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HR - HR2/1171: Woche vom 15.06. bis 21.06.2020


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 25. Woche vom 15.06. bis 21.06.2020


Montag, 15. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Friedrich Fasch: Ouvertüre D-Dur, FWV K:D2 (Les Amis de Philippe: Ludger Rémy); Isaac Albéniz/Rodion Schtschedrin: Tango, op. 164, Nr. 2 (Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl: Hermann Breuer); Dmitrij Schostakowitsch: "Puppentänze" (Elfrun Gabriel, Klavier); Antonín Dvorák: Slawische Rhapsodie As-Dur, op. 45, Nr. 3 (Staatskapelle Dresden: Paavo Berglund); Felix Mendelssohn Bartholdy: "Athalia", op. 74 (Ruth Ziesak, Jana Büchner, Sopran; Antigone Papoulkas, Alt; MDR Rundfunkchor; MDR Sinfonieorchester: Jun Märkl)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Dmitrij Schostakowitsch: Violoncellokonzert Nr. 1 Es-Dur, op. 107 (Steven Isserlis, Violoncello; hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Jean-Baptiste Lully: "Phaëton", Suite (Capriccio Barockorchester: Dominik Kiefer); Ignacio de Jerúsalem: "Dixit Dominus" (Chanticleer; Chanticleer Sinfonia: Joseph Jennings); Louis Spohr: Grand Duo concertant E-Dur, op. 112 (Ingolf Turban, Violine; Kolja Lessing, Klavier); Antonio Rosetti: Oboenkonzert C-Dur, M C29 (Kurt Meier, Oboe; Zürcher Kammerorchester: Johannes Moesus)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Konzert F-Dur, RV 138 (La Folia Barockorchester: Robin Peter Müller); Alexander Glasunow: Concerto ballata C-Dur, op. 108 (Boris Pergamenschikow, Violoncello; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: David Shallon); Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5 D-Dur, op. 107 – "Reformations-Sinfonie" (Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Christoph Poppen)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Nicola Matteis: Balletto primo per il Falconieri (La Ritirata: Josetxu Obregón); Antonio Pasculli: Fantasia sull'opera "Poliuto" di Donizetti (Ramón Ortega Quero, Oboe; Kateryna Titova, Klavier); Richard Wagner: "Lohengrin", Vorspiel zum 1. Aufzug (Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt: Czeslaw Grabowski); Nino Rota: "Sette pezzi difficili per bambini" (Christian Seibert, Klavier); Georg Philipp Telemann: Scherzo Nr. 1 A-Dur, TWV 42:A1 (Parnassi musici); Sergej Rachmaninow: Polka de W. R As-Dur (Susanne Lang, Klavier)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

02.06.-18.06.2020 (12 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Schubert: Moments musicaux D 780, Nr. 4 und 5 (Martin Helmchen, Klavier)
•Mussorgskij: Bilder einer Ausstellung (Berliner Philharmoniker / Simon Rattle)
•Bach: 4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069 (Zefiro Baroque Orchestra / Alfredo Bernardini)
•Chopin: Fantasie f-Moll op. 49 (Anna Fedorova, Klavier)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Luise Schorn-Schütte, "Wendezeit-Historikerin"

Am 28. Juni 1519 wählten die sieben Kurfürsten in einer Seitenkapelle des Frankfurter Domes den Habsburger Karl V. zum römischen König. Luise Schorn-Schütte hat ein kleines Standardwerk über diesen Kaiser geschrieben, in dessen Reich, so hieß es schon zu seinen Lebzeiten, "die Sonne niemals untergeht". Gekrönt wurde Karl im Oktober 1519 in Aachen und elf Jahre später, in Bologna, zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. So lautete der Titel eines riesigen Staatsgebildes in der Mitte Europas, dessen Herrscher zur Ausbreitung und Einheit des Christentums und zum Schutz des Papstes verpflichtet waren. Allerdings sah sich der neue König und Kaiser alsbald vor bis dahin nicht bekannte Aufgaben und Probleme gestellt: die Entdeckung Amerikas und mit ihr ein Schub in Richtung Globalisierung, dazu die Reformbestrebungen Martin Luthers, die den christlichen Glauben bis heute in verschiedene Konfessionen spaltet. Zudem musste Karl für die Wahl den Reichsfürsten entgegenkommen, Macht und Kompetenzen abtreten – ein entscheidender Schritt hin zum Föderalismus, der Deutschland bis heute prägt. Von deutscher Geschichte im modernen Sinne lässt sich gleichwohl nicht sprechen – die begann, was manche populistische Politiker heute vergessen oder nicht wissen wollen, erst mit der Reichsgründung 1871. Karl, der sich vom berühmten Maler Tizian mehrmals in propagandistischer Absicht porträtieren ließ, resignierte schließlich und dankte 1555 ab. Eine spannende und wegweisende Zeit, von der die emeritierte Frankfurter Geschichtsprofessorin Luise Schorn-Schütter heute im "Doppelkopf" erzählt.

Gastgeber: Andreas Bomba

Buchhinweis:
Luise Schorn-Schütte: "Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit"
C.H.Beck-Verlag
Preis: 8,95 Euro


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Beethoven: Ouvertüre zur Oper "Fidelio" (Wiener Philharmoniker / Leonard Bernstein)
•C. Schumann: Drei Romanzen op. 22 (Isabelle van Keulen, Violine / Ronald Brautigam, Klavier)
•Schubert: Große C-Dur-Sinfonie D 944 (Concertgebouw-Orchester / Nikolaus Harnoncourt)
•Grieg: Solveigs Lied aus "Peer Gynt" (Barbara Bonney, Sopran / Sinfonieorchester Göteborg / Neeme Järvi)
•Chabrier: España (Boston Symphony Orchestra / Seiji Ozawa)
•Bach: 1. Klavierkonzert d-Moll BWV 1052 (Hélène Grimaud / Deutsche


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Junger Virtuose beim Norwegischen Radio-Orchester in Oslo (146 Min.)

Ein Hanauer trifft auf einen Franzosen, einen Spanier und einen Tschechen – und das norwegische Radio-Orchester und ein hochbegabter schwedischer Nachwuchs-Geiger werden zum Dolmetscher ihrer Musik.
Johan Dalene, Violine
Norwegisches Radio-Orchester
Leitung: Miguel Harth-Bedoya
Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler"
Ravel: Tzigane
Sarasate: Zigeunerweisen op. 20
Dvorák: 7. Sinfonie d-Moll op. 70
(Aufnahme vom 13. Februar 2020 aus der Aula der Universität in Oslo)

"Übersetzt" haben die Musikerinnen und Musiker bei ihrem Konzert in der Osloer Universitäts-Aula Werke des gebürtigen Hanauers Paul Hindemith, des Franzosen Maurice Ravel, des Spaniers Pablo de Sarasate und des Böhmen Antonín Dvorák. Der erst 19jährige Geiger Johan Dalene, der im vergangenen Jahr den Carl Nielsen Wettbewerb im dänischen Odense gewonnen hat, half zudem dabei, die Musiksprache der Roma lebendig werden zu lassen – in Ravels "Tzigane" und Sarasates "Zigeunerweisen". Das Norwegische Radio-Orchester brachte dazu die 7. Sinfonie von Antonín Dvorák mit - und die Sinfonische Dichtung "Mathis der Maler" von Paul Hindemith: Das Stück über den Würzburger Maler Matthias Grünewald passte hervorragend in die Aula der Osloer Universität – denn für die Wände des Saals hat der norwegische Maler Edvard Munch 1916 elf Fresken angefertigt. So traf bei dem Konzert zu guter Letzt auch noch ein Renaissance-Künstler auf einen Symbolisten.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Luise Schorn-Schütte, "Wendezeit-Historikerin"

Am 28. Juni 1519 wählten die sieben Kurfürsten in einer Seitenkapelle des Frankfurter Domes den Habsburger Karl V. zum römischen König. Luise Schorn-Schütte hat ein kleines Standardwerk über diesen Kaiser geschrieben, in dessen Reich, so hieß es schon zu seinen Lebzeiten, "die Sonne niemals untergeht". Gekrönt wurde Karl im Oktober 1519 in Aachen und elf Jahre später, in Bologna, zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. So lautete der Titel eines riesigen Staatsgebildes in der Mitte Europas, dessen Herrscher zur Ausbreitung und Einheit des Christentums und zum Schutz des Papstes verpflichtet waren. Allerdings sah sich der neue König und Kaiser alsbald vor bis dahin nicht bekannte Aufgaben und Probleme gestellt: die Entdeckung Amerikas und mit ihr ein Schub in Richtung Globalisierung, dazu die Reformbestrebungen Martin Luthers, die den christlichen Glauben bis heute in verschiedene Konfessionen spaltet. Zudem musste Karl für die Wahl den Reichsfürsten entgegenkommen, Macht und Kompetenzen abtreten – ein entscheidender Schritt hin zum Föderalismus, der Deutschland bis heute prägt. Von deutscher Geschichte im modernen Sinne lässt sich gleichwohl nicht sprechen – die begann, was manche populistische Politiker heute vergessen oder nicht wissen wollen, erst mit der Reichsgründung 1871. Karl, der sich vom berühmten Maler Tizian mehrmals in propagandistischer Absicht porträtieren ließ, resignierte schließlich und dankte 1555 ab. Eine spannende und wegweisende Zeit, von der die emeritierte Frankfurter Geschichtsprofessorin Luise Schorn-Schütter heute im "Doppelkopf" erzählt.

Gastgeber: Andreas Bomba

Buchhinweis:
Luise Schorn-Schütte: "Karl V. Kaiser zwischen Mittelalter und Neuzeit"
C.H.Beck-Verlag
Preis: 8,95 Euro

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Dienstag, 16. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Peter Tschaikowsky: "Der Sturm", op. 18 (Berliner Philharmoniker: Gustavo Dudamel); Joseph Haydn: Violoncellokonzert C-Dur, Hob. VIIb/1 (Torleif Thedéen, Violoncello; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Marcelo Lehninger); Antonín Dvorák: Symphonie Nr. 7 d-Moll, op. 70 (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Gerd Albrecht); Johann Sebastian Bach: "Man singet mit Freuden vom Sieg", BWV 149 (Cornelia Horak, Sopran; Rebecca Martin, Alt; Andreas Weller, Tenor; Konrad Jarnot, Bass; Windsbacher Knabenchor; Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin: Karl-Friedrich Beringer)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Sebastian Bach: Konzert D-Dur, BWV 1064 R (Petra Müllejans, Gottfried von der Goltz, Anne Katharina Schreiber, Violine; Freiburger Barockorchester); Claude Debussy: Klaviertrio Nr. 1 G-Dur (Trio Chausson); Domenico Cimarosa: Konzert G-Dur (Jeanne Galway, Flöte; London Mozart Players, Flöte und Leitung: James Galway); Ottorino Respighi: "Concerto gregoriano" (Andrea Cappelletti, Violine; The Philharmonia: Matthias Bamert); Antonín Dvorák: Serenade d-Moll, op. 44 (Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Frédéric Chopin: 12 Etüden, op. 25 (Maurizio Pollini, Klavier); Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Der goldene Hahn", Vier musikalische Bilder (Orchestre des Concerts Lamoureux: Igor Markevitch)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Michail Glinka: Polka Nr. 1 B-Dur (The USSR Symphony Orchestra: Jewgenij Swetlanow); Carl Philipp Emanuel Bach: Flötenkonzert D-Dur, Allegro assai (Christian Gurtner, Flöte; Wiener Akademie: Martin Haselböck); Gioacchino Rossini: "Semiramide", Ouvertüre (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mario Rossi); André Messager: Solo de concours (Martin Fröst, Klarinette; Roland Pöntinen, Klavier); Georg Friedrich Händel: "Feuerwerksmusik", Ouverture (L'Arte dell'Arco: Federico Guglielmo); Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 1 c-Moll, Menuetto, op. 11 (Chamber Orchestra of Europe: Yannick Nézet-Séguin); Enrique Granados: Klavierquintett g-Moll, Molto presto (Ensemble Variable)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

02.06.-18.06.2020 (12 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Wagner: Vorspiel zum 3. Akt der Oper "Tannhäuser" (Chicago Symphony Orchestra / Daniel Barenboim)
•Liszt: 15. Ungarische Rhapsodie a-Moll (Lang Lang, Klavier)
•Beethoven: 6. Sinfonie F-Dur op. 68 "Pastorale" (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Wieniawski. 1. Polonaise D-Dur op. 4 (Nikolaj Znaider, Violine / Daniel Gortler, Klavier)
•Mozart: Trio Es-Dur KV 498 "Kegelstatt-Trio" (Martin Fröst, Klarinette / Antoine Tamestit,


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Volker Roelcke, Medizinhistoriker

Volker Roelcke ist Medizinhistoriker an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Ein Schwerpunktthema seiner Forschungen ist die Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus und die Tätigkeit von Medizinern, die auch nach dem Krieg bis in die Mitte der 1970er Jahre Menschenversuche gemacht haben. Er arbeitet gerade in einer Studie die Geschehnisse in der Tuberkuloseheilanstalt Mammolshöhe in Königstein auf. Dort starben vor rund 70 Jahren mindestens vier Kinder bei Medikamententests. Roelcke untersuchte auch Eingriffe am menschlichen Hirn in einem Kinderheim in Schwalmstadt-Treysa in Nordhessen. Eines seiner Hauptanliegen ist es, dass Mediziner nicht nur auf Laborwerte schauen, sondern den Patienten in seiner Individualität wahrnehmen. Er möchte, dass seine Kolleginnen und Kollegen den ganzen Menschen mit seinem seelischen Innenleben, seinen sozialen Beziehungen, seiner Biografie und seinem Eingebundensein in Kultur und Gesellschaft in den Blick nehmen.

Gastgeberin: Andrea Seeger


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Präludium und Fuge b-Moll BWV 867, bearbeitet für Gambenconsort a 5 (Fretwork)
•Rossini: "Largo al factotum" aus dem "Barbier von Sevilla" (Simon Keenlyside, Bariton / Münchner Rundfunkorchester / Ulf Schirmer)
•Couperin: 11. Konzert c-Moll (Talens Lyriques / Christophe Rousset)
•Bizet: 2. Arlésienne-Suite (Orchestre Symphonique de Montréal / Charles Dutoit)
•Smetana: "Sárka" aus "Mein Vaterland" (London Classical Players / Roger Norrington)
•Haydn: 4. Violinkonzert G-Dur (Lisa Jacobs / The String Soloists)
•Puccini: "Capriccio sinfonico" (Filarmonica della Scala / Riccardo Muti)
•Mozart: "Titus" – Rezitativ und Arie der Vitellia aus dem 2. Akt (Joyce DiDonato,


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Das hr-Sinfonieorchester beim Rheingau Musik Festival (116 Min.)

Leider musste auch das geplante Konzert mit der 7. Sinfonie von Gustav Mahler unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Mit Paavo Järvi, seinem Vorgänger im Amt des Chefdirigenten, können wir glücklicherweise Ersatz bieten.
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Paavo Järvi
Mahler: 7. Sinfonie e-Moll
(Aufnahme vom 12. August 2011 aus dem Friedrich-von-Thiersch-Saal im Kurhaus Wiesbaden)

Als "Lied der Nacht" wurde Mahlers siebte Sinfonie bezeichnet. In ihr ereignet sich das musikalisch Entscheidende vor allem in den drei dunklen Mittelsätzen: zwei "Nachtmusiken" und einem schattenhaften Scherzo. Die beiden kontrastierenden Außensätze, der ernste Eröffnungssatz und die ungebremste Jubelstimmung des Finales, entfalten eine große klangliche Wirkung. Es ist eine Musik voller Brüche, Risse und Abgründe, die immer auch etwas von der Gefühlslage ihres Komponisten verrät, seiner ständigen inneren Unruhe und Bangigkeit.


22:00 Spätlese (30 Min.)
ACHT VISIONEN – Daniel Wisser Online hören!

Die Literatur ein Zukunftslabor: Acht Schriftstellerinnen und Schriftsteller waren eingeladen, ihre Szenarien von der Zukunft der Arbeit zu entwerfen. Wie werden wir leben, wie arbeiten, wie lieben? ACHT VISIONEN ist ein Projekt des Museums für Kommunikation und des Frankfurter Literaturhauses. Katharina Adler und Daniel Wisser, Isabelle Lehn und Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker und Julia Wolf, und Mariana Leky und Lukas Rietzschel haben ihre Geschichten von der Zukunft geschrieben – von der digitalen Revolution im Alltag, wie sie unsere Arbeit verändert, wie in unsere Freizeit hineinreicht und unser Innerstes berührt. Entstanden sind acht erzählerische Miniaturen, Romanauszüge und Essays, die an vier Leseabenden im Museum für Kommunikation präsentiert wurden. Zum Abschluss der Reihe erscheint der Buchband "Acht Visionen: 8 Autoren. 8 Fiktionen" am 15. Juni 2020 im Frankfurter Verlag Henrich Editionen erscheint. Die Buchpremiere wird im Literaturhaus Frankfurt stattfinden. Der Wiener Schriftsteller Daniel Wisser las zum Auftakt der Reihe. In Miniaturen erzählt er vom vertrackten mobilen Arbeitsalltag einer Versicherungsangestellten, von einem Pflegeroboter mit Namen Morinaga, und er bemerkt insgesamt und überall kleine Absonderlichkeiten im menschlichen Verhalten in der digitalen Welt.

Daniel Wisser ist 1971 in Klagenfurt geboren, er lebt in Wien. Der Schriftsteller ist seit 1994 auch Musiker in der Band "Erstes Wiener Heimorgelorchester". Seit 1990 verfasst er Prosa, Lyrik und radiophone Werke und ist Herausgeber und Verleger zeitgenössischer Literatur. Sein Debütroman Dopplergasse acht erschien 2003 im Ritter Verlag. 2011 nahm Wisser am Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt teil. Im selben Jahr erschien sein zweiter Roman STANDBY. 2018 wurde er für seinen Roman Königin der Berge mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.

Acht Visionen
8 Autoren. 8 Fiktionen
Herausgeber: Hauke Hückstädt, Helmut Gold
Autoren: Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser
Taschenbuch 148 Seiten
Verlag Henrich Editionen, Frankfurt am Main.

Ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt am Main e.V. mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von "experimente#digital" – einer Kulturinitiative der Aventis Foundation, und dem Kulturamt Frankfurt am Main.


22:30 Jazzgroove (30 Min.)
An den Rändern des Jazz
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Volker Roelcke, Medizinhistoriker

Volker Roelcke ist Medizinhistoriker an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Ein Schwerpunktthema seiner Forschungen ist die Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus und die Tätigkeit von Medizinern, die auch nach dem Krieg bis in die Mitte der 1970er Jahre Menschenversuche gemacht haben. Er arbeitet gerade in einer Studie die Geschehnisse in der Tuberkuloseheilanstalt Mammolshöhe in Königstein auf. Dort starben vor rund 70 Jahren mindestens vier Kinder bei Medikamententests. Roelcke untersuchte auch Eingriffe am menschlichen Hirn in einem Kinderheim in Schwalmstadt-Treysa in Nordhessen. Eines seiner Hauptanliegen ist es, dass Mediziner nicht nur auf Laborwerte schauen, sondern den Patienten in seiner Individualität wahrnehmen. Er möchte, dass seine Kolleginnen und Kollegen den ganzen Menschen mit seinem seelischen Innenleben, seinen sozialen Beziehungen, seiner Biografie und seinem Eingebundensein in Kultur und Gesellschaft in den Blick nehmen.

Gastgeberin: Andrea Seeger

*

Mittwoch, 17. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ferdinand Hérold: Klavierkonzert Nr. 1 E-Dur (Angéline Pondepeyre; WDR Rundfunkorchester Köln: Conrad van Alphen); Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur (Signum Quartett); Robert Fuchs: Symphonie Nr. 1 C-Dur, op. 37 (WDR Sinfonieorchester Köln: Karl-Heinz Steffens); Dmitrij Schostakowitsch: Drei Romanzen nach Gedichten von Alexander Puschkin, op. 46 a (Anatolij Babykin, Bass; Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Michail Jurowskij); Otto Nicolai: "Die lustigen Weiber von Windsor", Harmoniemusik für Bläseroktett (Albert Schweitzer Oktett)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Isaac Albéniz: Aus "Iberia" (L'Orchestre de la Suisse Romande: Ernest Ansermet); Max Reger: Der 100. Psalm, op. 106 (Daniel Beilschmidt, Orgel; Leipziger Universitätschor; Gewandhausorchester Leipzig: Georg Christoph Biller); Alexander von Zemlinsky: Sonate a-Moll (Bruno Borralhinho, Violoncello; Christoph Berner, Klavier); Johannes Brahms: "Nänie", op. 82 (Gaechinger Cantorey; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Hans-Christoph Rademann); Henri-Joseph Rigel: Symphonie d-Moll, op. 21, Nr. 2 (Le Cercle de l'Harmonie: Jérémie Rhorer)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Mikalojus Konstantinas Ciurlionis: "Im Walde" (Slowakische Philharmonie Bratislava: Juozas Domarkas); Antonín Dvorák: Slawischer Tanz e-Moll, op. 72, Nr. 2 (Katia und Marielle Labèque, Klavier); Gustav Holst: "The perfect fool", Ballettmusik (BBC National Orchestra of Wales: Richard Hickox); Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert d-Moll, Wq 17 (Francesco Corti, Cembalo; Pulcinella Orchestra: Thibault Noally)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Josef Myslivecek: Sinfonie C-Dur, EvaM 10:C7 (L'Orfeo Barockorchester: Michi Gaigg); Antonio Vivaldi: Violoncellokonzert a-Moll, RV 420 (Sol Gabetta, Violoncello; Cappella Gabetta: Andres Gabetta); Hector Berlioz: "La Damnation de Faust", Tanz der Irrlichter (Münchner Rundfunkorchester: Ralf Weikert); Franz Schubert: Klavierstück Es-Dur, D 946, Nr. 2 (Sergey Koudriakov, Klavier); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 5 B-Dur (Concerto Köln); Camille Saint-Saëns: La jota aragonese A-Dur, op. 64 (Oviedo Filarmonía: Marzio Conti)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

02.06.-18.06.2020 (12 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Vivaldi: Flötenkonzert F-Dur RV 442 (Stefan Temmingh, Blockflöte / Capricornus Consort)
•Milhaud: Scaramouche (Katia und Marielle Labèque, Klavier)
•Schumann: 2. Sinfonie C-Dur op. 61 (Orchestra Mozart / Claudio Abbado)
•Bach: Konzert D-Dur BWV 1064R für drei Violinen, Streicher und Basso continuo (Petra Müllejans / Gottfried von der Goltz / Anne Katharina Schreiber / Freiburger Barockorchester)
•Debussy: Prélude à l'après-midi d'un faune (Berliner Philharmoniker / Simon Rattle)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Clemens Krauss, "Zuhörer"

Zuhören kann Clemens Krauss gut. Der Künstler und Mediziner führte während des Corona-Shutdowns einen wahren Gesprächsmarathon. Während rund um die Welt Land für Land Ausgangssperren verhängte, Städte und ganze Regionen abgeriegelt wurden, sprach Krauss über das Internet und aus der eigenen Isolation seines Ateliers mit über 200 Menschen. Das machte er sechs Wochen lang, bis zu neun Stunden am Tag. Seine Gesprächspartner in der "Isolation Consultation" kamen aus aller Welt. Themen waren unter anderem Einsamkeit, Angst, Hoffnung und Neubeginn.

Für Clemens Krauss war dies nicht das erste lange Gesprächsformat. Der Künstler durchlief eine mehrjährige Ausbildung zum Psychoanalytiker, um Menschen in ihrer Gesamtheit und Komplexität besser fassen zu können. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Begegnung. Und so etablierte Clemens Krauss bereits in mehreren Ausstellungen Gesprächsräume, in denen Besucher*innen und Teilnehmer*innen jeweils für eine knappe Stunde mit ihm sprechen konnten. Im besten Fall so sagt er, werden die Menschen in einem solchen Gespräch ähnlich angerührt, als wenn sie gute Musik hören oder von einem Theaterstück tief ergriffen würden.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Torelli: Trompetenkonzert D-Dur (Alison Balsom / Deutsche Kammerphilharmonie / Thomas Klug)
•Wagner: "Lohengrin" – Gralserzählung "In fernem Land, unnahbar euren Schritten" (Johan Botha, Tenor / RSO Wien / Simone Young)
•Mozart: Sinfonie G-Dur KV 199 (London Mozart Players / Jane Glover)
•Dvorák: Böhmische Suite D-Dur op. 39 (Tschechische Philharmonie / Libor Pesek)
•Elgar: Lied "The wind at dawn", bearbeitet für Violoncello und Orchester (Wolfgang Emanuel Schmidt / NDR-Radiophilharmonie / Gabriel Feltz)
•Bach: 2. Partita c-Moll BWV 826 (Richard Goode, Klavier)
•Saint-Saëns: Danse macabre op. 40 (Orchestre du Capitole de Toulouse / Michel Plasson)
•Beethoven: Variationen über "Là ci darem la mano" (Les Vents Français)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Zwischen Broadway und Hollywood – Kurt Weill in Amerika

Am amerikanischen Musikleben hatte der 1943 eingebürgerte Kurt Weill regen Anteil. Er wirkte mit an der Entwicklung des Musicals und war auf der Suche nach einer amerikanischen Volksoper. Er bearbeitete Folksongs, unterstützte die Anti-Nazi-Programme des Rundfunks und schrieb Soundtracks für Hollywood. In den USA hält man Kurt Weill noch heute für einen ur-amerikanischen Komponisten.


21:00 Stimmenreich (90 Min.)
Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten

Drei Werke des vielseitigen und fleißigen Georg Phillip Telemann stehen heute im Zentrum der Sendung – außerdem zwei bekannte Chorwerke von Felix Mendelssohn Bartholdy.
•Fauré: Cantique de Jean Racine (Winchester Cathedral Choir / David Hill)
•Tavener: Song for Athene (Winchester Cathedral Choir / David Hill)
•Bach: "Vor Deinen Thron tret ich hiermit" BWV 668, bearbeitet für vierstimmigen gemischten Chor (Monteverdi Choir / John Eliot Gardiner)
•Keiser: Eingangschor aus der Oper "Croesus" (Akademie für Alte Musik Berlin / René Jacobs)
•Telemann: "Nimm Dein Herz nur wieder an" aus dem Opernfragment "Die Last-tragende Liebe" (Barbara Schlick, Sopran / Camerata Köln)
•Telemann: Choralmotette "Ein feste Burg ist unser Gott" TWV 8:7 (Sächsischer Kammerchor / Fabian Enders)
•Telemann: Deus judicium tuum TWV 7:7 (Rheinische Kantorei / Das Kleine Konzert / Max Hermann)
•Brahms: Drei geistliche Chöre op. 37 (Chamber Choir of Europe / Nicol Matt)
•Mendelssohn: Nunc dimittis op. 69 Nr. 1 (Chamber Choir of Europe / Nicol Matt)
•Mendelssohn: Verleih uns Frieden gnädiglich (Chamber Choir of Europe / Württembergische Philharmonie / Nicol Matt)


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Clemens Krauss, "Zuhörer"

Zuhören kann Clemens Krauss gut. Der Künstler und Mediziner führte während des Corona-Shutdowns einen wahren Gesprächsmarathon. Während rund um die Welt Land für Land Ausgangssperren verhängte, Städte und ganze Regionen abgeriegelt wurden, sprach Krauss über das Internet und aus der eigenen Isolation seines Ateliers mit über 200 Menschen. Das machte er sechs Wochen lang, bis zu neun Stunden am Tag. Seine Gesprächspartner in der "Isolation Consultation" kamen aus aller Welt. Themen waren unter anderem Einsamkeit, Angst, Hoffnung und Neubeginn.

Für Clemens Krauss war dies nicht das erste lange Gesprächsformat. Der Künstler durchlief eine mehrjährige Ausbildung zum Psychoanalytiker, um Menschen in ihrer Gesamtheit und Komplexität besser fassen zu können. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Begegnung. Und so etablierte Clemens Krauss bereits in mehreren Ausstellungen Gesprächsräume, in denen Besucher*innen und Teilnehmer*innen jeweils für eine knappe Stunde mit ihm sprechen konnten. Im besten Fall so sagt er, werden die Menschen in einem solchen Gespräch ähnlich angerührt, als wenn sie gute Musik hören oder von einem Theaterstück tief ergriffen würden.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker

*

Donnerstag, 18. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Friedrich Ernst Fesca: "Omar und Leila", Ouvertüre (NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann); Frédéric Chopin: Krakowiak, op. 14 (Jan Lisiecki, Klavier; NDR Elbphilharmonie Orchester: Krzysztof Urbanski); Albert Roussel: Sonate, op. 28 (Florin Paul, Violine; Keiko Suzuki, Klavier); Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur, WAB 105 (NDR Elbphilharmonie Orchester: Günter Wand)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Paul Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler" (hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Giuseppe Martucci: Andante B-Dur, op. 69, Nr. 2 (Philharmonia Orchestra: Francesco D'Avalos); Sergej Rachmaninow: Variationen über ein Thema von Corelli, op. 42 (Nareh Arghamanyan, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 47 G-Dur (Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini); Wolfgang Amadeus Mozart: "Vesperae solennes de Dominica", KV 321 (Barbara Bonney, Sopran; Elisabeth von Magnus, Mezzosopran; Uwe Heilmann, Tenor; Gilles Cachemaille, Bass; Choralschola der Wiener Hofburgkapelle; Concentus Musicus: Nikolaus Harnoncourt)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Dmitrij Schostakowitsch: Violinkonzert Nr. 2 cis-Moll, op. 129 (Frank Peter Zimmermann; NDR Elbphilharmonie Orchester: Alan Gilbert); Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur, KV 452 (Heinz Holliger, Oboe; Elmar Schmid, Klarinette; Klaus Thunemann, Fagott; Radovan Vlatkovic, Horn; András Schiff, Klavier)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Adolph Scheibe: Sinfonia à 4 B-Dur (Concerto Copenhagen: Andrew Manze); Georg Philipp Telemann: Konzert e-Moll, TWV 52:e1 (Ensemble Amarillis); Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur, Andante molto moto, op. 68 (Scottish Chamber Orchestra: Charles Mackerras); Joseph Haydn: Cassatio F-Dur, Allegro moderato, Hob. II/F2 (Linos Ensemble); Louis Spohr: Klarinettenkonzert Nr. 3 f-Moll, Vivace non troppo, WoO 19 (Orchestre de Chambre de Lausanne, Klarinette und Leitung: Paul Meyer); Camille Saint-Saëns: "Valse gaie", op. 139 (Geoffrey Burleson, Klavier)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Verdi: "Nabucco" – "Gefangenenchor" (Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin / Giuseppe Sinopoli)
•Chopin: Barcarolle Fis-Dur op. 60 (Vladimir Horowitz, Klavier)
•Mozart: Eine kleine Nachtmusik G-Dur KV 525 (Camerata Nordica / Terje Tønnesen)
•Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85 (Truls Mørk / City of Birmingham Symphony Orchestra / Simon Rattle)
•Scheidler: Variationen über ein Thema von Mozart (Vinícius Perez, Laute)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Constantin Pukownick, "Multi-Instrumentalist"

"Einfach drauf los spielen, am liebsten unplugged, das ist meine Welt", sagt der Gießener Musiker Constantin Pukownick und hat sich dafür allerlei Instrumente besorgt. Am liebsten begleitet er sich selbst mit Gitarre oder Akkordeon. Constantin Pukownick unterrichtet und organisiert regelmäßig Open Stages und Jam Sessions in der Region. Ein guter Jam ist für ihn wie ein gutes Gespräch, nur deutlich intimer: "Dafür fehlen mir in der Sprache die Worte und die Sensibilität für das, was wir dann miteinander austauschen." Constantin Pukownick singt, spielt Klavier, Gitarre, Akkordeon, Trompete, Saxophon, Klarinette, Posaune, Geige, Schlagzeug vieles mehr. Er komponiert und textet. Angesiedelt sind seine Kompositionen "zumeist irgendwo zwischen Rachmaninow, Videospiel-Soundtracks und einer nicht immer gesunden Portion Ironie". Pukownick präsentiert seine Lieder am liebsten mit verschiedenen Bands, denn alleine auf der Bühne fühlt er sich einsam. Musik will er mit vielen Menschen genießen, vor der Bühne, aber vor allen Dingen auf der Bühne.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt der Gießener Multi-Instrumentalist, warum er seinen eigentlichen Beruf als Jurist an den Nagel gehängt hat, warum er am liebsten auf Russisch textet und was ihn daran reizt, junge Künstler zu fördern. Einmal im Monat lädt Constantin Pukownick nämlich junge Komponisten zum kritischen Austausch zu einem kreativen Musiker-Stammtisch ein.

Gastgeberin: Christiane Hillebrand


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Wolf-Ferrari: Intermezzo aus "Der Schmuck der Madonna" (Sinfonieorchester Göteborg / Neeme Järvi)
•Schubert: Moment musical C-Dur D 780 Nr. 1 (Maria João Pires, Klavier)
•Mendelssohn: 1. Cellosonate B-Dur op. 45 (Julian Steckel / Paul Rivinius, Klavier)
•Taffanel: Bläserquintett g-Moll (Ma'alot Quintett)
•Mozart: "Figaros Hochzeit" – Arie des Figaro "Non piu andrai" (Samuel Ramey, Bass / London Philharmonic Orchestra / Georg Solti)
•Tschaikowsky: 4. Orchestersuite "Mozartiana" (Radiosinfonieorchester Stuttgart / Neville Marriner)
•Telemann: Violakonzert G-Dur (Nils Mönkemeyer / Kammerphilharmonie Potsdam)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 House of Norway (86 Min.)
Das "isenburg Quartett" im Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main

Norwegen ist ein Land und keine Musik. So klar diese Unterscheidung ist, so vielseitig sind die Weisen, sie für Streichquartett zu gestalten. Das isenburg Quartett spielt Werke aus jüngerer Zeit, die sich musikalisch in Nähe und Distanz zur Gegenwart und Geschichte Norwegens begeben.
Am Mikrofon: Jim Igor Kallenberg
isenburg Quartett:
Jagdish Mistry, Diego Ramos Rodríguez, Laura Hovenstadt, Michael M. Kasper

Lars Petter Hagen (*1979): 3 Transfigurations for String Quartet (2017)
Diego Ramos Rodríguez (*1989): Yoik on Wax (2020, UA)
Maja Solveig Kjelstrup Ratkje (*1973): Tale of Lead and Light (2011)
Ludwig van Beethoven (1770-1827): 7. Streichquartett op. 59 Nr. 1, I. Allegro (1806)
(Aufnahme vom 22. Januar 2020)

Das isenburg Quartett greift für sein Konzert am 22. Januar 2020 im Frankfurter Museum Angewandte Kunst den Ausstellungstitel musikalisch auf: "House of Norway". Die vier Streicher aus dem Umfeld des Frankfurter Ensemble Modern interpretieren Werke, die das Sujet Norwegen im Klang des Streichquartetts manifestieren. Die Komponistin Maja Solveig Kjelstrup Ratkje (*1973) und ihr Kollege Lars Petter Hagen (*1979) stammen aus dem skandinavischen Land. Hagens kurze Studie transformiert Klangideen aus Richard Strauss' Metamorphosen für 23 Streicher (1945) in eine eigene Perspektive. Und Ratkjes Tale of Lead and Light stellt der finsteren Gegenwart Norwegens nach den 2011-Attentaten des Rechtsradikalen Breivik ein Licht aus der Geschichte der Musik entgegen. Die Matrix des Stücks speist sich aus Beethovens Streichquartett Nr. 7. Der spanische Komponist und Geiger Diego Ramos Rodríguez (*1989), selbst Mitglied im isenburg Quartett, übersetzt in "Yoik on Wax" ins Idiom eines Streichquartetts gutturale Gesänge des nordischen Sámi-Volkes: Wörter werden Musik und Tradition Gegenwart.


21:30 Interdisziplinär in Bewegung (60 Min.)
Die Akademie Musiktheater heute | Vorgestellt von Ursula Boehmer

Mehr als 150 Stiftungen gibt es in Deutschland, die ihren Schwerpunkt auf der Musikförderung haben. Dazu gehören auch mehrere Banken und Sparkassen – darunter die Deutsche Bank Stiftung. 2001 hat die Deutsche Bank Stiftung in Frankfurt am Main die "Akademie Musiktheater heute" (AMH) gegründet, um Nachwuchskräfte aus den Bereichen Bühnen- und Kostümbild, Dirigieren, Dramaturgie, Komposition, Kulturmanagement, Libretto und Regie zu fördern. 15 Stipendien vergibt die Stiftung pro Jahr: In Workshops und Besuchen ausgewählter Opernproduktionen lassen sich die Nachwuchstalente inspirieren, um innerhalb von zwei Jahren schließlich eigene Musiktheaterstücke zu entwickeln – und uraufzuführen. Im November 2019 wurden die Ergebnisse des jüngsten Stipendiaten-Jahrgangs vorgestellt - zum Thema "Ménage-à-trois". Und dies in Kooperation mit dem Ensemble Modern und Sängerinnen und Sängern der Frankfurter Musikhochschule.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Constantin Pukownick, "Multi-Instrumentalist"

"Einfach drauf los spielen, am liebsten unplugged, das ist meine Welt", sagt der Gießener Musiker Constantin Pukownick und hat sich dafür allerlei Instrumente besorgt. Am liebsten begleitet er sich selbst mit Gitarre oder Akkordeon. Constantin Pukownick unterrichtet und organisiert regelmäßig Open Stages und Jam Sessions in der Region. Ein guter Jam ist für ihn wie ein gutes Gespräch, nur deutlich intimer: "Dafür fehlen mir in der Sprache die Worte und die Sensibilität für das, was wir dann miteinander austauschen." Constantin Pukownick singt, spielt Klavier, Gitarre, Akkordeon, Trompete, Saxophon, Klarinette, Posaune, Geige, Schlagzeug vieles mehr. Er komponiert und textet. Angesiedelt sind seine Kompositionen "zumeist irgendwo zwischen Rachmaninow, Videospiel-Soundtracks und einer nicht immer gesunden Portion Ironie". Pukownick präsentiert seine Lieder am liebsten mit verschiedenen Bands, denn alleine auf der Bühne fühlt er sich einsam. Musik will er mit vielen Menschen genießen, vor der Bühne, aber vor allen Dingen auf der Bühne.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt der Gießener Multi-Instrumentalist, warum er seinen eigentlichen Beruf als Jurist an den Nagel gehängt hat, warum er am liebsten auf Russisch textet und was ihn daran reizt, junge Künstler zu fördern. Einmal im Monat lädt Constantin Pukownick nämlich junge Komponisten zum kritischen Austausch zu einem kreativen Musiker-Stammtisch ein.

Gastgeberin: Christiane Hillebrand

*

Freitag, 19. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Felix Mendelssohn Bartholdy: "Ein Sommernachtstraum", Ouvertüre (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Daniel Harding); Henriette Renié: Trio (Ingolf Turban, Violine; Wen-Sinn Yang, Violoncello; Xavier de Maistre, Harfe); Antonín Dvorák: "Othello", Ouvertüre, op. 93 (Münchner Rundfunkorchester: Lamberto Gardelli); Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge E-Dur, BWV 878 (Dina Ugorskaja, Klavier); Anton Bruckner: Messe Nr. 1 d-Moll, WAB 26 (Lucy Crowe, Sopran; Jennifer Johnston, Mezzosopran; Toby Spence, Tenor; Günther Groissböck, Bass; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: John Eliot Gardiner)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georg Philipp Telemann: Ouverture D-Dur jointe d'une suite tragi-comique, TWV 55: D22 (Arte Dei Suonatori: Martin Gester); Ludwig van Beethoven: Sonate Es-Dur, op. 7 (Stephen Kovacevich, Klavier); Ferdinand Ries: "Bardische Ouvertüre", WoO 24 (WDR Sinfonieorchester Köln: Howard Griffiths); Howard Blake: Klarinettenkonzert, op. 329 a (Andrew Marriner, Klarinette; Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Bohuslav Martinu: Symphonie Nr. 1, H 289 (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Cornelius Meister)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Henri Duparc: "Les Mélodies", Drei Lieder (Christiane Karg, Sopran; Bamberger Symphoniker: David Afkham); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, KV 504 - "Prager Sinfonie" (hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff); Georg Druschetzky: Konzert (Ensemble Clarimonia; Solamente Naturali: Charles Neidich)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Arcangelo Corelli: Concerto grosso F-Dur, op. 6, Nr. 9 (Europa Galante: Fabio Biondi); Gioachino Rossini: Impromptu tarantellisé F-Dur (Stefan Irmer, Klavier); José Pons: Symphonie G-Dur, Allegro – Presto (Concerto Köln); Johann Christian Bach: Sinfonie Nr. 5 Es-Dur (Nachtmusique: Eric Hoeprich); Rachel Portman: "Fagan in prison" (Royal Philharmonic Orchestra); Domenico Scarlatti: Sonate D-Dur, K 435 (Jewgenij Sudbin, Klavier); Antonio Vivaldi: Gitarrenkonzert D-Dur (Alexandre Lagoya, Gitarre; Münchner Rundfunkorchester: Lamberto Gardelli)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Haydn: 3. Scherzando D-Dur für Flöte und Orchester (Emmanuel Pahud / Haydn Ensemble Berlin / Hansjörg Schellenberger)
•Bach: Fünf dreistimmige Inventionen BWV 792 – 796 (András Schiff, Klavier)
•Brahms: 3. Sinfonie F-Dur op. 90 (London Philharmonic Orchestra / Marin Alsop)
•Busoni: Lustspiel-Ouvertüre (BBC Philharmonic Orchestra / Neeme Järvi)
•Weber: Polacca brillante F-Dur op. 72 (Alexander Paley, Klavier)
•Schubert: Lied "An die Musik" D 547, bearbeitet für Orchester von Max Reger (Thomas Quasthoff, Bariton / Chamber Orchestra of Europe / Claudio Abbado)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Kasia Mol-Wolf, "Selbstermächtigerin"

Kasia Mol-Wolf ist Zeitschriftenverlegerin und gründete vor zehn Jahren den Verlag Inspiring Network in Hamburg. Zu dessen Produkten gehören die Frauen-Magazine "emotion", "emotion slow", "emotion Working Women", das Philosophie-Magazin "Hohe Luft" und die Zeitschrift "Psychologie bringt Dich weiter". 2009 kaufte die promovierte Juristin den Titel "emotion" per Management Buyout vom Verlag Gruner und Jahr und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, das dafür benötigte Startkapital aufzubringen. Mitten in der Weltfinanzkrise, die auch zur Krise für Printprodukte werden sollte, griff Kasia Mol-Wolf zu. Schließlich hatte sie "emotion" mitentwickelt und wollte mit aller Entschlossenheit verhindern, dass das Magazin eingestellt wurde. "Der Schlüssel für meine Unbeirrbarkeit, war der Glaube an mich selbst", sagt die inzwischen zweifache Mutter. Heute beschäftigt die Verlegerin rund 50 Mitarbeiter*innen. Mol-Wolf möchte auch andere Frauen ermutigen, ihren Weg zu gehen, ihre Wünsche ernst zu nehmen und zu verwirklichen. Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Ziele, die sie selbst vorlebt: "Schon als Studentin wollte ich Unternehmerin werden".

Kasia Mol-Wolf wurde 1974 im polnischen Breslau geboren. Im Alter von sieben Jahren floh sie mit ihrer Mutter, einer Solidarnosc -Anhängerin, nach Deutschland. "Ich habe viel von der Kraft und dem Willen meiner Mutter mitbekommen".

Gastgeberin: Karin Röder

Buchhinweise:
Kasia Mol-Wolf: "Du hast die Power! Verwirkliche deinen Traum. Wie ich geschafft habe, was Du auch schaffen kannst"
Ariston-Verlag 2018
Preis: 18,- Euro

Katarzyna Mol: "Mit dem Herz in der Hand. Eine Geschichte über die Freiheit, das Glück, meine Mutter und mich"
Ludwig-Buchverlag 2012


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Arban: Norma-Variationen für Trompete und Orchester (Alison Balsom / Sinfonieorchester Göteborg / Edward Gardner)
•Liszt: Valse-Impromptu (Jon Nakamatsu, Klavier)
•Mozart: "Zauberflöte" – Arie des Papageno aus dem 2. Akt "Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich" (Bryn Terfel, Bariton / Scottish Chamber Orchestra / Charles Mackerras)
•Bach: Oboenkonzert A-Dur BWV 1055 (Albrecht Mayer / hr-Sinfonieorchester / Ton Koopman)
•Bazzini: "Calabrese" aus Sechs Charakterstücke für Violine und Klavier op. 34 (Vilde Frang / José Gallardo)
•Debussy: Children's Corner (Nelson Freire, Klavier)
•Verdi: Ouvertüre zur Oper "Die Macht des Schicksals" (Philharmonia Zürich / Fabio Luisi)
•Giuliani: Variationen über ein Thema von Händel (Ricardo Gallén, Gitarre)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Benjamin Grosvenor und die Britten Sinfonia in London (146 Min.)

Als "Tastenvisionär", als "einer unter Millionen" wird der britische Pianist Benjamin Grosvenor von der Musikwelt gefeiert. Beim Kammerkonzert im Londoner Milton Court, das hr2-kultur heute sendet, trifft er auf die Britten Sinfonia und dirigiert vom Flügel aus Klavierkonzerte von J.S. Bach und W.A. Mozart.
Benjamin Grosvenor, Klavier und Leitung
Britten Sinfonia
Thomas Gould, Violine und Leitung
Bach: Klavierkonzert f-Moll BWV 1056
Robin Haigh (*1993): "Grin" für Kammerorchester
Mozart: Klavierkonzert Es-Dur KV 271"Jeunehomme"
Dobrinka Tabakova (*1980): "Fantasy" – Hommage an Schubert
Schubert: Fantasie f-Moll für Klavier zu vier Händen D 940, bearbeitet für Streichorchester von D. Tabakova
(Aufnahme vom 26. November 2019 aus der Milton Court Hall)

Der Geiger und Dirigent Thomas Gould liefert den Rahmen dafür: mit zwei von Franz Schubert inspirierten Werken der preisgekrönten bulgarischen Komponistin Dobrinka Tabakova und einem neuen Stück des jungen Londoners Robin Haigh, einem der aktuell aufregendsten Nachwuchs-Tonkünstler in seiner Heimat. 2017 wurde er im Alter von 24 Jahren mit dem "British Composer Award" ausgezeichnet. Seitdem spielen bedeutende Interpreten und Klangkörper wie das London Symphony Orchestra seine Musik.


22:30 Jazz Classics (30 Min.)
Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Kasia Mol-Wolf, "Selbstermächtigerin"

Kasia Mol-Wolf ist Zeitschriftenverlegerin und gründete vor zehn Jahren den Verlag Inspiring Network in Hamburg. Zu dessen Produkten gehören die Frauen-Magazine "emotion", "emotion slow", "emotion Working Women", das Philosophie-Magazin "Hohe Luft" und die Zeitschrift "Psychologie bringt Dich weiter". 2009 kaufte die promovierte Juristin den Titel "emotion" per Management Buyout vom Verlag Gruner und Jahr und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, das dafür benötigte Startkapital aufzubringen. Mitten in der Weltfinanzkrise, die auch zur Krise für Printprodukte werden sollte, griff Kasia Mol-Wolf zu. Schließlich hatte sie "emotion" mitentwickelt und wollte mit aller Entschlossenheit verhindern, dass das Magazin eingestellt wurde. "Der Schlüssel für meine Unbeirrbarkeit, war der Glaube an mich selbst", sagt die inzwischen zweifache Mutter. Heute beschäftigt die Verlegerin rund 50 Mitarbeiter*innen. Mol-Wolf möchte auch andere Frauen ermutigen, ihren Weg zu gehen, ihre Wünsche ernst zu nehmen und zu verwirklichen. Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind Ziele, die sie selbst vorlebt: "Schon als Studentin wollte ich Unternehmerin werden".

Kasia Mol-Wolf wurde 1974 im polnischen Breslau geboren. Im Alter von sieben Jahren floh sie mit ihrer Mutter, einer Solidarnosc -Anhängerin, nach Deutschland. "Ich habe viel von der Kraft und dem Willen meiner Mutter mitbekommen".

Gastgeberin: Karin Röder

Buchhinweise:
Kasia Mol-Wolf: "Du hast die Power! Verwirkliche deinen Traum. Wie ich geschafft habe, was Du auch schaffen kannst"
Ariston-Verlag 2018
Preis: 18,- Euro

Katarzyna Mol: "Mit dem Herz in der Hand. Eine Geschichte über die Freiheit, das Glück, meine Mutter und mich"
Ludwig-Buchverlag 2012

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Samstag, 20. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8 F-Dur, op. 93 (SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington); Claude Debussy: "En blanc et noir", L 134 (Gülru Ensari, Herbert Schuch, Klavier); Peter Tschaikowsky: Orchestersuite Nr. 2 C-Dur, op. 53 – "Suite caractéristique" (Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner); Benjamin Britten: "Sacred and Profane", op. 91 (SWR Vokalensemble Stuttgart: Marcus Creed); Francis Poulenc: "Les animaux modèles" (Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden: Marcello Viotti)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Schubert: Symphonie Nr. 3 D-Dur, D 200 (Berliner Philharmoniker: Nikolaus Harnoncourt); Leos Janácek: Sonate (Shirley Brill, Klarinette; Jonathan Aner, Klavier); Erich Wolfgang Korngold: Sinfonietta, op. 5 (Helsinki Philharmonic Orchestra: John Storgårds); Thomas Tallis: "Nine Psalm Tunes for Archbishop Parker" (The Tallis Scholars: Peter Phillips); Luigi Boccherini: Sinfonia concertante C-Dur, op. 10, Nr. 4 (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Reinhard Goebel)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Friedrich Ernst Fesca: Symphonie Nr. 3 D-Dur, op. 13 (NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann); Jean-Baptiste Lully: "Ouverture de la Mascarade" (Céline Frisch, Cembalo); Joseph Haydn: Streichquartett A-Dur, op. 9, Nr. 6 (Auryn Quartet)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Rupert Ignaz Mayr: "Pythagorische Schmids-Füncklein", Suite Nr. 6 D-Dur (L'arpa festante: Rien Voskuilen); Louise Farrenc: Ouvertüre Es-Dur, op. 24 (NDR Radiophilharmonie: Johannes Goritzki); Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie E-Dur, Wq 182, Nr. 6 (The English Concert: Trevor Pinnock); Johannes Brahms: Sechs Lieder (Johannes Moser, Violoncello; Paul Rivinius, Klavier); Benjamin Bilse: "Sturm-Marsch Galopp", op. 6 (WDR Rundfunkorchester Köln: Christian Simonis); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie G-Dur, Presto, KV 199 (Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Domenico Cimarosa: "Oreste", Ouvertüre (Toronto Chamber Orchestra: Kevin Mallon)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Kulturfrühstück (206 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Diakon Uwe Groß aus Wiesbaden
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Erzählung (30 Min.)


10:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


10:04 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Hörbuchzeit (56 Min.)


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Hörbar (56 Min.)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Lauschinsel – Radio für Kinder (56 Min.)
Jakobs Muschel | Von Jens Sparschuh

Diese doofe Muschel! Dabei hatte Opa Kamphus Jakob genau erklärt, wie das geht: "Einfach büschen ans Ohr halten, mien Jung, schon hörst du dat Meer drin rauschen. Und du siehst dat sogar – mit zu'en Augen. Allererste Sahne!" Vielleicht hat die Muschel keinen gescheiten Empfang in der Wohnung? Auf dem Klettergerüst zwischen den Hochhäusern, dort oben müsste es klappen! Kaum sitzt Jakob darauf und presst die Muschel ans Ohr, taucht Jonas auf. Jonas mit den teuren Sportschuhen und den coolen Sprüchen, der ihn immer ärgert und der Widerstand nicht gelten lässt. Klar, dass er sich als erstes die Muschel schnappt. Aber dieses Mal lässt Jakob sich nicht so schnell abzocken! Eine humorvolle Geschichte über Spielplatz-Machos und große Träumer sowie die Macht der Fantasie, die in einer kleinen Muschel steckt und mit der sich sogar große Gräben überwinden lassen.

14:45 Kinderfunkkolleg Musik
Wie klingen Religionen hier? | Von Niels Kaiser


15:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


15:04 Musikszene Hessen (176 Min.)

17:00 Nachrichten


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Ilija Trojanow: Gandhi – Kritiker und Überwinder unserer imperialen Lebensweise

Schon zu Lebzeiten wurde Mahatma Gandhi als Symbol des gewaltlosen Widerstands gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung verehrt. Nach seiner Ermordung ist sein Bild immer mehr das eines Heiligen geworden. Ilija Trojanow hat sich auf die Suche nach dem Menschen Gandhi gemacht. Anlässlich des 150sten Geburtstages von Mahatma Gandhi hat Ilija Trojanow im Herbst 2019 die Autobiographie Gandhis herausgegeben und kommentiert, neu übersetzt von Susann Urban.

Trojanow präsentiert Gandhi, den großen Widerstandskämpfer, Pazifisten, Asketen und Utopisten in neuen Bildern und Tönen. Auch als beschädigte Ikone in all seinen Widersprüchen. Er zieht Linien von Gandhi bis in unser aktuelles Leben in einem gespaltenen Europa, in einem zerrissenen Deutschland inmitten unserer imperialen Lebensweise. Ist Gandhi ein aktuelles Vorbild für alle Kämpfe um ein gutes Leben? Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in Münschen. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien.

In der Kulturszene Hessen senden wir einen gekürzten Mitschnitt des Gesprächs zwischen Ilija Trojanow und Thomas Wagner, Leiter des Referats Arbeit und Soziales in der Einen Welt an der katholischen Akademie Rabanus Maurus, vom 15. Mai aus dem Frankfurter Haus am Dom.


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Live Jazz (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 hr-Sinfonieorchester (176 Min.)

MDR Rundfunkchor
NDR Chor
Leitung: Andrés Orozco-Estrada
Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur
Schubert: Messe As-Dur D 678
(Übertragung aus der Basilika von Kloster Eberbach; auch in Surround)

Denn Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada setzt sich einmal mehr für die unvergleichliche Kunst Franz Schuberts ein und leitet mit dessen As-Dur-Messe ein besonders ambitioniertes Werk des jung verstorbenen österreichischen Frühromantikers, das Schubert selbst als einen gelungenen Beleg für sein "Streben nach dem Höchsten in der Kunst" betrachtete. Zuvor steht nicht von ungefähr eine Sinfonie von Joseph Haydn auf dem Programm, erhielt doch der junge Schubert während der täglichen Proben mit dem studentischen Instrumentalensemble des Wiener Stadtkonvikts gerade anhand der mittleren und späten Haydn-Sinfonien tiefe Einblicke in die Kunst des Orchesterkomposition.


23:00 – 24:00 The Artist's Corner | Hessen hören 42 (60 Min.)
Richard Millig: Stimmen aus Hadamar

Die Kleinstadt Hadamar, etwas nördlich von Limburg gelegen, erlangte traurige Berühmtheit durch die von Nationalsozialisten auf dem sogenannten Mönchberg betriebene Tötungsanstalt. Im Rahmen der sogenannten Aktion T4 wurden hier etwa 15.000 psychisch Kranke ermordet. Heute erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer dieser "Euthanasie"-Verbrechen. Mit Stimmen aus Hadamar horcht der in Frankfurt lebende Komponist Richard Millig (*1992) in die Gedenkstätte und von der Gedenkstätte aus in die Stadt. Das Stück begibt sich auf die Suche nach vergangenen, verlorenen und vergessenen Stimmen. Es porträtiert auch, wie heute in Hadamar erinnert, gedacht und wieder Normalität gelebt wird.

hr 2020 / 40 Min. / Ursendung

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Sonntag, 21. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert B-Dur, KV 595 (Lars Vogt, Klavier; hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Arnold Schönberg: Kammersinfonie Nr. 1, op. 9 b (hr-Sinfonieorchester: Eliahu Inbal); Sergej Prokofjew: Sonate c-Moll, op. 29 (Jewgenij Koroliow, Klavier); Hector Berlioz: "Harold en Italie", op. 16 (Tabea Zimmermann, Viola; hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Nepomuk Hummel: Klavierkonzert a-Moll, op. 85 (Stephen Hough, Klavier; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Osmo Vänskä); Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur, BWV 1046 (Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini); Michael Haydn: Hornkonzert D-Dur (Felix Klieser, Horn; Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: Ruben Gazarian); Sergej Prokofjew: Streichquartett D-Dur, op. 11 (Szymanowski Quartet); Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert D-Dur, KV 175 (Orchestre de Chambre de Lausanne, Klavier und Leitung: Christian Zacharias)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Der goldene Hahn", Suite (Seattle Symphony: Gerard Schwarz); Ferdinando Antonio Lazzari: Sonata (Crispian Steele-Perkins, Alison Balsom, Trompete; The Parley of Instruments); Camille Saint-Saëns: Sonate c-Moll, op. 32 (Christian Poltéra, Violoncello; Kathryn Stott, Klavier)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Sebastian Bach: Konzert g-Moll, BWV 975 (Alexandre Tharaud, Klavier); Germaine Tailleferre: Concertino, Allegretto (Gillian Benet, Harfe; The Women's Philharmonic: Jo Ann Falletta); Georg Philipp Telemann: Sonate B-Dur, TWV 44:34 (Freiburger Barockorchester Consort); Richard Eilenberg: "In der Waldschmiede", op. 167 (WDR Rundfunkorchester Köln: Christian Simonis); George Onslow: Klaviersextett, Minuetto, op. 30 (Gianluca Luisi, Klavier; Ensemble Concertant Frankfurt); Francesco Saverio Geminiani: Concerto grosso d-Moll (Academy of Ancient Music: Andrew Manze); Antonín Dvorák: Sonate F-Dur, Allegro molto, op. 57 (Gil Shaham, Violine; Orli Shaham, Klavier)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Geistliche Musik (86 Min.)

Unter anderem mit der Bachkantate: BWV 2 "Ach Gott, vom Himmel sieh darein"
•Lübeck: Präludium und Fuge für Orgel g-Moll (Helmut Walcha)
•Buxtehude: Kantate "Eins bitte ich vom Herrn" (Capella Angelica / Lautten Compagney / Wolfgang Katschner)
•Schroeder: Toccata für Orgel c-Moll op. 5a (Josef Still)
•Bruckner: Messe C-Dur (Ludmila Kuzetzowa, Mezzosopran / Stanislaw Dawidow und Lexej Shanin, Horn / Ludmila Golub, Orgel)
•C.Ph.E. Bach: Orgelsonate a-Moll Wq 70 Nr. 4 (Mathias Balzer)
Etwa ab 7:05 Uhr:
•Bach: Kantate BWV 2 "Ach Gott, vom Himmel sieh darein" (Pascal Bertin, Countertenor / Gerd Türk, Tenor / Peter Kooij, Bass / Bach-Collegium Japan / Masaaki Suzuki)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)
mit Pfarrer Eugen Eckert aus Frankfurt


08:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


08:04 Zauberflöte – Klassik für Kinder (56 Min.)
Vom Main zum Mississippi

Alles fließt, hat ein griechischer Philosoph mal gesagt. Das gilt auch für die Musik, und vielleicht deshalb gibt es so viel Musik an Flüssen. So wie die Wellen in Flüssen tanzen auch die Menschen, sei es Walzer an der Donau oder Tango am Rio de la Plata. Aber die Wellen murmeln auch von Geheimnissen tief in den Fluten: vom Rheingold zum Beispiel. Auf den Felsen hoch überm Rhein singt die schöne Loreley. Jeder Fluss hat seinen Sound – und der ist nicht immer ganz ungefährlich. Hört ihr die Alligatoren im Mississippi husten? Na dann – viel Spaß.


09:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


09:04 Kulturfrühstück (146 Min.)
Das Magazin am Vormittag


11:30 Camino – Religionen auf dem Weg (30 Min.)
Let the sun shine in – Wie die Sonne den Glauben prägt

Die Sonne schenkt Licht, ohne das es kein Leben geben würde. Verständlich, dass Menschen der Frühzeit – bis heute – der Sonne göttliche Eigenschaften zuschreiben. Die Sonne schenkt Licht und Leben, kann aber auch mit gnadenloser Hitze den Tod bringen. Die antike Kultur huldigte der Sonne, indem sie ihr Sonnengötter zuordnete. Als die Christen die europäische Mittelmeerwelt eroberten, empfanden sie die Sonnenkulte als Konkurrenz und versuchten, deren religiöse Macht für sich selbst zu nutzen. Die Folgen sind u.a. die Terminierung des Weihnachtsfestes und die Feier des Johannistages. Im beliebten Kirchenlied "Sonne der Gerechtigkeit" hat sich die Sonne Eingang in kirchliche Gesangbücher verschafft.

Warum fasziniert Menschen die Sonne bis heute so sehr? Uwe Birnstein berichtet von seiner Spurensuche in der "Himmelsscheibe" von Nebra, in der vatikanischen Totenstadt unter dem Petersdom und an den Externsteinen, wo bis heute Sonnenwendfeiern stattfinden.


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Jo van Nelsen präsentiert Geschichten von Wolf Schmidt, dem "Vater" der Hesselbachs

Die Hesselbachs waren die erste Fernsehfamilie Deutschlands, deren Serie mit Einschaltquoten von bis zu 94 Prozent wahrhaft die Straßen fegte. Denn so hießen "Blockbuster" mal bei uns – Straßenfeger. Aber das war zu einer Zeit, in der man sich noch über ein "Dreckrändsche" aufregte und ein "Röhrender Hirsch" das Wohnzimmer zierte. Bevor die Hesselbachs in den 1960er Jahren zur ersten und beliebtesten Fernsehfamilie Deutschlands wurde, übte ihr Schöpfer Wolf Schmidt seine Finger an einer Reihe von Sketchen, die unter dem Titel "Sie und Er" erschienen. Die Verwandtschaft zu Mamma und Babba Hesselbach ist unverkennbar.

Der nahe Frankfurt geborene, auf allen deutschen Kleinkunstbühnen wohlbekannte Jo van Nelsen präsentiert in dieser "Kulturszene Hessen" gleich mehrere Geschichten von Wolf Schmidt. Zum einen die nie verfilmten Hesselbach-Episode "Die Kündigung", sowie 4 Geschichten aus seinem Zyklus "Sie und Er", die Wolf Schmidt für sich und seine Frau Gretel Pilz schrieb und die als Hörspiele im Hessischen Rundfunk gesendet wurden. Aus denen liest van Nelsen nun vor: Genüsslich schwelgend in skurrilen Verwicklungen und versteckten Seitenhieben auf Gesellschaft und Politik, die wunderbarerweise auch heute noch treffen.

Wir senden einen gekürzten Mitschnitt der Lesung vom 10. Februar 2019 aus dem Theater Altes Hallenbad in Friedberg.


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (56 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
13:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
•Haydn: Sinfonie Nr. 7 C-Dur (Hugh Wolff)
•Falla: 2. Suite aus "Der Dreispitz" (Andrés Orozco-Estrada)
•Offenbach: La gaité Parisienne (Yan Pascal Tortellier)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Hörspiel (71 Min.)
Tauben im Gras (Teil 2 von 2) | Von Wolfgang Koeppen

"Kahlschlag", "Stunde 0" – so lauteten die Schlagworte der bundesrepublikanischen Literatur ab 1945, die auf die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs mit poetischer Einfachheit reagierte. Ihre Wege führten zumeist in die ästhetische Provinz. Wie aber mit den Mitteln der Moderne die neuen deutschen Wirklichkeiten präzise und zugleich poetisch zu beschreiben sind, zeigt Wolfgang Koeppens "Trilogie des Scheiterns" mit den Romanen "Tauben im Gras" (1951) "Das Treibhaus" (1953) und "Tod in Rom" (1954).

"Tauben im Gras" spielt im Jahr 1951, vielleicht am 20. Februar, in einer Großstadt der amerikanischen Besatzungszon – es könnte München sein. Das Wirtschaftswunder zeigt seine ersten Früchte, die Faschisten und ihre Mitläufer spielen Demokratie, die Amerikaner glauben an eine humane Zukunft Deutschlands, der Kalte Krieg bedroht die Gegenwart. Über eine mosaikartige Szenenfolge gleiten die Protagonisten wie eine Taubenschar scheinbar zufällig durch den Tag. Sie begegnen sich alle am Abend – und sie erleben ein Aufflammen der alten Bereitschaft zu Rassismus und Gewalt.

Mit Ulrich Noethen, Leslie Malton, Martin Feifel, Sascha Icks u. v. a.
Hörspielbearbeitung & Regie: Leonhard Koppelmann

Wolfgang Koeppen, geboren am 23. Juni 1906 in Greifswald, starb am 15. März 1996 in München. Vor allem durch seine "Trilogie des Scheiterns", die Anfang der 1950er Jahre entstand, erwarb er sich den Ruf eines bedeutenden Autors der Nachkriegsliteratur. Anschließend veröffentlichte Koeppen nur noch spärlich und schrieb vorwiegend Reiseberichte. 1962 erhielt er den Büchner-Preis. "Tauben im Gras" war im Mai 2009 als Teil der Hörspieladaption von "Trilogie des Scheiterns" Hörspiel des Monats.


15:15 Klassikzeit (105 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Unter anderem mit:
•Chopin: Ballade f-Moll op. 52 (Vladimir Ashkenazy, Klavier)
•Minkus: Pas de deux aus dem Ballett "Don Quixote" (London Symphony Orchestra / Richard Bonynge)
•Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 (Daniel Ottensamer / Mozarteumorchester / Paul Goodwin)
•Vaughan Williams: Fantasia on a theme by Thomas Tallis (Aurora Orchestra / Nigel Short)
•Bach: Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 (Sonya Bach, Klavier)
•Prokofjew: "Romeo bei Julia vor der Trennung" aus der 2. Orchestersuite Romeo und Julia op. 64b (Oslo Philharmonic Orchestra / Mariss Jansons)
•Tartini: Trompetenkonzert D-Dur (Alison Balsom / Scottish Ensemble / Jonathan Morton)


17:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


17:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Im Rhythmus der Schwellen – Das Lied von der Eisenbahn

Keine Bahnfahrt ohne Begleitmusik! Wir reisen mit der A-Train durch New York und mit der Transsibirischen Eisenbahn bis Wladiwostok. Die Adria geht es hinab, dann durch die Wüsten Mexikos, die Savanne Afrikas und die Wälder Brasiliens. Wir hören die Eisenbahner ihre Lieder singen und wir sind dabei, wenn in Amerika mit dem Einschlag des letzten Schwellennagels der Bau der transkontinentalen Eisenbahn gefeiert wird.


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Feature (56 Min.)
Fliegen, flog, geflogen | Vom dramatischen Sterben der Insekten

Zitronenfalter, Tagpfauenauge oder Kleiner Fuchs kamen früher in Hessen häufig vor. Inzwischen sind auch diese Schmetterlingsarten selten geworden. 27 der ursprünglich etwa 130 Schmetterlingsarten sind hierzulande bereits ausgestorben, die Hälfte der aktuellen Arten ist gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch bei Käfern und Wildbienenarten sieht es nicht besser aus – über die Hälfte ihrer Arten stehen in Hessen auf der Roten Liste. Der aktuelle Artenrückgang ist der größte seit dem Aussterben der Dinosaurier – weltweit sprechen Wissenschaftler*innen vom "Sechsten Großen Massensterben". Er ist menschengemacht, und er findet auch hier vor unserer Haustüre statt: Die Vielzahl von Insekten, die früher die Wiesen, Felder, und nach längeren Autofahrten auch die Windschutzscheiben bevölkerten, nimmt zurzeit dramatisch ab. Bis zu achtzig Prozent der Masse an Insekten ist in den letzten dreißig Jahren verloren gegangen, warnte der Krefelder Entomologische Verein.

Viele Naturschützer*innen sehen dabei die Landwirtschaft besonders in der Verantwortung - Monokulturen, Pestizide und Überdüngung zerstören die Lebensgrundlagen der Insekten. Bäuerinnen und Bauern fürchten dagegen um ihre wirtschaftliche Existenz, wenn sie die teuren Insektenschutzmaßnahmen nicht durch die Verkaufspreise für ihre Lebensmittel decken können. Für Rettung der Insekten gibt es keine einfache Lösung, und keine klare Schuldzuweisung.

Autor Niklas Vogel begibt sich auf die Spuren von Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten, spricht mit Insektenforschern und Imkern, Landwirtinnen und Naturschützern. Er geht den Ursachen des Insektensterbens nach, fragt nach seiner Bedeutung für uns Menschen, und danach, wie wir den Trend vielleicht noch umkehren können.

hr2-kultur 2020


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 hr-Bigband (56 Min.)
Konzerte und Produktionen


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Boris Giltburg spielt Liszt und Rachmaninow (176 Min.)

Große Meisterschaft setzen die halsbrecherischen Etudes d'exécution transcendante von Franz Liszt voraus. Der russisch-israelische Pianist Boris Giltburg bewältigt sie mit lässiger Eleganz.
Boris Giltburg, Klavier
Liszt: 12 Études d'exécution transcendante S. 139
Rachmaninow: 13 Préludes op. 32
(Aufnahme vom 20. September 2019 aus dem Rudolfinum in Prag)

Seit er vor sieben Jahren sowohl den Kritiker- als auch den Publikumspreis beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel gewann, einem der bedeutendsten Musikwettbewerbe der Welt, überzeugt er sein Publikum mit grandioser Spieltechnik und poetischer Einfühlsamkeit. 1984 in Moskau geboren und als Sechsjähriger mit der Familie ausgewandert nach Israel, gilt Boris Giltburg heute als einer der spannendsten Pianisten seiner Generation. In Prag beweist er sein Können auch mit einem Werk des Komponisten, der ihm besonders am Herzen liegt: Sergej Rachmaninow.


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Night Voyage (56 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
hr2 – Programminformationen
25. Woche – 15.06. bis 21.06.2020
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 5. Juni 2020

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