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SCHACH-SPHINX/01971: Vergebliche Mühe gegen Caro-Kann (SB)


Verzweifelt strampelt sich der Weißspieler ab, den Blockadering der Caro-Kann-Verteidigung zu durchbrechen. Rasch treibt er seine Königsflügelbauern voran, besetzt im Zentrum die wichtigen Felder, stellt seine Türme dann auf aussichtsreiche Positionen - aber werden seine Mühen belohnt? Hat er Erfolg gegen eine der solidesten Abwehrformationen, die es gegen den weißen Königsbauernzug gibt? Die Stellung im heutigen Rätsel der Sphinx gibt darauf eine klare Antwort: Nein! Der Nachziehende hatte geschickt alle anfälligen Felder in der Mitte und am Königsflügel abgesichert, war schließlich selbst gegen den weißen Damenflügel vorgegangen und hatte sodann seine beiden Springer in hervorragender Weise aktiviert. So enden viele Partien gegen die Caro-Kann-Verteidigung. Die weiße Initiative erschöpft sich im sinnlosen Gegenanrennen und erlaubt dem Schwarzen so, nach und nach zu gefährlichen Drohungen zu kommen. Zwei Fortsetzungen standen Weiß nun zur Verfügung, 1.Kb2-c2 und 1.Tf1-a1? - die letztere wählte er und besiegelte nur um so rascher sein Schicksal. Indes, Wanderer, hätte er sich mit der Alternative länger über Wasser halten können?



SCHACH-SPHINX/01971: Vergebliche Mühe gegen Caro-Kann (SB)

Hracek - Rogers
Prag 1995

Auflösung des letzten Sphinx-Rätsels:
Eine vergebliche Hoffnung, durch 1.Ke1-d1? dem drohenden Damenverlust entgehen zu wollen, denn 1...c4-c3! versperrte den Rückweg und nach 2.Sb1xc3 b7-b6 3.Le3xb6 c7xb6 war die Partie auch schon zu Ende.


Erstveröffentlichung am 24. August 1998

01. Juli 2009