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SCHACH-SPHINX/02407: Deutschlands älteste Turniertradition (SB)


Wer in Deutschland nach der Stadt mit der ältesten Turniertradition sucht, wird lange Zeit vergeblich raten, ehe er schließlich durch einen Glückstreffer auf Düsseldorf kommt. Und in der Tat waren es Düsseldorfer Schachfreunde gewesen, die 1862, also vor nun gut 137 Jahren, den englischen und amerikanischen Vorbildern folgend, erstmals auf deutschem Boden ein Turnier organisierten. Leider wurde es nicht zu Ende geführt. Das Geschick der Veranstalter hinkte eben in allem hinterher. Dennoch ließ sich der Düsseldorfer Schachkreis von diesem Rückschlag nicht entmutigen und richtete in den beiden nächsten Jahren weitere Turniere aus. Von da an eiferten auch andere Städte in Deutschlands Kleinstaaterei dem gerade erwachten Turnierwesen nach und hielten diese Tradition bis auf den heutigen Tag am Leben. Internationalen Vergleich braucht man nicht zu fürchten. In Deutschland verkehren die namhaftesten Großmeister der Welt, wenngleich eine Weltmeisterschaft schon lange nicht mehr auf dem Tagesordnungspunkt statt. Zuletzt hatte ja bekanntlich Profi- Weltmeister Garry Kasparow den New Yorker Wolkenkratzern den Vorzug gegeben vor solider deutscher Architektur. Im heutigen Rätsel der Sphinx aus dem Schloßpark-Open in Wiesbaden 1983 mußten die Veranstalter viele Interessierte zurückweisen. Der Andrang war einfach zu groß gewesen. Aus dem Sortiment sehenswerter Partien folgende Frage an dich, Wanderer: Wie konnte Weiß aus den offenen Linien Kapital schlagen?



SCHACH-SPHINX/02407: Deutschlands älteste Turniertradition (SB)

Trois - Maeder
Wiesbaden 1983

Auflösung des letzten Sphinx-Rätsels:
Der Ehre wurde wohlweislich Genüge getan, Weiß zog 1.Dh7-g7! e6-e5 2.Sg4-f6+ Ke8-e7 - 2...Ke8-d8 3.Th1-a1! Da3xa1 4.Dg7xf8+ Kd8-c7 5.Sf6xd5+ Kc7-b7 6.Df8-d6 - 3.Ta1-h1! und Schwarz gab auf, denn entweder hätte er die Dame opfern müssen oder sein König wäre nach 3...Da3xa1 4.Sf6-e4+ Ke7-e8 5.Se4-d6# Matt gewesen.


Erstveröffentlichung am 03. Februar 1999

26. November 2009