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UMWELT/7356: Ökologie, Umweltschutz und Katastrophen - 20.03.2017 (SB)


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Regenwald offenbar gut für die Gesundheit

Die Zeiten, in denen große Geheimnisse im Amazonas-Regenwald verborgen lagen - oder zumindest dort vermutet wurden -, sind noch längst nicht vorüber. So hat ein internationales Forscherteam um Hillard Kaplan von der University of New Mexico laut dpa festgestellt, daß die Arterien von Amazonas-Ureinwohnern in Bolivien gesünder sind als bei allen anderen bislang gemessenen Menschengruppen. Im Schnitt sollen die Blutgefäße eines 80jährigen Ureinwohners so geschmeidig sein wie die eines Mittfünfzigers aus den USA. Als Grund nehmen die Wissenschaftler an, daß sich die Mitglieder des Tsimane-Stammes gesund ernähren - wenig gesättigte Fettsäuren, viele Ballaststoffe - und extrem viel bewegen. Positiv soll auch der weitestgehende Verzicht aufs Rauchen ins Gewicht fallen. Allerdings fanden die Forscher auch heraus, daß mehr als die Hälfte der untersuchten Tsimane erhöhte Entzündungswerte hatte. Das gilt eigentlich als Risikofaktor für Herzerkrankungen. Es muß also noch ein weiterer Faktor im Regenwald vorhanden sein, der für die Gesundheit des Stammes sorgt.

20. März 2017


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