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BR - BAYERN2/1012: Woche vom 29.04. bis 05.05.2017


Radioprogramm Bayern 2 – 18. Woche vom 29.04. bis 05.05.2017


Samstag, 29. April 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Ney Rosauro: Marimbakonzert Nr. 2 (Katarzyna Mycka, Marimbaphon; Stuttgarter Kammerorchester: Matthias Kuhn); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-Dur, KV 551 - "Jupiter-Sinfonie" (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington); Franz Liszt: "Réminiscences de Don Juan" (Aglika Genova, Liuben Dimitrov, Klavier); Johann Caspar Ferdinand Fischer: Suite F-Dur, op. 1, Nr. 6 (Orfeo Barockorchester: Michi Gaigg); Béla Bartók: Vier Orchesterstücke, op. 12 (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Michael Gielen)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Sergej Prokofjew: "Romeo und Julia", Ballettsuiten (London Symphony Orchestra: Claudio Abbado); Peter Tschaikowsky: Klaviertrio a-Moll, op. 50 – "A la mémoire d'un grand artiste" (Trio Wanderer); Sergej Rachmaninow: Symphonie Nr. 1 d-Moll (Sydney Symphony Orchestra: Vladimir Ashkenazy)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Giuseppe Verdi: Aus "Luisa Miller" (Hagen Quartett); Ottorino Respighi: "Rossiniana" (Münchner Rundfunkorchester: Lamberto Gardelli)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Arthur Dittlmann


06:05 BR-Heimatspiegel (115 Min.)

Mit Arthur Dittlmann Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt. Mit Gedanken zum Tag (nur in Bayern 2)

7.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Die literarische Femme fatale Gisela Elsner

"Ich war die erste Frau, die eine Satire schrieb" Die literarische Femme fatale Gisela Elsner Von Justina Schreiber Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schon der Titel ihres ersten Romans war Programm: "Riesenzwerge", veröffentlicht im Jahr 1964. Denn vor allem in ihren frühen satirischen Texten steigerte Gisela Elsner das kleine Leben der Spießer und Möchtegerne gekonnt ins Hysterisch-Monströse. In "Die Zähmung" verkümmert ein Gatte zum geschlechtsneutralen Putzteufel; in "Der Nachwuchs" verausgabt sich ein Ehepaar in atemlosen Treibjagden nach den Selbstverständlichkeiten des alltäglichen Lebens. Gisela Elsners "böser Blick fürs Detail", ihre scharfzüngigen, bissigen Kommentare zur satten bundesrepublikanischen Wirklichkeit der 60er und 70er Jahre trugen ihr Preise und Anerkennung ein. Aber die Schriftstellerin mit der dramatischen schwarzen Mähne konnte nicht halten, was sie versprach. Ihre späteren Werke wirkten allzu konstruiert und manieriert. Die 1937 geborene Tochter aus gutem Nürnberger Hause etablierte sich nie; weder privat noch literarisch. Die erklärte Kommunistin, die zeitlebens nicht von ihrer radikal antibürgerlichen Haltung abrückte, beging am 13. Mai 1992 Selbstmord; politisch enttäuscht und von Verfolgungswahn gequält mangelte es ihr an jeglicher Perspektive. Justina Schreiber porträtiert eine Schriftstellerin, die eine solitäre Erscheinung war, aber trotz ihres "brüchigen" Oeuvres als Wegbereiterin einer weiblichen Tradition moderner Satire gelten kann. Am 2.Mai dieses Jahres wäre Gisela Elsner 80 Jahre alt geworden – und der 13.Mai ist ihr 25. Todestag.


09:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Gabi Kautzmann


09:05 orange (115 Min.)

Samstagsmagazin
10.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


11:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


11:05 Bayernchronik (55 Min.)


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Gesundheitsgespräch (55 Min.)
Hörgeräte und Co.

Hilfen für gutes Hören Mit Prof. Joachim Müller, HNO-Klinik der LMU München Moderation: Ulrike Ostner Telefon: 0800 – 246 246 9 gebührenfrei E-Mail: gesundheitsgespraech@bayern2.de Internet: www.bayern2.de/gesundheitsgespraech Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Den Fernseher macht man immer lauter. Ins Restaurant mag man nicht mehr gehen. Auf Familienfeiern beobachtet man, statt sich zu unterhalten. Und am liebsten ist man daheim. Wenn Menschen plötzlich schlechter hören, ändert sich nicht selten ihr gesamtes Verhalten: Sie schotten sich ab, ziehen sich zurück, werden unsicher und schlimmstenfalls depressiv. Dabei sagen Verwandte oder Freunde doch längst: "Geh zum Arzt, lass' einen Hörtest machen, du brauchst ein Hörgerät!" Doch die Hemmschwelle ist groß. Und die Scheu vor Hörgeräten oder anderen Hörhilfen auch. Dabei bietet die moderne Hörgeräteakustik inzwischen ein breites Spektrum an Möglichkeiten, seine Hörfähigkeit zu verbessern. Im Gesundheitsgespräch (Hörertelefon 0800/246 2469) ist diesmal Prof. Joachim Müller zu Gast. Er leitet das Zentrum für Cochlea Implantate am Klinikum Großhadern der LMU München und ist Experte für alle Formen von Hörhilfen.


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 das ARD radiofeature (55 Min.)
Pulverfass Baltikum

Ein Feature über deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland Von Justus Wilhelm RB 2017 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Seit Wladimir Putins Truppen 2014 auf der Halbinsel Krim einmarschiert sind, geht bei Russlands Nachbarn im Baltikum die Angst um. Denn wie auf der Krim gibt es auch in Estland, Lettland und Litauen starke russische Minderheiten. Könnten diese als Vorwand einer russischen Invasion dienen? Um solche Pläne Russlands schon im Keim zu ersticken, schickt die NATO nun erstmals Soldaten in alle baltischen Bündnisstaaten, darunter 500 deutsche Soldaten nach Litauen. Im kommenden April stehen somit erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder deutsche Soldaten im Baltikum. Diesmal als Alliierte, nicht als Besatzer. In direkter Nähe zur russischen Armee übernehmen sie dann den Schutz des NATO-Landes vor einer möglichen feindlichen Invasion. Strategen sehen in dieser Truppenpräsenz nicht mehr als einen "Stolperdraht" für russische Expansionsbestrebungen - denn im Ernstfall könnte die Bundeswehr der östlichen Übermacht kaum etwas entgegen setzen.


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Diwan (55 Min.)
Das Büchermagazin

Wiederholung um 21.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 Hörspiel (115 Min.)
Oskar Pastior: Die letzte Lesart

Die letzte Lesart Von Oskar Pastior Eine Rekonstruktion der Büchner-Preis-Lesung mit Zwischentexten von Klaus Ramm Mit Oskar Pastior und Klaus Ramm Realisation: Klaus Ramm BR 2007 Nachwort zu "Die letzte Lesart" Von Klaus Ramm BR 2017 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool Das Kommen Von Elfriede Jelinek Lesung der Autorin BR 2017 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Wenige Tage bevor ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen werden sollte, ist Oskar Pastior im Oktober 2006 gestorben. Mehr noch als auf die feierliche Preisverleihung hatte er sich auf die Lesung am Tag davor gefreut, seinem 79. Geburtstag: an ihrem Aufbau und Ablauf arbeitete er über Monate hinweg ähnlich intensiv wie an seiner fulminanten Büchner-Rede. Was ihm vorschwebte, war ein bis ins feinste austariertes Zusammenspiel all der sichtbaren und vor allem unsichtbaren Facetten seines OEuvres, die er vor allem in der auskalkulierten Abfolge der einzelnen Gedichte zum Funkeln bringen wollte. Aus unterschiedlichen Tondokumenten hat Klaus Ramm – mit Hilfe von Urs Engeler und dessen Tonarchiv – die Lesung in Oskar Pastiors eigener Stimme nach dessen Aufzeichnungen originalgetreu rekonstruiert und mit kurzen kommentierenden Zwischentexten begleitet: Eine letzte kleine Führung in das unerschöpfliche poetische Universum dieses großen Dichters. Oskar Pastior, geb. 1927 in Hermannstadt/Siebenbürgen, gest. 2006 in Berlin. Deportation von der Schule weg für fünf Jahre in sowjetische Zwangsarbeiterlager. Germanistikstudium. 1960-68 Rundfunkredakteur in Bukarest. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Georg-Büchner-Preis 2006. Hörspieladaptionen u.a. "Beiß nicht in die Birne" (SDR 1971), "Mordnilapsuspalindrom" (WDR 1988). Elfriede Jelinek: DAS KOMMEN "Der Sprecher, welcher? Einer, der neueste: Die Zuversicht vertreiben wir aus dem Land, denn wir sind stark! Entschuldigung, nein, wir bringen sie, die Zuversicht, mit federleichtem Leib. Wenn wir uns selber anschaun, ist die Angst auf einmal klein. Verläßlich sind wir wie der Tod, jetzt sind wir da. Noch nicht recht wissen wir, wann und wo, egal, wir sind nicht willkommen, überall, doch bei den Guten, die nicht geschändet werden wollen, von Fremden in ihren Betten, auf dem Bahnhof, vor der Kirche, bei denen schon. Das Gift der Schreiberlinge nutzlos tropft zu Boden. Sie verbreiten Lügen, die Frucht und Feld verseuchen. Wir tanzen Polka, Ländler, Plattler, Reigen, und unbekümmert fallen dazu Schnee und Sonne. Uns um den Hals. Auf unsrer Seite. Nicht fliehn wir, wir hörn auf die Heimat, die Eltern, vor allem den lieben Vater. Das Land gehört uns, nach langer glücklicher Reise, da wir pflügten durch das, was da nutzlos gebrüllt vor unserem Bug. Der Zorn der Schreiber, ihr Gift hielt uns nicht auf, niemand hielt uns auf, wir kamen immer wieder, da die Bürger beieinander warn und das Gericht über uns in Freuden endet, im Gericht über andre. Jetzt sind wir da. Wir kamen wie gerufen, wir wurden auch gerufen schließlich! Nichts, was tun wir werden, wird ganz falsch sein und nichts ganz richtig, und nichts wird bringen Gefahr." (DAS KOMMEN, 26.04.2016/18.10.2016; elfriedejelinek.com) Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele.

BR-Hörspiele u.a. "Die Jubilarin" (1977), "Die Ausgesperrten" (SDR/BR/RB 1978, SDR 1990), "Burgteatta" (BR/ORF 1991), "Präsident Abendwind" (1992), "Todesraten. Hörstück nach zwei Monologen von Elfriede Jelinek" (1997, Hörspiel des Monats Juni 1997), "Moosbrugger will nichts von sich wissen" (2004), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Kein Licht." (2012), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" (2013), "Die Schutzbefohlenen" (BR/ORF 2014), "Wirtschaftskomödie" (BR/DKultur 2015), "Das schweigende Mädchen" (BR 2015).


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Jazz & Politik (50 Min.)
Politisches Feuilleton

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:55 Zum Sonntag (5 Min.)


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Breitengrad (25 Min.)
Die Mütter von der Plaza de Mayo

Widerstand mit weißem Kopftuch – Die Mütter von der Plaza de Mayo Von Anne Herrberg Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Auf der Plaza de Mayo, vor dem Regierungspalast in Buenos Aires, ist ein kreideweißer Kreis aufgemalt. Am 30. April 1977 hatten sich dort erstmals 14 Frauen versammelt, mit weißen Kopftüchern und Fotos von ihren verschwundenen Kindern. Seitdem marschierten sie jeden Donnerstag im Kreis, weil Kundgebungen im Stehen verboten waren. Sie wurden verprügelt, verhaftet, drei ihrer Anführerinnen sogar getötet. Doch sie gaben nicht auf. Die "Madres de Plaza de Mayo" wurden zum Symbol für Zivilcourage gegen die Militärjunta in Argentinien, die über 30.000 Menschen verschwinden ließ. Auch nach dem Ende der Diktatur protestierten die Mütter weiter. Heute betreiben sie eine eigene Zeitung, eine Buchhandlung, einen Radio-Sender und eine Universität. Doch politische Differenzen und ein Korruptionsskandal haben ihrem Image geschadet. Wie haben 40 Jahre Kampf um Gerechtigkeit die Frauen verändert?


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


20:05 radioSpitzen (55 Min.)
Monatsrückblick von Maria Peschek

Kabarett und Comedy Zugespitzt – Der satirische Monatsrückblick Von Maria Peschek "Angespitzt" – Gedanken zur Woche von Helmut Schleich Wiederholung vom Freitag, 14.05 Uhr Diese Sendung ist auf bayern 2.de als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Maria Peschek wuchs in München auf und ging nach einer Ausbildung als Kindergärtnerin auf die Otto-Falckenberg-Schule, wo sie eine Schauspielausbildung machte. 1985 schuf sie ihr Bühnen-Alter-Ego "Paula Pirschl" und gewann damit auf Anhieb beim renommierten Scharfrichter-Wettbewerb in Passau den zweiten Preis. Ihr erstes Soloprogramm "Ja, wo samma denn?", das 1986 im Münchner Fraunhofer Premiere hatte, brachte den Durchbruch.

Seit zehn Jahren schreibt die Kabarettistin auch Theaterstücke für das Münchner Tamstheater. Zum 30jährigen Bühnenjubiläum hat sie sich und ihrem Ehemann und Partner Helmut Dauner das Kabarettstück "Was war des jetzt?" auf den Leib geschrieben. Bayern 2-Hörern sind die beiden mit ihren Beziehungsszenen in der Sonntagsbeilage übrigens bereits seit längerem ein Begriff. Erstmals gemeinsam gehen die beiden nun auf der Bühne existenziellen Fragen des Lebens und des Miteinanders nach, spielen an gegen Engstirnigkeit und Intoleranz. Vor allem die Stadt München würdigte das literarische und kabarettistische Schaffen der gebürtigen Münchnerin. 1999 erhielt sie den Ernst-Hoferichter-Preis und zuletzt 2009 den Münchner Kabarettpreis. Die Laudatio hielt der Rundfunkautor und Theaterkritiker Michael Skasa, der der jungen Nachwuchskabarettistin Mitte der 80er Jahre bereits ein großes kabarettistisches Talent bescheinigte. Für den satirischen Monatsrückblick "Zugespitzt" schaut Maria Peschek zurück auf weltbewegende und andere wichtige Ereignisse im April.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 Diwan (55 Min.)
Das Büchermagazin

Wiederholung von 14.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Lisa Batiashvili, Geigerin

Sybille Giel im Gespräch mit Lisa Batiashvili, Geigerin Wiederholung vom Freitag, 16.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Geigenvirtuosin Lisa Batiashvili ist in den großen Konzertsälen der Welt zu Hause und hat schon mit sämtlichen Stardirigenten zusammengearbeitet. Wahlheimat der Georgierin ist aber München, wo sie mit ihrem ebenso bekannten Mann lebt, dem Oboisten François Leleux. Fasziniert von der Geige Lisa Batiashvili stammt aus einer Musikerfamilie aus dem georgischen Tiflis: Der Vater ist Geiger, die Mutter Pianistin. Schon als Zweijährige hält sie zum ersten Mal eine Geige in der Hand, mit vier Jahren steht sie auf der Bühne. Batiashvili weiß schnell, dass sie Violinistin werden will. Als Anfang der Neunzigerjahre der Bürgerkrieg in Georgien droht, wandert die Familie nach Deutschland aus, und Batiashvili erhält ihre musikalische Ausbildung in Hamburg und München. "Jetzt möchte ich Georgien etwas zurückgeben", sagt sie und setzt sich mit ihrer Musik auch politisch ein. Sie tritt auf dem Maidan-Platz in Kiew auf, und bei einem Konzert mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra spielt sie als Zugabe das Proteststück "Requiem for Ukraine" und setzt damit ein Zeichen gegen die russische Politik und Menschenrechtsverletzungen. Musik heißt für Lisa Batiashvili, sich mit Menschen zu verbinden. Und so ist es auch die Musik, die sie mit ihrem Mann zusammenbringt, allerdings nicht die klassische: bei einem Tangowettbewerb in Finnland finden sie und der französische Star-Oboist François Leleux zusammen.

Mittlerweile gibt es sogar eigens für das Musiker-Ehepaar geschriebene Kompositionen. Kulturschock in Bayern In "Eins zu Eins. Der Talk" spricht Lisa Batiashvili mit Sybille Giel auch über ihre Kindheit im Kommunismus, ihre Liebe zu Brahms und ihren Kulturschock in Bayern.


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
Mit Karl Bruckmaier

Rock, so ungefähr … Musik von Bob Dylan, Frank Zappa und Sun Kil Moon
 

*


Sonntag, 30. April 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 radioJazznacht (115 Min.)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Charles Ives: Symphonie Nr. 1 (Melbourne Symphony Orchestra: Andrew Davis); Julius Benedict: Klavierkonzert Es-Dur, op. 89 (Tasmanian Symphony Orchestra, Klavier und Leitung: Howard Shelley); Aaron Copland: "Quiet city" (Laurence Thorstenberg, Englischhorn; Tim Morrison, Trompete; The Boston Pops Orchestra: John Williams); Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur, op. 111 (Gérard Caussé, Viola; Melos Quartett)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 5 e-Moll – "Héroide Elégiaque" (London Symphony Orchestra: Antal Doráti); Frank Martin: Trio sur des mélodies populaires irlandaises (Trio Fontenay); Arthur Honegger: Symphonie Nr. 4 – "Deliciae basilienses" (Kammerorchester Basel: Christopher Hogwood)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Heiner Gremer


06:05 BR-Heimatspiegel (40 Min.)

Mit Heiner Gremer Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (nur in BR Heimat)


06:45 Positionen (15 Min.)
Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften

Heute: Evangelisch-methodistische Kirche


07:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


07:05 radioMikro (55 Min.)
Magazin

Wumme feiert Muttertag Ab 6 Jahren Hörspiel von Ernestine Koch Mit Christine Ostermayer, Herbert Bötticher und Julia Fischer Regie: Werner Simon BR 1979 7.30 Sonntagshuhn Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Katholische Welt (25 Min.)
Die Kirche neben der Kaserne

Mit der Waffe für den Frieden? Militärseelsorger im Auslandseinsatz Von Johannes Reichart Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Kann man als Soldat an der Waffe dienen und gleichzeitig ein guter Christ sein? Die Militärseelsorge versucht, den Gläubigen in der Bundeswehr bei diesem Spagat zu helfen: sich für den Frieden einzusetzen, gegenüber Gott und den Mitmenschen verantwortlich zu handeln und gleichzeitig die Dienstbefehle des Vorgesetzten auszuüben. Und das angesichts vieler Gefahren. Beim Auslandseinsatz in Gao/Mali sollen die Soldaten für Stabilität in dem bitterarmen Land sorgen. Von Al Qaida und anderen Terrorgruppen werden sie deswegen angefeindet und auch angegriffen. Ort der Besinnung ist für die kleine Schar an gläubigen Soldaten auch der sonntägliche Gottesdienst im Lager. Kirche wird so dank der Militärseelsorger zu einer Art Ersatz für die Heimat. Militärseelsorge findet aber auch in Deutschland statt: in den Kasernen und an der Bundeswehruniversität. Besinnungstage, Familienfreizeiten, Hochzeiten und Taufen – die Militär-Pfarrer sind Teil der Bundeswehr und zugleich Teil der Kirche. Ein spannender Job, der nachdenklich macht, weil es um Krieg und Frieden geht.


08:30 Evangelische Perspektiven (30 Min.)

Eine ökumenische Initiative rettet Flüchtlinge

Hoffnung wider alle Verzweiflung Das Projekt "Humanitäre Korridore" Von Corinna Mühlstedt Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Alljährlich ertrinken Tausende von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten bei dem Versuch über das Mittelmeer die Küsten Europas zu erreichen. Als sich die Katastrophen vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa häuften, spürten italienische Christen ihre Verantwortung und stellten sich die Frage: Wie kann man dieses Elend verhindern oder zumindest lindern? 2015 gelang der Durchbruch in Form einer ökumenischen Initiative: Die evangelischen Kirchen Italiens starteten zusammen mit der katholischen Basis-Gemeinschaft Sant´Egidio und dem Segen des italienischen Staates das Projekt "Humanitäre Korridore": Seither können besonders schutzbedürftige Flüchtlinge in speziellen Zentren an den Küsten des Mittelmeeres registriert und überprüft werden, um ein reguläres Visum für Italien zu erhalten. Die kirchlichen Sozialeinrichtungen tragen alle Kosten, organisieren ihre Reise und ihre Eingliederung in der neuen Heimat. Das Projekt ist ein Tropfen auf den heißen Stein und zugleich ein Modell, das christliche Verantwortung umsetzt. Das jedenfalls meinen die Organisatoren und hoffen, dass sich weitere europäische Länder, so auch Deutschland, der Initiative anschließen.


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioReisen (55 Min.)
Einfach woanders sein

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Sonntagsbeilage (55 Min.)
Feuilletonistische Seitenblicke

Wiederholung um 17.05 Uhr
Ausgewählte Beiträge unter bayern2.de
und in der Bayern 2 App verfügbar


11:00 radioTexte – Das offene Buch (30 Min.)
"Höre mich!" – Psalmen literarisch (2/3)
Moderation: Cornelia Zetzsche

Sechs prominente Schriftsteller/Innen antworten auf das Buch der Psalmen und zeigen Bezüge zur Gegenwart. Mit den Büchner-Preisträgern Sibylle Lewitscharoff und Arnold Stadler, Feridun Zaimoglu, dem deutschen Spracherneuerer türkischer Herkunft, den Dichtern Uwe Kolbe und Said und Gila Lustiger, der deutsch-jüdischen Erzählerin aus Paris. Und mit Landesbischof Bedford-Strohm Gesang: Nicholas Hariades Am Flügel: Rudi Spring "Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir./ Herr, höre meine Stimme!/ Lass deine Ohren merken/ auf die Stimme meines Flehens!" – Ungewohnte Verse in einer literarischen Lesung wie dem Offenen Buch. Aber entscheidend für den Schriftsteller und Büchner-Preisträger Arnold Stadler aus dem katholischen Meßkirch, der als Kind den Pfarrer auf Beerdigungen begleitete und dort das "De profundis" hörte, den 130. Psalm. Zum ersten Mal habe er "die Schönheit der Sprache" erlebt und einen Gott, "der ansprechbar war, wenn auch aus der Tiefe". Jahre später, 1999, inzwischen Schriftsteller geworden, übersetzt er die Psalmen und schreibt: "Herr, kannst du mich hören?/ Höre mich! … /Du bist doch einer, der Mitleid hat und verzeiht!" – Man muss nicht Theologie studiert haben, wie Arnold Stadler, um sich von den 150 Liedern, Gebeten, Gedichten in der Bibel angesprochen zu fühlen. Immer wieder reagieren Literaten auf die Psalmen: "herr/ laß uns das gespräch wieder aufnehmen/ nach langem erzwungenem schweigen", dichtete der Agnostiker Said, der Münchner Lyriker aus Teheran in seinem Buch der "Psalmen". Gleich welcher religiöser Herkunft, die Psalmen, die Rufe zu Gott, sind zeitlose Stimulans für Schriftsteller. Exklusiv für "radioTexte – Das offene Buch" wählen renommierte Autoren zum Luther-Jahr einen Psalm, drehen und wenden die Texte, dichten sie weiter, entwickeln daraus eigene neue Geschichten und zeigen Bezüge zur Gegenwart. Mit dabei: die Büchner-Preisträger Arnold Stadler und Sibylle Lewitscharoff, die dank ihrer frommen pietistischen Großmutter mit Gott Bekanntschaft machte und Religionswissenschaften studierte. Feridun Zaimoglu, der deutsche Spracherneuerer türkischer Herkunft, der Grenzgänger zwischen Künsten, der 2017 einen Luther-Roman wagt. Gila Lustiger liest in Psalm 23 den Moment der Verfolgung. Und Uwe Kolbe, der Dichter und Erzähler in Hamburg, der in der DDR aufwuchs, antwortet auf Psalm 107, das "Danklied der Erlösten". Sie klagen, bitten, rufen, danken und loben mit ihren neuen Psalmen zum Luther-Jahr, am 27. April beim großen Lese-Abend, musikalisch begleitet vom Pianisten Rudi Spring und dem Countertenor Nicholas Hariades in der Münchner Matthäuskirche. Und am 23., 30. April und 7.Mai 2017 sonntags um 11 Uhr auf Bayern 2. Redaktion und Moderation: Cornelia Zetzsche. Eine Kooperation des Bayerischen Rundfunks mit der Evang-Luth. Kirche in Bayern/ Landesbischof Bedford-Strohm, dem Erzbischöflichen Sekretariat/ Kardinal Marx, der Erzdiözese München und Freising, der Matthäuskirche und dem Literaturhaus München.


11:30 Bayern 2-Heimatsound (30 Min.)


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Zeit für Bayern (55 Min.)
Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Komm Geh! Mit Denkern und Dichtern unterwegs in Franken Von Horst Konieztny Felsen, Flip-Flops, Fleckvieh – Die Kampenwand Von Regina Fanderl Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Komm Geh! Mit Denkern und Dichtern unterwegs in Franken Von Horst Konieztny Seit ihm vor vielen Jahren einmal der österreichische Schriftsteller Peter Handke auf einer einsamen fränkischen Hochebene entgegenlief, ist für den Zeit für Bayern-Autor Horst Konietzny das alte Motiv des wandernden Denkers mit den sanft schwingenden fränkischen Landschaften verbunden. Dass sich das Gehen positiv auf den Geist auswirken kann, belegen zahllose Schriften von Autoren, die es nicht hinter dem Schreibtisch gehalten hat: Thomas Bernhard, Robert Walser, Werner Herzog, Adalbert Stifter, Henry David Thoreau oder der mit einem eigenen Weg durch Oberfranken geehrte Jean Paul; sie alle zogen hinaus, das Leben zu beschreiten, um es dann zu beschreiben. Oder wie es Peter Handke formuliert: "Zirkuliert.

Nur nicht stehen bleiben: das bringt auf schlechte Gedanken. Wenn Gedanken, dann nur im Gehen." Zusammen mit dem Nürnberger Dichter Fitzgerald Kusz, dem Erlanger Pianisten Klaus Treuheit und anderen Weggefährten macht sich der Zeit für Bayern-Autor Horst Konietzny für sein Feature auf den Weg und folgt zu Fuß dem Lockruf der fränkischen Wildnis. Felsen, Flip-Flops, Fleckvieh – Die Kampenwand Von Regina Fanderl Die Kampenwand kennt jeder. Und wer den 1669 Meter hohen Berggipfel in den Chiemgauer Alpen nicht kennt, der kann wenigstens den schönen Schüttelreim aufsagen: "I gang' so gern auf d' Kampenwand, wenn i mit meiner Wampn kannt "! Schon von Weitem ist der charakteristische Felskamm zu erkennen. Von ihm hat der Berg auch seinen Namen. Der gezackte Gipfelgrat erinnert an den Kamm auf dem Kopf eines Hahnes. Bairisch: Kampe.

Wer dort hinauf möchte sollte halbwegs schwindelfrei sein und festeres Schuhwerk tragen als die zahllosen Touristen auf der Flanier-Promenade zwischen Bergstation und Ausflugsgaststätte. Die nostalgische Seilbahn mit den bunten, kleinen Gondeln bringt nun bald 60 Jahre zahlreiche Besucher schweißsparend in die Höhe. In jüngerer Zeit auch Paraglider, Hochzeitspaare oder aber auch Kalenderfotografen, die sich um den schönsten Blickpunkt auf den Chiemsee streiten. Die Kampenwand – ein spectaculo virtuoso zwischen bizarren Felsen, blühenden Almwiesen, unerschrockenen Bergwachtlern und Liftstüberl-Stammtischlern.


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 Bayern – Land und Leute (25 Min.)
Franz Krönauer, der Deserteur

Franz, der Deserteur Eine Aussteigergeschichte aus dem Bayerischen Wald Von Tom Fleckenstein Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das ist die Geschichte von Franz Krönauer, dem Deserteur. 1941 weigerte sich der 28-jährige Wehrmachtssoldat aus Gotteszell im Landkreis Regen, wieder an die Ostfront zu gehen. Stattdessen versteckte er sich in den Wäldern, in Höhlen, lebte von Beeren und Pilzen. Die Menschen in seiner Heimatgemeinde waren gespalten. Die einen jagten ihn, andere unterstützten ihn. Seine Familie wurde von der Gestapo verhört. Nachdem ihn ein Nachbar verpfiffen hatte, wurde er beinahe gefasst. Das wäre sein Todesurteil gewesen.

Helene Reißmann aus Gotteszell hat die Geschichte von Franz Krönauer aufgeschrieben. Ihr Buch mit bewegenden Fotos aus der Zeit ist im kleinen Ohetaler Verlag erschienen. Es erzählt vom Überlebenskampf eines Verzweifelten und von einer großen Liebe. 1944 spazierte ein Mädchen durch den Wald bei Gotteszell und sang ein Lied. Franz Krönauer beobachtete es, verliebte sich und sprach das 16-jährige Reserl an. Bis zum Kriegsende konnte er sich zeitweise auf dem Hof ihrer Eltern verstecken. 1946 heirateten beide und bekamen sieben Kinder. Helene Reißmann hat mit der Familie Krönauer auf dem Austragshof in Gotteszell gewohnt. In langen Winternächten erzählte ihr Franz Krönauer Ende der 1950er Jahre sein Leben. Erst jetzt kam die Hausfrau und Mutter von vier Kindern dazu, die Geschichte zu veröffentlichen. Beim ältesten Sohn des Deserteurs fand die Hobby-Autorin weitere Fotos. Er heißt wie sein Vater Franz, wurde 1946 geboren. Seinen Vater hat er in guter Erinnerung. Dieser stürzte 1960 an seinem ersten Arbeitstag im Steinbruch ab und starb. Mit 47 Jahren. Tom Fleckenstein erzählt die bewegende Lebensgeschichte des Deserteurs Franz Krönauer nach und schildert am Beispiel Gotteszell das gespaltene Verhältnis der Gesellschaft gegenüber Fahnenflüchtigen. Für die einen sind Deserteure mutige Helden, für die anderen Drückeberger – auch heute noch.


13:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung vom Freitag, 15.30 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 musikWelt (55 Min.)
Musik aus aller Welt

Musik aus aller Welt Mit Dagmar Golle


15:00 Hörspiel (60 Min.)
Karl May: Sitara Seelenland

Sitara Seelenland. Vortrag Augsburg 1909 Von Karl May Karl May – Peter Fricke Klara May - Katja Bürkle Musik: Franz Hautzinger Realisation: Michael Farin BR 2017 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Von jeher habe er ein Hakawati, ein Märchenerzähler, werden wollen, sagte Karl May am 8. Dezember 1909 anlässlich eines Vortrags, den er im Schießgrabensaal zu Augsburg hielt - und erzählte ein Märchen: Geht man drei Monate lang von der Erde aus direkt zur Sonne und dann noch drei Monate in genau derselben Richtung weiter, gelangt man zu einem Stern, von kleiner Gestalt zwar, für uns aber von großer Wichtigkeit, den man als Sitara bezeichnet. Sitara ist ein persisches Wort und bedeutet: Stern. Dieser Stern hat einen Durchmesser von etwa 1.700 Meilen und einen Umfang von 5.400 Meilen. Er bewegt sich in etwas über 365 Tagen einmal um die Sonne. Diese Zeit nennt man ein Jahr. Und in rund 24 Stunden einmal um sich selbst. Diese Zeit heißt ein Tag. Er besteht aus Land und Wasser.

Das Land nimmt ein Drittel und das Wasser zwei Drittel der Oberfläche ein. Das Festland gruppiert sich in das Tiefland Ardistan und das Hochland Dschinnistan. Ard heißt Erde, heißt Erdboden, irdischer Stoff. Dschinn heißt Geist, heißt Seele. Das sei doch gar kein Märchen, sagen Sie. Wie recht Sie haben: Denn auf welchen Stern stoßen wir, wenn wir vom jetzigen Augenblick an drei Monate lang auf die Sonne zugehen und dann noch drei Monate lang in derselben Richtung über die Sonne hinaus? Auf die Erde. Sitara ist also nichts anderes als unsere Erde – mit dem Auge des Märchens betrachtet, das tiefer schaut als jedes andere Auge.


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Seyran Ates, Frauenrechtlerin

Daniela Arnu im Gespräch mit Seyran Ates, Frauenrechtlerin Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Seyran Ates ist eine Kämpferin – ihre Offenheit und Ehrlichkeit haben sogar schon ihr Leben gefährdet. Vorsichtig, aber beharrlich kämpft sie für die Rechte muslimischer Frauen, für Integration und Gleichberechtigung. Wir wiederholen das Gespräch mit Seyran Ates aus dem Jahr 2013. Wandeln zwischen zwei Welten In den Sechzigerjahren wandern Seyran Ates' türkische Mutter und ihr kurdischer Vater ohne sie nach Deutschland aus. Erst mit sechs Jahren sieht sie ihre Eltern wieder und führt mit ihnen in Berlin ein sehr traditionelles türkisches Leben. Deutschland lernt sie in der Schule kennen und beginnt zwischen zwei Welten zu wandeln. Mit 17 Jahren flieht Seyran Ateº vor den Einschränkungen und Misshandlungen in ihrer Familie. Sie studiert Jura und entkommt als Studentin nur knapp einem Mordanschlag, als ein Mann ihre Klientin erschießt. Auch später hat sie immer wieder Angst um ihr Leben. Pöbeleien und Drohungen von Fundamentalisten zwingen sie, ihre Kanzlei aufzugeben – auch aus Angst um ihre Tochter, die 2004 geboren wird. Ihre Stimme hat sich Seyran Ates aber nie verbieten lassen. Eine Stimme, die für Frauen kämpft und gegen den "Multi-Kulti-Irrtum" – so der Titel eines ihrer Bücher. Kluge und streitbare Denkerin Im Gespräch mit Daniela Arnu erklärt Seyran Ates auch ihre Idee von einem muslimischen Luther. Und sie verrät, warum ihr Name Vorbote für ihr Leben war. "Eins zu Eins. Der Talk" mit einer klugen, streitbaren Frau, die zum Nachdenken anregt.


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Sonntagsbeilage (55 Min.)

Feuilletonistische Seitenblicke

Wiederholung von 10.05 Uhr
Ausgewählte Beiträge unter bayern2.de
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Kulturjournal (85 Min.)
Kritik. Dialog. Essay

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


19:30 Musik für Bayern (30 Min.)
Klassik, Pop und Jazz – Selbst gemacht!

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen Altbayern/Schwaben "Titel. Tore. Töne." Zehn Jahre ODEON-Jugendsinfonieorchester München – Eine Erfolgsgeschichte Von Franziskus Büscher Franken Konzertante Blasmusik


20:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


20:05 Bayerisches Feuilleton (55 Min.)
Die literarische Femme fatale Gisela Elsner

"Ich war die erste Frau, die eine Satire schrieb" Die literarische Femme fatale Gisela Elsner Von Justina Schreiber Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Schon der Titel ihres ersten Romans war Programm: "Riesenzwerge", veröffentlicht im Jahr 1964. Denn vor allem in ihren frühen satirischen Texten steigerte Gisela Elsner das kleine Leben der Spießer und Möchtegerne gekonnt ins Hysterisch-Monströse. In "Die Zähmung" verkümmert ein Gatte zum geschlechtsneutralen Putzteufel; in "Der Nachwuchs" verausgabt sich ein Ehepaar in atemlosen Treibjagden nach den Selbstverständlichkeiten des alltäglichen Lebens. Gisela Elsners "böser Blick fürs Detail", ihre scharfzüngigen, bissigen Kommentare zur satten bundesrepublikanischen Wirklichkeit der 60er und 70er Jahre trugen ihr Preise und Anerkennung ein. Aber die Schriftstellerin mit der dramatischen schwarzen Mähne konnte nicht halten, was sie versprach. Ihre späteren Werke wirkten allzu konstruiert und manieriert. Die 1937 geborene Tochter aus gutem Nürnberger Hause etablierte sich nie; weder privat noch literarisch. Die erklärte Kommunistin, die zeitlebens nicht von ihrer radikal antibürgerlichen Haltung abrückte, beging am 13. Mai 1992 Selbstmord; politisch enttäuscht und von Verfolgungswahn gequält mangelte es ihr an jeglicher Perspektive. Justina Schreiber porträtiert eine Schriftstellerin, die eine solitäre Erscheinung war, aber trotz ihres "brüchigen" Oeuvres als Wegbereiterin einer weiblichen Tradition moderner Satire gelten kann. Am 2.Mai dieses Jahres wäre Gisela Elsner 80 Jahre alt geworden – und der 13.Mai ist ihr 25. Todestag.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 das ARD radiofeature (55 Min.)
Pulverfass Baltikum

Ein Feature über deutsche Soldaten an der Grenze zu Russland Von Justus Wilhelm RB 2017 Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Seit Wladimir Putins Truppen 2014 auf der Halbinsel Krim einmarschiert sind, geht bei Russlands Nachbarn im Baltikum die Angst um. Denn wie auf der Krim gibt es auch in Estland, Lettland und Litauen starke russische Minderheiten. Könnten diese als Vorwand einer russischen Invasion dienen? Um solche Pläne Russlands schon im Keim zu ersticken, schickt die NATO nun erstmals Soldaten in alle baltischen Bündnisstaaten, darunter 500 deutsche Soldaten nach Litauen. Im kommenden April stehen somit erstmals nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder deutsche Soldaten im Baltikum. Diesmal als Alliierte, nicht als Besatzer. In direkter Nähe zur russischen Armee übernehmen sie dann den Schutz des NATO-Landes vor einer möglichen feindlichen Invasion. Strategen sehen in dieser Truppenpräsenz nicht mehr als einen "Stolperdraht" für russische Expansionsbestrebungen - denn im Ernstfall könnte die Bundeswehr der östlichen Übermacht kaum etwas entgegen setzen.


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Zündfunk Generator (55 Min.)
Ideen aus Pop, Politik und Gesellschaft

Diese Sendung zum Nachhören unter www.bayern2.de/zuendfunk
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Montag, 01. Mai 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Carl Maria von Weber: "Euryanthe", Ouvertüre (Staatskapelle Dresden: Gustav Kuhn); Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur (Simone Dinnerstein, Klavier; MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi); Eduard Künneke: "Tänzerische Suite", op. 26 (Orchester der Staatsoperette Dresden: Ernst Theis); Johann Wilhelm Hertel: Concerto Es-Dur (Andreas Lorenz, Oboe; Virtuosi Saxoniae, Trompete und Leitung: Ludwig Güttler); Joseph Haydn: Missa in angustiis d-Moll, Hob. XXII/11 (Annette Dasch, Sopran; Hermine Haselböck, Alt; James Taylor, Tenor; Stephan Genz, Bariton; MDR Rundfunkchor Leipzig; MDR-Sinfonieorchester: Howard Arman)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Erik Satie: "Relâche" (Orchestre du Capitole de Toulouse: Michel Plasson); Philip Glass: Concerto (Raschèr Saxophone Quartet); Erwin Schulhoff: "Suite dansante en Jazz" (Caroline Weichert, Klavier); Georg Philipp Telemann: "Les nations", Ouverture B-Dur (Arte Dei Suonatori: Martin Gester); Felix Draeseke: Klavierkonzert Es-Dur, op. 36 (Oliver Triendl, Klavier; Bamberger Symphoniker: Reinhard Petersen)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Alfredo Catalani: "Contemplazione" (Filarmonica della Scala: Riccardo Muti); William Walton: Violinkonzert h-Moll (Tasmin Little, Violine; BBC Symphony Orchestra: Edward Gardner); Anatolij Ljadow: "Der verzauberte See", op. 62 (BBC National Orchestra of Wales: Thierry Fischer)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)
Moderation: Markus Tremmel


06:05 BR-Heimatspiegel (55 Min.)

Mit Markus Tremmel Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus Bayern und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

7.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr


07:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


07:05 BR-Heimatspiegel extra (55 Min.)
Gegrüßet seist Du, Maria, Patrona Bavariae!

Gegrüßet seist Du, Maria, Patrona Bavariae! Seit 100 Jahren ist die Gottesmutter "offiziell" Schutzfrau Bayerns Von Andreas Estner

Bayern steht unter dem Schutz einer Frau. Nicht irgendeiner! Bayern steht unter dem Schutz der Mutter Gottes – und zwar genau seit 100 Jahren und das hochoffiziell. Auf die Bitte von König Ludwig III. hat Papst Benedikt XV. mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs die Gottesmutter zur Patronin Bayerns ernannt und sogar ein eigenes Fest mit besonderem Ritus erlaubt. Zunächst war der 14. Mai der Festtag der "Patrona Bavariae", der Schutzfrau Bayerns. Später wurde er dann auf den 1. Mai verlegt. Die große Liebe der Wittelsbacher und des bayerischen Volkes zu Maria begann allerdings schon viel früher. Der glühendste Verehrer war der spätere Kurfürst Maximilian. Ihm ist es zu verdanken, dass es mitten in München einen Marienplatz gibt, auf dem seit 1637 eine vergoldete Marienstatue steht. An seiner eigenen Residenz ließ Maximilian ebenfalls eine Madonna anbringen. Unter der Bronzefigur steht bis heute: "Patrona Boiariae". Maximilian war es auch, der eine Rosenkranzpflicht einführte und verfügte, dass die Herzen der bairischen Herrscher fortan in edlen Gefäßen in der Kapelle von Altötting ruhen sollten. Die Beziehung zur Schutzfrau Maria ist in Bayern eine Besondere. Das zeigen die unzähligen Marienwallfahrtsorte, die Wallfahrten, die Andachten, die Votivgaben, die Figuren und Bilder. Begonnen hat diese Beziehung bereits in der Anfangszeit Bayerns, das belegen die ältesten Kirchen. Der Freisinger Dom oder die Marienbasilika in Würzburg, der Augsburger und der Eichstätter Dom sind Maria geweiht. Ein "Heimatspiegel extra" von Andreas Estner zu einem ganz besonderen, ganz besonders bayerischen Jubiläum.


08:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


08:05 Bayern 2-radioMusik (55 Min.)


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 orange – Das Feiertagsmagazin (55 Min.)


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Moskau-Magazin (55 Min.)
Metropolen dieser Welt

Wiederholung um 17.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


11:00 radioTexte (30 Min.)


11:30 Bayern 2-radioMusik (30 Min.)


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Zeit für Bayern (55 Min.)

Von Aus- und Einsiedlern Der Einödhof. Eine bayerische Wirtschafts- und Lebensform Von Andreas Pehl Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Franz Waller (Name v. d. Red. geändert) wohnt auf einem Hof allein im Wald mitten im niederbayerischen Hügelland: Keine öffentlichen Verkehrsmittel, kein Handyempfang, kein DSL. Vor über 500 Jahren haben seine Vorfahren den Hof gebaut und von Generation zu Generation weitergegeben. Seitdem hat die Familie den umliegenden Grund bewirtschaftet. Das Leben in der Einöde hatte und hat Konsequenzen auf die Biografien seiner Familie: Frau und Kinder sind in die Stadt gezogen, doch Waller hält die Stellung. Ein großer Teil der Einödhöfe ist für die Landwirtschaft unwirtschaftlich geworden. Auch die Zeit der Blumenkinder, die in den 70er Jahren dem ein oder anderen Hof neues Leben eingehaucht, haben, ist vorbei. Trotzdem sind viele Höfe alles andere als öd: Zwischen niederbayerischen Hügeln versteckt sich eine der renommiertesten Jazzbühnen Bayerns, ein paar Kilometer entfernt liegt eine Galerie für Gegenwartskunst im Nirgendwo. Hinter dem nächsten Wald nutzt ein Zimmerer die großzügigen Flächen, um Wohn- und Arbeitsstätte unter einem Dach zu haben und nach den Kommunen der Hippiezeit entsteht in manch altem Gemäuer vielleicht bald eine Senioren-WG. Andreas Pehl hat sich mit alten und neuen, mit Aus- und Einsiedlern getroffen und nicht zuletzt die Einöde im Selbstversuch getestet.


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 Bayern – Land und Leute (25 Min.)

Das erste transalpine Radrennen im Jahr 1894

Mailand-München in knapp 30 Stunden Das erste transalpine Radrennen im Jahr 1894 Von Ulrich Zwack Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Alpen-Bauern haben heute immer wieder Begegnungen der dritten Art: Sie sehen sich regelmäßig mit behelmten, grell-bunt gekleideten Aliens konfrontiert, die auf bedrohlich martialisch wirkenden Mountain-Bikes bergauf hecheln oder mit Affenzahn zu Tal brausen. Die Pioniere des alpinen Radsports sahen dagegen vergleichsweise harmlos aus: ein einfaches, kurz- oder langärmliges Leiberl, eine kurze oder dreiviertel-lange Stoffhose und ein eng anliegendes Käppi; dazu dunkle Strümpfe und lederne Halbschuhe. In dieser Kluft setzten sie sich auf Gefährte, die nicht einmal eine Gangschaltung besaßen. Trotzdem waren sie ganz verteufelte Burschen. Das erste transalpine Radrennen fand im Juni 1894 statt und ging von Mailand über den Brennerpass nach München. 49 italienische, deutsche, österreichische und Schweizer Radler wagten sich an den Start. Das Wetter war miserabel, die Straßenverhältnisse ebenfalls. Die bayerischen Teilnehmer schreckte das aber offensichtlich nicht. Am Ende des Distanzrennens belegten sie die ersten beiden Plätze, während Costanzo Trifoni aus Giulianova als erster der vielgerühmten italienischen Konkurrenz als sechster durchs Ziel fuhr. Und das mit einem Rückstand von immerhin gut 6 ½ Stunden auf den Sieger Joseph Fischer vom Münchener Velocipedclub Germania. Der hatte die 587 km lange Strecke in sagenhaften 29 ½ Stunden bewältigt. Welch gewaltige Leistung das war, lässt sich u. a. daran erkennen, dass ein Güterzug zwischen den beiden Metropolen damals fast 10Stunden länger unterwegs war. Ulrich Zwack berichtet aus einer Zeit, als bayerische Waden nicht nur fußballerisch den italienischen gewachsen waren.


13:30 Breitengrad (30 Min.)
Das sanfte Gesicht des Islam

Der Sufismus – Das sanfte Gesicht des Islam Von Sandra Petersmann und Jürgen Webermann Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Als islamische Glaubensrichtung entstand der Sufismus in Südasien vor über tausend Jahren. Die Sufi-Prediger zogen mit ihren Geschichten von Gleichheit und Liebe vor allem die Armen, die Angehörigen niederer Kasten, an. Mit der Bekehrung dieser Bevölkerungsschichten konnte sich der Islam auf dem indischen Subkontinent ausbreiten. Der Sufismus ist geprägt von Musik, Poesie, Heiligenverehrung und Meditation. Die ARD-Korrespondenten Sandra Petersmann und Jürgen Webermann besuchen im pakistanischen Lahore Schreine, in denen die Menschen Haschisch rauchen oder sich in Trance wippen und ständig der Gefahr von Terroranschlägen ausgesetzt sind. Sie porträtieren eine Familie, die in Delhi einer verwinkelten Pilgerstätte ihren Namen gegeben hat, und sie reisen nach Deoband in Nordindien. Hier ist der Islam abgeglitten in eine Lehre, aus der die Taliban ihre Ideologie formten. Dabei steht der Sufismus eigentlich für Toleranz.


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 radioMikro (55 Min.)
Märchenhafte Gerüchteküche

Märchenhafte Gerüchteküche mit Erzählungen und Märchen und anderem Die Isarnixe Von Bernhard Schulz Die Hexe Zwickurlaub Von Silke Wolfrum Mit Laura Maire Das Märchen vom Ende der Märchen Von Christian Gailus Mit Brigitte Hobmeier Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioMitschnitt (55 Min.)

Pippo Pollina

Moderation: Bernhard Jugel
Ausgewählte Sendungen in der Bayern 2 App verfügbar

Pippo Pollina Aufnahme des Konzerts vom 15. Januar 2017 in der Münchner Philharmonie


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Feiertags-Feuilleton (55 Min.)
Das Unterhaltungsmagazin aus Franken

"Farbenspiel" Ein wahrhaft buntes Feiertagsfeuilleton zum 1. Mai

Am Maifeiertag zeigt sich der Frühling in seiner bunten Pracht. Unser Leben wird von Farben bestimmt, teilweise bewusst mit Farben gesteuert. Von Farben in Natur, Kunst und Wissenschaft, von Farben der Macht und von farblosen Menschen und "bunten Vögeln". Ein wahrhaft buntes Feiertagsfeuilleton zum 1. Mai


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 Moskau-Magazin (55 Min.)
Metropolen dieser Welt

Wiederholung von 10.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 Bayern 2 – am 1. Maifeiertag (55 Min.)
Abschied vom Arbeiter

Abschied vom Arbeiter –
ein Abgesang aufs Proletariat Von Felix Lincke


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk extra (115 Min.)
Popkultur am Feiertag

19.05 Listen! The Sound Of Silence – die Pause in der Popmusik Von Achim Bogdahn 20.00 Nachrichten, Wetter 20.05 Passionsspiele. Legendäre Typen und Lieblingsklassiker der Zündfunk-Redaktion Das Lob des Loops. Schleifen in der Pop-Musik Mit Klaus Walter Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk

Listen! The Sound Of Silence – die Pause in der Popmusik. Von Achim Bogdahn Schon Mozart hat gesagt: Der stärkste Effekt in der Musik ist es, wenn keine Musik kommt. Diese Erkenntnis ist 1000fach nachprüfbar in der Popmusik, in Songs mit Pausen drin. Die so tun, als ob sie aufhören und dann doch weitergehen (The Beatles "Strawberry Fields"). Die mittendrin eine Irritationspause haben (Mamas & Papas "Monday Morning"). Oder einen falschen frühenSchluss (Pavement "Shady Lane"). Wir haben Pausen gesucht und gefunden, von Elvis über die Smiths bis zu James Blake. Es ist eine einstündige Reise durch die komplette Popgeschichte und die Sache mit der Pause geht immer weiter. Wiederholung vom 25.02.2017 Passionsspiele. Legendäre Typen und Lieblingsklassiker der Zündfunk-Redaktion: Das Lob des Loops. Schleifen in der Pop-Musik. Mit Klaus Walter "Der Loop verwandelt den Lärm der Moderne in Musik." Das ist einer von vielen schönen Sätzen in Tilman Baumgärtels Buch "Schleifen – Zur Geschichte und Ästhetik des Loops". Der Berliner Medienwissenschaftler verfolgt die Spuren der Schleifen quer durch die Geschichte der populären Kultur. Am Anfang wird der Wecker gestellt: 4 Uhr morgens, Tanzengehen im Berliner Berghain, zu den Endlosschleifen der elektronischen Musik. Dann geht´s in großen historischen Schleifen zurück, manchmal auch zurück in die Zukunft. Baumgärtel besucht Deutschlands ersten Headshop, das Pudding Explosion in Frankfurt am Main. Er ist zu Gast in Stockhausens Bastelstunde, schaut bei Andy Warhol und Velvet Underground vorbei und stößt immer wieder auf Fehler. Fehler, Versehen, Unfälle, Zufälle, die die Entwicklung der Musik vorantreiben – auch mal gegen die Gebrauchsanweisung. Loops sind auch die die dialektischen Schleifen von Kontrolle und Kontrollverlust. Im heutigen Zündfunk Extra stellt Tilman Baumgärtel seine Loop-Favoriten vor. Wiederholung vom 15.05.2016


21:00 Hörspiel (60 Min.)
Elfriede Jelinek: Jackie

Jackie Von Elfriede Jelinek Mit Marion Breckwoldt Regie: Karl Bruckmaier BR 2003 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

Jackie, ehemalige First Lady und Heroine Amerikas, ein längst verstorbenes Idol, lässt ein Leben voller Glanz und Glamour, Bedeutung und Behauptung, Schicksalsschläge und Schocks Revue passieren. Mit biografischen Fakten und einem permanenten Vergleich mit Marilyn Monroe, Jackies stärkster Gegenspielerin, umkreist Jelinek in ihrem Hörspielmonolog Jacqueline Bouvier (1929-94), die Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy und des griechischen Milliardärs Aristoteles Onassis. "Die Dichterin leiht dieser Jackie ihre unbarmherzige Intelligenz für die Durchleuchtung ihres Lebens, und bei der müden Intonation dieses Selbstbespiegelungstextes lernen wir mehr als aus psychologischen oder soziologischen Untersuchungen etwas über die Existenzen im dauernden Scheinwerferlicht der Medien" (Jury-Begründung zum Hörspielpreis der Kriegsblinden 2004). Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele. BR-Hörspiele u.a. "Die Jubilarin" (1977), "Die Ausgesperrten" (SDR/BR/RB 1978, SDR 1990), "Burgteatta" (BR/ORF 1991), "Präsident Abendwind" (1992), "Todesraten. Hörstück nach zwei Monologen von Elfriede Jelinek" (1997, Hörspiel des Monats Juni 1997), "Moosbrugger will nichts von sich wissen" (2004), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Kein Licht." (2012), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" (2013), "Die Schutzbefohlenen" (BR/ORF 2014), "Wirtschaftskomödie" (BR/DKultur 2015), "Das schweigende Mädchen" (BR 2015).


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Nachtstudio (55 Min.)
Vom Monster lernen

Die Wunschmaschine des Marquis de Sade Von Ulrich Bassenge BR 2015

"Um mich zu verstehen, muss man ein großer Philosoph sein: Ich bin ein Monster. Ein von der Natur ausgekotztes Monster, dazu bestimmt, an dem von ihr geforderten Werk der Zerstörung mitzuwirken." Donatien Alphonse Francois de Sade, wahlweise genannt der Göttliche Marquis, der Antichrist oder "ein Professor des Verbrechens und Höllendoktor des Materialismus" (Horkheimer / Adorno), Häftling in der Bastille, entgeht nur um Haaresbreite der Guillotine des Jakobinerterrors, um bald darauf lebenslang hinter Gefängnis- und Irrenhausgitter zu wandern. An solch kalten und tristen Orten, nicht etwa im Boudoir, entsteht sein ausuferndes Oeuvre. Ulrich Bassenge interessiert sich hier weniger für die serielle Pornographie des graphomanen Adligen als vielmehr für dessen misanthropische Philosophie, die Nietzsche um ein Jahrhundert vorwegnimmt: Gott ist tot, die Natur feindlich - nimm das, Rousseau! -, der Mensch böse. Es regiert die enthemmte Ökonomie – auch und gerade die des Begehrens. Als penible Kartographie menschlicher Untiefen führt dieses Werk direkt zu Freud und den Surrealisten, verpasst zuvor der Schwarzen Romantik Swinburnes und Baudelaires eine giftige Injektion und entlädt sich in den Ekstasen Batailles nicht zum letzten Mal. Doch was bedeutet de Sade im Zeitalter von Feminismus und Poststrukturalismus?


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

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Dienstag, 02. Mai 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Peter Tschaikowsky: Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll (Arcadi Volodos, Klavier; Berliner Philharmoniker: Neeme Järvi); Max Reger: Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Gerd Albrecht); Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur, op. 76, Nr. 4 (Steude Quartett); Richard Strauss: "Die Tageszeiten", op. 76 (Rundfunkchor und Sinfonieorchester Berlin: Marek Janowski)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Johann Sebastian Bach: Magnificat D-Dur, BWV 243 (Andrea Lauren Brown, Lydia Teuscher, Sopran; Olivia Vermeulen, Alt; Julian Prégardien, Tenor; Sebastian Noack, Bass; Münchener Bach-Chor und Orchester: Hansjörg Albrecht); Arthur Foote: Klaviertrio c-Moll (Enigma Trio); Dmitrij Schostakowitsch: "Moskau, Tscherjomuschki", Suite (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Steven Sloane); Johannes Brahms: Konzert a-Moll, op. 102 (Sara Trobäck Hesselink, Violine; Claes Gunnarsson, Violoncello; Göteborger Sinfoniker: Neeme Järvi)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Jean-Philippe Rameau: Cinquième concert d-Moll/D-Dur (Les Musiciens de Monsieur Croche); Robert Schumann: "Aus dem Liederbuch eines Malers", op. 36 (Christian Gerhaher, Bariton; Gerold Huber, Klavier); Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Brüchiges Biedermeier

Franz Grillparzer Der österreichische Nationaldichter Eduard Mörike Heiterkeit vor dunklem Grund Das Kalenderblatt 2.5.1874 Jerome K. Jerome geboren Von Xaver Frühbeis Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Franz Grillparzer – Der österreichische Nationaldichter Autorin: Justina Schreiber / Regie: Die Ehrungen kamen spät, wenn nicht zu spät. Sie machten die Kränkungen nicht ungeschehen, die Franz Grillparzer (1791-1872) lange hatte einstecken müssen. Der studierte Jurist, den der k. k. Hof erst als niedrigen Angestellten, dann als Archivdirektor förmlich versauern ließ, fühlte sich "als Mensch unverstanden, als Beamter übersehen" und "als Poet höchstens geduldet". Dabei verlief seine Karriere als Theaterautor zunächst durchaus grandios. Seine Stücke, für die er in klassizistischer Manier vor allem antike Stoffe adaptierte, wirkten damals wegen der psychologisch verfeinerten Charakterdarstellungen modern und volksnah zugleich. Aber die Zensur und andere Schikanen der restaurativen Politik des Biedermeier machten dem gleichwohl kaisertreuen Dichter zu schaffen. Als dann sein Lustspiel "Weh' dem, der lügt" 1838 im Wiener Burgtheater komplett durchfiel, zog sich der Junggeselle aus dem öffentlichen Leben zurück. Grillparzer verbot jede weitere Aufführung seiner Stücke und schrieb von nun an für die Schublade. Es verwundert heute kaum, dass sich die Österreicher in dieser zerrissenen, widersprüchlichen Dichterpersönlichkeit wiedererkannten, als sie Grillparzer gegen Ende seines Lebens neu für sich entdeckten. Eduard Mörike – Heiterkeit vor dunklem Grund Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Er war Dorfpfarrer, Familienvater, Mozartliebhaber und kam Zeit seines Lebens kaum aus dem Schwabenland heraus. Eduard Mörike (1804-1875), zu Lebzeiten nur wenigen Literaturkennern bekannt, gilt heute als Inbegriff des deutschen Biedermeiers. Doch Unruhe und Sinnsuche begleiteten alle Stationen seines Lebens. Auf persönliche Katastrophen, Liebesdramen, schwere Verluste, gescheiterte Träume und mangelnden Publikumserfolg reagierte er mit stillem Rückzug und psychosomatischen Beschwerden. Dem pragmatischen Geist des Industriezeitalters setzte er seine von Naturgeistern und Dämonen bevölkerten Phantasiewelten entgegen. Ständig im inneren Zwiespalt lebend, bereicherte er die deutsche Dichtung um einige ihrer schönsten Zeilen: "Gelassen stieg die Nacht ans Land, lehnt träumend an der Berge Wand …" oder: "Oh flaumenleichte Zeit der dunklen Frühe". Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Arbeitspausen – Wo bleibt die Erholung?

Nah dran: Arbeitspausen – Wo bleibt die Erholung? Von Rainer Ulbrich und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Bayern 2-Favoriten (55 Min.)
Empfehlungen von Bayern 2

Empfehlungen für Bücher, Musik, Filme und mehr
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Vietnam und der Mekong

Geschichten aus Vietnam Traum und Trauma Mythos Mekong Mutter aller Wasser Das Kalenderblatt 2.5.1874 Jerome K. Jerome geboren Von Xaver Frühbeis Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Geschichten aus Vietnam – Traum und Trauma Autorin und Regie: Petra Herrmann Vietnam - ein Land, das uns an den feinen Duft aus vietnamesischen Lokalen denken lässt, an kegelförmige Strohhüte, aber vor allem an einen schrecklichen Krieg. Inzwischen hat sich das kommunistische Vietnam von einem geschundenen Armenhaus zu einer wirtschaftlichen Boomregion entwickelt, einem bedeutenden Reis- und Kaffeeproduzenten. Wie aber gehen die Dichterinnen und Dichter mit Traum und Trauma ihres Volkes um? Sie haben sich von der sozialistischen Pflicht zur Heroik verabschiedet und die "Leiden des Krieges" beschrieben, so der programmatische Titel eines berühmten Werkes. Sie setzen sich jedoch auch kritisch mit der Öffnung ihres Landes hin zu westlichem Individualitätsanspruch und Karriereorientierung auseinander. Eine Entwicklung, die das traditionelle Gemeinschaftsdenken in Frage stellt, erwachsen über viele Generationen hinweg aus Konfuzianismus und Buddhismus. Mythos Mekong – Mutter aller Wasser Autor: Bernd Uwe Gutknecht / Regie: Martin Trauner Der Mekong verbindet Länder, Völker, Kulturen: Von seinem Ursprung im tibetanischen Hochland fließt er in die chinesische Provinz Yunnan. Die Hälfte seiner Gesamtlänge liegt auf chinesischem Gebiet. Er bildet dann die Grenze zwischen Myanmar und Laos und streift Thailand im Norden, im so genannten Goldenen Dreieck. Der Untere Mekong passiert Kambodscha und mündet schließlich im Delta in Vietnam ins Südchinesische Meer. Für viele Anrainer ist der Mekong die wichtigste Lebensgrundlage. Neben Fischerei und Schifffahrt hängt auch die Landwirtschaft, vor allem der Reisanbau, vom Mekong ab. Schmuggel, Drogen- und Menschenhandel haben den Mekong in Verruf gebracht. Seit Jahrhunderten übt der 5.000 Kilometer lange Fluss aber auch große Faszination aus: Er ist Lebensader, todbringender Strom, Heimat von Gottheiten und Geistern, Mythos und für die Bewohner an seinem Ufer die "Mutter aller Wasser".

Redaktion: Thomas Morawetz Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Peter Prange, Schriftsteller

Stefan Parrisius im Gespräch mit Peter Prange, Schriftsteller
Wiederholung um 22.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
"Sinkende Herzen" und "Morbus Balkan"

"Sinkende Herzen" und "Morbus Balkan" Über die Herausforderungen der transkulturellen Psychotherapie Von Veronika Wawatschek Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wer seelisch leidet, verdient Behandlung unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion, so der Gleichbehandlungsgrundsatz der Psychotherapie. Im interkulturellen Kontext aber stößt kommt man damit schnell an Grenzen, denn die Vorstellungen von Krankheit und Gesundheit unterscheiden sich durchaus: So ist unter Muslimen der Glaube an den "bösen Blick", der Unheil beim Gegenüber anrichten kann, weit verbreitet. Menschen mit arabischen oder iranischen Wurzeln beschreiben eine ganze Reihe von Beschwerden als eine Erfahrung des "sinkenden Herzens". Depressionen werden in südeuropäischen Kulturen häufig als "Ganzkörperschmerz" beschrieben – in Medizinerkreisen hierzulande ist in dann oft abschätzig die Rede von "Morbus Balkan" oder dem "Mittelmeer-Syndrom". Andere Krankheitsbilder wie die Schizophrenie existieren dagegen kulturübergreifend, werden aber unterschiedlich behandelt. Was also kann transkulturelle Psychotherapie und was muss sie leisten? Insbesondere in einer Zeit, in der hunderttausende traumatisierte Menschen aus fernen Kriegsgebieten Schutz in Deutschland und Europa suchen. Redaktion: Sabine Straßer


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 Nachtstudio (57 Min.)
Es gibt Alternativen!

Ein Plädoyer für eine gerechtere Politik Von Michael Hirsch und Martin Zeyn BR 2017 Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die soziale Frage rückt wieder mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber nicht etwa, weil die Forderung nach Gerechtigkeit oder zumindest nach einem starken Sozialstaat eine Renaissance erleben, sondern weil die Erfolge der AfD und die Wahl Trumps deutlich gemacht haben: Die Protestwähler sind keine zu vernachlässigende Minderheit mehr. Trotzdem gibt es bisher nur Ansätze einer Diskussion, wie gerecht eine Gesellschaft zu sein habe. Im öffentlichen Focus stehen vor allem die Missstände: soziale Spaltung, Unsicherheit, Ungleichheit. So wichtig dies ist, übersieht es doch grundlegende Strukturen. Die Reichen werden reicher, die Armen aber verharren in ihrer Armut, der Mittelstand schrumpft.

Trotzdem gibt es abseits des Skandals, des Aufdeckens, des Beschreibens, keinen lebendigen Diskurs darüber, ob unsere Demokratie nicht nur als soziales Projekt funktionieren kann. Stattdessen beklagen viele, vergessen worden zu sein, nicht gehört zu werden mit ihren Anliegen. Oder klagen schon nicht mehr, sondern wählen Populisten. Haben die großen Volksparteien nicht wirklich den Kontakt zum kleinen Mann verloren, weil er nur ein "Modernisierungsverlierer" war? Unsere Gesellschaft ist völlig gespalten in unterschiedliche soziokulturelle Milieus. Das ist die Dystopie des Multikulturalismus. Unsere Unterschiede trennen uns von einander, statt unsere Gesellschaft zu beleben. Der real existierende Pluralismus verschiebt alle Kämpfe auf die Individualität – jeder versucht sich zu behaupten. Und zu viele fürchten zu unterliegen. Hohe Zeit, eine Alternative, d.h. eine gerechtere Gesellschaft zumindest zu denken.


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 radioTexte am Dienstag (55 Min.)
Gerhard Polt: Vom Muspilli bis zur "Weißen Rose"

"Wia im richtigen Leben" unternimmt Gerhard Polt mit seiner kongenialen Partnerin Gisela Schneeberger eine Reise durch tausend Jahre Bayerischer Literatur: vom Weltuntergansszenario namens "Muspilli" bis zur Rede Kurt Hubers, einem Mitglied der "Weißen Rose", vor dem Volksgerichtshof.

Eigentlich muss die verzweigte Wegstrecke durch tausend Jahre bayerischer Literatur mit mehreren Bücherstapeln und möglicherweise in einem Jahr Lesezeit, dazu mit viel Geduld und Muße durchlebt werden. Schmökern in fernen Zauberreichen dunkler Phantasie: dem Raunen des Weltuntergangsszenarios namens "Muspilli" nachlauschen oder miterleben, wie es bei den originalsten der originalen Rittersleut' im "Nibelungenlied" gemenschelt hat: oder, später, mit ein wenig Schadenfreude, sich zusammen mit Ludwig Thoma ins bajuwarische Fäustchen lachen, wenn es gilt, die preußische Majestät in die Pfanne zu hauen. Dieses ganz und gar subjektive Jahrtausendkonzentrat der bayerischen Literatur, das mit der Schlussrede von Kurt Huber, einem der Mitglieder der "Weißen Rose", vor dem Volksgerichtshof endet, hält viele Fundstücke bereit, die im Kontext der Weltgeschichte ebenso überraschen wie nachdenklich stimmen. Diese bayerische Bibliothek ist mit einer Art Zauber – und Schnellgang ausgestattet, in dem alles das, was sonst wochenlange Lektüre verlangt, in einer kompakten Stunde dargeboten wird: die Glanz- und Höhepunkte der Literatur in Bayern. Und das Wunder hat zwei Namen: Gisela Schneeberger und Gerhard Polt. "Wia im richtigen Leben" gehen sie mit den literarischen Kostbarkeiten um – direkt und schnörkellos. Polt und Schneeberger zuzuhören, ist ein großes Vergnügen. Die Sprechkunst der beiden fördert zu Tage, was in diesen Literaturstücken an Unterhaltungsqualität verborgen ist.


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Peter Prange, Schriftstellerin

Stefan Parrisius im Gespräch mit Peter Prange, Schriftstellerin
Wiederholung von 16.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Mittwoch, 03. Mai 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt * 3.5.1775 – Alexander Cumming meldet Patent für Wasserklosett an * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Fränkische Komponisten

Viera Janárceková: "Musik für den Dom" (Wen Xiao Zheng, Viola; Bamberger Symphoniker: Werner Pees); Andreas Dohmen: "Tmesis" (IEMA-Ensemble: Pablo Druker); Toni Völker: "Integral" (Jürgen Heinrich, Schlagzeug; Mitglieder der Staatskapelle Karlsruhe: Frithjof Haas); Rainer Pezolt: "Rondell" (Antje Gerlof, Bassflöte; Lee Forrest Ferguson, Drumset); Rainer Rubbert: Concertino (Ulrich Krieger, Altsaxophon; Universal Ensemble Berlin: Gerald Humel)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Kurt Weill: "Kleine Dreigroschenmusik" (The Atlantic Sinfonietta: Andrew Schenck); Ottorino Respighi: "Quartetto dorico" (Brodsky Quartet); Wolfgang Amadeus Mozart: "Die Entführung aus dem Serail", Harmoniemusik (La Scintilla dei Fiati); Frederick Delius: "Idylle de printemps" (Hallé Orchestra: Mark Elder)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Franz Liszt: "Hungaria", Symphonische Dichtung (Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur); Gioacchino Rossini: "Un cauchemar" (Paolo Giacometti, Hammerklavier); Bernhard Crusell: Klarinettenkonzert Es-Dur (Eric Hoeprich, Klarinette; Kölner Akademie: Michael Alexander Willens)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
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und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
"Krieg" beginnt im Kopf

Was ist schon "normal"? Ein Begriff und seine Geschichte Feindbilder Philosophie der Dämonisierung Das Kalenderblatt 3.5.1775 Alexander Cumming meldet Patent für Wasserklosett an Von Isabella Arcucci Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Was ist schon "normal"? – Ein Begriff und seine Geschichte Autorin und Regie: Dorit Kreissl "Jeder, der das Rätsel der Normalität erforschen will, wird dazu verurteilt, in den Spiegel zu blicken." Hans Magnus Enzensberger fällt dieses Urteil, wohl wissend, dass Menschen lieber für "einzigartig" als für "normal" gehalten werden wollen. Was ist normal? Das definiert jede Kultur und jede Zeit anders. Was früher als anormal galt, gilt heute als normal. Normalität orientiert sich an gemeinsamen Regeln, an vorgegebenen Normen. Sie ist eine Richtschnur und auch ein statistisches Maß. Der Begriff taucht zuerst im 18. Jahrhundert, als Folge moderner Massenproduktion, industrieller Normung und statistischer Analysen auf. Ein Mensch gilt als normal, auch im Sinne von psychisch gesund, wenn sein Verhalten dem der Mehrheit entspricht. Eine Definition, die hinterfragt werden muss, denn die Übergänge zwischen normal und anormal sind fließend. Außerdem: Gibt es in unserer postmodernen Gesellschaft überhaupt noch einheitliche Normalitäts-Standards? Oder heißt es "Anything goes"? Feindbilder – Philosophie der Dämonisierung Autor: Michael Reitz / Regie: Eva Demmelhuber Den Splitter im Auge des Feindes siehst du, aber nicht den Balken im eigenen - dieser Satz aus dem Neuen Testament beschreibt ein Phänomen, das so alt ist wie die Menschheit: Wir konstruieren Feinde, damit wir unsere eigenen Fehler nicht wahrnehmen müssen. Feindbilder ersparen Diskussionen – deshalb sind sie fatalerweise so beliebt. Gefährlich werden Feindbilder im politischen Bereich: "Klassenfeind", "Volksschädling" oder "Herrenrasse" sind Vokabeln der Verblendung und Unmenschlichkeit. Vor allem in Krisenzeiten muss das Feindbild auch gesellschaftlich aufgebaut werden, um von den wahren Ursachen sozialer Missstände abzulenken, und die eigene Kultur und Sichtweise als die einzig richtige darzustellen. Wer bei diesem Verfahren nicht mitmacht, gehört ins feindliche Lager. Die Sendung stellt Theorien aus Sozialpsychologie und Philosophie vor, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Partnerschaften im Wandel

Nah dran: Partnerschaften im Wandel – Wie wollen wir in Zukunft lieben? Von Barbara Streidl und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Partnerschaften im Wandel – Wie wollen wir in Zukunft lieben? Die Liebe ist im Wandel. Und damit auch das romantische Liebesideal zwischen Frau und Mann, da wir heute hauptsächlich nach dem besten Match suchen: am attraktivsten, mit dem meisten Geld – na, der Hahn eben, der am lautesten schreit, so erklärt das Antje Schrupp, Frankfurter Publizistin. Hinzu kommt, dass Liebe nicht mehr unbedingt auf Dauer ausgelegt sein muss - wachsen ja viele Kinder heute nur bei einem Elternteil auf. Wir brauchen deshalb einen neuen Motor für Fürsorge, wenn Liebe es nicht mehr ist. Auf der Suche nach einer Vision für Liebe in Zukunft hat Barbara Streidl auch mit Jochen König gesprochen. Der Berliner Autor hat zwei Töchter mit drei Müttern, mit einer Exfreundin und einem lesbischen Paar. Er wünscht sich eine Öffnung der Diskussion über Liebe und Familie in unserer Gesellschaft, weniger Schubladen, mehr Toleranz.


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)

Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 Breitengrad (55 Min.)
Die Mütter von der Plaza de Mayo

Widerstand mit weißem Kopftuch – Die Mütter von der Plaza de Mayo Von Anne Herrberg Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Auf der Plaza de Mayo, vor dem Regierungspalast in Buenos Aires, ist ein kreideweißer Kreis aufgemalt. Am 30. April 1977 hatten sich dort erstmals 14 Frauen versammelt, mit weißen Kopftüchern und Fotos von ihren verschwundenen Kindern. Seitdem marschierten sie jeden Donnerstag im Kreis, weil Kundgebungen im Stehen verboten waren. Sie wurden verprügelt, verhaftet, drei ihrer Anführerinnen sogar getötet. Doch sie gaben nicht auf. Die "Madres de Plaza de Mayo" wurden zum Symbol für Zivilcourage gegen die Militärjunta in Argentinien, die über 30.000 Menschen verschwinden ließ. Auch nach dem Ende der Diktatur protestierten die Mütter weiter. Heute betreiben sie eine eigene Zeitung, eine Buchhandlung, einen Radio-Sender und eine Universität. Doch politische Differenzen und ein Korruptionsskandal haben ihrem Image geschadet. Wie haben 40 Jahre Kampf um Gerechtigkeit die Frauen verändert?


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Über das Sterben

Reiseführer für Sterbende Das Tibetische Totenbuch Im Angesicht des Todes Wie das Wissen vom Tod unser Leben beeinflusst Das Kalenderblatt 3.5.1775 Alexander Cumming meldet Patent für Wasserklosett an Von Isabella Arcucci Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Reiseführer für Sterbende – Das Tibetische Totenbuch Autorin: Gerda Kuhn / Regie: Dorit Kreissl Das "Bardo Thödol" ist im Westen unter dem Titel "Tibetisches Totenbuch" bekannt geworden. Die wörtliche Übersetzung lautet "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand". Als "Zwischenzustand" wird im Buddhismus sowohl das Leben als auch der Tod betrachtet - immer wiederkehrende Phasen im Kreislauf der Existenzen. "Befreiung" oder "Erleuchtung" ist erst dann möglich, wenn sich das menschliche Bewusstsein von allen sogenannten "Geistesgiften" wie Neid, Gier, Eifersucht und Hass gereinigt hat. Erst dann kann es mit dem Zustand der Einheit verschmelzen. Die Textsammlung des "Bardo Thödol" geht auf den indischen Meister Padmasambhava zurück, der den Buddhismus im 8. Jahrhundert nach Tibet brachte. Sie ist letztlich eine Anleitung, wie der Tod überwunden und das Sterben in einen Akt der Befreiung verwandelt werden kann. Im Angesicht des Todes – Wie das Wissen vom Tod unser Leben beeinflusst Autorin: Daniela Remus / Regie: Redaktion: Susanne Poelchau Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Rolando Villazon, Tenor

Achim Bogdahn im Gespräch mit Rolando Villazon, Tenor
Wiederholung um 22.05 Uhr
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17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

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18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
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19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 radioKrimi (57 Min.)
Bill Moody: Auf der Suche nach Chet Baker

Auf der Suche nach Chet Baker Von Bill Moody Aus dem Amerikanischen von Anke Caroline Burger Mit Martin Engler, Michael Wittenborn und anderen Komposition: Vladislav Sendecki Bearbeitung und Regie: Wolfgang Seesko NDR 2016

Evan Horne, Jazzpianist, gelegentlich auch als Privatdetektiv tätig, wird von dem befreundeten Professor Ace Burrington um Mithilfe bei den Recherchen für dessen Buch über Chet Baker gebeten. Chet Baker war der erste Popstar des Jazz, fantastisch aussehend und genial auf seinem Instrument, der Trompete. In den Fünfzigerjahren feierte er seine größten Erfolge. Bis die Drogen seine Karriere ruinierten. Er starb im Mai 1988 in Amsterdam in Folge eines Sturzes aus dem Fenster seines Hotels. Unfall? Selbstmord? Mord? Als Evan Horne in Amsterdam ankommt, ist der Professor von der Bildfläche verschwunden – nicht ohne mysteriöse Spuren zu hinterlassen. Eine im Lokal liegen gelassene Jacke, eine hinter einer Heizung versteckte Dokumentenmappe, in eben jenem Hotelzimmer versteckt, in dem einst Chet Baker gewohnt hatte: Alles deutet darauf hin, dass der Professor Opfer eines Verbrechens geworden ist. Evan verirrt sich bei seiner Suche nach dem Freund lebensgefährlich in einem Labyrinth von Gassen, Kneipen, Coffeeshops und Abrissbuden. Bill Moody, geb. 1941 in Kalifornien, Autor, Jazzredakteur und Kompositionslehrer. Seit 1994 Kriminalromane mit dem Protagonisten Evan Horne im Jazz-Milieu. Weitere Hörspieladaption "Solo Hand" (DKultur 2003).


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 Dossier Politik (55 Min.)
Hintergrund, Analyse, Meinung

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Rolando Villazon, Tenor

Achim Bogdahn im Gespräch mit Rolando Villazon, Tenor Wiederholung von 16.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

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Donnerstag, 04. Mai 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt * 4.5.1929 – Audrey Hepburn geboren * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Bayerische Komponisten

Dorothea Hoffmann: "Nachhall (Idomeneo …?)" (Eusebius Trio); Gloria Coates: Symphonie Nr. 7 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Olaf Henzold); Gertraud Kaltenecker: Introduction, Variationen und Fuge, op. 74 (Heinrich Wimmer, Orgel); Philippine Schick: Passacaglia und Choralfuge über das Magnificat, op. 37 b (Münchner Philharmoniker: Kurt Striegler); Gunild Keetman: Kleine Stücke aus dem "Spielbuch für Xylophon" (Martin Mallaun, Diskant- und Basszither; Lászlo Hudacsek, Schlagzeug); Gertrud Orff: Kleine Klavierstücke (Nikolaus Lahusen, Klavier); Eva Sindichakis: "Kassia. Kassiopeia" (MGNM Festivalensemble: Peter Hirsch)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur – "Italienische" (City of Birmingham Symphony Orchestra: Edward Gardner); Antonio Vivaldi: "La fida ninfa", Sinfonia aus dem 1. Akt (Sandrine Piau, Verónica Cangemi, Sopran; Marie-Nicole Lemieux, Alt; Philippe Jaroussky, Countertenor; Topi Lehtipuu, Tenor; Lorenzo Regazzo, Bass; Ensemble Matheus: Jean-Christophe Spinosi); Julius Röntgen: "Aus der Jugendzeit" (Elzbieta Kalvelage und Michael Krücker, Klavier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Gabriel Pierné: "Ramuntcho", Suite (BBC Philharmonic: Juanjo Mena); Jacques Offenbach: "Gaîté parisienne", Ballettsuite (Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden: Georg Solti)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Die Macht der Masse

Keine Panik! Lassen sich Menschenmassen kontrollieren? Macht die Masse Politik? Geschichte der Demonstration Das Kalenderblatt 4.5.1929 Audrey Hepburn wird geboren Von Isabella Arcucci Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Keine Panik! – Lassen sich Menschenmassen kontrollieren? Autor und Aufnahmeleitung: Stefan Geier Es kann jeden von uns treffen: in der U-Bahn, bei einem Rock-Konzert, im Fußballstadion oder im Einkaufszentrum. Wenn Menschenmassen in Panik geraten, wird es schnell lebensgefährlich. Dann gilt für alle nur eins: so schnell wie möglich raus aus der Masse und weg vom Geschehen! Weil wir Menschen uns in einer Gruppe erstaunlicherweise völlig anders verhalten wie wenn wir alleine sind, kann die Gruppendynamik in Menschenmengen schnell tödlich enden. Wissenschaftler, Ingenieure und Rettungskräfte suchen daher nach Verfahren, wie man Menschen im Notfall so schnell wie möglich evakuieren kann. Zuerst aber müssen sie herausfinden, wie sich Menschenmassen überhaupt verhalten, im Normal- und im Notfall. Dafür lassen Physiker Testgruppen durch abgesteckte Parcours laufen, mit Engstellen, Ecken und Kreuzungen. Aus den Beobachtungen entwickeln sie Modelle, wie sich Menschen in der Masse bewegen. Biologen suchen nach Mustern in Tierschwärmen und finden heraus: Fische verhalten sich ähnlich wie Menschenmassen. Ingenieure nutzen diese Simulationen, um in einem großen deutschen Stadion den modernsten Evakuierungs-Assistenten der Welt zu installieren. Die Sendung begleitet die Wissenschaftler bei ihrer Suche zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Immer mit dem gleichen Ziel vor Augen: sie wollen herausfinden, ob man Katastrophen wie z.B. bei der Love-Parade in Duisburg 2010 verhindern kann. Macht die Masse Politik? - Geschichte der Demonstration Autorin: Katharina Kühn / Regie: Es kann jeden von uns treffen: in der U-Bahn, bei einem Rock-Konzert, im Fußballstadion oder im Einkaufszentrum. Wenn Menschenmassen in Panik geraten, wird es schnell lebensgefährlich. Dann gilt für alle nur eins: so schnell wie möglich raus aus der Masse und weg vom Geschehen! Weil wir Menschen uns in einer Gruppe erstaunlicherweise völlig anders verhalten wie wenn wir alleine sind, kann die Gruppendynamik in Menschenmengen schnell tödlich enden. Wissenschaftler, Ingenieure und Rettungskräfte suchen daher nach Verfahren, wie man Menschen im Notfall so schnell wie möglich evakuieren kann. Zuerst aber müssen sie herausfinden, wie sich Menschenmassen überhaupt verhalten, im Normal- und im Notfall.

Dafür lassen Physiker Testgruppen durch abgesteckte Parcours laufen, mit Engstellen, Ecken und Kreuzungen. Aus den Beobachtungen entwickeln sie Modelle, wie sich Menschen in der Masse bewegen. Biologen suchen nach Mustern in Tierschwärmen und finden heraus: Fische verhalten sich ähnlich wie Menschenmassen. Ingenieure nutzen diese Simulationen, um in einem großen deutschen Stadion den modernsten Evakuierungs-Assistenten der Welt zu installieren. Die Sendung begleitet die Wissenschaftler bei ihrer Suche zu Wasser, zu Land und in der Luft. Immer mit dem gleichen Ziel vor Augen: sie wollen herausfinden, ob man Katastrophen wie z.B. bei der Love-Parade in Duisburg 2010 verhindern kann. Redaktion: Nicole Ruchlak Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Das Geschäft mit Biolebensmitteln

Nah dran: Keine heile Welt mehr – Das Geschäft mit Biolebensmitteln Von Ulrich Detsch und anderes 11.00 Nachrichten, Wetter 11.56 Werbung Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Keine heile Welt mehr – Das Geschäft mit Biolebensmitteln Mit Biolebensmitteln lässt sich gut Geld verdienen, sind Handelsunternehmen geradezu kometenhaft aufgestiegen. Wenn ein Discounter mittlerweile auf satten zehn Seiten seines Wochenprospekts Bioware anpreist und wenn Biohandelsunternehmen nach ihrem schnellen Aufstieg um Marktanteile ringen, gibt es auch Verlierer. Wer profitiert also wirklich vom Bio-Boom? Fürs Notizbuch "Nah dran" besucht Ulrich Detsch Gewinner und Verlierer, Aufsteiger und enttäuschte Pioniere – und vor allem Bauern, die sich heute verwundert die Augen reiben, wenn sie an ihre einstigen Visionen und Ideale zurückdenken.


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 kulturLeben (55 Min.)
Das Wochenende in Bayern

Wiederholung um 20.03 Uhr Als Podcast verfügbar


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 radioWissen am Nachmittag (55 Min.)
Lehren aus Umweltkatastrophen

Giftiger Schnee im Sommer Lehren aus der Katastrophe von Seveso Smog Eine dreckige Geschichte Das Kalenderblatt 4.5.1929 Audrey Hepburn geboren Von Isabella Arcucci Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Giftiger Schnee im Sommer – Lehren aus der Katastrophe von Seveso Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Sabine Kienhöfer Der 12. Juli 1976 war ein heißer Tag. Wie immer spielten die Kinder in der norditalienischen Kleinstadt Seveso mit nacktem Oberkörper. Die weißen Flocken, die plötzlich vom Himmel fielen, bestaunten sie als Naturwunder. Ins Haus ging keines der Kinder – warum auch. Niemand hatte sie vor dem "Schnee" gewarnt, der die giftigsten Substanzen enthielt, die Menschen herstellen können: Dioxine. Sie waren bei einer Explosion in einer Chemieanlage in die Luft geschleudert worden. Die Bilder der Kinder, denen Chlorakne das Gesicht verätzte, gingen um die Welt. Sie waren das neue, erschreckende Symbol für die Chemie, einen Industriezweig, den bis dahin kaum jemand als Sicherheitsrisiko wahrgenommen hatte. Das sollte sich nun radikal ändern – unter anderem durch die "Seveso"-Richtlinien der Europäischen Union zur Chemiesicherheit. Smog – Eine dreckige Geschichte Autorin: Inga Pflug / Regie: Martin Trauner Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemwegserkrankungen, Belastungen des Herz-/Kreislaufsystems, Krebs: Das alles können Auswirkungen von Smog sein. Dieser bildet sich besonders bei speziellen Wetterlagen über den Städten. So wie im Januar 1985, als im Ruhrgebiet erstmals für Deutschland Smogalarm der Stufe III ausgerufen wurde und ein Fahrverbot in Kraft trat. Seither wurden die Gesetze zur Luftreinhaltung verschärft. Doch ist Smog trotzdem kein Phänomen der Vergangenheit. Und schmutzige Luft ist längst nicht nur mehr ein Problem der Städte: Manchmal finden Forscher beispielsweise in den Wäldern des Fichtelgebirges höhere Schadstoffwerte als in den Ballungszentren. radioWissen über ein dreckiges Kapitel unserer Geschichte. Redaktion: Nicole Ruchlak Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Norbert Haug, Ex-Mercedes-Sportchef

Ursula Heller im Gespräch mit Norbert Haug, Ex-Mercedes-Sportchef Wiederholung um 22.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Die neue Ursuppe

Die neue Ursuppe Theorien und Experimente zum Ursprung des Lebens Von Renate Ell Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Es ist eines der größten Rätsel der Wissenschaft: Der Ursprung des Lebens auf der Erde. Mehr als 3,5 Milliarden Jahre ist es her, dass einfache Moleküle sich zu den Grundbausteinen der Erbsubstanz verbanden, dass sich die ersten Proteine, die ersten primitiven Zellen entwickelten. Es gab schon viele Hypothesen und manche Laborversuche - geradezu sprichwörtlich wurde die "Ursuppe", ein erster Versuch in den 50er-Jahren, die Entstehung des Lebens im Reagenzglas nachzuvollziehen. Tatsächlich brauchen die nötigen Reaktionen eine flüssige Umgebung. Nur: Wie war die zusammengesetzt? Und welche Energie hat die Reaktionen vorangetrieben? Anders als bei der späteren Evolution gibt es keine Fossilien, die über den Ursprung der ersten primitiven Lebewesen Auskunft geben. Doch seit dem "Ursuppen-Experiment" der 50er-Jahre hat man viel über die Frühgeschichte der Erde und ihre Atmosphäre dazugelernt, und Forscher versuchen, plausible Hypothesen mit neuen Laborexperimenten zu belegen. Redaktion: Petra Herrmann


18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte
Sendungen und Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (55 Min.)
Das Szenemagazin

Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


20:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


20:03 kulturLeben (57 Min.)
Das Wochenende in Bayern

Wiederholung von 14.05 Uhr Als Podcast verfügbar


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 radioTexte am Donnerstag (55 Min.)
Sinclair Lewis: Das ist bei uns nicht möglich (1/3)

Fiction von 1935: Ein populistischer Präsident schaltet Amerika gleich und schafft die Demokratie ab Dreiteilige Lesung aus Sinclair Lewis' Roman aus dem Jahr 1935, vorgetragen von Frank Arnold Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

"Platt, fast ungebildet, ein oftmals überführter Lügner, seine Weltanschauung nahezu idiotisch …" – wenig freundliche Attribute, sollte man meinen. Der Mann, den sie beschreiben, will amerikanischer Präsident werden. Er gibt vor, sich für die kleinen Leute einzusetzen und "aus Amerika wieder ein stolzes, reiches Land zu machen". Und tatsächlich, dieser Kandidat wird gewählt, entmachtet in einer seiner ersten Amtshandlungen den Kongress, beschneidet Freiheits- und Minderheitenrechte und zettelt einen Krieg mit Mexiko an. Die Figur heißt Berzelius "Buzz"Windrip und wurde Mitte der 1930er Jahre von dem amerikanischen Literaturnobelpreisträger Sinclair Lewis erdacht. Lewis reagierte mit seinem Roman "It can't happen here" auf die Machtergreifung Hitlers in Deutschland. Eine Fiktion, mit der er die Vorstellung einer Diktatur in den USA durchspielte. Dabei arbeitete er mit seiner Frau Dorothy Thompson zusammen, einer politischen Journalistin, die lange das Büro einer amerikanischen Zeitung in Berlin geleitet hatte. Ihre gemeinsame Vision ist düster: Die Handlung des Romans endet in der Zukunft des Jahres 1939 mit dem Ausbruch eines Bürgerkriegs. 2017 wird Sinclair Lewis' "Das ist bei uns nicht möglich" ähnlich wie Orwells "1984" wegen frappierender Parallelen zur Wirklichkeit wiederentdeckt. In der klassischen Lesung auf Bayern 2 hören Sie Ausschnitte aus dem Roman, gelesen von Frank Arnold, in drei Folgen am 4., 11. und 18. Mai. Die ganze Lesung erscheint bei dem Label "Finch & Zebra" als Hörbuch. Redaktion und Moderation: Judith Heitkamp. www.br.de/radio/bayern2/inhalt/lesungen www.bayern2.de


22:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


22:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Norbert Haug, Ex-Mercedes-Sportchef

Ursula Heller im Gespräch mit Norbert Haug, Ex-Mercedes-Sportchef Wiederholung von 16.05 Uhr Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)

 

*


Freitag, 05. Mai 2017


00:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


00:05 Reflexionen (7 Min.)
Gedanken zum Tag und Kalenderblatt

Mit Gedanken zum Tag und Kalenderblatt * 5.5 1921 –
Coco Chanel präsentiert Chanel Nº 5
* Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


00:12 Concerto bavarese (108 Min.)
Fränkische Komponisten

Matthias Schmitt: Drei Skizzen (Katarzyna Mýcka, Franz Bach, Marimba); Christoph Weinhart: "Ohne Augenmaß" (Katharina Weithaler, Sprecherin; Birgit Förster, Violoncello; Dirk Semmler, Perkussion; Christoph Weinhart, Klavier); Ludger Hofmann-Engl: "Abstract I" (Sebastian Rocholl, Viola; Wolfgang Pessler, Fagott; Ralf Waldner, Cembalo); Holmer Becker: Vier Intermezzi (KlangkonzepteEnsemble: Jorge Rotter); Hermann Seidl: Trio (Walter Himmler, Querflöte; Barbara Seeliger, Violoncello; Hermann Seidl, Klavier); Stefan Hippe: "Eine Nacht in Castle Hill" (Nürnberger Akkordeonorchester Willi Münch e.V.: Irene Kauper-Meyer); Stefan Hippe: "Ein Ball auf Castle Hill" (Nürnberger Akkordeonorchester Willi Münch e.V.: Stefan Hippe)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Jean Sibelius: Symphonie Nr. 1 e-Moll (Minneapolis Symphony Orchestra: Osmo Vänskä); Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert h-Moll, Wq 30 (Les Amis de Philippe, Cembalo und Leitung: Ludger Rémy); Dietrich Buxtehude: Sonate B-Dur, op. 1, Nr. 4 (Berliner Barock-Compagney); Giuseppe Tartini: Sonate d-moll (London Baroque); Henry Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 3 A-Dur (Nikita Boriso-Glebsky, Violine; Orchestre Philharmonique Royal de Liège: Patrick Davin)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (55 Min.)

Claude Debussy: "Nocturnes" (Royal Scottish National Women's Chorus and Orchestra: Stéphane Denève); Igor Strawinsky: Sinfonie in C (Finnisches Radio-Sinfonieorchester Helsinki: Jukka-Pekka Saraste)


04:58 Impressum (2 Min.)


05:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (3 Min.)


05:03 BR-Heimatspiegel (57 Min.)
Mit Volksmusik gut in den Tag


06:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


06:05 radioWelt (145 Min.)
Magazin am Morgen

mit Gedanken zum Tag
6.30 / 7.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
7.00 / 8.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr
7.28 Werbung
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


08:30 kulturWelt (30 Min.)
Aktuelles Feuilleton

Als Podcast verfügbar
sowie ausgewählte Beiträge in der Bayern 2 App


09:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


09:05 radioWissen (55 Min.)
Rätselhafte Meeresbewohner

Das Seepferdchen Ein ganz besonderer Fisch Der Seeigel Das runde Stachel-Wunder Das Kalenderblatt 5.5 1921 Coco Chanel präsentiert Chanel Nº 5 Von Caroline Ebner Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Seepferdchen – Ein ganz besonderer Fisch Autorin und Regie: Irene Schuck Das Seepferdchen ist in jeder Hinsicht einzigartig. Das grazile, maximal 35 Zentimeter große Meerestier gehört zu den Fischen, sieht aber ganz anders aus: Es hat den Kopf eines Pferdes, die Augen eines Chamäleons, die Schnauze eines Ameisenbären, die Bauchtasche einer Beutelratte und den Greifschwanz eines Klammeraffen. Und es kann seine Farbe wechseln, zur Tarnung und beim Balztanz. Aber nicht nur sein Aussehen macht das Seepferdchen so faszinierend. Es ist das einzige Tier, bei dem es die männliche Schwangerschaft gibt, und der einzige Meeresbewohner, der sich in aufrechter Haltung fortbewegt – sehr anmutig und außerordentlich langsam. Trotzdem ist das Seepferdchen ein geschickter Jäger. Heute gehört es zu den bedrohten Tierarten. Nicht nur die Meeresverschmutzung und die Klimaerwärmung sind schuld, in China gilt das Pulver getrockneter Seepferdchen als Heilmittel gegen Potenzprobleme, Inkontinenz, Asthma, Haarausfall und Vergesslichkeit. 150 Millionen der kleinen Tiere werden jährlich vertilgt, sie sind ebenso begehrt wie Elfenbein oder Kaviar. Der Seeigel – Das runde Stachel-Wunder Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Seeigel sind bei den meisten Menschen unbeliebt. Wer schon mal auf eine der stachligen Kugeln getreten ist, der weiß, warum. Andere lieben sie: Ihre Fortpflanzungsorgane gelten in Südeuropa und Asien als Delikatesse. Sonstige Fressfeinde haben sie – verständlicherweise – nur wenige. Fischotter mögen die Stacheldinger und einige Fisch- und Schneckenarten. Klar ist, dass den Seeigeln, wissenschaftlich Echinoidea, niemand so leicht etwas anhaben kann. Es gibt sie seit Urzeiten. Sie leben in allen Meeren, im seichten Küstengewässer. Hier sind sie wichtige Akteure. Seeigel verschlingen mit ihrem Raspelmaul, das an der Körperunterseite sitzt, große Mengen Algen. Das kann sowohl Schaden als auch Nutzen bringen: Gibt es zu viele, fressen sie alles kahl. Gibt es zu wenige, weil ihre Fressfeinde überfischt sind, überwuchern die Algen Riffs und Felsen. Als Teil der Nahrungskette sind Seeigel also deutliche Indikatoren dafür, ob das Ökosystem im Gleichgewicht ist. Selbst wenn sie gestorben sind, leisten sie noch etwas: Ihr rundes Kalk-Skelett ist der Stoff, aus dem die Sandstrände sind. Redaktion: Bernhard Kastner Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen: http://br.de/s/5AgZ83


10:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


10:05 Notizbuch (115 Min.)
Familie, Verbraucher, Gesundheit und Soziales

Mit Freitagsforum – Wiederholung um 22.30 Uhr
11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast
und in der Bayern 2 App verfügbar


12:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


12:05 Tagesgespräch (55 Min.)
Hörerforum

Telefon: 0800 – 94 95 95 5 gebührenfrei E-Mail: tagesgespraech@bayern2.de Internet: www.br.de/tagesgespraech Zeitgleich mit ARD-alpha Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


13:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


13:05 radioWelt (25 Min.)
Magazin am Mittag

Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
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13:30 Bayern 2-regionalZeit (30 Min.)
Hören, was in Stadt und Land passiert

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Aktuelles aus Südbayern Aktuelles aus Franken *
* Als Podcast verfügbar


14:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


14:05 radioSpitzen (55 Min.)
Gerhard Polt zum 75. Geburtstag

Kabarett und Comedy "Nehma's Leben wia's is, ha?" – Gerhard Polt zum 75. Geburtstag Von Christoph Leibold "Angespitzt" – Gedanken zur Woche von Helmut Schleich Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Beiträge auf bayern 2.de als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wenn der Polt da ist, dann ist er da. So wie kein Zweiter. Steht im Raum oder auf der Bühne und – mag sie auch noch so groß sein – füllt sie aus. Mühelos. Spielend. Wobei: spielt er überhaupt? Oder ist er einfach so, wie er ist? Gerhard Polt ist eine Naturgewalt, "ein Monster an Bühnenpräsenz" hat ihn Jörg Hube einmal genannt. Weil Gerhard Polt so dermaßen da ist, dass andere grad zuschauen müssen, dass für sie noch ein Fleckchen neben ihm bleibt. Freilich, Polt lässt auch anderen Platz, großzügig genug ist er. Aber er füllt die Leere schon auch allein aus, wenn's sein muss. Bestand haben neben ihm sowieso nur die ganz Großen des (bayerischen) Humors: Karl Valentin, Ludwig Thoma, Georg Queri – solche Kaliber halt. Und es ist ja auch so, als wäre er schon immer da gewesen, unter ihnen, im Olymp. Wobei: Olymp? Das hört sich schon fast ein bisschen zu jenseitig an für den Polt. Auch wenn er zugibt, "des mi'm Sterb'n, des is scho a Sach', des muaß ma separat betrachten!", gedenkt er noch eine Weile weiterzuleben. Zumal ihm der Arzt beim Blutabzapfen unlängst offenbart hat: "Ja, des geht no!" Aber jetzt, wo er 75 wird, ist es immerhin an der Zeit, sich ein bisschen umzuschauen: zurückzublicken und auch nach vorne – auf das, was war, und das, was vor ihm liegt. Angestiftet von Christoph Leibold denkt Gerhard Polt in den radioSpitzen nach über Zeit, Gemütlich- und Vergänglichkeit. In der gebotenen Bierruhe, versteht sich. Sich aufregen hilft ja eh nix. Denn: man muss das Leben nehmen, wie es ist. Und selbstredend geht es bei dieser Nachdenkerei auch um den irdischen Vorgeschmack paradiesischer Ewigkeit: um den Zusammenhang von Brot und Zeit nämlich als Einheit für Gemütlichkeit. Sowie darum, wie man die Zeit, die vergeht, in Bier und Braten misst, wenn man gerade keine Uhr zu Hand hat.


15:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


15:05 Schalom (15 Min.)
Jüdischer Glaube – Jüdisches Leben

Als Podcast verfügbar


15:20 Sozusagen! (10 Min.)
Bemerkungen zur deutschen Sprache

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


15:30 Nahaufnahme (30 Min.)
Die Reportage

Wiederholung am Sonntag, 13.30 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


16:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


16:05 Eins zu Eins. Der Talk (55 Min.)
Gast: Volker Schlöndorff, Regisseur

Norbert Joa im Gespräch mit Volker Schlöndorff, Regisseur
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17:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


17:05 radioWelt (55 Min.)
Magazin am Abend

17.23 Werbung
17.25 Börsengespräch
17.30 Kurznachrichten, Wetter, Verkehr
Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast
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18:00 Nachrichten, Wetter, Verkehr (5 Min.)


18:05 IQ – Wissenschaft und Forschung (25 Min.)
Magazin

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18:30 radioMikro (30 Min.)
Magazin für Kinder

Mit klaro – Nachrichten für Kinder * * Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar Aus urheberrechtlichen Gründen sind nur ausgewählte Sendungen und Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


19:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


19:05 Zündfunk (115 Min.)
Das Szenemagazin

20.00 Nachrichten, Wetter Diese Sendung zum Nachhören unter: www.bayern2.de/zuendfunk Ausgewählte Beiträge und Interviews als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar


21:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


21:05 hör!spiel!art.mix (85 Min.)
Elfriede Jelinek: Unseres.

Elfriede Jelinek: Unseres. Autorenlesung BR 2017 Als Podcast verfügbar im Hörspiel Pool

"Was, der Vater tot, der Vater tot? Was regen Sie sich auf? Jeder Vater stirbt, Ihrer halt jetzt, gestern, heute, morgen, übermorgen ein andrer, egal, ermordet, sagen Sie? Das können wir glauben oder auch nicht. Und deshalb sind Sie so unglücklich, daß Sie in den Strom nur greifen wollen, anstatt sich zur Gänze hineinzuschmeißen? Da fließt er doch, schon lang fließt er dahin. Worauf warten Sie? Der eine fließt, der andre auch, selbst wenn Sie nicht da sind. Gehts noch? Dass Sie sich auf die Schienen legen? Nicht auf die Schienen, da ist nichts drin für Sie, null Spannung. Gehts noch? Also für die Straßenbahn gehts nicht mehr, die gehört uns allen, keiner hält sie auf, keiner hält uns auf! Der Weg, egal wohin, kann beschwerlich sein, der Weg wird kein leichter sein, wir brauchen das Gefährt, das Sie da jetzt auf seiner Bahn aufhalten. Die Bahn will doch ihre Bahn entlangfahren! Was haben wir da? Wer ist da? Ein Toter, der keiner ist, eine Straßenbahn, die nicht mehr fährt. Sie muß warten. Alles steht. Der Stromabnehmer nimmt Ihnen das nicht ab. Bitte, ich bin auch Stromabnehmer! Ich nehme soviel Strom ab, wie ich halt brauche." (Unseres., 03.11.2016/07.11.2016; elfriedejelinek.com) Elfriede Jelinek, geb. 1946 in Mürzzuschlag/Steiermark. Lyrik, Prosa, Theatertexte, Libretti, Drehbücher, Hörspiele.

BR-Hörspiele u.a. "Die Jubilarin" (1977), "Die Ausgesperrten" (SDR/BR/RB 1978, SDR 1990), "Burgteatta" (BR/ORF 1991), "Präsident Abendwind" (1992), "Todesraten. Hörstück nach zwei Monologen von Elfriede Jelinek" (1997, Hörspiel des Monats Juni 1997), "Moosbrugger will nichts von sich wissen" (2004), "Bambiland" (2005), "Sportchor" (2006), "Ulrike Maria Stuart" (2007), "Rechnitz" (2011), "Neid" (2011), "Kein Licht." (2012), "Die Straße. Die Stadt. Der Überfall" (2013), "Die Schutzbefohlenen" (BR/ORF 2014), "Wirtschaftskomödie" (BR/DKultur 2015), "Das schweigende Mädchen" (BR 2015).


22:30 Notizbuch – Freitagsforum (30 Min.)
Familie, Verbraucher, Gesundheit und Soziales

Freitagsforum
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar
Wiederholung vom Vormittag, 10.05 Uhr


23:00 Nachrichten, Wetter (5 Min.)


23:05 – 24:00 Nachtmix (55 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
BR2 – Programminformationen
18. Woche – 29.04.2017 bis 05.05.2017
Bayerischer Rundfunk Hörfunk
RadioZeitung 18/2017, 29.04.-05.05.2017
Rundfunkplatz 1, 80335 München
Redaktion: Tel. 089/59 00-47 48
E-Mail: RadioZeitungBR@brnet.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 21. April 2017

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