Schattenblick → INFOPOOL → MEDIEN → HÖRPROGRAMME


HR - HR2/1173: Woche vom 29.06. bis 05.07.2020


Radioprogramm hr – Hessen 2 – 27. Woche vom 29.06. bis 05.07.2020


Montag, 29. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Albert Lortzing: Konzertstück E-Dur (Peter Damm, Horn; Staatskapelle Dresden: Siegfried Kurz); Carl Philipp Emanuel Bach: Konzert c-Moll, Wq 43, Nr. 4 (Michael Rische, Klavier); Arnold Schönberg: Konzert B-Dur (Quatuor Diotima; MDR-Sinfonieorchester: Jun Märkl); Franz Schmidt: Konzertante Variationen über ein Thema von Beethoven (Carlo Grante, Klavier; MDR-Sinfonieorchester: Fabio Luisi); Eduard Künneke: "Tänzerische Suite", op. 26 (Orchester der Staatsoperette Dresden: Ernst Theis)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Henri Vieuxtemps: Violinkonzert Nr. 5 a-Moll, op. 37 (Shira Rabin, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rudolph Barschaj); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur, KV 497 (Martha Argerich, Cristina Marton, Klavier); Aaron Copland: "Billy the Kid", Suite (Seattle Symphony: Gerard Schwarz); Joseph Haydn: Streichquartett E-Dur, op. 17, Nr. 1 (The Angeles String Quartet); Joaquín Rodrigo: "Fantasía para un gentilhombre" (Pepe Romero, Gitarre; Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean-Baptiste Lully: "Le bourgeois gentilhomme", Première Suite (Le Concert des Nations: Jordi Savall); Ralph Vaughan Williams: "In the Fen Country" (New Zealand Symphony Orchestra: James Judd); Wilhelm Friedemann Bach: Konzert Es-Dur, Fk 46 (Michael Behringer, Robert Hill, Cembalo; Freiburger Barockorchester: Gottfried von der Goltz)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Frank Bridge: Valse Intermezzo (BBC National Orchestra of Wales: Richard Hickox); Giuseppe Tartini: Konzert D-Dur (Gábor Tarkövi, Trompete; Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks: Radoslaw Szulc); Franz Doppler: "Fantaisie pastorale hongroise", op. 26 (Dorothea Seel, Flöte; Christoph Hammer, Hammerklavier); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie G-Dur, KV 318 (Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Franz Schubert: Impromptu f-Moll, D 935, Nr. 4 (Krystian Zimerman, Klavier); Georg Philipp Telemann: Konzert B-Dur, TWV 44:43 (Akademie für Alte Musik Berlin)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (5|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Rimskij-Korsakow: Zar Saltan op. 57, 3. und 4. Satz (Rotterdamer Philharmoniker / David Zinman)
•Bach: Präludium und Fuge für Klavier H-Dur BWV 892 und h-Moll BWV 893 (Angela Hewitt)
•Mendelssohn: Violinkonzert d-Moll (Alexander Sitkovetsky / Stuttgarter Kammerorchester / Michael Hofstetter)
•Brahms: Fünf Gesänge op. 72 (Thomas Quasthoff, Bariton / Justus Zeyen, Klavier)
•Grieg: Vier norwegische Tänze op. 35 (hr-Sinfonieorchester / Paavo Järvi)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Stefan Schneckenburger, "Kultur-Botaniker"

Stefan Schneckenburger ist Shakespeare-Fan. Den halben "König Lear" schüttelt er einem aus dem Ärmel, und das obwohl er eigentlich den Botanischen Garten der Technischen Universität Darmstadt leitet. Aber Stefan Schneckenburger schaut nun mal gern über den Tellerrand, liebt es, Botanik in intelligenter Weise in Bezug zu anderen Facetten des Lebens zu setzen und dies regelmäßig in populärwissenschaftliche Ausstellungen zu übertragen. Eine davon widmete sich unlängst auch den zahlreichen Pflanzen im Werk William Shakespeares. Welche das sind und was Shakespeare damit bezwecken wollte, dass er Rosmarin, Granatapfel, Feige und Co. in "Hamlet", "Romeo und Julia" oder "Othello" auftauchen lässt, ist eines der Themen über die Stefan Schneckenburger im "hr2-Doppelkopf" spricht. Ebenso bewandert ist der Opernliebhaber übrigens, wenn es um Pflanzen im Musiktheater geht – man denke etwa an den Lorbeerbaum, in den sich Daphne am Ende von Strauss' Oper verwandelt

Aber der studierte Biologe, Mathematiker und Theologe berichtet natürlich auch über "seinen" Botanischen Garten. Seit über 25 Jahren leitet Stefan Schneckenburger dieses Kleinod im Nordosten Darmstadts, das zum einen Freizeitort für Bürgerinnen und Bürger und zum anderen Lehr- und Forschungsort für Studierende und Wissenschaftler ist. Und in dem manche Pflanze schon seit Ende des 19. Jahrhunderts gehegt und gepflegt wird.

Gastgeber: Stephan Hübner


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (5|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Sibelius: Humoreske Es-Dur op. 89 Nr. 3 (Christian Tetzlaff, Violine / Sinfonieorchester des Dänischen Rundfunks / Thomas Dausgaard)
•Chopin: Polonaise c-Moll op. 40 Nr. 2 (Jewgenij Kissin, Klavier)
•Beethoven: "Fidelio" – Rezitativ und Arie des Florestan "Gott, welch Dunkel hier … In des Lebens Frühlingstagen" (Jonas Kaufmann, Tenor / Mahler Chamber Orchestra / Claudio Abbado)
•Smetana: Die Moldau (hr-Sinfonieorchester / Jirí Belohlávek)
•Bach: Gigue aus der Violinpartita d-Moll BWV 1004, bearbeitet für Mandoline (Avi Avital)
•Händel: Concerto grosso G-Dur op. 3 Nr. 3 (Kammerorchester Basel / Julia Schröder)
•Sarasate: Fantasie über "Die Zauberflöte" für Violine und Klavier (Gil Shaham / Akira Eguchi)
•Mercadante: Klarinettenkonzert Es-Dur op. 76 (Dieter Klöcker / Prager Kammerorchester / Mila Lajcik)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Konzert mit der Saxophonistin Jess Gillam aus London (146 Min.)

"Pulsierend, souverän, farbenreich": Kritiker überschlagen sich in ihrem Lob, was die Britin Jess Gillam angeht – mit gerade mal Anfang 20. Und sie ist keine klassische Sängerin, Pianistin oder Geigerin – sondern auf dem Saxophon zuhause.
Jess Gillam, Saxophon
Zeynep Özsuca, Klavier
Pedro Iturralde (*1929): Pequeña Czarda
Marcello: Oboenkonzert d-Moll, bearbeitet für Saxophon und Klavier
Anna Clyne (*1980): Snake and Ladder, für Solo-Saxophon und Zuspielung
Poulenc: Oboensonate
Rudy Wiedoeft (1893-1940): Valse Vanité
John Harle (*1956): RANT!
Ravel: Vocalise-étude en forme de habanera
Milhaud: Scaramouche op. 165b
(Aufnahme vom 7. Oktober 2019 aus der Wigmore Hall)

Sie war bislang die erste Saxophonistin, die 2016 beim prestigeträchtigen Wettbewerb "BBC Young Musician of the Year" den einzigen Preis gewann, der in der Kategorie "Holzbläser" vergeben wird – durfte bei der "Last Night of the Proms" auftreten und ist außerdem als Radiomoderatorin unterwegs. Zurück zu den Wurzeln: In ihren Programmen setzt Jess Gillam gern auf das romantisch-klassische bis moderne Repertoire – und arrangiert sich auch mal Werke auf die Finger, die noch vor der Erfindung des Saxophons durch Adolphe Sax im Jahre 1842 entstanden sind. So brachte sie auch ein Oboenkonzert des Barock-Komponisten Alessandro Marcello mit als sie Anfang Oktober 2019 in der Londoner Wigmore Hall ein Lunchtime-Konzert gab. Gemeinsam mit der türkischen Pianistin Zeynep Özsuca hatte sie außerdem Werke von Francis Poulenc, Maurice Ravel und den Saxophonisten Rudy Wiedoeft und John Harle im Gepäck.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Stefan Schneckenburger, "Kultur-Botaniker"

Stefan Schneckenburger ist Shakespeare-Fan. Den halben "König Lear" schüttelt er einem aus dem Ärmel, und das obwohl er eigentlich den Botanischen Garten der Technischen Universität Darmstadt leitet. Aber Stefan Schneckenburger schaut nun mal gern über den Tellerrand, liebt es, Botanik in intelligenter Weise in Bezug zu anderen Facetten des Lebens zu setzen und dies regelmäßig in populärwissenschaftliche Ausstellungen zu übertragen. Eine davon widmete sich unlängst auch den zahlreichen Pflanzen im Werk William Shakespeares. Welche das sind und was Shakespeare damit bezwecken wollte, dass er Rosmarin, Granatapfel, Feige und Co. in "Hamlet", "Romeo und Julia" oder "Othello" auftauchen lässt, ist eines der Themen über die Stefan Schneckenburger im "hr2-Doppelkopf" spricht. Ebenso bewandert ist der Opernliebhaber übrigens, wenn es um Pflanzen im Musiktheater geht – man denke etwa an den Lorbeerbaum, in den sich Daphne am Ende von Strauss' Oper verwandelt

Aber der studierte Biologe, Mathematiker und Theologe berichtet natürlich auch über "seinen" Botanischen Garten. Seit über 25 Jahren leitet Stefan Schneckenburger dieses Kleinod im Nordosten Darmstadts, das zum einen Freizeitort für Bürgerinnen und Bürger und zum anderen Lehr- und Forschungsort für Studierende und Wissenschaftler ist. Und in dem manche Pflanze schon seit Ende des 19. Jahrhunderts gehegt und gepflegt wird.

Gastgeber: Stephan Hübner

*

Dienstag, 30. Juni 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Louis Spohr: "Die Prüfung", Ouvertüre (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Christian Fröhlich); Peter Tschaikowsky: Orchestersuite Nr. 4 G-Dur, op. 61 – "Mozartiana" (Radio-Symphonie-Orchester Berlin: Gerd Albrecht); Francesco Maria Veracini: Sonate (Spirit of Musicke); Witold LutosIawski: "Kleine Suite" (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: MichaI Nesterowicz); Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-Moll, KV 626 (Ruth Ziesak, Sopran; Monica Groop, Mezzosopran; Thomas Cooley, Tenor; Thomas Laske, Bass; Windsbacher Knabenchor; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Karl-Friedrich Beringer)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade D-Dur, KV 239 (Freiburger Barockorchester: Petra Müllejans); Joseph Haydn: Streichquartett F-Dur, op. 77, Nr. 2 (The Angeles String Quartet); Sergej Prokofjew: "Leutnant Kishe", op. 60 (Boris Statsenko, Bariton; WDR Sinfonieorchester Köln: Michail Jurowski); Ignaz Joseph Pleyel: Sextett Es-Dur (Consortium Classicum); Kurt Weill: "Kleine Dreigroschenmusik" (Münchner Rundfunkorchester: Peter Stangel)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Dimitri Kabalewski: Klavierkonzert Nr. 3 D-Dur, op. 50 (Michael Korstick, Klavier; NDR Radiophilharmonie: Alun Francis); Felix Mendelssohn Bartholdy: Sonate F-Dur (Dmitri Makhtin, Violine; Boris Berezovsky, Klavier); Joseph Bodin de Boismortier: "Les voyages de l'amour", Suite (La Cetra d'Orfeo: Michel Keustermans)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 3 D-Dur, Ouvertüre, BWV 1068 (German Brass: Enrique Crespo), John Field: Rondeau A-Dur, H 28F (Míceál O'Rourke, Klavier; London Mozart Players: Matthias Bamert); Niels Wilhelm Gade: Oktett F-Dur, Andantino quasi allegretto, op. 17 (L'archibudelli & Smithsonian Chamber Players); Ottorino Respighi: "Rossiniana", Capri e Taormina (Radio-Symphonie-Orchester: Gerd Albrecht); Ludwig van Albinoni: Oboenkonzert B-Dur, op. 7, Nr. 3 (Stefan Schilli, Oboe; Stuttgarter Kammerorchester: Nicol Matt); Joseph Haydn: Violoncellokonzert C-Dur, Finale, Hob. VIIb/1 (Daniel Müller-Schott, Violoncello; The Australian Chamber Orchestra: Richard Tognetti)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Marlen Haushofer: Die Wand (6|6)

Es ist ein unheimlicher Spaziergang, den die Erzählerin zu Beginn des Romans "Die Wand" unternimmt. Eigentlich war sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Cousine zu einer malerischen Jagdhütte in die Berge aufgebrochen. Doch eines Morgens erwacht sie allein. Nur der Hund Luchs ist noch da. Die Erzählerin macht sich auf die Suche nach ihrer Familie und stößt im Wald auf eine Wand. "Die Wand" ist Marlene Haushofers bekanntester Roman. Zu ihrem hundertsten Geburtstag wirkt er aktueller denn je.

Auf der anderen Seite der Wand, das sieht die namenlose Erzählerin schnell, sind Menschen und Tiere leblos. Wie soll sie auf eine derart bedrohliche Situation reagieren? Sie beginnt, ein naturverbundenes Leben zu führen, pflanzt Kartoffeln, schließt Freundschaften mit Tieren, während der Mercedes vor der Jagdhütte von Gras überwuchert wird. Mit dem Roman von Marlene Haushofer kann man sich auch die Fragen unserer Zeit vor Augen führen: Was tun, wenn man wegen eines Virus nach den Regeln sozialer Distanz leben muss? Und was, wenn uns die drückende Hitze im Sommer an die Bedrohung durch den Klimawandel erinnert, der eben nicht nur das Klima sondern auch unsere Gesellschaft verändert? Wenn sie auch nicht als unsichtbare Barriere im Wald zu finden sind, so gibt es doch auch in unserer Zeit Wände, die uns in Ausnahmezustände werfen und die uns, wie die Erzählerin im Buch, zum Umdenken bewegen.

23.06.-30.06.2020 (6 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Marlene Haushofer selbst sagte in einem Interview über die Wand in ihrem Roman: "Jene Wand ist ein seelischer Zustand, der nach außen hin sichtbar wird." Die Autorin wurde am 11. April 1920 als Tochter eines Revierförsters und einer Kammerzofe in Oberösterreich geboren und führte ein bürgerliches Leben an der Seite eines Zahnarztes. In ihren Büchern - "Die Tapetentür", "Die Mansarde" und eben "Die Wand" – erzählt sie aber immer wieder von unglücklichen Frauen, die von ihren Ehemännern unterdrückt oder sogar bedroht werden. Zum großen literarischen Durchbruch, wie etwa Ingeborg Bachmann, schaffte es Marlene Haushofer zu Lebzeiten nicht. Dennoch sind ihre Werke heute zum Teil Schullektüre. "Die Wand" wurde im Jahr 2012 verfilmt. Marlen Haushofer starb am 21. März 1970 in Wien. Ihre Geschichte der eingeschlossenen Frau hat nichts an Faszination eingebüßt.

"Die Wand" ist 1963 erschienen und heute bei den Ullstein Buchverlagen als Taschenbuch (288 Seiten) zu erhalten. 2005 entstand auch eine gekürzte Lesung des Romans als Koproduktion von Hörbuch Hamburg und dem Hessischen Rundfunk (2 CDs, 140 Minuten). Die bekannte Film- und Theaterschauspielerin Elisabeth Schwarz hat den Text eindringlich gesprochen.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chopin: Etüden op. 10, Nr. 1 – 4 (Maurizio Pollini, Klavier)
•Chaminade: Concertino für Flöte und Orchester (Susan Milan / City of London Sinfonia / Richard Hickox)
•Beethoven: Egmont-Ouvertüre (hr-Sinfonieorchester / Andrés Orozco-Estrada)
•Bach: 1. Orchestersuite C-Dur BWV 1066 (Bach-Collegium Japan / Masaaki Suzuki)
•Brahms: 4. Ungarischer Tanz fis-Moll (Budapest Festival Orchester / Iván Fischer)
•Mozart: Klaviersonate C-Dur KV 330 (Zhu Xiao-Mei, Klavier)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Ullrich Hellmann, "Kühlschrank-Vernarrter"


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Marlen Haushofer: Die Wand (6|6)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Delibes: Ballettsuite "Coppélia" – Scène et Valse de Swanhilde (Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan)
•Diepenbrock: "Kennst Du das Land" für Sopran und Klavier (Marlies Petersen / Jendrik Springer)
•Guridi: Drei baskische Melodien (hr-Sinfonieorchester / Salvador Mas Conde)
•Rachmaninow: Zwei Stücke op. 2 (Julian Steckel, Violoncello / Paul Rivinius, Klavier)
•Bach: Konzert BWV 1056, bearbeitet für Mandoline (Avi Avital / Kammerakademie Potsdam)
•Beethoven: Klaviersonate E-Dur op. 109 (Hélène Grimaud)
•Tschaikowsky: Capriccio italien op. 45 (Chicago Symphony Orchestra / Daniel Barenboim)
•Vivaldi: "L'Olimpiade" – Arie des Licida "Mentre dormi amor fomenti" (Magdalena Kozená, Mezzosopran / Venice Baroque Orchestra / Andrea Marcon)
•Mozart: Divertimento D-Dur KV 136 (Camerata Nordica / Terje Tønnesen)
•Weber: Klarinetten-Concertino Es-Dur op. 26 (Sabine Meyer / Staatskapelle Dresden / Herbert Blomstedt)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt (116 Min.)

Zur Saison-Eröffnung im September 2011 erklangen ein Orchesterlied von George Benjamin, die Tondichtung "Don Quixote" von Richard Strauss sowie die Große C-Dur Sinfonie von Franz Schubert.
Yeree Suh, Sopran
Máté Szücs, Viola / László Fenyö, Violoncello
Leitung: Paavo Järvi
Benjamin: A Mind of Winter
R. Strauss: Don Quixote op. 35
Schubert: Große C-Dur-Sinfonie D 944
(Aufnahmen vom 8. und 9. September 2011 aus dem Großen Saal)

Dem Orchesterlied "A mind of winter" liegt ein Gedicht von Wallace Steven zugrunde, an dem Benjamin der Reichtum an wunderschönen winterlichen Impressionen und die Vieldeutigkeit der Aussagen angesprochen haben. Im Zentrum einer eisigen Winterlandschaft wird ein Schneemann, von der Piccolotrompete dargestellt, mit verwinkelten Passagen der Sopranistin umgarnt. In Richard Strauss' Tondichtung "Don Quixote" stellt das Solo-Cello eine bekannte Figur dar: den Ritter von der traurigen Gestalt. Die Instrumentierung, der harmonische Reichtum, die Fülle melodischer Ideen, eine bis dahin unbekannte Weiträumigkeit der Form, Klangflächen und Poetisches machen die letzte vollendete Sinfonie Schuberts zu einem Schlüsselwerk der Musikgeschichte.


22:00 Spätlese (30 Min.)
"Auf Wiedersehen, mein süsser kleiner Mungo"


22:30 Jazzgroove (30 Min.)
An den Rändern des Jazz
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Ullrich Hellmann, "Kühlschrank-Vernarrter"

*

Mittwoch, 1. Juli 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert d-Moll, KV 466 (Michael Rische, Klavier; WDR Sinfonieorchester Köln: Howard Griffiths); Anton Reicha: Symphonie Es-Dur, op. 41 (Cappella Coloniensis: Hans-Martin Linde); Joseph Haydn: Hornkonzert D-Dur, Hob. VIId/3 (Andrew Joy, Horn; Kölner Rundfunkorchester: Johannes Goritzki); Maurice Ravel: "Miroirs" (Michael Endres, Klavier), Ferdinand Ries: Dramatische Ouvertüre, WoO 61 – "L'Apparition" (WDR Sinfonieorchester Köln: Howard Griffiths)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Dimitri Kabalewski: Violoncellokonzert Nr. 2 C-Dur, op. 77 (Mischa Meyer, Violoncello; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Hannu Lintu); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-Dur, KV 200 (Berliner Philharmoniker: Claudio Abbado); Antonín Dvorák: Streichquartett G-Dur, op. 106 (Signum Quartett); Peter Tschaikowsky: "Romeo und Julia", Fantasie-Ouvertüre (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Béla Bartók: "Der Wunderbare Mandarin", Konzertsuite, op. 19 (SWR Symphonieorchester: Peter Eötvös); Ludwig van Beethoven: Romanze F-Dur, op. 50 (Deutsche Kammerphilharmonie, Violine und Leitung: Thomas Zehetmair); Giuseppe Verdi: "Les vêpres siciliennes", Le quattro stagioni (London Symphony Orchestra: Antonio de Almeida)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Giuseppe Verdi: "Il finto Stanislao", Ouvertüre (Orchestra Filarmonica della Scala: Riccardo Chailly); Joseph Myslivecek: Bläseroktett B-Dur, EvaM 8:Bb1 (L'Orfeo Bläserensemble); Richard Eilenberg: "Die Mühle im Schwarzwald", op. 52 (WDR Rundfunkorchester Köln: Christian Simonis); Franz Xaver Mozart: Klavierkonzert Nr. 2 Es-Dur, Allegro con brio. op. 25 (Sinfonieorchester St. Gallen, Klavier und Leitung: Howard Shelley); Antonio Vivaldi: Sinfonia C-Dur, RV 116 (La Folia Barockorchester: Robin Peter Müller); Josef Suk: Serenade Es-Dur, Allegro giocoso, ma non troppo presto, op. 6 (Los Angeles Chamber Orchestra: Neville Marriner)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (1|13)

Der Urlaub steht vor der Tür. Auf zu Fuß durch Italien, junge Mandeln kosten und frische Orangen, den Ätna und den Vesuv besteigen. Während wir davon in diesem Jahr nur träumen können, legte Seume im Jahr 1802 tatsächlich fast 6000 Kilometer zurück. Wir begleiten ihn mit einer 13-teiligen Lesung seines Erlebnisberichts. Eine klassische Reisebeschreibung zum Auftakt für die 40 Reise-Erzählungen von Gegenwartschriftsteller*innen, die im ARD-Radiofestival vom 20. Juli bis zum 11. September zu hören sein werden.

War er eher Abenteurer oder kritischer Reisejournalist? Fest steht: Johann Gottfried Seume hat das Reisen auf den Kopf gestellt. Er brach im Dezember 1801 aus Grimma bei Leipzig zu einer Wanderung durch Europa auf. Sein Ziel ist Sizilien, genauer Syrakus, der antike Hotspot für jeden klassischen Bildungsreisenden. Doch Seume macht vieles anders, er geht große Strecken zu Fuß, kehrt in günstigen Unterkünften ein, interessiert sich für den Alltag der kleinen Leute. Acht Monate ist er unterwegs. Die Route führt über Prag nach Wien, Triest, Venedig, Rom, Neapel. Auf den Straßen begegnen ihm Napoleons Soldaten, er hängt in Grenzkontrollen fest. Er besucht Kunstschätze in Venedig, Rom und Neapel, spricht mit Gondolieren und beobachtet die Orangenernte in Sizilien.

01.07.-17.07.2020 (13 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit

Beim Wandern entdeckt er die Freiheit des Reisenden und beobachtet das Leben um ihn herum journalistisch genau. Er interessiert sich für die Bauern auf dem Land, für Handwerker und Tagelöhner, er beäugt das politische Treiben der Despoten an Höfen und Palästen. Er schläft in billigen Unterkünften und gönnt sich einen Führer mit Eseln. Mit seiner Art des Reisens konterkariert er die klassische Bildungsreise in der Tradition der "Grand Tour". Dass er Reisen zu einem anderen Erlebnis macht, gewohnte Blicke in Frage stellte, machte Johann Gottfried Seume zum Vorbild für ganze Generationen kritischer Touristen.

Sein Erlebnisbericht "Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802" beschreibt ein bis dahin unbekanntes Reiseerlebnis: subjektiv, eigenwillig, politisch, kritisch, alltagsnah: Ein Vorbild für Heinrich Heine, für Goethe ein Langweiler. Wo der Dichterfürst Hof hält, sucht der Wanderer Seume eine billige Unterkunft. Seume ist politischer Chronist, seine Italienreise gilt als eine der bemerkenswertesten Reisen der deutschen Literatur.

Johann Gottfried Seume (1763 – 1810) studierte in Leipzig Theologie später Jura, Philosophie, Philologie und Geschichte. 1771 wurde er auf dem Weg nach Paris von Soldaten aufgegriffen und vom Landgrafen von Hessen-Kassel als Soldat an die Engländer vermietet, und für den Kampf im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an die Engländer verkauft. Später desertierte er aus der Armee. Bis zu seiner Wanderung nach Syrakus arbeitete er als Korrektor bei seinem Freund und Verleger Georg Joachim Göschen. Nach der Wanderreise durch Italien bereiste er auch Russland, Finnland und Schweden.

Der bekannte Schriftsteller, Journalist und Sprecher Gert Heidenreich hat 2007 Johann Gottfried Seumes "Spaziergang nach Syrakus" in der Textauswahl von Wilhelm Hausenstein für den NDR gelesen. Wir haben Highlights des meisterlichen Vortrags für Sie zusammengestellt.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Pasculli: "Ricordo di Napoli" für Oboe und Streicher (Christoph Hartmann / Ensemble Berlin)
•Beethoven: 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 "Eroica" (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Bloch: From jewish life – Drei Skizzen für Violoncello, Streicher und Harfe (Sol Gabetta / Amsterdam Sinfonietta / Candida Thompson)
•Mozart: "Don Giovanni" – Registerarie des Leporello (Jonathan Lemalu, Bass-Bariton / New Zealand Symphony Orchestra / James Judd)
•Tschaikowsky: Elegie für Streichorchester (Ostbottnisches Kammerorchester / Juha Kangas)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (1|13)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Sibelius: Andante Festivo für Streichorchester (hr-Sinfonieorchester / Santtu-Matias Rouvali)
•Haydn: 1. Violinkonzert C-Dur (Kathrin Scholz / Kammerorchester Berlin)
•Stanford: 1. Irische Rhapsodie (Ulster Orchestra / Vernon Handley)
•Bizet: "Carmen" – Habanera "L'amour est un oiseau rebelle" (Elina Garanca, Mezzosopran / Coro Filarmonico del Regio di Torino / Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI / Karel Mark Chichon)
•Grieg: 1. Peer-Gynt-Suite (Philharmonisches Orchester Bergen / Ole Kristian Ruud)
•Mozart: Klavierkonzert D-Dur KV 175 (Olivier Cavé / Divertissement / Rinaldo Alessandrini)
•Brahms: Akademische Festouvertüre op. 80 (London Philharmonic Orchestra / Marin Alsop)
•Bach: Aria variata alla maniera italiana für Klavier a-Moll BWV 989 (Víkingur Ólafsson)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Up And Away – Der Sound der modernen Luftfahrt

Die Triebwerke der Jumbojets fauchen und die Rotoren der Hubschrauber knattern. Kaisers Klänge gehen in die Luft. Mit Charles Lindbergh fliegen wir über den Atlantik, wir begleiten den amerikanischen Präsidenten in der Air Force One bis nach Peking und zusammen mit einem Streichquartett stoßen wir in vier Helikoptern durch die Wolken. Nur die Heißluftballone und Drachenflieger gleiten lautlos dazu über den Himmel.


21:00 Stimmenreich (90 Min.)
Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten

Ein Raum für die vielfältigen Klänge der menschlichen Stimme. Glänzende Chöre, Ensembles und Solisten interpretieren Weltliches und Geistliches von den großen Kompositionen der Renaissance bis zu den beeindruckenden Werken der Spätromantik und klangvollen Stücken unserer Zeit – präsentiert von Tabea Süßmuth.


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Donnerstag, 2. Juli 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Friedrich Ernst Fesca: Ouvertüre C-Dur, op. 43 (NDR Radiophilharmonie: Frank Beermann); Edvard Grieg: Sonate G-Dur, op. 13 (Stefan Wagner, Violine; Christopher Oakden, Klavier); Johann Mattheson: "Die geheimen Begebenheiten Henrico IV. Königs von Castilien und Leon", Ouvertüre (Elbipolis Barockorchester Hamburg); Anton Bruckner: Vier liturgische Motetten (NDR-Chor: Simon Schouten); Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur – "Titan" (NDR Elbphilharmonie Orchester: Thomas Hengelbrock)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Sonate d-Moll, op. 31, Nr. 2 – "Sturm-Sonate" (Murray Perahia, Klavier); Hans Sommer: Orchesterlieder (Elisabeth Kulman, Mezzosopran; Bo Skovhus, Bariton; Bamberger Symphoniker: Sebastian Weigle); Johann Sebastian Bach: Suite 5 c-Moll, BWV 1011 (David Watkin, Violoncello); Franz Schreker: "Der ferne Klang", Nachtstück (Orquesta Filarmónica de Gran Canaria: Pedro Halffter)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Notturno D-Dur, KV 286 (Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner); Heitor Villa-Lobos: Fünf Präludien (Johannes Tonio Kreusch, Gitarre); Ottorino Respighi: "Antiche danze ed arie", Suite Nr. 3 (Los Angeles Chamber Orchestra: Neville Marriner)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georg Friedrich Händel: Konzert g-Moll´, HWV 287o (Gábor Boldoczki, Trompete; Sinfonia Varsovia); Nino Rota: Sonate D-Dur (Rocco Parisi, Klarinette; Gabriele Rota, Klavier); Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll, Allegro non troppo, op. 98 (Tonkünstler-Orchester: Andrés Orozco-Estrada); Francesco Saverio Geminiani: Konzert F-Dur (Maurice Steger, Blockflöte; The English Concert: Laurence Cummings); Giovanni Gabrieli: "La spiritata" (NDR Brass: Philipp Ahmann); Franz Liszt: "Les jeux d'eau à la Villa d'Este" (Ragna Schirmer, Klavier)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (2|13)

Der Urlaub steht vor der Tür. Auf zu Fuß durch Italien, junge Mandeln kosten und frische Orangen, den Ätna und den Vesuv besteigen. Während wir davon in diesem Jahr nur träumen können, legte Seume im Jahr 1802 tatsächlich fast 6000 Kilometer zurück. Wir begleiten ihn mit einer 13-teiligen Lesung seines Erlebnisberichts. Eine klassische Reisebeschreibung zum Auftakt für die 40 Reise-Erzählungen von Gegenwartschriftsteller*innen, die im ARD-Radiofestival vom 20. Juli bis zum 11. September zu hören sein werden.

War er eher Abenteurer oder kritischer Reisejournalist? Fest steht: Johann Gottfried Seume hat das Reisen auf den Kopf gestellt. Er brach im Dezember 1801 aus Grimma bei Leipzig zu einer Wanderung durch Europa auf. Sein Ziel ist Sizilien, genauer Syrakus, der antike Hotspot für jeden klassischen Bildungsreisenden. Doch Seume macht vieles anders, er geht große Strecken zu Fuß, kehrt in günstigen Unterkünften ein, interessiert sich für den Alltag der kleinen Leute. Acht Monate ist er unterwegs. Die Route führt über Prag nach Wien, Triest, Venedig, Rom, Neapel. Auf den Straßen begegnen ihm Napoleons Soldaten, er hängt in Grenzkontrollen fest. Er besucht Kunstschätze in Venedig, Rom und Neapel, spricht mit Gondolieren und beobachtet die Orangenernte in Sizilien.

01.07.-17.07.2020 (13 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Beim Wandern entdeckt er die Freiheit des Reisenden und beobachtet das Leben um ihn herum journalistisch genau. Er interessiert sich für die Bauern auf dem Land, für Handwerker und Tagelöhner, er beäugt das politische Treiben der Despoten an Höfen und Palästen. Er schläft in billigen Unterkünften und gönnt sich einen Führer mit Eseln. Mit seiner Art des Reisens konterkariert er die klassische Bildungsreise in der Tradition der "Grand Tour". Dass er Reisen zu einem anderen Erlebnis macht, gewohnte Blicke in Frage stellte, machte Johann Gottfried Seume zum Vorbild für ganze Generationen kritischer Touristen.

Sein Erlebnisbericht "Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802" beschreibt ein bis dahin unbekanntes Reiseerlebnis: subjektiv, eigenwillig, politisch, kritisch, alltagsnah: Ein Vorbild für Heinrich Heine, für Goethe ein Langweiler. Wo der Dichterfürst Hof hält, sucht der Wanderer Seume eine billige Unterkunft. Seume ist politischer Chronist, seine Italienreise gilt als eine der bemerkenswertesten Reisen der deutschen Literatur.

Johann Gottfried Seume (1763 – 1810) studierte in Leipzig Theologie später Jura, Philosophie, Philologie und Geschichte. 1771 wurde er auf dem Weg nach Paris von Soldaten aufgegriffen und vom Landgrafen von Hessen-Kassel als Soldat an die Engländer vermietet, und für den Kampf im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an die Engländer verkauft. Später desertierte er aus der Armee. Bis zu seiner Wanderung nach Syrakus arbeitete er als Korrektor bei seinem Freund und Verleger Georg Joachim Göschen. Nach der Wanderreise durch Italien bereiste er auch Russland, Finnland und Schweden.

Der bekannte Schriftsteller, Journalist und Sprecher Gert Heidenreich hat 2007 Johann Gottfried Seumes "Spaziergang nach Syrakus" in der Textauswahl von Wilhelm Hausenstein für den NDR gelesen. Wir haben Highlights des meisterlichen Vortrags für Sie zusammengestellt.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Schubert: Ouvertüre zur "Zauberharfe" D 644 (RSO Stuttgart des SWR / Roger Norrington)
•Schumann: Dichterliebe op. 48 (Peter Schreier, Tenor / András Schiff, Klavier)
•Smetana: "Vysehrad" aus "Mein Vaterland" (Royal Liverpool Philharmonic Orchestra / Libor Pesek)
•Hertel: 1. Trompetenkonzert Es-Dur (Balázs Nemes / hr-Sinfonieorchester / Alessandro de Marchi)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Thomas Freitag, "Einschätzer"

Er ist Schauspieler und Kabarettist, scharfsinniger Parodist, kluger Beobachter des alltäglichen Wahnsinns und jetzt auch Biograf. Thomas Freitags Buch "Hinter uns die Zukunft" ist die Geschichte seines Lebens, es ist aber vor allem die Geschichte eines Lebens im Nachkriegsdeutschland. Es ist ein persönliches und politisches Kaleidoskop und auch eine Liebeserklärung an ein Land mit Ecken, Kanten und Macken und an die Bretter, die die Welt bedeuten, ob sie nun mit Shakespeare oder mit klugem Kabarett gefüllt wird. Der Großmeister des politischen Kabaretts hat seinen ersten Vertrag beim Düsseldorfer Kom (m)ödchen, von wo er dann richtig durchstartete, übrigens auf den Stufen des Limburger Doms unterschrieben. Wie es dazu kam?

Diese und andere wahre Geschichten erzählt er im "hr2-Doppelkopf". Gerade ist Thomas Freitag 70 Jahre alt geworden, und auch wenn Corona ihn zurzeit etwas ausgebremst hat, das Nach- und Querdenken will er sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen. Freitag for Future – ist mehr als ein Slogan!

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Buchhinweis:
Thomas Freitag: "Hinter uns die Zukunft. Mehr als eine Autobiografie"
Westend-Verlag 2020
Preis: 24,- Euro


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
15:00 Lesung
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (2|13)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Grieg: Hochzeitstag auf Troldhaugen (Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
•Bach: 1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046 (Orchestra Mozart / Claudio Abbado)
•Brahms: Bratschensonate Es-Dur op. 120 Nr. 2 (Tabea Zimmermann / Hartmut Höll, Klavier)
•Nicolai: "Die lustigen Weiber von Windsor" – Romanze des Fenton "Horch, die Lerche singt im Hain" (Fritz Wunderlich, Tenor / Bayerisches Staatsorchester / Robert Heger)
•Weber: Aufforderung zum Tanz op. 65 (Russisches Nationalorchester / Michail Pletnjew)
•Beethoven: Kakadu-Variationen op. 121a (Haydn Trio Eisenstadt)
•Saint-Saëns: 1. Cellokonzert a-Moll op. 33 (Sol Gabetta / Münchner Rundfunkorchester / Ari Rasilainen)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Hörbar in concert: Canzoniere Grecanico Salentino (86 Min.)

Im Salento, dem sogenannten "Stiefelabsatz Italiens", haben immer schon eigene Gesetze gegolten: ein besonderer Dialekt, eine historisch gewachsene Mischung der Kulturen, ein eigener Musikstil, geprägt von viel Traditionsbewusstsein.
Canzoniere Grecanico Salentino:
Mauro Durante, Rahmentrommel, Violine u.a.
Alessia Tondo, Gesang
Giulio Bianco, Zampogna (Dudelsack) u.a.
Emanuele Licci, Gesang, Bouzouki, Gitarre
Massimiliano Morabito, Akkordeon, Backgroundgesang
Giancarlo Paglialunga, Gesang, Rahmentrommel
Silvia Perrone, Tanz, Backgroundgesang
Gäste:
Ballaké Sissoko (Mali), Kora
Justin Adams (GB), Gitarre
(Aufnahme vom 4. September 2019 aus der Royal Albert Hall in London)

Kein Musikerensemble steht so sehr für all das, wie die Canzoniere Grecanico Salentino. Schon 1975 gegründet, ist das Septett aus Lecce mittlerweile in der zweiten Generation unterwegs, um dem Publikum in ganz Europa und sogar auf anderen Erdteilen die Kunst der süditalienischen Pizzica-Musik- und Tanztraditionen in modernisierter Form nahezubringen. Bandleader, Geiger und Rahmentrommler Mauro Durante und seine Kompanie schaffen es mit ihren Auftritten, den Saal zum Vibrieren zu bringen. Und wenn es stimmt, dass die Energie der "pizzica tarantata" mit ihrem wilden Trancetanz sogar den Biss der Tarantel heilen kann, dann sind es Canzoniere Grecanico Salentino (CGS), die das vermögen. Bei ihrem Auftritt bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall von London hatten die Musikerinnen und Musiker aus Apulien mit Ballaké Sissoko aus Mali und dem britischen Gitarristen Justin Adams auch noch zwei internationale Gäste mit auf der Bühne. Eine spannende Konstellation!


21:30 "4'33" – Das stille Stück des John Cage (60 Min.)
Eine Sendung von Stefan Fricke

Woodstock im Staate New York am 29. August 1952. Der Pianist David Tudor spielt die Uraufführung der Komposition "4'33". John Cage hat sie soeben fertiggestellt. Und was macht der Pianist, der kein einziges Mal die Tasten benutzt? Er schließt und öffnet den Klavierdeckel, dazwischen liegen viele Sekunden nichts. Denn der Interpret muss laut Partitur dieses dreisätzigen Werkes still sein – "tacet", das heißt: er/sie/es schweigt. Und indem er oder sie schweigen – "4'33" ist nämlich keine Klavierkomposition, sondern für beliebige Besetzung -, hört er, hören sie, was zufällig, absichtslos im Aufführungsraum klingt, tönt, surrt oder brummt. Und das ist das Stück, das Cage (1912-1992) weltberühmt gemacht und das er als seine wichtigste Komposition bezeichnet hat. Das Stück muss übrigens nicht vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden dauern; es kann laut Partitur auch kürzer oder länger sein. Wichtig ist nur, dass der Ausführende zuvor eine Zeit festlegt und dann während dieser Dauer schweigt. Der Stille lauschen, und da es nirgends je still ist, das Leben bewusst hören – das ist die Quintessenz von "4'33".


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen
Am Mikrofon: Guenter Hottmann


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Thomas Freitag, "Einschätzer"

Er ist Schauspieler und Kabarettist, scharfsinniger Parodist, kluger Beobachter des alltäglichen Wahnsinns und jetzt auch Biograf. Thomas Freitags Buch "Hinter uns die Zukunft" ist die Geschichte seines Lebens, es ist aber vor allem die Geschichte eines Lebens im Nachkriegsdeutschland. Es ist ein persönliches und politisches Kaleidoskop und auch eine Liebeserklärung an ein Land mit Ecken, Kanten und Macken und an die Bretter, die die Welt bedeuten, ob sie nun mit Shakespeare oder mit klugem Kabarett gefüllt wird. Der Großmeister des politischen Kabaretts hat seinen ersten Vertrag beim Düsseldorfer Kom (m)ödchen, von wo er dann richtig durchstartete, übrigens auf den Stufen des Limburger Doms unterschrieben. Wie es dazu kam?

Diese und andere wahre Geschichten erzählt er im "hr2-Doppelkopf". Gerade ist Thomas Freitag 70 Jahre alt geworden, und auch wenn Corona ihn zurzeit etwas ausgebremst hat, das Nach- und Querdenken will er sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen. Freitag for Future – ist mehr als ein Slogan!

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Buchhinweis:
Thomas Freitag: "Hinter uns die Zukunft. Mehr als eine Autobiografie"
Westend-Verlag 2020
Preis: 24,- Euro

*

Freitag, 3. Juli 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ambroise Thomas: "Mignon", Ouvertüre (Münchner Rundfunkorchester: Dan Ettinger), Georg Philipp Telemann: Concert françois g-Moll, TWV 53:g1 (L'accademia giocosa), Richard Strauss: Violinkonzert d-Moll, op. 8 (Sarah Chang, Violine; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Wolfgang Sawallisch); Aaron Copland: "Appalachian Spring" (Münchener Kammerorchester: Olari Elts); Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart, op. 132 (Bamberger Symphoniker: Rudolf Piehlmayer)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Charles-Auguste de Bériot: Violinkonzert Nr. 2 h-Moll, op. 32 (Philippe Quint, Violine; Slovak Radio Symphony Orchestra: Kirk Trevor); Claude Debussy: 12 Préludes, Heft 2 (Michael Korstick, Klavier); Karol Szymanowski: Symphonie Nr. 2 B-Dur, op. 19 (BBC Symphony Orchestra: Edward Gardner); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate e-Moll, KV 304 (Mark Steinberg, Violine; Mitsuko Uchida, Klavier)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Louise Farrenc: Sextett c-Moll, op. 40 (Linos Ensemble), Claude Debussy: "Pelléas et Mélisande", Suite (Berliner Philharmoniker: Claudio Abbado)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Sonate C-Dur, Allegro con brio, op. 53 (Michael Korstick, Klavier); Johann Stamitz: Sinfonie G-Dur (Concerto Köln); Nikolaj Rimskij-Korsakow: Fantasie über serbische Themen, op. 6 (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Michail Jurowski); Franz Schubert: Drei Deutsche Tänze, D 973 (Karl Betz, Klavier); Francesco Durante: Konzert Nr. 2 g-Moll (Concerto Italiano); Johann Heinrich Schmelzer: "Die Fechtschule" (Meret Lüthi, Violine; Les Passions de l'Ame)


06:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


06:05 Kulturfrühstück (205 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Lesung (30 Min.)
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (3|13)

Der Urlaub steht vor der Tür. Auf zu Fuß durch Italien, junge Mandeln kosten und frische Orangen, den Ätna und den Vesuv besteigen. Während wir davon in diesem Jahr nur träumen können, legte Seume im Jahr 1802 tatsächlich fast 6000 Kilometer zurück. Wir begleiten ihn mit einer 13-teiligen Lesung seines Erlebnisberichts. Eine klassische Reisebeschreibung zum Auftakt für die 40 Reise-Erzählungen von Gegenwartschriftsteller*innen, die im ARD-Radiofestival vom 20. Juli bis zum 11. September zu hören sein werden.

War er eher Abenteurer oder kritischer Reisejournalist? Fest steht: Johann Gottfried Seume hat das Reisen auf den Kopf gestellt. Er brach im Dezember 1801 aus Grimma bei Leipzig zu einer Wanderung durch Europa auf. Sein Ziel ist Sizilien, genauer Syrakus, der antike Hotspot für jeden klassischen Bildungsreisenden. Doch Seume macht vieles anders, er geht große Strecken zu Fuß, kehrt in günstigen Unterkünften ein, interessiert sich für den Alltag der kleinen Leute. Acht Monate ist er unterwegs. Die Route führt über Prag nach Wien, Triest, Venedig, Rom, Neapel. Auf den Straßen begegnen ihm Napoleons Soldaten, er hängt in Grenzkontrollen fest. Er besucht Kunstschätze in Venedig, Rom und Neapel, spricht mit Gondolieren und beobachtet die Orangenernte in Sizilien.

01.07.-17.07.2020 (13 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück"
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Beim Wandern entdeckt er die Freiheit des Reisenden und beobachtet das Leben um ihn herum journalistisch genau. Er interessiert sich für die Bauern auf dem Land, für Handwerker und Tagelöhner, er beäugt das politische Treiben der Despoten an Höfen und Palästen. Er schläft in billigen Unterkünften und gönnt sich einen Führer mit Eseln. Mit seiner Art des Reisens konterkariert er die klassische Bildungsreise in der Tradition der "Grand Tour". Dass er Reisen zu einem anderen Erlebnis macht, gewohnte Blicke in Frage stellte, machte Johann Gottfried Seume zum Vorbild für ganze Generationen kritischer Touristen.

Sein Erlebnisbericht "Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802" beschreibt ein bis dahin unbekanntes Reiseerlebnis: subjektiv, eigenwillig, politisch, kritisch, alltagsnah: Ein Vorbild für Heinrich Heine, für Goethe ein Langweiler. Wo der Dichterfürst Hof hält, sucht der Wanderer Seume eine billige Unterkunft. Seume ist politischer Chronist, seine Italienreise gilt als eine der bemerkenswertesten Reisen der deutschen Literatur.

Johann Gottfried Seume (1763 – 1810) studierte in Leipzig Theologie später Jura, Philosophie, Philologie und Geschichte. 1771 wurde er auf dem Weg nach Paris von Soldaten aufgegriffen und vom Landgrafen von Hessen-Kassel als Soldat an die Engländer vermietet, und für den Kampf im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an die Engländer verkauft. Später desertierte er aus der Armee. Bis zu seiner Wanderung nach Syrakus arbeitete er als Korrektor bei seinem Freund und Verleger Georg Joachim Göschen. Nach der Wanderreise durch Italien bereiste er auch Russland, Finnland und Schweden.

Der bekannte Schriftsteller, Journalist und Sprecher Gert Heidenreich hat 2007 Johann Gottfried Seumes "Spaziergang nach Syrakus" in der Textauswahl von Wilhelm Hausenstein für den NDR gelesen. Wir haben Highlights des meisterlichen Vortrags für Sie zusammengestellt.


10:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


10:05 Klassikzeit (115 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: CD-Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Tarrega: Recuerdos de la Alhambra (Sharon Isbin, Gitarre)
•Chopin: Walzer F-Dur op. 34 Nr. 3 (Anna Gourari, Klavier)
•Mozart: Sinfonie g-Moll KV 550 (English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)
•Mendelssohn: Hebriden-Ouvertüre op. 26 (hr-Sinfonieorchester / Jérémie Rhorer)


12:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


12:05 Doppelkopf (55 Min.)
Am Tisch mit Sonia Simmenauer, "Impresaria"

Das Wort Impresario hat einen altertümlichen Klang. Sonia Simmenauer aber ist genau das: eine Impresaria. Eine kluge Frau, die Musiker vertritt und sich rundum um sie kümmert. Vor über dreißig Jahren gründete sie das "Impresariat Simmenauer" und führte vor allem Streichquartette auf ihrer Liste. Darunter die berühmtesten: das Alban-Berg- und das Guarneri-Quartett, heute das Artemis-, das Schumann- und das Belcea Quartett, das Cuarteto Casals und wie die jungen, wagemutigen, weltweit erfolgreichen Formationen alle heißen. Wie alle anderen Agenturen muss nun auch sie sich mit den existenziellen Folgen der Corona-Krise auseinandersetzen. Keine Konzerte – keine Provisionen – keine Einnahmen.

Aber die Krise, so Sonia Simmenauer, bietet die Chance zur Neubesinnung. Die habe nämlich schon früher begonnen. Das Hamsterrad des globalen Musikbetriebs drehte sich immer schneller. "Viele meiner Künstler", sagt sie, "haben sich ein Sabbatical herbeigesehnt". Aber wer einmal weg ist vom Fenster, kommt nicht unbedingt wieder. Der Verdrängungswettbewerb ist unerbittlich. Es müsse sich daher vieles ändern, regionaler werden, entschleunigt. Weniger Stars, dafür bessere, authentischere Programme. Mehr Aufmerksamkeit in kürzeren Konzerten. Warum, fragt sie, werden heute mehr Konzertsäle gebaut als Kirchen? Sind es nicht diese Kulturtempel, die den Menschen Halt bieten, einen Ort der Besinnung, der Selbstfindung?

Gastgeber: Andreas Bomba


13:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


13:05 Klassikzeit (175 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Außerdem: Aktuelles aus der Kultur
14:30 Jüdische Welt
15:00 Lesung
Johann Gottfried Seume: Spaziergang nach Syrakus (3|13)
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Grieg: Morgenstimmung aus der 1. Peer-Gynt-Suite (Berliner Philharmoniker / Herbert von Karajan)
•Verdi: "La Traviata" – Vorspiel und 1. Akt (Ileana Cotrubas, Sopran / Plácido Domingo, Tenor / Bayerisches Staatsorchester München / Carlos Kleiber)
•Chaminade: Capriccio op. 18 für Klavier und Violine (Bengt Forsberg / Nils-Erik Sparf)
•Hummel: Trompetenkonzert Es-Dur (Alison Balsom / Deutsche Kammerphilharmonie / Thomas Klug)
•Bruch: Kol nidrei op. 47 (Peter Wolf, Violoncello / Norichika Iimori, Klavier)
•Soler: Klaviersonate e-Moll (Marie-Luise Hinrichs)
•Bach: 3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068 (Zefiro Baroque Orchestra / Alfredo Bernardini)


16:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


16:05 Kulturcafé (115 Min.)
Das Kulturmagazin am Nachmittag


18:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


18:05 Der Tag (55 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Hörbar (56 Min.)


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Simon Rattle leitet die Berliner Philharmoniker (146 Min.)

Sechzehn Jahre lang war Simon Rattle Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Auch nachdem Kirill Petrenko seine Nachfolge angetreten hat, bleibt er dem Orchester verbunden: jetzt als Gastdirigent.
Jonathan Kelly, Oboe
Iwona Sobotka, Sopran
Benjamin Bruns, Tenor
David Soar, Bariton
Rundfunkchor Berlin
Berliner Philharmoniker
Leitung: Simon Rattle
R. Strauss: Oboenkonzert D-Dur
Beethoven: Oratorium "Christus am Ölberge" op. 85
(Aufnahme vom 5. März 2020 aus der Berliner Philharmonie)

Zwei Werke, die eher selten auf den Programmzetteln stehen: das von Richard Strauss im Geist von Mozart und Schubert komponierte Oboenkonzert aus dem Jahr 1946, und das einzige Oratorium von Beethoven, uraufgeführt 1803. Letzteres befasst sich mit dem Beginn der Passionsgeschichte Jesu: von seiner Einsamkeit und Verzweiflung im Garten Gethsemane am Ölberg bis hin zu seiner Verhaftung durch die Römer. Beethovens Musik allerdings vermittelt weniger geistliche Andacht als vielmehr die weltliche Ausdruckskraft einer Oper. Das Libretto stammt von dem Wiener Literaten Franz Xaver Huber.


22:30 Jazz Classics (30 Min.)
Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Doppelkopf (56 Min.)
Am Tisch mit Sonia Simmenauer, "Impresaria"

Das Wort Impresario hat einen altertümlichen Klang. Sonia Simmenauer aber ist genau das: eine Impresaria. Eine kluge Frau, die Musiker vertritt und sich rundum um sie kümmert. Vor über dreißig Jahren gründete sie das "Impresariat Simmenauer" und führte vor allem Streichquartette auf ihrer Liste. Darunter die berühmtesten: das Alban-Berg- und das Guarneri-Quartett, heute das Artemis-, das Schumann- und das Belcea Quartett, das Cuarteto Casals und wie die jungen, wagemutigen, weltweit erfolgreichen Formationen alle heißen. Wie alle anderen Agenturen muss nun auch sie sich mit den existenziellen Folgen der Corona-Krise auseinandersetzen. Keine Konzerte – keine Provisionen – keine Einnahmen.

Aber die Krise, so Sonia Simmenauer, bietet die Chance zur Neubesinnung. Die habe nämlich schon früher begonnen. Das Hamsterrad des globalen Musikbetriebs drehte sich immer schneller. "Viele meiner Künstler", sagt sie, "haben sich ein Sabbatical herbeigesehnt". Aber wer einmal weg ist vom Fenster, kommt nicht unbedingt wieder. Der Verdrängungswettbewerb ist unerbittlich. Es müsse sich daher vieles ändern, regionaler werden, entschleunigt. Weniger Stars, dafür bessere, authentischere Programme. Mehr Aufmerksamkeit in kürzeren Konzerten. Warum, fragt sie, werden heute mehr Konzertsäle gebaut als Kirchen? Sind es nicht diese Kulturtempel, die den Menschen Halt bieten, einen Ort der Besinnung, der Selbstfindung?

Gastgeber: Andreas Bomba

*

Samstag, 4. Juli 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert Nr. 2 D-Dur, KV 211 (Lena Neudauer, Violine; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Bruno Weil); Carl Nielsen: Bläserquintett, op. 43 (Variation 5); Gustav Mahler: "Urlicht" (SWR Vokalensemble Stuttgart: Marcus Creed); Joseph Haydn: Andante und Variationen f-Moll, Hob. XVII/6 (Jewgenij Koroliow, Klavier); Richard Strauss: "Don Quixote", op. 35 (Johannes Lüthy, Viola; Frank-Michael Guthmann, Violoncello; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: François-Xavier Roth)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll, op. 67 (Anima Eterna: Jos van Immerseel); Franz Schubert: Sonate B-Dur, D 960 (Dejan Lazic, Klavier); Carl Philipp Emanuel Bach: Flötenkonzert a-Moll, Wq 166 (Emmanuel Pahud, Flöte; Kammerakademie Potsdam: Trevor Pinnock); Maurice Ravel: "Ma mère l'oye" (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Carlo Maria Giulini)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wilhelm Kienzl: Streichquartett Nr. 3, op. 113 (Thomas Christian Ensemble); Wolfgang Amadeus Mozart: Drei Deutsche Tänze, KV 605 (Orpheus Chamber Orchestra); Georg Friedrich Händel: "Wassermusik", Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348 (London Classical Players: Roger Norrington)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Vivaldi: Violinkonzert d-Moll, RV 249 (Rachel Podger, Violine; Arte dei Suonatori); Carl Maria von Weber/Hector Berlioz: "Aufforderung zum Tanz" (National Philharmonic Orchestra: Richard Bonynge); Johann Ladislaus Dussek: Klaviertrio B-Dur, op. 24, Nr. 3 (Trio 1790); Josef Myslivecek: Sinfonie A-Dur, EvaM 10:A2 (Concerto Köln: Werner Ehrhardt); Richard Eilenberg: "Marsch der Bersaglieri", op. 99 (WDR Rundfunkorchester Köln: Christian Simonis); Johann Strauß/Anton Webern: "Der Zigeunerbaron", Schatzwalzer (Alfred Mitterhofer, Harmonium; Heinz Medjimorec, Klavier; Alban Berg Quartett)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Kulturfrühstück (206 Min.)
Kultur am Morgen

06:15 Gedicht
06:30 Zuspruch
von Pastoralreferentin Patricia Nell aus Frankfurt
07:00 Nachrichten
07:30 Frühkritik
07:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
08:00 Nachrichten
08:15 Kulturpresseschau
08:30 Buch und Hörbuch
09:00 Nachrichten
09:15 Gedicht
(Wh. von 06:15 Uhr)


09:30 Erzählung (30 Min.)


10:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


10:04 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (116 Min.)

11:55 Kulturtipps – Heute in Hessen


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Hörbuchzeit (56 Min.)


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Hörbar (56 Min.)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Lauschinsel – Radio für Kinder (56 Min.)
Lauschinsel Sommerferienprogramm – Kennst Du die? 1/7

Kennst du die? Hundert Menschen, die die Welt verändert haben. In den hessischen Sommerferien begibt sich die Lauschinsel auf eine Zeitreise zu großen Persönlichkeiten der Weltgeschichte, zu Menschen, die die Welt veränderten mit Ideen, Handlungen und Errungenschaften.

"Das Pferd frisst keinen Gurkensalat!" Das war der erste Satz, der je in ein Telefon gesprochen wurde, und zwar von Johann Philipp Reis aus dem hessischen Gelnhausen. Im Jahr 1861 hat er seine Erfindung, einen Fernsprechapparat, in Frankfurt vorgestellt und dabei jenen weltberühmten Satz von einem Ort zum nächsten weitergegeben. Johann Philipp Reis ist eine von insgesamt hundert Persönlichkeiten, die mit ihrer Phantasie und ihrem Mut, mit außergewöhnlichen Ideen und bedeutenden Taten die Welt veränderten. Die Lauschinsel sendet rund die Hälfte der vom Hessischen Rundfunk produzierten und bei Der Hörverlag erschienenen unterhaltsamen Kurzportraits von Entdeckern und Erfindern, religiösen und politischen Anführern, Philosophen und Künstlern. Angefangen bei Homer, der das älteste Werk der europäischen Literatur geschrieben hat, über die Wegbereiterin der modernen Krankenpflege Florence Nightingale, dem Erfinder der Tütensuppe Justus von Liebig bis hin zu Coco Chanel, der ersten Designerin eleganter und bequemer Frauenmode.

Homer (8. Jh. v. Chr.) | Kenner des sagenumwobenen Untergangs von Troja
Buddha (um 560 v. Chr. – 480 v. Chr.) | Wandelte sich vom verwöhnten Prinzen zum Begründer des Buddhismus
Konfuzius (551 v. Chr. – 479 v. Chr.) | Setzte sich ein für Gerechtigkeit und gegen Gewalt
Platon (ca. 427 v. Chr. – 347 v. Chr.) | Vielseitig begabter Denker und einflussreicher Philosoph
Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) | Erster philosophierender Naturforscher
Gaius Julius Cäsar (100 – 44 v. Chr.) | Ehrgeiziger Feldherr mit dem großen Traum von einer Weltherrschaft
Kleopatra (69 – 30 v. Chr.) | Schöne und machtbesessene Herrscherin über Ägypten
Jesus von Nazareth (6 v. Chr. – 30 n. Chr.) | Vollbrachte Wundertaten mit Gottes Hilfe
Karl der Große (ca. 748 – 814) | Träumte von der Vereinigung der europäischen Völker

Von Manfred Mai
Gelesen von: Andreas Fröhlich, Juliane Köhler, Felix von Manteuffel und Anke Sevenich
Buchvorlage: Tulipan-Verlag | 8 CDs in einer Box: Der Hörverlag | Ab 8 J.


15:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


15:04 Musikszene Hessen (176 Min.)

17:00 Nachrichten


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
Der LiBeraturpreis 2020 startet am 28. Juni


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 Live Jazz (56 Min.)
Frederik Köster / Die Verwandlung | 12. Kasseler JazzFrühling 2020, TheaterStübchen Kassel

Frederik Köster / Die Verwandlung || Frederik Köster, tp, flh, electronics, analog synthesizer, vocals | Sebastian Sternal, p, rhodes, effects | Joscha Oetz, b | Jonas Burgwinkel, dr | 12. Kasseler JazzFrühling, TheaterStübchen Kassel, März 2020, Teil 2
Am Mikrofon: Daniella Baumeister


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Opernrarität: "La ville morte" von Nadia Boulanger (176 Min.)

Eine Opernrarität aus Frankreich: Mit impressionistischen Klängen führt "La ville morte" ins Reich der Obsessionen. Allseits begehrt wird die junge Hebé, in Göteborg dargestellt von der Schwedin Katarina Karnéus.
Hebé – Katarina Karnéus
Anne – Matilda Paulsson
Léonard – Markus Pettersson
Alexandre – Anton Ljungqvist
Amman – Natallia Salavei
Jugend- und Männerchor der Oper Göteborg
Orchester der Oper Göteborg
Leitung: Anna-Maria Helsing
Nadia Boulanger (1887-1979): La ville morte
(Aufnahme vom 8. März aus der Oper Göteborg)

Nach einem Text von Gabriele d'Annunzio haben Nadia Boulanger und ihr einstiger Lehrer Raoul Pugno gemeinsam "La ville morte" verfasst: eine Oper über die Obsessionen eines Mannes, der in Griechenland nach dem goldgefüllten Grab Agamemnons sucht und mit der inzestuösen Beziehung zu seiner Schwester Hebé eine Tragödie heraufbeschwört. Schon für 1914 war in Paris die Uraufführung geplant, der 1. Weltkrieg machte das Vorhaben zunichte. Fast hundert Jahre musste die Oper warten, bis sie 2005 erstmals zu erleben war bei einem Festival in Siena. In Göteborg wurde sie nun zum zweiten Mal aufgeführt.


23:00 – 24:00 The Artist's Corner (60 Min.)
ersticket und verdorben / tonspielendes heilthum zur einschiebung wilder associationen in die zwischenräume der sch/wärmenden phantasei von Robert Schoen

wir möchten Sie in sältzamlichen zeiten einladen zu einer an- und aufregenden klangreise durch die mirakulösen echokammern von krankheit, seuche, apokalypse und den hoffnungsdünstigen endchen eines lichts, seils, fadens was hält uns in athem? woher das wehen, hauchen, blasen – und wohin? fiebersiech und hämorrhagisch suchen wir, die lung ganz und gar verzeert, den schwär des irrthums aufzustechen. hohlhustend, mit beklemmter brust, den heilern lauschen und schamanen, den bäumen und kalbenden gletschern, den düsteren worten der alten. daneben aufs genaulichste vermessen: das residualvolumen fiebernder lungenflügel. was verschollen, verschwunden und verkrustet ist, bricht auf wie ein geduldiglich lauernd Schläfervirus.

Realisation: Robert Schoen
hr 2020

Robert Schoen, geboren 1966 in Berlin. Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen. Radioarbeiten seit Mitte der 1990er Jahre. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter Hörspielpreis der Kriegsblinden 2011 für "Schicksal, Hauptsache Schicksal" sowie ARD Online Award 2013 für "Heidi Heimat". Nach "Wie weit ist die Prärie" und "Entgrenzgänger" ist "ersticket und verdorben" Schoens dritte Produktion für "The Artist's Corner / Hörspiel".

Diese Hörspiel steht für Sie ab Sendetermin zum Download unter hr2.de oder in der ARD Audiothek für 18 Monate zur Verfügung.

*

Sonntag, 5. Juli 2020


00:00 Nachrichten und Wetter (5 Min.)


00:05 Das ARD-Nachtkonzert (I) (115 Min.)
präsentiert von BR-Klassik

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Christoph Graupner: Suite B-Dur (Accademia Daniel: Shalev Ad-El); Peter Tschaikowsky: "Souvenir d'un lieu cher", Méditation (Jan Vogler, Violoncello; hr-Sinfonieorchester: Andrés Orozco-Estrada); Johann Sebastian Bach: Fünfzehn zweistimmige Inventionen, BWV 772-786 (Jewgenij Koroliow, Klavier); Hanns Eisler: Suite Nr. 5, op. 34 (Ensemble Modern: HK Gruber); Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze, op. 45 (hr-Sinfonieorchester: Andrés Orozco-Estrada)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Es-Dur, KV 543 (Prager Kammerorchester: Charles Mackerras); Vasilije Mokranjac: Sonate g-Moll (Thomas Christian, Violine; Evgeny Sinayskiy, Klavier); Joseph Haydn: Symphonie Nr. 38 C-Dur (Heidelberger Sinfoniker: Benjamin Spillner); Anton Bruckner: Streichquartett c-Moll, WAB 111 (Leipziger Streichquartett); Edward Elgar: "King Arthur-Suite" (Bournemouth Sinfonietta: George Hurst)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Michail Glinka: "Ruslan und Ludmilla", Tanz (BBC Philharmonic: Wassilij Sinaiskij); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate D-Dur, KV 311 (Fazil Say, Klavier); Léo Delibes: "Coppelia", Ballett-Suite (Münchner Rundfunkorchester: Kurt Eichhorn)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georg Philipp Telemann: Trompetensonate (Uwe Kleindienst, Trompete; Markus Wolf, Arben Spahiu, Violine; Roland Metzger, Viola; Alexander Rilling, Kontrabass; Stephan Schmidt, Cembalo); Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur, Sostenuto assai – Allegro ma non troppo,op. 61 (Bayerisches Staatsorchester: Kent Nagano); Franz Danzi: Potpourri Nr. 3 B-Dur (Dieter Klöcker, Klarinette; Consortium Classicum); Franz Liszt: Première valse oubliée Fis-Dur, S 215 Nr. 1 (Vardan Mamikonian, Klavier); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 2 D-Dur (Württembergisches Kammerorchester: Jörg Faerber); Johann Nepomuk Hummel: Klaviertrio G-Dur, Allegro con spirito, op. 65 (Beaux Arts Trio)


06:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


06:04 Geistliche Musik (86 Min.)

Unter anderem mit der Bachkantate: BWV 177 "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ"
•Bach: Präludium und Fuge a-Moll BWV 543 (Andrea Marcon, Orgel)
•Schein: Motette "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt" aus "Israels Brünnlein" (Weser-Renaissance / Manfred Cordes)
•Schmelzer: 4. Sonata a 6 (Ricercar Consort / Philippe Pierlot)
•Mendelssohn: Psalm 42 "Wie der Hirsch schreit" (Ruth Ziesak, Sopran / Christoph
Prégardien, Tenor / Jan Kobow, Tenor / Gotthold Schwarz, Bass / Adolph Seidel, Bass / Kammerchor Stuttgart / Deutsche Kammerphilharmonie / Frieder Bernius)
•Gigout: Grand Choeur Dialogué für zwei Orgeln (Elisabeth Sperer und Winfried Englhardt) Etwa ab 7:00 Uhr:
•Bach: Kantate BWV 177 "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ" (Caroline Weynants, Sopran / Damien Guillon, Countertenor / Marcus Ullmann, Tenor / Vokalensemble Ripieni / Il


07:30 Morgenfeier (30 Min.)
mit Pfarrerin Tina Oehm-Ludwig aus Fulda


08:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


08:04 Zauberflöte – Klassik für Kinder (56 Min.)
Rinder, Bohnen und Rodeo – Die Welt der Cowboys

Die Cowboys hatten kein einfaches Leben. Wochenlang saßen sie manchmal im Sattel, in der Zeit gab es nur Kaffee und Bohnen, und sogar ihre eigenen Rinderherden konnten ihnen gefährlich werden. Heute erzählen wir alles über das Leben der Cowboys. Vom Rodeo bis zum Gitarrespielen am Lagerfeuer. Dazu erklingen Stücke von Komponisten wie Aaron Copland, Virgil Thomson oder Ferde Grofé, die die Musik der Cowboys in ihren Werken verarbeitet haben.


09:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


09:04 Kulturfrühstück (146 Min.)
Das Magazin am Vormittag


11:30 Camino – Religionen auf dem Weg (30 Min.)
Der Mensch am Fenster – Dabei sein, ohne ganz dabei zu sein

Körperlich drinnen, aber geistig draußen saßen Millionen Menschen monatelang an den Fenstern ihrer Wohnungen, vor dem Fernseh-"Fenster zur Welt" oder hielten durch virtuelle "Windows" Kontakt zu anderen. Im Gegensatz zur Tür, durch die man immer nur ganz hinaus- oder eintreten kann, bietet das Fenster eine Teil-Teilnahme, ein Dabeisein ohne dabei zu sein. Das Lebensgefühl zwischen beruhigendem Sicherheitsabstand und befürchteter Vereinsamung wird in der Bibel, in der Musik und in der Literatur mit der Metapher des Fensters beschrieben. Altgermanisch das "Windauge", das böse Geister raus- und gute reinließ und in den größten Kathedralen Europas mit symbolträchtigen Fensterbildern von Aus-Blicken und Ein-Sichten erzählt.

Ein Beitrag von Andreas Malessa.


12:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


12:04 Kulturszene Hessen (56 Min.)
10 Jahre "Earsinnig hören!"

In ganz Hessen gehen für das Projekt "Earsinning hören!" jedes Jahr Klassen der 3.- 6. Jahrgangsstufen an den Start, entwickeln und produzieren mit viel Engagement Audioformate wie Umfragen und Interviews, Kurzreportagen, Klang-Collagen und Mini-Hörspiele. Diese präsentieren dann die Schüler*innen zusammen mit selbst ausgedachten Nachrichtenmeldungen und schrägen Werbespots in bunten Radioshows, am liebsten live auf der Schulbühne, oder – so nun in diesen corona-ver-rückten Zeiten – im Internet, auf der Seite der Stiftung Zuhören.

In der Kulturszene Hessen kommen die Initiator*innen dieses erfolgreichen Projektes zu Wort, Lehrkräfte und Schüler*innen. Und natürlich sind viele der Beiträge aus den vergangenen Jahren zu hören. Es moderiert Maria Bonifer.

"Earsinnig hören!" ist ein Medienkompetenzprojekt, das die Stiftung Zuhören und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gemeinsam seit nun mehr 10 Jahren durchführen.


13:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


13:04 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (56 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
13:55 Kulturtipps – Heute in Hessen
•Geminiani: Concerto grosso e-Moll op. 3 Nr. 3 (Rinaldo Alessandrini)
•Beethoven: Auszüge aus dem Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" op. 43 (Hugh Wolff)
•Strawinsky: Pulcinella-Suite (Pinchas Zukerman)


14:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


14:04 Hörspiel (71 Min.)
Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry

Die Geschichte des kleinen Prinzen vom Asteroiden B 612 ist weltberühmt und wurde in mehr als 350 Sprachen und Dialekte übersetzt – selbst in die fiktive Sprache Klingonisch. Das moderne Kunstmärchen, in dem sich reale und surreale Elemente mischen, wird meist als Kritik am Werteverfall der Gesellschaft und als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Das kleine Bändchen erschien zuerst 1943 in New York, wo sich Saint-Exupéry im Exil aufhielt. Die erste Ausgabe in Frankreich erschien zwei Jahre später posthum bei Gallimard, nachdem der französische gegen den amerikanischen Verlag geklagt hatte. Die Ausgabe von Gallimard enthält einen geringfügig geänderten Text, und die Farben der ebenfalls von Saint-Exupéry geschaffenen Illustrationen wurden dahingehend verändert, dass der Prinz einen marineblauen Mantel trägt statt eines grünen. Diese Modifikationen wurden weltweit in fast allen Ausgaben übernommen. 1950 erschien die erste deutsche Übersetzung von Grete und Josef Leitgeb, die auch dem Hörspiel des Hessischen Rundfunks zugrunde liegt.

Wir reisen mit dem kleinen Prinzen vom Planeten des Laternenanzünders zum Planeten des Trinkers, vom Planeten des Geographen zum Planeten des Geschäftsmannes, landen anschließend auf der Erde, wo der kleine Prinz den in der Wüste abgestürzten Flieger bittet: "Zeichne mir ein Schaf!" Und schon sind wir mitten im Geschehen…

Mit Luise Ullrich, Claus Clausen, Robert Seibert, u.a.
Aus dem Französischen von Greta & Josef Leitgeb
Hörspielbearbeitung: Harald Umbehr
Musik: Heinz Schröter
Regie: Rudolf Rieth
hr 1951

Antoine de Saint-Exupéry, geboren am 29. Juni 1900 in Lyon, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Flugzeugmechaniker. Zum Piloten ließ er sich privat ausbilden. Er zählt zu den Flugpionieren und hat sich Zeit seines Lebens eher als Berufs-Pilot denn als Berufs-Schriftsteller gesehen. Folglich handeln auch viele seiner Bücher vom Fliegen. Während des 2. Weltkriegs war er Pilot der französischen Luftwaffe. Bei einem Aufklärungsflug über Frankreich wurde er am 31. Juli 1944 abgeschossen.

Dieses Hörspiel finden Sie auch unter hr2.de und in der ARD Audiothek für 12 Monate zum Downloaden.


15:15 Klassikzeit (105 Min.)
Musik aus Barock, Klassik und Romantik – zum Genießen und Entspannen

Unter anderem mit:
•Chopin: 2. Scherzo b-Moll op. 31 (Vladimir Horowitz, Klavier)
•Rimskij-Korsakow: Capriccio espagnol op. 34 (Sinfonieorchester Göteborg / Neeme Järvi)
•Mozart: Hornkonzert Es-Dur KV 495 (Johannes Hinterholzer / Mozarteumorchester / Ivor Bolton)
•Mendelssohn: Streichquintett B-Dur op. 87 (Henschel Quartett)
•Brahms: Intermezzi op. 117 (Elisabeth Leonskaja, Klavier)
•Boyce: 2. Sinfonie A-Dur (The English Concert / Trevor Pinnock)
•Curtis: Torna a Surriento (Vittorio Grigolo, Tenor / Orchestra del Teatro Regio di Parma / Pier Giorgio Morandi)


17:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


17:04 Kaisers Klänge (56 Min.)
Carmina Burana reloaded – Orff fürs 21. Jahrhundert

In seinen "Carmina Burana" zeichnet Carl Orff ein opulentes Bild des Mittelalters. Er erzählt von der Launenhaftigkeit des Glücks und von der Flatterhaftigkeit der Liebe, von den Genüssen und den Unwägbarkeiten des Lebens. Mit ihren vehementen Chören und Orchesterrhythmen inspirieren diese Klänge auch die Musiker von heute noch. Zum 125. Geburtstag von Carl Orff am 12. Juli erklingt sein bekanntestes Werk in den schönsten Adaptionen von Jazz-, Rock- und Folkmusikern. Von Giora Feidman bis Barbara Streisand.


18:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


18:04 Feature (56 Min.)
Gespenster jagt man bei Tag | Sherlock Holmes und sein mystischer Erfinder | Tobias Nagorny

Der englische Schriftsteller Arthur Conan Doyle starb vor 90 Jahren, am 7. Juli 1930. Noch bekannter als er selbst wurde seine literarische Figur des Sherlock Holmes. Tobias Nagorny hat sich auf die Spuren des Autors und eines literarischen Mythos begeben. Im Sherlock Holmes Museum in der Londoner Baker Street treffen jede Woche Briefe aus der ganzen Welt ein. Sie sind adressiert an den großen Meisterdetektiv. Hier ist seine berühmte Wohnung detailverliebt rekonstruiert worden – alles sieht so aus, als hätten Holmes und Watson die Räume gerade erst verlassen, um einen Fall zu lösen. Eine Pilgerstätte für Fans. Ebenso wie die Reichenbachfälle im Schweizer Meiringen. An der Stelle, wo der Autor Arthur Conan Doyle seine Figur Holmes in der Geschichte "Das letzte Problem" in den Abgrund stürzen ließ, hängt heute ein Gedenkkranz mit Trauerbekundungen.

Bis heute glauben viele Leute, dass der geniale Ermittler wirklich einmal existierte. Kein anderer fiktiver Charakter der Literaturgeschichte hat es geschafft, so weit in die reale Welt vorzudringen. Für den Literaturnobelpreisträger T.S. Eliot ist "das größte Sherlock-Holmes-Rätsel wahrscheinlich, dass wir beim Reden über ihn unweigerlich der Phantasie erliegen, er habe existiert."

Eine Sehnsuchtsfigur, die es schafft, in einer komplizierten und undurchschaubaren Welt die Ordnung wieder herzustellen. Die rationale Denk- und Beobachtungsmaschine Holmes erkennt die Logik hinter dem Chaos. Dabei haben übersinnliche Phänomene oder Glaubensfragen keinen Platz in seinem radikal-aufklärerischen Universum. Sein geistiger Erschaffer hingegen war das komplette Gegenteil. Der Augenarzt Arthur Conan Doyle glaubte fest an Geister, die Kraft von Séancen und die Kommunikation mit Verstorbenen. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts war er auf dem ganzen Globus als engagierter Spiritist bekannt. Ein detektivisches Feature auf den Spuren eines lebendig gewordenen literarischen Mythos und seines sonderbaren Erfinders.

Radio Bremen 2017


19:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


19:04 hr-Bigband (56 Min.)

Konzerte und Produktionen u.a. mit: Joshua Redman & hr-Bigband, cond. & arr. by Jim McNeely, hr-Sendesaal Frankfurt, Januar 2020, Teil 2
Am Mikrofon: Jürgen Schwab


20:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


20:04 Lang Lang und das Concertgebouw-Orchester in Amsterdam (176 Min.)

Der chinesische Pianist Lang Lang ist ein Phänomen: Er verblüfft sowohl mit seinem technischen Können als auch mit seiner charismatischen Ausstrahlung und erreicht auf diese Weise ein breites Publikum. So verwundert es nicht, dass zu seinen Fans viele junge Menschen und Pop-Liebhaber zählen. Lang Lang hat die Fähigkeit, selbst ein weniger bekanntes Klavierkonzert des großen Beethoven zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.
Lang Lang, Klavier
Concertgebouw-Orchester
Leitung: Paavo Järvi
Wagner: Ouvertüre zu Tannhäuser
Beethoven: 2. Klavierkonzert B-Dur op. 19
Brahms: 4. Sinfonie e-Moll op. 98
(Aufnahme vom 8. November 2019 aus dem Concertgebouw)

"Beethoven hat Leidenschaft und Wärme in seine Partituren komponiert", sagt Lang Lang. "In seiner Musik musst du die Sehnsucht zum Ausdruck bringen, gleichzeitig ist es wichtig, extrem akkurat zu spielen. Beethoven ist sehr klar in seiner Notation. Die Balance zwischen Präzision und Emotion zu finden ist sehr schwierig." Den Rahmen für Beethovens 2. Klavierkonzert bildet das Concertgebouw-Orchester mit Musik von zwei Kontrahenten des 19. Jahrhunderts: Mit der Tannhäuser-Ouvertüre des "Neudeutschen" Richard Wagner und der 4. Sinfonie des "Traditionalisten" Johannes Brahms. Am Pult steht Paavo Järvi, ehemals Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters.


23:00 Nachrichten und Wetter (4 Min.)


23:04 – 24:00 Night Voyage (56 Min.)
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

*


Quelle:
hr2 – Programminformationen
27. Woche – 29.06. bis 05.07.2020
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 19. Juni 2020

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang