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BR - BAYERN2/1003: Woche vom 25.02. bis 03.03.2017


Radioprogramm Bayern 2 – 09. Woche vom 25.02. bis 03.03.2017


Samstag, 25. Februar 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Georges Bizet: "Berceuse" (Charlotte Lehmann, Sopran; SWR-Rundfunkorchester: Emmerich Smola); Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur – "Der Titan" (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Michael Gielen); George Onslow: Nonett a-Moll, op. 77 (Wolfgang Güttler, Kontrabass; Mitglieder des Mandelring-Quartetts; Ma'alot-Bläserquintett); Giuseppe Verdi: "Quattro pezzi sacre", Ave Maria (SWR Vokalensemble Stuttgart: Marcus Creed); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, KV 48 (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Joseph Haydn: Streichquartett C-Dur, op. 64, Nr. 1 (Aryn Quartet); Albéric Magnard: Symphonie Nr. 4 cis-Moll (Malmö Symphony Orchestra: Thomas Sanderling); Johann Georg Albrechtsberger: Posaunenkonzert B-Dur (Thomas Horch, Posaune; Orchester des Gärtnerplatztheaters: Reinhard Schwarz); Robert Schumann: Introduktion und Allegro appassionato G-Dur, op. 92 (Wilhelm Kempff, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rafael Kubelík); Giacomo Puccini: "Capriccio sinfonico" (Radio-Symphonie-Orchester Berlin: Riccardo Chailly)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Antonio Vivaldi: Violinkonzert Es-Dur, R 258 (Giuliano Carmignola, Violine; Vencie Baroque Orchestra: Andrea Marcon); Franz Anton Hoffmeister: Parthia Nr. 3 Es-Dur (Consortium Classicum); Franz Schubert: "Gesang der Geister über den Wassern", D 714 (Ilse Wincor, Tobias Lea, Viola; Raphael Flieder, Franz Bartolomey, Violoncello; Josef Niederhammer, Kontrabass; Arnold Schoenberg Chor: Erwin Ortner); Georg Friedrich Händel: Orgelkonzert d-Moll, op. 7, Nr. 4 (Peter Hurford, Orgel; Concertgebouw Kammerorchester Amsterdam: Joshua Rifkin)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: David Friedman


06:05 BR-Heimatspiegel (115 Min.)

Mit David Friedman Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. Gedanken zum Tag

7.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Separatio Bavariae

Separatio Bavariae Oder: Ein Freistaat fällt ab Von Markus Metz und Georg Seeßlen Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Dieses Feuilleton entführt die Hörer in eine nicht allzu ferne Zukunft: Der Brexit ist vollzogen, zur Diskussion steht der Bayxit … Ganz Deutschland ist in eine wirtschaftliche Rezession und in politische Lähmung verfallen. Ganz Deutschland? Nein! Das Land im äußersten Süden prosperiert unentwegt, seine Fußballmannschaften, seine Autofabriken und sein Immobilienmarkt florieren weiter. Die christliche Einheitspartei sorgt für politische Stabilität. Aber der Unmut in der Bevölkerung wächst. Sollen wir etwa unseren wohlverdienten Reichtum, unser schönes Land, unsere Dividenden mit den Habe- und Taugenichtsen aus Restdeutschland teilen? Die Forderung nach Unabhängigkeit wird immer lauter. Endlich mag sich auch die christliche Einheitspartei einem Referendum nicht mehr entziehen. Auf allen Ebenen wird recherchiert, sondiert, manipuliert: Die Unabhängigkeit Bayerns von Deutschland und von Europa ist das Ziel. Der echte Freistaat, die ersehnte "nationale Identität", die Freiheit für Sprache, Brauchtum und Bier müssen endlich her … Ein Großvater erzählt seiner staunenden Enkelin rückblickend die Geschichte der bayerischen Separatistenbewegung – aus eigener Erfahrung. Zu Gehör kommt auch der "historische" Mitschnitt einer öffentlichen Veranstaltung der Separatisten. Dabei geht es hoch her, Gegner und Befürworter liefern sich heftige Wortgefechte. Als Stimmen der Vernunft sind ein Staatsrechtler und ein Soziologe zugeschaltet, die aus Expertensicht alle Möglichkeiten für einen Abfall Bayerns, die Separatio Bavariae, abwägen. Markus Metz und Georg Seeßlen machen sich einen Spaß daraus, diese utopischen Eventualitäten allen Ernstes durchzuspielen.


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Johannes Marchl


09:05 orange (115 Min.)

Samstagsmagazin
10.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


11:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


11:05 Bayernchronik (55 Min.)


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Gesundheitsgespräch (55 Min.)
Jung im Kopf

Wie bleibt man geistig fit? Mit Dr. Marianne Koch Moderation: Ulrike Ostner Telefon: 0800 - 246 246 9 gebührenfrei E-Mail: gesundheitsgespraech@bayern2.de Internet: www.bayern2.de/gesundheitsgespraech Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die einen versuchen es mit Kreuzworträtseln. Die andern kaufen sich Computerspiele fürs Gehirnjogging. Die Dritten nehmen jeden Tag einen anderen Weg zum Einkaufen und ändern ständig ihren Tagesablauf. Im Umlauf sind viele Methoden, die helfen sollen, das Gehirn fit und flexibel zu erhalten, denn die Angst vor einer Demenz im Alter ist groß. Aber kann man seine grauen Zellen damit wirklich schützen? Was die Wissenschaft bisher weiß, deutet sehr darauf hin, dass aktive Menschen dem Abbau des Gedächtnisses länger standhalten. Im Gesundheitsgespräch (Hörertelefon 0800/246 246 9) mit Dr. Marianne Koch geht es diesmal ums Jungsein im Kopf: Wie bleibt man geistig fit?


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 das ARD radiofeature (55 Min.)
Terrorwarnung

IS-Rückkehrer und die Grenzen der Sicherheit Von Tom Schimmeck NDR 2017 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Als Podcast verfügbar

Tausende junger Männer und Frauen aus Europa hat der "Islamische Staat" zum Kampf in den Nahen Osten gelockt, über 800 davon aus Deutschland. Viele sind schon zurückgekehrt, manche kriegstrainiert und entschlossen, andere desillusioniert oder schwer traumatisiert. Die deutsche Gesellschaft und ihre Behörden haben ein massives Problem: Wie verhindert man die Radikalisierung junger Menschen? Wie erkennt und stoppt man Terroristen? Das Feature sucht in den Lebensgeschichten junger Kriegerinnen und Krieger nach Auslösern und Motiven. Es betrachtet Propaganda und Idole des Terrors – und die Methoden und Chancen der Präventionsarbeit. Die Zahl sogenannter "Gefährder" wird vom Bundeskriminalamt auf etwa 500 Personen geschätzt. Allein für deren lückenlose Überwachung bräuchte die Polizei Tausende Beamte. Die Politik verspricht mehr Stellen. Auch der Verfassungsschutz rüstet auf. Sogar Kinder sollen nun beobachtet werden. Bundesweit läuft eine Prozesswelle an. Vier Referate der Bundesanwaltschaft waren 2016 überwiegend mit deutschen Dschihadisten im syrischen Bürgerkrieg beschäftigt. Doch wie viel Repression ist möglich? Welche Maßnahmen nützlich?


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Diwan (55 Min.)
Das Büchermagazin

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 Hörspiel (95 Min.)
Klaudia Ruschkowski: Unseres Herzens Gordischer Knoten

Unseres Herzens Gordischer Knoten Diskretionen von Mary de Rachewiltz, der Tochter Ezra Pounds Aus dem Amerikanischen von Klaudia Ruschkowski/Eva Hesse Von Klaudia Ruschkowski Mit Mary de Rachewiltz, Sibylle Canonica, Elfriede Irrall, Erik Hansen sowie Mary de Rachewiltz und Ezra Pound im Originalton Regie: Guiseppe Maio DKultur 2015 Ausgewählte Hörspiele in der Bayern 2 App verfügbar

Diskretionen von Mary de Rachewiltz, der Tochter Ezra Pounds. Mary de Rachewiltz kam am 9. Juli 1925 im Südtiroler Brixen als uneheliche Tochter des Dichters Ezra Pound und der amerikanischen Geigerin Olga Rudge zur Welt. Pound war verheiratet. Olga stand am Beginn ihre Karriere. Mary wuchs zunächst als Pflegekind in einer Bauernfamilie im Tiroler Pustertal auf, wurde aber allmählich in das Leben der Eltern in Venedig einbezogen. Zwischen Vater und Tochter entwickelte sich ein enges Verhältnis. Pound vertraute ihr die Übersetzung seiner Cantos an. Auf seine autobiografischen Indiscretions antwortete Mary mit dem Buch Discretions: ein Gespräch mit ihren Eltern, um ihre eigene Geschichte richtigzustellen.


16:40 Bayern 2-radioMusik (20 Min.)


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Jazz & Politik (50 Min.)
Politisches Feuilleton

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:55 Zum Sonntag (5 Min.)


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Breitengrad (25 Min.)
Reportagen aus aller Welt

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


20:05 radioSpitzen (55 Min.)
Monatsrückblick von Mathias Tretter

Kabarett und Comedy Zugespitzt – Der satirische Monatsrückblick Von Mathias Tretter "Wilde Maus" – Ein Gespräch mit Josef Hader über sein Debut als Filmregisseur Wiederholung vom Freitag, 14.05 Uhr Als Podcast verfügbar

Einst zählte der gebürtige Würzburger gemeinsam mit seinen Kollegen vom "Ersten Deutschen Zwangsensemble" zu den jungen Wilden des Kabaretts. Zahlreiche Auszeichnungen später gehört Mathias Tretter zu den etablierten Kräften auf den deutschen Bühnen. In seinem aktuellen Soloprogramm "Selfie" geißelt er den allgegenwärtigen Zwang zur Selbstinszenierung in der digitalen Welt – um sich daraufhin, nach dem Inhalt befragt, selbst angemessen zu inszenieren: "Le Cabaret c'est moi!" Ohne das Internet und die sozialen Medien geht es heute einfach nicht mehr. Auch der Kabarettist Mathias Tretter braucht eine Website, um sich in der schönen neuen digitalen Welt behaupten zu können. Anders als viele seiner Zeitgenossen aber setzt er sich kritisch mit den neuen Medien auseinander. Mathias Tretter weiß um die demokratisierende Kraft des Internets und um die Gefährdung unserer Privatsphäre. Er beobachtet den kollektiven Hang zur virtuellen Selbstoptimierung und distanzierte sich in seinem letzten Programm dezidiert von der inflationären Zunahme virtueller Bekanntschaften: "Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein!" Nun führt Mathias Tretter seinen satirischen Feldzug gegen die allgegenwärtige Selbstinszenierung fort, in seinem aktuellen Solo "Selfie" – einem Kabarettprogramm, das wie die Faust aufs Auge des Digital-Zeitalters zielt. In den radioSpitzen wirft Mathias Tretter einen satirischen Blick auf die Ereignisse im Februar.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 Diwan (55 Min.)
Das Büchermagazin

Wiederholung von 14.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung vom Freitag, 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Sonntag, 26. Februar 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 radioJazznacht (115 Min.)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-Dur, KV 425 – "Linzer" (Scottish Chamber Orchestra: Charles Mackerras); Johann Sebastian Bach: Partita D-Dur, BWV 828 (András Schiff, Klavier); Felix Mendelssohn Bartholdy: Sechs Lieder, op. 59 (EuropaChorAkademie: Joshard Daus); Heitor Villa-Lobos: Gitarrenkonzert (Santiago Navascues, Gitarre; Münchner Rundfunkorchester: Heinz Wallberg); Louis Spohr: Potpourri B-Dur, op. 22 (Attila Falvay, Violine; New Haydn Quartet)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Johann Baptist Georg Neruda: Fagottkonzert C-Dur (Patrick de Ritis, Fagott; Kammersolisten Bratislava: Michael Dittrich); Wilhelm Weismann: Der 23. Psalm "Der Herr ist mein Hirte" (Calmus Ensemble); Karl von Ordoñez: Symphonie A-Dur (Toronto Camerata: Kevin Mallon); Jean Langlais: "Messe solennelle" (Marie-Claire Alain, André Luy, Orgel; Ensemble Vocal de Lausanne: Michel Corboz)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Andi Ebert


06:05 BR-Heimatspiegel (40 Min.)

Mit Andi Ebert Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (nur in BR Heimat)


06:45 Positionen (15 Min.)
Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Heute: Bund für Geistesfreiheit Bayern


07:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


07:05 radioMikro (55 Min.)
Magazin

Wumme im Fasching Ab 6 Jahren Hörspiel von Ernestine Koch Mit Christine Ostermayer, Herbert Bötticher und Julia Fischer Regie: Werner Simon BR 1976 7.30 Sonntagshuhn Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Katholische Welt (25 Min.)
Die Tafeln – zwischen Armutszeugnis und Nächstenliebe

"Brosamen vom Tisch des Herrn" Die Tafeln – zwischen Armutszeugnis und Nächstenliebe Von Susanne Hofmann Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Tafeln sind eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit: Mehr als 900 gemeinnützige Vereine gibt es mittlerweile in Deutschland. 60.000 ehrenamtliche Helfer sammeln und verteilen Lebensmittel an 1,5 Millionen Benachteiligte, die auf das Angebot der Tafeln angewiesen sind, ein Drittel davon Kinder und Jugendliche. Wohltätigkeit wie die der Tafeln produziert anscheinend nur Begrüßenswertes: Die Bedürftigen bekommen Lebensmittel, die spendenden Unternehmen sparen sich Kosten für die Entsorgung, bekommen Steuererleichterungen und polieren gleichzeitig ihr Image auf, und Politiker, die als Schirmherren fungieren, erhalten mediale Aufmerksamkeit. Moralisch, ethisch und sozialpolitisch fällt die Bewertung der Tafeln allerdings nicht ausschließlich positiv aus. Auch die kirchlichen Träger beobachten die Ausweitung der privaten Sozialindustrie kritisch. Zwar lindern Tafeln genauso wie Kleiderkammern und Suppenküchen die größte Not der Bedürftigen. Doch zugleich erleichtert das dem Staat, sich zunehmend seiner Verantwortung zu entziehen; wäre er nicht zuerst in der Pflicht, für eine gleichberechtigte Teilhabe aller an der gesellschaftlichen Entwicklung zu sorgen?


08:30 Evangelische Perspektiven (30 Min.)
50 Jahre Evangelische Fakultät in München

Evangelische Theologie – was sonst? 50 Jahre Evangelische Fakultät in München Von Simon Berninger Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

"Theologie – nein, nicht katholisch. Evangelisch!" So sagen es die Münchner Studenten, wenn sie gefragt werden, was sie studieren. Der Zusatz "evangelisch" ist im "katholischen" München immer noch nicht selbstverständlich – dabei liegt die Gründung der evangelischen Fakultät an der Ludwig-Maximilians-Universität inzwischen fünfzig Jahre zurück. Dass die Fakultät ausgerechnet inmitten der Studentenrevolte ihren Betrieb aufnahm, hat das Profil der heute kleinsten Fakultät an der Münchner Universität nachhaltig geprägt. Fernab von der Erlanger Fakultät und der fränkischen Frömmigkeit der dortigen Mehrheitsprotestanten ist die Münchner Fakultät ihren Weg durch fünfzig Jahre Lehrbetrieb in der Großstadt München gegangen – und ihre Studierenden müssen sich heute – wenn überhaupt – nur noch bei Fachfremden behaupten. Simon Berninger hat mit ihnen gesprochen und war zu Besuch bei den wenigen noch lebenden Zeitzeugen aus der Gründergeneration. Ein Porträt mit Zeitreise durch fünfzig Jahre evangelische Fakultät in München.


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioReisen (55 Min.)
Einfach woanders sein

Wiederholung am Montag, 14.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Sonntagsbeilage (55 Min.)
Feuilletonistische Seitenblicke

Wiederholung um 17.05 Uhr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


11:00 radioTexte – Das offene Buch (30 Min.)
Amerikanische Erfindungen

Wundersame Geschichten aus dem Alltag – gewitzt, scharfsinnig, eigenwillig und originell. Nach ihrem Roman "Atmosphärische Störungen" überrascht Rivka Galchen, Medizinerin und Schriftstellerin aus New York, nun mit zehn Erzählungen. Schauspielerin Lisa Wagner liest die Titelgeschichte: "Amerikanische Erfindungen".

"Rivka Galchen gehört zu den Besten. Ein Ausnahmetalent." – "Rivka Galchen schreibt darüber, wie befremdlich das Leben ist. Und sie tut das mit Scharfsinn, Witz und größter Originalität." – "Rivka Galchen ist die Flippermeisterin der amerikanischen Literatur." - Schriftstellerkollegen und Kritiker in den USA sind sich einig: Rivka Galchen, Anfang 40, Tochter israelischer Einwanderer, 1976 in Toronto geboren, aufgewachsen in Oklahoma und heute in New York zu Hause, ist eine Ausnahmeerscheinung unter den zeitgenössischen US-Autoren/Innen. Der "New Yorker" zählte sie 2010 zu den 20 Besten ihrer Generation. In Princeton und an der Mount Sinai Medical School hat Rivka Galchen Literatur und Medizin studiert, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte. Mit dem Roman "Atmosphärische Störungen" betrat sie die literarische Bühne. Zehn Erzählungen folgten. Mit kritischem Blick, spitzer Feder, einer ungewöhnlichen, assoziativen und ironischen Art des Erzählens und jeder Menge naturwissenschaftlicher Begriffe und mehr oder weniger fragwürdiger wissenschaftlicher Erkenntnisse, schildert sie Befremdliches, Komisches, Tragisches, Surreales im Alltag und Probleme, die dazu da sind, sie zu umgehen. Zeitreisen sind möglich. Möbel wandern aus der Wohnung, die Feuertreppe hinunter. Einer Frau wächst eine dritte Brust am Rücken. Ein persischer Professor liebt Cross-Dressing. Eine arbeits-und planlose junge Frau nimmt die telefonische Bestellung für ein Knoblauchhuhn an, obwohl sie mitnichten Essen kocht, geschweige denn liefert. "Verlorene Ordnung" heißt diese Geschichte nicht von ungefähr, und dieser Titel träfe auf die meisten der zehn Erzählungen zu, die irgendwo im Alltag beginnen und im Absurden münden. Denn die Welt steht Kopf, das Leben ist seltsam und hier meistens beschrieben mit dem Blick junger Frauen, Singles, allein lebend, kinderlos, mit fragwürdigen Reaktionen. – Die Fernseh- und Theaterschauspielerin Lisa Wagner liest "Amerikanische Erfindungen", die Titelgeschichte des Erzählbandes, der jetzt auf Deutsch erschien. Moderation und Redaktion: Cornelia Zetzsche.


11:30 Bayern 2-Heimatsound (30 Min.)


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Zeit für Bayern (55 Min.)
Spielräume

Scheibt se nix?! Bayerische Kegelgeschichten Von Wolf Gaudlitz Die wollen nur spielen Erlebniswelten der Großstadt Von Matthias Rüd Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Scheibt se nix?! Bayerische Kegelgeschichten "Scheibt se was? Oder scheibt se nix?" Das Kegelscheiben, wie es mancherorts in Bayern heißt, kommt ursprünglich vom Wort schieben. Schon die alten Ägypter sollen am Kegelspiel ihren Spaß gehabt haben. Die Urform des heutigen Kegelns geht aber auf germanische Stämme im Mittelalter zurück, die mit Steinen auf Knochen geworfen haben. Und obwohl als Gotteslästerung verpönt, wurde auch in Klöstern gern gekegelt. Im Lauf der Jahrhunderte hat sich das volkstümliche Vergnügungsspiel zum Breiten- und zum Leistungssport entwickelt – mit einem komplizierten Regelwerk. Das Kreuz mit den Kegel-Regeln Wird die Kugel nun aufgelegt, geworfen oder geschoben? Wie sind die Kegel aufgestellt? Wie viele Würfe dürfen es sein? Die Spielregeln sind vielfältig und unterscheiden sich regional wie national und international. Da freut man sich zu hören, dass Bayern und Österreich zumindest bei den Bahnen auf einer Linie sind. Da scheibt se was. Wolf Gaudlitz spannt in seinen Bayerischen Kegelgeschichten einen weiten Bogen von traditionsreichen Vereinen wie dem Allotria-Kegelkeller im Münchner Künstlerhaus, der den Originalkegel von Prinzregent Luitpold in seinem Bestand hat, bis zu den Bamberger Sportkeglern, die zu den besten in Europa gehören. Die wollen nur spielen Erlebniswelten der Großstadt Nürnberg gilt als die Weltstadt des Spielzeugs – einmal im Jahr trifft sich hier die Branche zur Internationalen Spielwarenmesse und präsentiert die Neuheiten für Jung und Alt. In den vergangenen Jahren gab es dabei einen klaren Trend zur Digitalisierung. Doch vielen ist das wohl nicht unmittelbar genug. Und so verlagert sich manch virtuelles Spiel durch Computerspiel-Adaptionen wie Paintball oder Live-Escape-Games zurück in die reale Welt, Geburtstagsgesellschaften treffen sich zum Duell mit Laserpistolen in aufwändig nachgebauten Themenwelten und selbst das gute alte Minigolf bekommt in mit Schwarzlicht ausgeleuchteten Hallen ein Update verpasst. Was sind das für Menschen, die hier in Extremsituationen spielen? Was macht für die Akteure den Reiz an diesen neuen Spielformen aus? Und was macht das Spiel aus ihnen? Matthias Rüd hat für sein Feature aus der Reihe "Zeit für Bayern" in Nürnberg mitgespielt. Wiederholung der Sendung vom 17.01.2016


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 Bayern – Land und Leute (25 Min.)
Münchens wilde Künstlerfeste

Allotria und Gauklerball Münchens wilde Künstlerfeste
Von Ulrich Zwack
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die bayerische Landeshauptstadt gilt nicht gerade als Faschingshochburg. Doch zumindest um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg war sie das durchaus. Allein 1914 fanden dort 533 Maskenbälle und 145 Schwarz-Weiß-Bälle statt. Vor allem die Künstler der Schwabinger Bohème sorgten für ausgelassenes Treiben. Zuerst nur in Form von wilden Atelierfesten, aber zunehmend auch von Künstlerbällen. Schon im Fasching 1895 wurde in der Schwabinger Brauerei erstmals die vorwiegend von Künstlern und Studenten besuchte, legendäre "Schwabinger Bauernkirchweih" begangen. Schier gigantisch waren die Bälle der von den Malerfürsten Franz von Lenbach, Franz von Stuck und Friedrich August von Kaulbach dominierten Künstlergesellschaft "Allotria" im 1900 vollendeten Künstlerhaus am Lenbachplatz. Absoluter Höhepunkt war das "Arkadienfest" von 1913, das über 2000 Faschingsfans anzog. Manche waren gar bis aus St. Petersburg angereist. Weil dergleichen manchen Bohemiens dann doch zu pompös war, gründete ein Teil der Künstlerschaft schon 1904 ein eigenes regelmäßiges Faschingsfest in der Schwabinger Brauerei. Den "Gauklerball". Ihn gibt es heute immer noch – bzw. wieder. Allerdings findet er jetzt ironischerweise im Künstlerhaus statt. Auch sonst haben Faschingsbälle in München nach wie vor Konjunktur. Künstlerfeste kann man sie oft nicht mehr nennen, aber ausgelassen sind z.B. die "Weißen Bälle" in der Schwabinger Max-Emanuel-Brauerei noch allemal. Inwieweit die berüchtigten "Schabernackt-Bälle" im Löwenbräukeller wirklich so wild sind, wie sie sein möchten, ist allerdings eine Ermessensfrage … und Geschmackssache – wie letztlich der ganze Fasching. Ulrich Zwack begibt sich auf Maskenschau.


13:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung vom Freitag, 15.30 Uhr
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14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 musikWelt (55 Min.)
Musik aus aller Welt
Mit Dagmar Golle


15:00 Hörspiel (60 Min.)
Franz Kafka: Das Schloss (7/12)

Das Schloss (7/12) Von Franz Kafka Erzähler – Michael Rotschopf K. – Devid Striesow Beobachter vom Schloss – Werner Wölbern Frauenstimme – Deleila Piasko Olga – Sandra Hüller Amalia – Bibiana Beglau Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert BR 2016 Ursendung Wiederholung am Montag, 20.03 Uhr Ausgewählte Hörspiele in der Bayern 2 App verfügbar

Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung Das Schloss, die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des 'Brückenhofes'. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unterfangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger - ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die "hiesige Ordnung der Dinge" treiben, ohne dass "Ordnung" oder "Dinge" je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der 'Roman' bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Tobias Mann, Kabarettist

Stefan Parrisius im Gespräch mit Tobias Mann, Kabarettist Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar

Ein passender Gast kurz vor Rosenmontag: Tobias Mann hat jahrelang Bühnenerfahrung bei Mainzer Karnevalssitzungen gesammelt. Als Kabarettist wurde er unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Bayerischen Kabarettpreis und dem Salzburger Stier ausgezeichnet. "Eins zu Eins. Der Talk" wiederholt das Gespräch mit Tobias Mann aus dem Jahr 2014. Kabarett statt BWL Die Aufmerksamkeit, die man bekommt, wenn man "in die Bütt steigt", fasziniert ihn schon als Kind. Dazu kommt eine musikalische Früherziehung, die in der Schul-Bigband gipfelt. Das Gitarrespielen bringt er sich dann selbst bei und gründet auch noch eine Vokalgruppe namens "Aca & Pella". Das BWL-Studium dient eher der Risikoabsicherung. Ein Jahr gibt sich Tobias Mann, um sich als Kabarettist zu etablieren. Das war 2005. Schnell hangelt er sich von Kleinkunstpreis zu Kleinkunstpreis und Plan B kann in der Schublade bleiben. In seinen pointenreichen Programmen greift er vor allem die Alltagsprobleme der Endzwanziger auf, singt eigens komponierte Lieder und verteilt Seitenhiebe auf die aktuelle Politik. 2013 veröffentlicht er außerdem ein buch mit dem Titel "Hilfe, die Googles kommen!". Viele Gäste, wenig Gäste In "Eins zu Eins. Der Talk" mit Stefan Parrisius erzählt Tobias Mann von seinen Anfängen beim Mainzer Karneval, vom Unterschied zwischen einem vollbesetzten Saal mit alkoholisiertem Fastnachtspublikum und dem Auftritt in Würzburg vor sechs zahlenden Gästen und singt live im Studio.


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Sonntagsbeilage (55 Min.)

Feuilletonistische Seitenblicke

Wiederholung von 10.05 Uhr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Kulturjournal (85 Min.)
Kritik. Dialog. Essay

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19:30 Musik für Bayern (30 Min.)
Klassik, Pop und Jazz – Selbst gemacht!

Meister & Meisterschüler Reinhold Friedrich und das Trompetenfestival Höhenkirchen-Siegertsbrunn 2017 Ein Rückblick von Stephan Ametsbichler

Er ist ein wahrer Meister, ECHO-Klassik-Preisträger und Weltstar: Reinhold Friedrich. Vom 18. bis 22. Januar ließ er es in der knapp 10.000 Einwohner starken Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn im Südosten der Landeshauptstadt knistern. 15 "Meisterschüler" im Alter zwischen 12 und 26 Jahren führte er mit einer Mischung aus Herzlichkeit, lockerem Witz, analytischer Präzision und auch dem nötigen Ernst auf neue Wege der Selbsterkenntnis und präsentierte sich, zusammen mit seinem jungen Kollegen Tobias Krieger, auch als Musiker auf der Bühne. Organisiert wurde dieses Trompetenfestival von der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn, die mit ihrem Slogan "symphonisch - bairisch – überraschend – anders" seit Jahren für ihr umfassendes Spektrum und ihre konsequente Qualitätsarbeit bekannt ist. Mit einem Blick hinter die Kulissen und Ausschnitten aus den Abschlusskonzerten der "Rising Stars" und dem Festivalorchester der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn stellt Stephan Ametsbichler den "Meister" und seine Schüler vor.


20:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


20:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Separatio Bavariae

Separatio Bavariae Oder: Ein Freistaat fällt ab Von Markus Metz und Georg Seeßlen Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Dieses Feuilleton entführt die Hörer in eine nicht allzu ferne Zukunft: Der Brexit ist vollzogen, zur Diskussion steht der Bayxit … Ganz Deutschland ist in eine wirtschaftliche Rezession und in politische Lähmung verfallen. Ganz Deutschland? Nein! Das Land im äußersten Süden prosperiert unentwegt, seine Fußballmannschaften, seine Autofabriken und sein Immobilienmarkt florieren weiter. Die christliche Einheitspartei sorgt für politische Stabilität. Aber der Unmut in der Bevölkerung wächst. Sollen wir etwa unseren wohlverdienten Reichtum, unser schönes Land, unsere Dividenden mit den Habe- und Taugenichtsen aus Restdeutschland teilen? Die Forderung nach Unabhängigkeit wird immer lauter. Endlich mag sich auch die christliche Einheitspartei einem Referendum nicht mehr entziehen. Auf allen Ebenen wird recherchiert, sondiert, manipuliert: Die Unabhängigkeit Bayerns von Deutschland und von Europa ist das Ziel. Der echte Freistaat, die ersehnte "nationale Identität", die Freiheit für Sprache, Brauchtum und Bier müssen endlich her … Ein Großvater erzählt seiner staunenden Enkelin rückblickend die Geschichte der bayerischen Separatistenbewegung – aus eigener Erfahrung. Zu Gehör kommt auch der "historische" Mitschnitt einer öffentlichen Veranstaltung der Separatisten. Dabei geht es hoch her, Gegner und Befürworter liefern sich heftige Wortgefechte. Als Stimmen der Vernunft sind ein Staatsrechtler und ein Soziologe zugeschaltet, die aus Expertensicht alle Möglichkeiten für einen Abfall Bayerns, die Separatio Bavariae, abwägen. Markus Metz und Georg Seeßlen machen sich einen Spaß daraus, diese utopischen Eventualitäten allen Ernstes durchzuspielen.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 das ARD radiofeature (55 Min.)
Terrorwarnung

IS-Rückkehrer und die Grenzen der Sicherheit Von Tom Schimmeck NDR 2017 Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Als Podcast verfügbar

Tausende junger Männer und Frauen aus Europa hat der "Islamische Staat" zum Kampf in den Nahen Osten gelockt, über 800 davon aus Deutschland. Viele sind schon zurückgekehrt, manche kriegstrainiert und entschlossen, andere desillusioniert oder schwer traumatisiert. Die deutsche Gesellschaft und ihre Behörden haben ein massives Problem: Wie verhindert man die Radikalisierung junger Menschen? Wie erkennt und stoppt man Terroristen? Das Feature sucht in den Lebensgeschichten junger Kriegerinnen und Krieger nach Auslösern und Motiven. Es betrachtet Propaganda und Idole des Terrors – und die Methoden und Chancen der Präventionsarbeit. Die Zahl sogenannter "Gefährder" wird vom Bundeskriminalamt auf etwa 500 Personen geschätzt. Allein für deren lückenlose Überwachung bräuchte die Polizei Tausende Beamte. Die Politik verspricht mehr Stellen. Auch der Verfassungsschutz rüstet auf. Sogar Kinder sollen nun beobachtet werden. Bundesweit läuft eine Prozesswelle an. Vier Referate der Bundesanwaltschaft waren 2016 überwiegend mit deutschen Dschihadisten im syrischen Bürgerkrieg beschäftigt. Doch wie viel Repression ist möglich? Welche Maßnahmen nützlich?


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Zündfunk Generator (55 Min.)
Fragile – Briefe aus einem zerbrechlichen Europa

Fragile – Briefe aus einem zerbrechlichen Europa Von Laura Freisberg Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Annika Reich backt einen komplizierten Kuchen für Zeruya Shalev in Tel Aviv, den sie aber selbst isst. Björn Bicker erklärt der in Istanbul lebenden Autorin Ece Temelkuran, dass sie im Grunde in derselben Straße leben. Kathrin Röggla, Wienerin in Berlin, und A.L. Kennedy, Schottin in England, diskutieren über Wahnsinn in der Politik und über Fußball. Das sind drei Briefwechsel des Projektes "Fragile – Europäische Korrespondenzen", bei dem insgesamt 28 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ganz Europa sich die Frage stellen, was Europa ausmacht, wo es mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft ist – und welche Aspekte besonders wertvoll und zerbrechlich sind. "Diese Woche war ich in Polen, um das Buch "Schmerz", das dort gerade erschienen ist, zu begleiten. Ich habe dabei viel an Dich und an Europa gedacht. (…) In Polen sieht Europa weißer aus denn je, ohne Flüchtlinge, Einwanderer, Fremde. Weiß und christlich und angeblich beschützt, aber die meisten Menschen, die ich dort getroffen habe, machen sich Sorgen wegen dieser Entwicklung und streben, wie Du, einen Wechsel der Werte an." (Zerujha Shalev) "In Berlin entsteht ein neues Türkei-Ghetto. Ich will dir verraten, worüber ich vor Erbitterung lachen musste: Einige der Intellektuellen, die uns die Plage Erdogan beschert haben, die in seinen ersten Jahren ihren gesamten Verstand als Intellektuelle dazu einsetzten, ihm Legitimität zu verschaffen, haben längst in Berlin, im Stadtteil Mitte, Wohnungen gekauft, in die sie sich nun flüchteten. Widerwärtig, nicht wahr? (…) Diese Leute gesellen sich jetzt zu der Gruppe "In der Türkei unterdrückte Intellektuelle" und surfen auf dieser neuen politischen Welle mit, die Schriftstellerin Asli Erdogan sitzt unterdessen im Gefängnis. "Interessante Zeiten" sind wie Jahrmärkte des Bösen, denke ich, da werden an tausenden Ständen all die großen und kleinen Bosheiten und schlechten Seiten des Menschen präsentiert. Sieh dich um, schau sie dir an, such dir etwas aus! (Ece Temelkuran) Zwischen Berlin, London, München und Istanbul entspinnen sich Gespräche, die sich zwar um aktuelle politische Entwicklungen drehen, in denen aber auch Platz ist für persönliche Erfahrungen. Am 27. Januar erscheinen die Briefwechsel in der ältesten deutschen Literaturzeitschrift, den "Horen". Im Zündfunk Generator vertonen wir Auszüge der Briefwechsel und kollagieren sie mit Interviews mit den Autoren.


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Montag, 27. Februar 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Hector Berlioz: "Römischer Karneval", Ouverture caractéristique; Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, KV 202 (Staatskapelle Dresden: Colin Davis); Dmitrij Schostakowitsch: "Der Bolzen", Ballettsuite (MDR Sinfonieorchester: Dmitrij Kitajenko); Igor Strawinsky: Capriccio (Peter Rösel, Klavier; Dresdner Philharmonie: Herbert Kegel); Max Butting: "Heitere Musik", op. 38 (Orchester der Staatsoperette Dresden: Ernst Theis); Richard Strauss: "Don Juan", op. 20 (Staatskapelle Dresden: Fabio Luisi)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Camille Saint-Saëns: "Karneval der Tiere" (Irena Grafenauer, Flöte; Eduard Brunner, Klarinette; Gidon Kremer, Isabelle van Keulen, Violine; Tabea Zimmermann, Viola; Mischa Maisky, Violoncello; Georg Hörtnagel, Kontrabass; Martha Argerich, Nelson Freire, Klavier; Markus Steckeler, Xylophon; Edith Salmen-Weber, Glockenspiel); Richard Rodney Bennett: Suite (BBC Philharmonic: Rumon Gamba); Lalo Schifrin: "Concierto Caribeño" (Marisa Canales, Flöte; London Symphony Orchestra: Lalo Schifrin); George Gershwin: "Rhapsody in Blue" (Michel Camilo, Klavier; Orquestra Simfonica de Barcelona i Nacional de Catalunya: Ernest Martinez Izquierdo); Claude Debussy: "La boîte à joujoux" (Pierre-Vincent Plante, Englischhorn; Orchestre symphonique de Montréal: Charles Dutoit)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Edvard Grieg: "Aus Holbergs Zeit", op. 40 (Philharmonisches Orchester Bergen: Ole Kristian Ruud); Robert Schumann: "Faschingsschwank aus Wien", op. 26 (Maria João Pires, Klavier); Vincent Persichetti: Divertimento, op. 42 (Mitglieder des London Symphony Orchestra: David Amos)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag

Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar sowie
ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 APP


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Elitekämpfer mit und ohne Waffen

Janitscharen Die gefürchtete Truppe des Sultans Karate Geschichte einer Kampfkunst Das Kalenderblatt 27.2.1900 Gründung des FC Bayern Von Thomas Grasberger Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Janitscharen – Die gefürchtete Truppe des Sultans Autorin: Katalin Fischer / Regie: "Blumen aus dem Garten des Bektasch" wurden sie genannt, die furchtlosen Kämpfer des Osmanischen Reiches. Der legendäre Mystiker Hadschi Bektasch soll der erste gewesen sein, der christliche Kinder einsammelte und im strengen Glauben an den Islam zu hocheffektiven Elite-Soldaten erzog – die Janitscharen. Historisch gesehen wurde die Truppe durch die "Knabenlese" gestellt – zehntausende von Knaben wurden aus etlichen Ländern Europas verschleppt und in die Janitscharenarmee eingegliedert. Sie konnten Karriere machen, als hohe Offiziere oder Beamte, doch sie hatten ein hartes Leben: Sie durften nicht heiraten und kein Land erwerben, kein Haus besitzen und keiner anderen Beschäftigung nachgehen, als dem Krieg. So wurden sie zu den gefürchtetsten Kriegern der Osmanen. Das Problem nur: Das wussten sie auch. In Friedenszeiten lechzten sie nach Kampf, denn dann durften sie plündern, töten, vergewaltigen. Wenn sie wütend wurden, stießen sie ihren großen Suppenkessel um und zündeten ganze Stadtviertel an, um ihre Forderungen durchzusetzen. Bis es Mahmud II. zu viel wurde: Er ließ die Janitscharen einkesseln und erschießen, Überlebende und Flüchtige wurden hingerichtet. Karate – Geschichte einer Kampfkunst Autorin: Yvonne Maier / Regie: Karate, die "leere Hand", wie man das japanische Wort übersetzen kann, ist eine Kampfkunst die hauptsächlich ohne Waffen ausgeübt wird. Im Westen ist sie noch gar nicht so lang heimisch, nach West-Deutschland kam sie zum Beispiel erst in den 1970er-Jahren, in der DDR gab es sie offiziell gar nicht. Auf den japanischen Inseln gibt es Karate freilich schon seit Hunderten von Jahren, und um die Entstehung ranken sich Mythen: Die einen meinen, die "leere Hand" komme aus dem Shaolin-Kloster in China, die anderen sind sich sicher, Karate sei ursprünglich auf der Inselgruppe des heutigen Okinawa entstanden und habe sich später mit japanischen und chinesischen Kampfkünsten vermischt. Manche glauben sogar, dass Karate nur im Untergrund geübt werden durfte, weil Kämpfen im damaligen Königreich Ryukyu, also der Insel Okinawa und seinen Nachbarinseln, verboten war. Das Problem: Es gibt nur wenige Aufzeichnungen, denn die Kampftechnik wurde über Jahrhunderte nur mündlich von Meistern zu Schülern weitergegeben. Die wenigen Schriftzeugnisse, die existierten, sind in neuerer Zeit entweder bei einem großen Erdbeben in Tokyo oder im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Seit ein paar Jahren aber finden Forscher im asiatischen Raum wieder alte Quellen – in China oder Taiwan zum Beispiel -, die ein reiches Bild vom Königreich Ryukyu zeichnen, von Piraten, Händlern und Seefahrern, die alle kämpfen konnten. Mit "leerer Hand" und mit Waffen, wohlgemerkt. Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Sportler mit Behinderung

Nah dran: Mit Handicap zur Höchstleistung – Sportler mit Behinderung und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Mit Handicap zur Höchstleistung – Sportler mit Behinderung Bis vor acht Jahren fühlte sich Daniel Scheil eigentlich ganz gesund. Doch beim Bäcker sackte der damals Mitdreißiger ohne jede Vorwarnung zusammen, wurde nach diesem Herzinfarkt achtmal reanimiert, lag zwei Monate im Koma. Seitdem leidet er unter einer spastischen Lähmung und sitzt im Rollstuhl. Zuhause fiel ihm die Decke auf den Kopf. Doch dann nahm er sich nach den Paralympischen Spielen in London 2012 die Goldmedaillen-Gewinnerin Birgit Kober zum Vorbild und begann mit dem Kugelstoßen: "Für mich bedeutete das von null auf hundert", sagt er. Der Sport ist für den Sachsen, der für Weiden in der Oberpfalz startet, zum Lebensinhalt geworden. Sein ehrgeiziges Training hat ihm gleich bei seiner ersten Paralympics-Teilnahme in Rio 2016 eine Goldmedaille beschert. Trotz – oder gerade wegen einer – Behinderung können Menschen nicht nur Höchstleistungen vollbringen, sondern durch den Sport auch am ganz "normalen" Leben teilhaben. Man muss nur ein paar Dinge berücksichtigen, sagt Anita Kinle aus Fürth. Sie ist Sportheilpraktikerin in einer Schwerpunkt-Praxis für Downsyndrom und hat vor mehreren Jahren den inzwischen deutschlandweiten Laufclub 21 für Menschen mit und ohne Trisomie 21 gegründet. Das Ausdauertraining tut der 26-jährigen Gabriele Meier und den anderen Sportlern gut – ob für das Herz-Kreislaufsystem oder den Stoffwechsel. Dass der Sport auch die Lebensfreude und das Selbstbewusstsein enorm stärkt, zeigt Ullie Nikola im Notizbuch-Nah dran "Mit Handicap zur Höchstleistung" am 27.02.2017 in Bayern 2.


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als
Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 radioReisen (55 Min.)
Einfach woanders sein

Wiederholung vom Sonntag, 9.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Ferne Welten nahegebracht, mitgebracht

Alexander von Humboldt Universalgelehrter und Weltentdecker Brasiliens Flora In der Botanischen Staatssammlung München Das Kalenderblatt 27.2.1900 Gründung des FC Bayern Von Thomas Grasberger Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Alexander von Humboldt – Universalgelehrter und Weltentdecker Autorin: Bettina Weiz / Regie: Dorit Kreissl

"Kosmos" heißt das Hauptwerk von Alexander von Humboldt, und der Name des Buches ist Programm. Der preußische Gelehrte wollte alles Wissen seiner Zeit zusammenbringen, schon weil, wie er fand, alles zusammengehört, von den Steinen über Pflanzen und Kultur bis zum Weltall. Als Bergmeister hat er in jungen Jahren Pflanzen tief unter Tage erforscht. Als Weltreisender hat er an der Wende zum 19. Jahrhundert weite Teile Südamerikas und Russlands für die Wissenschaft entdeckt und beschrieben. Als Wissenschaftsorganisator und Diplomat hat er die Spezialisten seiner Zeit und ihr Wissen verknüpft – und muss überdies ein begnadeter Erzähler gewesen sein, der am preußischen Hof die große, weite Welt aufscheinen ließ. Bis heute beruft sich auf ihn, wer anmahnen möchte, dass hochspezialisierte Forschungsergebnisse immer im Zusammenhang mit dem Rest des Kosmos verstanden werden müssen. Brasiliens Flora – In der Botanischen Staatssammlung München Autor: Andreas Höfig / Regie: Martin Trauner Die Forschungsreisen des Preußen Alexander von Humboldt sind den meisten bekannt. Doch auch Bayerns König Max Joseph I. wollte nicht abseits stehen, als es galt neue Kontinente und Länder zu enträtseln. So schickte er zwei junge Franken nach Südamerika: den Zoologen Johann Baptist von Spix und den Botaniker Carl Friedrich Philipp von Martius. Sie unternahmen von 1817-1820 ihre "Reise in Brasilien" und schickten im Lauf der drei Jahre kistenweise Fundstücke nach Hause: Darunter auch 6500 getrocknete Pflanzenbelege von meistenteils unbekannten Arten. In den Jahren nach der Expedition entstand daraus die "Flora Brasiliensis" – bis heute das Referenzwerk für die dortige Pflanzenwelt. Die getrockneten Belege selbst liegen als großer Schatz in der Botanischen Staatssammlung München und sind nach wie vor begehrte Objekte für Forscher aus aller Welt. In Brasilien wird der Bayer Philipp von Martius als Nationalheld verehrt. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 Hörspiel (57 Min.)
Franz Kafka: Das Schloss (7/12)

Das Schloss (7/12) Von Franz Kafka Erzähler – Michael Rotschopf K. – Devid Striesow Beobachter vom Schloss – Werner Wölbern Frauenstimme – Deleila Piasko Olga – Sandra Hüller Amalia – Bibiana Beglau Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert BR 2016 Wiederholung vom Sonntag, 15.00 Uhr Ausgewählte Hörspiele in der Bayern 2 App verfügbar

Drei Gassen, zwei Gasthöfe und ein Schloss. Alles auf engstem dörflichen Raum: draußen ist Winter. Der rätselhafte Neuankömmling K. betritt diese kleine, kalte Welt des Grafen Westwest mit ihren eigenen und eingefahrenen Gesetzen. Den Makel eines ewig Überzähligen, des Außenseiters, wird er, 'Landvermesser' K., hier nie verlieren. Ob der Gast im Dorfgasthaus ein heimatloser Querulant ist oder wirklich als Landvermesser kommt, das wird in der fragmentarischen Versuchsanordnung Das Schloss, die Franz Kafka 1922 schrieb und die 1926 posthum von seinem Freund Max Brod veröffentlicht wurde, nie eindeutig geklärt. Erstarrung und Bürokratie, Willkür, Argwohn und Fremdenhass verbergen sich hinter den winterlichen Masken dörflicher Stumpfheit. Hier ist offenbar das moralisch reinigende Mandat des wehrhaften Außenseiters gefragt. Kafka lässt seinen Helden K. erst einmal hungrig, müde und allein eintreffen, in der ungastlichen Wirtsstube des 'Brückenhofes'. Doch An- und Weiterkommen, das schwant auch dem Kafka-unkundigen Zuhörer, werden schnell zum heiklen Unterfangen. Der Zutritt zum mysteriösen Schloss bleibt K. beharrlich verwehrt. Ohne Status und Legitimation wird er zusehends zum Irrgänger - ähnlich den Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die "hiesige Ordnung der Dinge" treiben, ohne dass "Ordnung" oder "Dinge" je durchschaubar wären. Nur in den Anfangskapiteln des Romanfragments wird überhaupt eine Handlung entwickelt. Alle weiterführenden Kapitel dagegen sind durch lange in sich kreisende Gespräche geprägt. Der kausale Ablauf verliert sich zunehmend. Ob der bürokratische Apparat des Schlosses K. will oder nicht, ob die Bauern ihm trauen, die Schankmädchen ihn lieben, das bleibt ungewiss; der 'Roman' bleibt Fragment. Die Chiffren der Entfremdung, die Kafkas Das Schloss bietet, überträgt die 12-teilige Hörspielproduktion von Klaus Buhlert in eine dunkel ironische Inszenierung von Sprache und Klang.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 Theo.Logik (55 Min.)
Über Gott und die Welt

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

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Dienstag, 28. Februar 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt * 28.2.1935 –
Nylon entdeckt
* Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Isabel Mundry: "Balancen" (Peter Sheppard Skaerved, Violine); Hans-Jürgen von Bose: "Salut für Billy Pilgrim" (Siegfried Mauser, Klavier; Christian Heyne, Sound Design; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Eötvös); Jan Müller Wieland: "Sozusagen grundlos vergnügt" (Christiane Iven, Mezzosopran; Axel Bauni, Klavier); Konstantia Gourzi/Ludwig van Beethoven: Gedichte zu Prometheus im Wechsel mit Auszügen aus "Die Geschöpfe des Prometheus" (Münchener Kammerorchester: Christoph Poppen); Markus Zahnhausen: "Lux aeterna" (Susanna Laurin, Blockflöte); Moritz Eggert: "Number Nine VII: Masse" (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Rundel)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Igor Strawinsky: "Pulcinella", Suite (Tapiola Sinfonietta: Masaaki Suzuki); Paul Schoenfield: "Vaudeville" (Wolfgang Basch, Trompete; The New World Symphony: John Nelson); Franz Waxman: "Carmen-Fantasie" (Arabella Steinbacher, Violine; Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo: Lawrence Foster); Aaron Copland: "El Salón México" (New York Philharmonic: Leonard Bernstein); Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Scheherazade", Suite (Sergei Levitin, Violine; Kirow-Orchester: Valery Gergiev)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur – "Gassenhauer-Trio" (Jon Manasse, Klarinette; Clive Greensmith, Violoncello; Jon Nakamatsu, Klavier); Franz Danzi: Fagottkonzert F-Dur (Jane Gower, Fagott; Kölner Akademie: Michael Alexander Willens), Richard Strauss: "Till Eulenspiegels lustige Streiche", op. 28 (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Georges Prêtre)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 APP


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Schmäh aus Wien und Mundart aus Franken

Der Wiener Schmäh Aus Ernst wird Spaß Fitzgerald Kusz Fränkischer Mundartdichter Das Kalenderblatt 28.2.1935 Nylon entdeckt Von Susi Weichselbaumer Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Wiener Schmäh – Aus Ernst wird Spaß Autor: Christoph Leibold / Regie: "Mit dem Schmäh", erklärt der Wiener Kabarettist Severin Groebner, "ist es wie mit dem Billardspielen": Die Kugel über drei Banden einzulochen sei doch um Längen lässiger, als sie direkt zu versenken. Der Schmäh ist eine (Über-)Lebenskunst. Wenn Wiener im Kaffeehaus oder im Beisl beisammen sitzen, dann "rennt der Schmäh", wie man so sagt. Man teilt aus, muss aber auch einstecken können. Dabei wird nie frontal angegriffen, sondern über Bande gespielt. Wie beim Billard eben. Wer diese (selbst-)ironische Konversationskunst nicht beherrscht, sollte besser daheim bleiben. Schmäh ist aber auch eine Methode, um sich die Unbill des Lebens vom Leib zu halten. Schmäh ist Humor, der Distanz schafft. Und als solcher auch Gegenstand der Kulturwissenschaft. Wo das Wort herkommt, konnte allerdings noch nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Manche sagen vom Jiddischen "schemá", was schlicht "Erzähltes" heißt. Andere nehmen eine Abstammung aus dem Rotwelschen an, dort bedeutet "Schmee" so viel wie "feiner Witz". In einem aber sind sich Schmähproduzenten und Schmähforscher einig. Wer "einen Schmäh führt" spitzt entweder zu, um anderen anzustacheln. Oder aber er macht aus Ernst Spaß, um so dem Ernst den Stachel zu ziehen. Fitzgerald Kusz – Fränkischer Mundartdichter Autorin: Renate Kiesewetter / Regie: Susi Weichselbaumer "Derzähl mer nix " – würde er mit seinem wunderbaren lakonischen Humor sagen, freilich nur in seiner fränkischen Mundart. Mit seinem Heimatdialekt ist er berühmt geworden, der wahre Franke, Dichter und Schriftsteller Fitzgerald Kusz, der nach eigenen Angaben aus "Nämberch", stammt. In seinem bekanntesten Stück "Schweig Bub" – das seit der Uraufführung 1976 im Nürnberger Schauspielhaus über 700 mal gespielt wurde, hat er nicht nur dem Volk "aufs Maul geschaut", er hat auch satirisch und humorvoll die Feier einer Konfirmation in einer typisch kleinbürgerlichen fränkischen Familie aufs Korn genommen. Seit der Wiederentdeckung der Mundart in den siebziger Jahren ist das Werk auch in 13 andere Dialekte übersetzt worden, heute eines der erfolgreichsten modernen Theaterstücke. Der bodenständige Kusz, Intellektueller, aber nicht abgehoben, der liebevoll verschmitzt und mit Augenzwinkern seinen Lesern und Hörern den Spiegel vorhält, hat seit damals noch weitere 20 weitere Bühnenstücke geschrieben, Drehbücher für Filme, Geschichten, Haikus und Blues-Songs. Und natürlich immer wieder Gedichte in der mittelfränkischen Mundart. Lyrik ist seine Passion, was er in seinem jüngsten Gedichtband "Zwedschgä", hochdeutsch Zwetschgen, wieder unter Beweis stellt. Redaktion: Petra Herrmann Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Mit Tanzen zu flinken Füßen und neuen Partnern

Nah dran: Salsa, Tango, Standard:
Mit Tanzen zu flinken Füßen und neuen Partnern
und anderes

11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Bayern 2-Favoriten (55 Min.)
Empfehlungen von Bayern 2

Empfehlungen für Bücher, Musik, Filme und mehr Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Das Nibelungenlied und der Hunnenkönig Attila

Die Nibelungen Ein deutscher Mythos Attila und die Hunnen Das Kriegervolk aus der Steppe Das Kalenderblatt 28.2.1935 Nylon entdeckt Von Susi Weichselbaumer Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Nibelungen – Ein deutscher Mythos Autor: Herbert Becker / Regie: Eva Demmelhuber Zu einem Mythos der Deutschen gehört die Nibelungensage. Um das Jahr 1200 von einem unbekannten Verfasser in mittelhochdeutscher Sprache niedergeschrieben, wurde es im Lauf der Geschichte sehr unterschiedlich aufgenommen. Gerade von den Nationalsozialisten wurde das angeblich deutscheste aller literarischen Werke vereinnahmt und zum Nationalepos hochstilisiert. Attila und die Hunnen – Das Kriegervolk aus der Steppe Autor: Christian Feldmann / Regie: Martin Trauner Attila heißt "Väterchen", aber am Rhein und am Tiber nannte man den Hunnenkönig nur die "Geißel Gottes". Wenn seine Reitertrupps unter schrecklichem Kriegsgeheul auf ihre Gegner losstürmten, schien sich die Hölle geöffnet zu haben: Mit ihren kahl rasierten Schädeln, plattgedrückten Nasen und narbenzerfurchten Gesichtern sahen sie wie Dämonen aus. Christliche Geschichtsschreiber schilderten Attila als blutdurstigen Barbaren, der für Gold jeden Schwur brach und sich nur von seinem Raubtierinstinkt leiten ließ. Neuere Forschungen zeichnen ihn eher als klugen Machtpolitiker, der mit dem Römischen Reich erst kooperierte, um es dann in die Knie zu zwingen – was ihm nur kurzfristig gelang. Zu chaotisch war das Völkergemisch, das er regierte. Doch die Nomadenkrieger aus der Steppe hatten durchaus Kultur. Brachten den Europäern die Erfindung des Steigbügels (und die Pocken), verzierten ihre riesigen Kupferkessel mit wunderschönen Raubvogelköpfen und verteidigten ihre schamanistische Naturreligion selbstbewusst gegen christliche Missionare. Attila heiratete ziemlich spät die schöne Gotin Ildico und übernahm sich in der Hochzeitsnacht. Er starb an einem Blutsturz. Oder hat ihn Ildico im Auftrag Roms vergiftet? Die Hunnen verschwanden nach seinem Tod jedenfalls aus der Geschichte – für immer. Redaktion: Petra Herrmann Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Schleimpilze
Überlebenskünstler und Wunderwesen
Von David Friedmann
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Es ist kein Tier und hat doch Füßchen. Es ist keine Pflanze und hat doch Samen. Es bewegt sich auf einer Schleimspur über den Boden und sieht aus wie ein Spiegelei. Es verwandelt sich mühelos von einer gallert-artigen Glibber-Masse in ein Bündel Wunderkerzen oder in eine Kolonie zierlicher Ballons. Weltweit gibt es um die 1000 Schleimpilze-Arten. Alleine im Alpenbereich sind 370 Arten nachgewiesen. Schleimpilze – botanisch Mycetozoa – leben in der Wüste, unter Gletscher-Eis oder auf toten Holzstämmen im Wald. Sie lieben die Feuchtigkeit, können aber auch im Trockenen jahrelang überleben. Ständig verändern sie ihr Aussehen, je nach dem, was gerade erforderlich ist. Eine einzige Schleimpilzzelle kann millimeterklein oder bis zu fünf Quadratmeter groß sein. Sie fressen Pflanzen und Bakterien und können riesige Holzkonstruktionen zum Einsturz bringen. Sind sie intelligent? Fast möchte man es meinen, wenn man sieht, wie sie sich zielgerichtet durchs Leben schlagen und immer wieder Erstaunliches vollbringen. Japanische Wissenschaftler haben von Schleimpilzen gelernt, wie man möglichst effektive Eisenbahnnetze plant. Andere Wissenschaftler beschäftigen Schleimpilze als Musikanten und Rechenkünstler. Mit ihrem Verhalten interessieren Schleimpilze nicht nur Wissenschaftler, sondern auch viele Naturfreunde. Sie steigen ihnen nach mit Lupe und Messerchen, um sie zu sammeln und ihre Struktur zu bewundern. Schleimpilze sind mehr als 700 Millionen Jahre alt – und begeistern manche Menschen heute, als wären sie junge Rockstars. Redaktion: Petra Herrmann


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
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19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 Nachtstudio (57 Min.)
Oh, wie schön ist Gestern

Ein Retro-Wildes Denken über Wandertage, Winkelelemente, Betriebsausflüge und Besinnungswochen Moderation: Joana Ortmann BR 2017 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nicht nur die Beatles und die Russen glauben ans Gestern – auch Wildes Denken schwelgt in Erinnerungen: An Mathelehrer, die noch im Krieg waren, an Ecken, in die wir gestellt wurden, bis wir uns besonnen hatten, und an Wandertage, die möglichst schnell vorbei sein sollten, aber sich immer sehr lange hinzogen, vor allem auf dem Rückweg. Nostalgie ist ein Gift – dagegen weiß Wildes Denken Abhilfe.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 radioTexte am Dienstag (55 Min.)
Höherer Blödsinn komm …

"In schweren Wolken zieht das Leben, der Weise schaudert vor der Nacht, doch eine Waff' ist ihm gegeben, er widerspricht, indem er lacht." – Wie hat man früher gelacht? Und heute? Gibt es eine Psychologie des Witzes? Lyrischer Kehraus mit Sinn- und Unsinnigem, humorvoller Nonsenspoesie von Komikern und Comedians

Nicht nur die Traumdeutung, die Neurosenlehre und die Sexualtheorie beschäftigten des Seelendoktor Siegmund Freud, der zu erstaunlichen – mehr literarischen denn wissenschaftlichen Erkenntnissen – gelangte. Der Wiener Professor forschte auch ernsthaft und eindringlich über die Beziehung des Witzes zum Unbewussten. Die Quintessenz seiner Studie aus dem Jahr 1927 lautet: "Der Witz ermöglicht die Befriedigung eines Triebes (eines lüsternen und feindseligen) gegen ein im Weg stehendes Hindernis, er umgeht dieses Hindernis und schöpft somit Lust aus einer durch das Hindernis unumgänglich gewordenen Lustquelle." Alles capito? Was wohl dem Oberamtsrichter Ludwig Eichrodt zu Freuds Analyse eingefallen wäre? Der aus Lahr stammende Jurist machte sich einen besonderen Spaß, mit seinen "Gedichten in allerlei Humoren" und seinen "Lyrischen Karikaturen" historische Figuren und seine Zeitgenossen durch den Kakao zu ziehen. Sein Fazit: "Ich habe diese lyrischen Karrikaturen zu meinem Privatvergnügen componirt und, als sie auch bei Andern viele Heiterkeit erregten, in den Druck gegeben. Dies soll zeigen, daß nicht alles pure Bosheit, Satire und Polemik ist, sondern Manches blos Spaß und Ergötzlichkeit - Humor, wie man es jetzt zu nennen beliebt." Wir folgen seiner Devise und amüsieren uns mit dessen Anrufung "An den höheren Unsinn", den "Drei Kindergebetchen" von Joachim Ringelnatz, Erich Mühsams "Revoluzzer", der "Fremdenführung durch Schwabing" von Ernst Hoferichter, mit "Ottos Mops" von Ernst Jandl und Woody Allens "Elchenwitz".


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Mittwoch, 01. März 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Zum Aschermittwoch und Kalenderblatt

Zum Aschermittwoch Barbara Schneider und Kalenderblatt * 1.3.1896 – Becquerel entdeckt die Radioaktivität * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Fränkische Komponisten

Hans Sternberg: Bläserquintett (Residenz-Quintett München); "Sieben Aphorismen" (Hans Kohlhase, Viola; Jutta Vornehm, Klavier); Trio (Gay Hardy, Oboe; Wolf-Dieter Vollmann, Violine; Leopold Schindler, Klavier); Gerhard Deutschmann: "Mein Herz singt im Kalenderwind", op. 183 (Nele Gramß, Sopran; Gerhard Deutschmann, Klavier); Bertold Hummel: Symphonie Nr. 3 – "Jeremia" (Philharmonisches Orchester Würzburg: Jonathan Seers)

Zum 20. Todestag des Coburger Komponisten Hans Sternberg am 28. Februar erinnert Studio Franken in der Sendung Concerto bavarese an sein Schaffen. Hans Sternberg kam 1910 im Sauerland zur Welt. Er studierte Dirigieren bei Hermann Abendroth in Köln sowie anschließend Komposition, Musiktheorie und Klavier bei Günter Raphael in Leipzig. Vom Thomaskantor Karl Straube erhielt er Kontrapunktunterricht. 1935 ging er zum Militär und wurde als Leiter der Blaskapelle in Coburg stationiert. Wegen einer schweren Tuberkulose-Erkrankung schied er noch vor Beginn des Krieges aus und arbeitete als Dozent an verschiedenen Konservatorien. Im letzten Kriegsjahr wurde er doch wieder einberufen und geriet in amerikanische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung kehrte Sternberg nach Coburg zurück, wo er zunächst ein Kammerorchester und einen Kammerchor gründete. Zudem arbeitete er als Musiklehrer an der Volkshochschule und am Gymnasium in Neustadt bei Coburg. Hans Sternberg hat ein äußerst vielseitiges Oeuvre hinterlassen, das stilistisch von "neoklassizistischen" Einflüssen bis zur Zwölftonmusik reicht. "Ich kenne keinen Stil, in dem ich nicht schreibe, weil ich mich intensiv mit allen Stilarten beschäftigt habe", schreibt Sternberg, aber: "In der Zwölftonmusik kann ich mich am besten ausdrücken."


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Antonio Rosetti: Oboenkonzert C-Dur (Kurt Meier, Oboe; Zürcher Kammerorchester: Johannes Moesus); Joseph Haydn: Klaviertrio Es-Dur, Hob. XV/30 (Trio 1790); Franz Berwald: Symphonie Nr. 3 C-Dur (Göteborger Sinfoniker: Neeme Järvi); Max Bruch: Streichquartett c-Moll, op. 9 (Diogenes Quartett); César Franck: Variations symphoniques fis-Moll (Cédric Tiberghien, Klavier; Orchestre Philharmonique Royal de Liège: François-Xavier Roth)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Ernst Eichner: Klarinettenkonzert Es-Dur (Karl Schlechta, Klarinette; Kurpfälzisches Kammerorchester: Hans Oskar Koch); Gabriel Fauré: Sonate Nr. 2 (Anne-Sophie Mutter, Violine; Lambert Orkis, Klavier); Edward Elgar: Introduktion und Allegro, op. 47 (Royal Philharmonic Orchestra London: Barry Wordsworth)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Aschermittwoch Andreas Ebert Darin zwischen 6.05 und 6.30 Uhr: Zum Aschermittwoch Barbara Schneider 6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 7.28 Werbung Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 APP


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Gedanken zu Schuld und Unschuld

Unschuld Ein unerreichbares Ideal? Die Theodizee-Frage "Wo warst du Gott?" Das Kalenderblatt 1.3.1896 Becquerel entdeckt die Radioaktivität Von Hellmuth Nordwig Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Unschuld – Ein unerreichbares Ideal? Autor: Michael Reitz / Regie: Irene Schuck Sie steht am Beginn des Menschengeschlechts und hat eine sehr kurze Karriere: mit dem Sündenfall verliert die Menschheit ihre Unschuld und wird aus dem Paradies vertrieben. Symbolisch wird dadurch ein Manko des Menschen erklärt, das schon der Dichterphilosoph Friedrich Hölderlin beschrieb: obwohl als unschuldige Kinder geboren, haben wir alsbald keinen Begriff mehr davon, was Unschuld eigentlich ist. Stattdessen sind wir immer auf der Suche nach Annäherungswerten und verfolgen dieses Ideal in unserem täglichen Leben: kaum etwas wollen wir so sehr wie schuldlos sein. Unsere ethischen Richtlinien, unser Rechtssystem und unser Miteinander sind an der Richtschnur der Unschuld zumindest orientiert. Doch ist es heute, angesichts der weltweiten Klimaveränderung, der Globalisierung mit ihren Billigproduktionen und Lebensmitteln zu Dumpingpreisen weniger denn je möglich, nicht mitschuldig zu werden? Die Theodizee-Frage – "Wo warst du Gott?" Autor: Christian Feldmann / Regie: Irene Schuck Tsunamis, verheerende Erdbeben, Terroranschläge, Gewaltverbrechen, der Holocaust – fast jede Katastrophe zieht die Frage nach sich: Wenn es Gott gibt und wenn er allmächtig ist – wie kann er dann so viel Leid zulassen? Eine Frage, die den Menschen seit jeher umtreibt. Der Aufklärer Gottlieb Wilhelm Leibniz (1646-1716) prägte einen Begriff für dieses Problem: 'Theodizee'. Für Atheisten ist die Sache einfach. Wer nicht an Gott glaubt, muss ihn nicht zur Rechenschaft ziehen. Die Theodizee-Frage ist ein typisch christlich-jüdisches Phänomen. Hiob ist der biblische Prototyp all derer, die im Leid nach Gottes Gerechtigkeit und Gegenwart fragen. Doch die Bibel und die Theologie bleibt uns bis heute eine zufriedenstellende Antwort schuldig. Manche Theologen drängten das Problem der Theodizee deshalb an den Rand. Nun scheint es wieder mehr ins Blickfeld des Interesses zu rücken. Aber gibt es deswegen eine Antwort oder zumindest eine neue Sichtweise auf das uralte Problem? Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Familie, Verbraucher, Gesundheit und Soziales

11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)

Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews
als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Breitengrad (55 Min.)
Reportagen und Musik aus aller Welt

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Höflichkeit und Gastfreundschaft

Höflichkeit Mehr als eine Zierde Willkommen Fremder Eine Kulturgeschichte der Gastfreundschaft Das Kalenderblatt 1.3.1896 Becquerel entdeckt die Radioaktivität Von Hellmuth Nordwig Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Höflichkeit – Mehr als eine Zierde Autorin und Regie: Sabine Kienhöfer 'Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist', heißt es in Goethes Faust. Aber ist das wirklich so? Ist Höflichkeit, die in ihrer ursprünglichen Bedeutung das richtige Verhalten am fürstlichen Hof meinte, wirklich nur eine heuchlerische und inhaltslose Form der Etikette? Kann sich in einem höflichen Verhalten nicht auch die grundsätzliche und aufrichtige Achtung vor dem Anderen ausdrücken? Überall, wo sich Menschen begegnen, ob innerhalb ihres eigenen Kulturkreises oder im Zusammentreffen mit anderen Kulturen, müssen sie miteinander umgehen. Wie dieser zwischenmenschliche Umgang aussieht, ob er zivilisiert oder respektlos verläuft, das Leben aller Beteiligten angenehm oder anstrengend macht, ist nicht zuletzt auch eine Frage der Höflichkeit. Willkommen Fremder – Eine Kulturgeschichte der Gastfreundschaft Autor: Rolf Cantzen / Regie: Christiane Klenz Seit alters her gilt es als Tugend, Fremde zu beherbergen und zu bewirten. Das hängt mit der Gefährlichkeit des Reisens in alter Zeit zusammen. Das magische Prinzip der Gastfreundschaft lautet nämlich: "So wie ich den Fremden bewirte, werde auch ich auf Reisen bewirtet werden …" Im Islam ist die Gastfreundschaft heilig, im Katholizismus ist sie eins der sieben Werke der Barmherzigkeit. Allerdings ist, was die Pflicht des Beherbergens angeht, in fast allen Kulturen die Drei-Tage-Regel gültig, das heißt, man sollte als Gast das Gespür dafür haben, wann es Zeit ist zum Aufbruch. Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
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19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 radioKrimi (57 Min.)
Hansjörg Martin: Blut ist dunkler als rote Tinte

Blut ist dunkler als rote Tinte Von Hansjörg Martin Mit Christa Berndl, Anita Bucher, Herbert Bötticher, Marlies Schoenau, Nicky Macoulis, Jürgen Jung, Hans Baur und anderen Bearbeitung und Regie: Edmund Steinberger BR 1972 Ausgewählte Hörspiele in der Bayern 2 App verfügbar

Eine Gymnasiallehrerin findet im Nebenraum der Turnhalle eine Kollegin ermordet. Die Schritte, die sie unternimmt, gutwillig und ahnungslos, bringen nicht nur sie selbst in Lebensgefahr, sondern auch eine ganze Familie. Zu allem Überfluss hat sie auch noch ihre Baskenmütze an markanter Stelle verloren. Und das Geständnis eines Schülers über tragische Verwicklungen eines Lausbubenstreichs stürzt sie in schwere Gewissenskonflikte darüber, was sie der Kripo sagen soll.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 Dossier Politik (55 Min.)
Hintergrund, Analyse, Meinung

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22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

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Donnerstag, 02. März 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zur Passionszeit und Kalenderblatt

Mit Gedanken zur Passionszeit Andreas Ebert und Kalenderblatt * 2.3.1933 – "King Kong" hat Weltpremiere * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Carlos Heinrich Veerhoff: Symphonie Nr. 4 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Leopold Hager); Stephan Wunderlich: "Strukturwandel" (Stephan Wunderlich, Blockflöte, Klavier, Schlagzeug); Richard Würz: Sextett (Karl Bobzien, Flöte; Kurt Kalmus, Oboe; Rudolf Gall, Klarinette; Karl Kolbinger, Fagott; Kurt Richter, Horn; Ursula Lentrodt, Harfe); Wolfgang Zoubek: "Dvorák-Fantasie" (Bayerisches Ärzteorchester: Reinhard Steinberg)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Francis Poulenc: Konzert g-Moll (Leo van Doeselaar, Orgel; Concertgebouw-Orchester Amsterdam: Mariss Jansons); Arvo Pärt: "Fratres" (Jeroen van Veen, Klavier); Carl Reinecke: Streichtrio c-Moll, op. 249 (Belcanto Strings); Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll (London Symphony Orchestra: Valery Gergiev)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Miklós Rózsa: Drei ungarische Sketche, op. 14 (Sinfonieorchester Neuseeland: James Sedares); John Williams: Tree Song (Gil Shaham, Violine; Boston Symphony Orchestra: John Williams); Arthur Bliss: "Things to come" (National Philharmonic Orchestra: Bernard Herrmann)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag

Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zur Passionszeit Andreas Ebert
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 APP


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Aus Müll werde Gold

Wenn aus Bioabfall Chemikalien werden Die Verwertung ungeschätzter Stoffe Wertvoller Schrott Elektrogeräte als Rohstoffquelle Das Kalenderblatt 2.3.1933 "King Kong" hat Weltpremiere Von Daniel Shah Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wenn aus Bioabfall Chemikalien werden – Die Verwertung ungeschätzter Stoffe Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Martin Schramm Ganz egal, wieviel das Barrel aktuell kostet, eines ist sicher: Erdöl geht zur Neige. Ingenieure entwickeln deshalb längst Prozesse, die pflanzliche Rohstoffe zu Treibstoffen und Chemikalien umwandeln. Zunächst waren Pflanzenöle für Biodiesel und Stärke für alternative Kunststoffe gefragt. Doch schon bald regte sich Kritik, denn in vielen Ländern bauen die Landwirte derzeit lieber Energiepflanzen als Nahrungsmittel an. Deshalb setzen Experten jetzt auf eine neue Generation biologischer Quellen: Chemiker gewinnen Kunststoff-Vorprodukte aus Stroh und Holzabfällen. Sogar aus Molke oder Krabbenschalen wollen sie schon bald Plastik herstellen. Das Ziel der Forschung ist die Bio-Raffinerie der Zukunft, in der Treibstoffe und Chemikalien nur noch aus nachwachsenden Rohstoffen entstehen. Wertvoller Schrott – Elektrogeräte als Rohstoffquelle Autorin: Renate Ell / Regie: Sabine Kienhöfer Eisen, Kupfer, Gold, Silber, Palladium: Wären all die Elektrogeräte, die weltweit jedes Jahr zu Abfall werden – rund 42 Millionen Tonnen - ein Bergwerk, würde sich der Abbau dieser Metalle lohnen. In Deutschland gilt seit März 2006: Ausgediente Elektro- und Elektronik-Geräte, egal wie klein sie sind, gehören nicht in der Mülltonne, sondern in den Container auf dem Wertstoffhof – nur dann können sie als Rohstoffquelle dienen. Und gerade kleine Geräte können besonders wertvolle und begehrte Metalle enthalten, etwa Smartphones und Tablets. Allerdings steckt in jedem einzelnen nur sehr wenig, was die Rückgewinnung erschwert. Eine recyclingfreundliche Konstruktion könnte hier Abhilfe schaffen, aber noch fehlen dazu offenbar die nötigen Anreize. Dass Schrott viel wert sein kann, zeigt sich auch daran, dass Diebstahl und illegaler Export inzwischen eine lukrative "Branche" der Kriminalität sind. Selbst Zollkontrollen können also dazu beitragen, dass weniger Rohstoffe aus dem Elektroschrott verloren gehen. Redaktion: Nicole Ruchlak Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Ein Hoch auf die Nebenprodukte vom Tier

Nah dran: Leder, Federn, Horn – Ein Hoch auf die Nebenprodukte vom Tier und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Leder, Federn, Horn – Ein Hoch auf die Nebenprodukte vom Tier Achtung, da sind Knöpfe aus Horn! Oder: Obacht, diese Jeans hat ein Lederetikett! Der kleine Zettel in Blusen, Jeans oder Jacken mit der Aufschrift "Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs" klingt wie eine Warnung. Und tatsächlich soll die Kennzeichnung Veganer vor tierischen Bestandteilen an der Kleidung warnen. Dabei sind Leder, Federn und Horn großartige Materialien mit jahrtausendealter Geschichte und zu schade zum Wegwerfen. Und die Nutztierhaltung macht natürlich viel mehr Sinn, wenn man das Tier mit Haut und Haar nutzt und nicht nur die Keulen und Filets isst. Das Notizbuch-"Nah dran" mit einem "Hoch auf die Nebenprodukte vom Tier" von Ursula Klement.


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 kulturLeben (55 Min.)
Das Wochenende in Bayern

Als Podcast verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Raubtier und Mensch

Der Tiger Inbegriff von Kraft und Schönheit Bären, Wölfen und Luchsen auf der Spur Wie viel Wildnis wollen wir wirklich? Das Kalenderblatt 2.3.1933 "King Kong" hat Weltpremiere Von Daniel Shah Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Tiger – Inbegriff von Kraft und Schönheit Autorin: Katalin Fischer / Regie: Ein Spitzenprädator, stark und schön wie kaum ein anderes Tier. Der Tiger glänzt mit Superlativen: Er läuft schnell, schwimmt gut, springt über zwei Meter hoch und mehr als acht Meter weit. Seine Gesamtlänge von Schnauze bis Schwanzspitze kann fast vier Meter erreichen, seine Reißzähne werden bis zu zehn Zentimeter lang. Er sieht gut, auch im Dunkeln, bewegt sich auf Samtpfoten, die nicht nur geräuschlos, sondern auch hochempfindlich sind – mit ihnen vernimmt der Tiger selbst leichteste Erschütterungen in weiter Ferne. Wenn er jagt, bricht er kleinen Tieren mit einem Biss das Genick, größere tötet er durch den Biss in die Kehle, schnell und präzise – und damit beinahe schmerzlos. Auch Menschen werden zuweilen von Tigern getötet, meist von verletzten, die keine schnellere Beute erlegen können. Doch es gibt auch Tiger, die gezielt Jagd auf Menschen machen - warum, ist bis heute ungeklärt. Der Tiger ist eines der symbolträchtigsten Tiere weltweit. Vielerorts als Gott verehrt, in allen Kulturen besungen und gefeiert als Allegorie von Schönheit und Freiheit. 'Tiger! Tiger! In der Nacht/Tief im Walde Flammenpracht' dichtete der englische Poet William Blake, und Mowglis Shir Khan – Lord Tiger – geistert weltweit im Dschungel kindlicher Fantasien. Geschichten und Fakten, Daten und Mythen über die schönste Großkatze. Bären, Wölfen und Luchsen auf der Spur – Wie viel Wildnis wollen wir wirklich? Autor: Lutz Reidt / Regie: Martin Trauner Viele Menschen lieben die Natur und sehnen sich nach einem kleinen Stück Wildnis. Doch wie wild darf diese Natur sein? Daran scheiden sich die Geister – vor allem, wenn es um Wolf, Luchs und Bär geht. Wölfe und Luchse sind längst wieder in unseren Wäldern heimisch. Und Bären wandern von Italien und Slowenien aus nach Norden durch die Alpen. Ein friedliches Zusammenleben dieser Tiere mit dem Menschen sei möglich, sagen Naturfreunde. Sie sehen die Beutegreifer als ursprünglichen Bestandteil unserer Landschaft und als Indikator für eine intakte Natur. Ihre Rückkehr sei zudem eine Chance, einstmals begangenes Unrecht wiedergutzumachen - nämlich die Ausrottung dieser Tiere vor mehr als hundert Jahren. Doch diese Sicht teilen nicht alle. Tierhalter fürchten um ihr Vieh, Jäger um ihre Rehe und Hirsche sowie besorgte Eltern um ihre Kinder. Eine "verwilderte" Natur als natürlicher Lebensraum für Wildtiere steht zudem in Widerspruch zum menschlichen Wunsch nach einer gefahrloszugänglichen Landschaft. Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung um 22.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Phytomining

Phytomining Metall-Ernte mit Superpflanzen Von Klaus Uhrig Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Manche Entdeckungen klingen fast zu genial, um wahr zu sein. Doch es gibt tatsächlich Pflanzen, die mit ihren Wurzeln so viel Schwermetalle aufnehmen, dass man damit verseuchte Böden entgiften kann. Manche von ihnen speichern sogar dermaßen viel Metall, dass man mit ihrer Hilfe sanften "Bergbau" betreiben kann: Die Pflanzen saugen das Metall einfach aus dem Erdreich, dann wird geerntet und verkauft. Seitdem diese "Superpflanzen" entdeckt wurden, liefern sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt einen Wettlauf um die Entdeckung neuer Pflanzen sowie deren verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Mehr als 500 dieser sogenannten Hyperakkumulatoren wurden inzwischen identifiziert und niemand weiß, wie viele Pflanzen es insgesamt gibt. In Albanien bauen arme Bauern mittlerweile Nickel-Pflanzen auf früher brachliegenden Böden an. In Frankreich optimieren Wissenschaftler den Prozess, der aus den Pflanzen die wertvollen Metalle extrahiert. Und im abgelegenen Südsee-Archipel Neukaledonien könnte auf verseuchten Minengeländen bald wieder etwas wachsen. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Redaktion: Gerda Kuhn


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur
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19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)

Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören
unter www.bayern2.de/zuendfunk
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20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 radioThema (57 Min.)
Microsofts andauernder Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft

Windows ist überall – Von Microsofts andauerndem Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft Von Christian Sachsinger Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Microsoft ist aus dem Rampenlicht verschwunden, Google, Facebook und anderen Technologiekonzerne rangeln sich jetzt um die große Aufmerksamkeit. Doch Microsoft ist noch immer einer der weltweit reichsten Konzerne und hat genug Geld um, angetrieben vom agilen, seit 2014 "regierenden" Boss, Satya Nadella, an einem beeindruckenden Comeback zu arbeiten. So werden in Redmond jetzt Datenzentren entworfen, die sich zur bessern Kühlung der Großrechner im Meer versenken lassen. Oder man feilt an der Datenbrille Hololens, mit der reale und virtuelle Welt verschmelzen. Besonders groß ist Microsofts Einfluss auf andere Unternehmen. In deutschen Fabriken laufen die meisten Maschinen mit Windows-Betriebssystemen. Und Microsoft streckt seine Fühler bei der Digitalisierung der Industrie immer weiter aus. Dabei wirkt der US-Konzern weniger bedrohlich als früher, man lebt neue Arbeitsmodelle vor und versucht sich in Diversity, also der gleichberechtigten Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen. Dennoch: Microsoft bleibt ein Wirtschaftskonzern mit klaren ökonomischen Zielen und agiert über zahlreiche Lobby-Kanäle, um die etwa in Berlin oder Brüssel durchzusetzen. Und wie skrupellos der Riese aus Redmond sein kann, hat er in der Vergangenheit oft bewiesen.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 radioTexte am Donnerstag (55 Min.)
Erika Mann: Wenn die Lichter ausgehen

Mit Geschichten aus dem nationalsozialistischen Alltag in Hitler-Deutschland wollte Erika Mann die US-Leser aufrütteln. Normalität im Extremismus – gelesen von Sylvana Krappatsch.

"Das Leben in unserer Stadt ging weiter. Der alte Marktplatz mit seinen bunten Häusern rund um das berühmte Reiterstandbild hatte sich seit Jahrhunderten nicht verändert. Dem zufälligen Besucher bot sich ein friedliches, zauberhaftes Bild." Aber – diese malerische kleine Stadt liegt in Deutschland, und dort sind seit einigen Jahren die Nationalsozialisten an der Macht. Was das bedeutet, ganz konkret, Alltag und Biographien, Kompromisse und Kämpfe, illustrierte Erika Mann in lauter kleinen Geschichten. Da ist das Paar, das mit der Hitlerschen Bevölkerungspolitik in Konflikt gerät, der Wirt, in dessen Kneipe nur noch doppelzüngig geredet wird, der Juraprofessor, der sich mit Ironie hilft, der Mittelständler, der die NS-Planwirtschaft zu spüren bekommt, der Fabrikant, dessen Sekretärin Halbjüdin ist, der Redakteur, der in einer Hitler Rede zahlreiche grammatische Fehler entdeckt. Eine Mischung aus Fiktion und Soziologie sind diese Geschichten, ein literarisches Zeitdokument, immer belegt mit Zitaten aus der offiziellen deutschen Rhetorik und Politik. Geschickt machte die Autorin deutlich, wie ähnlich Menschen in solchen Städten sich sind, unabhängig von System oder Kontinent. Erika Mann hoffte, ihre Leser aufzurütteln in der Phase des amerikanischen Isolationismus, den drohenden Krieg zu verhindern – genau, wie sie es mit ihren Vorträgen versuchte. Doch als "When the lights go down" 1940 in New York und London erschien, war der Krieg bereits da. Auszüge in den radioTexten am Donnerstag, den 2. März 2017, 21.05 Uhr. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp.


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

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Freitag, 03. März 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zur Passionszeit und Kalenderblatt

Mit Gedanken zur Passionszeit Andreas Ebert und Kalenderblatt * 3.3.1905 – Syphilis-Erreger entdeckt * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Peter Schöbach: Scherzo (Robert Jobst, Klavier); Russell Smith: Schlagzeugkonzert (Arnold Riedhammer, Schlagzeug; Münchner Philharmoniker: Bernhard Lang); Karel Ricánek: Drei Stücke (Salvatore Lombardi, Flöte; Piero Viti, Gitarre); Elke Tober-Vogt: Orchestersuite Nr. 2 (Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); Tobias PM Schneid: Bagatellen (Benjamin Engeli, Klavier); Kurt Strom: Suite (Ludwig Heibl, Horn; Paul Lachenmeir, Manfred Klette, Trompete, Lothar Zirkelbach, Posaune); Philippine Schick: Sonate, op. 43 (Franz Amann, Violoncello; Ingeborg Schneider, Klavier)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Antonio Rosetti: Violinkonzert d-Moll (Dmitry Sinkovsky, Violine; Pratum Integrum Orchestra: Sergei Filchenko); Johannes Brahms: Variationen Es-Dur über ein Thema von Robert Schumann, op. 23 (Nicholas Angelich, Lily Maisky, Klavier); Vítezslav Novák: Serenade F-Dur (Philharmonisches Orchester Prag: Jirí Belohlávek); Ralph Vaughan Williams: Symphonie Nr. 5 D-Dur (Musikkollegium Winterthur: Douglas Boyd)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

George Onslow: Sextett Es-Dur op. 30 (ensemble initium); Eric Coates: "The enchanted garden" (BBC Concert Orchestra: John Wilson)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zur Passionszeit Andreas Ebert 6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr 7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 7.28 Werbung Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 APP


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Hundsgschichten

Der Dackel Auf kurzen Beinen zur Kultfigur Schlittenhunde Abenteurer auf vier Pfoten Das Kalenderblatt 3.3.1905 Syphilis-Erreger entdeckt Von Christiane Neukirch Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Der Dackel – Auf kurzen Beinen zur Kultfigur Autorin: Christiane Seiler / Regie: Adèle hat einen, Picasso besaß einen und Napoleon hatte gleich mehrere – die Rede ist vom "Dackel", englisch "Dachshund", französisch "Teckel". Allein der Name zeigt, dass es sich um einen durch und durch deutschen Hund handelt. Aber was macht den krummbeinigen Begleiter, despektierlich auch "sausage dog" genannt, so unwiderstehlich? Denn eigentlich gilt Dackel doch als Synonym für Schwererziehbarkeit. Hunde, die wie Dackel aussehen, gibt es seit dem Mittelalter. Kurzbeinige Hunde waren nützlich – zur Jagd in unterirdischen Fuchs- und Dachsbauten. Ein solcher Hund musste mutig sein und zur Not auch ohne den Jäger klarkommen. Ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ging die Beliebtheit des Dackels zurück. Aber jetzt ist der wieder da – frech und liebenswert wie immer. Schlittenhunde - Abenteurer auf vier Pfoten Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Sabine Kienhöfer Schlittenhunde sind wahre Energiebündel, sie lieben die Bewegung, sie stürmen nach vorn, und sei der Schlitten noch so schwer. Diese Eigenschaft, die die Völker des hohen Nordens ihnen angezüchtet haben, macht sie zum unentbehrlichen Gefährten der Menschen in den arktischen Regionen; nicht nur für die indigenen Völker, sondern auch für die europäischen Entdecker von Nord- und Südpol. Ihr dichtes Fell schützt sie vor Minusgraden, aber nicht vor den oft unbarmherzigen Spielregeln des Menschen, der ihnen unter dem Druck des Überlebenskampfes in unwirtlichen Regionen oft viel zu viel zugemutet hat. Auch in Europa gibt es heute Huskies, Hunderennen und Freizeitangebote mit Schlittenhunden: ein temporeicher Trend, der ein wenig Wildnis in unsere Erfahrungswelt bringt. Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Familie, Verbraucher, Gesundheit und Soziales

Mit Freitagsforum – Wiederholung um 22.30 Uhr
11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 APP verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 radioSpitzen (55 Min.)
Der 13. Politische Aschermittwoch in Berlin

Kabarett und Comedy Scharfe Zungen aus der Hauptstadt – Der 13. Politische Aschermittwoch in Berlin Mit Urban Priol, Nessi Tausendschön, Wilfried Schmickler, Florian Schroeder und Nico Semsrott Wiederholung am Samstag, 20.05 Uhr Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Beiträge auf bayern 2.de als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Während Politiker in die Provinz eilen, um die Lufthoheit über den Stammtischen zu erobern, nutzen hochkarätige Kabarettisten das politische Vakuum in der Hauptstadt zur satirischen Abrechnung mit den herrschenden Zuständen. Der Politische Aschermittwoch in Berlin hat Tradition und versammelt alljährlich ausgesuchte scharfe Zungen, die sonst nie gemeinsam auf der Bühne zu erleben sind. In diesem Jahr begrüßt Gastgeber Arnulf Rating Wilfried Schmickler, den Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten, Nessi Tausendschön, die Meisterin der bissigen Fabulierkunst, Urban Priol, den Chronisten der weiß, dass morgen heute schon gestern ist, Florian Schroeder, den Sebastian Vettel unter den Führerscheinlosen, und Nico Semsrott, den vielleicht traurigsten Komiker der Welt


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 Schalom (15 Min.)
Jüdischer Glaube – Jüdisches Leben

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:20 Sozusagen! (10 Min.)
Bemerkungen zur deutschen Sprache

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung am Sonntag, 13.30 Uhr
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16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Eine Stunde, zwei Menschen

Wiederholung am Samstag, 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews
als Podcast und in der Bayern 2 APP verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (115 Min.)
Das Szenemagazin

20.00 Nachrichten, Wetter
Diese Sendung zum Nachhören unter
www.bayern2.de/zuendfunk
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 hör!spiel!art.mix (85 Min.)
Dominic Robertson: Die Bayerische Prinzessin

Die Bayerische Prinzessin. Eine Cantastoria Von Dominic Robertson Mit Dominic Robertson, Pollyester, Irina Wanka, Caroline Ebner und Wilhelm Manske Komposition und Realisation: Dominic Robertson BR 2017 Ursendung Zur Ursendung als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool Die Bayerische Prinzessin. Eine Cantastoria zwischen Krankheit, Kunst und Königshaus Dominic Robertson (Hörspielautor) im Gespräch mit Christine Grimm BR 2017 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

In einer Nacht – so erzählt es die Anekdote – wird die ungefähr zehnjährige Prinzessin Alexandra auf den Korridoren im Schloss ihres Vaters, Ludwigs I. von Bayern, beobachtet, wie sie vorsichtig und sehr, sehr langsam auf und abgeht. Ihren besorgten Eltern sagt sie mit ernster Miene, dass sie Angst habe, zu zerbrechen – wegen des viele n Glases in ihr. Prinzessin Alexandra Amalie von Bayern (1826 – 1875) litt unter der Einbildung, ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben. Diese Wahnvorstellung begleitete sie jahrelang, doch hielt sie diese Einbildung nicht davon ab, ihr Leben als Übersetzerin und Dichterin der Kunst zu widmen und sich darüber hinaus sozial zu engagieren – vielleicht im Gegenteil. Ihr Vater ließ sie für seine "Schönheitengalerie" porträtieren – die heute im Nymphenburger Schlo ss in München zu besichtigen ist – und vermachte ihr seine naturhistorische Sammlung. Die Prinzessin blieb ihr Leben lang unverheiratet, was unter anderem an ihrem psychischen Leiden lag. Oder sollte man sagen, ihr nervlicher Zustand bewahrte sie vielmehr vor einer Heirat und eröffnete ihr unter den skeptischen Blicken der fürstlichen Gesellschaft mehr Gestaltungsspielraum. Um die Mythen, die sich um die Person der Alexandra Amalie von Bayern ranken, kreist Dominic Robertsons Radio-Cantastoria. Der Begriff "Cantastoria" stammt aus dem Italienischen und bezeichnet einen Sprech-Gesang, der auf Marktplätzen von einem Performer vorgeführt wurde, der zur Untermalung der Geschichte Bildtafeln hochhielt. Folgerichtig entwickelt der Autor und Multi-Instrumentalist Robertson sein Hörspiel anhand fünf Bildern, die Einblicke bieten in die Phantasie der Prinzessin, zwischen Kunst und Wahnsinn. Die Originalgedichte Alexandras finden im Hörspiel ebenso ihren Platz wie Fragen nach dem kreative Zusammenwirken ästhetischer und psychischer Kategorien. "Mich hat die Vorstellung des Unmöglichen als unüberwindbares Hindernis noch nie überzeugt. Prinzessin Alexandra Amalie von Bayern glaubte, als Kind ein gläsernes Klavier verschluckt zu haben – und wer sind wir, zu sagen, dass es nicht s o gewesen ist? Die Geschichte ihres Lebens wird im Hörspiel durch ihre verschiedenen mentalen Zustände erzählt: das Schlucken eines Klaviers als Kind, die Manie der Kreativität, die Manie der Zerstörung und Selbstzerstörung, die katatonische Depression und schließlich der Tod. Doch selbst nach ihrem Tod geht ihre Geschichte weiter, darin wird die Prinzessin bestätigt. Was unmöglich scheint, ist jedenfalls keinesfalls undenkbar." (Dominic Robertson)


22:30 Notizbuch – Freitagsforum (30 Min.)
Familie, Verbraucher, Gesundheit und Soziales

Freitagsforum
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar
Wiederholung vom Vormittag, 10.05 Uhr


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
BR2 – Programminformationen
09. Woche – 25.02.2017 bis 03.03.2017
Bayerischer Rundfunk Hörfunk
RadioZeitung 09/2017, 25.02.-03.03.2017
Rundfunkplatz 1, 80335 München
Redaktion: Tel. 089/59 00-47 48
E-Mail: RadioZeitungBR@brnet.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 17. Februar 2017

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