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LUFT-ST/8088: Luftbelastung 05.12.17 Sachsen-Anhalt


Die Luftbelastung in Sachsen-Anhalt am 05.12.2017 - 12.00 Uhr

Umweltbundesamt (UBA) - Aktuelle Immissionsdaten



Schwefeldioxid (SO2) - 1-Stunden-Mittelwerte 
Station
Stationsname
µg/m3
DEST011
DEST015
DEST028
DEST039
DEST075
DEST077
DEST089
DEST090
DEST098
Wernigerode/Bahnhof
Bitterfeld/Wolfen
Zeitz
Brocken
Halle/Merseburger Strasse
Magdeburg/West
Zartau/Waldstation
Leuna
Unterharz / Friedrichsbrunn
3
1
2
1
1
1
0
1
0




Kohlenmonoxid (CO) - 8-Stunden-Mittelwerte 
Station
Stationsname
µg/m3
DEST011
DEST015
DEST075
DEST092
DEST103
DEST105
DEST108
Wernigerode/Bahnhof
Bitterfeld/Wolfen
Halle/Merseburger Strasse
Wittenberg/Dessauer Strasse
Magdeburg Schleinufer
Stendal Stadtsee
Weißenfels/Am Krug
400
200
200
400
400
100
200




Ozon (O3) - 1-Stunden-Mittelwerte 
Station
Stationsname
µg/m3
DEST002
DEST011
DEST015
DEST028
DEST039
DEST044
DEST050
DEST066
DEST077
DEST089
DEST090
DEST098
DEST104
DEST105
DEST106
Burg
Wernigerode/Bahnhof
Bitterfeld/Wolfen
Zeitz
Brocken
Halberstadt
Halle/Nord
Wittenberg/Bahnstrasse
Magdeburg/West
Zartau/Waldstation
Leuna
Unterharz / Friedrichsbrunn
Domäne Bobbe
Stendal Stadtsee
Goldene Aue (Roßla)
47
45
33
34
50
44
40
40
41
36
38
46
49
51
41




Stickstoffdioxid (NO2) - 1-Stunden-Mittelwerte 
Station
Stationsname
µg/m3
DEST002
DEST011
DEST015
DEST029
DEST039
DEST044
DEST050
DEST066
DEST075
DEST077
DEST089
DEST090
DEST091
DEST092
DEST098
DEST102
DEST103
DEST104
DEST105
DEST112
Burg
Wernigerode/Bahnhof
Bitterfeld/Wolfen
Bernburg
Brocken
Halberstadt
Halle/Nord
Wittenberg/Bahnstrasse
Halle/Merseburger Strasse
Magdeburg/West
Zartau/Waldstation
Leuna
Dessau Albrechtsplatz
Wittenberg/Dessauer Strasse
Unterharz / Friedrichsbrunn
Halle/Paracelsusstr.
Magdeburg Schleinufer
Domäne Bobbe
Stendal Stadtsee
Magdeburg/Guericke-Stra.
13
15
16
20
7
12
15
14
25
18
6
15
22
49
7
47
56
8
7
50




Feinstaub (PM10) - Tagesmittelwerte vom Vortag 
Station
Stationsname
µg/m3
DEST002
DEST011
DEST015
DEST028
DEST029
DEST044
DEST050
DEST066
DEST075
DEST077
DEST089
DEST090
DEST091
DEST092
DEST095
DEST102
DEST103
DEST104
DEST105
DEST112
Burg
Wernigerode/Bahnhof
Bitterfeld/Wolfen
Zeitz
Bernburg
Halberstadt
Halle/Nord
Wittenberg/Bahnstrasse
Halle/Merseburger Strasse
Magdeburg/West
Zartau/Waldstation
Leuna
Dessau Albrechtsplatz
Wittenberg/Dessauer Strasse
Aschersleben
Halle/Paracelsusstr.
Magdeburg Schleinufer
Domäne Bobbe
Stendal Stadtsee
Magdeburg/Guericke-Stra.
8
14
7
8
9
8
9
12
9
9
7
7
10
12
9
16
17
8
7
14

µg = Mikrogramm
mg = Milligramm

Raute

Schwefeldioxid (SO2)

Schwefeldioxid ist ein farbloses, stechend riechendes, wasserlösliches Gas. Es entsteht vor allem bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Kohle und Öl. Mensch und Umwelt werden durch hohe SO2-Konzentrationen beeinträchtigt. Oxidationsprozesse führen zu "Saurem Regen", der Ökosysteme nachhaltig schädigt. Hiervon besonders betroffen war in den 70er Jahren die Region zwischen Dresden, Prag und Krakau - das "Schwefeldreieck". Eine große Zahl von Kohlekraftwerken auf engstem Raum hatte eine bis dahin ungeahnte Luftverschmutzung zur Folge. Darüber hinaus werden durch "Sauren Regen" auch Gebäude und Materialien geschädigt. In der Atmosphäre aus Schwefeldioxid entstehende Sulfatpartikel tragen außerdem zur Belastung mit Feinstaub (PM10) bei.

Grenzwerte und Messverfahren

Für Schwefeldioxid traten zum 1. Januar 2005 Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit in Kraft. Der 1-Stunden-Grenzwert beträgt nunmehr 350 µg/m3 und darf höchstens 24mal im Jahr überschritten werden. Der Tagesgrenzwert von 125 µg/m3 darf nicht öfter als dreimal im Kalenderjahr überschritten werden. Zur Bestimmung der Schwefeldioxidkonzentrationen wird das UV-Fluoreszenz-Verfahren angewandt.

Kohlenmonoxid (CO)

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen entsteht. Hauptquelle für die CO-Belastung der Luft ist der Kfz-Verkehr. Kohlenmonoxid beeinträchtigt als Luftschadstoff die Sauerstoffaufnahme von Menschen und Tieren. Schon niedrige Mengen dieses Atemgiftes haben Auswirkungen auf das Zentralnervensystem. Außerdem ist CO auch an der photochemischen Bildung bodennahen Ozons beteiligt.

Grenzwerte und Messverfahren

Am 01.01.2005 ist zum Schutz von Mensch und Umwelt der Grenzwert für Kohlenmonoxid in Kraft getreten. Danach darf der höchste 8-Stunden-Mittelwert eines Tages 10 mg/m3 nicht überschreiten. Das Verfahren zur Messung des Kohlenmonoxidanteils der Luft führen die Länder der Europäischen Union derzeit nach nationalen Standardmethoden durch.

Ozon (O3)

Das farblose und giftige Gas Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der Atmosphäre. Die in einer Höhe von 20 bis 30 km in der Atmosphäre bestehende natürliche Ozonschicht schützt die Erde vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne. In Bodennähe auftretendes Ozon ist schädlich für Mensch und Umwelt. Es wird bei intensiver Sonneneinstrahlung durch photochemische Prozesse aus Vorläuferschadstoffen (Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen) gebildet. Erhöhte Ozonkonzentrationen können beim Menschen Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenkrankheiten hervorrufen. Bei Pflanzen treten Schäden an Blattorganen auf, langfristige Belastungen beeinträchtigen Wachstum und Ernteerträge.

Schwellenwerte und langfristiges Ziel

Für die Ozonkonzentration gelten eine Informationsschwelle von 180 µg/m3 und eine Alarmschwelle von 240 µg/m3. Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde für das Jahr 2010 als Zielwert ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 µg/m3 festgelegt. Dieser darf an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden. Langfristiges Ziel bis 2020 ist ein maximaler 8-Stunden-Wert von 120 µg/m3 ohne zulässige Überschreitungen.

Stickstoffdioxid (NO2)

Hauptquelle des Schadstoffs Stickstoffdioxid sind Verbrennungsvorgänge in Industrie- und Energieerzeugungsanlagen und der Straßenverkehr. Stickstoffdioxid greift die Atemschleimhäute an und beeinträchtigt die Atemwegsfunktionen. Zusammen mit Kohlenwasserstoffen sind Stickstoffoxide für die sommerliche Ozonbildung verantwortlich. Außerdem sind sie an der Überdüngung (Versauerung) von Böden und Gewässern beteiligt. Im Winterhalbjahr entstehende Ammoniumnitratpartikel tragen zur Feinstaubbelastung bei.

Grenzwerte und Messverfahren

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit wurde für Stickstoffdioxid der 1-Stunden-Grenzwert von 200 µg/m3 (bis 2010 zuzüglich einer jährlich sinkenden Toleranzmarge) festgelegt, der nicht öfter als 18mal im Kalenderjahr überschritten werden darf. Der Jahresgrenzwert beträgt 40 µg/m3 (bis 2010 ebenfalls zuzüglich einer jährlich sinkenden Toleranzmarge). Zur Bestimmung der Massenkonzentration von Stickstoffdioxid und Stickstoffoxiden wird das Chemilumineszenz-Verfahren angewandt.

Feinstaub (Partikel PM10)

Feinstaub (Partikel PM10) - 24-Stunden-Konzentrationswert der Europäischen Union für den Schutz der menschlichen Gesundheit: 50µ/m3 (maximal 35 Überschreitungen pro Jahr zulässig)

Feinstaub (PM10) bezeichnet die Masse aller im Gesamtstaub enthaltenen Partikel, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner als 10 µm ist. Er kann natürlichen Ursprungs sein (beispielsweise als Folge von Bodenerosion) oder durch menschliches Handeln hervorgerufen werden. Feinstaub entsteht aus Energieversorgungs- und Industrieanlagen, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch beim Umschlagen von Schüttgütern. In Ballungsgebieten ist der Straßenverkehr die dominierende Staubquelle.

Erkrankungsgefahr

Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation haben das verstärkte Auftreten von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen bei hoher Feinstaubkonzentration nachgewiesen. Personen mit bereits bestehenden Erkrankungen sind besonders anfällig. Studien ergaben eine messbare Verringerung der Lebenserwartung.

Grenzwerte und Messverfahren

Zum Schutz der menschlichen Gesundheit sind zum 01.01.2005 neue Grenzwerte für Feinstaub (PM10) in Kraft getreten. Der Tagesgrenzwert beträgt 50 µg/m3 und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. Der zulässige Jahresmittelwert liegt bei 40 µg/m3. Über auftretende Feinstaubbelastungen und Überschreitungen soll die Öffentlichkeit möglichst schnell informiert werden. Daher wird ein kontinuierliches Messverfahren angewandt, dessen Ergebnisse Grundlage der Datendarstellung sind.

http://www.umweltbundesamt.de/index.htm
http://www.umweltbundesamt.de/luft/index.htm

Die Angaben sind ohne Gewähr

*

Quelle:
Umweltbundesamt
Fachgebiet II 4.2 Beurteilung der Luftqualität
Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau
Tel: 0340/21 03-25 31, Fax: 0340/21 04-25 31
E-Mail: immission@uba.de
Internet: https://www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/aktuelle-luftdaten


veröffentlicht im Schattenblick zum 7. Dezember 2017

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