, Kanäle gebaut (etwa der Suezkanal im Nahen Osten und der Panamakanal in Mittelamerika) und Meerengen erschlossen. Die Eroberung der Seewege verrät einiges über die Geschichte der Menschheit, den Handel zwischen Völkern und das Streben nach Macht. Heute zeigt China, dass es die Bedeutung der maritimen Routen erkannt hat: Im Rahmen des Infrastrukturprojekts "Neue Seidenstraße" investiert das Land unter anderem in den Panamakanal, den Kra-Isthmus in Thailand oder große Häfen wie Genua und Athen.

Hintergrundinfo:
Jede Woche untersucht "Mit offenen Karten" die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.


18:25 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Harris Tweed – Rückkehr einer Legende
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 09/11 bis 16/12

Regie: Therese Engels

Die Weberin Rebecca Hutton, die auf den Hebriden vor Schottlands Küste lebt, arbeitet mit Harris Tweed. Sie ist auf der Suche nach einem neuen Muster. Die 35-Jährige will etwas Neues versuchen, abseits der gängigen Muster, die ihre Landsleute auf den heimischen Webstühlen für die großen Spinnereien der Insel herstellen. Ende des 19. Jahrhunderts wandelte sich der raue Wollstoff, der Landwirte und Fischer vor Nässe und Kälte schützte, zum noblen Tuch der britischen Aristokratie. Bis in die 1960er Jahre herrschte Hochkonjunktur. Danach geriet der Stoff in Vergessenheit. 2006 war beinahe Schluss. Harris Tweed konnte mit Billigtextilien aus Fernost nicht mehr mithalten. Viele Bewohner mussten die Inseln verlassen, um anderswo Arbeit zu finden. Heute steht langlebige und nachhaltige Ware wieder hoch im Kurs. Clò-Mòr, das große Tuch, wie Harris Tweed auf Gälisch heißt, ist gefragt. Rebecca Hutton ist deshalb auf ihre Heimatinsel zurückgekehrt. Wie alle Weber arbeitet sie zuhause. So ist es vorgeschrieben. Der Name Harris Tweed ist seit 1993 per Gesetz geschützt. Der Stoff muss aus reiner Schurwolle sein, das Garn darf nur auf den Äußeren Hebriden gesponnen und gefärbt werden. Größter Kunde ist Großbritannien für klassische Sakkos und Interieur Design. Aber auch Japan, mit einer Vorliebe für Accessoires in grellen karierten Stoffen, hat einen Anteil am Aufschwung von Harris Tweed. Um das Interesse an ihrem Stoff aufrecht zu erhalten, müssen die Weber immer wieder neue Märkte erschließen. Unter anderem mit neuen Mustern. Rebecca Hutton hat gefunden, was sie sucht. Nun muss sie es nur noch schaffen, das komplizierte alte Muster neu zu weben.

Hintergrundinfo:
"360°Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 16/11 bis 17/11


19:30 Menschenskinder! (45 Min.)
Mit Kindern auf Augenhöhe
Schwerpunkt
Mehr Informationen auf: arte.tv/kindheit

Zum 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention betrachtet ARTE die Welt aus Kinderaugen. Denn überall auf der Welt wachsen Kinder auf ganz unterschiedliche Art und Weise auf. Wie leben Kinder in Mossul, im belgischen Kohlebecken, in Los Angeles oder in Berlin? Und wie sehen die Kinder von heute die Welt von morgen? Von Samstag, dem 16. November bis Freitag, dem 22. November 2019 erzählt ARTE mit preisgekrönten Dokumentationen, Spielfilmen und Reportagen das Schicksal von Kindern, deren Aufwachsen von Angst, Gewalt und Hass bestimmt wird. Der Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats", der erst kürzlich beim Deutschen Filmpreis als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, fragt nach der Zukunft syrischer Kinder und Jugendlicher, deren Leben vom Bürgerkrieg gezeichnet wird. Der Dokumentarfilm "Oleg, eine Kindheit im Krieg" begleitet über ein Jahr den ukrainischen Jungen Oleg, der in einem Kriegsgebiet im östlichen Teil der Ukraine aufwächst. Wie schwer es sein kann, Werte loszulassen, die einem in der Kindheit indoktriniert wurden, verdeutlicht der Dokumentarfilm "Kleine Germanen – Eine Kindheit in der rechten Szene". Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, in der die nationale Identität über allem steht und man dazu erzogen wird, das Fremde zu hassen? Der auf dem gleichnamigen Roman von François Boyer basierende Spielfilm "Verbotene Spiele" von René Clément aus dem Jahr 1952 erzählt die Geschichte von zwei Kindern im Zweiten Weltkrieg, die mehrere Schicksalsschläge wie den Tod der eigenen Eltern verarbeiten müssen. Wie der junge Jamal aus den Slums von Mumbai seiner großen Liebe wegen in Indiens TV-Show "Wer wird Millionär?" gelangt, erzählt Danny Boyles oscarprämierter Spielfilm "Slumdog Millionär". ARTE zeigt zudem die Stummfilm-Tragikomödie "The Kid" von und mit Charlie Chaplin. ARTE Reportage, ARTE Journal Junior und ARTE Junior begleiten den Schwerpunkt mit spannenden Beiträgen auf Augenhöhe der jungen Generation.


Menschenskinder!
19:30 Barfuß ohne Sattel (45 Min.) (HDTV, UT)
Die kleinen Reiter von Sumbawa
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 15/11 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Michael Niermann

Sumbawa ist eine der ärmsten Regionen Indonesiens. Für manche Familien scheint es die einzige Option zu sein, ihre Kinder als Jockey "arbeiten" zu lassen. Denn dort verdienen sie gut. Aber die Rennen sind durchaus gefährlich …
Die Haut an den Knochen der kleinen Hand ist weiß, weil die kurzen Finger sich in die Mähne des Pferdes krallen. Die Augen des Jungen sind zugekniffen, seine dünnen Beine klammern sich um den Bauch des Pferdes. Dann gibt es einen Knall. Das Pferd und sein kleiner Reiter preschen los. Peitschen knallen. Die Männer an den Boxen schreien, gestikulieren. Auf den Tribünen johlen die Zuschauer. Insgesamt fünf Pferde und ihre jungen Jockeys galoppieren auf die Rennbahn. Der Name des Jungen ist Firman. Er ist fünf Jahre alt.
Der Mut der kleinen Reiter ist beeindruckend. Die Kinderjockeys von der indonesischen Insel Sumbawa sind tapfere kleine Kämpfer und sie tragen eine große Verantwortung. Sie galoppieren mit 70 Stundenkilometern über die Rennbahnen. Währenddessen verdienen sie Geld, um ihre Familien zu ernähren. Pferderennen sind hier ein großes Geschäft, bei welchem die kleinen Reiter am wenigsten profitieren. Dennoch verdienen gute Jockeys an einem Rennwochenende so viel wie ihre Eltern in mehreren Monaten. Der Preis, den sie dafür zahlen, ist hoch. Sie reiten an mehr als hundert Tagen im Jahr, verpassen die Schule und setzen damit ihre Zukunft aufs Spiel – und ihre Gesundheit, denn die Rennen sind gefährlich. Immer wieder passieren Unfälle, trotzdem setzt sich die Tradition fort. Der Weg der kleinen Reiter und auch der ihrer zukünftigen Kinder scheint vorbestimmt. Doch lässt sich dieser Kreislauf nicht durchbrechen?


20:15 Friedrich II. – Der Staufer (55 Min.) (HDTV, UT)
Der ewige Kampf mit dem Papst
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 15/11 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Markus Augé

Kaum ein anderer Herrscher prägte das hohe Mittelalter so wie Friedrich II. von Hohenstaufen. Er war eine absolute Ausnahmegestalt auf dem römisch-deutschen Kaiserthron: Aufgewachsen im Vielvölkerstaat Sizilien, war seine Herrschaft von byzantinischen und normannischen Traditionen geprägt, die auch Juden und Muslimen ihre Freiräume ließ. Friedrich war ein Förderer der Wissenschaft, ein Reformer, vielleicht sogar der erste moderne Herrscher. Alle Königshäuser in Europa sollen staunend zu ihm aufgeblickt haben. Friedrich II. selbst sah sich als Nachfolger der römischen Cäsaren und als Kaiser von Gottes Gnaden – eine Vorstellung, die mit den Ansprüchen der machtbewussten Päpste dieser Epoche kollidieren musste. Mit insgesamt fünf aufeinander folgenden Päpsten befand sich Friedrich II. in erbitterten Auseinandersetzungen. So ist es nicht erstaunlich, dass er mehrfach exkommuniziert wurde und die kirchliche Propaganda Friedrich nach seinem Tod als Häretiker und Antichrist brandmarkte. Friedrichs Antwort war oft das Schwert.
Der aufgeschlossene, kunstsinnige und literarisch tätige Kaiser war auch ein brutaler Machtmensch, der seine Vorherrschaft mit äußerster Härte und Gewalt durchsetzte. Sogar gegen den eigenen Sohn Heinrich, den er verhaften und im Kerker verrotten ließ. Seine kaiserliche Ehre ging ihm einfach über alles. Friedrich II. von Hohenstaufen war ein Kaiser voller Widersprüche und ein Mann, der auch 800 Jahre nach seinem Tod nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.


21:10 Tödliches Spiel um die Macht (50 Min.) (HDTV, UT)
Edward II. von England
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 15/11 bis 14/02
Erstausstrahlung

Regie: Hartmut Kasper

König Edward II. regierte England an der Wende zum 14. Jahrhundert. Der Sohn eines tatkräftigen Vaters war jedoch alles andere als ein erfolgreicher König. Er wurde abgesetzt und starb überraschend schon kurz darauf. Bereits seine Zeitgenossen waren sich darüber einig, dass Edward II. kein guter König ist – im mittelalterlichen Sinne. Allerdings machten die Zeiten, in denen er auf dem Thron saß, das Regieren auch schwer: Von seinem Vater, dem "Hammer der Schotten", erbte er einen immer wieder aufflammenden Konflikt. Mit dem Adel kämpfte er um die Macht in seinem Reich. Ausgelöst von katastrophalen Regenfällen und kalten Wintern, kam eine Hungersnot übers Land, die in dieser Epoche eines Königtums von Gottes Gnaden auch dem König angelastet werden konnte. Gesetzgeberische Maßnahmen, die Not zu lindern, verschärften sie obendrein. Edward II. verstand es aber auch, sich bei seinesgleichen unbeliebt zu machen. Seine Vorliebe für nicht seinem Stand entsprechende Hobbys wie Schwimmen, Rudern oder Dachdecken machten ihn dem hohen Adel suspekt.
In einer höfischen Welt der Eifersüchteleien wirkte seine enge Beziehung zu männlichen Favoriten, die ihn berieten und somit Macht ausübten, wenig professionell. Man warf ihm vor, homosexuell zu sein. Seine Frau, Isabella von Frankreich, beleidigte er schon auf der Hochzeitsfeier – in dieser ehrsüchtigen Zeit ein tödlicher Fehler. Schließlich rüstete Isabella mit fremdem Geld und der Unterstützung ihres Liebhabers ein Invasionsheer aus, das Edwards Herrschaft ein Ende setzte. Seinem Rang entsprechend setzte man ihn in Berkeley Castle fest.


22:00 Rasputin – Mord am Zarenhof (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2016

Regie: Eva Gerberding

In einer Dezembernacht 1916 fallen im Jussupow-Palast in St. Petersburg drei Schüsse. Sie töten eine schillernde, mächtige und bis heute umstrittene Figur des Zarenreichs: Grigorij Rasputin. Während einige ihn wie einen Heiligen verehren, halten andere ihn für einen durchtriebenen Wüstling. Dieser Widerspruch beschäftigt die Forschung seit der Mordnacht vor hundert Jahren. Grigorij Rasputin ist ein sibirischer Bauernsohn, der es dank Charisma und Heilkunst bis an den Zarenhof bringt. Nur ihm gelingt es, die Blutungen des Kronprinzen Alexej zu stillen, der an der Bluterkrankheit leidet. So stößt er vor bis in die innersten Zirkel der Macht, wird zum Vertrauten der Zarin und zu einem Mann, der selbst dem Zaren ungefragt Ratschläge erteilt. Er warnt vor dem Ausbruch des Großen Krieges, dessen Ausgang auch das Ende der Zarenherrschaft bedeute. Eine solche Karriere bleibt nicht ohne Feinde: Sie dichten ihm Völlerei, sexuelle Ausschweifungen und sogar ein Verhältnis mit der Zarin an. Doch allen Anfeindungen zum Trotz wird der Mann in der schwarzen Kutte mit den ungekämmten Haaren und dem ungepflegten Bart zum Kultobjekt exaltierter Damen von Welt. Seine Leibwäsche ist heiß begehrt und wird zum hübschen Nebenerwerb für sein Dienstmädchen. Ob nur Freund oder gar Geliebter – fest steht, dass die Zarenfamilie und den mystischen Wandermönch eine außergewöhnliche Nähe verband. Grigorij Rasputins Leben war geprägt von Liebe und Leid, Ausschweifung und Anmaßung – ein Mythos, der seit seiner Ermordung durch ein Mitglied der Zarenfamilie immer wieder Interesse erregt. Jüngste Forschungen rücken sein Leben und seinen Tod in ein neues Licht.


22:55 Depression – Neue Hoffnung? (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2016
Online verfügbar von 09/11 bis 14/02

Regie: Dorothee Kaden, Carsten Schollmann

Weltweit verfolgen Forscher eine neue Spur, um das dunkle Geheimnis der Depression zu lüften. Ihre Vermutung: Das Immunsystem ist der Schlüssel, um die Krankheit zu verstehen - und wirkungsvoll zu bekämpfen. Könnte es sein, dass Stress oder falsche Ernährung Infektionen auslösen, die bei der Entstehung einer Depression eine entscheidende Rolle spielen? Viele Wissenschaftler antworten auf diese Frage mittlerweile mit einem klaren Ja. Zumindest bei einem Teil der Depressiven, die bisher als hoffnungslose Fälle galten, bei denen klassische Antidepressiva nicht wirkten. Letztlich geht es um Millionen Patienten, die dringend auf neue Therapiemöglichkeiten hoffen. Denn ihr Leidensdruck ist extrem groß: Sie leben in einer Welt der Düsternis, aus der es für sie kein Entkommen zu geben scheint. Und die gängigen Antidepressiva wirken bei einem beträchtlichen Teil der Patienten nicht. Könnte es tatsächlich möglich sein, dass solche Patienten künftig mit entzündungshemmenden Medikamenten erfolgreich behandelt werden können? Ein vom renommierten Wellcome Trust gefördertes Konsortium aus Universitäten und Pharmafirmen geht dieser Frage nach und sucht in einer mehrjährigen Studie nach neuen Wirkstoffen. Und welche Rolle spielt Stress bei der Entstehung von Depression? George Slavich von der University of California vermutet, dass die Wirkung von sozialem Stress auf das Immunsystem der Schlüssel sei, um die Depression zu verstehen. Der Film dokumentiert, wie die Forscher mit modernen bildgebenden Verfahren, Immun- und Genanalyse die Prozesse an der Schnittstelle zwischen Körper und Gehirn, zwischen Physis und Psyche untersuchen.

Hintergrundinfo:
Diese Dokumentation ist Teil eines crossmedialen Projekts zum Thema Hoffnung bei Depression im TV, einer zehnteiligen Webvideoreihe auf arte.tv und auf ARTE Facebook facebook.com/artetv. Exklusiv online erfahren die Nutzer, wie Diagnose- und Therapieangebote aus dem Netz in der wissenschaftlichen Bewertung abschneiden.


23:50 Streetphilosophy (30 Min.) (HDTV, s/w)
Lebe, um zu arbeiten!
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 02/11 bis 15/11
Erstausstrahlung

Moderation: Ronja von Rönne

Beim Circus Festival auf dem Tempelhofer Feld trifft Ronja die finnischen Artistinnen der Kompanie Sisus, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben und zwischen Arbeit und Freizeit keine Unterscheidung machen. Auch für Taxifahrer Matthias, den Ronja in seiner Garage trifft, wäre ein Bürojob der Albtraum. Auf der Suche nach dem richtigen Beruf hat er schon alles Mögliche ausprobiert: Jura, Schiffsbau oder Stuntman. Dabei hat er nichts gefunden, was ihn wirklich erfüllt. Den Philosophen Johannes Winter überrascht das nicht, denn in einer Welt, in der immer mehr Jobs von Maschinen erledigt werden, können nicht alle eine sinnvolle Arbeit finden. Nach der politischen Theoretikerin Hannah Arendt gibt es neben dem Arbeiten aber auch das Herstellen, erklärt er. So stellt zum Beispiel ein Tischler etwas her, das einen bleibenden Wert hat. Genau das findet auch Hafenmeister Rolf Kühnert erstrebenswert: Er hat als Ingenieur in der DDR ein eigenes Haus gebaut. Heute fährt der Rentner gerne mit seinem Boot auf die Elbe raus. Wie war es damals für ihn, in einer Mangelwirtschaft zu arbeiten? Auf dem Papier wurde in der DDR ja eine Utopie gelebt: Vollbeschäftigung und kaum Gehaltsunterschiede. Wer ein bisschen mehr verdiente als alle anderen, schaute aber genauso in leere Schaufenster. Die Arbeitswelt, in der Anwalt Philip Radlanski unterwegs ist, sieht ganz anders aus: flexibler, globaler, extremer. Er hat bis vor Kurzem im New Yorker Büro einer US-Großkanzlei gearbeitet und den dort herrschenden Druck hautnah miterlebt. Was macht es mit einem, wenn man einen 24/7-Job hat?


00:20 Square für Künstler (25 Min.) (HDTV, UT)
Carte Blanche für Sara Giraudeau – "Meine Helden"
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 09/11 bis 16/12

Regie: Sara Giraudeau

"Ich bin seit rund acht Jahren Patin des Krankenhausclown-Vereins 'Le Rire Médecin'. Ich wollte schon immer einen Film über die Tätigkeit dieser professionellen Spaßmacher in ernsten Situationen drehen – und über die positive Wirkung, die sie auf die jungen Patienten haben.
Die Sprache der Clowns hat es mir ebenso angetan, wie mich schwere Krankheit und Schmerz bei Kindern erschüttern. Hier prallen zwei Welten aufeinander, die völlig unterschiedlich und gleichzeitig komplementär sind. Dieser Kontrast hatte für mich etwas Schönes und Inspirierendes."

Hintergrundinfo:
"Square" ist das bimediale Magazin auf ARTE. Die Sendung stellt die philosophischen, literarischen, künstlerischen und technischen Innovationen unserer heutigen Gesellschaften in den Mittelpunkt. Es geht um neue Ideen in allen Bereichen – nicht nur in Deutschland und Frankreich, sondern weltweit. "Square" befasst sich vor allem mit dem Blick der Kreativen und Künstler auf eine Welt, die sich rasant bewegt.


Menschenskinder!
00:45 Kurzschluss – Das Magazin (55 Min.)
Schwerpunkt Kindheit
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 16/11 bis 14/05
Erstausstrahlung

Wilde Fee Kurzfilm von Fabien Ara, Frankreich 2019, Erstausstrahlung Simon, acht Jahre alt, teilt seiner Mutter mit, dass er ein Mädchen sein möchte. Und als Fee verkleidet in die Schule gehen will. Simons Mutter ist ratlos und bespricht sich mit ihren Nachbarinnen, die allesamt gute Ratschläge für sie haben. Aber je mehr Meinungen sie hört, desto schwieriger erscheint ihr die Angelegenheit. Was tun?

Hintergrundinfo:
"Kurzschluss – Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt – und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.


Menschenskinder!
01:40 Betragen ungenügend (50 Min.) (s/w, UT)
Zéro de conduite
Kurzfilm Frankreich, 1933
Produktion: Gaumont

Rollen und Darsteller:
Erzieher Huguet – Jean Dasté
Erzieher Pète-Sec – Robert le Flon
Erzieher Bec-de-Gaz – Du Verron
Chemielehrer – Léon Larive
Schulleiter – Delphin
Caussat – Louis Lefebvre
Colin – Gilbert Pruchon
Bruel – Coco Golstein

Regie: Jean Vigo
Produzent: Jacques-Louis Nounez
Drehbuch: Jean Vigo
Musik: Maurice Jaubert
Kamera: Boris Kaufman
Schnitt: Jean Vigo

Schulbeginn in einem Internat auf dem Land. Die Schüler kehren aus den Ferien zurück und mit ihnen die Kissenschlachten, die Strafarbeiten, die Pausen auf dem Schulhof, der langweilige Unterricht und der nicht enden wollende Streit mit der Schulleitung. Eines Abends haben die Pennäler die Nase voll: Sie beschließen, sich von jeglicher Bevormundung zu befreien, und treten eine Revolte los …

Hintergrundinfo:
Mit diesem stark autobiografisch geprägten Werk ist dem französischen Regisseur Jean Vigo ein Meisterwerk des surrealistischen Films und ein leidenschaftlicher Tribut an die Jugend gelungen. Sein insgesamt dritter Film, nach "A propos de Nice" (1930) und "Taris, roi de l'eau" (1931), gilt nach wie vor als Wegbereiter für die Werke zahlreicher Filmemacher - etwa Buñuel, Cocteau oder die Nouvelle Vague.


02:30 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 16.11.


02:50 Ich lade Sie zu meiner Hinrichtung ein (60 Min.) (HDTV)
Der Fall Doktor Schiwago
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 06.11.

Regie: Nino Kirtadze


03:50 28 Minuten (46 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 16/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:36 Sendeschluss

*

Sonntag, 17. November 2019


05:00 Kathedralen der Kultur (25 Min.) (HDTV)
Die Berliner Philharmonie
Dokumentationsreihe Deutschland / Frankreich / Spanien, 2013
Online verfügbar von 17/11 bis 24/11

Regie: Wim Wenders

Anfang der 60er Jahre standen sich am Potsdamer Platz zwei Bauwerke als konkurrierende Visionen für die Zukunft gegenüber: die Berliner Philharmonie, ein Zeichen der Offenheit und des Aufbruchs, und die Berliner Mauer, ein Symbol der Angst und Unterdrückung. Ein halbes Jahrhundert später steht im Herzen von Berlins kulturellem Zentrum, in der einst vom Krieg verwüsteten Stadtlandschaft, nur noch Hans Scharouns legendäre Philharmonie, eine atemberaubende Ikone der Moderne.In Wim Wenders' "Die Berliner Philharmonie" erlebt der Zuschauer das Gebäude durch die Augen etlicher Besucher und Mitarbeiter, die alle auf ihre Art tief mit ihm verbunden sind. ARTE lauscht den Orchesterproben im Konzertsaal, wo Scharoun die Bühne radikal neu erfand, indem er es wagte, sie mitten im Publikum zu platzieren. Die Dokumentation erlaubt Blicke und Einblicke in das Innenleben des legendären Hauses. Debussys "Jeux" bildet den Soundtrack für die bis heute wegweisende Architektur der Philharmonie.

Hintergrundinfo:
In der Reihe "Kathedralen der Kultur" gehen so renommierte internationale Regisseure wie Wim Wenders, Robert Redford, Michael Glawogger, Karim Aïnouz, Margreth Olin und Michael Madsen der Frage nach – "Wenn Gebäude sprechen könnten – was würden sie uns erzählen?" Jede der sechs Dokumentationen porträtiert herausragende Gebäude und lässt sie für sich selbst sprechen – die Dokumentationsreihe führt durch ihre Räume und in ihre Umgebung. Die herausragenden Bauten werden in ihren geografischen, historischen und kulturellen Kontext gestellt und machen sich aus der Perspektive ihrer Besucher und Erbauer – selbst erlebbar.


05:25 Kathedralen der Kultur (30 Min.) (HDTV)
Die Russische Nationalbibliothek (St. Petersburg)
Dokumentationsreihe Deutschland / Großbritannien, 2013
Online verfügbar von 17/11 bis 24/11

Regie: Michael Glawogger

In dieser Folge stellt Michael Glawogger die Russische Nationalbibliothek vor. Seit ihrer Einweihung im Jahr 1814 hat die von Yegor Sokolov entworfene Russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg die turbulente Geschichte des Landes miterlebt. Ihre Mauern behüten ein Reich der Gedanken, das mit großer Sorgfalt und Passion von den Bibliothekarinnen gepflegt wird. Das Echo ihrer Schritte in den labyrinthartigen Gängen unterstreicht die Stille in den meist leeren Lesesälen. In Michael Glawoggers "Die Russische Nationalbibliothek" kommt die ehrwürdige Bibliothek durch Auszüge aus einigen ihrer größten Schätze zu Wort.
Jenseits ihrer Mauern allerdings pulsiert eine Welt, die mehr und mehr auf die virtuelle Speicherung von Daten und Information vertraut und in der Bibliotheken und Buchläden langsam an Bedeutung verlieren. Die Dokumentation setzt der vergänglichen Schönheit der Bücher und ihrer Schutzräume ein Denkmal.

Hintergrundinfo:
"Kathedralen der Kultur" lässt sechs herausragende und höchst unterschiedliche Bauwerke - wie eine Oper, ein Gefängnis, eine Bibliothek, eine Philharmonie, ein Museum und ein Forschungsinstitut – selbst die Stimme ergreifen. Die Gebäude spiegeln unsere Kultur wider. Aufgeladen mit den Gedanken und Gefühlen der Personen, die sie erbauten und die sie benutzen, sind diese Gebäude voller Zeugnisse der Vergangenheit, der Gegenwart und sogar der Zukunft. Sie besitzen ein Gedächtnis und schaffen ein echtes Abbild unserer Gesellschaft.


05:55 Kathedralen der Kultur (25 Min.) (HDTV)
Das Opernhaus Oslo
Dokumentationsreihe Deutschland / Schweiz, 2013
Online verfügbar von 17/11 bis 24/11

Regie: Margreth Olin

2008 etablierte sich ein elegantes neues Bauwerk in dem von Problemen belasteten Hafen im Zentrum von Oslo. Das vom Architekturbüro Snøhetta gestaltete Opernhaus erwächst aus dem Fjord und beherbergt die Norwegische Oper und das Ballett. Sein scheinbar endloses, schneeweißes Marmordach und das elegante Interieur ziehen gleichermaßen Besucher an. Die Architektur lässt hier die üblicherweise strikte Trennung zwischen innen und außen verschwimmen – und bietet so eine einzigartige Mischung aus Hochkultur und Naherholung. Margareth Olins Film "Das Opernhaus Oslo" dokumentiert die zahllosen Menschen, die das schneeweiße Dach täglich überqueren, und Hunderte von Mitarbeitern und Performern des Hauses, die das Leben "dort oben" auf die Bühne übertragen. Er zeigt, wie sehr dieses Gebäude eine Symbiose von Kunst und Leben darstellt.

Hintergrundinfo:
In der Reihe "Kathedralen der Kultur" gehen so renommierte internationale Regisseure wie Wim Wenders, Robert Redford, Michael Glawogger, Karim Aïnouz, Margreth Olin und Michael Madsen der Frage nach: "Wenn Gebäude sprechen könnten – was würden sie uns erzählen?" Jede der sechs Dokumentationen porträtiert herausragende Gebäude und lässt sie für sich selbst sprechen – die Dokumentationsreihe führt durch ihre Räume und in ihre Umgebung. Die herausragenden Bauten werden in ihren geografischen, historischen und kulturellen Kontext gestellt und machen sich aus der Perspektive ihrer Besucher und Erbauer selbst erlebbar.


06:20 Leonardo da Vinci (55 Min.) (HDTV)
Die Welt malen
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 03.11.

Regie: Sandra Paugam


07:15 Karambolage (15 Min.) (HDTV, UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 10.11.

Regie: Claire Doutriaux


07:30 Ein Mann, ein Hund, ein Pickup (30 Min.) (HDTV, UT)
San Francisco, CA
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 29.10.

Regie: Hannes Rossacher, Catharina Kleber

Menschenskinder!
Erstausstrahlung


08:00 Yuki nimmt Abschied (20 Min.) (HDTV)
Kindersendung Niederlande, 2015
Online verfügbar von 10/11 bis 17/12
Erstausstrahlung

Regie: Meikeminne Clinckspoor

"Es wird Zeit, loszulassen." Mit diesen Worten beginnt für die siebenjährige Yuki ein abenteuerlicher Traum. Seit dem Tod ihrer großen Schwester Iwa (11) hat sich Yuki zunehmend zurückgezogen. Ihre Eltern bemühen sich, ihr über den schweren Verlust hinweg zu helfen – jedoch vergeblich: Yuki will Iwas Tod nicht akzeptieren und flüchtet sich in einen Zustand der Apathie und Verleugnung. Bis sie Iwa in einem Traum begegnet. Gemeinsam erleben die Schwestern fantastische Abenteuer und fliehen vor gespenstischen Samurais. Yuki muss dabei lernen, ihre Ängste zu überwinden – und wird mit ihrer größten Furcht konfrontiert: einem Leben ohne ihre Schwester. An Iwas Seite gelingt es Yuki, Stärke zu beweisen, sich selbst zu vertrauen und vor allem: loszulassen … Der Kurzfilm für Kinder nähert sich auf einfühlsame Weise und mit farbenfrohen Aufnahmen dem ernsten Thema des Verlusts eines Angehörigen. Er hatte seine Premiere beim niederländischen Filmfestival Cinekid 2015, wo er als einer der sechs Eröffnungskurzfilme gezeigt wurde.


Menschenskinder!
08:20 Menschenrechte – Im Namen der Kids (15 Min.) (HDTV)
Bachir im Wunderland
Kindersendung Niederlande, 2017
Online verfügbar von 17/11 bis 01/01
Erstausstrahlung

Regie: Els Duran, Evelien Vehof

Wie würde es sein, wie würde es riechen und sich anfühlen, im Meer zu schwimmen? Für den zehnjährigen Bachir ist der Ozean ein großes Geheimnis. So viel Wasser auf einmal! Er kennt nur Sand, endlos und überall. Denn Bachir lebt in einem Flüchtlingslager mitten in der Wüste, im algerischen Teil der Sahara. Früher wohnten seine Eltern ganz nah am Meer, in der Westsahara. Doch als Marokko ihr Land besetzte, musste die Familie vor dem Krieg fliehen. Seither wartet sie – wie viele Vertriebene aus der Westsahara – darauf, dass die Weltgemeinschaft ihr Recht auf Grund und Boden anerkennt. Bis dies geschieht, sitzen Bachir und seine Eltern in der Wüste fest. Bachir wurde im Flüchtlingslager geboren und ist staatenlos. Er hat keinen Pass und darf nirgendwohin reisen. Doch dann bekommt er eine einmalige Chance: ein Aufenthalt in einem Sommerferiencamp in Spanien! Dort ist alles anders und neu. Es gibt riesige Häuser aus Stein, sich bewegende Treppen und sogar fließend Wasser! Bachir kommt zu einer Gastfamilie nach Barcelona, einer Stadt ganz nah am Ozean. Wird sein Traum hier in Erfüllung gehen? Wird Bachir im Meer schwimmen?

Hintergrundinfo:
"Menschenrechte – Im Namen der Kids" nimmt Kinderschicksale auf der ganzen Welt unter die Lupe. Im Jahr 1990 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Die Dokumentationsreihe vermittelt Inhalt und Zweck dieses internationalen Übereinkommens anhand der bewegenden Geschichten von Kindern, deren Rechte verletzt wurden und die ihrem Schicksal dennoch eine positive Wendung geben konnten.


Menschenskinder!
08:35 Salam (25 Min.) (HDTV)
Kindersendung Niederlande, 2014
Online verfügbar von 10/11 bis 17/12
Erstausstrahlung

Regie: Johan Timmers

Die Freundschaft zwischen den zwei elfjährigen Jungen Ara und Mo, die im Asylbewerberheim leben, wird auf die Probe gestellt, als einer der beiden verschwindet … Ara und Mo sind elf Jahre alt und beste Freunde. Ihr Leben im Asylbewerberheim ist nicht immer einfach. Besonders hart wird es, als einer der beiden auf einmal spurlos verschwindet. Werden die Freunde einander wiederfinden? Trost spendet die Erinnerung an die gemeinsam verbrachte Zeit – und eine neue Freundschaft mit der gleichaltrigen Nargiza …


Menschenskinder!
09:00 Menschenrechte – Im Namen der Kids (20 Min.) (HDTV, UT)
Gracious
Kindersendung Niederlande, 2018
Online verfügbar von 17/11 bis 01/01
Erstausstrahlung

Regie: Anneke de Lind van Wijngaarden, Annelies Kruk

Gracious ist ein Teenager-Mädchen wie jedes andere – mit einer Besonderheit: Sie ist gehörlos und verständigt sich mit Zeichensprache.
Doch seit einiger Zeit wirkt die 16-Jährige immer unbeteiligter im Schulunterricht. Ihr eindringlicher Blick scheint Bände zu sprechen. Als ihre Lehrerin sie auffordert, eine Zeichnung von ihrer Zukunft anzufertigen, weigert sich die Schülerin, andere Personen darin miteinzubeziehen – sie zeichnet nur sich selbst. Der Grund: Vor einem Jahr geschah etwas schreckliches, worüber Gracious noch immer sehr wütend ist. Schließlich erzählt sie in Zeichensprache, wie sie vor einem Jahr von ihrem Cousin vergewaltigt wurde. Seitdem würde sich das Mädchen am liebsten für immer hinter Büchern verstecken. Gibt es jemanden, der Gracious helfen kann, wieder zu einer glücklichen 16-Jährigen zu werden?

Hintergrundinfo:
"Menschenrechte – Im Namen der Kids" nimmt Kinderschicksale auf der ganzen Welt unter die Lupe. Im Jahr 1990 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Die Dokumentationsreihe vermittelt Inhalt und Zweck dieses internationalen Übereinkommens anhand der bewegenden Geschichten von Kindern, deren Rechte verletzt wurden und die ihrem Schicksal dennoch eine positive Wendung geben konnten.


09:20 ARTE Junior Das Magazin (15 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019


09:35 Der fantastische Mr. Murray (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2019
Wiederholung vom 27.10.

Regie: Stéphane Benhamou


10:30 Vom Bauen in den Bergen (25 Min.) (HDTV, UT)
Neue alpine Architektur in der Schweiz
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Online verfügbar von 17/11 bis 24/11

Regie: Birgit Eckelt

Das Bauen in den Bergen war schon immer eine besondere Herausforderung. Ein unberechenbares, oft raues Klima, unwegsames Gelände und oftmals schwierige wirtschaftliche Verhältnisse haben gerade in den Alpen einen ganz eigenen Stil geprägt. Der Anspruch, diese besondere Bautradition in eine moderne, zeitgemäße Formensprache zu übersetzen, hat wegweisende innovative Beispiele hervorgebracht, die international Beachtung fanden. Die Reihe "Vom Bauen in den Bergen" bietet einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Neuerungen in den Regionen Graubünden, Tessin, Vorarlberg, Tirol, Südtirol, Oberbayern und dem Allgäu. Einer der Vorreiter des modernen Bauens in den Alpen ist der Schweizer Pritzker-Preisträger Peter Zumthor. Mit seiner Therme in Vals setzte er schon Ende der 90er Jahre Maßstäbe. Der radikal reduzierte Monolith aus Valser Quarzit fügt sich in den Berghang ein, sein archaisch wirkender, streng puristischer Innenbereich scheint direkt in den Fels gehauen. Hier wird das Baden zum rituellen Erlebnis. Nicht ohne Grund gilt die Therme inzwischen als Klassiker der modernen alpinen Architektur. Wie man der beeindruckenden Berglandschaft, den natürlich vorkommenden Materialien und den typischen, regionalen Bautraditionen Rechnung tragen und gleichzeitig Neues schaffen kann - darüber haben auch andere nachgedacht. Nicht nur heimatverbundene Schweizer Architekten wie Gion Caminada und Andrea Deplazes, der vor allem durch die spektakuläre Monte-Rosa-Hütte auf sich aufmerksam machte – auch Weltstars wie Norman Foster oder Rem Kohlhaas haben bewiesen, dass man in den Schweizer Bergen traditionell und zukunftsgewandt zugleich bauen kann. Nicht zuletzt ist es jedoch eine neue, experimentierfreudige Architektengeneration, der auch Selina Walder und Georg Nickisch angehören, die die Zukunft der alpinen Architektur prägen werden. Schon mit ihrem Erstlingswerk, einer Ferienhütte aus Beton, machten die beiden Furore und bewiesen, dass innovatives, zeitgemäßes Bauen sehr heimatverbunden sein kann.

Hintergrundinfo:
Jenseits von Dirndl-Architektur und Chalet-Kitsch gibt es in den Alpen viele neue aufregende Entwicklungen. In den letzten 20 Jahren haben sich Architekten zwischen Dolomiten und Wettersteinmassiv, zwischen Walliser Alpen und Montblanc auf ihre baukulturellen Wurzeln besonnen und die kraftvolle Ästhetik einer ursprünglichen Bauweise wiederentdeckt, die von funktionaler Schlichtheit geprägt ist und wenig mit den weit verbreiteten folkloristischen Auswüchsen zwischen Zirbelstubenromantik und Lüftlmalerei zu tun hat.


10:55 Das Wispern der Vergangenheit (30 Min.) (HDTV, UT)
Christian Boltanski in der Völklinger Hütte
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 17/12
Erstausstrahlung

Regie: Felix von Boehm

"Sobald man anfängt, über etwas Vergangenes oder über Verstorbene zu schreiben, leistet man die Arbeit eines Bestatters. Insofern sehe ich meine Aufgabe darin, zu versuchen, das Leben verstorbener Menschen zurückzuholen", sagt der französische Künstler Christian Boltanski über seine Arbeit. In seinen Installationen in der Völklinger Hütte nähert er sich dem Thema Zwangsarbeit inhaltlich, aber auch emotional. Denn in dem heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Eisen- und Stahlwerk im Saarland waren während der NS-Herrschaft mehr als 10.000 Zwangsarbeiter beschäftigt. Der größte Teil von ihnen waren französische, italienische und russische Kriegsgefangene oder aus der damaligen Sowjetunion verschleppte russische und ukrainische Zivilpersonen. Mehr als 250 ausländische Arbeitskräfte, in der Mehrheit Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, starben. Für sie hat Boltanski Erinnerungsräume geschaffen – in der Überzeugung, "dass jede Person einzigartig und somit sehr wichtig ist".


11:25 Vox Pop (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2018
Online verfügbar von 10/11 bis 23/01
Erstausstrahlung

Regie: Nicolas Thepot
Moderation: Nora Hamadi

Medikamente zur Krebsbehandlung, Antibiotika, Kortikosteroide – immer länger wird die Liste der Wirkstoffe, die in Europa nur noch schwer zu erhalten sind. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Anzahl der Medikamente mit Bestandsmangel um ein Zwanzigfaches: Waren es im Jahr 2008 noch 44, hat sich die Zahl bis 2018 auf 871 erhöht. Die Knappheit wird durch die Vermarktungsstrategien der Pharmakonzerne noch verstärkt. Patienten sind dadurch enormen Risiken ausgesetzt, die sogar tödlich enden können. Wie lässt sich gegen diesen Mangel vorgehen? Kann eine Medikamentenknappheit verhindert werden?

Hintergrundinfo:
Recherche der Woche: "Vox Pop" begibt sich nach Frankreich und Rumänien, wo es seit 2012 immer wieder zu einem Mangel an Krebsmedikamenten kam. Grund dafür ist in erster Linie das Verhalten der Pharmakonzerne: Sie sind nicht bereit, in wenig innovative Behandlungsmethoden zu investieren, da sie dadurch kaum Gewinne erzielen. Ein weiterer Faktor, der das Problem verschlimmert, sind parallele Exportstrukturen: Zwischenhändler schrecken nicht davor zurück, Medikamente zu einem geringen Preis in Osteuropa einzukaufen, um sie in Westeuropa teurer zu verkaufen.


12:20 Verschollene Filmschätze (30 Min.) (HDTV)
1915. Deutschland im Krieg
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 10/11 bis 16/01
Erstausstrahlung

Regie: Serge Viallet

Die US-amerikanischen Reporter Wilbur Durborough und Irving Ries machen sich auf den Weg nach Deutschland, um die dortigen Ereignisse zu fotografieren und zu filmen. Für ihren sechsmonatigen Aufenthalt haben sie ihren Stutz mitgebracht: einen luxuriösen, nicht überdachten Rennwagen, den sie über den Atlantik nach Rotterdam überführt haben. Von der niederländischen Hafenstadt führt die Reise weiter nach Berlin, wo die beiden Reporter einflussreiche Persönlichkeiten wie Generalfeldmarschall von Hindenburg, Kaiser Wilhelm II. und Prinz Maximilian von Baden filmen, Militärmanöver dokumentieren und Aufnahmen in Internierungslagern machen. Sie erhalten zudem die Erlaubnis, vom Krieg zerstörte Gebiete in Ostpreußen und im Weichselland zu bereisen. So entstehen Aufnahmen in Warschau sowie von der imposanten Festung Modlin, die nach Belagerung durch deutsche Truppen von der Zarenarmee aufgegeben wurde.
Warum durchstreiften die beiden Reporter das im Krieg befindliche Deutschland in einem so unbequemen und unpraktischen Rennmobil? Durften sie sich frei bewegen und nach Belieben filmen? Was geschah mit ihrer knapp zweistündigen Reportage, nachdem die USA Deutschland offiziell den Krieg erklärten?

Hintergrundinfo:
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte – schließlich war die Kamera seit ihrer Erfindung bei den meisten entscheidenden und bedeutenden Ereignissen dabei.


12:50 Verschollene Filmschätze (25 Min.) (HDTV)
1964. Hochtief versetzt den Tempel Abu Simbel
Dokumentationsreihe Frankreich, 2016
Online verfügbar von 17/11 bis 25/11

Regie: Serge Viallet

Im Süden Ägyptens steigt das Wasser des durch die Stauung des Nils entstandenen Nassersees gefährlich an. Die 3.000 Jahre alten Felsentempel von Abu Simbel am Ufer des Nils sind bedroht. Um die Monumentalstatuen von Pharao Ramses II. und die antiken Heiligtümer vor den Wassermassen des gigantischen Stausees zu bergen, werden Decken und Wände der Tempel abgetragen und die Statuen zersägt. Für die Archäologen ist die Methode die schlimmste aller Lösungen. Warum diese Notrettung? Wer finanzierte sie, entschied über die Versetzung und führte diese durch? Mit der Rettung des Tempels von Abu Simbel und über 20 weiteren historischen Heiligtümern entstand in den 1960er Jahren die Idee des Weltkulturerbes.

Hintergrundinfo:
"Verschollene Filmschätze" ist eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte. Seit ihrer Erfindung war die Kamera bei allen entscheidenden und bedeutenden Ereignissen dabei.


13:15 Von Tieren und Hexen (45 Min.) (HDTV, UT)
Verborgenes Wiesenleben
Dokumentationsreihe Frankreich, 2019
Wiederholung vom 28.10.

Regie: Dominique Hennequin


14:00 Die Schweiz von oben (55 Min.) (HDTV)
Vom Zauber der Alpenrepublik
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Peter Bardehle


14:55 Geheimnis Gletscher (55 Min.) (HDTV, UT)
Spurensuche im Eis
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Frank Gensthaler


15:50 Hans Hartung (55 Min.) (HDTV)
Malen so schnell wie der Blitz
Dokumentation Frankreich, 2019
Online verfügbar von 10/11 bis 16/01
Erstausstrahlung

Regie: Romain Goupil

Der Film erzählt den Werdegang des Malers Hans Hartung (1904-1989). Er studierte Kunst in Leipzig, Dresden und München und trat 1939 in die Fremdenlegion ein, um gegen die Nationalsozialisten zu kämpfen. Zum Ende des Krieges musste ihm nach einer schweren Verwundung ein Bein amputiert werden. Hartung zählt zu den großen Meistern der abstrakten Kunst, deren Formen er neu erfand. Er war besessen von der expressiven Kraft des spontanen Gestus und wollte so schnell wie der Blitz malen. Anhand zahlreicher Archivbilder, Auszüge aus den Memoiren des Künstlers und eines Besuchs in seinem Atelier zeigt der Film die Licht- und Schattenseiten von Hartungs Leben. Nach langen, bewegten Jahren in ärmlichen Verhältnissen konnte er sich in den 1970er Jahren eine Villa mit Atelier im südfranzösischen Antibes bauen. Dieses Haus bildet die eindrucksvolle Kulisse des Films. Sein künstlerisches Schaffen zeichnete sich durch unaufhörliche Experimentierfreude aus: Er malte, schuf daneben aber auch ein umfangreiches fotografisches und architektonisches Werk und begeisterte sich für die Natur und das Universum. Alle von ihm entwickelten Techniken, die aufgrund ihres überaus unkonventionellen Charakters faszinieren, werden im Film unter die Lupe genommen. Doch "Malen so schnell wie der Blitz" beleuchtet auch Aspekte aus seinem Privatleben. Neben der Kunst spielte eine Frau eine besondere Rolle für Hartung – die norwegische Künstlerin Anna-Eva Bergman, die er nach einer Trennung von 15 Jahren 1957 ein zweites Mal heiratete. Aus all diesen Betrachtungen entsteht ein sehr persönliches Porträt des Künstlers, ergänzt durch kinematografische Inszenierungen seiner Bilder.


16:45 Metropolis (45 Min.)
Ravenna – Fotograf Paolo Pellegrin / Ausstellung Palais de Tokyo Paris / Oliver Beer
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 17/12
Erstausstrahlung

Ravenna
Ravenna führt sein großes byzantinisches Erbe mit dem Festival "RavennaMosaico" fort. Metropolis trifft an der Adria Kunst- und Kulturschaffende.

(1): Ravenna
(2): Paolo Pellegrin
(3): Oliver Beer


17:30 Andris Nelsons dirigiert Tschaikowskys 5. Symphonie (55 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Ute Feudel Dirigent: Andris Nelsons

"Nach jeder Aufführung komme ich immer mehr zu der Überzeugung, dass meine letzte Symphonie ein misslungenes Werk ist." Dies schrieb der 48-jährige Peter Tschaikowsky an seine Freundin und Gönnerin Nadeschda von Meck. Dabei war die Uraufführung seiner "Schicksalssymphonie" im November 1888 in Sankt Petersburg durchaus kein Misserfolg. Die Begeisterung über das Werk wuchs sogar mit jeder weiteren Darbietung. Vermutlich lag es an der grüblerischen, von Selbstzweifeln geplagten Natur des Komponisten, die es ihm fast unmöglich machte, eine selbstbewusste Haltung zur eigenen Schöpferkraft zu entwickeln. So verlegte er sich in seinen letzten Lebensjahren zunehmend aufs Dirigieren. Andris Nelsons, in dessen Interpretation das Werk zu erleben ist, äußerte einmal: "Ich denke, es ist ein unerfülltes Finale. Es steht in E-Dur, trotzdem empfinde ich es so, dass der vierte Satz vom Anfang bis zur Apotheose der Tanz des Bösen ist. Das klingt jetzt sehr einfach, natürlich, die Idee ist der Sieg des Schicksals, aber am Schluss gibt es einen Konflikt. Wir wissen nicht, wie er sich entscheidet. Soll er weiterkomponieren? Soll er sterben? Dieser letzte Satz reflektiert die Konflikte seines Lebens."


18:25 Zu Tisch (30 Min.) (HDTV, UT)
Lake District
Dokumentationsreihe Deutschland, 2017
Online verfügbar von 17/11 bis 17/12

Regie: Kristian Kähler, Adam Wakeling

Diese Folge "Zu Tisch" führt in den Nordwesten Englands in den Lake District. Der Nationalpark gehört seit 2017 zum UNESCO-Welterbe. Seit Jahrhunderten prägt die Schafzucht das Landschaftsbild in der regenreichsten Region des Vereinigten Königreichs. Der Schäfer Andrew Harrison besitzt tausend Herdwick-Schafe, die fast das ganze Jahr über in den waldlosen Hügeln weiden. Die seltene Rasse gibt es fast nur noch im Lake District. Die Bauern und Schäfer mögen traditionelles Essen: Die regionale Küche ist deftig, wie das traditionelle englische Frühstück oder der aromatische Shepherd's Pie. Das Fleisch vom heimischen Herdwick-Schaf und vom Galloway-Rind ist sehr würzig und schmackhaft, das Gemüse kommt von lokalen Bauern.

Hintergrundinfo:
"Zu Tisch" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart.


18:55 Karambolage (15 Min.) (UT)
Magazin Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 01/11
Mehr Infos unter: www.arte.tv/karambolage
Erstausstrahlung

Regie: Claire Doutriaux

Der Alltag
Claire Doutriaux geht in eine Bäckerei-Konditorei in Frankreich und in Deutschland.

Hintergrundinfo:
Sonntags um 18.55 Uhr führt ARTE in die Welt der deutsch-französischen Eigenarten, wagt in kurzen Rubriken einen humorvollen, zuweilen auch kritischen Blick auf Besonderheiten deutscher und französischer Alltagskultur und entschlüsselt sie auf ungewohnte Weise: Ein Wort, ein Gegenstand, die Einrichtung eines Büros, ein Kleidungsstück … vieles erscheint plötzlich in einem anderen Licht, wenn man es mit fremden Augen sieht.


19:10 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 18/11


19:30 360° Geo Reportage (45 Min.)
Die Waldbahn der Karpaten
Reportage Deutschland / Frankreich, 2003
Online verfügbar von 17/11 bis 24/11

Regie: Titus Faschina

Oberwischau und das angrenzende Wassertal sind Orte lebendiger Geschichte. Umschlossen von den tiefen Wäldern der Karpaten fanden hier Rumänen, Juden, Ungarn und Deutsche eine gemeinsame Heimat. An diesem Ort märchenhafter Sagen und Geschichten überlebte eine vergessen geglaubte Verbindung aus Feuer, Wasser und Stahl - eine der letzten mit Dampf betriebenen Waldbahnen Europas. Der junge Feuermacher Gheorghe Andreica setzt die Kleindiesellok "Cozia-1" sechs Tage in der Woche unter Dampf. Immer schon war das Wassertal ein Zentrum des Holzeinschlags. Und auch heute noch transportiert die Schmalspurbahn Holzfäller in die tiefen Wälder der Region Maramures hinauf und etwa 200 Tonnen Holz zurück ins Tal. Doch die Waldbahn ist bedroht – durch Überschwemmungen und die ökonomische Schwäche der Region. Gheorghe Andreicas größter Wunsch ist es trotzdem, eines Tages Zugführer der Waldbahn zu werden. Doch dafür muss er sich in den Augen seines Chefs erst einmal bewähren. Und so ist jede Fahrt für Gheorghe Andreica eine Reise voller Emotionen, Angst und Hoffnung.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


Menschenskinder!
20:15 Slumdog Millionär (115 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Slumdog Millionaire)
Spielfilm Frankreich / Großbritannien / USA, 2008
Produktion: Celador Films, Pathé, Film4

Rollen und Darsteller:
Jamal als Kind – Ayush Mahesh Khedekar
Salim als Kind – Azharuddin Mohammed Ismail
Prem – Anil Kapoor
Jamal als Erwachsener – Dev Patel
Polizeiinspektor – Irrfan Khan
Latika als Erwachsene – Freida Pinto
Javed – Mahesh Manjrekar

Regie: Danny Boyle, Loveleen Tandan
Produzent: Christian Colson
Drehbuch: Simon Beaufoy
Musik: A.R. Rahman
Kamera: Anthony Dod Mantle
Schnitt: Chris Dickens

Unter den Augen eines gespannten Publikums im Studio von Indiens Erfolgsshow "Wer wird Millionär?" steht Jamal, ein junger Mann aus den Slums von Mumbai, vor der alles entscheidenden letzten Frage, die ihm die atemberaubende Summe von 20 Millionen Rupien sichern könnte. Doch Kumar Prem, der Gastgeber der Show, hegt keine Sympathien für seinen "Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär"-Kandidaten. Gerade weil er sich selbst mühsam aus den Straßen hochgekämpft hat, hat er keine Lust, seinen Platz im Millionärs-Rampenlicht zu teilen. Dass ein Slumkind wie Jamal wirklich fähig sein soll, alle Fragen zu beantworten, kann er ohnehin nicht glauben. Als sich die Sendezeit dem Ende nähert und die Entscheidung auf den nächsten Tag vertagt werden muss, wartet vor den Studiotüren bereits die Polizei auf Jamal, den Prem für einen schamlosen Betrüger hält. Der Inspektor muss allerdings feststellen, dass Jamal selbst genauso überrascht ist, so weit gekommen zu sein. Gemeinsam gehen sie die Fragen einzeln durch, und während Jamal erzählt, weshalb er die jeweilige Antwort wusste, entfaltet sich sein ganzes Leben: Jamal wächst gemeinsam mit seinem Bruder Salim in den Slums von Mumbai auf. Als Straßenkinder schlagen sie sich durch und so lernt Jamal Latika kennen. Trotz seines harten Lebens an den ärmsten Rändern der Stadt bewahrt sich Jamal seine gutherzige Natur, während sein Bruder Salim nach Reichtum und Macht hungert. Gerade als Jamal sich ernsthaft in Latika verliebt, verliert er sie aus den Augen. Jamal muss nun alles aufs Spiel setzten, um die Liebe seines Lebens wiederzufinden.

Hintergrundinfo:
Regie-Ikone Danny Boyle kombiniert in unnachahmlicher Weise die Elemente des Abenteuer-, Liebes- und Gangsterfilms zu einem berauschenden Mix und verliert dabei niemals die humorvollen Seiten, die das Leben zu bieten hat, aus dem Blick. Mit "Slumdog Millionär" entführt er die Zuschauer nach "Trainspotting" (1996) und "The Beach" (2000) erneut in eine faszinierende und exotische Welt. Der Film wurde 2009 mit acht Oscars ausgezeichnet sowie mit vier Golden Globes und dem BAFTA.


Menschenskinder!
22:10 Glück auf, Kinder (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Belgien, 2017
Online verfügbar von 10/11 bis 17/12
Erstausstrahlung

Regie: Thierry Michel, Pascal Colson

Für eine Gruppe von Grundschülern in der ehemaligen Bergbaustadt Visé in Belgien nähert sich das Ende des Schuljahres. Die meisten von ihnen sind Enkel muslimischer Bergarbeiter aus der Türkei. Lehrerin Brigitte hilft den Kindern, die Erfahrungen ihrer Großeltern nachzuvollziehen und eine Brücke zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft zu schlagen. Die Schüler werden dazu angeregt, über ihre kulturellen und religiösen Wurzeln zu reflektieren und diese in Einklang mit ihrer Umgebung zu bringen. Während einige der Schüler ältere Geschwister haben, die sich in der Kultur ihrer Väter und Großväter abschotten, versuchen die Jüngeren oft, ihren eigenen Weg zu finden und ihrem Leben einen Sinn zu geben. Die Dokumentation beleuchtet die Zweifel und Fragen der Kinder, die durch zunehmende Radikalisierung und Mobbing in den sozialen Netzwerken hervorgerufen werden. Sie bietet Einblicke in die Hoffnungen und Zukunftsträume der Kinder, zeigt ihre Spontaneität und Lebenslust – aber auch des Endes ihrer kindlichen Unbeschwertheit.

Hintergrundinfo:
Auf warmherzige und einfühlsame Weise hilft die Lehrerin Brigitte ihren Schülern dabei, sich aus dem schützenden Kokon der Familie zu lösen, sich mit einer komplexen Welt auseinanderzusetzen, Teil der Gesellschaft zu werden und selbst Entscheidungen zu treffen. Ein universeller und schwieriger Lernprozess, der aus Kindern Jugendliche macht.


Menschenskinder!
23:10 Die Thomaner (115 Min.) (HDTV)
Herz und Mund und Tat und Leben
Dokumentarfilm Deutschland, 2012

Regie: Paul Smaczny, Günter Atteln

Im Jahr 2012 feierte der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Eine beeindruckende Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass der Chor über die Jahrhunderte alle politischen Systeme in ungebrochener Tradition überdauert hat. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt.
Diesen Erfolg mussten sich die 10- bis 18-jährigen Jungen des Thomanerchores schwer erarbeiten, denn ihr Leben wird von einem anstrengenden Proben- und Schulalltag bestimmt und ist geprägt von den Regeln des Internats und dem Gedanken, dass vor allem die Gemeinschaft zählt.
Anlässlich des Jahrhundertjubiläums ist der Chor in dem abendfüllenden Dokumentarfilm "Die Thomaner – Herz und Mund und Tat und Leben" zu erleben. Die Filmemacher begleiten den Chor und seinen Kantor Georg Christoph Biller, den 43. Thomaskantor nach Bach, über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Durch ihre persönlichen Geschichten entsteht ein sensibles Porträt dieses einzigartigen Chors, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht.

Hintergrundinfo:
Der packende und anrührende Film gewährt einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen dieses Ausnahmechors und zeigt die Möglichkeiten, die eine intensive Beschäftigung mit Musik für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten kann. Ungewöhnlich offen können die Filmemacher eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz zeigen; ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und Freundschaft. Und in und über allem: die unsterbliche Musik Johann Sebastian Bachs.


01:05 Im Labyrinth der Geschlechter (75 Min.) (HDTV)
Frauenfiguren der Händel-Zeit
Musik Deutschland, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 15/02
Erstausstrahlung

Regie: Torben Schmidt Jacobsen

Mitwirkende:
Anna Prohaska
Fulvio Bettini
Vivica Genaux
Lawrence Zazzo
Hana Blazikova

Dirigent: Meret Lüthi, Wolfgang Katschner, Vittorio Ghielmi
Orchester: Les Passions de l'Ame, Lautten Compagney Berlin, Il Suonar Parlante Orchestra

Empfindsam, heroisch, erhaben – das sind die Frauenbilder der Barockoper, so heißt es im Programm der Händel-Festspiele 2019. Drei Stars der Alte-Musik-Szene kommen konzertant zu Wort und Ton: Vivica Genaux, Anna Prohaska und Hana Blazikova. Sie interpretieren Arien und Duette und schlüpfen in große Frauenrollen wie die der Arianna und der Dafne. Ihnen zur Seite stehen der Countertenor Lawrence Zazzo und der Bariton Fulvio Bettini. In der barocken Oper sangen die Primadonnen sowohl weibliche als auch männliche Partien. Und wenn es die Rolle erforderte, begab sich eine Frau als Mann verkleidet auf die Suche nach ihrem Geliebten oder Angehörigen. Kastraten wurden in der italienischen Oper als etwas Normales angesehen. Zunächst sangen sie weibliche Partien, aber ab der Mitte des 17. Jahrhunderts übernahmen sie mehr und mehr auch Männerrollen, womit das Vexierspiel der Geschlechter komplett war. Zu hören sind Werke von Cavalli, Vivaldi, Galuppi, Hasse, Graun und natürlich von Georg Friedrich Händel.


02:20 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 17.11.


02:45 Früchte des Zorns, Klassiker der Weltliteratur (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 23.10.

Regie: Priscilla Pizzato


03:40 Von Tieren und Hexen (45 Min.) (HDTV, UT)
Verwunschener Bauernhof
Dokumentationsreihe Frankreich / Luxemburg, 2019
Wiederholung vom 29.10.

Regie: Dominique Hennequin


04:25 Bilder allein zuhaus (5 Min.) (HDTV)
Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, Johannes Vermeer, "Casting"
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Pablo Munoz Gomez


04:30 Wie das Land, so der Mensch (26 Min.) (HDTV)
Italien – Lago Maggiore
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 25.10.

Regie: Jean-Michel Vennemani


04:56 Sendeschluss

*

Montag, 18. November 2019


05:00 Alles mit links (75 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 03.11.

Regie: Natascha Pflaumbaum


06:15 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Essig – Schmeckt, pflegt, heilt
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 15.11.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:40 Ein Mann, ein Hund, ein Pickup (30 Min.) (HDTV, UT)
Atlanta, Georgia
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 31.10.

Regie: Hannes Rossacher, Catharina Kleber

Menschenskinder!


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 18/11 bis 25/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Die blinde Primaballerina von Sao Paulo
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Andrea Oster


08:00 Stadt, Land, Fuchs! (45 Min.) (HDTV, UT)
Cityslicker und Naturfreaks im Tierreich
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 11.11.

Regie: Rosie Koch, Roland Gockel


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 15.11.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 360° Geo Reportage (55 Min.) (HDTV)
Saint-Pierre und Miquelon, Archipel in der Isolation
Reportage Deutschland / Frankreich, 2009
Online verfügbar von 18/11 bis 25/11

Regie: Laurent Cistac

Der passionierte Naturforscher Roger Etcheberry lebt seit seiner Kindheit auf der zu Frankreich gehörenden Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon. Er weiß um die spezielle Mentalität der Menschen hier, die so knapp vor Kanada leben und doch im Herzen Franzosen sind: "Sie lieben die Freiheit. Sie glauben, weil sie isoliert auf einer Insel sind, können sie alles machen. Doch leider werden wir, wenn wir so weitermachen, nur schwer überleben."
Es war ein reiches Leben, jahrzehntelang geprägt von der Kabeljaufischerei. Doch die rücksichtslose Überfischung und das darauffolgende Fischereiverbot in den 90er Jahren haben die Wirtschaft auf dem Archipel zum Stillstand gebracht. Über Alternativen hat nie jemand nachgedacht – neben dem Fisch blieb nur der Reichtum der verletzlichen Natur zurück. Dass der Bestand vieler seltener Vogelarten, darunter der Gelbfuß-Regenpfeifer, dramatisch zurückgegangen ist und einige Pflanzenarten bereits ausgestorben sind, beunruhigt außer Roger Etcheberry nur wenige. Das soll sich nun ändern.
Unterstützung kommt für den Naturforscher ausgerechnet aus der fernen französischen Metropole. Jean-Philippe Siblet vom Botanischen Garten in Paris erkundet die wenigen, vom Menschen noch unberührten Orte des Archipels und erklärt diese zum schützenswerten Naturdenkmal. Wasservögel wie der Papageientaucher können hier noch ungestört nisten und haben sich dem rauen, windigen Inselklima bestens angepasst. Nun liegt es an den Menschen, diesen Wesen einen Lebensraum zu erhalten und ihren Fortbestand zu sichern.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


10:25 360° Geo Reportage (55 Min.)
Der Lachszähler von Kamtschatka
Reportage Deutschland / Frankreich, 2007
Online verfügbar von 18/11 bis 25/11

Regie: Wolfgang Mertin

Kamtschatka, die russische Halbinsel zwischen Asien und Alaska, ist noch heute wild und unberührt. Das verdankt sie ihrer geografischen Abgeschiedenheit und der Tatsache, dass sie zu Sowjetzeiten militärisches Sperrgebiet war. Bis heute gibt es kaum Straßen oder Wege auf Kamtschatka.
Jedes Jahr kehren die Lachse in riesigen Schwärmen aus dem Pazifik in die Flüsse der Halbinsel zurück, um sich zu paaren und dann zu sterben. Es ist die Aufgabe von Alexej Maslow, per Hubschrauber aus der Luft zu schätzen, wie viele es sein werden. Seine Schätzungen beeinflussen die staatliche Fangquote und damit auch die Preise an den amerikanischen Warenterminbörsen, an denen der Pazifiklachs hoch gehandelt wird. Der Lachs ist auf Kamtschatka aber nicht nur Lebensgrundlage vieler Menschen, sondern auch die der riesigen Braunbären. Bis zu 50 Kilogramm Lachs fressen erwachsene Kamtschatka-Bären am Tag und wagen sich bei ihren Fischzügen manchmal auch bis in die Siedlung der hier lebenden Forscher vor. So hat Alexej Maslow extra den Bärenjäger Wassili für den Schutz der Forschungsstationen engagiert. Er duldet lediglich die Bärenwaisen Mischa und Mascha, die regelmäßig in der Nähe der Menschen Schutz vor ihren großen Artgenossen suchen.
Alexej Maslow lebt schon seit 25 Jahren mit den Bären und den Lachsen. Doch in den letzten Jahren bemerkt er eine Veränderung und beginnt, um sein Paradies zu fürchten. Ölpipelines sollen gebaut und Gold gefördert werden.

Hintergrundinfo:
"360° Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.


11:20 Kamtschatka – Ein Winter bei den Ewenken (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2018
Wiederholung vom 15.11.

Regie: Mike Magidson, Nastassja Martin


12:15 Re: (35 Min.)
Dammbruch in Brasilien – Welche Schuld trifft Deutschland?
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 15.11.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 18/11 bis 19/11


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 11/11 bis 17/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Russland: Tolstois beseelte Heimat
Sankt Petersburg mit seinem westlichen Flair, das slawisch geprägte Moskau mit seinen Zwiebelturm-Kirchen und die endlosen Weiten, Russland hat viele Gesichter. Mitten im 19. Jahrhundert, als das Land eine tiefe Krise durchmachte, hielt der Schriftsteller Leo Tolstoi die verschiedenen Facetten seiner Heimat mit der Feder fest. In seinem Meisterwerk "Anna Karenina" wagte er sich an die Ergründung der viel zitierten russischen Seele.

(1): Russland: Tolstois beseelte Heimat
(2): Calais: Einfach Spitze!
(3): Sardinien: Geburt einer feministischen Ikone


13:50 Familiengrab (120 Min.) (HDTV, AD)
(Family Plot)
Spielfilm USA, 1976
Wiederholung vom 04.11.
Produktion: Universal Pictures

Rollen und Darsteller:
Blanche Tyler – Barbara Harris
George Lumley – Bruce Dern
Fran – Karen Black
Arthur Adamson – William Devane
Joseph Maloney – Ed Lauter
Julia Rainbird – Cathleen Nesbitt
Frau Maloney – Katherine Helmond

Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Ernest Lehman
Musik: John Williams
Kamera: Leonard J. South
Schnitt: J. Terry Williams


15:50 Geheimnisvolle Wildblumen (50 Min.) (HDTV, UT)
Blütenpracht im Wald
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 11/11 bis 18/12
Erstausstrahlung

Regie: Hervé Glabeck

Um den Wald ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Dieser geheimnisvolle Lebensraum birgt viele Schätze, dazu gehören auch zahlreiche Wildblumenarten: Waldreben, Weißwurz oder auch Efeu tragen zum Zauber des Waldes bei. Im Winter schläft die ganze Blumenpracht, doch sobald die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden berühren, sprießen die ersten Blumen aus der Erde. Nun beginnt der Wettkampf um das nährende Licht, bei dem jede Pflanze ihre ganz eigene Strategie hat, um erfolgreich zu sein. So bedecken die Wald-Windröschen den Waldboden wie ein Teppich. Osterglocken und Hasenglöckchen nutzten die Zeit, in der die Bäume noch keine Blätter besitzen. Die Heilpraktikerin Dominique Verrier-Compain macht oft Ausflüge in den Wald. Heute ist sie auf der Suche nach aromatischen Blumen und findet Sauerklee – das perfekte saure Etwas für den Salat oder die Limonade. Je schattiger es wird, desto stärker strömt ein ganz besonderer Duft durch den Wald: Bärlauch. Das grüne Gewächs sollte man aber nicht mit seinem giftigen Doppelgänger, dem Maiglöckchen, verwechseln. Auch die Königin des Waldes hat ihren Auftritt: der Gelbe Frauenschuh, die größte Orchidee Europas. Ob stolz und strahlend oder bescheiden: Jede dieser Blume spielt ihre Rolle im Zusammenspiel der Ökosysteme. Der Film beschreibt den Kreislauf der Natur im Wechsel der Jahreszeiten und enthüllt Wissenswertes, unter anderem im Gespräch mit dem Botaniker Oliver Bardet, dem Förster Pascal Goudean und der Permakultur-Landwirtin Natacha Leroux, die festhält: "Der Wald braucht uns nicht. Er war vor uns da und wird auch nach uns bestehen."

Hintergrundinfo:
Wildblumen bezaubern mit ihren Farben, ihrer Form und ihrem Duft. Und sie beeindrucken mit ihrer geheimnisvollen Widerstandskraft. Die Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch artenreiche Naturräume und urbane Landschaften: Vom Mittelmeerraum geht es über Feld- und Wiesenlandschaften, Gewässer, Wälder und Gebirge bis in Städte. Die Streifzüge und die Begegnung mit Menschen, die sich mit der heilenden Wirkung der Pflanzen auskennen oder sich für deren Schutz einsetzen, liefern viele erstaunliche Erkenntnisse.


16:40 Xenius (30 Min.)
Glasforschung – Ein innovativer Baustoff
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 17/11 bis 16/02
Erstausstrahlung

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug

Die Elbphilharmonie ist gläsern, Apple Stores setzen auf Glastreppen, exklusive Apartments oder Bürotürme zeichnen sich durch ihre Glasfassaden aus: Der Baustoff Glas hat sich als Gestaltungselement zeitgenössischer Architektur längst etabliert. Die Forschung an diesem vergleichsweise alten Baustoff führt zu einer Weiterentwicklung der Verarbeitungstechnologie und immer facettenreicheren Produkten. Grundlage hierfür ist das Floatverfahren. Dabei wird die geschmolzene Glasmasse kontinuierlich in ein Becken mit flüssigem Zinn geleitet. Dort breitet sich die Glasmasse gleichmäßig aus und erstarrt am kühleren Ende des Beckens zu einer Glasfläche. Sie kommt in den Kühlofen und kann anschließend auf vielfältige Art und Weise weiterverarbeitet werden.
Ob laminiert, gehärtet, verklebt – so können selbstreinigende oder stromerzeugende Gläser, gebogene oder großflächige Scheiben entstehen. Die Entwicklungsmöglichkeiten von Glas scheinen längst nicht ausgeschöpft. Um sich ein Bild von diesem faszinierenden Baustoff zu machen, experimentieren "Xenius"-Reporter Emilie Langlade und Adrian Pflug an der Technischen Universität Darmstadt mit unterschiedlichen Glastypen. Sie biegen einfaches Floatglas und Sicherheitsglas bis zum Zerbersten. Und sie prüfen die Sicherheit von Glasgeländern mit Hilfe eines Pendelversuchs.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:10 Amerika mit David Yetman (25 Min.) (HDTV)
Mexiko – Die Mission des Jesuitenpaters Eusebio Kino
Dokumentationsreihe USA, 2017
Online verfügbar von 11/11 bis 17/01
Erstausstrahlung

Regie: Dan Duncan

Bis heute gilt der Missionar Francisco Eusebio Kino in weiten Teilen von Arizona und im Nordwesten Mexikos als Held. Er kam 1681 nach Niederkalifornien (heutiges Mexiko), von der spanischen Krone entsandt, um indianische Ureinwohner zum katholischen Glauben zu führen und späteren Kolonialherren den Weg zu ebnen. Im Vergleich zu vielen anderen Patern seiner Zeit zeichnete sich Kino durch seine persönliche Nähe und sein aufrichtiges Interesse an den Ureinwohnern und ihrer Kultur aus. Über Jahrzehnte soll er alleine auf seinem Esel durch die Wüsten der Region gezogen sein, auf seinem Weg von Dorf zu Dorf, von Mission zu Mission.
Als Jesuit, Forscher, Wissenschaftler und Kartograph interessierte sich Kino für weit mehr als nur für die Religion, beispielweise für die Landwirtschaft: Als Erster kultivierte Francisco Kino großflächig Länder, die den Ureinwohnern über Jahrhunderte als unbrauchbar galten. Inmitten der trockenen Wüstenlandschaft führte Kino mit europäischen Techniken den Anbau von Weizen, Quitten und Granatäpfeln ein. Nahrungsmittel, die bis heute fester Bestandteil der lokalen Küche sind.
Doch neben seinem grünen Erbe hinterließ der Jesuit, wohin er ging, auch Kirchen und Kapellen, die bis heute als architektonische Meisterwerke der Region gelten. Die Bauten sind auch Beweis von Francisco Kinos Weltoffenheit: Kirchen wie San Xavier del Bac zeigen interessante Verknüpfungen zwischen dem europäischen Kirchenstil und indigenen Kunstformen. Doch trotz der vielen positiven Errungenschaften durch den Jesuiten, bleibt auch die Missionierungs-Reise von Francisco Kino bei genauerer Betrachtung eine Medaille mit zwei Seiten …

Hintergrundinfo:
Wohl zum letzten Mal begleitet die Serie David Yetman, der seit über fünf Jahren durch Amerika fährt. Eine dokumentarische Reise, die mit interessanten Besonderheiten aus Kultur, Umwelt, Geschichte, Ethnologie und Natur bekanntmacht.


17:35 Peru – Eine Jugend zwischen Urwald und Großstadt (55 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Frankreich, 2018
Online verfügbar von 11/11 bis 19/12
Erstausstrahlung

Regie: Victor Guillon, Julien Mauranne

Zum Stamm der Shipibo zählen etwa 30.000 Mitglieder. Er gehört zu den größten indigenen Bevölkerungsgruppen Perus. Gian und sein Bruder Nils, 14 und 15 Jahre alt, leben mit ihrer Familie im Amazonasgebiet. Ihr Dorf hat 2.000 Einwohner und liegt auf halbem Weg zwischen Regenwald und Stadt.
Als die beiden Brüder ihren Eltern mitteilen, dass sie eine Reise nach Lima unternehmen wollen, kommen Ängste und Zweifel auf. Die Hauptstadt scheint unendlich viele Möglichkeiten zu bieten. Mit den letzten Anweisungen ihres Vaters im Ohr brechen die beiden Jugendlichen schließlich in die Metropole des südamerikanischen Andenstaates auf. Die Jungen aus der abgelegenen und noch weitgehend vom Rhythmus der Natur bestimmten Urwaldregion begeben sich in das Elendsviertel Cantagallo und erleben dort einen Kulturschock.
Für Nils und Gian beginnt mit der Rückkehr in ihr Dorf eine Zeit des Zweifelns. Wo ist ihr Platz in dieser modernen Welt? Welcher Weg ist für sie bestimmt? Und wie können sie ihre nunmehr noch unerreichbarer scheinenden Träume verwirklichen? Ihre Suche führt sie tief ins Amazonasgebiet zu dem von ihrem Volk seit jeher als heilig verehrten See Cumancaya.
Dort teilt ihr Vater sein traditionelles Wissen über die Natur und die Entstehung der Welt mit ihnen. Nach ihrer Rückkehr ins Dorf sind Nils und Gian bereit, in die Geheimnisse der Welt der Shipibo eingewiesen zu werden.


18:30 Im Reich der Wolga (50 Min.) (HDTV)
Ein Strom wird geboren
Folge 1 von 2
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 18/11 bis 18/12
Erstausstrahlung

Regie: Henry Mix

Woher kommt die gewaltige Kraft der Wolga, des längsten und wasserreichsten Stroms Europas? Von Nord nach Süd bahnt sich die Wolga ihren Weg durch Russlands Wälder, Steppen und Halbwüsten. An ihrer Mündung zweigt sie sich in das größte Schilfdelta der Erde auf. Am Ende füllt sie einen eigenen Binnensee, das Kaspische Meer. Seit Jahrhunderten ist der Strom Dreh- und Angelpunkt bei der Erschließung des riesigen Landes und war prägend für die Entwicklung der russischen Nation. Seinen Anfang nimmt der Fluss im Verborgenen. Die Wolga entspringt rund 300 Kilometer nordöstlich von Moskau, im Hügelland von Waldai. Zusammen mit gewaltigen Mengen an Schmelzwasser aus dem Uralgebirge und dem unerschöpflichen Tiefenwasser der nordischen Urwälder erwächst daraus der mächtige Strom. In seinem riesigen Einzugsgebiet liegen zahlreiche intakte Flusslandschaften, Dutzende Naturschutzgebiete und Reservate. Dort wirken Biber als Eisbrecher, gehen Meisen Elchen an den Pelz, toben Eichhörnchen im Rudel, und dort taucht der geheimnisvolle Russische Desman auf. Dieser maulwurfähnliche Schwimmer ist weltweit nur im Wolgabecken zu finden. Wisente, Biber und Fischotter leben im waldreichen und von zahlreichen Nebenflüssen durchzogenen Norden des Wolga-Stromtales. Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation zeigt in grandiosen Bildern das Reich der Wolga von ihrer Quelle bis zu den großen Nebenflüssen des Ural. Die Entdeckungen zum Lauf des Stromes und an seinen Ufern werden von dem russischen Schriftsteller Wladimir Kaminer unterhaltsam kommentiert.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 18/11 bis 19/11


19:40 Re: (35 Min.)
Reiches Land – Arme Kinder – Soziale Not in Großbritannien
Reportage Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Gründe für die wachsende Armut in Großbritannien: die umstrittene Sozialhilfereform der konservativen Regierung, explodierende Mieten, wenig Sozialwohnungen. Es kann jeden treffen: schlechte Wirtschaftslage, Job verloren, plötzlich alleinerziehend, kein eigenes soziales Netz, das einen auffängt. Auf der anderen Seite steht eine Regierung, die sparen will und auch die Armen selbst in der Verantwortung sieht: Wer arbeiten kann, aber nicht will, soll spüren, dass es sich nicht lohnt, zuhause rum zu sitzen. Die Sozialhilfereform hat die Bürokratie eingedampft, um Menschen schneller zurück in die Arbeitswelt zu bringen. Mit mäßigem Erfolg. Leidtragende sind in jedem Fall die Kinder. Ein Problem, mit dem auch anderen EU-Staaten kämpfen: Durchschnittlich ist in der gesamten Union jedes vierte Kind unter 18 Jahren von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Arme Kinder wachsen auf mit einem Taschenrechner im Kopf. Sie wissen, wie es um die Einkünfte ihrer Familie steht. Sie wissen, dass sie im Gegensatz zu anderen Jugendlichen grundsätzlich schlechtere Chancen haben -auf Bildung, auf eine Wohnung und irgendwann auf einen guten Job. Kurzfristig kämpfen die Familien um ein paar Cent, die sie sparen. Langfristig kämpfen sie um Anerkennung und Gerechtigkeit. Armut bedeutet viel mehr als nur niedriges Einkommen und wenig Geld im Geldbeutel: Unsicherheit, Stress, Einsamkeit, Langeweile, schlechte Gesundheit. Insbesondere für Kinder ist das unerträglich. Sie fühlen sich ausgegrenzt und einsam. In einem Alter, in dem man nach Anerkennung sucht, gefallen will. Ihnen ist schon früh klar, dass sie nicht mithalten können. Dass ihre Startchancen ins Leben schlecht sind. Denn Armut schließt aus.


Menschenskinder!
20:15 Boyhood (160 Min.) (HDTV)
Spielfilm USA, 2014
ARTE F / ZDF
Produktion: IFC Productions, Detour Filmproduction

Rollen und Darsteller:
Mutter – Patricia Arquette
Vater – Ethan Hawke
Mason – Ellar Coltrane
Samantha – Lorelei Linklater
Tommy – Elijah Smith
Ted – Steven Chester Prince
Großmutter – Libby Villari
Prof. Bill Welbrock – Marco Perella
Randy – Andrew Villarreal

Regie: Richard Linklater
Produzent: Jonathan Sehring, John Sloss
Drehbuch: Richard Linklater
Musik: Randall Poster, Meghan Currier
Kamera: Lee Daniel, Shane Kelly
Schnitt: Sandra Adair

Mit seinen sechs Jahren ist Mason ein ganz zufriedener, etwas verträumter Junge. Zusammen mit seiner älteren Schwester Samantha lebt er bei seiner alleinerziehenden Mutter Olivia. Als der Vater nach längerer Abwesenheit in die Umgebung zurückkehrt, scheint es zunächst einen Wendepunkt in deren Leben zu geben. Doch schon bald wird das Pendeln zwischen den beiden Eltern für Mason und seine Schwester ganz normal. In kurzen Episoden entwickeln sich die Leben von allen weiter. Man liebt sich, streitet sich, durchlebt Krisen und Glücksmomente. Aus dem kleinen Mason wird ein junger Mann mit großen Plänen und einer Kindheit, die ihn gut darauf vorbereitet hat.
Richard Linklaters Spielfilm erzählt über zwölf Jahre hinweg die Geschichte einer Kindheit - als fiktionale Langzeitbeobachtung eines Jungen zwischen sechs und achtzehn Jahren, seiner Familie und der Zeit, in der sie leben. Das Besondere dabei: Zwölf Jahre lang wurden alle Rollen von denselben Darstellern gespielt. Ein faszinierendes Experiment zwischen Fiktion und Realität.

Hintergrundinfo:
Der 1960 im texanischen Houston geborene Richard Linklater gilt als US-amerikanisches Regie-Wunderkind und Star der Independent-Szene. Für den Film gab es 2015 einen Oscar (Patricia Arquette: Beste Nebenrolle) und insgesamt über 170 Filmpreise weltweit. Darunter auch den Silbernen Bären für die beste Regie bei der Preisverleihung der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) 2014.


Menschenskinder!
22:55 Anbessa (80 Min.) (HDTV, UT)
Löwe
Dokumentarfilm Italien / USA, 2019
Online verfügbar von 18/11 bis 30/04
Erstausstrahlung

Regie: Mo Scarpelli

Der zehnjährige Asalif und seine Mutter haben durch den Bau einer Wohnsiedlung am Stadtrand von Addis Abeba ihr kleines Stück Farmland verloren. Nun leben sie am Rand dieser Siedlung in einer ärmlichen Hütte und kommen gerade so zurecht. Asalif ist ein fröhlicher Junge, wissbegierig und technisch begabt. Er kann aus zusammengesuchtem Schrott, den er im Müll der Siedlung findet, ein Spielzeug oder eine funktionierende Lampe für die Hütte, in der er mit seiner Mutter lebt, basteln. Asalifs Mutter liebt und bewundert ihren cleveren Sohn. Sie achtet sehr darauf, dass er zur Schule geht und seine Aufgaben macht. Und sie erzählt ihm von alten Legenden – denn ihr ist es wichtig, dass er auch die traditionellen Lehren kennenlernt. Sie, die nie zur Schule gehen konnte, hofft außerdem, dass Asalif etwas von seinem Wissen an sie weitergibt. Aber die Landaufkäufer, von denen die beiden schon einmal vertrieben wurden, rücken auch hier am Rand der Siedlung immer näher – wie die Hyäne, die in Asalifs Fantasiewelt die Gegend bedroht. Asalifs Antwort darauf heißt "Anbessa" – Löwe. Als Löwe, König der Tiere, kann er sein Gebiet verteidigen und böse Mächte bekämpfen. Doch dem Fantasielöwen wird es nicht gelingen, mit dem Wandel und den Kräften, die die neue Zeit bringt, fertig zu werden – das kann nur Asalif selbst tun.


00:15 Zimmer 108 (50 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 1 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 18/11 bis 26/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Leben flammt auf in Kato Hoevens toten Augen. Erschrocken schnappt die junge Frau nach Luft und stellt fest, dass sie in einer Blutlache liegt. Im Bad des Hotelzimmers Nr. 108 sieht sie ihren eigenen toten Körper liegen. Panisch flieht sie aus dem Hotel, um Hilfe zu holen, aber niemand kann sie hören oder sehen. Selbst Katos Mutter Kristel scheint sie nicht wahrnehmen zu können, als sie direkt vor ihr steht. Sie ist besorgt, da ihre 19-jährige Tochter nicht von der Feier des Schützenvereins heimgekommen ist, die sie am Vorabend besucht hat. Als Kristels Mann Marcus das Fahrrad von Kato findet und ein blutiger Hammer auf dem Gelände des Schützenfests auftaucht, meldet sie ihre Tochter bei Inspektor Alexander Vinken als vermisst.
Kato beginnt zu realisieren, dass nur wenige Menschen sie immer noch sehen können – so ihre Halbschwester Sofia, ihr Vater Luc und ihre Freundin Ines. Offenbar hatte sich Kato am besagten Abend von ihrem Freund, dem jungen Moto-Cross-Champion Leon, getrennt. Zumindest erfährt Kato das von Sofia, die ihre Erinnerung an die vorherige Nacht nicht verloren hat. Als Kato ins Hotel Beau Séjour zurückkehrt, das kurz vor der Wiedereröffnung steht, sind ihr Körper und die Blutlache verschwunden und das ganze Dorf bereits in Aufruhr. Ein polizeilicher Suchtrupp durchkämmt das Gebiet rund um den Baggersee. Oberinspektor Alexander Vinken findet einen kleinen silbernen Anhänger, den er aber verschwinden lässt. Marion Schneider und Dora Plettinckx von der Bundespolizei Tongeren im belgischen Flandern übernehmen den Fall …

Hintergrundinfo:
In "Zimmer 108" verschieben sich die Grenzen der Realität: ARTE präsentiert die erste belgische Fantasy-Krimi-Serie, geschrieben von Bert Van Dael ("Clan", 2012), Sanne Nuyens und Benjamin Sprengers (beide "Connie & Clyde", 2013). Bei der spannenden Milieustudie im ländlichen Belgien führten Nathalie Basteyns und Kaat Beels (beide "Clan", 2012) Regie. Die hochwertig produzierte Serie feierte ihre Premiere auf dem Filmfestival Gent und gewann 2016 auf dem Serienfestival Séries Mania in Paris den Publikumspreis. Lynn Van Royen ("The Team", 2018) erhielt 2018 beim Fernsehfestival Monte-Carlo für ihre darstellerische Leistung als Kato den Preis der besten Schauspielerin in einer Dramaserie.


01:05 Zimmer 108 (55 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 2 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 18/11 bis 26/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Nachdem Katos Leiche, mit einer Augenbinde versehen, aus dem Baggersee gefischt wurde und Katos Eltern Kristel und Luc sie identifiziert haben, ermitteln die Bundespolizistinnen Marion Schneider und Dora Plettinckx jetzt in einem Mordfall. Um sich ein Bild von Katos häuslicher Situation zu machen, verhören sie die Angehörigen und Bekannten. Katos Ermordung ist Schneiders erster Fall. Sie spekuliert auf einen Mörder, der Kato eingehend studiert und vollständig gewaschen hat, ihr aber nicht in die Augen sehen konnte und ihr deswegen eine Augenbinde anlegte. Verdächtigt wird zunächst Katos Ex-Freund Leon, von dem sich Kato kurz vor ihrem Tod getrennt hatte.
Während die Befragungen noch laufen, müssen sich Kristel, Luc, Marcus und Großmutter Renee um die anstehende Beerdigung kümmern. Luc ist verwirrt, da Kato ihm immer wieder erscheint. Da er nicht will, dass man ihn für wahnsinnig oder betrunken hält, versucht er, Kato einzuschließen und sie zu ignorieren. Glücklicherweise findet Kato heraus, dass ihre Freundin Ines sie ebenfalls sehen kann, und verbringt vorerst die Nächte auf deren Couch. Wie Kato bei der Autopsie ihres toten Körpers erfährt, wurden weitere Entdeckungen gemacht. Doch wie passen das Hotel Beau Séjour, der Baggersee, das Ecstasy in ihrem Blut und die fremde Wimper zu einer Vergewaltigung und dem Mord mit einem stumpfen Gegenstand? Außerdem findet sie heraus, dass Oberinspektor Alexander Vinken sie auch sehen kann. Doch wird er ihr bei der Aufklärung ihrer Ermordung behilflich sein können?


02:00 Zimmer 108 (45 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 3 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 18/11 bis 26/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Bundespolizistin Marion Schneider gerät unter Druck – ihr Vorgesetzter fordert Schlagzeilen zu einem gefassten Täter im Mordfall Kato Hoeven, doch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei geht nur schleppend voran und Oberinspektor Alexander Vinken scheint keine rechte Hilfe zu sein.
Vielmehr entdeckt Kato, dass Vinken die Beweise in Zimmer 108 vernichten will, damit die Wiedereröffnung des Hotels Beau Séjour nicht gefährdet wird und die Arbeit von Neffe Leon und seiner Mutter Melanie nicht umsonst war. Völlig aufgebracht bittet Kato ihre Freunde um Hilfe, doch Charlie Vinken mangelt es an Glaubwürdigkeit, denn er wurde erst kürzlich aus der Psychiatrie entlassen, nach einem längeren Aufenthalt dort. Daraufhin trommelt Kato ihre "Seher" zusammen und fleht sie an, bei Bundespolizistin Marion Schneider gemeinsam ihre Existenz zu bezeugen. Doch der gerissene Alexander Vinken manipuliert die Gruppe und verhindert weitere Maßnahmen.
Sohn Charlie hat unterdessen eine ganz andere Idee und will seine Technik des Einflüsterns von Informationen bei dem leicht verwirrten Jefke testen, der sich für ein Medium hält. Jefke soll bei der Polizei aussagen, er habe eine Vision von Kato Hoeven in Zimmer 108 des Hotels Beau Séjour … Doch wird ihm die Polizei glauben und seinen abstrusen Hinweisen nachgehen?
Bundespolizistin Marion Schneider untersucht derweil mögliche Drogenverwicklungen Katos. Die erschütterte Kristel bekräftigt, dass ihre Tochter niemals Drogen nehmen würde, und auch Leon bestätigt dies, doch für Bundespolizistin Dora Plettinckx ist Leon immer noch verdächtig. Allerdings wenden die Laborergebnisse das Blatt: Die fremde Wimper stammt von einer Frau …


02:45 Zimmer 108 (55 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 4 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 18/11 bis 26/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Beate Schneider – Renée Fokker

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns Musik: Jeroen Swinnen Kamera: Anton Mertens Kostüm: Cathérine Marchand Szenenbild: Max Van Essche Redaktion: Alexandre Piel Schnitt: Bert Jacobs

Kristel ist verzweifelt: Solange Katos Mörder nicht gefasst wird, kann sie ihr Leben so nicht weiterleben. Sie entscheidet sich, wieder als Lehrerin zu arbeiten, doch den Tod ihrer Tochter kann sie nicht akzeptieren. Umso schlimmer trifft es sie, dass Melanie das Hotel Beau Séjour feierlich eröffnet, obwohl ihre Kato in Zimmer 108 brutal ermordet wurde. Oberinspektor Alexander Vinken wird von den weiteren Ermittlungen ausgeschlossen, da er mit den Verdächtigen verwandt ist. Unterdessen müssen sich Marion Schneider und ihr Team gegen die Presse behaupten. Die Schlagzeile "Medium hilft, wo Polizei versagt" kann nicht toleriert werden. Jefke hat kein Alibi und wird vorerst festgenommen – bei der Hausdurchsuchung bei ihm wurden Vermisstenmeldungen minderjähriger Opfer gefunden, die Marion Schneider auf die seit fünf Jahren verschollene Claudia de Vit stoßen lassen. Nach einem Gespräch mit ihrer Mutter, der Psychiaterin Beate Schneider, beschäftigt sie sich mit Serienkillern und vermutet eine neue Spur, die nach Holland führt. Kato erfährt von Charlie Vinken, dass sie ihn auf dem Schützenfest sturzbetrunken geküsst hat. Dora Plettinckx fragt Melanie nach ihrem Alibi für die Mordnacht, und verschämt gesteht diese, einen erotischen Film angesehen zu haben. Doch die Polizeibeamtin vermutet einen Vorwand und will ihre DNA-Probe mit der Wimper aus der Autopsie abgleichen. Als Marion Schneider ein Überwachungsvideo sichtet, entdeckt sie plötzlich eine Aufnahme von Kato als Beifahrerin auf einem Motorrad, das vom Schützenfest wegfährt.


03:40 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Nachrichten Frankreich, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 18/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:30 Bilder allein zuhaus (2 Min.) (HDTV)
Die Lesung, Auguste Renoir, "Ansprüche"
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Pablo Munoz Gomez


04:32 Sendeschluss

*

Dienstag, 19. November 2019


05:00 Les Inrocks Festival 2016 Paris (70 Min.) (HDTV)
The Lemon Twigs – Cassius – Seratones – Lost Under Heaven – Jagwar Mar – Tinariwen
Musik Frankreich, 2016
Online verfügbar von 12/11 bis 23/12

Regie: Sebastien Lefebvre, Alexandre Buisson

Mitwirkende:
Jagwar Ma
Her
Seratones
Adam Naas
LUH
Lescop
The Lemon Twigs
Tinariwen
Cassius

"Les Inrockuptibles", kurz "Les Inrocks", ist der Name eines wöchentlich erscheinenden französischen Musikmagazins. Es wurde 1986 gegründet und hat auch sein eigenes Festival. Musiker und Bands wie The Stone Roses, Blur, Pulp, PJ Harvey, Oasis, Air, Phoenix, The White Stripes, The Libertines, LCD Soundsystem, Franz Ferdinand, Arctic Monkeys und Foals verdanken dem Event ihre Entdeckung. Jean-Daniel Beauvallet, Programmleiter des Festivals, stellt das Line-up 2016 vor: Beim Eröffnungskonzert mit ausschließlich französischen Künstlern versprüht Lescop im Pariser Konzertsaal La Cigale seinen geheimnisvoll-melancholischen Charme, und das Neo-Soul-Kollektiv Her erweist sich als außergewöhnliche Entdeckung. Dann heizen die britisch-niederländische Formation Lost Under Heaven und die Australier von Jagwar Ma dem Publikum im La Cigale kräftig ein. Außerdem bietet das Pariser Duo Cassius einen House, der in die Beine geht, während der ebenfalls aus Paris stammende Adam Naas mit seiner samtweichen Stimme die Zuhörer in seinen Bann zieht. Es geht weiter mit zwei amerikanischen Bands auf der Bühne des wenige Tage zuvor wiedereröffneten Bataclan: Die beiden New Yorker Jungs von The Lemon Twigs, gefolgt von dem sensationellen Quartett Seratones aus Lousiana mit seiner temperamentvollen afroamerikanischen Leadsängerin AJ Haynes. Den krönenden Abschluss bilden Tinariwen mit Rock aus der Sahara.


06:15 Xenius (25 Min.)
Glasforschung – Ein innovativer Baustoff
Magazin Deutschland, 2019
Wiederholung vom 18.11.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:40 Ein Mann, ein Hund, ein Pickup (25 Min.) (HDTV, UT)
Las Vegas, Nevada
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 30.10.

Regie: Hannes Rossacher, Catharina Kleber


07:05 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 26/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Auf Schlangenjagd in Bangkok
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 12.10.

Regie: Lou Petho


08:00 Geheimnisse Asiens – Die schönsten Nationalparks (45 Min.) (HDTV, UT)
Borneos wilde Elefanten
Dokumentationsreihe Deutschland, 2018
Wiederholung vom 14.11.

Regie: Christopher Paul


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 18.11.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Südamerika – So weit das Auge reicht (55 Min.) (HDTV)
Der Urwald
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 04.11.

Regie: Xavier Lefebvre


10:25 Südamerika – So weit das Auge reicht (55 Min.) (HDTV)
Die Andenkordillere
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 06.11.

Regie: Xavier Lefebvre


11:20 Südamerika – So weit das Auge reicht (55 Min.) (HDTV)
Wüsten
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Wiederholung vom 07.11.

Regie: Xavier Lefebvre


12:15 Re: (35 Min.)
Reiches Land – Arme Kinder – Soziale Not in Großbritannien
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 18.11.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 20/11


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 12/11 bis 18/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Normandie: Claude Monets Alabasterküste
An der normannischen Alabasterküste erstrecken sich endlose Strände am Fuße steiler Kreidefelsen. In dieser atemberaubenden Naturkulisse wuchs ein großer Meister auf: Claude Monet verbrachte hier als kleiner Junge seine Sommerferien und sog die schillernden Farben und die maritime Szenerie in sich auf. Später zog er mit Leinwand und Pinsel von Le Havre bis Etretat, malte Hunderte Bilder und vervollkommnete seinen einzigartigen Stil.

(1): Normandie: Claude Monets Alabasterküste
(2): Liverpool: Pop Is All You Need
(3): Moskau: Als der Rote Platz grün wurde


13:55 Der zerrissene Vorhang (120 Min.) (HDTV, UT)
(Torn Curtain)
Spielfilm USA, 1966
Wiederholung vom 11.11.
Produktion: Universal Pictures

Rollen und Darsteller:
Prof. Michael Armstrong – Paul Newman
Dr. Sarah Louise Sherman – Julie Andrews
Gräfin Kuchinska – Lila Kedrova
Heinrich Gerhard – Hansjörg Felmy
Hermann Gromek – Wolfgang Kieling
Prof. Karl Manfred – Günter Strack
Ballerina – Tamara Toumanova
Prof. Gustav Lindt – Ludwig Donath

Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Brian Moore
Musik: John Addison
Kamera: John F. Warren
Schnitt: Bud Hoffman


15:55 Geheimnisvolle Wildblumen (55 Min.) (HDTV, UT)
Wo Wasser nicht weit ist
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 12/11 bis 19/12
Erstausstrahlung

Regie: Anne-Solen Douguet

Ob Seerosen, Sumpf-Schwertlilie oder Schilfgras – diese flexiblen, widerstandsfähigen Arten, die im Wasser gedeihen, brauchen jeweils eine ganz bestimmte Wassermenge, um ihr Gleichgewicht zu finden. Das Wasser ist nicht nur ihr Lebensraum, sondern auch lebenswichtiger Nährstoff für ihre Existenz. Ihre Artenvielfalt ist dem Reichtum an unterschiedlichsten Gewässern zu verdanken. Ganz gleich ob Süß- oder Salzwasser – diese faszinierenden Gewächse haben sich über Millionen von Jahren an ihre Umgebung angepasst. Mit dem Landschaftsarchitekten Eric Lenoir geht die Sendung auf Entdeckungstour in einem wahren Paradies für Seerosen: Der Lac de Grand-Lieu im Département Loire-Atlantique ist wie eine riesige Oase, die auf rund 650 Hektar mit Seerosen übersät ist. Man findet hier verschiedenste Arten wie die faszinierende Nymphaea alba, deren Blütenblätter sich strahlend weiß von der dunklen Wasseroberfläche abheben. Die Wasserpflanze bildet verzweigte Rhizome, mit denen sie im nährstoffreichen Gewässergrund verankert ist. Die langen Blütenstiele sind mit Lufträumen versehen, so dass die Blüte auf der Oberfläche schwimmen kann. Der Paläobotaniker Bernard Gomez befasst sich mit Fossilien, welche über die Millionen Jahre alte Geschichte der Seerose Aufschluss geben. Mit der Entdeckung von mehr als 140 Millionen Jahre alten Pollen konnten weitere Geheimnisse der Seerose gelüftet werden. Bernard Gomez untersucht, wann die ersten Wasserpflanzen entstanden sind und wie sie sich über alle Kontinente ausbreiten könnten.

Hintergrundinfo:
Jean-Jaques Labat, ein Experte für fleischfressende Pflanzen, wiederum zeigt, welche weiteren faszinierenden Arten in Sumpfgebieten zu entdecken sind, wie etwa die Moorlilie oder der Sonnentau, der zur Gattung der fleischfressenden Pflanzen zählt. Wildblumen bezaubern mit ihren Farben, Formen und ihrem Duft. Und sie beeindrucken mit ihrer geheimnisvollen Widerstandskraft. Die Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch artenreiche Naturräume und urbane Landschaften: Vom Mittelmeerraum geht es über Feld- und Wiesenlandschaften, Gewässer, Wälder und Gebirge bis in Städte. Die Streifzüge und die Begegnung mit Menschen, die sich mit der heilenden Wirkung der Pflanzen auskennen oder sich für deren Schutz einsetzen, liefern viele erstaunliche Erkenntnisse.


16:50 Xenius (30 Min.)
Digitaler Stress – Unser Gehirn im Rausch der Informationen

Wir sind vernetzt und immer erreichbar, ständig vibriert das Smartphone, poppt irgendwo ein neues Icon auf, will eine neue Aufgabe dringend erledigt werden. Der moderne Mensch und sein Gehirn sind heutzutage großen Herausforderungen ausgesetzt. Wie gut können wir mit dem digitalen Stress umgehen? Und wie viel ist zu viel? Um das herauszufinden, sind die "Xenius"-Moderatoren Emilie Langlade und Adrian Pflug an der Universität Freiburg zu Gast. Mit Prof. Dr. Andrea Kiesel, die ein Forschungsprojekt zum Thema Multitasking leitet, testen die "Xenius"-Moderatoren in verschiedenen Experimenten, wer besser mit mehreren Aufgaben gleichzeitig zurechtkommt. Dabei wird ihre Aufmerksamkeit auf eine harte Probe gestellt und ihre Fähigkeit getestet, schnell zwischen verschiedenen Aufgaben oder Sprachen hin- und herzuwechseln. Außerdem in "Xenius": Hirnforscher suchen nach Antworten auf die Frage, was die digitale Reizüberflutung für unser Gehirn bedeutet. Ein zentrales Ergebnis: Wer zu viel gleichzeitig erledigen will, macht leichter Fehler. Nur: Wie lässt sich das vermeiden? Und was können wir für das gestresste Gehirn tun? Welche Strategien eignen sich am besten für die Pflege unseres Denkorgans?

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Amerika mit David Yetman (25 Min.) (HDTV)
Brasilien – Die wilde Tierwelt des Sumpfgebiets Pantanal
Dokumentationsreihe USA, 2017
Online verfügbar von 12/11 bis 18/01
Erstausstrahlung

Regie: Dan Duncan

Ohne die Feuchtgebiete dieser Region könnte die Wasserversorgung in Südbrasilien, Paraguay und sogar in Argentinien nicht garantiert werden: Die Rede ist vom brasilianischen Pantanal. Die weltweit einzigartige Landschaft im Südwesten Brasiliens befindet sich in stetiger Veränderung: Ein Mal pro Jahr stehen zwei Drittel des Gebiets metertief unter Wasser. Die daraus entstehende Kombination aus Sumpfgebiet, Savanne, Süß- und auch Salzwasser machen das Pantanal zu einem Naturparadies für Flora und Fauna. Als größtes Binnenlandfeuchtgebiet der Welt ist das Pantanal somit nicht nur Produzent von natürlichen Ressourcen, sondern vor allem auch Heimat für eine einzigartige Vielfalt an Tieren. Neben verschiedensten Vogelarten, von Pelikanen und Adlern bis zu Riesenstorchen, beherbergen die endlosen Flüsse des Pantanals auch zahlreiche Wassertiere. Unter ihnen auch Kaimane, die bis zu drei Meter lang werden und sich vor allem von den Fischen ernähren, die auch Lebensgrundlage vieler Menschen in der Region sind. Jahrhundertealte Fischerbetriebe sind ein Symbol der Region, wo Fische traditionell nicht nur gegessen werden, sondern auch als Grundlage für Textilien dienen.
Doch auch zu Lande ist das Pantanal eine Region voller Geschichte: Die ältesten Farmen des amerikanischen Kontinents können hier um die endlosen Flussufer herum bestaunt werden. Seit mehreren Jahrhunderten halten Cowboys Pferde und Rinder, welche nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Natur und die Düngung der Erden von großer Bedeutung sind. Das brasilianische Pantanal ist damit eines der verbliebenen Beispiele für den ewigen Lebenskreislauf zwischen Mensch, Tier und Natur.


17:45 Zum Sterben schön! (45 Min.) (HDTV, UT)
Kaliforniens Friedhofsstadt Colma
Dokumentation Deutschland, 2019
Wiederholung vom 02.11.

Regie: Viktor Stauder


18:30 Im Reich der Wolga (50 Min.) (HDTV)
Ein Strom wird zum Meer
Folge 2 von 2
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 19/12
Erstausstrahlung

Regie: Henry Mix

Die Wolga ist einzigartig. Alle großen Flüsse der Erde enden in Ozeanen. Nur die Wolga nicht. Europas längster und wasserreichster Strom füllt sein eigenes Meer, den größten Binnensee der Welt: das Kaspische Meer. Auf dem Weg dahin strömt die Wolga durch weite Federgrassteppen und trockene Halbwüsten. Sie bringt Leben in die ebenen Einöden. Kleinere Flüsse, wie die Achtuba, entspringen aus ihr, um ein paar Hundert Kilometer weiter wieder in den Hauptstrom zu münden. Das Reich der Wolga ist an ihrem Unterlauf nur dünn besiedelt, aber reich an Wildtieren. Saiga-Antilopen suchen nach Wasser. Großtrappen zelebrieren ihr Balzritual. Steppenfüchse und Jungfernkraniche kämpfen ums Überleben. Adlerbussarde und Ziesel finden dort Schutz und Brutplätze. Nach über 3.000 Kilometern fächert sich der Strom in Hunderte Einzelflüsse auf. Das Wolgadelta ist das größte und artenreichste Feuchtgebiet Europas und das größte Schilfdelta der Erde. Dort brüten seltene Krauskopfpelikane, und alle Jahre wieder fallen Schwärme von Wanderheuschrecken über das Schilf her und enden als Fischfutter im Kaspischen Meer. Auf Sandbänken vor dem Delta versammeln sich Tausende der einzigartigen Kaspirobben. Neben der Baikalrobbe ist dies der einzige Meeressäuger weltweit, der nicht in einem der Ozeane lebt. Dem Kamerateam ist es gelungen, den faszinierenden Strom und das Meer, das er füllt, in grandiosen Bildern einzufangen und erstmals umfassend zu porträtieren. Die einzigartigen Beobachtungen am Flusslauf des Stromes werden von dem russischen Schriftsteller Wladimir Kaminer unterhaltsam kommentiert.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 20/11


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Kindheit in Grönland – Das nördlichste Kinderheim der Welt
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 18/11 bis 17/02

Im nördlichsten Kinderheim der Welt, auf der Insel Uummannaq in Grönland, greifen Pädagogen zu besonderen Mitteln, um verwaiste und misshandelte Inuit-Kinder zu retten. Die unberührte Natur und die Rückkehr zu alten Traditionen sollen ihnen helfen, die Gewalt aus ihrer frühen Kindheit zu vergessen und ein neues Leben zu beginnen.
Auf der Insel Uummannaq, in der Abgeschiedenheit West-Grönlands, finden verwaiste und misshandelte Inuit-Kinder zurück zu ihren Wurzeln. Im nördlichsten Kinderheim der Welt sollen ihnen grönländische Traditionen und Werte dazu verhelfen, sich von der Vergangenheit zu lösen, eine neue Identität und neues Selbstvertrauen zu entwickeln. Viele von ihnen haben Schreckliches erlebt: Der Vater des 15-jährigen Timmi hat sich umgebracht, seine Mutter wurde von ihrem Freund getötet. Oft sind die Eltern der Kinder Alkoholiker, überfordert mit der Erziehung, depressiv oder verstorben. Grönland hat eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF hat jeder fünfte Grönländer mindestens einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. Auch junge Menschen zwischen 15 und 29 sind besonders gefährdet.


Menschenskinder!
20:15 Kleine Germanen (85 Min.) (HDTV, AD, UT)
Eine Kindheit in der rechten Szene
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Online verfügbar von 19/11 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Mohammad Farokhmanesh, Frank Geiger

Als Kind hat Elsa mit dem geliebten Opa Soldat gespielt. Mit dem ausgestreckten rechten Arm hat sie "Für Führer, Volk und Vaterland!" gerufen. Heute blickt sie auf eine Kindheit zurück, die auf Hass und Lügen gebaut war, und versucht zu verstehen, was die Erziehung in einem rechtsradikalen Umfeld aus ihr und ihren eigenen Kindern gemacht hat. Ausgehend von dieser authentischen Geschichte gewährt "Kleine Germanen" in einer spannenden Verbindung aus Animations- und Dokumentarfilm Einblicke in die Strukturen rechtsextremer Familien verschiedenster Ausprägung. Wir erleben mit, was es heißt, in einem solchen Umfeld aufzuwachsen und tagtäglich dazu erzogen zu werden, das vermeintlich Fremde zu hassen. Wie ist es, in einer Welt aufzuwachsen, in der der Stolz auf die nationale Identität über allem steht? Und was wird aus diesen "kleinen Germanen", wenn sie später einmal groß sind? Das Schicksal von Elsa und ihren eigenen Kindern ist nur ein Beispiel von vielen. Elsa gelingt zwar der Ausstieg aus der rechtsradikalen Szene, aber ihre Entscheidung hat dramatische Folgen.

Hintergrundinfo:
"Kleine Germanen" blickt über die traditionellen Strukturen rechtsextremer Gruppierungen hinaus in einen Teil unserer Mittelstandsgesellschaft, der immer stärker von rechtspopulistischen Strömungen unterspült wird, und konfrontiert den Betrachter mit den Protagonisten einer Ideologie, die ihre Kinder im Geist einer demokratiefeindlichen Welt erziehen.


Menschenskinder!
21:40 Of Fathers and Sons (100 Min.) (HDTV, UT)
Die Kinder des Kalifats
Dokumentarfilm Deutschland, 2018
Online verfügbar von 19/11 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Talal Derki

Der syrische Filmemacher Talal Derki begleitet zwei Jahre lang eine radikal-islamistische Familie im Norden Syriens. Dabei konzentriert sich seine Kamera hauptsächlich auf die Kinder. Der vielfach preisgekrönte Film liefert einen einzigartigen Einblick in eine Kindheit, die von der systematischen Heranführung an radikalislamistisches Gedankengut geprägt ist. Was geschieht in den Köpfen von Kindern und Jugendlichen, die von einem jahrelangen blutigen und zerstörerischen Krieg traumatisiert sind, ohne Hoffnung auf ein Ende und eine friedliche Zukunft? Was geschieht mit ihnen, wenn Eltern, Verwandte und andere Bezugspersonen Hass und Rache predigen und vom Wunsch nach Vergeltung beseelt sind?"Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats" des in Berlin lebenden syrischen Filmemachers Talal Derki erzählt vom Alltag der Großfamilie des Rebellenführers Abu Osama und seiner beiden ältesten Söhne Osama und Ayman während des Krieges in Syrien. Die Familie lebt in einem Dorf im Nordwesten des Landes, nahe Idlib – einer Gegend, die von radikalen Salafisten dominiert wird. Die Islamisten der Al-Nusra-Front bilden Kinder und Jugendliche im Namen der Religion zu Kämpfern aus. Das Ziel: die Errichtung eines Kalifats, das die nächste und übernächste Generation auf ihren Schultern tragen und vollenden soll. Talal Derki und sein Kameramann sind Abu Osama und den Kindern sowie anderen Mitgliedern des Clans über mehr als zwei Jahre lang mit der Kamera gefolgt. Aufgrund des ihm gewährten exklusiven Zugangs gelang ihm ein einmaliger Einblick ins Innere einer salafistischen Familie und einer radikalislamischen Gruppe. Der Dokumentarfilm versucht den Zuschauern zu vermitteln, welchen Preis die Menschen in diesem grausamen Bürgerkrieg zahlen müssen.

Hintergrundinfo:
Der Film erhielt zahlreiche Preise und wurde auf internationalen Festivals mit großem Erfolg aufgeführt. Unter anderem wurde er für den Oscar 2019 nominiert, erhielt den Deutschen Filmpreis 2019 und den World Cinema Documentary Grand Jury Prize beim Sundance Film Festival 2018.


Menschenskinder!
23:20 Verlorene Seelen (55 Min.) (HDTV)
Die Kinder des IS
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 19/11 bis 26/11
Erstausstrahlung

Regie: Francesca Mannocchi, Alessio Romenzi

Für den IS sind Kinder ein Teil der Strategie. Sie sind die Waffe, um das Erbe ihrer Väter in die Zukunft zu tragen: das große, globale Kalifat.
Eine halbe Million Kinder und Teenager lebten während der dreijährigen Besetzung des IS alleine in Mossul. In den von der Islamistengruppe kontrollierten Schulen und Camps wurden sie zu Märtyrern ausgebildet. Man nennt sie die "Lion Cubs" des Kalifats. Viele von ihnen haben aktiv für den IS gekämpft. Diese Kinder wurden ausgebildet, um zu töten, sich ohne Angst oder Skrupel selbst in die Luft zu sprengen. Nach der Befreiung von Mossul leben die Täter und Opfer nebeneinander weiter – und die irakische Regierung hat die Verantwortung, sie gemeinsam in die Zukunft zu führen.

Hintergrundinfo:
Die Dokumentation "Verlorene Seelen" verfolgt die Kriegsmonate und die Zeit danach durch die Stimmen der Kinder, die zu Selbstmordattentätern ausgebildet wurden, aber auch ihrer Opfer und derer, die sie bekämpft haben. Es stellt sich die Frage: Wie geht es weiter? Was wird aus diesen Kindern, die an den IS und das Märtyrertum glauben? Kinder, die gefangen waren, Waffen tragen mussten und gezwungen wurden, Gewalt auszuüben.


00:15 Zimmer 108 (55 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 5 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 19/11 bis 27/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Hannes Vanderkerk – Tom Jansen

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Bundespolizistin Marion Schneider muss die Konsequenzen ihres Holland-Aufenthalts tragen. Das Hotel klagt nun auf Schadenersatz, und ihr Vorgesetzter erteilt ihr eine Abmahnung. Zudem soll die DNA-Probe von Melanie zur Strafe nicht mit Priorität untersucht werden. Doch es gibt eine weitere Spur: Auf einem Überwachungsvideo ist Kato kurz vor ihrem Tod auf dem Rücksitz eines Motorrads zu sehen. Aber wer ist der Fahrer? Zu erkennen ist nur eine schwarze Lederjacke. Luc und Kristel werden aufs Revier bestellt, um den Fahrer zu identifizieren. Dabei macht Kristel sich und Luc große Vorwürfe. Die Polizei überträgt eine Fahndung im lokalen Fernsehen und erhofft sich weitere Hinweise.
Als Kato mit anhören muss, wie Melanie ihrem Schwager gesteht, Katos Leiche in den Baggersee geworfen zu haben, um die Wiedereröffnung des Beau Séjour nicht zu gefährden, fährt sie völlig außer sich auf ihrem Motorrad davon. Alexander Vinken droht ihr, um zu verhindern, dass sensible Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.
Schließlich muss er Melanie und Leon beschützen, also bietet er Kato einen Deal an: Für ihr Schweigen erhält sie den Namen des Motorrad-Fahrers, nach dem gefahndet wird. Es ist Hannes Vanderkerk, ein holländischer Importeur von Festartikeln mit üblem Ruf, von dem sie sich lieber fernhalten sollte. Könnte er ihr Mörder sein? Kato muss herausfinden, ob er etwas mit dem Ecstasy zu tun hat, und geht zusammen mit Charlie auf eine Studentenparty, bei der mit "Blue Ghosts" gedealt wird. Doch als der Name Vanderkerk fällt, eskaliert die Situation …


01:10 Zimmer 108 (50 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 6 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 19/11 bis 27/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Hannes Vanderkerk – Tom Jansen

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Kato befindet sich auf Hannes Vanderkerks Anwesen: Endlich konnte sie ihn aufspüren und steht ihm plötzlich bei der Hochzeit seiner Schwester gegenüber. Dabei stellt Kato fest, dass auch er sie sehen kann. Doch was ist die Verbindung zwischen Vanderkerk und den anderen fünf Menschen, die Kato sehen können?
Um die Bundespolizei auf die richtige Spur zu locken, schickt Charlie den USB-Stick mit dem fehlenden Teil des Überwachungsvideos samt der Adresse von Vanderkerk an Marion Schneider. Da Ines in die Ecstasy-Deals mit Vanderkerks Pillen verwickelt war, muss sie sich einem Verhör unterziehen. Kato erfährt von den Lügen ihrer Freundin und ihr wird klar, dass sie eigentlich niemandem trauen kann.
So hintergeht auch Sofia ihre verstorbene Halbschwester, indem sie immer wieder Katos Moto-Cross-Ausrüstung trägt, um Leon näherzukommen. Dringend muss sie herausfinden, welches Geheimnis ihre Eltern verbindet und weshalb Leon immer noch zögert, sich ihr zu nähern. Währenddessen hält Luc die Trauer Kristels nicht länger aus und will ihr beweisen, dass Kato immer noch existiert.
Oberinspektor Alexander Vinken hat noch nicht aufgegeben und will auch die letzten Beweise, Melanies Speichelproben, im forensischen Labor heimlich vernichten. Was ist die Verbindung zwischen Alexander Vinken und dem mysteriösen Hannes Vanderkerk, und wieso versuchte er ihn zu decken? Kato wird aus seinem Verhalten nicht schlau …


02:00 Zimmer 108 (50 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 7 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 19/11 bis 27/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Hannes Vanderkerk – Tom Jansen

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Das Sex-Video von Sofia und Leon wurde online gestellt, und Sofia gerät in Panik: Wer hat das Video gedreht und hochgeladen? Auch Melanie erhält eine anonyme E-Mail mit einem Link. Als Kato ihre Halbschwester zur Rede stellt, gesteht Sofia bedrückt, dass sie schon seit langer Zeit ein Auge auf Leon geworfen hatte. Am Abend des Schützenfestes habe sie Kato eine Ecstasy-Pille in ihr Getränk gemischt, um sie vor Leon zu blamieren. Als Sofia zu weinen beginnt, gibt Kato Leon frei und verzeiht ihr.
Luc trifft sich weiterhin mit Kristel, damit sie sich gemeinsam mit Kato "verabreden" können. In Wirklichkeit ist Kato gar nicht anwesend, aber Luc genießt es, mit Kristel Zeit zu verbringen. Marcus ist verärgert über die Treffen von Kristel und Luc und sieht, wie seine Frau manipuliert wird. Er beschließt, sich an Luc zu rächen, und bricht nachts in die Schule ein, um auf Lucs Schreibtisch zu pinkeln. Seitdem die ganze Stadt weiß, dass Ines mit Ecstasy dealt, kann Marcus sie nicht länger in seinem Gemüseladen beschäftigen. Ines weint bitterlich, mit einem Ultraschallfoto in der Hand: Sie ist schwanger.
Da der Mord an Vanderkerk als Notwehr eingestuft wurde, wird Alexander Vinken wieder freigelassen. Unterdessen erhalten Dora Plettinckx und Marion Schneider endlich die Ergebnisse des DNA-Tests: Die Wimper auf Katos Körper stammt von Melanie Engelenhof …


02:50 Fotografen auf Reisen (30 Min.) (HDTV)
Papua-Neuguinea – Feuertänzer
Folge 6 von 10
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 11.11.

Regie: Quincy Russell


03:20 28 Minuten (46 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 20/11 bis 19/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:06 Sendeschluss

*

Mittwoch, 20. November 2019


05:00 Andris Nelsons dirigiert Tschaikowskys 5. Symphonie (75 Min.) (HDTV)
Musik Deutschland, 2019
Wiederholung vom 17.11.

Regie: Ute Feudel Dirigent: Andris Nelsons


06:15 Xenius (25 Min.)
Helme und Protektoren – Wie sie uns schützen
Magazin Deutschland, 2019
Wiederholung vom 19.11.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:40 Schau in meine Welt (30 Min.) (HDTV)
Federico und die wilden Pferde
Kindersendung Deutschland, 2015
Online verfügbar von 20/11 bis 27/11

Regie: Maria Teresa Curzio

Der zehnjährige Federico liebt wilde, ungezähmte Pferde. Seine Familie züchtet sie seit fünf Generationen. Zusammen mit Vater, Mutter und Schwester lebt er auf einer sogenannten Estancia, einem Landgut, im Norden von Uruguay, nahe der Grenze zu Brasilien. Fredericos besondere Begabung gilt dem Kommentieren von Rodeos auf Wildpferden. Nun wurde er zusammen mit seiner Familie zum landesweit größten Rodeo-Event in die Hauptstadt Montevideo eingeladen, um dort vor einem großen Publikum sein Können zu beweisen. Federico liebt wilde, ungezähmte Pferde. Seine Familie züchtet sie seit fünf Generationen. Zusammen mit Vater, Mutter und Schwester lebt er auf einer Estancia, einem Landgut, im Norden von Uruguay, nahe der Grenze zu Brasilien. Der Zehnjährige hat eine ganz besondere Leidenschaft: Er kommentiert Rodeos. "Ich kann spüren, was ein Pferd denkt und fühlt, und ich kann es in Worte fassen", sagt er. Federicos Kommentare sind kurz und spritzig, denn ein Rodeo-Ritt dauert nur wenige Augenblicke, eben nur so lange, wie sich ein Reiter auf dem wilden Pferd halten kann.
Das Kommentieren von Rodeos hat sich Federico selbst beigebracht. Angefangen hatte alles mit einem verwaisten Lamm namens Beba, das Federicos Vater seinem Sohn geschenkt hatte. Auf ihm durfte er reiten. "Und als ich dann auf Beba saß, habe ich einfach beschrieben, was ich gerade mache", berichtet Federico.
In seiner Region ist der Zehnjährige längst als einziges Kind in einer Welt von erwachsenen Kommentatoren berühmt. Deshalb wird er nun zusammen mit seiner Familie zum landesweit größten Rodeo-Event in die Hauptstadt Montevideo eingeladen.


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 20/11 bis 27/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Nepal – Im Reich der klingenden Schalen
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 10.11.

Regie: Cordula Stadter


08:00 Vom Erdboden verschluckt (45 Min.) (HDTV)
Mysterium Sinkloch
Dokumentation USA, 2015
Wiederholung vom 15.11.

Regie: Larry Klein


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 19.11.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Schweden
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 04.11.

Regie: Johannes Backes


10:20 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
Finnland
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 05.11.

Regie: Johannes Backes


11:05 Kreuzfahrt in die Ostsee – Ein Sommer auf dem Wasser (45 Min.) (HDTV, UT)
St. Petersburg
Dokumentationsreihe Deutschland, 2019
Wiederholung vom 06.11.

Regie: Johannes Backes


11:50 Wie das Land, so der Mensch (25 Min.) (HDTV)
Schottland
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 01.11.

Regie: Emmanuel Descombes


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Kindheit in Grönland – Das nördlichste Kinderheim der Welt
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 19.11.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 20/11 bis 21/11


13:00 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 13/11 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Mähren: Mucha und die tschechische Unabhängigkeit
Grüne Hügel, weite Wälder, gewundene Flüsse: Die Landschaft Mährens hat etwas Melancholisches. Hier, im Osten des heutigen Tschechien, wuchs Alfons Mucha auf und entwickelte eine ganz eigene künstlerische Sensibilität. Seine Bilder, in denen der Einfluss seiner ländlichen Heimat zu spüren ist, sind eine Ode an die tschechische Seele und ein Symbol für die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei Anfang des 20. Jahrhunderts.

(1): Mähren: Mucha und die tschechische Unabhängigkeit
(2): Burgund: Cluny, das Zentrum der Christenheit
(3): Tokio: Rundfunkpropaganda auf Japanisch


13:50 Charlie & Louise (90 Min.) (HDTV, AD)
Das doppelte Lottchen
Fernsehfilm Deutschland, 1994
Produktion: Filmproduktion Peter Zenk, Bavaria Film, Perathon Film

Rollen und Darsteller:
Charlotte Palfy – Fritzi Eichhorn
Louise Kröger – Floriane Eichhorn
Wolf Palfy – Heiner Lauterbach
Sabine Kröger – Corinna Harfouch
Dr. Dieter Reich – Hanns Zischler
Jochen – Hans-Werner Meyer

Regie: Joseph Vilsmaier
Produzent: Günter Rohrbach, Joseph Vilsmaier, Peter Zenk
Drehbuch: Stephan Reinhart, Klaus Richter
Musik: Norbert J. Schneider
Kamera: Joseph Vilsmaier
Schnitt: Hannes Nikel

Während ihrer Sprachferien in Schottland treffen die freche, mit Baseballkappe und Walkman ausgestattete Charlie und die brave, elegant gekleidete Louise aufeinander. Anfangs können sie sich nicht ausstehen. Aber merkwürdigerweise sehen die beiden sich zum Verwechseln ähnlich. Charlie und Louise gehen der Sache auf den Grund und erleben eine Überraschung: Sie sind Zwillinge. Als Babys wurden die Mädchen bei der Scheidung ihrer Eltern getrennt. Louise ist bei Mutter Sabine geblieben und Charlie bei ihrem Vater Wolf aufgewachsen. Während der chaotische Wolf als Komponist an einem kleinen, ständig unter Geldmangel leidenden Theater in Berlin-Kreuzberg arbeitet, ist Mutter Sabine erfolgreiche Werbeagentin in Hamburg. Die Zwillinge ergreifen die schicksalhafte Gelegenheit beim Schopf und nehmen heimlich die Rolle der jeweils anderen ein, um den ihnen vorenthaltenen anderen Elternteil kennenzulernen. Doch das stellt die grundverschiedenen Mädchen vor allerlei Herausforderungen. Gemeinsam hecken die beiden einen Plan aus, um ihre Eltern wieder zusammenzubringen …

Hintergrundinfo:
Nach einer filmtechnischen Ausbildung bei ARRI in München arbeitete der 1939 geborene Joseph Vilsmaier zunächst als Kameramann, bevor er auch das Regiefach für sich entdeckte. Bereits seine erste Regiearbeit "Herbstmilch" (1989) wurde zum Kassenschlager und brachte ihm einen Deutschen Filmpreis in Silber ein. Weitere Erfolge feierte er mit "Stalingrad" (1993) und "Comedian Harmonists" (1997). Bei der modernen Adaption des Kästner'schen Kinderbuchklassikers "Das doppelte Lottchen" führte Vilsmaier Regie, produzierte den Film und stand hinter der Kamera.


15:20 Fotografen auf Reisen (30 Min.) (HDTV)
Vanuatu – Die Bewahrer des Cargo-Kults
Folge 10 von 10
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 15.11.

Regie: Timo Ebermann


15:50 Geheimnisvolle Wildblumen (55 Min.) (HDTV, UT)
Hoch oben am Hang
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 13/11 bis 20/12
Erstausstrahlung

Regie: Vincent Fooy

Hinter der zarten Erscheinung der Wildblumen verbirgt sich eine enorme Resilienz. Sie sind nicht nur in sattgrünen Ebenen oder auf sanften Hügeln angesiedelt, sondern trotzen auch Kälte, Schnee und Wind im Hochland. Wie ist es diesen fragilen Lebewesen gelungen, die höchsten Gipfel zu erobern? Krokusse und Narzissen sind unter den ersten Blumen, die nach den harten Wintern im Hochland blühen. Wenn es Frühjahr wird, zeigen sich auch Sternhyazinthen, der Alpen-Hahnenfuß und die Hunds-Zahnlilie unter den ersten Sonnenstrahlen auf den Bergwiesen wieder. In den Bergen verbreiten sich Blumen häufig nicht über Samen weiter, sondern haben eine alternative Überlebensstrategie entwickelt. Sie sammeln während des Sommers Energie – wie etwa die Orchidee in ihren Wurzelknollen, die Iris in ihrem Rhizom oder der Krokus in seiner Blütenzwiebel, so dass diese Pflanzen im nächsten Frühjahr schnell wieder in der Blüte stehen können. Im Frühjahr streift Sabrina Millot über die Wiesen, um Kräuter und essbare Blumen zu sammeln. Sie verwendet sie in der Küche oder für Heilkräutertees. Die Flora verändert sich je höher man in die Bergregionen vordringt, und auch die Zeit der Vegetation verkürzt sich. In jener ökologischen Nische behaupten sich nur die erfindungsreichsten Pflanzen, wie etwa die blaue Alpendistel, die zu den bedrohten Arten zählt. Noch höher in den hochalpinen Regionen sind die Winter länger, so dass die Pflanzen nur noch drei bis fünf Monate Zeit haben, um dort zu wachsen und sich fortzupflanzen. In solchen Regionen geht der Philosoph Yves Paccalet auf die Suche nach geheimnisvollen Gewächsen wie beispielsweise dem Wachtelweizen, der im Schatten der Bäume auch mit weniger Sonne auskommt. Die Alpen-Soldanelle, die in extremen klimatischen Bedingungen überleben kann, siedelt sich noch ein wenig höher an.

Hintergrundinfo:
Wildblumen bezaubern mit ihren Farben, ihrer Form und ihrem Duft. Und sie beeindrucken mit ihrer geheimnisvollen Widerstandskraft. Die Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch artenreiche Naturräume und urbane Landschaften: Vom Mittelmeerraum geht es über Feld- und Wiesenlandschaften, Gewässer, Wälder und Gebirge bis in Städte. Die Streifzüge und die Begegnung mit Menschen, die sich mit der heilenden Wirkung der Pflanzen auskennen oder sich für deren Schutz einsetzen, liefern viele erstaunliche Erkenntnisse.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Vielseitige Federn – Nicht nur zum Fliegen nützlich
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 19/11 bis 18/02

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug

Federn: Für Vögel sind sie ein essenzieller Bestandteil ihres Körpers. Ohne Federn könnten Vögel nicht fliegen, weniger gut schwimmen und kaum dem anderen Geschlecht imponieren. Im Laufe der Evolution haben sich unterschiedlichste Formen und Arten von Federn entwickelt. Schon die Dinosaurier besaßen Federn. Im Gegensatz zu den Vögeln, nutzten sie ihr Gefieder jedoch an erster Stelle als Wärmespeicher. Auch die Menschen sind an dieser Nutzungsart interessiert. Die fast kiellosen und superflauschigen Federn von Gänsen, die Daunen, werden in Kissen, Decken und Jacken vor allem zum Wärmen verwendet. Aber mittlerweile interessiert sich auch die Wissenschaft für den nachhaltigen Rohstoff. Könnten Federn womöglich das Ausgangsmaterial für einen Kunststoffersatz sein? Die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade besuchen einen der letzten Daunenhandwerker Frankreichs. Von ihm lassen sie sich in seiner Firma im Perigord in die Kunst der Daunenverarbeitung einführen und befüllen eine Daunenjacke.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:10 Amerika mit David Yetman (30 Min.) (HDTV)
Brasilien – Die Amazonaswelle "Pororoca"
Dokumentationsreihe USA, 2017
Online verfügbar von 13/11 bis 19/01
Erstausstrahlung

Regie: Dan Duncan

Pororoca heißt in der Sprache der brasilianischen Tupi in etwa so viel wie "Wasserdonnerlärm". In den Amazonas-Gebieten Brasiliens steht das Wort für die Tidenwelle, die mehrmals im Jahr den größten Fluss der Welt hinaufschwappt. Früher war der Name Pororoca vor allem ein Symbol für das Leid und die Zerstörung, die die Amazonaswelle mit sich brachte. In den letzten Jahren ist die Pororoca aber zur Surfer-Sensation und einem internationalen Event geworden, von dem viele Einheimische profitieren.
Wenn der Amazonas im Frühjahr wenig Wasser führt und der Mond richtig zur Erde steht, drückt sich das Meereswasser hunderte Kilometer weit ins Landesinnere hinein und erzeugt einen Tidenhub von bis zu fünf Metern, der auch die zahlreichen Nebenarme des Amazonas erreicht. Die Pororoca reißt alles mit, was sich ihr in den Weg stellt und überflutet die Uferregionen teilweise hunderte Meter weit. Damit sorgt die Pororoca auch dafür, dass der Amazonas nicht versandet. Die Ureinwohner des Regenwaldes nutzen den von der Pororoca angespülten Schlamm zur Düngung ihrer Äcker.
Für viele Surfer aber bildet sich in den engen Ausläufern des Amazonas die perfekte Welle, auf der sie – anders als am Strand – kilometerweit surfen können. Sao Domingos do Capim, eine ansonsten verlassene Kleinstadt mit 30.000 Einwohnern am Ufer des Amazonas-Nebenarms Capim, wird dann zur internationalen Surferhochburg. Jedes Jahr zwischen März und April finden dort Surfweltmeisterschaften statt, bei denen sich einheimische und ausländische Surfer auf der Pororoca messen. Sämtliche Hotels in der Stadt sind dann ausgebucht, und die Einwohnerzahl verdoppelt sich für mehrere Wochen.


17:40 Sibirien – Büffeln in der Tundra (50 Min.) (HDTV)
Estland
Dokumentation Russische Föderation, 2018
Online verfügbar von 13/11 bis 13/12
Erstausstrahlung

Regie: Ksenia Elyan

Die Familie Scharkow – das sind Vater Pawel, Mutter Wassilissa und ihre vier Kinder – gehört der dolganischen Gemeinschaft an, einem der letzten indigenen Völker Sibiriens. Die Dolganen zählen etwa 8.000 Menschen. Als Jäger, Fischer und Rentierzüchter setzen sie im nördlichsten Teil Sibiriens ihre traditionelle nomadische Lebensweise fort. Sie wohnen in Baloks, winzigen Häusern aus Rentierfell und Holzbrettern, die auf breite Skier montiert sind und mit Holzöfen beheizt werden.
Bis vor kurzem wurden die Kinder in Pensionate geschickt, wo sie von ihrer Familie und damit ihrer Kultur getrennt waren. Nunmehr gibt es die Möglichkeit des Hausunterrichts, wobei die Lehrer von den russischen Behörden zugeteilt werden. Jede Familie, die sich für die Teilnahme an diesem Programm entscheidet, bekommt zwei zusätzliche Baloks, einen für den Unterricht, den anderen für die Lehrkraft, sowie Schreibtische, Stühle, eine Tafel, Schulbücher, ein Barrel Rohöl, einen Motorschlitten – und ein Putin-Bild. Der siebenjährige Sachar und sein neunjähriger Bruder Prokopy verbringen ihre Tage mit ihrer neuen Lehrerin Nelly, bis ihre Familie mit ihren 400 Rentieren wieder zu einem neuen Ort aufbricht.


18:30 Albaniens letzte Züge (50 Min.)
Dokumentation Deutschland, 2019
Online verfügbar von 19/11 bis 20/12
Erstausstrahlung

Regie: Antonia Coenen

"Wer in Albanien in den Zug einsteigt, der steigt in Albanien auch wieder aus", heißt es in Albanien. Das Schienennetz des Landes wurde nie erfolgreich an das seiner europäischen Nachbarstaaten angeschlossen. Der Bahnbetrieb Albaniens droht sogar ganz eingestellt zu werden, zugunsten des Ausbaus der Straßen. Ganze 50 Zugführer soll es noch im Land geben, die sich als Mechaniker auch um die Wartung ihrer altersschwachen Dieselloks kümmern müssen. Die Dokumentation zeigt einen von ihnen, Vladimir Shyti, und die Zugchefin Florida Kucuku auf einer Reise in den Norden, Süden und Osten des Landes, auf den letzten verbliebenen Streckenabschnitten durch eine intakte Naturlandschaft. Der Wind pfeift durch zerbrochene Fensterscheiben, Äste peitschen gegen die 112 Tonnen schwere Lok. Es klingt gefährlich und ist es auch, denn Sicherheitsvorkehrungen gibt es nicht. Auch zahlreiche Bahnübergänge, die der Zug passiert, sind nicht gesichert und stellen sowohl für Fußgänger, Fahrradfahrer und Tiere eine große Gefahr dar. Das führt nicht selten zu schweren Unfällen. In Durres, auch das "Tor zum Mittelmeer" genannt, nehmen alle noch verbliebenen Züge des Landes ihre Fahrt auf, und dort endet jede Bahnfahrt auch wieder. Wer dort einsteigt, sollte genug Zeit und Geduld mitbringen. Zwar ist das Bahnfahren mehr als preiswert, aber dafür kann es zeitlich nicht mit dem Auto konkurrieren. Das schlägt sich in den Passagierzahlen nieder. Kaum jemand fährt mit dem Zug. Wie lange wird es diese Art von Fortbewegungsmittel in Albanien noch geben?


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 20/11 bis 21/11


19:40 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Leben in Würde – Ajnas Ringen für Bosniens "Kinder der Schande"
Reportage Deutschland, 2018
Online verfügbar von 19/11 bis 18/02

"Nevidljiva djeca" heißen sie in Bosnien-Herzegowina: unsichtbare Kinder. Ihre Mütter wurden während des Jugoslawien-Krieges vergewaltigt und geschwängert, von feindlichen Soldaten, aber auch von Soldaten der UN-Friedenstruppen. Ajna Jusic ist eines von ihnen. Sie fordert, Kinder von Kriegsvergewaltigungen offiziell als Kriegsopfer anzuerkennen. Ajna Jusic ist die Tochter einer Bosniakin, die während des Jugoslawien-Krieges von einem kroatischen Soldaten vergewaltigt wurde. Jahrelang hat die junge Frau nichts von ihrer gewaltsamen Zeugung gewusst.Schätzungen des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften gehen davon aus, dass während des Krieges 2.000 bis 4.000 bosnische Kinder nach Vergewaltigungen zur Welt gekommen sind.

Hintergrundinfo:
Von der Gesellschaft vielfach ausgegrenzt und stigmatisiert, fristeten viele der "unsichtbaren Kinder" ein Schattendasein. Doch mit dieser Diskriminierung soll nun Schluss sein. Ajna Jusic will sie über ihre NGO "Forgotten Children of War" zusammenbringen und ihnen eine Stimme geben. In der Gemeinschaft, so Ajnas Hoffnung, können sie das Geschehene endlich verarbeiten und sich gegenseitig therapieren. Es geht ihnen um Anerkennung und Respekt, sie wollen sich nicht länger für ihre Herkunft schämen müssen. Aber Ajna geht es noch um viel mehr: Sie will Druck auf die bosnische Regierung ausüben. Denn bis heute werden die Kinder von Kriegsvergewaltigungen offiziell nicht als Kriegsopfer anerkannt.


Menschenskinder!
20:15 Verbotene Spiele (85 Min.) (HDTV, s/w)
(Jeux interdits)
Spielfilm Frankreich, 1951
Produktion: Silver-Films

Rollen und Darsteller:
Paulette – Brigitte Fossey
Michel Dollé – Georges Poujouly
Madame Dollé – Suzanne Courtal
Joseph Dollé – Lucien Hubert
Herr Gouard – André Wasley
Francis Gouard – Amédée
Berthe Dollé – Laurence Badie

Regie: René Clément
Produzent: Robert Dorfmann
Drehbuch: Jean Aurenche, Pierre Bost, François Boyer, René Clément
Musik: Narciso Yepes
Kamera: Robert Juillard
Schnitt: Roger Dwyre

Frankreich 1940, während der sogenannten "drôle de guerre": Bei einem Tieffliegerangriff der Deutschen kommen die Eltern der fünfjährigen Paulette und ihr kleiner Hund ums Leben. Ziellos durchstreift das Mädchen mit dem toten Hund auf dem Arm die Gegend, bis es auf den elfjährigen Bauernsohn Michel trifft. Der nimmt es unter seine Fittiche und bringt es auf dem Hof seiner Eltern unter, wo sein älterer Bruder im Sterben liegt.
Um Paulette über den Tod ihres Hundes hinwegzutrösten, legt er mit ihr einen Tierfriedhof an. Die Kreuze für die kleinen Gräber finden sie auf einem Leichenwagen, auf dem Friedhof, ja selbst aus der Kirche stehlen sie die Grabkreuze. Die Kinder spielen "Krieg" und "Friedhof", weil es die einzige Realität ist, die sie umgibt. Zwischen Paulette und Michel entsteht eine tiefe, anrührende Beziehung. Bis Paulette vom Roten Kreuz aufgegriffen wird. Ein erschütternder Film, der in der Stilisierung und Idealisierung einer "heilen" Kinderwelt schonungslos die Grausamkeit und Gedankenlosigkeit des alltäglichen Lebens aufzeigt.

Hintergrundinfo:
"Verbotene Spiele" ist die Verfilmung des gleichnamigen, 1947 veröffentlichten Romans von François Boyer. Die Filmmusik schrieb der spanische Gitarrist und Komponist Narciso Yepes. Das Hauptthema "Romance Anónimo", welches den Film leitmotivisch durchzieht, wurde weltberühmt. Es handelt sich um den ersten Film der damals fünfjährigen Brigitte Fossey, die eine große Schauspielkarriere machen sollte. "Verbotene Spiele" wurde mit dem Goldenen Löwen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig und mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet.


Menschenskinder!
21:40 The Kid (50 Min.) (HDTV, AD, s/w, UT)
Stummfilm USA, 1921
Produktion: Charles Chaplin Productions

Rollen und Darsteller:
Der Vagabund Charlie – Charles Chaplin
Kind – Jackie Coogan
Mutter – Edna Purviance
Künstler – Carl Miller
Polizist – Tom Wilson
Bully – Charles Reisner

Regie: Charles Chaplin
Produzent: Charles Chaplin
Drehbuch: Charles Chaplin
Musik: Charles Chaplin
Kamera: Roland Totheroh Dirigent: Eric Rogers
Schnitt: Charles Chaplin

Der Vagabund Charlie liest in den Londoner Slums ein ausgesetztes Baby auf und findet sich – zuerst widerstrebend, dann mit Hingabe – in der Rolle des Pflegevaters. Als die inzwischen zur berühmten Schauspielerin avancierte ledige Mutter auftaucht, scheint die Stunde der Trennung gekommen. Doch letztendlich wird Charlies sehnlichster Traum wahr: Alle drei finden zu einer glücklichen Familie zusammen.

Hintergrundinfo:
Chaplin reflektiert in seinem ersten Spielfilm die eigene Kindheit. Eine sentimentale, bittere, sozialkritische Tragikomödie, in der sich Realismus, Romantik und Phantasmagorie dank Chaplins und des kleinen Jackie Coogans unwiderstehlicher Darstellung mit Gags und Slapstick zu einem großen Kinovergnügen verbinden.


Menschenskinder!
22:30 Oleg, eine Kindheit im Krieg (95 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentarfilm Norwegen, 2018
Online verfügbar von 20/11 bis 27/11
Erstausstrahlung

Regie: Simon Lereng Wilmont

Eine Kindheit an der Kriegsfront in der Ostukraine: Der Dokumentarfilm von Simon Lereng Wilmont erzählt ein Jahr im Leben des zehnjährigen Ukrainers Oleg, dessen kindliche Unschuld unter dem Druck der Kriegswirren nach und nach verloren geht. Oleg lebt bei seiner geliebten Großmutter Alexandra in einem kleinen Dorf namens Hnutove. Sie können nirgendwo anders hin und müssen zusehen, wie immer mehr Nachbarn den Ort verlassen. Das Leben wird von Tag zu Tag schwieriger und der Krieg scheint endlos. In dem halb leeren Dorf haben Oleg und Alexandra nur einander.

Hintergrundinfo:
Der Film veranschaulicht, wie fragil aber lebenswichtig enge Bindungen sein können, und was es für ein Kind bedeutet, im Krieg aufzuwachsen, wie das universelle kindliche Verlangen, die Welt zu verstehen, von den Gefahren und besonderen Anforderungen des Krieges beeinflusst wird. "Oleg, eine Kindheit im Krieg" zeigt, welche Folgen der Konflikt in der Ostukraine für die Kinder hat, und welche Narben und schmerzlich erworbenen Lebenserfahrungen diese Generation davontragen wird.


00:05 Zimmer 108 (50 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 8 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 20/11 bis 28/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Die ganze Stadt ist nach dem Doppelmord an Sofia und dem Moto-Cross-Champion Leon in Aufruhr. Bundespolizistin Marion Schneider ist ratlos: Sind sie nun auf der Suche nach zwei Mördern, oder ist das gar das Werk eines Serienmörders? Bei der Durchsuchung von Sofias Zimmer stößt Marion Schneider auf die Familientragödie um den Unfall von Melanies Mann und Marcus' Frau. Marcus gerät unter Verdacht, da sein Gemüselaster zu später Stunde auf einem Überwachungsvideo zu sehen ist, doch die Aufzeichnungen seines Apnoe-Geräts verschaffen ihm ein Alibi. Kato fragt sich, ob der Mord an Sofia und Leon mit ihrem in Verbindung stehen könnte. Sie beginnt immer mehr ihre "Seher" zu verdächtigen, da diese Geheimnisse vor ihr haben.
Marcus, Kristel und Cyril ziehen vorübergehend auf den Bauernhof von Großmutter Renee. Die alte Dame versucht, ihre Familie zu vereinen, wird aber von Schuldgefühlen geplagt. Melanie steht nach dem Mord an ihrem Sohn Leon unter Schock und versucht in ihrer Zelle, Selbstmord zu begehen. Oberinspektor Alexander Vinken, seine Frau Hild und sein Sohn Charlie kümmern sich um die Beerdigung von Leon. Alexander ist am Boden zerstört, seinen Lieblingsneffen und Moto-Cross-Zögling Leon verloren zu haben. Die Jagd nach dessen Mörder erscheint aussichtslos, doch da erreicht ihn die Neuigkeit, dass jemand alle drei Morde gestanden habe: sein Sohn Charlie.


00:55 Zimmer 108 (55 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 9 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 20/11 bis 28/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Hannes Vanderkerk – Tom Jansen

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Alle Puzzleteile der Mordermittlung scheinen plötzlich zusammenzupassen: Charlie behauptet, aus Eifersucht gehandelt zu haben, da er seinen Cousin Leon immer beneidet habe. Kühl und detailliert berichtet er, wie er zuerst Kato und danach Leon und Sofia umgebracht hat. Doch Marion Schneider ist von Charlies Geständnis nicht überzeugt und will die Rekonstruktion der Tat vor Ort abwarten, bevor sie ihn hinter Gitter bringt. Auch Kato und Alexander Vinken zweifeln an Charlies Geständnis. Vielmehr vermutet Vinken hinter den Morden die Vertrauensmänner von Vanderkerk. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er ein geheimes unterirdisches Labor, in dem Vanderkerk seine Drogen hergestellt haben muss. Zu seiner großen Überraschung stellt er fest, dass der Keller Katos Großmutter Renee gehört, die ihn an Vanderkerk vermietet hat. Sie bestätigt, dass sich Vanderkerk in der Mordnacht sturzbetrunken in ihrem Keller aufhielt und somit das Verbrechen nicht begangen haben kann. Vinkens Theorie ist also hinfällig.
Unterdessen stößt Kato auf neue Hinweise: Auf dem Blog eines gewissen "White" findet sie ihre eigenen Kommentare, die zeigen, dass sie sich in der Mordnacht mit White auf dem Schützenfest verabredet hatte. Ines und Kato versuchen, White zu kontaktieren und ihn zu treffen. Dabei gesteht Ines schuldbewusst, dass sie von Luc schwanger und in ihn verliebt ist. In der Mordnacht habe sie Kato weggeschickt, um mit ihrem Vater zu schlafen. Als die schockierte Kato ihren Vater aufsuchen will, um ihn damit zu konfrontieren, wird sie niedergeschlagen und verliert das Bewusstsein …


01:50 Zimmer 108 (60 Min.) (HDTV)
Beau séjour
Folge 10 von 10
Fernsehserie Belgien, 2016
Produktion: De Mensen
Online verfügbar von 20/11 bis 28/11

Rollen und Darsteller:
Kato Hoeven – Lynn Van Royen
Kristel Brouwers – Inge Paulussen
Marcus Otten – Jan Hammenecker
Luc Hoeven – Kris Cuppens
Alexander Vinken – Johan Van Assche
Marion Schneider – Katrin Lohmann
Dora Plettinckx – Mieke De Groote
Bart Blom – Roel Vanderstukken
Charlie Vinken – Joren Seldeslachts
Ines Anthoni – Joke Emmers
Leon Vinken – Maarten Nulens
Sofia Otten – Charlotte Timmers
Cyril Otten – Guus Bullen
Hild Jacobs – Tiny Bertels
Renee Brouwers – Reinhilde Decleir
Melanie Engelenhof – Barbara Sarafian
Jefke – Dirk Hendrikx
Hannes Vanderkerk – Tom Jansen

Regie: Nathalie Basteyns, Kaat Beels
Produzent: Saskia Verboven, Marijke Wouters, Pieter Van Huyck
Drehbuch: Bert Van Dael, Sanne Nuyens, Benjamin Sprengers, Kaat Beels, Nathalie Basteyns
Musik: Jeroen Swinnen
Kamera: Anton Mertens
Kostüm: Cathérine Marchand
Szenenbild: Max Van Essche
Redaktion: Alexandre Piel
Schnitt: Bert Jacobs

Als Kato wieder zu sich kommt, ist es schwarz um sie. Schnell wird ihr klar, dass sie sich im Kofferraum eines Autos befindet. Sie hat gerade noch Zeit, das Wort "Subaru" zu lesen, bevor sie wieder bewusstlos wird. Wenig später erwacht sie in einer hölzernen Kiste, lebendig begraben. Panisch schreit Kato um Hilfe, doch niemand kann sie hören. Über sich vernimmt sie das Wiehern von Pferden.
Marion Schneider ist nach wie vor davon überzeugt, dass Charlie die Morde nicht begangen hat. Da sie seine Handschrift auf dem Umschlag mit dem USB-Stick wiedererkennt, fragt sie sich, warum er der Polizei Hinweise geben wollte, wenn er nun vorgibt, der Täter zu sein. Als Marion Schneider herausfindet, dass Vanderkerk sich regelmäßig mit Alexander Vinken traf, gesteht Vinken, dass er jahrelang konkurrierende Drogenlabore für Vanderkerk ausgehoben hat, um ihm das Markt-Monopol zu garantieren. Alexander Vinken sieht keinen anderen Ausweg, als Marion Schneider von Katos Geist und ihren "Sehern" zu erzählen, woraufhin ihn die Bundespolizistin für verrückt erklärt und festnimmt. Da erhält sie einen Anruf aus Holland: Claudia De Wits Überreste und ein leerer Sarg wurden gefunden, nachdem man auf der Pferdekoppel ihrer Eltern begonnen hatte zu graben. Marion Schneider zeigt Alexander Vinken eine Fotografie des leeren Sargs, und im Gegensatz zu ihr kann er das eingeritzte Wort "Subaru" lesen. Alexander Vinken weiß sofort, dass Kato in diesem Sarg gewesen sein muss. Doch wer besitzt einen Subaru? Gewiss der Mörder von Kato, Leon und Sofia …


02:50 Nacktmulle – Superhelden der Forschung (50 Min.) (HDTV, UT)
Dokumentation Deutschland, 2017
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Herbert Ostwald


03:40 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 20/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:30 Bilder allein zuhaus (2 Min.) (HDTV)
Sommerabend, Edward Hopper, "Zu leicht bekleidet"
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 18.10.

Regie: Pablo Munoz Gomez


04:32 Sendeschluss

*

Donnerstag, 21. November 2019


05:00 Jacques Brel à Knokke-Le-Zoute – 1963 (45 Min.) (HDTV, UT)
Musik Belgien, 2018
Wiederholung vom 10.11.

Regie: Euro Tele Films


05:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Vielseitige Federn – Nicht nur zum Fliegen nützlich
Magazin Deutschland, 2018
Wiederholung vom 20.11.

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug


06:10 Fotografen auf Reisen (30 Min.) (HDTV)
Brasilien – Der Tanz der Kriegerinnen
Folge 5 von 10
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 08.11.

Regie: Nicos Argillet, Timothee Ebermann, Xavier Lefebvre, Luc Marescot, Eli Laliberte


06:40 Fotografen auf Reisen (30 Min.) (HDTV)
Brasilien – Ein Kanu für die neue Generation
Folge 7 von 10
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 12.11.

Regie: Nicos Argillet, Timothee Ebermann, Xavier Lefebvre, Luc Marescot, Eli Laliberte


07:10 ARTE Journal Junior (5 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 28/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (HDTV, UT)
Japan, der Meister des Zen-Gartens
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 27.10.

Regie: German Gral


08:00 Abenteuer Armenien (45 Min.) (HDTV, UT)
Von Seiltänzern, Geiern und kosmischer Strahlung
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 05.10.

Regie: Till Lehmann


08:45 Stadt Land Kunst (50 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 20.11.

Regie: Fabrice Michelin


09:35 Soldaten der Lüfte (50 Min.) (HDTV)
1914 – 1916
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 05.11.

Regie: Fabrice Hourlier


10:25 Soldaten der Lüfte (55 Min.) (HDTV)
1917 – 1918
Dokumentation Frankreich, 2016
Wiederholung vom 05.11.

Regie: Fabrice Hourlier


11:20 Der kluge Bauch (55 Min.) (HDTV)
Unser zweites Gehirn
Dokumentation Frankreich, 2013
Wiederholung vom 19.10.

Regie: Cécile Denjean


12:15 Re: (35 Min.) (HDTV, UT)
Leben in Würde – Ajnas Ringen für Bosniens "Kinder der Schande"
Reportage Deutschland, 2018
Wiederholung vom 20.11.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 22/11


13:00 Stadt Land Kunst (55 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 14/11 bis 20/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Bulgarien: Sylvie Vartans Sehnsuchtsort
Vom Süden der bulgarischen Hauptstadt Sofia aus durchquert die Maritza die Berglandschaften, Felder und Dörfer des Landes. Die französische Sängerin Sylvie Vartan wurde 1944 in Bulgarien geboren und floh mit ihrer Familie vor dem kommunistischen Regime. Ende der 60er Jahre besang sie den Fluss und die Erinnerung an ihre Kindheit auf dem Balkan in einem nostalgischen und schmerzlichen Lied. "La Maritza" wurde zum Hit und zur Hymne aller Entwurzelten.

(1): Bulgarien: Sylvie Vartans Sehnsuchtsort
(2): Aragonien: Wenn Halbmond und Kreuz sich vereinen
(3): Schweden: Vergängliche Kunst


13:55 Topas (120 Min.) (HDTV, AD, UT)
(Topaz)
Spielfilm USA, 1969
Wiederholung vom 11.11.
Produktion: Universal Pictures

Rollen und Darsteller:
André Devereaux – Frederick Stafford
Juanita de Cordoba – Karin Dor
Michael Nordstrom – John Forsythe
Nicole Devereaux – Dany Robin
Philippe Dubois – Roscoe Lee Brown
Rico Parra – John Vernon
Jacques Granville – Michel Piccoli
Henri Jarré – Philippe Noiret
Michèle Picard – Claude Jade
François Picard – Michel Subor
Boris Kusenov – Per-Axel Arosenius

Regie: Alfred Hitchcock
Produzent: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Samuel Taylor
Musik: Maurice Jarre
Kamera: Jack Hildyard
Schnitt: William H. Ziegler


15:55 Geheimnisvolle Wildblumen (55 Min.) (HDTV, UT)
Von der Sonne verwöhnt
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 14/11 bis 21/12

Regie: Stéphane Bergouhnioux

Die Wildblumen des Mittelmeerraums berühren alle Sinne mit ihrem Duft und ihrem faszinierenden Reichtum an Farben. Diese wild wachsende Flora gehört zweifellos zum Schönsten, was die Natur hervorgebracht hat. Auf einem Streifzug durch die vier Naturräume des Mittelmeers – Küste, niedrige Gebirge, Macchie und Garrigue – wird die erstaunliche Widerstandskraft dieser Pflanzen gegenüber den klimatischen Bedingungen deutlich. Man könnte meinen, dass die Wildflora vor den trockenen und heißen Sommern oder dem Salzwasser kapitulieren würde. Doch der Meerfenchel beispielsweise, der essbar ist und einen zitronigen Geschmack hat, gedeiht an felsigen Küsten im Einflussbereich der Gischt. Oder auch der krautige Wundklee, der ebenfalls auf felsigem Untergrund wächst und dem salzigen Meerwasser, Stürmen und Trockenheit trotzt. Außerdem behaupten sich in dem trockenen Milieu Lavendel, Thymian und Rosmarin sowie Iris, Strohblumen, Mimosen und Mittagsblumen. Diesen Pflanzen gelingt es, im unerbittlichen mediterranen Klima zu überleben. Zu Wort kommen Menschen, die sich in den Naturparks für den Erhalt der mediterranen Pflanzen einsetzen und deren besondere Vitalität erklären.

Hintergrundinfo:
Wildblumen bezaubern mit ihren Farben, Formen und ihrem Duft. Und sie beeindrucken mit ihrer geheimnisvollen Widerstandskraft. Die Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch artenreiche Naturräume und urbane Landschaften: Vom Mittelmeerraum geht es über Feld- und Wiesenlandschaften, Gewässer, Wälder und Gebirge bis in Städte. Die Streifzüge und die Begegnung mit Menschen, die sich mit der heilenden Wirkung der Pflanzen auskennen oder sich für deren Schutz einsetzen, liefern viele erstaunliche Erkenntnisse.


16:50 Xenius (30 Min.) (HDTV, UT)
Seltene Aale – Sind sie noch zu retten?
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 20/11 bis 19/02

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug

Kaum ein anderes Tier wandert so weit wie er: Sein Weg führt den Europäischen Aal aus Flüssen bis in die karibische Sargassosee. Dort paart er sich und stirbt. Schon die Larven machen sich auf den langen Weg über den Ozean zurück nach Europa – ein komplizierter Lebenszyklus. Lange Zeit hat dieses System funktioniert. Die Aalbestände waren zahlreich und stabil. Doch inzwischen zählen Aale zu den am meisten bedrohten Fischarten der Welt. Sie werden nicht nur als seltene Delikatesse gefangen, sondern scheitern und sterben auf ihrer Wanderung in Hindernissen wie Staumauern. Nur künstliche Fischtreppen ermöglichen ihr Aufsteigen in den Flüssen. Bisher misslangen Zuchtversuche und Parasiten machen den Tieren zudem das Leben schwer. Die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade werden am Staudamm von Arzal in der Bretagne den Weg der jungen Aale verfolgen, ihre wundersame Verwandlung erleben und bei der Bestandsaufnahme mithelfen. Wird es den Forschern gelingen, die Aale zu retten?

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:20 Amerika mit David Yetman (25 Min.) (HDTV)
Kuba – Baracoa, Kubas Vorposten im Atlantik
Dokumentationsreihe USA, 2017
Online verfügbar von 14/11 bis 20/01
Erstausstrahlung

Regie: Dan Duncan

Denken wir an Kuba, denken wohl die meisten Europäer an Fidel Castro, an Oldtimer, kubanische Zigarren, Rum und: an die Hauptstadt Havanna. Doch ganz im Osten des Landes, weit weg von der Hauptstadt, hat sich eine ursprünglichere Form der kubanischen Kultur erhalten. Die Gebirgsketten der Sierra Maestra und der Sierra Cristal trennen den Osten Kubas vom restlichen Teil des Landes ab. Hier herrscht nicht nur ein anderes Klima, die Menschen sprechen und essen auch anders. Der kulturelle Einfluss von afrikanisch-stämmigen und indigenen Kubanern ist hier so groß wie sonst nirgends in Kuba. Ganz im Osten des Landes, an der Bahia de Miel (Honigbucht), 700 Kilometer von der Hauptstadt Havanna entfernt, liegt Baracoa. In der Bucht ankerte einst Christoph Kolumbus auf seiner ersten Entdeckungsreise. Gegen den Widerstand der Indios unter Führung des Häuptlings Hatuey, der deswegen heute als "Erster Held der kubanischen Nation" verehrt wird, gründete sich in Baracoa die erste spanische Siedlung Kubas.
Doch trotz seiner historischen Bedeutung verschlägt es im Vergleich zu Havanna im Westen nur wenige Touristen in den Ostteil des Landes. Bis heute ist die Landschaft hier, wo einst der dichteste Regenwald der westlichen Hemisphäre wuchs, von Zuckerrohrplantagen geprägt. Die europäischen Kolonialherren ließen die Wälder abholzen und riesige Plantagen anlegen, auf denen afrikanische Sklaven die Felder bestellten und das Zuckerrohr ernteten. Neben dem Zuckerrohr ist die traditionelle Herstellung von Schokolade aus Kakaobohnen heute ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Menschen im Osten Kubas. Eine wachsende Zahl an Kleinunternehmern zeigt das neue Gesicht Kubas.


17:45 Barfuß ohne Sattel (45 Min.) (HDTV, UT)
Die kleinen Reiter von Sumbawa
Dokumentation Deutschland, 2018
Wiederholung vom 16.11.

Regie: Michael Niermann


18:30 Das verborgene Leben der Bonobos (50 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Markus Schmidbauer

Während sich Schimpansen gegenseitig bekriegen und sogar töten, lösen Bonobos – die unter den Primaten nächsten Verwandten der Menschen – ihre Konflikte und Streitigkeiten mit Sex. "Make love, not war" – und das übrigens, im Tierreich eher ungewöhnlich, meist mit einander zugewandten Gesichtern und innigem Blickkontakt. "Sex ist für Bonobos wie Händeschütteln", sagt der berühmte Primatenforscher Frans de Waal. Er dient den Bonobos zum Vergnügen, zum Spannungsabbau und zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls. Was sind die Ursachen für dieses Verhalten und die ausgeprägte Friedfertigkeit? Mit ungewöhnlichen Methoden will Leveda Cheng vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig diesem Phänomen tief im Dschungel der Demokratischen Republik Kongo auf den Grund gehen.
Bonobos sind sehr scheu und leben im Verborgenen. Nur an ganz wenigen Stellen im Kongo leben sie in wilden Gruppen, die Menschen in ihrer Nähe zwar dulden, sich von diesen aber nicht beeinflussen lassen. Es ist daher extrem schwierig, ihnen das Geheimnis ihrer Friedfertigkeit zu entlocken.
Deshalb ist auch die Forschungsmethode eher ungewöhnlich: Leveda Chang will versuchen, Urinproben der Tiere zu sammeln. Über die darin enthaltenen Hormone hofft sie herauszufinden, warum wilde Bonobos im Gegensatz zu Schimpansen so friedfertig sind. Ihren Urin geben die Bonobos freiwillig her: Sie pinkeln, wann ihnen danach ist. Für eine Blutentnahme zur Ermittlung der Hormone müssten die Tiere hingegen gefangen werden, was die Hormonwerte massiv beeinflussen und verfälschen würde.
Die Wissenschaftlerin interessiert vor allem das Testosteron, das sogenannte Männerhormon, das Stresshormon Cortisol und das Oxytocin, das auch als "Kuschelhormon" bezeichnet wird. So möchte sie herausfinden, warum sich die Tiere in unterschiedlichen Situationen so verhalten, wie sie es tun. Kein einfaches Unterfangen, weder für die Forscherin noch für das Filmteam, das Leveda über Wochen begleiten durfte.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 22/11


19:40 Re: (35 Min.)
Traumjob oder Ausbeutung? – Thailändische Beerenpflücker in Schweden
Reportage Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Chang ist einer von mehr als 6.000 thailändischen Saisonarbeitern, die in den schwedischen Wäldern nach Beeren suchen. Statt auf dem Reisfeld zu schuften, pflückt er jetzt täglich bis zu zwölf Stunden Blau- und Preiselbeeren. Viel weiß er nicht über das skandinavische Land, aber für ihn ist es eine Riesenchance: "In Thailand würde ich jetzt nur auf die Reisernte warten, aber hier in Schweden kann ich hoffentlich viel Geld machen!"
Chang ist das erste Mal in Schweden. Eine Leiharbeitsfirma hat ihn angeheuert und ihm das Arbeitsvisum und Flugticket besorgt. Dafür hat sich Chang hoch verschuldet. Und auch in Schweden muss er zunächst die Kosten für Unterbringung und Verpflegung abarbeiten, bevor er überhaupt etwas verdient. Die Skandale in den vergangenen Jahren haben ihn nicht abgeschreckt. Thailändische Arbeiter wurden um ihren Lohn geprellt. Im Jahr 2013 beging ein Pflücker sogar Selbstmord in Schweden. Zu groß war seine Verzweiflung, ohne Geld nach Hause fliegen zu müssen.
Eine besondere Regelung hat den Kampf um die Beeren erst möglich gemacht. In Schwedens Wäldern herrscht "Jedermannsrecht". Der kostbare Rohstoff gehört dem, der ihn zuerst erntet. Unternehmen haben daraus ein Riesengeschäft gemacht. Doch gleichzeitig hat das mancherorts zu Verhältnissen wie im Wilden Westen geführt. Zwar gibt es inzwischen einen garantierten Mindestlohn von knapp 2.000 Euro, doch ob der auch immer gezahlt wird, lässt sich nur schwer kontrollieren.
Das Risiko gehen immer die Pflücker aus Thailand ein, sagt Mats Wingborg. Der investigative Journalist berichtet seit Jahren über die Situation der Beerensammler: "Das System ist anfällig für Betrug. Dazu kommt, dass die Thailänder mindestens einen Monat arbeiten müssen, um erstmal ihre Schulden abzubezahlen. Und wenn die Ernte schlecht ausfällt, fahren manche sogar mit Schulden nach Thailand zurück."


20:15 Elven – Fluss aus der Kälte (40 Min.) (HDTV, UT)
Elven
Folge 1 von 8
Fernsehserie Norwegen, 2017
Produktion: Arctic Wonder, Filmcamp
Online verfügbar von 21/11 bis 19/02

Rollen und Darsteller:
Thomas Lønnhøiden – Espen Reboli Bjerke
Mia Holt – Ingeborg Sundrehagen Raustøl
Grace Anti – Anne Mággá Wigelius
Kjell – Stein Bjørn
Jensen – Erik Smith-Meyer
Dahl – Dennis Storhøi
Jenny Anti – Mary Sarre
Silja Anti – Wiola Wilmi
Bjørn Fredheim – Stig Henrik Hoff
Karl Lønnhøiden – John Sigurd Kristensen
Pastor – Svein Harry Schöttker-Hauge
Offizier Sundby – Roger Hilleren
August Wildhagen – Thomas Hayes

Regie: Margret Bergheim, Arne Berggren
Produzent: Kornelia Lund
Drehbuch: Arne Berggren, Kristine Berg
Musik: Geirmund Simonsen
Kamera: Martin J. Edelsteen
Kostüm: Nina Erdahl
Redaktion: Olaf Grunert
Schnitt: Morten Rørvig, Alec Thom
Szenenbild / Bauten: Mirjam Veske, Marius Winje Brustad

Polizist Thomas Lønnhøiden, der Silja zuvor befragt hat, versucht verzweifelt, sie zu finden. Bei seinen Nachforschungen stößt der Ermittler auf eine Mauer des Schweigens, bis er Spuren entdeckt, die in die Vergangenheit seiner eigenen Familie reichen … Die zehnjährige Silja findet an einem Flussufer im Norden Norwegens, nahe der russischen Grenze, Teile einer Leiche, eine abgetrennte Hand. Silja lebt bei ihrer bigotten Großmutter. Ihre Mutter Grace plant, gemeinsam mit ihrer Tochter wegzugehen. Dazu muss sie sich aber erstmal von Siljas Großmutter unabhängig machen – und nimmt dafür in Kauf, auf die schiefe Bahn zu geraten.
Kurz nach dem grausigen Fund am Fluss verschwindet Silja aus dem Haus der Großmutter. Polizist Thomas Lønnhøiden, der das Mädchen zuvor befragt hat, versucht verzweifelt, sie zu finden. Allerdings wird ihm von Offizierin Mia Holt der Zugang zu einem militärischen Sperrgebiet verweigert, in dem er das Mädchen vermutet.
In der Zwischenzeit taucht Silja in einem Waldstück vor einem verlassenen Gebäude auf. Als sie seltsame Geräusche hört, ist sie neugierig und betritt das Haus. Im Inneren sieht sie etwas, das sie besser nicht hätte sehen sollen …

Hintergrundinfo:
Der norwegische Regisseur und Drehbuchautor Arne Berggren wurde mit den Serien "Hvaler" (2008-2010), "Dauinger" (2013) und "Hotel Cæsar" (2013-2015) bekannt. Berggren arbeitet auch als Schriftsteller. Sein erstes Buch "Stillemannen" publizierte er 1992 und wurde dafür mit dem Norwegischen Literaturpreis für das beste Kinder- und Jugendbuch des Jahres ausgezeichnet.Der Schauspieler Espen Reboli Bjerke, der in "Elven" die Hauptfigur Thomas Lønnhøiden spielt, war bereits in "Mammon" (2016) und "Heavy Water War" (2015) zu sehen. Dennis Storhøi, der die Rolle des Dahl übernimmt, war unter anderem in den Filmen "Zwei Leben" (2012) und "Nobel" (2016) Teil des Casts.


20:55 Elven – Fluss aus der Kälte (45 Min.) (HDTV, UT)
Elven
Folge 2 von 8
Fernsehserie Norwegen, 2017
Produktion: Arctic Wonder, Filmcamp
Online verfügbar von 21/11 bis 19/02

Rollen und Darsteller:
Thomas Lønnhøiden – Espen Reboli Bjerke
Mia Holt – Ingeborg Sundrehagen Raustøl
Grace Anti – Anne Mággá Wigelius
Kjell – Stein Bjørn
Jensen – Erik Smith-Meyer
Dahl – Dennis Storhøi
Jenny Anti – Mary Sarre
Silja Anti – Wiola Wilmi
Bjørn Fredheim – Stig Henrik Hoff
Karl Lønnhøiden – John Sigurd Kristensen
Pastor – Svein Harry Schöttker-Hauge
Offizier Sundby – Roger Hilleren
August Wildhagen – Thomas Hayes

Regie: Margret Bergheim, Arne Berggren
Produzent: Kornelia Lund
Drehbuch: Arne Berggren, Kristine Berg
Musik: Geirmund Simonsen
Kamera: Martin J. Edelsteen
Kostüm: Nina Erdahl
Redaktion: Olaf Grunert
Schnitt: Morten Rørvig, Alec Thom
Szenenbild / Bauten: Mirjam Veske, Marius Winje Brustad

Sorgsam in Plastik verpackt wird Siljas Leiche im militärischen Sperrgebiet gefunden. Die Obduktion ergibt, dass sie erfroren ist, und der Fall soll zu den Akten gelegt werden. Doch Kriminalkommissar Thomas Lønnhøiden gibt sich damit nicht zufrieden. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen das völlig verstört flüchtende Mädchen. Als Thomas unberechtigt im Militärgebiet ermittelt, findet er in einem verlassenen Haus eines von Siljas Spielzeugen. Weiter nach Spuren suchen kann er nicht, denn Soldaten nehmen ihn fest. Lønnhøiden verdächtigt seinen Kollegen Kjell, ihn bei seinem Vorgesetzten Jensen verraten zu haben. Haben die hohen Militärs und Polizeichef Jensen etwas mit dem Fund zu tun? Jensen und Thomas' Onkel Karl, der für den Militärischen Geheimdienst arbeitet, halten offensichtlich Informationen zurück und wissen mehr über den Fall, als sie preisgeben.
Thomas wird von seinem Vorgesetzten Jensen angehalten, die Finger von dem Fall zu lassen, doch der Ermittler bleibt hartnäckig. Als er sich am selben Abend noch einmal auf dem Militärgelände umsieht, macht er in einem alten Sägewerk einen grausigen Fund …


21:40 Elven – Fluss aus der Kälte (45 Min.) (HDTV, UT)
Elven
Folge 3 von 8
Fernsehserie Norwegen, 2017
Produktion: Arctic Wonder, Filmcamp
Online verfügbar von 21/11 bis 19/02

Rollen und Darsteller:
Thomas Lønnhøiden – Espen Reboli Bjerke
Mia Holt – Ingeborg Sundrehagen Raustøl
Grace Anti – Anne Mággá Wigelius
Kjell – Stein Bjørn
Jensen – Erik Smith-Meyer
Dahl – Dennis Storhøi
Jenny Anti – Mary Sarre
Bjørn Fredheim – Stig Henrik Hoff
Karl Lønnhøiden – John Sigurd Kristensen
Pastor – Svein Harry Schöttker-Hauge
Offizier Sundby – Roger Hilleren
August Wildhagen – Thomas Hayes
Journalist Erlend Johansson – Jonas Delerud
Silja Anti – Wiola Wilmi

Regie: Margret Bergheim, Arne Berggren
Produzent: Kornelia Lund
Drehbuch: Arne Berggren, Kristine Berg
Musik: Geirmund Simonsen
Kamera: Martin J. Edelsteen
Kostüm: Nina Erdahl
Redaktion: Olaf Grunert
Schnitt: Morten Rørvig, Alec Thom
Szenenbild / Bauten: Mirjam Veske, Marius Winje Brustad

Leichenteile im militärischen Sperrgebiet. Erschüttert über den Fund, fotografiert Ermittler Thomas Lønnhøiden das grausige Szenario. Als er den mutmaßlichen Täter zur Rede stellen möchte, wird dieser von dem jungen Soldaten August Wildhagen erschossen. Wer den Schießbefehl erteilt und den Rekruten mit scharfer Munition versorgt hat, bleibt unklar. Klar ist, der Leichenfund soll vom Militär vertuscht werden.
Thomas' Vorgesetzter Jensen erklärt den Fall für abgeschlossen und fordert ihn unmissverständlich auf, nicht weiter zu ermitteln. Doch Thomas gibt so schnell nicht auf. Er sucht den Journalisten Erlend Johansson auf, der über den Mord an Silja und die Leichenfunde in der Lokalzeitung berichtet hat. Doch auch der Journalist hüllt sich in Schweigen.
Schließlich konfrontiert Thomas seinen beim Militärischen Abwehrdienst arbeitenden Onkel Karl mit den Bildern der Leichenfunde. Doch auch der verteidigt das Militär. Immer wieder kommt Thomas' Vater ins Spiel, zu Zeiten des Kalten Krieges Agent für den norwegischen Geheimdienst. Thomas wird für die Militärs zunehmend zur Gefahr. Als die Offizierin Mia Holt ihm strenggeheime Informationen zukommen lässt, sind die beiden nicht länger sicher …


22:25 Die Erbschaft (60 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Staffel 3, Folge 1 von 9
Fernsehserie Dänemark, 2017
Produktion: DR
Online verfügbar von 21/11 bis 28/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe – Marie Bach Hansen
Solveig – Lene Maria Christensen
Karin – Pernilla August
Robert – Trond Espen Seim
Lone – Kirsten Lehfeldt
Melody – Smilla My Dahl Hougaard
Hannah – Karla Løkke
Villads – Victor Stoltenberg Nielsen
Nick – Simon Bennebjerg
Malik – Steven Sørensen
Lea – Camilla Lehmann
Pitu – Sonny Lindberg
Rikke – Barbro Skolmen
Jensen – Peter Gantzler
Klaus – Henrik Birch
Aksel – Mikkel Arndt
Kim – Peter Hesse Overgaard
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann

Regie: Heidi Maria Faisst
Produzent: Karoline Leth
Drehbuch: Maya Ilsøe, Tommy Bredsted
Musik: Sune Martin, Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Niels Thastum
Kostüm: Tanja Eleonora Spang, Ninna Hensel, Mette Søborg Meinicke
Szenenbild: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Anja Farsig

Hannah bereitet mit ihrem Freund Malik ein Kunst-Happening vor, unterstützt von Gro und dem Vorstand der Stiftung. Unerwartet taucht dort auch ihr Vater Frederik auf, der Sehnsucht nach seiner Familie hat. Gro und Solveig, die mit ihrem neuen Mann Klaus dort ist, finden das nicht besonders toll. Emil soll ihn in Schach halten, obwohl er sich um die kleine Melody kümmern muss. Signe betreibt leidenschaftlich ihre Landwirtschaft, unterstützt von ihrem Freund Aksel und auch Karin. Die drei wollen gemeinsam in die Schweinezucht einsteigen. Aksel und Signe erhalten kurz darauf eine schlechte Nachricht, die ihre Beziehung sehr belasten wird. Auf Hannahs Happening stören vermeintliche Aktivisten aus Grönland die Performance und Frederik macht ebenfalls Ärger. Damit wird er selbst zum Kunstwerk. Seine harten Vorwürfe an Hannah rufen Solveig auf den Plan, und Gro hält nach anfänglichem Schock die gesamte Aktion für sehr gelungen.

Hintergrundinfo:
Die Fortsetzung der Erfolgsserie "Die Erbschaft" setzt sich abermals mit den Folgen sich auflösender Familienstrukturen, mit Vergebung, Neid und zwischenmenschlichen Konflikten auseinander. Produziert wurde die dritte Staffel erneut von der dänischen Rundfunkanstalt Danmarks Radio (DR), die schon internationale Erfolge mit den Serien "Kommissarin Lund" (2007-2012) und "Borgen – Gefährliche Seilschaften" (2010-2013) feierte. "Die Erbschaft" und die beteiligten Schauspieler wurden mehrfach bei den dänischen Film- und Fernsehpreisen mit dem Robert ausgezeichnet, darunter Mikkel Boe Følsgaard ("The Rain", 2018-2019) als bester Nebendarsteller für seine Rolle als Emil und Trine Dyrholm ("Die Kommune", 2016), die in ihrer Rolle als Gro brilliert.


23:25 Die Erbschaft (60 Min.) (HDTV)
Arvingerne
Staffel 3, Folge 2 von 9
Fernsehserie Dänemark, 2017
Produktion: DR
Online verfügbar von 21/11 bis 28/11
Erstausstrahlung

Rollen und Darsteller:
Gro – Trine Dyrholm
Frederik – Carsten Bjørnlund
Emil – Mikkel Boe Følsgaard
Signe – Marie Bach Hansen
Solveig – Lene Maria Christensen
Karin – Pernilla August
Robert – Trond Espen Seim
Lone – Kirsten Lehfeldt
Melody – Smilla My Dahl Hougaard
Hannah – Karla Løkke
Villads – Victor Stoltenberg Nielsen
Nick – Simon Bennebjerg
Malik – Steven Sørensen
Lea – Camilla Lehmann
Pitu – Sonny Lindberg
Rikke – Barbro Skolmen
Jensen – Peter Gantzler
Klaus – Henrik Birch
Aksel – Mikkel Arndt
Kim – Peter Hesse Overgaard
John – Jens Jørn Spottag
Lise – Anette Katzmann

Regie: Heidi Maria Faisst
Produzent: Karoline Leth
Drehbuch: Maya Ilsøe
Musik: Sune Martin, Magnus Jarlbo, Sebastian Öberg
Kamera: Niels Thastum
Kostüm: Tanja Eleonora Spang, Ninna Hensel, Mette Søborg Meinicke
Szenenbild: Mia Stensgaard
Redaktion: Ulrike Dotzer
Schnitt: Anja Farsig

Zur Vorbereitung der nächsten Ausstellung wartet Gro auf neues Videomaterial aus Grönland, wo Hannah und Malik eine Aktion vorbereiten. Emil richtet für Melody ihren vierten Geburtstag aus, mit Schnitzeljagd und Trollsuche, wobei Signe, Aksel, Frederik und Lone ihm netterweise helfen. Frederik will wieder guten Kontakt zu seinen Kindern pflegen und schaut sich Villads' Spiel in der Sporthalle an. Dann verliert Lea den Internetkontakt zu Hannah in Grönland und beginnt, sich Sorgen zu machen. Schließlich wird Frederik über die Lage informiert. Der versucht gleich, von den Behörden in Grönland Informationen zu erhalten, ob Hannah vielleicht wegen ihrer Kunstaktion verhaftet wurde. Gro sieht das alles etwas gelassener und flirtet mit dem Kunstassistenten Nick bei Melodys Geburtstagsfeier …


Menschenskinder!
00:25 Spartacus und Cassandra (80 Min.) (HDTV)
Dokumentarfilm Frankreich, 2014
Online verfügbar von 14/11 bis 28/11

Regie: Ioanis Nuguet

Der 13-jährige Spartacus und die 10-jährige Cassandra stammen aus einer Roma-Familie, die aus Rumänien nach Frankreich eingewandert ist. Als ihr Lager bei Paris geräumt wird, finden sie Zuflucht bei Camille, die als Trapezkünstlerin in einem Zirkuszelt lebt. Die 21-Jährige bietet den Geschwistern ein neues Zuhause und ermöglicht ihnen den Schulbesuch - doch dafür müssen sich die Kinder von ihren Eltern lösen, die noch immer auf der Straße leben. Drei Jahre verbrachte der Regisseur Ioanis Nuguet bei den Roma-Familien in Seine-Saint-Denis nördlich von Paris, bevor er sich an die Dreharbeiten wagte. Der junge Filmemacher ist kein distanzierter Beobachter, sondern begibt sich auf Augenhöhe der Kinder, um ihre Blicke, Gedanken und Gefühle einzufangen. Die Geschwister Spartacus und Cassandra sind der absurden Maschinerie des französischen Rechtsstaates hilflos ausgeliefert und verstehen langsam, dass sie zwar nicht ihre Eltern, dafür aber sich selbst retten können. Ein grausames Dilemma für die kleinen Helden, die wie in einem Grimm'schen Märchen lernen müssen, was es kostet, die Eltern im Stich zu lassen, um das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können. Zärtlich und brutal, realistisch und poetisch zugleich ist das einfühlsam erzählte "dokumentarische Märchen". Spartacus und Cassandra sind keine der filmischen Aussage untergeordneten Prototypen, sondern Persönlichkeiten. Auf ganz eigene Weise erkämpfen sie sich ihren Platz in einer Welt, die sie nur allzu oft an den Rand drängen will. Denn Kind sein bedeutet, so erklärt Camille, "unbeirrt von einem besseren Leben zu träumen".

Hintergrundinfo:
Mit langen Plansequenzen, Aufnahmen im Schmalfilmformat Super-8, Fotos und Animationen lässt Regisseur Ioanis Nuguet eine Welt der Fantasie und der Musik entstehen und eröffnet Freiräume – ähnlich dem unverfälschten Rap des kleinen Spartacus. Der bewegende Dokumentarfilm lief 2014 im ACID-Programm der Filmfestspiele in Cannes.


01:45 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 21.11.


02:10 Das Verhängnis des Doktor Frankenstein (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2017
Wiederholung vom 30.10.

Regie: Jean Froment


03:05 Vom Bauen in den Bergen (30 Min.) (HDTV, UT)
Neue alpine Architektur in Bayern
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 10.11.

Regie: Birgit Eckelt


03:35 Wie das Land, so der Mensch (25 Min.) (HDTV)
Spanien – Lanzarote
Dokumentationsreihe Frankreich, 2014
Wiederholung vom 22.10.

Regie: Emmanuel Descombes


04:00 28 Minuten (45 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 22/11 bis 21/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:45 Bilder allein zuhaus (2 Min.) (HDTV)
Marilyn Monroe, Andy Warhol, "Legehennen"
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 22.10.

Regie: Pablo Munoz Gomez


04:47 Sendeschluss

*

Freitag, 22. November 2019


05:00 Berlin Live (70 Min.) (HDTV)
Petula Clark
Musik Deutschland, 2016
Online verfügbar von 22/11 bis 22/12

Regie: Hannes Rossacher, Stefan Mathieu

30 Spielfilme, knapp 160 Lieder in den Top 40 der britischen Singlecharts, mehr als 68 Millionen verkaufte Platten und eine einzigartige Stimme – Petula Clark hat einiges vorzuweisen. Seit bereits fast acht Jahrzehnten begeistert sie Fans rund um den Globus, und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Grande Dame des britischen Schlagers begeistert aber nicht nur mit ihrer gefühlvollen Stimme, sondern auch als Komponistin eigener Songs. Darüber hinaus hat sie in ihrer Laufbahn mit Dean Martin, Tom Jones und Andy Williams zusammengearbeitet, außerdem gehörten Größen wie John Lennon und Serge Gainsbourg zu ihren Bewunderern. Kein Wunder also, dass sie bis heute zu den größten Stars der Insel gehört. Was sie live vor Publikum noch zu bieten hat, beweist sie auf der "Berlin Live"-Bühne: Hits wie "Downtown", aber auch Neues dürfen dabei nicht fehlen. Ein besonders sehens- und hörenswerter Auftritt der Pop-Ikone.


06:10 ARTE Reportage (55 Min.)
Reportage Frankreich, 2019
Wiederholung vom 16.11.


07:05 ARTE Journal Junior (10 Min.)
Kindersendung Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 22/11 bis 29/11


07:15 360° Geo Reportage (45 Min.) (UT)
Finnland, die rasenden Schrottkisten
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 09.11.

Regie: Jean-Baptiste Mathieu


08:00 Vipern – Giftige Grazien (45 Min.) (HDTV)
Dokumentation Großbritannien / USA, 2016
Wiederholung vom 01.11.

Regie: Vanessa Lucas


08:45 Stadt Land Kunst (45 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Wiederholung vom 21.11.

Regie: Fabrice Michelin


09:30 Der Schah und der Ayatollah (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Holger Preuße

Vor 40 Jahren beendete die Islamische Revolution unter der Führung von Ayatollah Khomeini die Herrschaft des Schahs. Warum scheiterte der letzte persische Kaiser – eine der Schlüsselfiguren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – so tragisch? Die Geschichte des Schahs begann mit Ideen von Fortschritt und Reform und endete im blutigen Chaos. Eine entscheidende Rolle spielte sein ambivalentes Verhältnis zur Religion und zum Klerus.
Anders als sein Vater setzte Schah Mohammad Reza Pahlavi immer auch auf die Unterstützung seiner Politik durch die religiösen Führer. Aber sie sind es schließlich, die ihn zu Fall bringen. Wie sehr der Abstieg des Schahs mit dem Aufstieg des iranischen Fundamentalismus unter Ayatollah Khomeini zusammenhängt, wie es zum Regimewechsel von der Monarchie zur Islamischen Republik kam, zeigt diese Dokumentation.
Der Film schildert die Lebenswege der beiden Rivalen, Schah Mohammad Reza Pahlavi und Ayatollah Khomeini, der Leitfigur der Islamischen Revolution und dem ersten Herrscher der Islamischen Republik Iran. Khomeini wird schon kurz nach dem Amtsantritt des Schahs in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu seinem entschiedenen Gegner und bekämpft ihn während seiner gesamten Herrschaft bis zum bitteren Ende. Höhepunkte dieser Auseinandersetzung sind die Weiße Revolution von 1963 und das dramatische Jahr, in dem sich die Machtverhältnisse umkehrten und der Ayatollah innenpolitisch zur zentralen Größe wurde. Hatte ihn der Schah einst außer Landes verwiesen, so wurde er in der Islamischen Revolution zum Hoffnungsträger all derer, die sich vom Schah und von der Monarchie betrogen fühlten. Am Ende siegte der islamische Fundamentalismus, eine neue Herausforderung für die Weltpolitik.

Hintergrundinfo:
Die Filmemacher haben mit Zeitzeugen, Historikern und namhaften Vertretern des Schah-Regimes sowie mit Khomeini-Vertrauten gesprochen: unter anderem Farah Diba (Ehefrau von Schah Mohammad Reza Pahlavi und letzte Kaiserin des Iran), Abolhassan Banisadr (erster gewählter Präsident der Islamischen Republik Iran), Mahnaz Afkhami (Frauenministerin unter dem Schah), Abbas Milani (Historiker, Stanford University), Dr. Hans Friderichs (deutscher Wirtschaftsminister von 1972-77), Hassan Yussefi Eshkevari (einstiger Anhänger von Khomeini und Kritiker des schiitischen Klerus) und Bahman Nirumand (langjähriger Kritiker des Schah-Regimes, lebt im Exil in Berlin).


10:25 Auf der Fährte des Schneeleoparden (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Frankreich, 2019
Wiederholung vom 31.10.

Regie: Stéphane Jacques


11:20 Sibirien – Büffeln in der Tundra (55 Min.) (HDTV)
Estland
Dokumentation Russische Föderation, 2018
Wiederholung vom 20.11.

Regie: Ksenia Elyan


12:15 Re: (35 Min.)
Traumjob oder Ausbeutung? – Thailändische Beerenpflücker in Schweden
Reportage Deutschland, 2019
Wiederholung vom 21.11.


12:50 ARTE Journal (10 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 22/11 bis 23/11


13:00 Stadt Land Kunst (60 Min.)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 15/11 bis 21/01
Erstausstrahlung

Regie: Fabrice Michelin

Amsterdam: Anne Franks letzte Zuflucht
Amsterdam ist eine weltoffene Stadt, die Generationen von Heimatlosen Zuflucht gewährte. So auch der Familie von Anne Frank, die vor den Nationalsozialisten floh und sich monatelang in einem Hinterhaus an der Prinsengracht versteckte. Das Eingesperrtsein, die Erinnerung an glücklichere Tage und ihre jugendlichen Sorgen und Fragen hielt Anne in einem Tagebuch fest, das zum bewegenden Zeitzeugnis und zum Literaturklassiker wurde.

(1): Amsterdam: Anne Franks letzte Zuflucht
(2): Alaska: Ein Stück Russland in Nordamerika
(3): Bordeaux: Zwei Brüder haben die Nase vorn


14:00 Die schwarze Tulpe (110 Min.) (HDTV)
(La tulipe noire)
Spielfilm Frankreich / Italien / Spanien, 1964
Wiederholung vom 28.10.
Produktion: Flora Film, Mizar Films, Méditerranée Cinéma, Agata Films S.A

Rollen und Darsteller:
Julien de Saint Preux/Guillaume de Saint Preux – Alain Delon
Caroline 'Caro' Plantin – Virna Lisi
Catherine de Vigogne – Dawn Addams
Baron La Mouche – Adolfo Marsillach
Marquis de Vigogne – Akim Tamiroff
Lisette – Laura Valenzuela
Plantin – Francis Blanche

Regie: Christian-Jaque
Produzent: Georges Cheyko, Leo Cevenini, Vittorio Martino
Drehbuch: Paul Andréota, Christian-Jaque, Henri Jeanson
Musik: Gérard Calvi
Kamera: Henri Decaë
Schnitt: Jacques Desagneaux


15:50 Geheimnisvolle Wildblumen (55 Min.) (HDTV, UT)
Feld- und Wiesenblumen
Dokumentationsreihe Frankreich, 2018
Online verfügbar von 15/11 bis 22/12

Regie: Thierry Ragobert

Veronica, Daphne, Anemone oder Angelika: Viele dieser Feld- und Wiesenblumen tragen Namen wie Prinzessinnen. Dabei sind sie äußerst bescheiden und verlangen nicht mehr, als sich den Platz zu erobern, der ihnen zusteht. Über Jahrhunderte koexistierten Wildblumen und Menschen harmonisch, bis das natürliche Gleichgewicht und ihr Lebensraum durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und den Einsatz von Pestiziden zerstört wurde. Auf einer unberührten Wiese können Hunderte Blumenarten aus verschiedensten Pflanzenfamilien wachsen. Heute findet man diese artenreichen Wiesen immer seltener. Im Aubrac beispielsweise, im französischen Zentralmassiv, sind solche Blumenwiesen fast ganz verschwunden. Von wilden Orchideen- und Tulpenarten, Wiesensalbei, Pfaffenblume, Dotterblume, Klee bis hin zu Margeriten und Mohnblumen – im Gespräch mit Botanikern, einem Landwirt, einem Naturfotografen, einem Landschaftsgärtner, einem Agrarökologen und einem Kräuterbauern geht dieser Film der Frage nach, wie der Mensch wieder im Einklang mit diesen wilden Schönheiten leben kann.

Hintergrundinfo:
Wildblumen bezaubern mit ihren Farben, Formen und ihrem Duft. Und sie beeindrucken mit ihrer geheimnisvollen Widerstandskraft. Die Dokumentationsreihe nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch artenreiche Naturräume und urbane Landschaften: Vom Mittelmeerraum geht es über Feld- und Wiesenlandschaften, Gewässer, Wälder und Gebirge bis in Städte. Die Streifzüge und die Begegnung mit Menschen, die sich mit der heilenden Wirkung der Pflanzen auskennen oder sich für deren Schutz einsetzen, liefern viele erstaunliche Erkenntnisse.


16:45 Xenius (25 Min.) (HDTV, UT)
Heilkraft der Pilze
Magazin Deutschland, 2018
Online verfügbar von 21/11 bis 20/02

Moderation: Emilie Langlade, Adrian Pflug

Kann man mit Pilzen heilen? Zumindest unsere Vorfahren waren davon überzeugt. Das belegt ein Birkenporling, den man bei der Gletschermumie Ötzi fand. Heute wissen wir, dass dieser Baumpilz unser Immunsystem stärkt, gegen Krebs und Entzündungen hilft und sowohl antiviral als auch antibakteriell wirkt. Doch mit dem Beginn der modernen Medizin ging vieles vom Wissen um die Heilkraft der Pilze verloren. Bis 1928 Alexander Fleming dann zufällig die Wirkung des Schlauchpilzes Penicillium gegen Bakterien entdeckte: Das erste Antibiotikum half Tausende von Menschenleben zu retten. Aber je mehr Antibiotika eingesetzt werden, desto mehr resistente Bakterienstämme gibt es. So wird heute fieberhaft nach neuen wirksamen Antibiotika gesucht oder aber nach Mitteln, die Wirksamkeit vorhandener wieder zu steigern. Auf der Suche nach Heilpilzen werden die "Xenius"-Moderatoren Adrian Pflug und Emilie Langlade auf einer Pilzfarm fündig. Der Shiitake ist nicht nur ein köstlicher Speisepilz. Er senkt zudem den Cholesterinspiegel und stärkt das Immunsystem – gerade wenn man in der Chemotherapie mehr Unterstützung braucht. Der König der Heilpilze, der Lackporling, dagegen ist zu bitter, um ihn als Speisepilz zu nutzen. Aufbereitet reinigt er Blut und Leber, unterstützt die Verdauung und senkt den Blutdruck.

Hintergrundinfo:
Wissen in 26 Minuten – das ist "Xenius", das werktägliche Magazin bei ARTE, das vertraute wie überraschende Themen aus dem Alltag und der Welt der Wissenschaft und Forschung unter die Lupe nimmt. Die deutsch-französischen Moderatorenpaare Dörthe Eickelberg und Pierre Girard, Caroline du Bled und Gunnar Mergner sowie Emilie Langlade und Adrian Pflug erleben Wissenschaft hautnah, entdecken, was die Welt bewegt, und treffen führende Köpfe aus der Forschung. "Xenius" ist Wissenschaft auf Augenhöhe, fundiert, bereichernd und gleichzeitig amüsant.


17:10 Amerika mit David Yetman (30 Min.) (HDTV)
Mexiko – Unterwegs von Oaxaca nach Chiapas
Dokumentationsreihe USA, 2017
Online verfügbar von 15/11 bis 21/01
Erstausstrahlung

Regie: Dan Duncan

An der sogenannten "Taille" Mexikos befindet sich die Grenze zwischen den Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas. Zwei Regionen, die sich nicht nur vom Rest des Landes unterscheiden, sondern auch gegenseitig, trotz unmittelbarer Nähe. David Yetman unternimmt in dieser Folge eine spannende Reise von Oaxaca nach Chiapas auf der ihm neben Natur vor allem Menschen begegnen werden. Viele Menschen. – In Chiapas del Corzo beispielsweise, wo jedes Jahr im Januar die Festa Grande gefeiert wird, an der die 45.000 Einwohner der Stadt und der umliegenden Dörfer teilnehmen. Allesamt füllen sie, in Kostümen und Masken gekleidet, die Straßen und verwandeln die Stadt jedes Jahr für zwei Wochen in einen Ort der Musik, des Tanzes und der Freude.
Auf der Reise begegnet David auch ein traditionelles Marimba-Orchester, welches jeden Tag des Jahres für die Menschen der Hauptstadt von Chiapas, Tuxtla Gutiérres, spielt. Täglich versammeln sich um das Orchester Musikliebhaber, welche zu den Klängen der Marimba tanzen – eine Musik, die ihren Ursprung in der afrikanischen Kultur hat und mit Sklaven der spanischen Kolonialherren nach Lateinamerika kam. Es wird deutlich, was für eine Bedeutung die Musik für die Region hat, denn sie ist kulturelles Erbe und Erinnerung an die bewegte Geschichte der Region.
Etwas weltweit Seltenes erlebt man auf der Reise in Tehuantepec in Oaxaca, wo die Frauen das Sagen haben. Eine völlige Ausnahme in der sonst von Männern dominierten Kultur Mexikos. Hier sind es die Frauen, die in den traditionell geblümten Kleidern arbeiten gehen und vor allem die Finanzen verwalten.


17:40 Botswana, die Königinnen des Heavy Metal (55 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2018
Online verfügbar von 22/11 bis 29/11

Regie: Stefan Kleinalstede

Und doch haben sie eine Gemeinsamkeit: Sie definieren sich als "Queens of Heavy Metal". In Botswana hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte eine Subkultur herausgebildet, die die patriarchalische Gesellschaftsstruktur auf ganz lässige Art und Weise infrage stellt: Eine Reihe von Frauen hat sich dem Heavy Metal verschrieben und definiert sich selbst als "Queens" dieser Musikszene. Selbstbewusst, komplett in Leder gekleidet und mit vulgär klingenden Künstlernamen ausgestattet setzen die Frauen mit ihren Musikauftritten ein unverblümtes Zeichen gegen die traditionelle Rollenverteilung. Es geht ihnen darum, Stärke zu beweisen und ihre eigene Identität zu stärken.
Die Dokumentation begleitet drei der "Queens of Heavy Metal" zwischen 20 und 40 Jahren, die allesamt alleinerziehende Mütter sind. Drei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und dennoch über ihre Subkultur zueinander gefunden haben. Die dokumentarische Reise führt unter anderem in die nördliche Kleinstadt Maun im Okawango-Delta, wo "Queen" Gloria Williams einen Rockerverein gegründet hat: die Maun Rockers Association. In den vergangenen Jahren wurde die örtliche Heavy-Metal-Szene vor allem von Männern dominiert, die nach Feierabend in schwerer Lederkluft auf dem Weg zu ihren Auftritten für Aufsehen sorgten.
Doch seit der Gründung der Maun Rockers Association konnten sich auch die "Marok", wie die weiblichen Rockerinnen in der Twana-Sprache genannt werden, als erstzunehmende Gruppe in der Stadt etablieren. Die Dokumentation begleitet den Musikverband auf eine traditionelle Hochzeit. Hier prallen unterschiedliche Welten aufeinander, wenn die Rockerinnen in ihren Lederoutfits in das bunt geschmückte Zelt einmarschieren und dem Bräutigam die Ehre erweisen.


18:35 Die Schule der Affen (45 Min.) (HDTV, UT)
Überleben im Dschungel Guatemalas
Dokumentation Niederlande, 2016
Online verfügbar von 21/11 bis 20/02

Regie: Michael Sanderson

Ein Klammeraffen-Baby wurde im Regenwald von Guatemala aus den Fängen von Wilderern befreit, seine Mutter war getötet worden. Tierschützer geben dem kleinen Affenmädchen den Namen Infinity und bringen es in eine Auffangstation. Jedes Jahr werden dort zahlreiche verwaiste Tiere auf eine Zukunft in Freiheit vorbereitet. Das ist ein schwieriges Unterfangen, denn die Tiere müssen zunächst grundlegende Fähigkeiten erlernen, um sich in der Wildnis zurechtzufinden – und zu überleben. Infinity wird mit einer Gruppe ebenfalls verwaister Artgenossen zusammengebracht, um das natürliche Sozialverhalten von Klammeraffen zu trainieren. Im nächsten Schritt müssen sich die Tiere in einem großen Freigehege mit dem Lebensraum Regenwald vertraut machen. Wichtigstes Werkzeug der Meisterturner ist ihr bis zu 90 Zentimeter langer Schwanz. Er ist ein ebenso kräftiges wie komplexes Greiforgan, das wie eine fünfte Gliedmaße fungiert und über längere Zeit mühelos das Gewicht des Affen hält. Schon nach wenigen Tagen haben Infinity und ihre Artgenossen gelernt, sich auf dem bisher fremden Terrain perfekt fortzubewegen. Mit akrobatischer Anmut hangeln sich die Tiere durch die höchsten Baumkronen. Doch es ist ein langer Weg, bis die Gruppe schließlich in die Freiheit entlassen werden kann. Ihr neues Zuhause liegt tief im Maya-Biosphärenreservat, dem größten Naturschutzgebiet Guatemalas. In dieser unbekannten, gefährlichen Welt müssen die Klammeraffen nun selbständig Nahrung und Wasser finden und sich vor Raubtieren schützen. In spektakulären Bildern zeigt der Filmemacher Michael Sanderson den Kampf um eine bedrohte Tierart.


19:20 ARTE Journal (20 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Online verfügbar von 22/11 bis 23/11


19:40 Re: (35 Min.)
Silver Gamers – Zocken im Rentenalter
Reportage Deutschland, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 20/02
Erstausstrahlung

In Stockholm bereiten sich die Silver Snipers mit ihrem Coach Fredrik Andersson auf einen harten Wettkampf vor. Die Senioren spielen im Team den Ego-Shooter Counterstrike und wollen damit gegen deutsche, US-amerikanische und finnische Mannschaften antreten. Die 67-jährige Inger Grotteblad wurde von ihrem Enkel an das Spiel herangeführt. "Es fühlt sich wie eine Mission an", sagt sie heute. Die Silver Snipers sind in Schweden mittlerweile echte Berühmtheiten. Immer wieder werden Inger und ihre Teamkollegen auf der Straße von meist jungen Gamern angesprochen. Wird es ihnen dieses Jahr gelingen, den Pokal zu gewinnen?
Auch Uschi Cezanne (81) und Peter Zeidler (76) aus Berlin sind bereits regelrechte Stars in der Gaming-Szene. Die beiden testen Computerspiele für den YouTube-Kanal "Senioren Zocken". Mit ihrer lockeren Art haben sie es mittlerweile auf über 430.000 Abonnenten geschafft. Neugier erhalten und körperlich und geistig fit bleiben – das wollen die zockenden Senioren auch anderen vermitteln. Sie treffen damit einen Nerv. Denn der Umsatz mit Computer- und Videospielen steigt seit Jahren stetig an. Die größte Gruppe von Spielern in Deutschland ist mittlerweile 50 plus. Zusammen mit Joschka Lippelt, Co-Geschäftsführer von Senioren Zocken, reisen die Rentner zur Gamescom nach Köln. Dort treffen sie auf den Wissenschaftler Manouchehr Shamsrizi. Für eine erste Testphase hat Shamsrizi eine Spielekonsole namens "MemoreBox" für Altenheime entwickelt. Gerade für Menschen mit Einschränkungen können Computerspiele eine Möglichkeit sein, Reaktionsvermögen und Beweglichkeit zu trainieren.


Menschenskinder!
20:15 Jack (95 Min.) (HDTV, AD, UT)
Spielfilm Deutschland, 2014
Produktion: Port-au-Prince Film und Kultur Produktion, cine plus Filmproduktion, mixtvision Film, Neue Bioskop Film, Zero West Filmproduktion, HR, ARTE
Online verfügbar von 22/11 bis 29/11

Rollen und Darsteller:
Jack – Ivo Pietzcker
Manuel – Georg Arms
Sanna – Luise Heyer
Becki – Nele Mueller-Stöfen
Jonas – Vincent Redetzki
Philipp – Jacob Matschenz
Danilo – Anthony Arnold

Regie: Edward Berger
Produzent: Jan Krüger, René Römert
Drehbuch: Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen
Musik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas
Kamera: Jens Harant
Kostüm: Esther Walz
Szenenbild: Christiane Rothe
Redaktion: Jörg Himstedt, Georg Steinert
Schnitt: Janina Herhoffer

Jack ist zehn Jahre alt und muss im Leben funktionieren wie ein Erwachsener. Es ist Sommer. Die Vorfreude auf die Ferien ist groß. Doch am letzten Schultag im Jugendheim wird er nicht abgeholt. Seine Mutter Sanna (26) ruft an und vertröstet ihn. Jack bleibt mit Danilo und den Erziehern allein zurück. Es kommt zum Streit, bei dem er seinen Mitbewohner verletzt. Verängstigt läuft er nach Hause, um Schutz bei seiner Mutter zu suchen. Doch niemand macht ihm die Tür auf. Sanna ist nicht da.
Nachdem Jack seinen sechsjährigen Bruder Manuel von einer Freundin abgeholt hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mutter. Über mehrere Tage ziehen sie durch die Stadt und folgen ihrer Spur. Dabei scheint es niemandem aufzufallen, dass sie ganz allein sind. Eines Nachts brennt wieder Licht in ihrer Wohnung. Jack und Manuel rennen nach Hause, wo ihre Mutter sie in die Arme schließt. Gemeinsam essen sie zu Abend. Jack versucht sich mitzuteilen, doch Sanna hört nicht zu. Er trifft eine drastische Entscheidung …
Edward Berger und Ko-Autorin Nele Mueller-Stöfen beschreiben die Suche zweier Kinder nach ihrer Mutter lakonisch und einfühlsam, poetisch und voller Verständnis für den Schmerz und die Einsamkeit der Jungen. Zugleich wirft der Film einen Panoramablick auf Berlin: auf Boulevards und Supermärkte, Nachtclubs, Bars und Parks und nicht zuletzt auch auf die öden Randflächen abseits der pulsierenden Zentren. Schmerzhaft realistisches Kindheitsdrama und faszinierendes Road-Movie durch Berlin in einem, erlebte "Jack" seine Premiere auf der Berlinale 2014.

Hintergrundinfo:
So dramatisch wie real er seine Geschichte auf einen Zehnjährigen konzentriert, war er schon die Überraschung des Berliner Wettbewerbs 2014. Beim Deutschen Filmpreis 2014 wurde "Jack" mit einer Lola in Silber ausgezeichnet. Regisseur Edward Berger wurde 2012 für "Ein guter Sommer" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Jüngst war er Creator der Serie "Eden" (2019), die auch auf ARTE zu sehen war, und führte Regie bei dem Kinofilm "All My Loving" (2019). Ivo Pietzcker lässt den Zuschauer die Sichtweise des Kindes Jack miterleben, wie man es selten im deutschen Kino sah: ungeschönt, desillusioniert und in der bedingungslosen Nähe und Zärtlichkeit für Jack ungeheuer fesselnd.


21:50 Hinter die Welt – Tokio Hotel (60 Min.) (HDTV)
Dokumentation Deutschland, 2017
Online verfügbar von 22/11 bis 29/11

Regie: Oliver Schwabe

Mit nur neun Jahren beschließen die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz aus Magdeburg, berühmt zu werden. Mit zwölf Jahren gründen sie gemeinsam mit Gustav Schäfer und Georg Listing eine Band, die ab 2005 unter dem Namen Tokio Hotel die Welt erobert. Sie werden bestaunt, belächelt, gehasst und verehrt … Der Erfolg ist gigantisch: Platin in 68 Ländern, ausverkaufte Konzerte und der androgyne Bill wird zur Stilikone. Mit Anfang 20 fliehen die Zwillinge – reich und berühmt – im Privatjet nach Los Angeles und lassen Tausende von begeisterten Fans und ein Leben hinter Schutzmauern hinter sich. Sie möchten ihre Freiheit zurück und wissen nicht, wie und ob es weitergeht. Der Film taucht ein in das Leben der Band, begleitet Bill und Tom durch einsame Wüsten Kaliforniens und Gustav und Georg an die Ufer der Elbe. Sie sprechen über den Preis des Erfolgs, die Unzertrennlichkeit der Zwillinge, über Liebe, Sexualität, Heimat und Musik. Zur Albumproduktion kommt die Band im Studio in Berlin zusammen und bereitet Welttourneen durch Südamerika, Europa und Russland vor. Unbeirrt verfolgt die Band, die schon alles erlebt hat, ihren in der Kindheit begonnenen Traum weiter.


22:50 Seven Songs (15 Min.) (HDTV)
Matthias Brandt
Musik Deutschland, 2018
Online verfügbar von 21/11 bis 20/02
Erstausstrahlung

Regie: Theo Roos

An Promis einfach so ranzukommen gelingt nur, wenn sie neugierig auf das sind, was dann passiert. Theo Roos gelingt das, weil er den Vielbeschäftigen ein Angebot macht, für das diese sogar ihr Freizeit opfern: Sie können über Lieblingsmusik sprechen, welche auch immer das ist. Sieben selbstgewählte Songs beziehungsweise Musikstücke, die in ihrem Leben eine gewisse Bedeutung haben. Aus den Aussagen, kurzen Ausschnitten der Musik und assoziativen Filmbildern, die Theo Roos beisteuert, entstehen so 15-minütige Clips, die den Moment des Interviews auf den Punkt und zugleich in einen atmosphärischen Fluss bringen. Sie zeigen Prominente, wie sie vielleicht bislang nicht bekannt waren, lassen den Zuschauer Musik mit anderen Ohren hören – oder sind ganz einfach beste Unterhaltung. Matthias Brandt: Der Schauspieler mit der sanften Stimme erzählt davon, wie ein Versehen nach einer durchgefeierten Nacht ihm musikalisch neue Horizonte eröffnet hat, von seinem frühen Verhältnis zu John Coltrane, warum Bach die Essenz der Musik ist, welcher französische Film ihn schauspielerisch inspiriert hat und vieles andere mehr. Ohrenöffner: ein Stück von David Bowie, das alle kennen, aber nicht so.


23:05 Tracks (45 Min.)
Magazin Deutschland, 2019
Online verfügbar von 21/11 bis 20/02
Erstausstrahlung

Der "Tracks"-Plattencheck mit Kitschkrieg und Trettmann
Mit "DIY" brachte er das wichtigste Album des Jahres 2017 heraus. Nun erscheint seine neue Platte "Trettmann". Hinter beiden Alben steckt das Produzenten-Team Kitschkrieg. Alle zusammen wühlen kräftig in der "Tracks"-Plattenkiste.

Hintergrundinfo:
In dieser Woche wirft "Tracks" einen Blick in die gerade wiederauferstehende legendäre Hamburger OZM Art Space Gallery, trifft die Nachwuchstalente des New German Soul und stöbert mit Trettmann und dem Super-Producer-Kollektiv Kitschkrieg in der "Tracks"-Plattenkiste.


23:50 Dans le Club (65 Min.)
Oxmo Puccino, Aloïse Sauvage, Seth Gueko und Bramsito
Musik Frankreich, 2019
Erstausstrahlung

Regie: Sébastien Bergé

Am 13. September schlägt "Dans le Club" seine Zelte im legendären Pariser Konzertsaal La Gaîté Lyrique auf. Auf dem Programm stehen dabei nicht nur Performances von vier führenden französischen Rapper*innen, sondern auch Interviews, DJ-Sets und exklusive Featurings. Diese exklusive Hip-Hop-Nacht liefert eine umfassende und detaillierte Momentaufnahme der aktuellen französischen Rap-Szene – von den Urgesteinen bis zur neuen Garde – die sich aufmacht, die Codes des Genres neu zu definieren.
Diesmal am Start ist Oxmo Puccino, der mit seinem legendären Album "Opéra Puccino" aus dem Jahr 1998 französische Rap-Geschichte geschrieben hat. Mit von der Partie ist auch Seth Gueko, der "Professeur Punchline" genannt wird und in Frankreich als Rap-Ikone gilt - nicht nur, weil er Trap und Boom Bap miteinander verschmilzt, sondern weil er Alltagssprache kunstvoll mit Pariser Slang kombiniert. Den Rapper-Nachwuchs vertritt der junge MC Bramsito aus Orléans, ein Schützling von Booba, der als eines der vielversprechendsten Rap-Talente Frankreichs gefeiert wird. Zum krönenden Abschluss stellt die unvergleichliche Aloïse Sauvage – bekannt aus ihrer Rolle in "120 BPM" von Robin Campillo – ihr musikalisches Universum vor, das Brücken zu Hip-Hop, Film und Zirkuskunst schlägt.

Hintergrundinfo:
Gastgeber Jean Morel führt an diesem Abend durch die französische Rap-Landschaft in all ihren Facetten – nicht nur musikalisch, sondern auch mit Interviews und künstlerischen Begegnungen.


00:55 ARTE Journal (25 Min.)
Nachrichten Deutschland / Frankreich, 2019
Wiederholung vom 22.11.


01:20 Loving Vincent (90 Min.) (HDTV)
Spielfilm Großbritannien / Polen, 2017
Wiederholung vom 30.10.
Produktion: BreakThru Films, Trademark Films, Silver Reel, Odra Film, Centrum Technologii Audiowizualnych, RBF Productions, Sevenex Capital Partners

Rollen und Darsteller:
Zouave – Josh Burdett
Mousme – Holly Earl
Armand Roulin – Douglas Booth
Leutnant Milliet – Robin Hodges
Marguerite Gachet – Saoirse Ronan
Joseph Roulin – Chris O'Dowd
Vincent van Gogh – Robert Gulaczyk
Père Tanguy – John Sessions
Doktor Paul Gachet – Jerome Flynn
Doktor Mazery – Bill Thomas
Theo van Gogh – Cezary Lukaszewicz

Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
Produzent: Sean M. Bobbitt, Ivan Mactaggart, Hugh Welchman
Drehbuch: Dorota Kobiela, Hugh Welchman, Jacek Dehnel
Musik: Clint Mansell
Kamera: Tristan Oliver, Lukasz Zal
Schnitt: Dorota Kobiela, Justyna Wierszynska


02:50 Fotografen auf Reisen (30 Min.) (HDTV)
Tansania – Die letzten Jäger und Sammler
Folge 8 von 10
Dokumentationsreihe Frankreich / Kanada, 2017
Wiederholung vom 13.11.

Regie: Nicos Argillet


03:20 28 Minuten (50 Min.) (UT)
Magazin Frankreich, 2019
Online verfügbar von 23/11 bis 22/01
Erstausstrahlung

Moderation: Élisabeth Quin


04:05 Bilder allein zuhaus (5 Min.) (HDTV)
Sebstbildnis im Pelzrock, Albrecht Dürer, "Beauty Tutorial"
Fernsehserie Frankreich, 2018
Wiederholung vom 17.10.

Regie: Pablo Munoz Gomez


04:10 Vom Bauen in den Bergen (26 Min.) (HDTV, UT)
Neue alpine Architektur in Österreich
Dokumentationsreihe Deutschland, 2016
Wiederholung vom 03.11.

Regie: Frieder Käsmann


04:36 Sendeschluss
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –

• letzte Aktualisierung: 15. November 2019
 

*


Quelle:
arte – Programminformationen
47. Woche – 16.11. bis 22.11.2019
ARTE G.E.I.E.
4, quai du Chanoine Winterer
BP 20035, 67080 Strasbourg Cedex, Frankreich
Service:
Postanschrift: ARTE G.E.I.E. Zuschauerdienst
Postfach 1980, 77679 Kehl am Rhein
Zuschauertelefon (Deutschland): 0180/500 24 88
Zuschauerfax: 0033-3/88 14 21 60
Internet: www.arte.tv


veröffentlicht im Schattenblick zum 8. November 2019

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