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WISSENSCHAFT/8461: Aus Forschung und Technik - 15.04.2020 (SB)


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Bundesnetzagentur will Ausbau des LTE-Netzes forcieren

Während mit 5G ein superschneller Netzstandard in den Startlöchern steht, ist die flächendeckende und stabile Abdeckung mit LTE, also 4G, noch lange nicht abgeschlossen. Doch jetzt will laut dpa die Bundesnetzagentur offenbar den Druck auf die Netzbetreiber erhöhen, den bei der Frequenzversteigerung verpflichtend zugesagten Ausbau des LTE-Netzes nachzuholen. Sollte es in den nächsten Monaten keine nachprüfbaren Verbesserungen geben, die sicherstellen, daß die Auflagen bis zum Jahresende vollständig erfüllt werden, will die Agentur sogar Zwangsgelder verhängen. Statt wie für Ende 2019 zugesagt, erreichte insbesondere Telefónica keine 98 Prozent der Haushalte, sondern kam bei einer Überprüfung der Bundesnetzagentur lediglich auf eine Abdeckung von 80 Prozent. Bei der Telekom stellte die Netzagentur noch ein paar Lücken an den Autobahnen, Schienen sowie in drei Bundesländern fest. Ähnliches gilt für Vodafone, die den Meßergebnissen zufolge die Vorgaben in vier Bundesländern und an den Hauptverkehrswegen leicht verfehlt hat. Verpassen die Betreiber die Ziele, müssen sie mit Zwangsgeldern rechnen. Außerdem sind sie angehalten, der Netzagentur monatliche Berichte über den Stand des Ausbaus zu melden. Außerdem will die Netzagentur auch selbst weiterhin Messungen durchführen, um Angaben zum Vorankommen der Netzbetreiber überprüfen zu können.

15. April 2020


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