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AUSLAND/7352: Aus aller Welt - 16.02.2017 (SB)


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Venezuela schließt CNN auf Spanisch wegen Kriegspropaganda

Die nationale Kommission für Telekommunikation in Venezuela hat den spanischsprachigen Ableger des Fernsehsenders CNN aus den USA geschlossen. Außenministerin Delcy Rodríguez wertete dessen Berichterstattung am Mittwoch (Ortszeit) als eine auf Fehlern beruhende, gegen Venezuela gerichtete Kriegspropaganda. Anlaß der Kritik ist ein CNN-Bericht vom 6. Februar, in dem Mitarbeitern der venezolanischen Botschaft im Irak vorgeworfen wurde, illegal Pässe und Visa unter anderem an Araber verkauft zu haben, die in Verbindung zu Extremisten gestanden haben. Der von Washington bereits mit Sanktionen belegte Stellvertreter von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, Tareck El Aisssami, soll zu den Hintermännern des Visahandels zählen. Der Vizepräsident würde verfassungsgemäß das Präsidentenamt übernehmen, sollte Maduro, wie von der antisozialistischen Opposition in dem südamerikanischen Land bislang vergeblich angestrebt, zum Rücktritt gezwungen werden. CNN auf Spanisch ist seit Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Venezuela nicht mehr über Kabel zu empfangen.

16. Februar 2017


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