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WISSENSCHAFT/8374: Nachrichten - BR Text 12.09.2017


BR Text vom 12.09.2017 - Nachrichten Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Asiatische Tigermücke in Karlsruhe +++ Weniger Gefahrenstoffe in Wasser +++ OECD lobt hohe Quote bei MINT-Studien +++ Meteoritensplitter entdeckt +++

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Asiatische Tigermücke in Karlsruhe

Die Asiatische Tigermücke, die eigent-
lich in den süd- und südostasiatischen
Tropen und Subtropen beheimatet ist,
ist nun auch in Karlsruhe nachgewiesen
worden.

Die Stechmücke, die gefährliche Erreger
wie Zika-, Chikungunya- und Dengue-Vi-
ren übertragen kann, wurde in einem In-
dustriegebiet in der Nähe des Bahnhofs
entdeckt, wie die Arbeitsgemeinschaft
zur Bekämpfung der Schnakenplage/Kabs
in Speyer mitteilte.

Der erste Nachweis in Europa stammt von
1979 in Albanien. Seit 1990 sind die
Moskitos in Italien weit verbreitet.

*

Weniger Gefahrenstoffe in Wasser

Fast 7,5 Millionen Liter wassergefähr-
dende Stoffe sind 2016 vor allem aus
der Landwirtschaft unkontrolliert in
die Umwelt ausgetreten.

Das seien 52 Prozent weniger als im
Jahr zuvor, teilte das Statistische
Bundesamt in Wiesbaden mit. Allerdings
habe es 2015 vier große Vorfälle gege-
ben, bei denen allein 8,4 Mio. Liter
Schadstoffe freigesetzt worden seien.
Die Zahl der Unfälle habe von 2.600 auf
2.721 im Jahr 2016 zugenommen.

Knapp die Hälfte der Schadstoffe, 3,7
Millionen Liter, habe nicht wiederge-
wonnen werden können.

*

OECD lobt hohe Quote bei MINT-Studien

Die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung/OECD hat
die hohe Quote von Studenten in MINT-
Studienfächern in Deutschland gelobt.

2015 hätten 37 Prozent der Hochschulab-
solventen in Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften oder Technik abge-
schlossen, erklärte die Organisation.
Das sei der höchste Anteil im interna-
tionalen Vergleich gewesen. Frauen sei-
en mit 28 Prozent bei den Studienanfän-
gern jedoch noch "unterrepräsentiert",
der OECD-Durschnitt liege bei 30 %.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka/
CDU zeigte sich erfreut über die Studie

*

Meteoritensplitter entdeckt

Erstmals haben Forscher in Baden-Würt-
temberg Reste eines Meteoriten entdeckt

Der zwei Zentimeter kleine Splitter
stamme von dem großen Meteoriten, der
vor etwa 15 Millionen Jahren bei Hei-
denheim einen Riesenkrater in die Erde
geschlagen hatte,erklärte das Naturkun-
demuseum in Stuttgart. Das Bruchstück
wurde in einem Kalksteinblock gefunden,
der im Meteorkratermuseum in Steinheim
im Kreis Heidenheim ausgestellt war.

Der Fund gilt als große Überraschung,
denn bislang hatte man angenommen, der
Meteorit wäre beim Einschlag vollstän-
dig verdampft.

*

Quelle:
BR Text
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