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HR - HR2/1172: Woche vom 22.06. bis 28.06.2020


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 26. Woche vom 22.06. bis 28.06.2020


Montag, 22. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Richard Strauss: Tanzsuite aus Klavierstücken von François Couperin (Staatskapelle Dresden: Rudolf Kempe); Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert d-Moll, Wq 23 (Michael Rische, Klavier; Leipziger Kammerorchester: Morten Schuldt-Jensen); Claude Debussy: Sonate d-Moll (Claudio Bohorquez, Violoncello; Markus Groh, Klavier); Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll, op. 26 (Janine Jansen, Violine; Gewandhausorchester Leipzig: Riccardo Chailly); Dmitrij Schostakowitsch: Präludium und Fuge d-Moll, op. 87, Nr. 24 (David Theodor Schmidt, Klavier); Arvo Pärt: "Fratres" (MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonín Dvorák: Streichquartett F-Dur, op. 96 (Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc); Paul Juon: "Sinfonietta capricciosa", op. 98 (Bamberger Symphoniker: Graeme Jenkins); Johann Sebastian Bach: Konzert c-Moll, BWV 1062 (Alexandra Codreanu, Rainer Oster, Cembalo; Ensemble Parlando); Joseph Haydn: "Arianna a Naxos", Hob. XXVIb/2 (Cecilia Bartoli, Mezzosopran; András Schiff, Klavier); Frank Bridge: Suite e-Moll, H 93 (BBC National Orchestra of Wales: Richard Hickox)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Sebastian Bach: Sonate G-Dur, BWV 1027 (Kim Kashkashian, Viola; Keith Jarrett, Cembalo); Johannes Brahms: Serenade A-Dur, op. 16 (Orchestre Révolutionnaire et Romantique: John Eliot Gardiner); Frédéric Chopin: Fantasie f-Moll, op. 49 (Yulianna Avdeeva, Klavier)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Concerto a-Moll, RV 422 (Walter Vestidello, Violoncello; Sonatori de la Gioiosa Marca); Antonín Dvorák: Streichquartett C-Dur, Finale, op. 61 (Chilingirian Quartet); Gioacchino Rossini: Introduktion, Thema und Variationen B-Dur (Sharon Kam, Klarinette; MDR-Sinfonieorchester: Gregor Bühl); Ludwig van Beethoven: Sonate G-Dur, op. 79 (Stephen Kovacevich, Klavier); Camille Saint-Saëns: " Samson et Dalila", Bacchanale aus dem 3. Akt (Münchner Rundfunkorchester: Giuseppe Patané); Bernhard Henrik Crusell: Klarinettenquartett D-Dur, Finale, op. 7 (Henk de Graaf, Klarinette; Mitglieder des Daniel String Quartet)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen

"Deutschland, das ist Adolf Hitler und Thomas Mann!", schreibt Marcel Reich-Ranicki in "Mein Leben". Mit Auszügen aus der bewegenden Autobiographie und ausgewählten Erzählungen aus dem "Hörkanon" feiern wir den 100. Geburtstag des bedeutenden Literaturkritikers.

Angefangen mit seiner Zeit als jüdischer Schüler im Berlin der 1930er Jahre und der Deportation ins Warschauer Ghetto bis zur Ermordung seiner Eltern im Vernichtungslager Treblinka sind Reich-Ranickis Erinnerungen nicht nur eine anrührende Lebensgeschichte, sondern auch ein Dokument der Zeitgeschichte. Schon als Jugendlicher entdeckt der damalige Marceli Reich seine Liebe zur Literatur, besonders zu den von den Nazis geschmähten Schriftstellern Thomas Mann und Kurt Tucholsky. Nach der Ausweisung aus Deutschland lernt er im Warschauer Ghetto unter dramatischen Umständen seine spätere Frau Teofila kennen, als deren Vater sich aus Kummer über die Zustände im Ghetto erhängt. Nachdem der junge Mann miterleben muss, wie seine Familie ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird, taucht er mit Teofila unter und überlebt so den Holocaust. Auf diesen Abschnitt seines Lebens konzentriert sich unsere auszugweise Lesung aus "Mein Leben".

In der Nachkriegszeit arbeitete Marcel Reich-Ranicki für die Wochenzeitung Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Später war er Initiator der Sendung Das literarische Quartett, das er bis ins hohe Alter moderierte. Der oft so genannte "Literaturpapst" gewann ungezählte Preise, darunter den Thomas-Mann-Preis und den Deutschen Fernsehpreis, den er jedoch ablehnte. In seinen letzten Lebensjahren verschrieb sich Marcel Reich-Ranicki sehr dem Projekt eines Kanons der deutschsprachigen Literatur – und zwar eines Kanons aller Gattungen, von Romanen über Erzählungen, Dramen, Gedichte bis hin zu Essays. Der Kanon erschien ab 2002 im Insel Verlag. 2010 folgte dann auch ein "Hörkanon" mit sage und schreibe 70 Erzählungen auf 40 CDs. Das monumentale Werk erschien in Kooperation mit hr2-kultur und der FAZ beim Hörverlag. Wir präsentieren einige ausgewählte Kanon-Erzählungen mit besonderen Bezug zu dem Kanoniker Marcel Reich-Ranicki, angefangen von Goethes "Die wunderlichen Nachbarskinder" über Kafkas "Ein Hungerkünstler" bis zu Ilse Aichingers "Spiegelgeschichte".


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Ravel: Jeux d'eau (Tzimon Barto, Klavier)
•Bach: Violinkonzert a-Moll BWV 1041 (Anne-Sophie Mutter / Trondheim Soloists)
•Mozart: Bläserserenade B-Dur KV 361 "Gran Partita" (Linos Ensemble)
•Chatschaturjan: Suite aus dem Ballett "Gajaneh" (Orchester des Moskauer Bolschoi-Theaters / Alexander Lazarev)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Hans-Ulrich Gack, "Orienterklärer"

Hans-Ulrich Gack erklärt ZDF-Zuschauerinnen und Zuschauern den Orient. Meist steht er da, ruhig und gelassen in schusssicherer Weste, an irgendeinem der vielen Brennpunkte im Nahen Osten. Der gebürtige Stuttgarter berichtete 13 Jahre lang aus Afghanistan, jetzt leitet er das Studio in Kairo. Von dort aus macht er sich mit seinem Team auf den Weg nach Libyen oder Saudi-Arabien, in den Jemen, nach Jordanien, Syrien, Irak, die Maghreb-Staaten und viele andere Länder mehr. Was er da zu sehen bekommt, ist oft harte Kost. Nicht alles sendet er – um die Opfer zu schützen oder den Tätern keinen Raum zu geben. Das Schreckliche bewältigt er, in dem er über die Menschen berichtet, ihre Geschichten erzählt. Er sei kein Samariter und kein Abenteurer, sondern Reporter. Und das sehr gerne.

Gastgeberin: Andrea Seeger


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben und Kanon-Erzählungen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Scarlatti: Drei Klaviersonaten K 430, K 19 und K 13 (Glenn Gould)
•Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3 (Leipziger Streichquartett)
•Hoffmeister: Trompetenkonzert D-Dur (Sergej Nakarjakow / Württembergisches Kammerorchester / Jörg Faerber)
•Humperdinck: Vier Stücke aus der Oper "Hänsel und Gretel" (Staatskapelle Weimar / George Alexander Albrecht)
•Wagner: Vorspiel zum 3. Akt "Lohengrin" (Royal Scottish National Orchestra / Neeme Järvi)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Madrigalkunst mit "Les Arts Florissants" aus Rom (146 Min.)

Als Fürst musste er sich an keine Konventionen halten: Carlo Gesualdo da Venosa zählt bis heute zu den expressivsten Künstlern seiner Zeit. Vor allem in seinen Madrigalen kommt die hochemotionale Ausdruckskraft seiner Musik an der Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zum Tragen. Sechs Madrigalbücher für fünfstimmigen Gesang ließ Carlo Gesualdo um 1600 drucken, polyphone Vokalkunst mit raffinierter Stimmenführung und Wortausdeutung.
Les Arts Florissants
Paul Agnew, Leitung und Tenor
Carlo Gesualdo da Venosa:
3. Madrigalbuch für fünf Stimmen sowie Ausschnitte aus dem 1. und 2. Madrigalbuch
(Aufnahme vom 15. Oktober 2019 aus der Aula Magna der Universität "La Sapienza")

Zum 40. Jubiläum von Les Arts Florissants haben der schottische Dirigent und Tenor Paul Agnew und fünf Ensemble-Sängerinnen und -sänger den Komponisten Carlo Gesualdo in den Blick genommen. Bei ihrem Konzert in der Università "La Sapienza" erklingen das gesamte 3. Madrigalbuch sowie Ausschnitte aus dem 1. und 2. Madrigalbuch.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Hans-Ulrich Gack, "Orienterklärer"

Hans-Ulrich Gack erklärt ZDF-Zuschauerinnen und Zuschauern den Orient. Meist steht er da, ruhig und gelassen in schusssicherer Weste, an irgendeinem der vielen Brennpunkte im Nahen Osten. Der gebürtige Stuttgarter berichtete 13 Jahre lang aus Afghanistan, jetzt leitet er das Studio in Kairo. Von dort aus macht er sich mit seinem Team auf den Weg nach Libyen oder Saudi-Arabien, in den Jemen, nach Jordanien, Syrien, Irak, die Maghreb-Staaten und viele andere Länder mehr. Was er da zu sehen bekommt, ist oft harte Kost. Nicht alles sendet er – um die Opfer zu schützen oder den Tätern keinen Raum zu geben. Das Schreckliche bewältigt er, in dem er über die Menschen berichtet, ihre Geschichten erzählt. Er sei kein Samariter und kein Abenteurer, sondern Reporter. Und das sehr gerne.

Gastgeberin: Andrea Seeger

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Dienstag, 23. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur, D 485 (Kammerakademie Potsdam: Paul Meyer); Giovanni Benedetto Platti: Trio c-Moll (Ensemble Zefiro); Louis Spohr: Potpourri über irische Themen, op. 59 (Ulf Hoelscher, Violine; Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Christian Fröhlich); Robert Schumann: Sonate d-Moll, op. 121 (Iskandar Widjaja, Violine; Christoph Eschenbach, Klavier); Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Tongemälde aus der Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronia" (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Michail Jurowski)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett D-Dur, op. 44, Nr. 1 (Henschel-Quartett); Antonín Dvorák: Rhapsodie a-Moll, op. 14 (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Hans E. Zimmer); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate C-Dur, KV 330 (Fazil Say, Klavier); Henri Vieuxtemps: Violoncellokonzert h-Moll, op. 50 (Heinrich Schiff, Violoncello; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner); Michael Haydn: Symphonie Nr. 2 C-Dur, MH 252 (Deutsche Kammerakademie Neuss: Lavard Skou Larsen)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Daniel-François-Esprit Auber: "La neige", Ouvertüre (London Symphony Orchestra: Richard Bonynge); Richard Strauss: Fünf Klavierstücke, op. 3 (Glenn Gould, Klavier); Komitas: "Armenische Miniaturen" (Ensemble Esperanza)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 48 C-Dur, Allegro (Orpheus Chamber Orchestra); Franz Vinzenz Krommer: Quartett Nr. 2 F-Dur (Simon Fuchs, Oboe; Novsak Trio); John Field: Klavierkonzert Nr. 2 As-Dur, Moderato innocente (Míceál O'Rourke, Klavier; London Mozart Players: Matthias Bamert); Franz Schubert: Trio B-Dur, Scherzo, D 898 (Trio Vivente); Louise Farrenc: Ouvertüre e-Moll, op. 23 (NDR Radiophilharmonie: Johannes Goritzki); Antonio Vivaldi: Violinkonzert D-Dur, Allegro, RV 208 (Viktoria Mullova, Violine; Giardino Armonico: Giovanni Antonini)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (1|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Szymanowski: Präludium und Fuge cis-Moll (Rafael Blechacz, Klavier)
•Schumann: 1. Sinfonie B-Dur op. 38 "Frühlingssinfonie" (Staatskapelle Berlin / Daniel Barenboim)
•Erlebach: Sonata quinta für Violine, Viola da gamba und Basso continuo D-Dur (L'Achéron / François Joubert-Caillet)
•Mozart: "Così fan tutte" – Arie der Dorabella "È amore un ladroncello" (Magdalena Kozená,


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Barbara Klemm, "Fotografie-Ikone"

Barbara Klemm zählt zu den bekanntesten Fotografinnen Deutschlands, viele ihrer Bilder, die sie vor allem als Redaktionsfotografin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gemacht hat, haben neben ihrem journalistischen auch einen hohen künstlerischen Wert. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt die vielfach ausgezeichnete Barbara Klemm vom ästhetischen Reiz der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie, von der Wichtigkeit des "guten Augenblicks" sowie ihren zahlreichen Begegnungen mit "großen" Persönlichkeiten aus Politik und Kultur und mit "kleinen" Leuten aus aller Welt. Schließlich blickt die im vergangenen Dezember 80 Jahre alt gewordene "Fotografie-Ikone" zurück auf ihren Werdegang: Geboren 1939 in Münster wuchs sie in Karlsruhe in einem mit der Kunst vielfach verbundenen Elternhaus auf, bevor sie 1959 an den Main zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kam.

Gastgeber: Thomas Plaul

Buchhinweis:
Barbara Klemm: "Bilder Zeiten"
Schirmer/Mosel Verlag 2019
Preis: 49,80 Euro


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (1|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Rota: The Godfather – Suite für Harfe und Orchester (Anneleen Lenaerts / Brüsseler Philharmoniker / Adrien Perruchon)
•Chopin: Polonaise B-Dur op. 71 Nr. 2 (François-René Duchâble, Klavier)
•Beethoven: 5. Sinfonie c-Moll op. 67 (Minnesota Orchestra / Osmo Vänskä)
•Barrios Mangoré: Vals de la Primavera für Gitarre (Daniel Müller)
•Berlioz: "La chasse royale et orage" aus "Les Troyens" (Royal Opera House Orchestra Covent Garden / Bernard Haitink)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Barock plus mit dem hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

Die Konzertreihe Barock+ startete 2013 mit einer illustren Besetzung in die neue Spielzeit. Die Leitung hatte der belgische Dirigent Philippe Herreweghe. Die Solisten waren die Sopranistin Christiane Karg – die damalige "Artist in Residence" des hr-Sinfonieorchesters - und der Pianist Martin Helmchen.
Christiane Karg, Sopran
Martin Helmchen, Klavier
Leitung: Philippe Herreweghe
Mozart: Rezitativ und Arie "Bella mia fiamma, addio" KV 528
Mendelssohn: 2. Klavierkonzert d-Moll op. 40
Mozart: Rezitativ und Arie "Ch'io mi scordi di te – Non temer, amato bene" KV 505
Mendelssohn: 3. Sinfonie a-Moll op. 56 "Schottische"
(Aufnahmen vom 1. und 2. November 2013 aus dem hr-Sendesaal)

Christiane Karg präsentierte sich mit zwei Konzert-Arien als Mozart-Sängerin. In einer der beiden Arien wurde sie vom Pianisten Martin Helmchen unterstützt, er übernahm den obligaten Klavier-Part dieses ungewöhnlich besetzten musikalischen Kleinods. Und Martin Helmchen war zuvor als Solist in Mendelssohns brillantem zweiten Klavierkonzert zu hören. Und schließlich stand noch die dritte Sinfonie von Mendelssohn auf dem Programm.


22:00 Spätlese (30 Min.)
ACHT VISIONEN- Isabelle Lehn | Online hören!

Die Literatur ein Zukunftslabor: Acht Schriftstellerinnen und Schriftsteller waren eingeladen, ihre Szenarien von der Zukunft der Arbeit zu entwerfen. Wie werden wir leben, wie arbeiten, wie lieben? "Acht Visionen. Zukunft. Arbeit. Literatur" ist ein Projekt des Museums für Kommunikation und des Frankfurter Literaturhauses.

Katharina Adler und Daniel Wisser, Isabelle Lehn und Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker und Julia Wolf, und Mariana Leky und Lukas Rietzschel haben ihre Geschichten von der Zukunft geschrieben – von der digitalen Revolution im Alltag, wie sie unsere Arbeit verändert, in unsere Freizeit hineinreicht und unser Innerstes berührt. Entstanden sind erzählerische Miniaturen, Romanauszüge und Essays, die an vier Leseabenden im Museum für Kommunikation präsentiert wurden. Zum Abschluss der Reihe erscheint der Buchband "Acht Visionen: 8 Autoren. 8 Fiktionen", der am 15. Juni 2020 im Frankfurter Verlag Henrich Editionen erscheint. Die Buchpremiere wird im Literaturhaus Frankfurt stattfinden.

Isabelle Lehn liest ihren Text "Zukunftsmusik". Sie wirft einen Blick auf unseren Arbeitsalltag, schaut aus der Gegenwart in die Zukunft und zurück ins "Früher".

Isabelle Lehn ist 1979 in Bonn geboren, heute lebt sie in Leipzig. Sie schreibt Prosa, Essays und Erzählungen, für die sie mehrfach ausgezeichnet und mit verschiedenen Stipendien gefördert wurde. 2016 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis den Romanauszug Binde zwei Vögel zusammen, der von der Jury auf die Shortlist gewählt wurde. Im Juli 2016 erschien ihr gleichnamiger Debütroman. 2019 folgte der zweite Roman Frühlingserwachen. Isabelle Lehn ist Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und derzeit ist sie außerdem Heinrich-Heine-Stipendiatin in Lüneburg.

Acht Visionen
8 Autoren. 8 Fiktionen.
Herausgeber: Hauke Hückstädt, Helmut Gold
Autoren: Katharina Adler, Isabelle Lehn, Mariana Leky, Lukas Rietzschel, Jochen Schmidt, Thomas von Steinaecker, Daniel Wisser
Taschenbuch 148 Seiten
Verlag Henrich Editionen, Frankfurt am Main

Ein Projekt des Literaturhauses Frankfurt am Main e.V. mit dem Museum für Kommunikation Frankfurt in Zusammenarbeit mit hr2-kultur. Gefördert von "experimente#digital" – einer Kulturinitiative der Aventis Foundation, und dem Kulturamt Frankfurt am Main.


22:30 Jazzgroove (30 Min.)
An den Rändern des Jazz
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Barbara Klemm, "Fotografie-Ikone"

Barbara Klemm zählt zu den bekanntesten Fotografinnen Deutschlands, viele ihrer Bilder, die sie vor allem als Redaktionsfotografin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gemacht hat, haben neben ihrem journalistischen auch einen hohen künstlerischen Wert. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt die vielfach ausgezeichnete Barbara Klemm vom ästhetischen Reiz der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie, von der Wichtigkeit des "guten Augenblicks" sowie ihren zahlreichen Begegnungen mit "großen" Persönlichkeiten aus Politik und Kultur und mit "kleinen" Leuten aus aller Welt. Schließlich blickt die im vergangenen Dezember 80 Jahre alt gewordene "Fotografie-Ikone" zurück auf ihren Werdegang: Geboren 1939 in Münster wuchs sie in Karlsruhe in einem mit der Kunst vielfach verbundenen Elternhaus auf, bevor sie 1959 an den Main zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kam.

Gastgeber: Thomas Plaul

Buchhinweis:
Barbara Klemm: "Bilder Zeiten"
Schirmer/Mosel Verlag 2019
Preis: 49,80 Euro

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Mittwoch, 24. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Maria von Weber: Symphonie Nr. 1 C-Dur (Cappella Coloniensis des WDR: Bruno Weil); Igor Strawinsky: "L'oiseau de feu" (Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Gary Bertini); Felix Mendelssohn Bartholdy: Sechs Lieder ohne Worte, op. 102 (Michael Endres, Klavier); Fried Walter: "Der Wald", Suite (WDR Rundfunkorchester Köln: Jan Stulen); Nikolaus von Reznicek: Sinfonische Variationen über "Kol Nidrei" (WDR Sinfonieorchester Köln: Michail Jurowski)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johannes Brahms: Variationen D-Dur über ein eigenes Thema, op. 21, Nr. 1 (Andreas Boyde, Klavier); Sergej Prokofjew: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur, op. 19 (Julia Fischer, Violine; Russisches Nationalorchester: Yakov Kreizberg); Johann Simon Mayr: Stabat Mater Nr. 3 c-Moll (Katja Stuber, Sopran; Marion Eckstein, Alt; Fernando Guimaraes, Tenor; Tareq Nazmi, Bass; Orpheus Vokalensemble; Concerto Köln: Florian Helgath); Sergej Prokofjew: Sonate Nr. 2 D-Dur, op. 94 a (Erik Schumann, Violine; Henri Sigfridsson, Klavier); Henri Sauguet: "La chatte", Ballett (Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Robert Reimer)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Violoncellokonzert B-Dur, RV 423 (Sol Gabetta, Violoncello; Cappella Gabetta: Andres Gabetta); Georg Friedrich Händel: Suite Nr. 6 fis-Moll, HWV 431 (Dina Ugorskaja, Klavier); Ralph Vaughan Williams: Oboenkonzert a-Moll (David Theodore, Oboe; London Symphony Orchestra: Bryden Thomson); Samuel Wesley: Sinfonie D-Dur – "Sinfonia obligato" (London Mozart Players: Matthias Bamert)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georg Philipp Telemann: Konzert a-Moll,TWV 53:a1 (Emmanuel Pahud, Jacques Zoon, Flöte; Rainer Kussmaul, Violine; Klaus Stoll, Violone; Berliner Barock Solisten); Peter Tschaikowsky: Aus "Dornröschen" (Christian Osterdag, Violine; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Hiroshi Wakasugi); Francis Poulenc: Suite française d'après Claude Gervaise (Alexandre Tharaud, Klavier); Richard Eilenberg: "Von Wien bis Berlin", op. 62 (WDR Rundfunkorchester Köln: Christian Simonis); Vincent d'Indy: "Schumanniana", op. 30 (Michael Schäfer, Klavier); Louis Spohr: Introduzione und Festmarsch D-Dur (Orchestra della Svizzera Italiana: Howard Shelley)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (2|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Danzi: Variationen über "Là ci darem la mano" für Klarinette und Orchester (Sabine Meyer / Orchester der Oper Zürich / Franz Welser-Möst)
•Rimskij-Korsakow: Scheherazade op. 35, 3. und 4. Satz (Concertgebouw-Orchester / Riccardo Chailly)
•Mozart: Motette "Exsultate, jubilate" KV 165 (Julia Lezhneva, Sopran / Il Giardino Armonico / Giovanni Antonini)
•Händel: Triosonate op. 2 Nr. 7 (L'Aura Rilucente)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Vinzenz Brinkmann, "Antikenkenner"

Vinzenz Brinkmann, der Leiter der Antikensammlung des Liebieghauses in Frankfurt am Main ist sicher der bekannteste Archäologe Deutschlands. Ein Berufszweig, der eher selten ins Rampenlicht tritt. Seine Ausstellung "Die bunten Götter" jedoch wurde weltweilt von Millionen Menschen gesehen. Sie präsentiert farbige Repliken griechischer Skulptur, einige der bekanntesten Stücke der Weltgeschichte in ungewohnter Anmutung. Die Forschung zu den Farbspuren und dem ursprünglichen Aussehen der griechischen Antike wurde für Vinzenz Brinkmann zu einem Lebenswerk. In Frankfurt konnte er zu Beginn des Jahres 2020 eine erweiterte Fassung der Bunten Götter eröffnen – die "Golden Edition". Die teils spektakulären Nachbildungen griechischer Bronzen nehmen vor allem die Verwendung des Goldes in den Blick.

Brinkmann hat mit seiner Arbeit und mit Unterstützung seines Forschungsteams etwas geschafft, das sicher nur wenigen Menschen in einer Generation vorbehalten ist. Er hat das Denken und die Wahrnehmung seines Fachgebiets von Grund auf revolutioniert, ja geradezu auf den Kopf gestellt. Denn die Antike, ihre Skulpturen, ihre Friese und ihre Architektur waren eben nicht rein weiß, still, edel und einfach – sie war knallbunt! Leuchtend gelb, rot und türkis – voller Muster und Ornamente. Weißer Marmor galt nicht an sich als schön, er diente als ideale Leinwand und ließ die Farben besonders gut erstrahlen.

Nicht nur Museumsbesucher zeigen sich darüber irritiert. Dieser Forschungsansatz greift weit in Gesellschaft und Politik aus. Ultrarechte Gruppierungen in den USA beziehen sich auf eine weiße Antike als kulturelles Argument der Überlegenheit der weißen Rasse. Der Paradigmenwechsel hin zu einer farbigen Antike lässt auch die Präsenz farbiger Völker und Kulturen als selbstverständliches Element kultureller Vielfalt zu. Der Blick auf die farbige Antike ist somit ein Blick auf eine diverse Vergangenheit, die die Verbindung der Griechen mit anderen Völkern und Kulturen in den Blick nimmt.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (2|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Liszt: 2. Ungarische Rhapsodie cis-Moll (Jon Nakamatsu, Klavier)
•Fauré: Elegie c-Moll op. 24 (Mischa Maiskij, Violoncello / Orchestre de Paris / Semyon Bychkov)
•Bach: 2. Orchestersuite h-Moll BWV 1067 (Freiburger Barockorchester / Gottfried von der Goltz)
•Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68 (London Philharmonic Orchestra / Marin Alsop)
•Beethoven: 3. Leonoren-Ouvertüre (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Tschaikowsky: Souvenir de Florence d-Moll op. 70, 3. Satz Allegro moderato (Wiener Streichsextett)
•Haydn: 3. Klavierkonzert F-Dur (Emanuel Ax / Kammerorchester Franz Liszt)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Im Rhythmus der Schwellen – Das Lied von der Eisenbahn

Keine Bahnfahrt ohne Begleitmusik! Wir reisen mit der A-Train durch New York und mit der Transsibirischen Eisenbahn bis Wladiwostok. Die Adria geht es hinab, dann durch die Wüsten Mexikos, die Savanne Afrikas und die Wälder Brasiliens. Wir hören die Eisenbahner ihre Lieder singen und wir sind dabei, wenn in Amerika mit dem Einschlag des letzten Schwellennagels der Bau der transkontinentalen Eisenbahn gefeiert wird.


21:00 Stimmenreich (90 Min.)
Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten

Im zweiten Teil der Sendung stehen heute Werke amerikanischer Komponisten im Vordergrund – auf Musik von Elliot Carter und George Gershwin folgt Beeindruckendes von John Adams.
•Bruckner: Abendzauber WAB 57 (Christoph Prégardien, Tenor / Camerata Musica Limburg / Jan Schumacher)
•Schubert: Der 23. Psalm D 706 (Camerata Musica Limburg / Andreas Frese, Klavier / Jan Schumacher)
•Schubert: "Im Gegenwärtigen Vergangenes" D 710 und "An die Freude" D 189 (Christoph Prégardien, Tenor / Camerata Musica Limburg / Andreas Frese, Klavier / Jan Schumacher)
•Carter: Let's be gay (SWR Vokalensemble Stuttgart / Andreas Grau, Klavier / Götz Schumacher, Klavier / Marcus Creed)
•Carter: To music (Eva-Maria Schappé, Sopran / SWR Vokalensemble Stuttgart / Marcus Creed)
•Gershwin: "Summertime" und "Love walked in" (Chanticleer)
•Adams: "Desert chorus" und "Night chorus" aus der Oper "The death of Klinghoffer" (London Opera Chorus / Orchestre de l'Opéra de Lyon / Kent Nagano)
•Adams: Negative love aus "Harmonium for large Orchestra and Chorus" (San Francisco Symphony Chorus and Orchestra / John Adams)
•Grainger: O Mistress mine (Polyphony)
•Grainger: At twilight (Andrew Carwood, Tenor / Polyphony / Steven Layton)
•Runswick (Arr.): Shenandoah (Singer Pur)


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Vinzenz Brinkmann, "Antikenkenner"

Vinzenz Brinkmann, der Leiter der Antikensammlung des Liebieghauses in Frankfurt am Main ist sicher der bekannteste Archäologe Deutschlands. Ein Berufszweig, der eher selten ins Rampenlicht tritt. Seine Ausstellung "Die bunten Götter" jedoch wurde weltweilt von Millionen Menschen gesehen. Sie präsentiert farbige Repliken griechischer Skulptur, einige der bekanntesten Stücke der Weltgeschichte in ungewohnter Anmutung. Die Forschung zu den Farbspuren und dem ursprünglichen Aussehen der griechischen Antike wurde für Vinzenz Brinkmann zu einem Lebenswerk. In Frankfurt konnte er zu Beginn des Jahres 2020 eine erweiterte Fassung der Bunten Götter eröffnen – die "Golden Edition". Die teils spektakulären Nachbildungen griechischer Bronzen nehmen vor allem die Verwendung des Goldes in den Blick.

Brinkmann hat mit seiner Arbeit und mit Unterstützung seines Forschungsteams etwas geschafft, das sicher nur wenigen Menschen in einer Generation vorbehalten ist. Er hat das Denken und die Wahrnehmung seines Fachgebiets von Grund auf revolutioniert, ja geradezu auf den Kopf gestellt. Denn die Antike, ihre Skulpturen, ihre Friese und ihre Architektur waren eben nicht rein weiß, still, edel und einfach – sie war knallbunt! Leuchtend gelb, rot und türkis – voller Muster und Ornamente. Weißer Marmor galt nicht an sich als schön, er diente als ideale Leinwand und ließ die Farben besonders gut erstrahlen.

Nicht nur Museumsbesucher zeigen sich darüber irritiert. Dieser Forschungsansatz greift weit in Gesellschaft und Politik aus. Ultrarechte Gruppierungen in den USA beziehen sich auf eine weiße Antike als kulturelles Argument der Überlegenheit der weißen Rasse. Der Paradigmenwechsel hin zu einer farbigen Antike lässt auch die Präsenz farbiger Völker und Kulturen als selbstverständliches Element kultureller Vielfalt zu. Der Blick auf die farbige Antike ist somit ein Blick auf eine diverse Vergangenheit, die die Verbindung der Griechen mit anderen Völkern und Kulturen in den Blick nimmt. Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker

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Donnerstag, 25. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Joseph Haydn: Symphonie Nr. 76 Es-Dur (NDR Elbphilharmonie Orchester: Günter Wand); Diego Ortiz: 8 Recercadas (Matthias Müller, Violine; Charles-Antoine Duflot, Violoncello; Ulrich Wedemeier, Laute, Gitarre; Sebastian Küchler-Blessing, Cembalo; Murat Coskun, Percussion); Georg Muffat: Concerto grosso g-Moll (Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters: Gottfried von der Goltz); Johannes Brahms: Klaviertrio c-Moll, op. 101 (Gisela Gmelin-Schellong, Klavier; Marietta Kratz, Violine; Bernhard Gmelin, Violoncello); Orazio Benevoli: "In diluvio aquarum multarum" (Barbara messmer, Violine; Christoph Harer, Violoncello; Dennis Götte, Theorbe; Klaus Eichhorn, Orgel; NDR Chor: Philipp Ahmann)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Dmitrij Schostakowitsch: "Der Bolzen", Ballettsuite, op. 27 a (MDR Sinfonieorchester: Dmitrij Kitajenko); Paul Hindemith: "Nobilissima Visione", Suite (Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Julian Kuerti); Joseph Haydn: Sonate C-Dur, Hob. XVI/50 (Jewgenij Koroliow, Klavier); Edvard Grieg: "Aus Holbergs Zeit", op. 40 (Münchner Rundfunkorchester: Bobby McFerrin); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur, KV 133 (Prager Kammerorchester: Charles Mackerras)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Josef Suk: "Phantastisches Scherzo" (Tschechische Philharmonie Prag: Charles Mackerras); Joseph Jongen: Deux pièces en trio, op. 80 (Ensemble Lumaka); Claude Debussy: "Nocturnes", L 91 (Frauenchor des Los Angeles Master Chorale; Los Angeles Philharmonic Orchestra: Esa-Pekka Salonen)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Francesco Saverio Geminiani: Concerto grosso e-Moll, op. 3, Nr. 3 (Akademie für Alte Musik Berlin); Georg Friedrich Händel: Suite d-Moll, Air con variazion und Presto, HWV 428 (Jewgenij Koroliow, Klavier); Antonio Rosetti: Flötenkonzert G-Dur, M C24 (Annie Laflamme, Flöte; Compagnia di Punto); Felix Mendelssohn Bartholdy: "Hebriden-Ouvertüre", op. 26 (Gerald Fauth, Olga Gollej, Klavier; Leipziger Streichquartett); Louise Farrenc: Symphonie Nr. 2 D-Dur, Scherzo, op. 35 (NDR Radiophilharmonie: Johannes Goritzki); Joseph Haydn: Streichquartett B-Dur, Finale, op. 76, Nr. 4 (Alban Berg Quartett)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (3|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Mozart: Hornkonzert D-Dur KV 412 (Barry Tuckwell, Solist und Leitung / English Chamber Orchestra)
•Dukas: Der Zauberlehrling (Orchestre National de France / Leonard Slatkin)
•Händel: Feuerwerksmusik (English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)
•Mendelssohn: Variations concertantes für Violoncello und Klavier op. 17 (Daniel Müller-Schott / Jonathan Gilad)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Akiz, "Dämonen-Dompteur"

Akiz, mit bürgerlichem Namen Achim Bornhak, ist von Haus aus Filmregisseur. In der Szene wurde er bekannt durch die Verfilmung des Lebens von Uschi Obermaier "Das wilde Leben". Darauf folgte seine Kinoproduktion "Der Nachtmahr", die gleich bei mehreren Filmfestivals Erfolge feierte. Kommerziell aber blieb sein Wirken als Regisseur wenig ertragreich. Das hat auch etwas mit der Haltung zu tun, sich keinem fremden Willen unterwerfen zu wollen. Und Auftragsarbeiten sind schon gar nichts für ihn.

Er betrieb das bereits einmal so konsequent, dass er es vorzog, für zwei Jahre in einem LKW zu wohnen. Aus Geldknappheit. Dann wagte er sich an seinen ersten Roman: "Der Hund", erschienen Anfang dieses Jahres. Das Debüt kam so gut an, dass er weiter als Schriftsteller aktiv bleiben will. Auch wegen der Freiheiten, die ein Autor im literarischen Fach genießt.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Akiz von diesem beruflichen Schlingerkurs, der ihn in die USA und wieder zurückführte, von einer ihm angeborenen poetischen Kraft und warum ihn in seinem fiktionalen Schaffen, dämonische Wesen so interessieren.

Gastgeber: Martin Maria Schwarz

Buchhinweis:
Akiz: "Der Hund"
hanserblau 2020
Preis: 18,- Euro


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (3|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Telemann: Trompetenkonzert D-Dur (Matthias Höfs / Deutsche Kammerphilharmonie)
•Mozart: Streichquartett B-Dur KV 458 "Jagd-Quartett" (Klenke Quartett)
•Weber: 1. Klarinettenkonzert f-Moll op. 73 (Jörg Widmann / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin)
•Schumann: Papillons op. 2 (Marc-André Hamelin, Klavier)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Cresc – Biennale für aktuelle Musik – Crashkurs Human_Machine (86 Min.)
Am Mikrofon: Sylvia Freydank

Uraufführungen beim Festival cresc… 2020: Das Ensemble Modern mit Werken von Yu Kuwabara, Lawrence Dunn, Alex Paxton und Igor Santos.
Alex Paxton, Posaune
Ensemble Modern
Leitung: Enno Poppe
Yu Kuwabara: Time Abyss (2019/20)
Lawrence Dunn: We are all okay (2019/20)
Alex Paxton: iLolli-pop (2019/20)
Igor Santos: portrait IO (2019/20)
(Aufnahme vom 1. März 2020 aus der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach)

Ein Sprungbrett für junge Komponisten soll es sein: das Kompositionsseminar der Internationalen Ensemble Modern Akademie. Seit 2004 profitieren Teilnehmende aus aller Welt von den Erfahrungen der Frankfurter Musikerinnen und Musiker. Diese stehen ihnen mit Rat und Tat, überdies mit viel Mut zum Experiment zur Seite, wenn es darum geht, neue Kompositionen für das Ensemble zu entwickeln. Geleitet von Enno Poppe, wurden die Ergebnisse des 9. Kompositionsseminars im Rahmen von cresc…, der Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main, am 1. März 2020 in der Offenbacher Albert-Schweitzer-Schule präsentiert.

Yu Kuwabara (*1984) aus Japan untergräbt in ihrem Stück "Time Abyss" den sicheren Boden strikter Zeitmessung. In Schieflage ist gewissermaßen auch die bizarre Wohlfühlatmosphäre in dem Stück "We are all okay", das der Brite Lawrence Dunn (*1991) für das Ensemble Modern komponiert hat. Der englische Jazz-Posaunist und Komponist Alex Paxton (*1990) fordert die Formation in seinem Stück "Ilolli-pop" zu Improvisationen heraus und wirkt dabei selbst als Posaunist mit. Und Igor Santos (*1985) aus Brasilien lässt in "Portrait I0" Samples von Alltagsklängen durch das Ensemble laufen: imitierend und kommentierend.


21:30 selbstLAUT (60 Min.)
von, mit und über Daniel Weissberg

Der Baseler Komponist Daniel Weissberg (*1954) ist in vielen musikalischen Bereichen unterwegs. Seit seinem Studium bei den Komponisten Jacques Wildberger in Basel und Mauricio Kagel in Köln, dessen Hochschul-Assistent Weissberg auch gewesen ist, hat er neben den klassischen Besetzungsgenres wie Solo-, Kammer- und Orchestermusik auch etliche Hörspiele, Multimediaprojekte und experimentelle Klangtheater realisiert. Überdies betätigt sich Weissberg, der Hochschule der Künste Bern lehrt, als Interpret elektroakustischer Musik und ist in Improvisationsensembles aktiv. So geradlinig sich diese Kurzbiografie auch lesen mag, in "selbstLAUT" kann man einen verzwickteren Daniel Weissberg kennenlernen, zudem seine auch selbstironische Ästhetik und Hör-Sicht auf die Welt.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Akiz, "Dämonen-Dompteur"

Akiz, mit bürgerlichem Namen Achim Bornhak, ist von Haus aus Filmregisseur. In der Szene wurde er bekannt durch die Verfilmung des Lebens von Uschi Obermaier "Das wilde Leben". Darauf folgte seine Kinoproduktion "Der Nachtmahr", die gleich bei mehreren Filmfestivals Erfolge feierte. Kommerziell aber blieb sein Wirken als Regisseur wenig ertragreich. Das hat auch etwas mit der Haltung zu tun, sich keinem fremden Willen unterwerfen zu wollen. Und Auftragsarbeiten sind schon gar nichts für ihn.

Er betrieb das bereits einmal so konsequent, dass er es vorzog, für zwei Jahre in einem LKW zu wohnen. Aus Geldknappheit. Dann wagte er sich an seinen ersten Roman: "Der Hund", erschienen Anfang dieses Jahres. Das Debüt kam so gut an, dass er weiter als Schriftsteller aktiv bleiben will. Auch wegen der Freiheiten, die ein Autor im literarischen Fach genießt.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Akiz von diesem beruflichen Schlingerkurs, der ihn in die USA und wieder zurückführte, von einer ihm angeborenen poetischen Kraft und warum ihn in seinem fiktionalen Schaffen, dämonische Wesen so interessieren.

Gastgeber: Martin Maria Schwarz

Buchhinweis:
Akiz: "Der Hund"
hanserblau 2020
Preis: 18,- Euro

*

Freitag, 26. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll, op. 64 (Maxim Vengerov, Violine; Münchner Philharmoniker: Zubin Mehta); Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur, KV 467 (Andrew Tyson, Klavier; Bamberger Symphoniker: Benjamin Haemhouts); Adrien François Servais: Konzert h-Moll, op. 5 (Wen-Sinn Yang, Violoncello; Münchner Rundfunkorchester: Terje Mikkelsen); Dmitrij Schostakowitsch: Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 20 – "Der 1. Mai" (Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 17 (Einav Yarden, Klavier); Aram Chatschaturjan: Violinkonzert d-Moll (Mikhail Simonyan, Violine; London Symphony Orchestra: Kristjan Järvi); Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur, op. 11 – "Gassenhauer-Trio" (Nicholas Rimmer, Klavier; Nils Mönkemeyer, Viola; Maximilian Hornung, Violoncello); Richard Wagner: Aus "Lohengrin" (Julia Varady, Sopran; Peter Seiffert, Tenor; Chor des Bayerischen Rundfunks; Bayerisches Staatsorchester: Dietrich Fischer-Dieskau)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Philipp Emanuel Bach: Symphonie F-Dur, Wq 183, Nr. 3 (Orchestra of the Age of Enlightenment: Gustav Leonhardt); Francis Poulenc: Sonate, PWV 185 (Dan Bates, Oboe; Petros Moschos, Klavier); Louis Spohr: Violinkonzert Nr. 7 e-Moll, op. 38 (Takako Nishizaki, Violine; Philharmonic Chamber Orchestra Bratislava: Libor Pesek)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Violinkonzert C-Dur, RV 178 (Enrico Onofri, Violine; Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini); Alexandre Tansman: "La grande ville" (Duo d'Accord); Anton Reicha: Introduktion und Rondo F-Dur (Sarah Willis, Horn; Prager Kammerorchester: Milan Lajcík); Francis Poulenc: Aus "Les Biches" (Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire: Georges Prêtre); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Es-Dur, KV 184 (The English Concert: Trevor Pinnock); Michael Haydn: Flötenkonzert, Allegro assai (Emmanuel Pahud, Flöte; Haydn-Ensemble Berlin)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (4|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Händel: 2. Klaviersuite F-Dur HWV 427 (Ragna Schirmer)
•Haydn: 1. Cellokonzert C-Dur (Steven Isserlis / La Stagione Frankfurt / Michael Schneider)
•Adam: Suite aus dem Ballett "Giselle" (Orchestre Symphonique du Festival / Loic Bertrand)
•Bach: Sinfonia c-Moll aus der Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis" BWV 21 (Heinz Holliger,


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Florian Naß, Tour de France-Reporter

Die Tour de France zählt zu den größten Ereignissen des Sportjahres. Mit dabei fürs deutsche Fernsehen ist Florian Naß, Sportreporter des Hessischen Rundfunks. Er kommentiert die Übertragungen, erläutert die Herausforderungen, leidet mit den Fahrern. Für die Franzosen gehört die Tour zum kulturellen Selbstverständnis. Umso gespannter wartet die Nation, was im Corona-Jahr aus der Tour wird: gestartet wäre sie morgen in Nizza, jetzt hoffen alle auf Ende August. Im Jahre 1903 hatte der Verleger Henri Desgranges eine wahnwitzige Idee: um die Auflage seiner Zeitung "L'Auto-Vélo" zu steigern, schuf er den exklusiven Inhalt dieses täglich erscheinenden Sportblattes einfach selbst. Er veranstaltete ein Radrennen durch ganz Frankreich. Die Tour de France war geboren!

Ein Medienereignis ist sie geblieben. Seit fünfzig Jahren ist das französische Fernsehen live dabei, seit 25 Jahren überträgt es drei Wochen lang jede Etappe von der ersten bis zur letzten Minute mit atemberaubenden Bildern und hohem technischen Aufwand.

Sportreporter Florian Naß kommentiert die epischen Übertragungen, erläutert die Herausforderungen des Tages, fiebert mit in den spannenden Momenten eines Schlussspurts, leidet mit den Fahrern beim Erklimmen der Alpen- und Pyrenäenpässe und hält mit die Luft an bei rasanten Abfahrten. Zum Konzept seiner Reportagen gehört es, den Zuschauern das Land nahezubringen, Landschaften und ihre Mentalitäten, Burgen, Schlösser und Kirchen, Dörfer und Städte, die Gegenwart und die vielen Zeugnisse der großen Vergangenheit unseres Nachbarn, die die Fernsehleute gekonnt und mit ausgeklügelter Regie ins Bild zu setzen verstehen.

Wie bereitet man sich auf diese Herausforderung vor? Wie erlebt ein Reporter die Tour, die ein ganzes Land und auch das Publikum jenseits der Grenzen für drei Wochen verzaubert, obwohl der Sport immer wieder auch zu kontroversen Diskussionen Anlass gibt?

Gastgeber: Andreas Bomba


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (4|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Sarasate: Zigeunerweisen op. 20 (Sarah Chang, Violine / Berliner Philharmoniker / Plácido Domingo)
•Graun: "Cleopatra e Cesare" – Arie der Cleopatra "Tra le procelle" (Regula Mühlemann, Sopran / La Folia Barockorchester / Robin Peter Müller)
•Mendelssohn: 2. Streichquintett B-Dur op. 87 (Jone Kaliunaite, Viola / Mannheimer Streichquartett)
•Mozart: Sinfonie A-Dur KV 201 (English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)
•Quantz: Flötenkonzert d-Moll (Frank Theuns, Traversflöte / Les Buffardins)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Karina Cannellakis leitet das NDR-Elbphilharmonie-Orchester (146 Min.)

Tradition trifft auf Innovation in der Hamburger "Elphi": Das NDR Elbphilharmonie Orchester kombiniert Beethoven mit Webern und LutosIawski – und spürt einmal mehr dem revolutionären Geist Beethovens nach.
Christian Tetzlaff, Violine
Tanja Tetzlaff, Cello
Lars Vogt, Klavier
NDR Elbphilharmonie Orchester
Leitung: Karina Cannellakis
Webern: Sechs Orchesterstücke op. 6
Beethoven: Tripel-Konzert C-Dur op. 56
Beethoven: Coriolan-Ouvertüre op. 62
LutosIawski: Konzert für Orchester
(Aufnahme vom 12. Januar 2020 aus der Elbphilharmonie in Hamburg)

Für Beethovens Zeitgenossen müssen seine Werke mindestens so aufregend, revolutionär oder avantgardistisch gewesen sein, wie es für heutige Ohren die Werke Lebender Komponisten sind – und schon damals stießen sie nicht immer auf einhellige Begeisterung. Wie weit Beethoven seiner Zeit voraus war, wird besonders deutlich, wenn man sein Werk in den Kompositionen der Moderne spiegelt. So die Idee des NDR Elbphilharmonie Orchesters und seiner Gastdirigentin Karina Cannellakis. Und so suchten sie Anfang des Jahres in der Hamburger Elbphilharmonie nach den verbindenden, aber auch trennenden Elementen zwischen Beethoven, Anton Webern und Witold LutosIawski. Als Brückenwerk zwischen den Welten hatten sie Beethovens "Tripel-Konzert" ausgesucht – und dafür den Geiger Christian Tetzlaff, seine Schwester, die Cellistin Tanja Tetzlaff und den Pianisten Lars Vogt dazu gebeten.


22:30 Jazz Classics (30 Min.)
Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Florian Naß, Tour de France-Reporter

Die Tour de France zählt zu den größten Ereignissen des Sportjahres. Mit dabei fürs deutsche Fernsehen ist Florian Naß, Sportreporter des Hessischen Rundfunks. Er kommentiert die Übertragungen, erläutert die Herausforderungen, leidet mit den Fahrern. Für die Franzosen gehört die Tour zum kulturellen Selbstverständnis. Umso gespannter wartet die Nation, was im Corona-Jahr aus der Tour wird: gestartet wäre sie morgen in Nizza, jetzt hoffen alle auf Ende August. Im Jahre 1903 hatte der Verleger Henri Desgranges eine wahnwitzige Idee: um die Auflage seiner Zeitung "L'Auto-Vélo" zu steigern, schuf er den exklusiven Inhalt dieses täglich erscheinenden Sportblattes einfach selbst. Er veranstaltete ein Radrennen durch ganz Frankreich. Die Tour de France war geboren!

Ein Medienereignis ist sie geblieben. Seit fünfzig Jahren ist das französische Fernsehen live dabei, seit 25 Jahren überträgt es drei Wochen lang jede Etappe von der ersten bis zur letzten Minute mit atemberaubenden Bildern und hohem technischen Aufwand.

Sportreporter Florian Naß kommentiert die epischen Übertragungen, erläutert die Herausforderungen des Tages, fiebert mit in den spannenden Momenten eines Schlussspurts, leidet mit den Fahrern beim Erklimmen der Alpen- und Pyrenäenpässe und hält mit die Luft an bei rasanten Abfahrten. Zum Konzept seiner Reportagen gehört es, den Zuschauern das Land nahezubringen, Landschaften und ihre Mentalitäten, Burgen, Schlösser und Kirchen, Dörfer und Städte, die Gegenwart und die vielen Zeugnisse der großen Vergangenheit unseres Nachbarn, die die Fernsehleute gekonnt und mit ausgeklügelter Regie ins Bild zu setzen verstehen.

Wie bereitet man sich auf diese Herausforderung vor? Wie erlebt ein Reporter die Tour, die ein ganzes Land und auch das Publikum jenseits der Grenzen für drei Wochen verzaubert, obwohl der Sport immer wieder auch zu kontroversen Diskussionen Anlass gibt?

Gastgeber: Andreas Bomba

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Samstag, 27. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Richard Strauss: "Don Juan", op. 20 (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: François-Xavier Roth); Joachim Raff: Sonate Nr. 3, op. 128 (Ingolf Turban, Violine; Jascha Nemtsov, Klavier); Robert Schumann: Romanzen und Balladen, op. 75 (SWR Vokalensemble: Rupert Huber); Jean Francaix: Quintett Nr. 1 (Variation 5); Igor Strawinsky: "Le sacre du printemps" (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Sylvain Cambreling)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur, KV 415 (Denys Proshchaev, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Peter Rundel); Carl Nielsen: Streichquartett f-Moll, op. 5 (Danish String Quartet); Johannes Sutton: "Salve Regina" (Huelgas Ensemble: Paul van Nevel); Francis Poulenc: "Aubade" (Pascal Rogé, Klavier; Orchestre National de France: Charles Dutoit); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 8 G-Dur – "Le soir" (Austro-Hungarian Haydn Orchestra: Adam Fischer)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Michel Blavet: Konzert a-Moll (Akademie für Alte Musik Berlin); Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll, WoO 1 (Gidon Kremer, Violine; Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Myung-Whun Chung); Johann Friedrich Fasch: Konzert D-Dur, FWV L:D3 (Il Gardellino)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Albert Zabel: Harfenkonzert c-Moll, Allegro risoluto, op. 35 (Emmanuel Ceysson, Harfe; Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Hannu Lintu); Johannes Brahms: Sechs Lieder (David Geringas, Violoncello; Tatjana Schatz, Klavier); Arcangelo Corelli: Concerto grosso D-Dur, op. 6, Nr. 4 (Amandine Beyer, Flavio Losco, Violine; Gli Incogniti); Giulio Briccialdi: "Il Carnevale di Venezia", op. 78 (Dejan Gavric, Flöte; Silke Aichhorn, Harfe); Édouard Lalo: "Concerto russe", Introduction – Chants russes, op. 29 (Olivier Charlier, Violine; BBC Philharmonic Orchestra: Yan Pascal Tortelier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 103 Es-Dur, Finale (Orchestra della Svizzera Italiana: Howard Shelley)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Kulturfrühstück (206 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pfarrer Stephan Krebs aus Darmstadt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Erzählung (30 Min.)


10:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


10:04 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Hörbuchzeit (56 Min.)


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Hörbar (56 Min.)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Lauschinsel – Radio für Kinder (56 Min.)
Die Drei vom Dschungel | Ein Frankfurt-Krimi von Naomi Naegele

Eigentlich haben Leon, Mats und Sammi nur eins im Kopf: Fußball. Bis zum Anpfiff der Europameisterschaft sind es nur noch wenige Tage und bis dahin wollen die drei Freunde ihre Sommerferien mit Grillen und Chillen verbringen. Doch dann überredet Sammi die anderen beiden zu einer Mutprobe: Sie sollen mit ihm den furchteinflößenden und verbotenen sogenannten Dschungel am Rande des Frankfurter Sinai-Parks erkunden. Schnell wird den Jungs klar, dass hier merkwürdige Typen krumme Dinger planen. Bei ihrer Spurensuche geraten die drei Freunde in ein spannendes und nicht ganz ungefährliches Abenteuer.


15:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


15:04 Musikszene Hessen (176 Min.)

17:00 Nachrichten


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Jo van Nelsen präsentiert Geschichten von Wolf Schmidt, dem "Vater" der Hesselbachs

Die Hesselbachs waren die erste Fernsehfamilie Deutschlands, deren Serie mit Einschaltquoten von bis zu 94 Prozent wahrhaft die Straßen fegte. Denn so hießen "Blockbuster" mal bei uns – Straßenfeger. Aber das war zu einer Zeit, in der man sich noch über ein "Dreckrändsche" aufregte und ein "Röhrender Hirsch" das Wohnzimmer zierte. Bevor die Hesselbachs in den 1960er Jahren zur ersten und beliebtesten Fernsehfamilie Deutschlands wurde, übte ihr Schöpfer Wolf Schmidt seine Finger an einer Reihe von Sketchen, die unter dem Titel "Sie und Er" erschienen. Die Verwandtschaft zu Mamma und Babba Hesselbach ist unverkennbar.

Der nahe Frankfurt geborene, auf allen deutschen Kleinkunstbühnen wohlbekannte Jo van Nelsen präsentiert in dieser "Kulturszene Hessen" gleich mehrere Geschichten von Wolf Schmidt. Zum einen die nie verfilmten Hesselbach-Episode "Die Kündigung", sowie 4 Geschichten aus seinem Zyklus "Sie und Er", die Wolf Schmidt für sich und seine Frau Gretel Pilz schrieb und die als Hörspiele im Hessischen Rundfunk gesendet wurden. Aus denen liest van Nelsen nun vor: Genüsslich schwelgend in skurrilen Verwicklungen und versteckten Seitenhieben auf Gesellschaft und Politik, die wunderbarerweise auch heute noch treffen.

Wir senden einen gekürzten Mitschnitt der Lesung vom 10. Februar 2019 aus dem Theater Altes Hallenbad in Friedberg.


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Live Jazz (56 Min.)
Aki Takase Japanic | Tampere Jazz Happening 2019

Aki Takase Japanic || Daniel Erdmann, ts, ss | Vincent von Schlippenbach (aka DJ Illvibe), turntables, sampler | Johannes Fink, b | Dag Magnus Narvesen, dr | Aki Takase, p | Tampere Jazz Happening 2019, Tampere / Finnland, Tullikamarin Pukkahuone, Februar 2019
Am Mikrofon: Claus Gnichwitz


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Aus Wien: Die Oper "Halka" von Stanislaw Moniuszko (176 Min.)

In der Rolle des verführten, verratenen und verlassenen Bauernmädchens Halka sorgt die amerikanische Sopranistin Corinne Winters für große Gefühle im Theater an der Wien.
Halka – Corinne Winters
Janusz – Tomasz Konieczny
Piotr BeczaIa – Jontek
Alexey Tikhomirov – Stolnik
Natalia KawaIek – Zofia, seine Tochter
Lukas Jakobski – Dziemba
Sreten Manojlovic – Dudziarz
Paul Schweinester – Góral
Arnold Schoenberg Chor
ORF Radio-Symphonieorchester
Leitung: Lukasz Borowicz
(Aufnahme vom 15. Dezember 2019 aus dem Theater an der Wien)

Auf einer Volkserzählung beruht die Oper "Halka", mit der Stanislaw Moniuszko dank der Einbeziehung von Volksliedern und Tänzen eine Art polnischen Nationalstil begründete. Bei den Tänzen gehören etliche Mazurken und Polonaisen dazu. Im vergangenen Jahr wurde der 200. Geburtstag des Komponisten gefeiert. Mit Piotr BeczaIa (Tenor) und Tomasz Konieczny (Bassbariton) interpretieren in Wien zwei der bedeutendsten Sänger aus Polen die männlichen Hauptrollen seiner Oper "Halka".


23:00 – 24:00 The Artist's Corner (60 Min.)

*

Sonntag, 28. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jan Dismas Zelenka: Capriccio Nr. 1 D-Dur, ZWV 182 (Das Neu-Eröffnete Orchestre: Jürgen Sonnentheil); Francesco Manfredini: Konzert c-Moll, op. 3, Nr. 11 (Sabine Kuhlmann, Anne Schumann, Violine; Les Amis de Philippe: Ludger Rémy); Johannes Brahms: Sonate d-Moll, op. 108 (Christian Tetzlaff, Violine; Lars Vogt, Klavier); Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo und Finale, op. 52 (Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi); Joseph Haydn: Streichquartett Es-Dur, op. 20, Nr. 1 (Chiaroscuro Quartet); Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert F-Dur, Wq 38 (Les Amis de Philippe, Cembalo und Leitung: Ludger Rémy); Igor Strawinsky: Ragtime (Mitglieder der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur, op. 18, Nr. 3 (Jerusalem Quartet); Johann Wenzel Kalliwoda: Symphonie Nr. 1 f-Moll, op. 7 (Hofkapelle Stuttgart: Frieder Bernius); Johann Sebastian Bach: Partita B-Dur, BWV 825 (Rafal Blechacz, Klavier); Johann Nepomuk Hummel: "Sappho von Mitilene", Suite, op. 68 (London Mozart Players: Howard Shelley)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ástor Piazzolla: "Las Cuatro Estaciones Porteñas" (Liv Migdal, Violine; Deutsches Kammerorchester Berlin); Frédéric Chopin: Walzer As-Dur, op. 69, Nr. 1 – "Abschiedswalzer" (David Fray, Klavier); Alfredo Casella: "Italia", op. 11 (WDR Sinfonieorchester Köln: Alun Francis)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Carl Ditters von Dittersdorf: Symphonie G-Dur, Allegro (Cantilena: Adrian Shepherd); Edward Elgar: Harmoniemusik Nr. 4 – "The Farmyard" (Athena Ensemble); Béla Bartók: "Rumänische Volkstänze" (Orpheus Chamber Orchestra); Antonio Soler: Sonate a-Moll, R 118 (Marie-Luise Hinrichs, Klavier); Alessandro Scarlatti: Concerto grosso Nr. 2 c-Moll (Concerto de' Cavalieri); Reinhold Glière: Oktett D-Dur, Allegro moderato, op. 5 (Philharmonisches Streichoktett Berlin); Antonio Vivaldi: Konzert d-Moll, RV 565 (Berliner Barock Solisten)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Geistliche Musik (86 Min.)

Unter anderem mit der Bachkantate: BWV 135 "Ach Herr, mich armen Sünder"
•Morales: "Felix per omnes" – Hymnus für den Vespergottesdienst der Apostel Petrus und Paulus (Ensemble Plus Ultra / Michael Noone)
•Corrette: Orgelkonzert D-Dur op. 26 Nr. 3 (François-Henri Houbart / Orchestre Bernard Thomas)
•Stradella: 2. Teil aus dem Oratorium "San Giovanni Battista" (Ann Monoyios, Sopran / Mechthild Bach, Sopran / Ruth Ziesak, Sopran / David Cordier, Countertenor / Christoph Prégardien, Tenor / Michael Schopper, Bass / La Stagione Frankfurt / Michael Schneider)
•Boellmann: Suite Gothique (Herbert Manfred Hoffmann, Orgel)
Etwa ab 7:10 Uhr:
•Bach: Kantate BWV 135 "Ach Herr, mich armen Sünder" (Annette Markert, Alt / Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass / Amsterdam Baroque Choir und Orchestra / Ton Koopman)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)
mit Pfarrer Stefan Wanske aus Friedberg


08:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


08:04 Zauberflöte – Klassik für Kinder (56 Min.)
Der Kindergarten im Wald

Auf geht's in den Wald! Mitten im Taunus muss irgendwo der Waldkindergarten sein, den Elkes Neffe Oskar besucht. Da sich Elke und Oskar sehr gut verstehen, will sie ihn heute im Waldkindergarten besuchen. Wenn der Weg dorthin nur nicht so kompliziert wäre! Zum Glück hat sie eine selbstgemalte Wegbeschreibung von Oskar dabei. Doch die gibt einige Rätsel auf….In dieser abenteuerlichen Wald-Zauberflöte hört ihr unter anderem Musik von Niels W. Gade, Richard Strauss und David Popper.


09:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


09:04 Kulturfrühstück (146 Min.)
Das Magazin am Vormittag


11:30 Camino – Religionen auf dem Weg (30 Min.)
Im Zweifel für die Liebe – Mitgefühl statt eiserne Regeln

Es ist gut, Prinzipien zu haben. Ohne Prinzipien kann eine Familie, eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft nicht bestehen. Sie sind Richtschnur und Wegweiser und können helfen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Doch Prinzipien können erstarren und zu eisernen Regeln werden, die jede Barmherzigkeit vermissen lassen. Immer wieder geraten Menschen in eine Lebenssituation, in der Prinzipien neu überdacht und gelegentlich sogar geopfert werden müssen, in der angesichts menschlichen Leidens allein der Liebe und dem Mitgefühl der Vorrang zu erteilen ist. Doch wie findet ein Mensch die Kraft und innere Stärke, um im Ernstfall ganz allein und in eigener Verantwortung das sichere Gelände der Regeln und Vorschriften zu verlassen, um sich im Zweifel für die Liebe zu entscheiden?

Ein Beitrag von Doris Weber.


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Der LiBeraturpreis 2020 startet am 28. Juni


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (56 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
13:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
•Weber: Ouvertüre zur Oper "Oberon" (Jakub Hrusa)
•Kodály: Tänze aus Galánta (Diego Matheuz)
•Wagner: Siegfried-Idyll (Serge Baudo)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Hörspiel (71 Min.)
Hyperbolische Körper von Andrea Geißler

Sofia Kowalewskaya und Maryam Mirzakhani waren die größten Mathematikerinnen ihrer Zeiten: Sofia (geb. 1850 in Moskau) wurde 1884 die weltweit erste Professorin für Mathematik in Stockholm; Maryam (geb. 1977 in Teheran) war Professorin in Stanford und wurde als erste Frau mit der Fields-Medaille ausgezeichnet. Ihre Forschungsgebiete sind höchst unterschiedlich: Sofia beschäftigte sich u.a. mit Partiellen Differentialgleichungen, der Gestalt der Saturnringe, und sie berechnete die Bewegungsgleichungen eines besonderen Kreisels, der nach ihr "Kowalewskaya-Kreisel" benannt wurde, Maryam leistete herausragende Beiträge in der hyperbolischen Geometrie, etwa zur Dynamik Riemannscher Flächen und ihrer Modulräume.

In den Biografien der Frauen finden sich jedoch erstaunlich viele Parallelen – sie überwanden große Hindernisse, um in die Männerwelt der Mathematik Eingang zu finden, beide heirateten erfolgreiche Forscherpersönlichkeiten und bekamen eine Tochter – und beide starben mit knapp 40 Jahren.

Was würden sie einander erzählen, wenn sie aus ihren Zeiten heraus und miteinander ins Gespräch treten könnten? Und zu welchen mathematischen Utopien wären sie gemeinsam in der Lage? Könnten sie nicht Grenzen überwinden, die ihnen zu Lebzeiten gesetzt waren? In "Hyperbolische Körper" nehmen sich Sofia Kowalewskaya und Maryam Mirzakhani die Freiheit, an Naturgesetzen zu drehen und damit Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen herauszufordern.

Musik & Regie: Ulrike Haage
Mit: Jasmin Tabatabai und Valery Tscheplanowa
hr 2020

Andrea Geißler, geboren 1986, studierte Jüdische Studien und Islamwissenschaft in Heidelberg und Jerusalem, anschließend Dramaturgie in Frankfurt am Main. Sie schreibt und inszeniert Stücke in verschiedenen Kollaborationen, zuletzt "RUTHNOTRUTHNORUTHNOTRUTH" an den Landungsbrücken in Frankfurt am Main. Derzeit promoviert sie über Affinitäten zwischen dem europäischen Harlekin und der arabischen Halqa-Praxis. "Hyperbolische Körper" ist ihr Hörspieldebüt.


15:15 Klassikzeit (105 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Unter anderem mit:
•Chopin: Rondo "à la Mazur" für Klavier F-Dur op. 5 (Daniil Trifonov)
•Beethoven: Violinsonate G-Dur op. 96 (Augustin Dumay / Maria João Pires, Klavier)
•Puccini: "La Bohème" – Arie "Che gelida manina" und Finale 1. Akt (Luciano Pavarotti, Rodolfo / Mirella Freni, Mimi / Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan)
•Haydn: Sinfonie Nr. 50 C-Dur (Schwedisches Kammerorchester / Béla Drahos)
•Rachmaninow: Prélude B-Dur op. 23 Nr. 2 (Nikolai Lugansky, Klavier)
•Zelenka: Suite F-Dur ZWV 188 (Freiburger Barockorchester / Thomas Hengelbrock)


17:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


17:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Up And Away – Der Sound der modernen Luftfahrt

Die Triebwerke der Jumbojets fauchen und die Rotoren der Hubschrauber knattern. Kaisers Klänge gehen in die Luft. Mit Charles Lindbergh fliegen wir über den Atlantik, wir begleiten den amerikanischen Präsidenten in der Air Force One bis nach Peking und zusammen mit einem Streichquartett stoßen wir in vier Helikoptern durch die Wolken. Nur die Heißluftballone und Drachenflieger gleiten lautlos dazu über den Himmel.


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 ARD-Radiofeature (56 Min.)
Europas Corona-Grenzen | Ein Feature über Abschottung, Misstrauen und Solidarität
Feature

"Grenzen dicht" – in der Corona-Krise eine medizinische Notwendigkeit oder doch nur ein Reflex? Die gegenwärtige Situation ist eine Zäsur. Gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch. Und sie ist eine Zerreißprobe für Europa. Während in Deutschland die Zivilgesellschaft enger zusammenrückt, um den am stärksten Betroffenen zu helfen, ist es mit der europäischen Solidarität nicht allzu weit her und totgeglaubte Feindbilder und Ressentiments sind wieder zurück. In der Großregion zwischen Frankreich, Luxemburg und dem Saarland sind die Auswirkungen der Grenzschließungen seit Wochen spürbar mit teils dramatischen Folgen für alle – nicht nur für die Pendler.

Nur wenig wird sein wie zuvor. Soviel steht fest. Aber was kann das sein? Was wird aus Europa? Was aus seinen Grenzen? Zwischen Frankreich, Luxemburg und dem Saarland durchleben die Menschen eine Entwicklung mit unsicherem Ausgang: Wird gerade das "grenzenlose Europa" zu Grabe getragen oder kann aus der Krise ein neues, stärkeres entstehen?

SR 2020


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 hr-Bigband (56 Min.)
Konzerte und Produktionen u.a. mit: "Fresh Sound | New Talent": Claudia Döffinger & hr-Bigband, Frankfurt am Main, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Jazzfest der HfMDK, Februar 2020, Teil 1
Am Mikrofon: Matthias Spindler


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Aus Kopenhagen: Das Dänisches Nationale Sinfonieorchester (176 Min.)

Große Romantik mit einem Spanier, einem Franzosen und dem Dänischen Nationalen Symphonieorchester: Gastdirigent Juanjo Mena, ein Celibidache-Schüler, eröffnet den Abend mit Niels Gades Konzertouvertüre "In the Highlands". Das Opus 7 des Dänen steht ganz im Zeichen schottischer Dichtungen über die Highlands und die nordische Mythologie.
Jean-Guihen Queyras, Cello
Dänisches Nationales Sinfonieorchester
Leitung: Juanjo Mena
Gade: In the Highlands op. 7
Dvorák: Cellokonzert h-Moll op. 104
Schubert: Große C-Dur-Sinfonie D 944
(Aufnahme vom 23. Januar 2020 aus dem Konzerthaus)

"Lasst mich allein in meinen Träumen" zitiert Antonín Dvorák ein eigenes Lied in seinem Cellokonzert. Es ist das letzte große Werk, das er während seines Amerika-Aufenthalts schrieb, Musik voller Sehnsucht und gesanglicher Themen, angehaucht von den Melodien seiner Heimat Böhmen. Solist ist der Franzose Jean-Guihen Queyras. Als "unspielbar" galt sie damals: Franz Schuberts Große C-Dur-Sinfonie. Mit einer Stunde Spielzeit sprengte sie alle Dimensionen des bisher Dagewesenen. Schubert hat sie in seinen letzten Lebensjahren komponiert – und das Werk nie gehört.


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Night Voyage (56 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
hr2 – Programminformationen
26. Woche – 22.06. bis 28.06.2020
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 12. Juni 2020

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