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KULTUR/7266: Sprache, Kunst und Medium - 16.02.2017 (SB)


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Griechenlands Archäologischer Rat zeigt Gucci die kalte Schulter

Die italienische Luxusbekleidungsfirma Gucci ist mit ihrem Vorhaben, ihre jüngste Kollektion mit einer Modenschau auf der Akropolis in Athen vorzustellen, abgeblitzt.

Wie Spiegel Online berichtete, hatte es Griechenlands Zentraler Archäologischer Rat abgelehnt, das Spektakel vor dem Parthenon, dem als Jungfrauengemach wichtigsten Teil der Akropolis, veranstalten zu lassen.

Vorangegangen war ein Antrag des italienischen Modehauses, am 1. Juni dort eine Modeschau für rund 300 geladene Mode-Experten und -Journalisten sowie international bekannten Filmstars inszenieren zu dürfen. Für die Erlaubnis soll Gucci angeblich rund zwei Millionen Euro angeboten haben. Geplant war demnach eine weltweite Fernsehübertragung des Events.

Der griechische Rat erklärte jedoch, der "besondere kulturelle Charakter" des Weltkulturerbes sei mit einer solchen Veranstaltung nicht zu vereinbaren. Griechenlands Kulturministerin Lydia Koniordou begrüßte die Entscheidung ausdrücklich.

16. Februar 2017


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